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Accounting Profession meets Campus 2011 Berufsbild des Wirtschaftsprüfers aus Sicht des Gesetzgebers WP/StB Dr. Norbert Breker.

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1 Accounting Profession meets Campus 2011 Berufsbild des Wirtschaftsprüfers aus Sicht des Gesetzgebers WP/StB Dr. Norbert Breker

2 2 Agenda  Geschichte des Berufsstands  Aufgaben des Wirtschaftsprüfers  Wege zum Beruf  Grundsätze der Berufsausübung  Berufspflichten  Berufliche Zusammenarbeit  Organisation des Berufs  Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle  Berufsaufsicht und Berufsgerichtsbarkeit  Grünbuch zur Abschlussprüfung

3 3 Geschichte des Berufsstands  1884 Einführung der Gründungsprüfung für AG  1925 Einführung der regelmäßigen steuerlichen Buch- und Betriebsprüfung  1930 Gründung des Instituts für das Revisions- und Treuhandwesen, Berlin (1932 Umbenennung in „Institut der Wirtschaftsprüfer“)  Pflichtprüfung für Jahresabschlüsse von AG - „Grundsätze für die Bestellung des öffentlich bestellten Wirtschaftsprüfers“  1961Gründung der WPK  Seit 1961 erfolgten sieben grundlegende Überarbeitungen der WPO

4 4 Aufgaben des Wirtschaftsprüfers (1)  Freier Beruf, kein Gewerbe, § 1 II WPO  Inhalt der Tätigkeit betriebswirtschaftliche Prüfungen (§ 2 I WPO)  gesetzliche Abschlussprüfungen, §§ 316ff. HGB  Prüfung besonderer Vorgänge  Wirtschaftlichkeitsprüfungen  Funktionsprüfungen  Prüfung der Geschäftsführung und/oder der wirtschaftlichen Verhältnisse

5 5 Aufgaben des Wirtschaftsprüfers (2) Beratung in steuerlichen Angelegenheiten (§ 2 II WPO)  WP kann wie StB Beratungsleistungen in sämtlichen Steuerangelegenheiten erbringen  Unterstützung z.B. bei Erstellung von Steuererklärungen, Voranmeldungen, Steuerbilanzen  Beratung zu steuerlichen Gestaltungen, bspw. Rechtsform- oder Standortwahl, Ausübung von Wahlrechten in Handels- und Steuerbilanz, Unternehmensnachfolge

6 6 Aufgaben des Wirtschaftsprüfers (3) Sachverständiger auf den Gebieten der wirtschaft- lichen Betriebsführung (§ 2 III Nr. 1 WPO)  z.B. Unternehmensbewertung, Tätigkeit als Gerichtsgutachter Beratung in wirtschaftlichen Angelegenheiten und Wahrung fremder Interessen (§ 2 III Nr. 2 WPO)  Empfehlungen zur Entwicklung von Strategiekonzepten  Aufbau von Management-Informationssystemen  Organisationsberatung  Gestaltung von Verträgen

7 7 Aufgaben des Wirtschaftsprüfers (4) Treuhandtätigkeit (§ 2 III Nr. 3 WPO)  Vermögensverwaltung  Notgeschäftsführung  Nachlassverwaltung Rechtsberatung  § 5 I des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) erlaubt Rechtsdienstleistungen im Zusammenhang mit einer anderen Tätigkeit, wenn sie als Nebenleistung zum Berufs- oder Tätigkeitsbild gehören  zulässig: Testamentsvollstreckung, Sanierungsberatung, Fördermittelberatung (§ 5 II RDG)

8 8 Wege zum Beruf (1)  Traditioneller Zugangsweg Hochschulstudium und eine mindestens dreijährige Berufspraxis Ablegung des WP-Examens  wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht  angewandte BWL/VWL  Wirtschaftsrecht  Steuerrecht (entfällt bei vorheriger Ablegung des StB-Examens)

9 9 Wege zum Beruf (2)  Neuer Ausbildungsweg – Masterstudiengang nach § 8a WPO

10 10 Wege zum Beruf (3)  Bestellung des Wirtschaftsprüfers, § 15 WPO Voraussetzung  bestandenes WP-Examen, § 15 WPO  keine Versagungsgründe, § 16 WPO Bestellung ist ein Verwaltungsakt. Sie erfolgt auf Antrag, zuständig ist die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) Begründung einer Niederlassung Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung

11 11 Grundsätze der Berufsausübung (1)  Ausübung einer eigenverantwortlichen Tätigkeit (§§ 43 I 1, 43a, 44 WPO) originäre WP-Tätigkeit, § 43a I WPO  z.B. selbstständig in eigener Praxis, zeichnungsberechtigte Angestellte bei WP, WPG unvereinbare Tätigkeiten, § 43a III WPO  gewerbliche Tätigkeiten, Anstellungsverhältnis, Beamtentätigkeit

12 12 Grundsätze der Berufsausübung (2)  Ausübung einer eigenverantwortlichen Tätigkeit (§§ 43 I 1, 43a, 44 WPO) vereinbare Tätigkeiten, § 43a IV WPO  „vereinbar“: WP muss originäre Berufsausübung gemäß § 43a I WPO aufrechterhalten  z.B. Ausübung eines anderen freien Berufs, wissenschaftliche Lehrtätigkeit, Angestellter der WPK, Angestellter bei anderen Organisationen (bspw. DRSC)

13 13 Grundsätze der Berufsausübung (3)  Siegelführung, § 48 WPO, § 18 BS WP/vBP Pflicht zur Siegelführung: bei Abgabe von Erklärungen, die dem WP gesetzlich vorbehalten sind freiwillige Siegelführung (Befugnis) bei:  Pflichtprüfungen, die keine Vorbehaltsaufgaben sind  Bescheinigungen, soweit sie Erklärungen über Prüfungsergebnisse enthalten  (unparteiliche) Gutachtertätigkeit Gestaltung des Siegels in § 18 BS WP/vBP detailliert geregelt

14 14  Berufshaftpflichtversicherung, § 54 WPO Verpflichtung für WP/WPG  Haftung des Abschlussprüfers gegenüber dem Auftraggeber bei schuldhafter Pflichtverletzung § 323 HGB Pflichtverletzung  Hinweis des § 323 I HGB insb. auf Pflicht zur Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit, Neutralität, Wahrung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen  Haftungsbeschränkung § 323 II HGB bei Fahrlässigkeit auf EUR 1 Mio. bzw. EUR 4 Mio. § 51 WPO Schadensersatz wegen verspäteter Auftragsablehnung deliktische Haftung nach §§ 823 ff. BGB Grundsätze der Berufsausübung (4)

15 15 Berufspflichten (1)  Unbefangenheit, Unparteilichkeit, §§ 43 I 2, 49 WPO Generalklausel in § 319 II HGB: Ausschluss, wenn Gründe, insbesondere Beziehungen geschäftlicher, finanzieller oder persönlicher Art, vorliegen, nach denen die Besorgnis der Befangenheit besteht  Unabhängigkeit, § 43 I 1 WPO  WP muss frei von Bindungen und Einflüssen sein, die seine Unabhängigkeit und Unbefangenheit beeinträchtigen können

16 16 Berufspflichten (2) absolute Ausschlussgründe, § 319 III HGB  Anteilsbesitz oder andere nicht nur unwesentliche finanzielle Interessen an der zu prüfenden Kapitalgesellschaft  Organzugehörigkeit oder Arbeitnehmer- eigenschaft  Ausschluss bestimmter Nichtprüfungsleistungen  Hintergrund: Selbstprüfungsverbot  Beschäftigung von befangenen Personen  Umsatzgrenze – 30 v.H.  Anwendung der Unabhängigkeitsvorschriften auf WPG (§ 319 IV HGB)

17 17 Berufspflichten (3) besondere Ausschlussgründe bei kapitalmarktorientierten Unternehmen (§ 319a I HGB)  Umsatzgrenze auf 15 v.H. abgesenkt  Erbringen von Rechts- oder Steuerberatungsleistungen  Mitwirkung an der Entwicklung, Einrichtung und Einführung von Rechnungslegungsinformationssystemen  unterlassene interne Rotation Hinweis: Verbot der gerichtlichen Vertretung in Rechts- und Steuerangelegenheiten nicht geregelt, damit zulässig Netzwerkklausel (§ 319b HGB)  WP / WPG sind von der Abschlussprüfung ausgeschlossen, wenn – Personen, mit denen sie in einem Netzwerk verbunden sind, – bestimmte Ausschlussgründe nach §§ 319, 319a HGB erfüllen

18 18 Berufspflichten (4)  Verschwiegenheit, § 43 I 1 WPO, § 323 I 1 HGB WP dürfen ihnen bei ihrer Berufstätigkeit anvertraute oder bekannt gewordene Tatsachen und Umstände nicht unbefugt offenbaren (§ 9 I BS WP/vBP) befugt ist die Offenbarung bei  gesetzlicher Durchbrechung, wie bspw. bei der externen Qualitätskontrolle. Zudem sind Mitteilungspflichten nach § 11 III GwG zu beachten  Einwilligung des Mandanten  Wahrnehmung eigener berechtigter Interessen  Verbot des Wechsels des Abschlussprüfers zu einem Mandanten i.S.d. § 319a HGB, § 43 III WPO  Gewissenhaftigkeit, § 43 I 1 WPO, § 323 I 1 HGB

19 19 Berufspflichten (5)  Verbot der Vereinbarung eines Erfolgshonorars bei sog. Kerntätigkeiten, § 55 I WPO  Verbot der Erhöhung der Haftungssumme bei Pflichtprüfungen bei gesetzlich vorgeschriebenen Haftungsbe- schränkungen darf keine höhere Haftung als die gesetzliche Mindestsumme von zzt. EUR 1 Mio./ EUR 4 Mio. zugesagt werden § 54 WPO i.V.m. § 323 HGB, § 16 BS WP/vBP  Berufswürdiges Verhalten im Beruf, §§ 43 II 2, 49 WPO außerhalb des Berufs, § 43 II 3 WPO  Werbung ist zulässig, es sei denn, sie ist unlauter (§ 52 WPO)

20 20 Berufliche Zusammenarbeit  Gemeinsame Berufsausübung (§ 44b WPO) Sozietäten (auch mit juristischen Personen) Partnerschaftsgesellschaften oder Bürogemeinschaften (zulässig mit WP, vBP, RAe und StB)  Berufsgesellschaften (§§ 27ff. WPO) Rechtsformen (§ 27 WPO), u.a.  juristische Personen (GmbH, AG oder KGaA)  Personenhandelsgesellschaften (oHG, KG einschl. der GmbH & Co. KG oder PartG)  die Europäische Gesellschaft (SE) Zahl der WP bzw. der in einem EU-Mitgliedstaat zugelassenen Abschlussprüfer muss in geschäfts- führendem Organ überwiegen

21 21 Organisation des Berufs (1)  Wirtschaftsprüferkammer (WPK), §§ 4, 57ff. WPO Körperschaft des öffentlichen Rechts Aufgabenkatalog in § 57 II WPO Pflichtmitgliedschaft für alle WP, WPG, vBP, BPG sowie für alle gesetzlichen Vertreter von WPG und BPG ohne WP-/vBP- Qualifikation (§ 58 WPO)  Abschlussprüferaufsichtskommission, § 66a WPO Aufgabe: öffentliche Fachaufsicht über WPK in Aufgabenbereichen des § 4 I Satz 1 WPO (z.B. Bestellung, Widerruf, Berufsaufsicht, Qualitätskontrolle) beratende Teilnahme an WPK-Sitzungen, ggf. Aufhebung / Zurückverweisung von WPK-Entscheidungen, Erteilung von Weisungen zu Entscheidungen  weitreichendes Informations-, Teilnahme und Einsichtsrecht sowie Letztentscheidungsbefugnis (Letztverantwortung)

22 22 Organisation des Berufs (2)  Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) Vereinigung der deutschen WP und WPG auf freiwilliger Basis Aufgaben  Wahrung der Interessen des Berufsstands (auf nationaler und internationaler Ebene)  Facharbeit zur Förderung der Tätigkeitsbereiche des Wirtschaftsprüfers  Aus- und Fortbildung (berufl. Nachwuchs und WP)  Unterstützung der Mitglieder bei der Tagesarbeit Mitglieder: ordentliche Mitglieder (ca. 86 % aller WP) (Stand: ) Organe: WP-Tag, Verwaltungsrat, Vorstand

23 23 Organisation des Berufs (3)  Internationale Berufsorganisationen International Federation of Accountants (IFAC)  gegründet am ; Sitz: New York  Ziel: weltweite Harmonisierung der Accountancy-Berufe International Accounting Standards Committee Foundation (IASCF)  gegründet 1973 in London (bis 2001 nur IASC)  Ziel: weltweite Harmonisierung der Rechnungslegungsgrundsätze Féderation des Experts Comptables Européens (FEE)  gegründet 1987 in Lausanne; Sitz: Brüssel  Ziel: Harmonisierung der Rechnungslegung in Europa

24 24 Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (1)  Verpflichtung zur Einrichtung eines Qualitätssicherungs- systems nach § 55b WPO für WP/WPG Anwendungsbereich insb. betriebswirtschaftliche Prüfungen nach § 2 I WPO Regelungen zur allgemeinen Praxisorganisation, u.a.  Beachtung der allgemeinen Berufspflichten  Annahme, Fortführung und Beendigung von Aufträgen Regelungen zur Auftragsabwicklung, u.a.  Organisation der Auftragsabwicklung  Einholung von fachlichem Rat (Konsultation)  Auftragsbezogene Qualitätssicherung Regelungen zur Überwachung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems (Nachschau)

25 25 Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (2)  Ziel der Qualitätskontrolle Beurteilung, ob internes Qualitätssicherungssystem der jeweiligen Praxis die gesetzlichen und berufsständischen Anforderungen erfüllt  Zuständigkeit Kommission für Qualitätskontrolle (KfQK) als unabhängiges und nicht weisungsgebundenes Organ der WPK Überwachung durch APAK (Zweitprüfung, Letzt- entscheidung)  Turnus der regelmäßigen, präventiven Kontrolle alle 6 Jahre (Ausnahme: alle 3 Jahre bei WP/WPG mit Unternehmen von öffentlichem Interesse i.S.v. § 319a HGB als Prüfungsmandat)  Teilnahmebescheinigung ist Voraussetzung für die Durchführung von gesetzlichen Abschlussprüfungen (§ 319 I 3 HGB)

26 26 Berufsaufsicht und Berufsgerichtsbarkeit (1)  Berufsaufsicht als eine der wichtigsten Aufgaben einer berufsständischen Selbstverwaltung (WPK) Überwachung der den Mitgliedern obliegenden Pflichten Sanktionen bei bestimmten Berufspflichtverletzungen (Rüge)  Zweistufiges System nach Schwere des Fehlverhaltens des Kammermitglieds geringe oder mittlere Schuld: Berufsaufsicht durch Berufsstand (WPK, unter Aufsicht der APAK) schwerer Schuld: Berufsgerichtsbarkeit durch Staat

27 27 Berufsaufsicht und Berufsgerichtsbarkeit (2)  Ermittlung durch die WPK bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte (§ 61a Satz 1 Nr. 1 WPO)  Anlassunabhängige Sonderuntersuchung, §§ 61a Satz 1 Nr. 2, 62b WPO (proaktive Ermittlungen) betroffener Personenkreis: WP/WPG, die Unternehmen von öffentlichem Interesse prüfen (§ 319a HGB-Mandat) Gegenstand: Berufspflichten, die bei gesetzlich vorgeschriebenen Abschlussprüfungen von § 319a HGB-Unternehmen einzuhalten sind bei Feststellung objektiver Berufspflichtver- letzungen ggf. berufsaufsichtliche Maßnahmen

28 28 Berufsaufsicht und Berufsgerichtsbarkeit (3)  Maßnahmen durch die WPK, § 63 WPO Rügeverfahren ggf. verbunden mit einer Geldbuße von EUR  Berufsgerichtliche Maßnahmen, § 68 WPO Geldbuße bis EUR Verbot, auf bestimmten Tätigkeitsgebieten auf die Dauer von ein bis fünf Jahren tätig zu werden (ggf. zusätzlich zur Geldbuße) Berufsverbot von einem bis zu fünf Jahren (ggf. zusätzlich zur Geldbuße) Ausschluss aus dem Beruf zusätzlich bei noch andauernder Pflichtverletzung: Untersagungsverfügung (§ 68a WPO)

29 29 Grünbuch zur Abschlussprüfung  Veröffentlicht am 13. Oktober 2010  Informationen aus der Interservice-Konsultation an die Presse am 26. September 2011  Offizieller EU-Vorschlag wird für November 2011 erwartet  EU-Rechtsakte sind 2012 zu entwickeln in Abstimmung mit Ministerrat und EU-Parlament  Ausstehende Richtlinien-Transformation in nationales Recht (Zeitrahmen offen)  EU-Verordnung gilt unmittelbar

30 30 Vorschläge der EU-Kommission gemäß veröffentlichtem Stand aus Interservice- Konsultation Regelungsansatz  Abschlussprüfer-Richtlinie wird reduziert auf allgemeine Anforderungen für alle Abschlussprüfungen  Neu: EU-Verordnung mit Sondervorschriften für die Prüfung von Public Interest Entities (PIE)  PIE = Unternehmen von öffentlichem Interesse, insb. börsennotierte Unter- nehmen (Aktien und Anleihen) Banken, Versicherungen andere Finanzdienstleister Erste Würdigung  Gefährdet einheitlich hohe Urteilsqualität („an audit is an audit“)  Kann mittelfristig Pflichtprüfung und Vorbehaltsaufgabe gefährden  Alle Unternehmen von öffentlichem Interesse und deren Abschlussprüfer als Teil der Finanzmarktregulierung  Beschneidet nationalen Einfluss auf Regelwerk

31 31 Maßnahmen der geänderten Abschlussprüfer-Richtlinie Regelungsbereiche 1.Regeln der Richtlinie sollen auch für freiwillige Abschlussprüfungen gelten 2.Aufhebung der Begrenzung zulässiger Gesellschafter einer WPG 3.Erleichterte grenzüberschreitende Tätigkeit 4.Verbot von Big4-only clauses 5.Unabhängige Berufsaufsicht mit eingeschränkter Delegationsmöglichkeit auf berufsständische Einrichtung Erste Würdigung 1.Erweiterung der Vorbehaltsaufgabe 2.Gefährdet Unabhängigkeit + Konzentrationsförderung 3.Belastet Prüfungsqualität + Konzentrationsförderung 4.Positiv 5.Reputationsförderung für Berufsstand, aber weitere Einschränkung der Selbstverwaltung

32 32 Maßnahmen der Verordnung (1)  Joint Audit für „large PIE“ Beteiligung mind. einer WPG mit im Vj. < 15% der Prüfungshonorare in betreffendem Mitgliedstaat aus Prüfung von large PIE  Definition von „large PIE“, insb. mind. die zehn größten Unternehmen im nationalen Markt Börsenkapitalisierung > EUR 1 Mrd. bei Kreditinstituten, VU Bilanzsumme > EUR 1 Mrd.  Werden die Auftraggeber den Mehraufwand vergüten?  Erhöhte Wahrnehmbarkeit und Verbesserung des Know-how von KMP  Verhältnis zum Grundsatz der Gesamtverantwortung?  Auswirkungen auf Bestätigungsvermerk?  Auswirkung auf Marktkonzentration unklar

33 33 Maßnahmen der Verordnung (2)  Externe Rotation für alle PIE- Prüfer nach maximal 9 Jahren mit 4-jähriger Cooling-off- Periode feste Bestellung von min. 2 bis max. 5 Jahren mit max. einer Wiederbestellung Beibehaltung der internen Rotation  Qualitätssenkung  Konzentrationsförderung  Überregulierung  Eingriff in Gesellschafterautonomie  Feste Bestellungszeit positiv

34 34 Maßnahmen der Verordnung (3)  Keine gleichzeitige Beratung insb. Verbot für Steuerberatungs- und Due Diligence- Dienstleistungen  Nur noch „related financial audit services“  Begrenzung zulässiger Non- Audit Services auf maximal 10% der Prüfungshonorare bei einem Mandanten  Geht über Selbstprüfungsverbot hinaus  Verkennt Mandanteninteresse  Belastet Effizienz und Qualität der Prüfung  IDW: Einbindung von Aufsichtsrat / Audit Committee  Keine sachliche Rechtfertigung wegen Umsatzgrenze

35 35 Maßnahmen der Verordnung (4)  Grenze zur Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit von 20% der Gesamt- einnahmen bei zweimaligem Überschreiten der 15%- Grenze ist das Audit Committee zu informieren, das weitere Maßnahmen zu prüfen hat  Marktaufsicht durch zuständige Aufsichtsbehörde Begrenzung Marktanteile Zerschlagungsoption  Grundsätzlich positiv  Mehrperiodenbetrachtung erforderlich  Eingriff in Eigentumsrechte und Wirtschaftsverfassung  Voraussetzungen, Verfahren, Entschädigungen etc. unklar

36 36 Maßnahmen der Verordnung (5)  Ausgeweiteter Bestätigungsvermerk 1.Prüfungsmethodik 2.Wesentlichkeits- grenzen 3.Mitglieder des Prüfungsteams 4.„Schlüsselrisiken“ 5.Begrenzung auf Zeichen (sic!)  Prüfungsbericht für Aufsichtsrat / Audit Committee 1.Wenig Nutzen für Adressaten 2.Gefahr der Fehlinterpretation? 3.Kein Nutzen für Adressaten 4.Diskussionswürdig 5.Gängelung  Vorschlag zur Prüfung der Lageberichts wurde nicht aufgegriffen  Positiv

37 37 Maßnahmen der Verordnung (6)  Nur-Prüfungsfirmen (pure audit firms) Prüfungsumsatz mit „large PIE“ > 1/3 und Netzwerk mit Gesamtprüfungs- umsatz > EUR 1,5 Mrd.  Eingriff in Eigentumsrechte und Wirtschaftsverfassung Keine sachliche Rechtfertigung Konzentrationsgefahr Qualitätsbelastung Nachwuchs- gewinnung (auch mit Folgen für andere Prüfungsgesell- schaften) Auslastung


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