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Die Zukunft der Abschlussprüfung – Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission Baden-Baden, 13. Januar 2012.

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Präsentation zum Thema: "Die Zukunft der Abschlussprüfung – Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission Baden-Baden, 13. Januar 2012."—  Präsentation transkript:

1 Die Zukunft der Abschlussprüfung – Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission Baden-Baden, 13. Januar 2012

2 2 Agenda  Einführung Stand und Ablauf des Rechtsetzungsverfahrens Motive und Leitlinien der EU-Kommission Regulierungsvorschläge im Überblick  Lösungsansatz des IDW  Maßnahmen zur Marktbeeinflussung / Stärkung der Unabhängigkeit  Weitere Regulierungsvorschläge  Änderungen bei Prüfungsdurchführung und Berichterstattung  Unterstützung der (verhältnismäßigen) ISA- Anwendung durch IDW

3 Einführung

4 4 Stand und Ablauf des Rechtsetzungsverfahren  Veröffentlichung des Grünbuchs  Stellungnahme des IDW  Zusammenfassung der Stellungnahmen zum Grünbuch durch die EU-Kommission  Stellungnahme des EU-Parlaments  Informationen aus der Interservice- Konsultation an die Presse  Entwürfe der geänderten Abschlussprüfer-Richtlinie und der PIE-Verordnung  EU-Rechtsakte zu entwickeln in Abstimmung mit Ministerrat und EU-Parlament in 2012

5 5 Motive und Leitlinien der EU- Kommission (1)  Prüfung der Rolle der Marktteilnehmer in der Finanz- und Wirtschaftskrise: Banken, Hedgefonds, Ratingagenturen, Aufsichten und Zentralbanken analysiert Rolle der Prüfer bis dato nicht!  Erwartungslücke: Trotz uneingeschränkter BV hohe Verluste oder gar wirtschaftliche Schieflagen  Keine Anhaltspunkte für prüferische Fehlleistungen als Krisenursachen  Fortentwicklung des Ordnungsrahmens

6 6 Motive und Leitlinien der EU- Kommission (2)  Robuste Prüfung als Stützpfeiler für Markt- vertrauen, funktionsfähige Märkte und ein stabiles Finanzsystem  Pflichtprüfung als Vorbehaltsaufgabe begründet besondere öffentliche Verantwortung  Unabhängigkeit des Prüfers unabdingbares Fundament  Prüfung und Berichterstattung „fit for purpose“?  Konzentrierter Prüfungsmarkt mit zu adressierenden (potentiell) systemischen Risiken Ergo: alle Aspekte der Abschlussprüfung zu hinterfragen

7 7 Aktuelle Regulierungsvorschläge im Überblick  Gesonderte Regulierung von PIE-Prüfungen und sonstigen Abschlussprüfungen  Ausdehnung des zulässigen Eigentümerkreises von Prüfungsgesellschaften  Kein verpflichtender Joint Audit für Prüfung von „large PIEs“  Externe Rotation zusätzlich zur internen Rotation  Weitreichende Restriktionen für die (gleichzeitige) Beratung  Detailvorgaben für Bestätigungsvermerk und Einführung des Prüfungsberichts  Anwendung der ISA (mit Verhältnismäßigkeitsgrundsatz); „limited review“ als Alternative für kleine Unternehmen  Sonstige Regulierungsvorschläge

8 Lösungsansatz des IDW

9 9 Lösungsansatz des IDW (1)  Grundsätzliche Idee: Stakeholder-Orientierung der Abschlussprüfung (wieder-)beleben  Einbettung in das Gesamtsystem der Corporate Governance Informationsbereitstellung durch Management Informationsverifizierung durch Abschlussprüfer Informationsnutzung durch Überwachungsträger (im weiteren Sinne)

10 10 Lösungsansatz des IDW (2)  Motivation „Auditors did their job right – but did they do the right job?“ Gesamtmodell, das…  …Wert der Abschlussprüfung steigert (auch zur Minderung des Honorardrucks)  …im Grünbuch festgestellte Probleme aufgreift  …Nebenwirkungen dort angedachter Eingriffe vermeidet

11 11 Lösungsansatz des IDW (3)  Erfordernis der Adressatengewichtung Ausrichtung der Abschlussprüfung vorrangig an Stake- holder-Interessen, da diese die primären Adressaten sind  Aufsichtsrat als Sachwalter aller Stakeholder  Stärkung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers vom Management als für die Rechnungslegung Verantwortlichem  Mittel: Europaweit Verlagerung der Beauftragung von Management auf Aufsichtsrat (formell und materiell) Hochwertige – nicht „nachsichtige“ – Abschluss- prüfung dient zugleich Interessen von Auftraggeber und Auftragnehmer (anders ggf. bei Beauftragung durch Management)

12 12 Lösungsansatz des IDW (4)  Flankierend Einbindung des Aufsichtsrats in Vergabe von Beratungsaufträgen denkbar Genehmigungsvorbehalt (ggf. differenziert nach Art und Umfang der Beratung) Kompetenz zur eigenständigen Auftragsvergabe durch den Aufsichtsrat (insb. im Kontext mit Überwachungsaufgabe) Prüfung und Beratung weiterhin möglich, wenn 1. k eine Selbstprüfung und 2. Einhaltung Umsatzgrenze

13 13 Lösungsansatz des IDW (5)  (Geschäftspolitische) Implikationen für Berufsstand Überwindung des Charakters der Prüfung als austauschbares Standardprodukt („commodity- Falle“) Standards nicht als maximaler Leistungsumfang Raum für mandantenspezifische Differenzierung mehr Qualitäts- statt Preiswettbewerb Verbesserung der Honorarsituation erhöhte Attraktivität des „Geschäftsfelds“ Prüfung Anpassungen von Aus- und Fortbildung

14 Maßnahmen zur Marktbeeinflussung / Unabhängigkeit des Abschlussprüfers

15 15 Eigentümerstruktur von Prüfungsgesellschaften  Aufhebung der Begrenzung zulässiger Gesellschafter einer WPG mit Begrenzungsverbot für Mitgliedstaaten  IDW Würdigung Ablehnung uneingeschränkter Beteiligungs- möglichkeiten gewerblicher Unternehmen  Gefahren für Unabhängigkeit  bewusste Entscheidung des deutschen Gesetzgebers gegen berufsfremde Kapitalbeteiligung (1985)  keine Förderung des Marktzugangs  Gefahr weiterer Marktkonzentration

16 16 Joint Audit  Kein verpflichtender joint audit; aber: Empfehlung  Begründung der Empfehlung durch die EU-Kommission Stärkung der kritischen Grundhaltung des Prüfers Erhöhung der Prüfungsqualität Erleichterung des Kapazitätsaufbaus für kleinere Prüfungsgesellschaften => höheres Angebot an Prüfern  Anreize zum joint audit bei externer Rotation  Welche Prüfer profitieren?  Wer trägt Mehraufwand?  Prüfungsqualität bei Margenbelastung  Verhältnis zu Grundsatz der Gesamtverantwortung?  erhöhte Wahrnehmbarkeit und Verbesserung des Know-how von KMP  Prüferkonsortien oder shared audit nicht erwähnt

17 17 Externe Rotation (1)  Pflicht zur externen Rotation für alle PIE-Prüfer nach maximal 6 Jahren mit 4-jähriger Cooling-off-Periode  feste Bestellzeit von min. 2 Jahren  max. eine Wiederbestellung; Ausnahme: dritte Bestellung möglich, wenn zuständige Behörde dies genehmigt (für max. 2 Jahre)  Besonderheiten bei freiwilligem joint audit: Pflicht zur externen Rotation erst nach 9 Jahren genehmigte dritte Bestellung für max. 3 Jahre (statt 2) möglich  Beibehaltung der internen Rotation (nach 7 Jahren)  Erstellung eines Übergabeberichts

18 18 Externe Rotation (2)  IDW Würdigung Ablehnung keine neuen Gesichtspunkte seit der Diskussion um die bestehende Abschlussprüfer-Richtlinie Risiko der Qualitätsbelastung  Know-how-Verlust  Prüfungsrisiko bei Erst- und Zweitprüfung signifikant höher als bei Wiederholungsprüfungen zur Minderung der Marktkonzentration untauglich; selbst bei Beschränkung auf kapitalmarktorientierte Unternehmen Konzentrationsförderung in anderen Segmenten des Prüfungsmarktes Eingriff in die Entscheidungsrechte der Gesellschafter bedarf einer sicheren europarechtlichen Grundlage und besonderer Rechtfertigung

19 19 Beratungsverbot (PIE) beim Prüfungsmandanten (PIE) absolutes Beratungsverbot – pure audit firm – Prüfungsverwandte Leistungen dem Grunde nach zulässig, aber begrenzt auf 10% des Prüfungshonorars Prüfungsfremde Leistungen Erbringung der Leistung auf jeden Fall verboten (incl. Steuerberatung) Erbringung der Leistung nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde bzw. AC Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (1)

20 20  Aufteilung der prüfungsfremden Leistungen in folgende Kategorien: Leistung auf jeden Fall verboten  Generelles Verbot z.B. für Buchführung, Steuerberatung und fairness opinions Leistung ggf. erlaubt  Zustimmung durch Audit Committee erforderlich – Personaldienste – Comfort Letter  Zustimmung durch zuständige Behörde erforderlich – Due Diligence Services – Gestaltung und Umsetzung von Finanzinformationstechnologie-Systemen für kapitalmarktorientierte Unternehmen  Voraussetzungen für „pure audit firms“ Prüfungsumsatz der betreffenden WPG mit „large PIE“ > 1/3 und Netzwerk mit Gesamtprüfungsumsatz > EUR 1,5 Mrd. Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (2)

21 21 Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (3)  „Large PIEs“ in Deutschland Marktkapitalisierung > 1 Mrd. € in DAX-Segmenten (Stichtagsbetrachtung per Anfang Oktober)  DAX 30: alle; 3,9 Mrd. € (Merck) bis 63 Mrd. € (Siemens)  MDAX: 36 von 50; 1 Mrd. € (BayWa) bis 17 Mrd. € (EADS)  SDAX: 4 von 50; von 1 Mrd. € (GFK) bis 1,6 Mrd. € (MVV)  TECDAX: 9 von 30; 1,1 Mrd. € (Drägerwerk) bis 2,6 Mrd. € (United Internet) 79 von 160 Unternehmen betroffen

22 22 Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (4)  „Large PIEs“ in Deutschland (Forts.) Abschlussprüfer in den DAX-Segmenten und Honorare  KPMG: 34 Unternehmen / 249 Mio. € (= 57 % von 434 Mio. €)  PwC: 20,5 Untenehmen / 115,4 Mio. € (= 23 % von 505 Mio. €)  EY: 11,5 Unternehmen / 64,6 Mio. € (= 19 % von 345 Mio. €)  DT: 7 Unternehmen / 8 Mio. € (= 5 % von 164 Mio. €)  BDO: 2 Unternehmen / 0,9 Mio. € (= 1 % von 67 Mio. €)  Susat: 2 Unternehmen / 0,8 Mio. € (= 3 % von 24 Mio. €)  Rölfs: 1 Unternehmen / 0,2 Mio. € (2 % = von 12 Mio. €) ges.: 78 Unternehmen / 439,3 Mio. € (= 28 % von Mio. €)

23 23 Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (5)  „Large PIEs“ in Deutschland (Forts.) Finanzdienstleister als „large pie“  KI mit Gesamt-BS von Mrd. € => durchschnittl. BS pro KI von 4 Mrd. €  100 größten KI: BS von Mrd. € bis 6, 3 Mrd.  304 von 429 Sparkassen mit BS > 1 Mrd. € (davon 31 oben enthalten)  164 von Kreditgenossenschaften mit BS > 1 Mrd. € (davon 7 oben enthalten)  582 VU mit Kapitalanlagen von Mrd. € => durchschnittliche Kapitalanlagen pro VU von 2,16 Mrd. €

24 24 Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (6)  IDW Würdigung kein weitergehendes Verbot der Beratung angebracht  Regelung in bisheriger Abschlussprüfer-Richtlinie angemessen und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar  Selbstprüfungsverbot geregelt und akzeptiert  Synergie zwischen Beratung und Abschlussprüfung  Einbindung Aufsichtsrat/Audit Committee in die Vergabe von Beratungsaufträgen aber: Überwachung der Regeleinhaltung durch unabhängige Berufsaufsicht zu verbessern Begrenzung der zulässigen prüfungsverwandten Leistungen  Keine sachliche Rechtfertigung wegen bereits bestehender Umsatzgrenze Gefahr der Ausstrahlung auf mittelständische und kleine Prüfer

25 25 Einschränkung/Verbot der (gleichzeitigen) Beratung (7) Schaffung von „pure audit firms“: Eingriff in Eigentumsrechte und Wirtschaftsverfassung  Keine sachliche Rechtfertigung  Konzentrationsgefahr  Qualitätsbelastung  Erschwerte Nachwuchsgewinnung (auch mit Folgen für andere Prüfungsgesellschaften)  Auslastung

26 Weitere Regulierungsvorschläge

27 27 Weitere Regulierungsvorschläge (1)  Abschlussprüfer-Richtlinie Regeln der Richtlinie sollen auch für freiwillige Abschlussprüfungen gelten  Erweiterung der Vorbehaltsaufgabe Erleichterte grenzüberschreitende Tätigkeit  Belastet Prüfungsqualität und fördert die Konzentration Verbot von Big4-only clauses  Grds. positiv, umfasst bislang aber nur Vertragsklauseln mit Dritten Unabhängige Berufsaufsicht mit eingeschränkter Delegationsmöglichkeit auf berufsständische Einrichtung  Reputationsförderung für Berufsstand, aber weitere Einschränkung der Selbstverwaltung

28 28 Weitere Regulierungsvorschläge (2)  EU-Verordnung für PIE Finanzielle Unabhängigkeit  Prüfungseinnahmen aus einer PIE-Prüfung > 20% der gesamten Prüfungseinnahmen der WPG: Offenlegung gegenüber dem Audit Committee  Prüfungseinnahmen aus einer PIE-Prüfung > 15 % der gesamten Prüfungseinnahmen der WPG für zwei aufeinanderfolgende Jahre: – Offenlegung gegenüber dem Audit Committee – Zuständige Aufsichtsbehörde informieren – Behörde entscheidet über mögliche Wiederbestellung (max. 2 Jahre)

29 29 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (1)  Betonung der kritischen Grundhaltung des Abschlussprüfers  Ausgeweiteter Bestätigungsvermerk Prüfungsmethodik Wesentlichkeitsgrenzen Mitglieder des Prüfungsteams „Schlüsselrisiken“ Erklärung zur Lage des Unternehmens, insb. Fortführung der Unternehmenstätigkeit Begrenzung auf Zeichen ohne Leerzeichen  Prüfungsbericht für Aufsichtsrat / Audit Committee  IDW Vorschlag zur europaweiten Einführung einer Prüfung des Lageberichts wurde nicht aufgegriffen

30 30 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (2)  IDW Würdigung differenzierte Berichterstattung nach Stakeholder- gruppen erforderlich  Erweiterung der Aussage des Bestätigungsvermerks positiv, aber – Prüfungsmethode -> Prüfungsbericht – Wesentlichkeitsgrenzen -> Nutzen? – „self-fulfilling prophecy“ vermeiden – Mitglieder Prüfungsteam -> Unsinn  Europaweite Einführung des Prüfungsberichts positiv  regelmäßige Abstimmung zwischen Abschlussprüfer und Aufsichtsrat (Sparringspartner) notwendig

31 31 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (3)  Anwendung der ISA Bei allen Abschlussprüfungen Mitgliedstaatenregelung, kein Adaptions- Verfahren durch die EU-Kommission vorgesehen Geltung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei Prüfung mittelgroßer Unternehmen  Durch Mitgliedstaaten sicherzustellen  Berufsverbände können Anleitungen zur verhältnismäßigen Anwendung bereitstellen  Verhältnismäßigkeit auch bei Qualitätskontrollen zu beachten

32 32 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (4)  IDW befürwortet die ISA-Anwendung in der EU ansonsten Gefahr  der Marktkonzentration („big is safe“-Problematik; Rechtfertigung für einheitliche Qualitätsanforderungen)  politisch beeinflusster EU-Standards Bedingung: Verhältnismäßige Anwendung („Skalierbarkeit“)  hohe Bedeutung von KMU-Prüfungen  Clarity-Projekt  angemessener Dokumentationsaufwand  Verhältnismäßigkeitsgrundsatz in aktuellen Regulierungsvorschlägen positiv, aber Skalierung nicht nur bei Prüfung von KMU Begleitung der ISA-Implementierung durch das IDW (siehe Folien 36 ff.)

33 33 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (5)  Möglichkeit eines sog. „limited review“ bei kleinen Unternehmen als Alternative zur Pflichtprüfung Def.: Handlungen des Abschlussprüfers, um falsche Darstellungen aufgrund von Fehlern oder Täuschungen mit einem geringeren Grad an Prüfungssicherheit zu entdecken Mitgliedstaaten sind beim „limited review“ nicht verpflichtet, hierfür die Anwendung der ISA vorzuschreiben

34 34 Prüfungsdurchführung und Berichterstattung (6)  IDW Würdigung Abschlussprüfung als „Preis“ für Haftungsbeschränkung „limited review“ würde zu geringerer Aussagesicherheit führen  wegen Adressatenschutz abzulehnen  schwer verständlich  neue Erwartungslücke Lösung bereits über verhältnismäßige Anwendung der Prüfungsstandards erreichbar

35 Unterstützung der (verhältnismäßigen) ISA- Anwendung durch IDW

36 36 Politische Initiative zur „Skalierbarkeit“ (1)  Seit 2009 in Reaktion auf Risiko eines falsches Verständnisses der ISA Regulatoren / Aufsicht: ISA als uniform abzuarbeitende „Checkliste“; prüferisches Ermessen als nicht nachvollziehbare „black box“ Gespräche mit EU-Kommission, Aufsichtsstellen, Nationalem Normenkontrollrat, High-level Group (Stoiber-Kommission) und IAASB Ziel: einheitliches Verständnis und Rechtssicherheit, dass ISA  keine lückenlos abzuarbeitende Checklisten sind,  prinzipienbasierte Standards darstellen,  Raum für prüferisches Ermessen bieten und damit  nach den individuellen Umständen flexibel angewendet werden können

37 37 Politische Initiative zur „Skalierbarkeit“ (2)  Erfolge der IDW-Initiative Klarstellung des IAASB zur „Skalierbarkeit“ der ISA (IAASB Policy Paper) Empfehlung der Stoiber-Gruppe zur Gewährleistung der ISA-Anwendung nach Maßgabe des Verhältnismäßigkeitsprinzips Thematisierung in Symposion des EU- Parlaments (November 2009) Verhältnismäßigkeitsgedanke von EU- Kommission in Grünbuch und aktuellen Regulierungsvorschlägen aufgegriffen

38 38 Bedeutung der Skalierbarkeit  Skalierbarkeit bedeutet nicht Prüfung nach gesondertem Regelwerk oder weniger anspruchsvollen Grundsätzen Sachliche Rechtfertigung für unterschiedliche Urteilsqualität? Marktakzeptanz eines „second best“-Ansatzes?  Lösung der Skalierbarkeitsfrage innerhalb des gegebenen Regelwerks (ISA / IDW PS) zu suchen Betrifft primär Umsetzung der Standards in die Praxis Risikoorientierter Prüfungsansatz und Skalierbarkeit als Synonyme  Skalierbarkeit begünstigt Effizienz und Qualität der Prüfung Strikt planvolles und risikoorientiertes Vorgehen Nicht standardisiert „von links oben nach rechts unten“

39 39 Implementierungsunterstützung durch das IDW (1)  Wandel des strategischen Schwerpunkts Standardsetting: weniger bzw. anders Praktische Umsetzungsfragen: verstärkt  Beispiele für Implementierungsunterstützung QS-Praxishandbuch  Insbes. „Meilensteinkonzept“  Transfer risikoorientierte Prüfung gem. Standards in „Workflow“ Verschiedene IDW PH als konkrete Umsetzungshilfen für risikoorientierte Prüfung  IDW PH : Geschäftsprozessprüfung  IDW PH : Datenanalysen

40 40 Implementierungsunterstützung durch das IDW (2)  Beispiele für Implementierungsunterstützung (Forts.) FAQs zur praktischen Anwendung der Clarified ISA  ISA 600 / IDW EPS 320 n.F.: Konzernprüfung  ISA 320 / IDW PS 250: Wesentlichkeit Fallstudie zur Prüfungsdokumentation bei kleinen Unternehmen (in Arbeit) Zusammenarbeit mit Softwareanbietern bei (Weiter-) Entwicklung von Prüfungssoftware (siehe im Detail Folgefolien)

41 41 Implementierungsunterstützung durch das IDW (3)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (Forts.) Ziele  Einklang mit Standards und zugleich Beachtung von Wirtschaftlichkeitserfordernissen  Augenmerk auf KMU-Prüfungen  „Schlanke“ Lösung mit breitem Raum für prüferische Ermessensentscheidungen  Skalierung nicht „top down“, sondern „bottom up“

42 42 Implementierungsunterstützung durch das IDW (4)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (Forts.) Aufgabenverteilung  Softwareanbieter: IT-Entwicklungsknowhow (Produktverantwortung)  IDW: Fachexpertise zu Standardanforderungen / Methodologie / prüferischem Vorgehen (Zulieferer) – Lizenzierung Inhalte QS-Handbuch – Bereitstellung „fachliches Pflichtenheft“ – Coaching zur Abbildung des Workflow und der in Einzelschritten maßgeblichen Anforderungen der Standards

43 43 Implementierungsunterstützung durch das IDW (5)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (Forts.) Kooperation angelaufen mit DATEV Keine Exklusivität: Impulse/Unterstützung auch für andere Anbieter Ziel: Bereitstellung praxistauglicher Software- lösungen möglichst für den gesamten Berufsstand

44 Zusammenfassende Thesen

45 45 Zusammenfassende Thesen (1)  Die entscheidende Frage aus Finanzmarktkrise ist: Wie kann der Wert der Abschlussprüfung verbessert und ihre Wahrnehmung als austauschbares Standardprodukt überwunden werden?  Aktuelle Rechtsetzungsvorschläge der Kommission enthalten zwar vereinzelt gute Ansätze, die aber unvollständig sind und durch Fokus auf das Thema Marktbeeinflussung insgesamt konterkariert werden  Notwendig ist stattdessen Rückbesinnung auf eine konsequente Stakeholder-Orientierung der Abschluss- prüfung und eine engere Verzahnung zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer, die zudem von der Kommission monierte Unabhängigkeitsproblem lösen würde

46 46 Zusammenfassende Thesen (2)  Zudem laufen Vorschläge wie externe Rotation, weitere Einschränkung der Beratung und Schaffung von „pure audit firms“ Gefahr, das Ziel eines breiteren Angebots am Prüfungsmarkts zu verfehlen; es droht im Gegenteil mehr Konzentration  Ebenfalls ist der mit zweigeteilten Regel für PIE- und andere Prüfungen beabsichtigte Schutz des Mittelstands allenfalls vorübergehend; die strengeren Regeln werden mittelfristig entweder ausstrahlen oder aber die Pflichtprüfung im Nicht- PIE-Bereich insgesamt in Frage stellen  Positiv ist eine allgemeine Anwendung der ISA unter Geltung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes; das IDW leistet konkrete Unterstützung bei der praktischen Umsetzung der Standards, wobei besonderes Augenmerk auf der Prüfung von KMU liegt


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