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Treffpunkt IDW 2012 Meinungsaustausch im IDW zu Regulierungs- und Fachfragen.

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Präsentation zum Thema: "Treffpunkt IDW 2012 Meinungsaustausch im IDW zu Regulierungs- und Fachfragen."—  Präsentation transkript:

1 Treffpunkt IDW 2012 Meinungsaustausch im IDW zu Regulierungs- und Fachfragen

2 2 Übersicht A. Regulierungsfragen B. Fachfragen B.1. Prüfung B.2. Rechnungslegung B.3. Betriebswirtschaft B.4. Steuerrecht C. Berufsrecht

3 Treffpunkt IDW 2012 A. Regulierungsfragen

4 4 Zeitplan für die EU-Vorschläge zur Abschlussprüfung  Entwürfe der geänderten Abschluss- prüfer-Richtlinie und der PIE-Verordnung  Diskussion im Rechtsausschuss des EP öffentliche Anhörung Juli 2012Vorstellung des Berichtsentwurfs Okt. 2012Meinungsaustausch über die Änderungsanträge Nov. 2012Abstimmung im Rechtsausschuss über den Bericht  Bis Jan. 2013Beratung im EP  Parallele Beratung im Ministerrat aktuell Meinungsbildung innerhalb der Bundesregierung (Ressortabstimmung)

5 5 Aktuelle EU-Regulierungsvorschläge im Überblick  Gesonderte Regulierung von PIE-Prüfungen und sonstigen Abschlussprüfungen  Sonderregeln für PIE-Prüfungen weitreichende Restriktionen für die (gleichzeit.) Beratung externe Rotation zusätzlich zur internen Rotation kein verpflichtender Joint Audit Detailvorgaben für Bestätigungsvermerk und Einführung des Prüfungsberichts  Allgemeine Regeln für alle Abschlussprüfungen Anwendung der ISA (mit Verhältnismäßigkeitsgrundsatz); „limited review“ als Alternative für kleine Unternehmen Ausdehnung des zulässigen Eigentümerkreises von Prüfungsgesellschaften

6 6 Studie zur externen Rotation (1)  Studie zur externen Rotation von Prof. Köhler, Uni Duisburg-Essen (WPg 2012, Heft 9)  Datenbasis: freiwillige Prüferwechsel der Jahre 2005 bis 2010 bei kapitalmarktorientierten Unternehmen 242 Prüferwechsel Big4 Non-Big4 49 Mandate 6 Mio. € Honorar 24 Mio. € Honorar 62 Mandate

7 7 Studie zur externen Rotation (2)  Weitere Ergebnisse: die Wahrscheinlichkeit eines Mandatsverlusts für Non- Big4 nimmt mit der Größe des Mandats zu Extrapolation der Daten (über 5 Jahre) zeigt, dass Non- Big4 bei einer Pflichtrotation  1/3 des Honorarvolumens und  1/5 der Mandate verlieren  Verlierer eines (verpflichtenden) Prüferwechsels sind Non-Big4 Pflichtrotation steigert Marktkonzentration

8 8 Konstruktive Haltung des IDW (1)  Aussage des Abschlussprüfers zur wirtschaftlichen Lage im Bestätigungsvermerk  über Prüfung Lagebericht  Verhältnismäßige ISA-Anwendung bei allen Abschlussprüfungen  Erhöhte Bedeutung der Prüfung von Geschäftsrisiken  Betonung der kritischen Grundhaltung  Verbesserte Kommunikation des Abschlussprüfers Prüfungsbericht auf europäischer Ebene erweiterter Bestätigungsvermerk intensivierte Kommunikation Abschlussprüfer/Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss intensivierter Dialog Abschlussprüfer/Aufsichtsstellen

9 9 Konstruktive Haltung des IDW (2)  Konkretisierung der Unabhängigkeitsanforderungen auf EU-Ebene nach Vorbild HGB und Genehmigungsvorbehalt für Nichtprüfungsleistungen  Fortentwicklung der Berufsaufsicht

10 10 4. und 7. EU-Richtlinie (1) Kommission, Okt. 2011: Vorschlag zur Überarbeitung und Zusammenfassung  Richtlinie 78/660/EWG (Bilanzrichtlinie) und  Richtlinie 83/349/EWG (Konzernbilanzrichtlinie) Ziele:  Erleichterungen für kleine Unternehmen  verbesserte Vergleichbarkeit der Abschlüsse in Europa Probleme:  weiterhin: zahlreiche Wahlrechte  keine Vergleichbarkeit  Gefahr, dass Richtlinie im Verlauf der weiteren Diskussionen an IFRS for SMEs angenähert werden könnte

11 11 4. und 7. EU-Richtlinie (2) Vorschlag des IDW: Mitgliedstaatenwahlrecht (gem. IAS-Verordnung) IFRS / IFRS for SMEsBilanzrichtlinie(n)  Ergänzung der IAS-Verord- nung: MS-Wahlrecht zur Anwendung des IFRS for SMEs im JA  Richtlinie selbst würde nicht beeinflusst  Möglichkeit für Deutsch- land: Keine Ausübung des Wahlrechts  Schaffung eines eigenstän- digen, prinzipienorientierten europäischen Bilanzrechts nach dem Vorbild des BilMoG  Entschlackung um IFRS- induzierte und weitere Wahlrechte  Prüfung des Lageberichts

12 12 Warnfunktion des Abschlussprüfers in der Staatsschuldenkrise (1)  Schuldenkrise GIIPS-Staaten (z.B. Griechenland) 04/2010: Griechenland beantragt Finanzhilfen 10/2011: EU-Gipfel zur privaten Gläubigerbeteiligung 03/2012: Umtausch griechischer Staatsanleihen  Thema nicht nur von fachlicher, sondern auch von politischer Bedeutung für Berufsstand Staatsschuldenkrise als Schlagzeilenthema Leistungsfähigkeit/Sinn der Abschlussprüfung wird hinterfragt (EU-Kommission, Treasury Committee des britischen Unterhauses) Bilanzierungskonsequenzen bei privaten Gläubigern

13 13 Warnfunktion des Abschlussprüfers in der Staatsschuldenkrise (2)  IDW diskutiert Zweifelsfragen der Bilanzierung von Staatsanleihen der GIIPS-Staaten Bilanzierung nach HGB/IFRS (insb. Umfang außerplanmäßiger Abschreibungen, Wertaufhellung) Anhangangaben und Lageberichterstattung

14 14 Warnfunktion des Abschlussprüfers in der Staatsschuldenkrise (3)  Begleitung des Prozesses durch das IDW seit Frühjahr 2010: erhöhte Aufmerksamkeit und regelmäßige Verfolgung der Thematik  enger Kontakt mit BaFin / Dt. Bundesbank / DPR  Austausch mit Blick auf die jeweiligen Abschluss- stichtage in den IDW-Gremien (insbes. BFA/VFA) Veröffentlichung von Hinweisen (vgl. FN 1/2011, IDW Aktuell / und ) IDW Homepage: Einrichtung der Rubrik „IDW zur Finanz- und Staatsschuldenkrise“ Presse-Workshops (20.06./ und )

15 15 Prüfungshonorare  Entwicklung der Honorare im Bereich gesetzlicher Abschlussprüfungen  Diskussion über Honorarordnung Ziel: Vermeidung weiteren Preisverfalls Gewährleistung der Prüfungsqualität  IDW Vorschlag Nachteile einer Honorarordnung vermeiden Lösungsansatz: Identifizierung der Einflussgrößen auf Honorarhöhe  „Benchmarks“ für Honorarkalkulation und für Überprüfung der Angemessenheit von Honoraren  Arbeitskreis des HFA

16 16 Weitere berufspolitische Themen  WP 2025  Positionspapier zur Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer Best Practice-Paper mit Grundsätzen für eine sachgerechte Zusammenarbeit  Erfahrungsaustausch mit der DPR zwei Veranstaltungen im März 2012 im IDW Prüfer i.S.v. 319a HGB mit Ausnahme der Big4 Erfahrungsbericht der DPR Anregungen zur Verbesserung der Einbeziehung der WP in das Enforcement jährliche Fortsetzung geplant

17 Treffpunkt IDW 2012 B. Fachfragen B.1. Prüfung

18 18 Skalierte/verhältnismäßige Prüfung Hintergrund EU-Regulierungs- vorschläge zur Anwendung der ISA IDW befürwortet ISA-Anwendung in EU, ansonsten Gefahr  der Marktkonzentration  politisch beeinflusster EU-Standards Bedingung: Verhältnismäßige Anwendung („Skalierbarkeit“)

19 19 Politische Initiative zur “Skalierbarkeit” (1)  IDW seit 2009 in Reaktion auf Risiko eines falschen Verständnisses der ISA: Gespräche mit EU-Kommission, Aufsichtsstellen, Normenkontrollrat, Stoiber-Kommission und IAASB Ziel: einheitliches Verständnis und Rechtssicherheit, dass ISA  keine lückenlos abzuarbeitende Checklisten sind,  prinzipienbasierte Standards darstellen,  Raum für prüferisches Ermessen bieten und damit  nach den individuellen Umständen flexibel angewendet werden können

20 20 Politische Initiative zur “Skalierbarkeit” (2)  Bisherige Ergebnisse: Klarstellung des IAASB zur „Skalierbarkeit“ der ISA Verhältnismäßigkeitsgedanke der EU-Kommission in Grünbuch und aktuellen Regulierungsvorschlägen aufgegriffen WPK-Hinweis zur Skalierbarkeit und Änderung der BS WP/vBP

21 21 Bedeutung der Skalierbarkeit  Skalierbarkeit bedeutet nicht Prüfung nach gesondertem Regelwerk oder weniger anspruchsvollen Grundsätzen sachliche Rechtfertigung für unterschiedliche Urteilsqualität? Marktakzeptanz eines „second best“-Ansatzes?  Lösung der Skalierbarkeitsfrage innerhalb des gegebenen Regelwerks (ISA / IDW PS) zu suchen betrifft primär Umsetzung der Standards in die Praxis risikoorientierter Prüfungsansatz und Skalierbarkeit als Synonyme  Skalierbarkeit begünstigt Effizienz und Qualität der Prüfung strikt planvolles und risikoorientiertes Vorgehen nicht standardisiert „von links oben nach rechts unten“

22 22 Implementierungsunterstützung durch das IDW (1)  Auswirkungen auf die Facharbeit Standardsetting: weniger bzw. anders praktische Umsetzungsfragen: verstärkt  Beispiele für Implementierungsunterstützung QS-Praxishandbuch  insbes. „Meilensteinkonzept“  Transfer risikoorientierte Prüfung gem. Standards in „Workflow“ Implementierungshilfen  FAQ‘s zu ausgewählten Prüfungsfragen  Fallstudie zur Prüfungsdokumentation bei kleinen Unternehmen (Mai 2012)  WPg-Aufsatzreihe

23 23 Implementierungsunterstützung durch das IDW (2)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (1) Ziele  Einklang mit Standards und zugleich Beachtung von Wirtschaftlichkeitserfordernissen  Augenmerk auf KMU-Prüfungen  „schlanke“ Lösung mit breitem Raum für prüferische Ermessensentscheidungen  Skalierung nicht „top down“, sondern „bottom up“

24 24 Implementierungsunterstützung durch das IDW (3)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (2) Aufgabenverteilung  Softwareanbieter: IT-Entwicklungs-Knowhow (Produktverantwortung)  IDW: Fachexpertise zu Standardanforderungen / Methodologie / prüferischem Vorgehen (Zulieferer) – Lizenzierung Inhalte QS-Handbuch – Bereitstellung „fachliches Pflichtenheft“ – Coaching zur Abbildung des Workflow und der in Einzelschritten maßgeblichen Anforderungen der Standards

25 25 Implementierungsunterstützung durch das IDW (4)  Zusammenarbeit mit Softwareanbietern (3) Kooperation angelaufen mit DATEV keine Exklusivität: Impulse/Unterstützung auch für andere Anbieter Ziel: Bereitstellung praxistauglicher Softwarelösungen möglichst für den gesamten Berufsstand

26 26 Bedeutung der IT  Zunehmende Bedeutung und rasante Entwicklung der Informationstechnologie in Wirtschaft und Gesellschaft Chancen: Standardisierung, Automatisierung, Effizienzgewinne Risiken: Abhängigkeiten, Sicherheitsprobleme, Datenverluste  IT beim Mandanten IT-basierte Rechnungslegungsprozesse komplexer werdender Prüfungsgegenstand integrierte kaufmännische Anwendungssysteme für Geschäftsprozesse (auch bei KMU)

27 27 Herausforderungen für WP  Digitale Welt ist Lebenswirklichkeit auch für WP (z. B. ELSTER, EHUG, E-Bilanz etc.)  Bedeutung des Prüfungsfelds IT bei der Abschlussprüfung steigt  Gestiegene Anforderungen an Einsatz von IT und IT-Sicherheit in der WP-Praxis  Aufbau von Wissen über die IT

28 28 IDW IT- Mittelstandsinitiative: Die 3 Säulen der Mittelstandsinitiative Aus- und Fortbildung Plattformen und Foren Produkte und Dienstleistungen IT beim Mandanten IT in der WP-Kanzlei IT und WP

29 29 Basiskurs mit den Schwerpunkten „Prüfung von IT und Geschäftsprozes- sen“ sowie „Einsatz digitaler Daten- analysen“ Aus- und Fortbildung Sicherer IT-Einsatz beim WP intern: Kanzlei- organisation extern: Nutzung in der Prüfung und Beratung Sicherer IT-Einsatz beim WP intern: Kanzlei- organisation extern: Nutzung in der Prüfung und Beratung Erweiterungskurs zu Spezialthemen, wie projektbegleitende Prüfungen Prüfung bei Outsourcing E-Commerce ERP-Systeme etc. Erweiterungskurs zu Spezialthemen, wie projektbegleitende Prüfungen Prüfung bei Outsourcing E-Commerce ERP-Systeme etc. 1. Säule: Aus- und Fortbildung Erweiterung Kursangebot IDW Akademie

30 30 Konsultation beim IDW Plattformen und Foren Multiplikatoren- projekt IT-Sicherheit / DsiN Forum IT- Systemprüfung 2. Säule: Plattformen und Foren Erweitertes Angebot des IDW

31 31 3. Säule: Produkte + Dienstleistungen Unterstützung bei der Umsetzung Prüfungs- software Produkte und Dienstleistungen Leitfäden und Umsetzungs- hilfen

32 32 Aktuelle Prüfungsthemen in Bearbeitung  Fortentwicklung der Berichterstattung des Abschlussprüfers aktuelle internationale Diskussion  EU-Kommission  IAASB  PCAOB aktuelle nationale Diskussion  Überarbeitung des IDW PS 400 (Transformation von ISA 700)  Projekt zur Fortentwicklung des Prüfungsberichts (IDW PS 450)

33 Treffpunkt IDW 2012 B. Fachfragen B.2. Rechnungslegung

34 34  Änderung der Konzeption der handelsrechtlichen Bilanzierung latenter Steuern durch BilMoG Vielzahl der Anwendungsprobleme der §§ 274, 306 HGB wird in DRS 18 adressiert daher keine Verabschiedung des IDW ERS HFA 27 Hinweise bzgl. PersHG (nicht in DRS 18 enthalten)  nicht kleine PersHG i.S.d. § 264a HGB sowie freiwillige Anwender des § 274 HGB: IDW RS HFA 7, Tz  nicht haftungsbeschränkte PersHG und kleine PersHG i.S.d. § 264a HGB: IDW RS HFA 7, Tz  Gesellschafter von PersHG: IDW RS HFA 18, Tz Bilanzierung latenter Steuern bei Personenhandelsgesellschaften (1)

35 35 Bilanzierung latenter Steuern bei Personenhandelsgesellschaften (2)  Passive latente Steuern außerhalb des § 274 HGB Pflicht zur Dotierung einer Rückstellung für passive latente Steuern, wenn Voraussetzungen für Verbindlichkeitsrückstellung (§ 249 I 1 HGB) erfüllt  Differenz HB / „StB“  Abbau in absehbarer Zeit  künftige Steuer(mehr)belastung keine Berücksichtigung quasi-permanenter (passiver) Differenzen (kein Schuldcharakter) rückstellungsmindernd: aufrechenbare aktive Latenzen und Vorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen Nicht-Abzinsung nicht zu beanstanden Steuerstundung

36 36 Rückstellungsbewertung (1)  Änderung der Vorgaben an die Bewertung von Rückstellungen durch BilMoG Bewertung mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag grundsätzliche Pflicht zur Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz  Zweifelsfragen bei der Anwendung der neuen Vorgaben: IDW ERS HFA 34 u.a. Ermittlung der Restlaufzeit (z.B. im Falle von zeitraum- bezogenen ungewissen Verpflichtungen) Ermittlung des Abzinsungszinssatzes (z.B. bei nichtganzjährigen Restlaufzeiten oder Fremdwährungsverpflichtungen)

37 37 Rückstellungsbewertung (2) Zusammenwirken von Restlaufzeit und Abzinsungszinssatz berücksichtigungspflichtige und nicht berücksichtigungsfähige Preis- und Kostenänderungen Bewertung ungewisser Sach- und Dienstleistungsverpflichtungen (zu Vollkosten) Abzinsung verzinslicher ungewisser Geldleistungsverpflichtungen Sachverhalte, die einer ungewissen Verpflichtung kompensierend gegenüberstehen (Netto- vs. Bruttobilanzierung) Verteilungsrückstellungen: Barwert- und Gleichvertei- lungsverfahren als Ansammlungsalternativen

38 38 Aktuelle Rechnungslegungsthemen in Bearbeitung  Passivierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit- vereinbarungen angesichts geänderter Rahmen- bedingungen (Aktualisierung von IDW RS HFA 3)  Fortführungsprognose nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB in der Unternehmenskrise  Abkehr von der beschaffungsmarktorientierten Vorratsbewertung  Einzelfragen zur Anwendung von IFRS 10 (Konsolidierung) und IFRS 13 (Ermittlung von Fair Values)  Rechnungslegung von Stiftungen (Aktualisierung von IDW RS HFA 5)

39 Treffpunkt IDW 2012 B. Fachfragen B.3. Betriebswirtschaft

40 40 Bewertung von KMU (1)  Fragen und Antworten zu IDW S 1 i.d.F. 2008, insb. für die Bewertung von KMU: Zusammenstellung soll künftig um weitere Anwendungsfragen ergänzt werden jeweils aktuelle Fassung ist auf Homepage des IDW im Mitgliederbereich verfügbar (Rubrik „Aus der Facharbeit“) konkretisieren Besonderheiten, die v.a. bei der Bewertung von KMU auftreten können keine zusätzlichen Anforderungen an die Anwendung des IDW S 1

41 41 Bewertung von KMU (2)  Prognose der finanziellen Überschüsse Personenbezug (Eigentum, Leitung, Haftung bei KMU häufig in einer Hand; Ertragskraft ist in besonderem Maße vom Eigentümer abhängig)  Abgrenzung der übertragbaren Ertragskraft  Ermittlung des angemessenen Unternehmerlohns  Berücksichtigung persönlicher Ertragsteuern

42 42 Bewertung von KMU (3)  Kapitalisierungszinssatz Anwendbarkeit des Capital Asset Pricing Model (CAPM) mangelnde Diversifikation bei KMU und fehlende Handelbarkeit der Anteile sind für den objektivierten Unternehmenswert nicht relevant keine Besonderheiten für Basiszinssatz und Marktrisikoprämie in Ermangelung eigener Betafaktoren Rückgriff auf Peer Group ggf. können gutachterliche Anpassungen des unternehmensspezifischen Risikozuschlags erforderlich sein

43 43 Bewertung von KMU (4)  Anwendbarkeit vereinfachter Preisfindungsverfahren Plausibilisierung des ermittelten Ertragswerts stark personenbezogene Unternehmen (z.B. freiberufliche Praxen)  sehr niedriger oder negativer Ertragswert nach Abzug des Unternehmerlohns  Relevanz des Liquidationswerts  Anwendung von (Umsatz-)Multiplikatoren zur Ermittlung des Marktwerts des Kundenstamms  Weitere Einzelfragen Besonderheiten bei der Annahme eines Bewertungsauftrags über die Bewertung von KMU Dokumentation und Berichterstattung

44 44 Aktuelle Themen in Bearbeitung  Neue Überlegungen zum Kapitalisierungszinssatz bei der Unternehmensbewertung Frage, ob es angesichts der Veränderungen am Kapitalmarkt angemessen ist, weiterhin unverändert mit historischen Marktrisikoprämien zu arbeiten Meinungsaustausch mit Hochschullehrern im April 2012  Fachveranstaltung des FAUB zu aktuellen Fragen zur Unternehmensbewertung für 2012 geplant  Entwurf eines Standards zur Immobilienbewertung  IDW Handbuch für das Management kleiner und mittelgroßer WP-Praxen achtbändiges Handbuch erster Band im März 2012 erschienen

45 Treffpunkt IDW 2012 B. Fachfragen B.4. Steuerrecht

46 46 Gruppenbesteuerung anstelle der Organschaft (1)  Hintergrund Grünbuch der Deutsch-Französischen Zusammenarbeit über Konvergenzpunkte bei der Unternehmensbesteuerung Zwölf-Punkte-Plan zur weiteren Modernisierung und Vereinfachung des Unternehmenssteuerrechts, insbesondere  Gruppenbesteuerung statt Organschaft – Abschaffung des EAV – Erhöhung der Mindestbeteiligungsquote – IFSt-Modell oder Gruppenbeitragsmodell – Wirksamkeit ab 2016

47 47 Gruppenbesteuerung anstelle der Organschaft (2)  Gruppenbesteuerungsmodelle Einheits- modell = Steuerliche Vollkonsolidierung Zurechnungs- modell = Zurechnung des Einkommens der Gruppengesell- schaft zum Gruppenträger IFSt IDW Gruppenbeitrags- modell = Ergebnis- verrechnung in alle Richtungen durch tatsächliche Gruppenbeiträge Skandinavien/Hessen

48 48 Gruppenbesteuerung anstelle der Organschaft (3)  IFSt-Modell ModellIFSt-Modell KonzeptZurechnung EAV- Gruppenantrag+ Mindestbeteiligung≥ 75 % (Inländische) Verlust- verrechnung  Vollständig (Prinzip der wirtschaftlichen Einheit)  Ggf. beschränkt auf Betrag des Investments (Prinzip der Verlusttragung) Mehr-/MinderabführungEinführung des Drei-Konten-Modells: - Gruppenträgerkonto - Gruppengesellschaftskonto - Altrücklagenkonto

49 49 Gruppenbesteuerung anstelle der Organschaft (4)  Vorschläge des IDW Verzicht auf den EAV als steuerliche Voraussetzung für eine Organschaft  keine Verlustverrechnungsbeschränkung sofern am EAV als steuerliche Voraussetzung für eine Organschaft festgehalten wird, Lösung der praktischen Probleme:  Vermeidung des sog. „Fallbeileffekts“ innerhalb der fünfjährigen Mindestlaufzeit

50 Treffpunkt IDW C. Berufsrecht

51 51 Gesetzentwurf zur Einführung einer Partnerschaftsgesellschaft mbB  Bisherige Regelung Haftung der Partnerschaft für Verbindlichkeiten der Partnerschaftsgesellschaft gesamtschuldnerische Haftung der Partner Haftungskonzentration für „berufliche Fehler” auf den Partner, der „mit der Bearbeitung eines Auftrags befasst” war  Vorgesehene Regelung ausschließliche Haftung der Partnerschaft für Verbind- lichkeiten aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung Voraussetzungen:  durch Gesetz begründete Berufshaftpflichtversicherung  Namenszusatz (“mit beschränkter Berufshaftung”; mbB)

52 52 Sonderuntersuchungen  Entwurf zur Änderung der WPO im Hinblick auf den Gesetzentwurf zur Einführung einer PartG mbB anlassunabhängige Sonderuntersuchungen  Berufspflichten, die bei gesetzlich vorgeschriebenen Abschlussprüfungen von § 319a HGB-Unternehmen einzuhalten sind  grundsätzlich keine Einbeziehung anderer Prüfungsmandate  vorgesehene Ergänzung in § 62b Abs. 1 WPO: Durchführung einer Sonderuntersuchung im Zusammenhang mit einer Anfrage gemäß § 57 Abs. 9 Satz 5 WPO  Einbeziehung anderer Prüfungen bei den in § 57 Abs. 9 Satz 5 Nr. 1 WPO genannten Unternehmen in die Sonderuntersuchungen gemäß Satz 1

53 53 Unbefangenheit  Ausschluss von Beratungsleistungen Beratung und Prüfung sind grundsätzlich vereinbar (Grenze: Selbstprüfungsverbot, §§ b HGB) Mitwirkung bei der Buchführung oder Aufstellung des Jahresabschlusses  nicht nur Übernahme der gesamten Buchhaltung, auch ins Gewicht fallende Teilleistungen ggf. schädlich

54 54 Vorzeitige Auftragsbeendigung  Nachträgliche Feststellung, dass keine Prüfungspflicht besteht  Wegfall der Geschäftsgrundlage  Kündigung (nur) durch den APr. und nur aus wichtigem Grund  Pflicht zur unverzüglichen und schriftlich begründeten Unterrichtung der WPK durch gesetzliche Vertreter des Unternehmens und APr. Darlegung des Sachverhalts, aus dem sich Grund für die Kündigung ergibt Aufgabe der WPK: Prüfung des zur Rechtfertigung der Kündigung dargelegten Sachverhalts auf Plausibilität


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