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Kriterienbezug und Subgruppenunterschiede bei zwei sich bezüglich Berufsbezug und Verhaltensnähe unterscheidenden Instrumenten zur Erfassung der Big5 Benedikt.

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Präsentation zum Thema: "Kriterienbezug und Subgruppenunterschiede bei zwei sich bezüglich Berufsbezug und Verhaltensnähe unterscheidenden Instrumenten zur Erfassung der Big5 Benedikt."—  Präsentation transkript:

1 Kriterienbezug und Subgruppenunterschiede bei zwei sich bezüglich Berufsbezug und Verhaltensnähe unterscheidenden Instrumenten zur Erfassung der Big5 Benedikt Hell (Universität Hohenheim) & Stefan Höft (DLR) Verfahrensbeschreibung: Verfahren a) NEO-PI-R verhaltensfern – nicht berufsbezogen Der NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992; deutsche Ver- sion von Ostendorf & Angleitner) erfasst die Dimensionen des Fünf-Faktoren-Modells der Persön- lichkeit mit jeweils sechs Unterfacetten. Itembeispiel für C2 (Ordnungsliebe): Ich werde wohl niemals fähig sein, Ordnung in mein Leben zu bringen. Verfahren b) beruflicher Acttrend (AT-B) verhaltensnah – berufsbezogen Hierbei handelt es sich um Verhaltensbeschreibungen von ‚Big5’-Persönlichkeitsäußerungen am Arbeitsplatz. Die Verfahrenskonstruktion erfolgte unter Verwendung des „Act Frequency Approach“ von Buss und Craik (1983). Itembeispiel für C2 (Ordnungsliebe): Er stellte am Abend die Unterlagen für den nächsten Arbeitstag zusammen. durchweg eingehalten werden (Höft, 2001). H2: Zur Überprüfung dieser Hypothese wurde eine moderierte Regressionsanalyse berechnet (Modell- spezifizierung siehe Abbildung 1). Hierbei wird der AT-B- Wert einer Person durch den NEO-PI-R-Wert der Person, die Berufserfahrung und die Interaktion zwischen NEO-PI-R und Berufserfahrung vorhergesagt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zu besichtigen. Es zeigen sich Haupteffekte für die Prädiktoren NEO-PI-R und Berufserfahrung, aber durch die Einführung des Interaktionsterms (NEO x Berufserfahrung -> moderierte MR) wird nur marginal mehr Varianz aufgeklärt. Hypothese 2 muss daher verworfen werden. Inhaltlich bedeutet dies, dass es auch berufsunerfahrenen Pb gelingt, berufliche Situationen hinreichend zu antizipieren. (A) Kriterienbezug H3: In Tabelle 2 sind die bivariaten Korrelationen zwischen NEO-PI-R/AT-B–Scores und den Studien- erfolgskriterien Diplomnote und Studiendauer aufgeführt. Für das Kriterium Diplomnote fallen die meisten Korrelationen sowohl für den NEO als auch für den AT-B hypothesenkonform aus (grau unterlegte Felder). Lediglich die Dimension Offenheit und ihre Subfacetten korrelieren nicht in erwarteter Richtung. Einen besonders hohen Beitrag zur Vorhersage des Kriteriums Diplomnote leistet erwartungsgemäß die Dimension C (Gewissenhaftigkeit). Bei dem Kriterium Studiendauer kann kein signifikanter Varianzanteil aufgeklärt werden. H4: Zur Überprüfung dieser Hypothese wurde für jede Dimension und Facette eine multiple Regression mit NEO als Prädiktor 1 und AT-B als Prädiktor 2 berechnet. Lediglich bei der Facette N5 erbringt der AT-B einen signifikanten inkrementellen Beitrag. H4 ist daher abzulehnen. Wird in die Regression der Acttrend als erster, der NEO als zweiter Prädiktor hineingegeben, so ergeben sich signifikante Zuwächse durch den NEO bei der Dimension C und ihren Facetten C1, C2, C3, C4 u. C6. Zusammenfassung: Das DFG-Projekt „Multimethodale Konstrukterfassung im Kontext der persönlich- keitsorientierten beruflichen Eignungsdiagnostik“ untersucht verhaltensnahe Er- fassungsformen von grundlagentheoretischen Persönlichkeitseigenschaften in einem beruflichen Umfeld. In der vorliegenden Studie werden zwei Instrumente zur Erfassung der Big5 eingesetzt: Als Referenzverfahren dient der NEO-PI-R von Costa und McCrae (in der deutschen Version von Ostendorf u. Angleitner). Im zweiten Ver- fahren werden statt der üblichen Persönlichkeitsitems konkrete Verhaltensbeschrei- bungen von ‚Big5’-Persönlichkeitsäußerungen am Arbeitsplatz vorgegeben (Acttrend). Der Beitrag beleuchtet zwei Schwerpunkte: (A) Konvergenzanalysen: Es zeigt sich, dass die beiden eingesetzten Instrumente in zufriedenstellender Weise konvergieren und dass sich die unterschiedliche Berufserfahrung der Probanden nicht nachteilig auf die Konvergenz auswirkt. (B) Kriterienbezug: An einer Stichprobe von Studenten konnten Kriterien des Studienerfolgs (Noten, Studiendauer) erhoben werden. Das Kriterium Diplomnote wird sowohl durch den NEO-PI-R, als auch durch den beruflichen Acttrend sehr gut vorhergesagt. Nennenswerte Varianz des Kriteriums Studiendauer kann durch die beiden eingesetzten Instrumente nicht aufgeklärt werden. Wichtiger als die absolute Höhe der Koeffizienten ist die weitestgehend ähnliche Struktur der Zusammenhangskoeffizienten (NEO Kriterium, Acttrend Kriterium) anzusehen, da dies ein weiterer Hinweis auf die Konstruktvalidität des neu konstruierten Acttrends ist. Abbildung 1: Modell moderierte Regressionsanalyse Berufserfahrung: 1 = Schüler eines Wirtschaftsgymnasiums (N=157) 2 = Studenten ohne Berufserfahrung (N=160) 3 = Studenten mit min. 12 Monaten Berufserfahrung (N=109) 4 = Berufstätige aus dem Bankenbereich (N=73) Tabelle 1: Ergebnisse der moderierten Regressionsanalyse Tabelle 2: Kriterienbezogene Validität Schlussfolgerungen: Die Konvergenzanalysen untermauern die Annahme, dass es sich bei dem neu konstruierten berufs- bezogenen Acttrend um ein konstruktvalides Verfahren handelt. Die unterschiedliche Berufserfahrung der Probanden wirkt sich nicht nachteilig auf die Konvergenz mit dem Referenzverfahren NEO-PI-R aus. Das Studienerfolgskriterium Diplomnote konnte sowohl durch den NEO-PI-R als auch durch den beruflichen Acttrend relativ gut vorhergesagt werden. Wichtiger als die absolute Höhe der Koeffizienten ist das sich sehr stark ähnelnde Korrelationsmuster NEO Kriterium und AT-B Kriterium. Dies spricht für die Konstruktvalidität des Verfahrens AT-B. Eine inkrementelle Validität konnte für den Acttrend nicht nachgewiesen werden. Ein Grund hierfür könnte sein, dass die Verhaltensbeschreibungen berufsbezogen und nicht speziell studienbezogen formuliert sind. Hypothesen: (A) Konvergenzanalyse H1: Die Verfahren NEO-PI-R und der berufliche Act- trend konvergieren in signifikanter Weise. H2: Die Berufserfahrung der Probanden beeinflusst die Konvergenz der Verfahren. Die Verfahren sollten bei berufserfahrenen Probanden stärker konvergieren, da diese eher in der Lage sind, sich in die geschilderten beruflichen Situationen hineinzuversetzen. (B) Kriterienbezug H3: Die Verfahren korrelieren signifikant mit Kriterien des Studienerfolgs (Diplomnote u. Studiendauer). Dies gilt insbesondere für die Dimensionen C (Gewissenhaftigkeit) und O (Offenheit). Die erwarteten Zusammenhänge für die einzelnen Facetten sind in Tabelle 2 aufgeführt. H4: Schmit, Ryan, Stierwalt & Powell (1995) konnten mit einer spezifisch auf Studiensituationen abgestimmten Formulierung des NEO eine verbesserte Vorhersage des Kriteriums Studienerfolg erreichen. Der spezifisch auf den Arbeitskontext bezogene Acttrend sollte ebenso einen inkrementellen Beitrag gegenüber dem NEO-PI-R zur Vorhersage des Studienerfolgs leisten. Stichprobe: NEO-PI-R und AT-B absolvierten 499 Versuchs- personen (243 m, 256 w). Davon waren 269 Studenten (Universität Hohenheim/ Pädagogische Hochschule Ludwigsburg), 73 Bankkaufleute und 157 Abiturienten. Kriteriendaten zum Studienerfolg lagen von 65 (11 m, 54 w) Studenten (Lehramt) vor. Ergebnisse: (A) Konvergenzanalyse H1: Hypothese 1 kann voll aufrecht erhalten werden. Alle Dimensions- und Facettenscores des NEO-PI-R korrelieren in signifikanter Weise (  1%) mit den entsprechenden Scores des beruflichen Acttrends. An anderer Stelle konnte gezeigt werden, dass bei simultanem Einsatz der beiden hier verwendeten Verfahren mit einer berufsbezogenen Version des NEO und einem allgemeinen (=nicht berufsbezogenen) Acttrend die Campbell & Fiske - MTMM Kriterien  Literatur: Buss, D.M. & Craik, K.H. (1983). The act frequency approach to personality. Psychological Review, 90, Costa, P.T. & McCrae, R.R. (1992). NEO-PI-R. Odessa, FL: PAR - Psychological Assessment Resources. Höft, S. (2001). Grundlagen einer persönlichkeitsorientierten Berufseignungsdiagnostik: Verhaltens- und berufsbezogene Aspekte des FFM der Persönlichkeit. Unveröff. Diss., Universität Hohenheim. Schmit, M.J., Ryan, A.M., Stierwalt, S.L. & Powell, A.B. (1995). Frame-of-reference effects on personality scale scores and criterion-related validity. Journal of Applied Psychology, 80,


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