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RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG Prof. Dr. Lars P. Feld Prof. Dr. Jürgen Kohl Prof. Dr. Manfred G. Schmidt Alfred-Weber-Institut, Institut für Soziologie,

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Präsentation zum Thema: "RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG Prof. Dr. Lars P. Feld Prof. Dr. Jürgen Kohl Prof. Dr. Manfred G. Schmidt Alfred-Weber-Institut, Institut für Soziologie,"—  Präsentation transkript:

1 RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG Prof. Dr. Lars P. Feld Prof. Dr. Jürgen Kohl Prof. Dr. Manfred G. Schmidt Alfred-Weber-Institut, Institut für Soziologie, Institut für politische Wissenschaften SOMMERSEMESTER 2008 Interdisziplinäre Institutionenanalyse Wohlfahrtsstaat

2 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse2SOMMERSEMESTER 2008 Aufbau der Vorlesung  Organisation » Interdisziplinäre Institutionenanalyse: Wohlfahrtsstaat » Mo 8.15 – 9.45Heuscheuer HS 1( – ) » Do Heuscheuer HS 1( u – ) » Begleitende fachspezifische Übungen

3 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse3SOMMERSEMESTER 2008 Aufbau der Vorlesung  10.4.: Interdisziplinäre Institutionenanalyse am Beispiel „Wohlfahrtsstaat“: Einführender Überblick Schmidt/Kohl/Feld  14.4.: Sozialpolitik in Deutschland: vom Deutschen Reich von 1871 bis zum 21. Jahrhundert Schmidt  21.4.: Theorien des Wohlfahrtsstaates (I): Sozioökonomische Theorie, Machtressourcentheorie Parteiendifferenztheorie Schmidt  28.4.: Theorien des Wohlfahrtsstaates (II): Politisch-institutionelle Theorien, die Internationale Hypothese und die Lehre vom Politik-Erbe Schmidt  5.5.: Öffentliche Sozialausgaben im internationalen Vergleich Schmidt  15.5.: Typologien des Wohlfahrtsstaates (I): Theoretische Grundlagen Kohl

4 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse4SOMMERSEMESTER 2008 Aufbau der Vorlesung  29.5.: Typologien des Wohlfahrtsstaates (II): Empirische Befunde Kohl  5.6.:Der deutsche Sozialstaat im internationalen VergleichKohl  12.6.: Wohlfahrtsstaat und europäische Integration: Sozialmodell Europa?Kohl  19.6.: Das System der sozialen Sicherung: Ökonomische GrundlagenFeld  26.6.: Teilsysteme der sozialen Sicherung (I): Arbeitsmarktpolitik Feld  3.7.:Teilsysteme der sozialen Sicherung (II): Das Alterssicherungssystem Feld  10.7.:Teilsysteme der sozialen Sicherung (III): Das Gesundheitssystem Feld  oder Klausur für die Ökonomen

5 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse5SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? I  Ökonomische Analyse als Denkmethode » v.a. von Adam Smith in seinem Buch ‚Der Wohlstand der Nationen‘ von 1776 begründet. » Ökonomie: wirtschaftliche Vorgänge (Volks- und Betriebswirtschaft). » Soziologie: soziale Vorgänge. » Politikwissenschaft: politische Vorgänge. » Rechtswissenschaft: rechtliche Vorgänge. » Traditionelle Einteilung der Fächer an den Universitäten, die sich (alle) aus der (politischen) Philosophie entwickelt haben.

6 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse6SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? II  Ökonomische Analyse als Denkmethode » Ökonomik als Denkmethode ist jedoch anders. » Ökonomik als Versuch, menschliches Handeln rational zu erklären. » Menschen handeln - unabhängig vom Untersuchungsbereich -, indem sie eine rationale Wahl aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten treffen.

7 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse7SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? III  Ökonomische Analyse als Denkmethode » Ökonomik als Methode und Ökonomie als Gegenstandsbereich der Wirtschaftswissenschaften sind unterschiedliche Dinge. » Ökonomik als allgemeines sozialwissenschaftliches Verfahren, das in verschiedenen Sozialwissenschaften Anwendung findet. » Ökonomik als eine Methode der Sozialwissenschaften.

8 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse8SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? IV  Allgemeines ökonomisches Verhaltensmodell » Annahme des methodologischen Individualismus. » Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen. » Annahme der Existenz relevanter Alternativen. » Eigennutzannahme.

9 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse9SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? V  Annahme des methodologischen Individualismus » Individuum als Einheit der Analyse, auch wenn es um die Untersuchung sozialer Zusammenhänge geht. » typisches (durchschnittliches, regelmäßiges) Verhalten. » Betrachtung von Aggregaten. » Erfassung der nicht-intendierten sozialen Folgen individuellen Handelns. » Nicht nur das Funktionieren des Marktmechanismus als nicht-intendierte Folge individuellen Handelns.

10 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse10SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? VI  Annahme des methodologischen Individualismus » ‚Handeln‘ wird hier so verstanden, dass nur Individuen, Menschen, nicht aber Kollektive oder Aggregate dazu fähig sind. » Kollektive Entscheidungen ergeben sich aus der Aggregation individueller Entscheidungen und nicht aus einem eigenständigen Handeln des Kollektivs. » Theorie des individuellen Verhaltens, nicht aber eine Theorie des Verhaltens vereinzelter Individuen. » Friedrich A. von Hayek (1949, S. 15): „Wenn das zuträfe, dann hätte er (meth. Ind.) allerdings zu einem Verständnis der Gesellschaft nichts beizutragen. Seine grundlegende Behauptung ist aber eine ganz andere; sie lautet: dass es keinen anderen Weg zum Verständnis der sozialen Erscheinungen gibt als über das Verständnis des Handelns des Einzelnen.“

11 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse11SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? VII  Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen (Restriktionen) » Präferenzen und Beschränkungen bestimmen die Entscheidungssituation des Individuums: Nutzenmaximierung unter Restriktionen » Beschränkungen: ―Einkommen ―die auf Märkten geltenden Preise ―die rechtlichen Rahmenbedingungen des Handelns ―(erwartete) Reaktionen anderer. » Vollständige Information vs. Bildung (bedingter) Erwartungen

12 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse12SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? VIII  Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen (Restriktionen) » Präferenzen als Intentionen des handelnden Individuums » Wertvorstellungen, die sich aus dem Sozialisationsprozess ergeben haben » Individuum entscheidet sich unter bestimmten Handlungsmöglichkeiten für diejenige, die seinen Präferenzen am ehesten entspricht. » Eigenständigkeit der Entscheidung: Handeln nach den eigenen Präferenzen und nicht entsprechend den Präferenzen anderer. » „gegenseitig desinteressierte Vernünftigkeit“ (Rawls 1971, S. 168) als empirische Annahme in der Ökonomik.

13 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse13SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? IX  Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen (Restriktionen) » Rationalität der Entscheidung ―homo oeconomicus ist kein wandelnder Computer. ―„Rationalität bedeutet, dass das Individuum, wenn es seinen Intentionen folgt, prinzipiell in der Lage ist, gemäß seinem relativen Vorteil zu handeln.“ (Kirchgässner, 2000, S. 17). ―Unvollständige Information: Kosten der Informationsbeschaffung. ―Auf Veränderungen des Handlungsraumes reagiert ein rationales Individuum systematisch, d.h. nicht zufällig oder willkürlich. ―Verhalten ist durch Anreize systematisch beeinflusst. ―Anreize ergeben sich durch Veränderungen der Restriktionen. ―Rationalitätsprinzip vs. Kausalitätsprinzip.

14 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse14SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? X  Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen (Restriktionen) » Rationalität der Entscheidung ―kein Widerspruch zur psychologischen Betrachtung, auch wenn die Psychologie das Menschenbild des homo oeconomicus als zu einfach ansehen würde. » Eingeschränkt rationales Verhalten ―Prüfung von Alternativen, bis hinreichend akzeptable gefunden sind. ―Rationale Suchverfahren und Daumenregeln. ―Kontingente Regeln für eine ganze Klasse von Situationen.

15 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse15SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? XI  Annahme rationalen Handelns: Präferenzen und Beschränkungen (Restriktionen) » Zur Frage der Präferenzen: ―Präferenzen ändern sich langsamer als die Restriktionen. ―Präferenzen können sich dennoch im Zeitablauf ändern. ―Keine sinnvolle Erklärungsstrategie, Veränderungen im menschlichen Verhalten durch Veränderungen der Präferenzen zu erklären. ―Jede beliebige Änderung kann unter Hinweis auf die Veränderungen in den Präferenzen ‚erklärt‘ werden. ―Solche Aussagen lassen sich nicht widerlegen. ―Bsp.: Umweltbewusstsein vs. bessere Information.

16 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse16SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? XII  Annahme der Existenz relevanter Alternativen » Es gibt immer genügend Alternativen, zwischen denen das Individuum wählen kann. » Substitution als Folge veränderter Beschränkungen ist möglich. » Bessere Alternativen werden wahrgenommen, schlechtere fallengelassen. » Explodierende soziale Prozesse sind damit nahezu ausgeschlossen.

17 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse17SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? XIII  Die Eigennutzannahme » Individuen sind grundsätzlich und in erster Linie auf ihren eigenen Vorteil bedacht, sie sind egoistisch. » Verhalten sich Individuen altruistisch bzw. ‚moralisch‘? » Unter welchen Bedingungen tun sie dies? » Egoismus ist unsympathisch. » Aber: Kein Neid, kein Hass, keine Schadenfreude. » Wie der Priester und der Levit im Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

18 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse18SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? XIV  Die Eigennutzannahme » Gegenseitig desinteressierte Vernünftigkeit als in vielen Fällen zutreffende Beschreibung menschlichen Verhaltens. » Man sollte dem Gewinn maximierenden Unternehmer sein Verhalten nicht vorwerfen, sondern damit rechnen. ―Friedrich II. von Preußen (1752): „Wer glaubt, dass die Welt von Bösewichtern bevölkert ist, denkt wie ein Menschenfeind; sich einzubilden, dass alle Tiere auf zwei Beinen und ohne Flügel ehrliche Leute sind, heißt, sich wie ein Dummkopf zu täuschen.“

19 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse19SOMMERSEMESTER 2008 Was ist ökonomische Analyse? XV  Die Eigennutzannahme » Eigennutz vs. Opportunismus » Opportunismus als die Verfolgung des Eigeninteresses „unter Zuhilfenahme von List. Dies schließt krassere Formen ein, wie Lügen, Stehlen und Betrügen.“ (Williamson 1985, S. 54). » Rechtssystem zur Beschränkung opportunistischen Verhaltens. » Sinnvolle und robuste Institutionen für eine Gesellschaft erfordern die Annahme eigennützigen Verhaltens.

20 PROF. DR. LARS P. FELD PROF. DR. JÜRGEN KOHL PROF. DR. MANFRED G. SCHMIDT Interdisziplinäre Institutionenanalyse20SOMMERSEMESTER 2008 Die Anwendung des allgemeinen ökonomischen Verhaltensmodells auf Probleme des Wohlfahrtsstaats  Warum ist der Wohlfahrtsstaat sinnvoll oder sogar notwendig? » Verteilungsprobleme als Marktversagen? » Gerechtigkeit » Der Wohlfahrtsstaat als Versicherung  Welche Anreize setzen Transfersysteme? » Beispiel Mindestsicherung  Formen der sozialen Versicherung gegen Wechselfälle des Lebens? » Altersversorgung » Gesundheitsvorsorge » Arbeitslosenversicherung


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