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Präventionsangebote im Internet Klinische WS 03/04 C. Eichenberg Referentinnen: Danielle Boehle, Melanie Kaiser.

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Präsentation zum Thema: "Präventionsangebote im Internet Klinische WS 03/04 C. Eichenberg Referentinnen: Danielle Boehle, Melanie Kaiser."—  Präsentation transkript:

1 Präventionsangebote im Internet Klinische WS 03/04 C. Eichenberg Referentinnen: Danielle Boehle, Melanie Kaiser

2 2 Inhaltsverzeichnis 1. Prävention (allgemein) 1.1 Zum Begriff der Prävention, Definition 1.2 Teilgebiet Gesundheitspsychologische Prävention 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele 2.1 Möglichkeiten des Internets zur Prävention 2.2 Prävention am Beispiel „Sexueller Missbrauch“ 2.3 Weitere zur Prävention geeignete Bereiche im Netz 2.4 Wie kann es zur Primären Prävention kommen? 2.5 Vor- und Nachteile der internetbasierten Prävention 3. Empirische Befunde zur Effektivität internetbasierter Prävention

3 3 1.1 Zum Begriff der Prävention / Definition 1. Prävention Prävention ist die Vorbeugung gegen Krankheiten und ihre Folgen. Prävention ist ein zentrales Anliegen des öffentlichen Gesundheitswesens. umfasst nicht nur physische Störungen, sondern bezieht auch psychische und psychiatrische Störungen mit ein (Definition nach Dorsch, Psychologisches Wörterbuch)

4 4 1. Prävention Präventionsprogramme Man unterscheidet zwischen: primär sekundär tertiär Klassifikation nach zeitlicher Folge Modell nach Caplan, 1964 primordial

5 5 1. Prävention primärsekundärtertiär Zielt darauf, die Inzidenz zu senken (d. h. die Anzahl der Neuerkran- kungen soll vermindert werden Das Bemühen um frühzeitiges Erkennen einer Krankheit mit dem Ziel rechtzeitiger und wirkungsvoller Behandlung, um vor unkalkulierbaren negativen Folgen zu schützen Das Anliegen, die Aus-bildung chronischer Manifestationen mit weiteren Folgeproble-men für die einzelne Person zu verhindern, falls eine rechtzeitige Kotnrolle der Krankheit nicht gelingt primordial Verhütung von Risikofaktoren bei bisher Gesunden

6 6 1. Prävention Generell gilt: „Vorbeugen ist besser als Heilen“ Prävention ist bereits Teil von Intervention! n Präventionsstrategien richten sich gegen bekannte Risikofaktoren. n Modelle: - Verhaltensprävention: setzt beim Individuum an, um z. B. Risiko- oder Missbrauchsverhalten zu beeinflussen - Verhältnisprävention: thematisiert Umgebungsbedingungen (z. B. die physische und soziale Umwelt zur Reduzierung von Riskofaktoren)

7 7 n Kritik an der klassischen Einteilung nach Caplan: - die Klassifizierung von Präventionsprogrammen nach dem zeitlichen Verlauf eines Krankheitsprozesses ist zunehmend unzweckmäßig; - Unterscheidungsgesichtspunkte, je nach Kurzfristigkeit/ Langfristigkeit der Zielsetzungen einzelner Programme sind nicht ausreichend trennscharf und vorwiegend am biologisch orientierten med. Krankheitsmodell augerichtet. - unklare Abgrenzung von Risikofaktoren und Krankheits- definition 1. Prävention

8 8 n Alternative Klassifikationsmodelle 1. Prävention Butollo, 1977Gordon, 1983 Zweidimens. Kategorisierung von Präventionsprogrammen Risiko-Benefit-Modell Literatur: Schwarzer (1997), Gesundheitspsycholgie - Ein Lehrbuch, Göttingen: Hogrefe

9 9 1. Prävention n Abgrenzung der Begriffe: Prävention/Gesundheitsförderung „Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein um- fassendes körperliches, seelisches und soziales Wohl- befinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und ver- wirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können.“ Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung (1986)

10 10 1. Prävention Position des Individuums Gesundheits- förderung Prävention GesundheitKrankheit

11 11 1. Prävention n Eine klare Abgrenzung gibt es aber nicht; n Gesundheitsförderung als Oberbegriff; n Prävention ist hier eingeschlossen;

12 12 1. Prävention n Europäische Union: (aus der Diskussion zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Bekämpfung de psychischen Erkrankungen in Europa, 18. November 1999) Pkt. 4: Ebenso werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, zur Förderung der psychischen Gesundheit und Prävention psychischer Erkrankungen tätig zu werden und den Austausch von Daten und bewährten Verfahren sowie gemeinsame Projekte mit anderen Mitgliedstaaten zu fördern und die Forschung im Bereich de psychischen Gesundheit und ihrer Förderung voranzutreiben.

13 13 1. Prävention n Überleitung zur Prävention von Gefährdung der psychischen Gesundheit: - alles bisher genannte gilt gleichermaßen für die Prävention im Hinblick auf die Psychische Gesundheit! - Präventive Strategien sind auch hier: a) Identifikation von Risikopersonen (Screening) b) Aufklärung c) Beratung d) Trainingsmaßnahmen für Zielpersonen o. Mediatoren (z. B. zur Reduktion von Risikofaktoren bei Essstörungen)

14 14 1. Prävention n Gesundheitliche Präventionsprogramme Risikoprohylaxe durch Ressourcen- entwicklung Elemente: 1. Wissensvermittlung 2. Beeinflussung von Einstellungen 3. Verhalteneinübung

15 15 1. Prävention Internetbasierte Intervention hat das Potenzial, klinisch-psychologische Prävention effektvoll und kostensparend zu ergänzen! Vermittlungswege sind z. B. Printmedien, Kranken- kassen, Gesundheitsämter, Fernsehen/Radio, Werbeaktionen etc und Internet.

16 16 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele 2.1 Möglichkeiten und Vorteile des Internets zur Prävention â Bereitstellung von Informationen zur Problematik â Verbesserung der Kommunikation 1) zw. in der Prävention Tätigen 2) zw. Tätigen und Zielgruppe 3) innerhalb der Zielgruppe â Einrichtung eines Online-Beratungsangebots â Einbindung in überregionale Netzwerke

17 Prävention am Bsp. „Sexueller Missbrauch“ Prävention darf nicht einseitig sein, sondern muss sich an alle Parteien richten! Dazu gehören: ° Kinder ° Eltern / andere enge Bezugspersonen ° Erzieherinnen / Lehrerinnen ° Fachkräfte (Psychologie, Medizin) ° (potentielle) TäterInnen ° breite Öffentlichkeit 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

18 Kinder - Keine Angst machen! („schwarze Mann“) stattdessen Selbstbewusstsein und Kompetenzen stärken - klar machen, dass es nicht die Kinder sind, die die Verantwortung für Schutz und Aufklärung haben Präventionsmaterialen und -programme unter entwicklungspsycholgischen Gesichtspunkten entwerfen - auch positive Sexualität ansprechen reflektierte Jungen- (und Mädchen-) sozialisation 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

19 19 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele Web-Seiten 1° Prävention:www.komkon.de/ahomepage/aahtm/index.html (Zartbitter) 2° Prävention:www.wildwasser.de/beratung (aber auch Profamilia, Zartbitter) 3° Prävention: nicht möglich, Vermittlung von Adressen über o.g. Seiten

20 20 „Kinder müssen sich auf Erwachsene verlassen können, die sich um sie kümmern und sie schützen. Und um sich vor Erwachsenen schützen zu können, brauchen die Kinder die Hilfe anderer Erwachsener.“ (Adams, Fay, 1989, S.15) 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

21 Eltern /andere Bezugspersonen Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung (Vertrauen aufbauen!) Ggf. Veränderung der Erziehungshaltung Offenes Sprechen über (jegliche Art der) Sexualität Eigene Sensibilität für das Thema Missbrauch entwickeln Aktives Parteiergreifen für die Kinder (gegen Mittäterschaft) Grenzen erkennen; kein 100% Schutz möglich, also nicht überkontrollieren! 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

22 22 1° Präv.: (Informationen: Was können Sie tun? Wie können Sie vorbeugen?) auch o.g. Zartbitter-Seite 2° Präv.:www.kinderschutz-zentrum-berlin.de (Beratungen, Telefonangebote, Links, Adressen) Web-Seiten: 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

23 23 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele ErzieherInnen / LerherInnen Verankerung des Themas in derAusbildung Informationen über psychosexuelle Entwicklung des Kindes Aufgreifen des Themas im Unterricht (Präventationsmaterialien) Früherkennung

24 24 Web-Seiten: 1° Präv.: (Informationen, Definitionen,Rechtliches) („Die Eisprinzessin“, Unterrichtsmaterialien) (Fortbildungsmöglichkeiten,Workshops) 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele

25 25 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele Fachkräfte â Feste Verankerung in Ausbildung â Früherkennung â Diagnostische Leitlinien â Aktuelle Forschungsarbeit â Tätertherapie

26 26 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele Web-Seiten: 1° Präv.: (Artikel über Klassifikationen, Erkennungs- merkmale, Diagnose, Interventionen) 2°/3° Präv.:

27 27 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele TäterInnen - Niederschwellige psychosoziale Unterstützungs- und Informationsarbeit - Jungensozialisation - Informationen über Therapie Web-Seite: 1° Präv.: (nicht unbedingt für Außenstehende) 3° Präv.: nicht möglich! Vermittlung von Therapieangeboten

28 28 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele Breite Öffentlichkeit â Aufklärung, Sensibilisierung (nicht nur einseitig) â Enttabuisierung, Veränderung von Einstellungsmustern, Aufräumen mit Fehlinformationen â Aufhebung der geschlechtlichen Diskriminierung Web-Seite: 1° Präv.:www.zissg.de (sehr schön, auch für alle anderen Parteien)

29 29 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele 2.3. Weitere zur Prävention geeignete Bereiche im Netz ° Essstörungen:http://ess-stoerungen.net/map.html ° Adipositas:www.medizin-netz.de/adipositas/index.htm (für alle) ° Drogen/Sucht:www.drugcom.de/site/flash.php# ° Mobbing:www.sozialnetz-hessen.de/ca/ph/het/hauptpunkt/ : (ausschließlich Information: Definition, Ursachen, Folgen, Handlungsmöglichkeiten) (Forum, Chat, Erfahrungsberichte)

30 30 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele 2.4. Wie kann es zur Primären Prävention kommen? Bsp:www.bravo.de sonst??

31 31 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele 2.5. Vor- und Nachteile derinternetbasierten Prävention VORTEILE: Unkomplizierte und breiteInformatisierung (aller Adressaten) Abbau von Vorurteilen, Fehlinformationen Informationen können schneller aktualisiertwerden Plattform, die Bemühungen iminstitutionellen, politischen, wissenschaftlichen und individuellen Bereich bündeln kann Länder- u.berufsgruppenübergreifender Austausch möglich

32 32 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele - Bsd. Kinder u. Jugendliche sind Internetznutzer und so in ihrem Medium erreichbar - Zielgruppen, die infrastrukturell benachteiligt sind (bsp. Landbevölkerung) - Niederschwellige Informationsmöglichkeiten, Schnittstelle Online-Offline-Hilfe Sehr gute Ergänzung zu anderen präventiven Maßnahmen

33 33 2. Prävention im Internet - Anwendungsbeispiele NACHTEILE: â â freie Publikation kann Vorurteile schüren und so Problematik verschlimmern (ebenso Ängste hervorrufen/verstärken) â bsd. Internetunkundige (keine adäquaten Suchstrategien vorhanden) sind ob der Informationsfülle überfordert (Selektionsschwierigkeiten) â kein Hinterfragen möglicher fehlerhafter/unvollständiger/ nicht kindgerechter Quellen â fehlende Qualitätssicherung muss aufgehoben werden (erste Ansätze: „MedCERTAIN“ als Gütesiegel für medizin. Seiten, BDP-Online-Qualitätszeichen zur Sicherung von professioneller Online-Beratung)

34 34 Empirische Befunde zur Effektivität internetbasierter Prävention Evaluation von Präventionsprogrammen a) formative Evaluation: Entwicklung, Konzeption, Ausgestaltung u. Umsetzung eines Programms b) summative Evaluation: Bewertung der erzielten Wirkungen (intendierte Wirkung sowie Nebenwirkungen) und des Nutzens eines Programms

35 35 Empirische Befunde zur Effektivität internetbasierter Prävention summative Evaluation: Studie von Ralf Ott: Klinisch-psychologische Intervention und Psychotherapie im Internet: Ein Review zu empirischen Befunden Untersucht Effektivität von internetbasierten psychologischen Interventionsverfahren empirisch auf ihre Wirksamkeit hin.

36 36 Empirische Befunde zur Effektivität internetbasierter Prävention Anzahl der gefundenen Studien insg. Anzahl der gefundenen Studien mit Thema Prävention Störungsspezifität Schlussfolgerung/ Ergebnisse


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