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Vorlesung Wohnbau-, Einkaufszentren-, Gewerbeimmobilien und Wirtschaftsparks SS 2007.

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Präsentation zum Thema: "Vorlesung Wohnbau-, Einkaufszentren-, Gewerbeimmobilien und Wirtschaftsparks SS 2007."—  Präsentation transkript:

1 Vorlesung Wohnbau-, Einkaufszentren-, Gewerbeimmobilien und Wirtschaftsparks SS 2007

2 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 2 Vorlesung SS 2007 Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Blaas Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik (IFIP) Technische Universität Wien (TU) Karlsgasse 13, A-1040 Wien Tel.:

3 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 3 Inhalt 1.Einleitung 2.Projektentwicklung 3.Die hierarchische Wirtschaftlichkeitsrechnung (HW) 4.Teilmethoden der HW 1: Rentabilitätsrechnung 5.Teilmethoden der HW 2: Regionalwirtschaftliche Analyse 6.Teilmethoden der HW 3: Volkswirtschaftliche Beurteilungsmethoden 7.Beispiele zur wirtschaftlichen Projektbeurteilung 8.Risiken der öffentlichen Hand 9.Wohnprojekte 10.Gewerbliche Projekte: Impulszentren, Gewerbehöfe und Bürogebäude Literatur

4 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 4 1. Einleitung

5 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 5 2. Projektentwicklung

6 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 6 Projektentwicklung: das developing-Dreieck

7 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 7 Q: Mihurko 1998 Akteure und deren Risikoverteilung

8 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 8 Q: Mihurko 1998 Projektentwicklung: Beispiele von Akteuren und deren Risikoverteilung

9 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 9 Zeit Kosten Projekt- initiierung Projekt- konzeption Projekt- management Projekt- vermarktung Nutzung Kostenverlauf Planungskosten Baukosten Nutzungskosten Kostenbeeinflussbarkeit Baubeginn Fertigstellung Grundstücks -kosten Quelle: IFIP 2003 nach Schulte 1998, 175 Projektentwicklung: Kostenbeeinflussbarkeit

10 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Hierarchische Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von Immobilienprojekten Quelle: Mayer 2002

11 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 11 Im Folgenden wird eine systematische Darstellung der einzelnen Methoden gegeben, die bei der hierarchischen Wirtschaftlichkeitsrechnung angewendet werden können eine Anwendung der hierarchischen Wirtschaftlichkeitsrechnung anhand eines konkreten Beispieles vorgestellt: betriebswirtschaftliche Rentabilität und kommunalwirtschaftliche Effekte der Errichtung und des Betriebes des Hotels und Veranstaltungszentrums „Das Schloss“ in Waidhofen/Ybbs

12 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 12 Methodik Die hierarchische Wirtschaftlichkeitsrechnung trägt ihren Namen aufgrund der verschiedenen Betrachtungsebenen, auf denen die Wirtschaftlichkeit untersucht wird. Mögliche Betrachtungsebenen: - gesamt- oder volkswirtschaftlich - regionalwirtschaftlich - kommunalwirtschaftlich - finanzwirtschaftlich oder - betriebswirtschaftlich Begriff bezieht sich auf räumliche Ausdehnung des Wirkungsbereiches inhaltliche Bestimmungsgrößen

13 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 13 Volkswirtschaftliche Betrachtungsebene –Räumliche Abgrenzung: die Volkswirtschaft –Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte; Methode: Input/Output- Analyse –Erfassung der gesamtwirtschaftlichen Kosten und Nutzen eines Projektes. Methode: Kosten-Nutzen-Analyse (und andere, s.u.) –(fiskalische Effekte) Regionalwirtschaftliche Betrachtungsebene –Räumliche Abgrenzung: Region (pol. Bezirk, Bundesland, etc.) –Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte; Methode: Input/Output- Analyse; Problem: Regionsabgrenzung, Verfügbarkeit von regionalen I/O-Tabellen –(fiskalische Effekte)

14 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 14 Kommunalwirtschaftliche Betrachtungsebene –Räumliche Abgrenzung: die Gemeinde –Projektinduzierte Kommunalsteuereinnahmen Grundsteuereinnahmen Kompensationseffekte Betriebswirtschaftliche Wirkungsebene Ist es unternehmerisch sinnvoll, eine Investition zu tätigen? –Betriebswirtschaftliche Rentabilität mit Hilfe von statischen und dynamischen Verfahren (z. B. Kapitalwert)

15 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 15 Finanzwirtschaftlicher Wirkungsbereich –Auswirkungen des Projektes auf die Einnahmen und Ausgaben des öffentlichen Sektors. –Berechnung Bemessungsgrundlage der meisten Steuern ist eine der Wertschöpfungskomponenten bzw. wird die Aufkommenshöhe indirekt maßgeblich durch eine der Wertschöpfungskomponenten bestimmt. (Berechnung der Wertschöpfungskomponenten mit Hilfe der Input/Output-Analyse.)

16 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 16 Zusammenfassung –Betrachtet werden zumindest zwei verschiedene Ebenen. –Die Anwendung ist sinnvoll (erforderlich) bei großen, komplexen Investitionsvorhaben und/oder bei öffentlichen bzw. durch Fördermittel unterstützte Investitionsvorhaben, um den effektiven Einsatz knapper öffentlicher Mittel zu rechtfertigen –Die Methode kann als Ex-Ante und Ex-Post-Analyse eingesetzt werden –Das Ziel der Methode ist es, Projektwirkungen (auch auf anderen Betrachtungsebenen) nachvollziehbar bzw. transparent aufbereiten

17 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Teilmethoden der HW 1: Rentabilitätsrechnung (inkl. Immobilienprojekt-Beispiel)

18 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 18 Am Beginn der Rentabilitätsrechnung steht eine umfassende Betrachtung aller möglichen Einflüsse auf die Rentabilität eines geplanten Projektes, die mit dem Begriff der Marktanalyse zusammengefasst werden kann. Die Rentabilitätsanalyse kann als Untersuchung der Frage verstanden werden, welche voraussichtlichen Kosten mit der Planung, der Realisierung und dem Betrieb des Projektes verbunden sind und welche voraussichtlichen Erträge aus der Verwertung des Projektes zu erwarten sind. Als Vorstufen dazu können (1)Aussagen über das „Marktpotential“ betrachtet werden, worunter meist Mengenaussagen zur Nachfrage verstanden werden: z. B. über die voraussichtliche Auslastung eines Gründerzentrums oder eine Industriefläche; weiters (2)die Standortanalyse; (3)die Betrachtung von Unsicherheits- und Risikofaktoren, die die Rentabilität beeinträchtigen können.

19 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 19 Marktpotential Das Marktpotential kann nur bei Standardprojekten oder sogenannten marktgängigen Immobilien (z. B. Bürohaus im städtisch-verbauten Gebiet) mit traditionellen Marktforschungsmethoden erfaßt werden. Bei neuartigen oder sehr speziellen Projekten, sogenannten Sonderimmobilien (z. B. einen grenzüberschreitenden Wirtschaftspark) führen diese Methoden nicht zum Ziel. Die Unsicherheiten der Aussagen zum Marktpotential sind dementsprechend hoch. Die Methoden können in diesem Fall nicht mehr leisten als die Unsicherheit so weit wie möglich zu reduzieren und die Bandbreite möglicher Entwicklungen einzugrenzen. Eine typischerweise in diesem Zusammenhang angewandte Methode ist die Szenariotechnik, mit der man versucht, den ungünstigsten, den günstigen Verlauf zu identifizieren und daraus auf einen „mittleren“, plausiblen Verlauf zu schließen. Hilfsverfahren -Befragung -Auswirkung von Statistiken analogen Nachfragebereichen -direkte Gespräche mit potentiellen Nachfragern

20 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 20 Standortanalyse Das Marktpotential sowie dazu im weiteren die Rentabilität sind Ergebnisse des Zusammenwirkens einer Vielzahl von Einzelfaktoren. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, zur Ausarbeitung und Klärung zumindest eines wichtigen Teiles dieser Faktoren zunächst eine Standortanalyse durchzuführen. Die Standortanalyse ist weder ausschließlich der Kosten- noch ausschließlich der Ertragsseite zuordenbar, sie enthält Aspekte, die sowohl die Errichtungskosten als auch die potentielle Nachfrage betreffen (Nachfrage = Nachfrage nach Ansiedlungsflächen, Büro/Geschäftsräumen, Produktionsräumen etc.).

21 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 21 Somit kann man die Standortanalyse gewissermaßen als der eigentlichen Marktanalyse vorgelagert betrachten. Folgende Aspekte sind dabei wichtig: a)Überregionale Verkehrslage -Straße -Schiene -Flugverkehr -Schiffsverkehr b)Regionale Verkehrs- und technische Infrastruktur c)Telekom - Infrastruktur d)Freizeitinfrastruktur e)Arbeitsmarkt f)Wirtschaftsförderung g)Wirtschaftsdynamik und Wirtschaftsstruktur h)Regionale Umweltbedingungen

22 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 22 Risikofaktoren Im allgemeinen kann man davon ausgehen, daß die Unsicherheiten auf der Kostenseite geringer sind als auf der Ertragsseite, auch u. a. deshalb, weil die Ertragserzielung ferner in der Zukunft liegt als die Planungs- und Errichtungstätigkeiten. Aber es gibt natürlich auch Gegenbeispiele. Unsicherheit auf der Kostenseite -Verhandlungen mit Grundstückseigentümern -Grundstückspreise -Erschließungskosten (relativ geringe Unsicherheit) oder: Altlasten auf Grundstücke? -Bau/Betriebskosten -Finanzierungskosten (veränderliche Zinssätze)

23 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 23 Unsicherheit auf der Ertragsseite Der Zeitpunkt, zu dem oder ab dem eine Immobilienprojekt verwertet werden kann, liegt meist einige Jahre (bis zu ) entfernt vom Planungsdatum. Daher -konjunkturelle Ungewissheit (Investitionsverhalten; Stimmungslage optimis- tisch /pessimistisch; Nachfragesituation ?...) -institutionelle Ungewissheit haben sich wichtige Rahmenbedingungen geändert? z. B. Betreffend den in- ternationalen Waren- und Geldverkehr; internationale Handelsabkommen; oder wichtige Rahmenbedingungen, die direkt auf die Ertragschancen wirken (Mietrecht) -spezifische Nachfrageunsicherheit (insbes. bei innovativen Projekten) Die genannten Unsicherheiten lassen sich zu einigen wichtigen Risiken zusammenfassen, bei denen man externe Risiken und interne Risiken unterscheiden kann:

24 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 24 Externe Risiken Entwicklungsrisiko Jede Projektentwicklung birgt das Wagnis einer nicht marktkonformen Projektkonzeption mit der Folge einer Erschwernis der späteren Verwertung durch Weiterverkauf oder Vermietung (Verkaufs- oder Leerstandsrisiko). Diesem Risiko kann in begrenztem Umfang durch sorgfältige Marktanalysen und Bedarfsprognosen begegnet werden. Solche Prognosen sind immer von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig, es verbleibt also stets ein Restrisiko aus der Projektentwicklung selbst.

25 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 25 Standortrisiko Das Standortrisiko aus der Lage des Grundstückes läßt sich bei einer Projektidee für einen fiktiven, noch zu beschaffenden Standort durch sorgfältige Standortwahl eingrenzen. Bei Renditeimmobilien kann der Anspruch an die Grundstücksqualität nie zu hoch gesteckt werden. Eine Projektentwicklung für einen fixierten Standort erfährt durch die Einschränkung der Wahlfreiheit bei einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren ein erhebliches Risiko, dem nur mittel- bis langfristig durch Hebung der Standortqualität infolge der Projektentwicklung dort und evtl. auch in angrenzenden Bereichen begegnet werden kann

26 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 26 Genehmigungsrisiko Bei jedem Projekt stellt sich die Frage nach der Genehmigungsfähigkeit konzipierter Projektideen, die abhängig ist von der baurechtlichen und raumord- nungsrechtlichen Situation, von der sozialen Akzeptanz durch Anrainer und die Öffentlichkeit im Allgemeinen. Aus der Möglichkeit der Ablehnung der Genehmigung erwächst ein existentielles Projektrisiko. Zusätzlich besteht ein erhebliches Zeit- und damit Finanzierungsrisiko in der Genehmigungsdauer. Die Verzögerung der Baugenehmigung um ein oder zwei Jahre kann durchaus den Abbruch einer Projektentwicklung bewirken.

27 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 27 Finanzierungsrisiko Immobilienprojekte werden im allgemeinen und auch bei Projektentwicklungen mit einem hohen Anteil an Fremdkapital finanziert. Dadurch sind die Rendite-Erwartungen maßgeblich abhängig von den Konditionen auf den Finanzmärkten, d.h. vom aktuellen Zinsniveau, das sich dem Einfluß des Projektentwicklers völlig entzieht.

28 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 28 Interne Risiken Baugrundrisiko Dieses Risiko ergibt sich durch Eigenschaften wie Kontamination aus Altlasten, Nutzungseinschränkungen oder Bauverzögerungen durch vorgefundene Bodendenkmäler (Ausgrabungen, Funde), Überraschungen aus unerwarteten hydrologischen Verhältnissen (Notwendigkeit von Abdichtungsmaßnahmen etc).

29 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 29 Qualitäts-, Kosten- und Terminrisiko Dieses Risiko ergibt sich vor allem aus der Auswahl der fachlich beteiligten Planer, Unternehmer und Lieferanten. Diesen Risiken kann durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation, durch sorgfältige Vertragsgestaltung und konsequenten Vollzug dieser Verträge begegnet werden (neuerdings: „Multi-Risk-Versicherung“). Wesentlich ist jedenfalls eine kompetente Projektleitung, die sich vollständig mit dem Projekt identifiziert. (Zu den Risiken für die öffentliche Hand siehe unten.)

30 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 30 Zur Durchführung der Rentabilitätsrechnung: welche Kosten-/Ertragspositionen sind wichtig? (1) Aufwandsseitig -einmalige Aufwendungen Ankauf Grundstücke Erschließung Bau -laufende Aufwendungen Finanzierungskosten laufender Personal- und Sachaufwand (2) Ertragsseitig - Erträge aus Verkauf -Erträge aus Vermietung, Verpachtung (auf der Basis eines Mengengerüstes) Rechenbeispiel f.d. Rentabilitätsrechnung (Nach Schulte et al., Handbuch der Immobilien- Projektentwicklung, Köln 1996, S. 194 ff. Daten aus dem IFIP-Projekt 70/1997 über Gewerbehöfe und von G. Innerwinkler, Fa. Schönhaus, Wien, D.I. Peham)

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35 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 35 1) Berechnung: Endkapital des zu finanz. Betrages minus zu finanzierender Betrag = ZW(5,5%; 2;; )

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41 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 41 Der Developer peilt eine Anfangsrendite in der Vermietungsphase (s.o.) an, die zwar in dieser Phase noch nicht sofort erreicht werden wird (noch nicht Voll-Vermietung), die aber über der liegen sollte, die vom Investor für ein fertiges Objekt erwartet wird (im Beispiel: 7,3% versus 6%). Die Gewinnrate des Developers (im Beispiel knapp 22%) muß deutlich über den Rebditevorstellungen des Investors liegen, weil der Developer einen Großteil des Risikos trägt (s.u.). (Die Annahme eines Verkaufserlöses setzt einen entsprechenden Markt und potentielle Käufer voraus. Ansonsten ist die langfristige Rentabilität auf Basis der laufenden Nettoerlöse (Mieteinnahmen minus Bewirtschaftungskosten) im Verhältnis zur Gesamtinvestition entscheidend.)

42 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 42 Für den Investor ist die niedrigere Rendite (im Beispiel 6%) akzeptabel, weil das Objekt fertig (kein Baurisiko mehr) das Objekt neu (geringes Instandhaltungsrisiko) das Objekt voll (oder weitestgehend) vermietet (Vermietungslage ist sichtbar) also alles in allem für ihn ein geringeres Risiko vorliegt. Der Investor verlangt eine Rendite, die (a) von der aktuellen (Finanz-) Marktsituation abhängig ist, und die (b) von der Lage und (c) von der Art der Immobilie abhängig ist. Bezüglich letzterer Bestimmungsgröße ist die Rangordnung (1) Wohnungseigentum 4%-6%; (2) Mietwohnhaus 4%- 7%; (3) Büroimmobilie 6%-8%, (4) Gewerbeimmobilie 8%- 10%.

43 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Teilmethoden der HW 2: Regionalwirtschaftliche Analyse

44 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 44 Regionalwirtschaftliche Effekte Unter Berücksichtigung von Umlenkungs- und Entzugseffekten (für andere Regionen) sind folgende Wirkungen vorrangig zu erfassen: Wirkungen auf:  Wertschöpfung  Beschäftigung, Kaufkraft  Verkehrsaufkommen  Kommunales Steueraufkommen  Know-How-Transfer  Intangible Effekte (Landschaftsbild)

45 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 45 Ökologische Aspekte und soziale Akzeptanz Ökologie -Ist die Nutzung des(r) Grundstücke(s) kompatibel mit Ökosystem? -Ist sie verträglich mit den Interessen der Anrainer oder sonst. Umwelt-Interessengruppen? -Welche potentiellen Probleme ergeben sich daraus? -Welche spezifischen Umweltbelastungen sind aus dem Betrieb zu erwarten? -aus der Produktion -aus dem Anliefer- Abtransportverkehr -aus dem Kundenverkehr -Welche spezifischen Umweltverbesserungen sind zu erwarten? -aus einer Verkehrsverringerung (Telehaus) -aus Emissionsverringerung (z.B. wegen neuer Produktionstechnologien)

46 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 46 Soziale Akzeptanz Für die Gewinnung der sozialen Akzeptanz für ein Projekt relevant sind: -ökologische Argumente -Arbeitsplatzargumente -Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen -Gesundheits- und Sicherheitsrisiko-Argumente -Kompensationsargumente (was bekomme ich dafür?) -Imageargumente Verfahren zur Gewinnung sozialer Akzeptanz: Mediation Beispiel für ein Mediationsverfahren eines Großprojektes: Flughafen Wien (siehe unten Kap. 7)

47 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 47 Quellen: Blaas/Henseler 1978; Schönbäck et al. 1997; Schönbäck, Vorlesung „Ökonomische Bewertungsmethoden“ 6. Teilmethoden der HW 3: Volkswirtschaftliche Beurteilungsmethoden KNA, KWA, NWA

48 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 48

49 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 49

50 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 50 Die Kosten-Nutzen-Analyse Q: Blaas/Henseler 1978 Entscheidungsregeln der KNA: Barwertregel Interner Zinsfuß Amortisationsdauer

51 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 51 Barwert-Regel Projekt realisieren, wenn BW>0 (Volkswirtschaftliche Kostenelemente Kt und Nutzenelemente Nt, Diskontierung i)

52 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 52 Interner Zinsfuss Projekt realisieren, wenn interne Verzinsung i „ausreichend“ ist. Der interne Zinsfuss ist jener Zinssatz i, bei dem der Barwert (Kapitalwert) genau Null ist. In diesem Fall gilt: Amortisationsdauer Projekt realisieren, wenn die Amortisationsdauer „akzeptabel“ ist. Die Amortisationsdauer ist jener Zeitraum, der notwendig ist, um das investierte Kapital (die volkswirtschaftlichen Kosten) über die Erlöse (die volkswirtschaftlichen Nutzen) zurückzuerhalten.

53 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Beispiele zur wirtschaftlichen Projektbeurteilung

54 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 54 Beispiel 1: Das Projekt Schlosshotel „Das Schloss“ in Waidhofen/Ybbs Q: Mayer 2002 Aufgabe: Analyse der betriebswirtschaftlichen Rentabilität und der kommunalwirtschaftlichen Effekte des Projekts

55 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 55 Investitionsvolumen 140 Mio. öS Öffentliche Förderung: 47 Mio. öS Kredit: 29 Mio. öS Atypisch stille Gesellschafter: 17 Mio. öS Stiller Gesellschafter (S+B Plan & Bau): 2 Mio. öS Stiller Gesellschafter (Gemeinde): Mio. öS Laufende Einnahmen und Ausgaben beruhen auf den Schätzungen einer Machbarkeitsstudie Betriebswirtschaftliche Rentabilität - Kapitalwert 47,6 Mio. öS - interne Zinsfuß bei rund 7 % Unsicherheitsfaktor aufgrund der prognostizierten Umsatzerwartungen und des langen Betrachtungszeitraumes

56 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 56 Finanzielle Auswirkungen des Projektes auf den Gemeindehaushalt: Effekte aus privatwirtschaftlicher Tätigkeit der Stadtgemeinde (4% Umsatzbeteiligung, Vergünstigung bei Veranstaltungen, Frühbucherbonus) Fiskalische Effekte - Kommunalsteuer (einmalig und laufend) - Grundsteuer (laufend) - Kompensationseffekte (~11 %) Rentabilität (bei Alternativverzinsung von 5%, Betrachtungszeitraum 24 Jahre) Kapitalwert ‑ 6,6 Mio. öS interne Zinssatz 4,13 %. (Denkmalschutz, neuer Veranstaltungssaal)

57 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 57 Nicht berücksichtigte Effekte (Angaben in öS!) mögliche Kosten im Planungsnullfall, (Denkmalschutz, neuer Veranstaltungssaal) Effekte auf die örtliche bzw. regionale Wirtschaft

58 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 58

59 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 59 Beispiel 2: Die Verkehrsimmobilie Fähre Aggsbach (Konzept) Q: Wagner 2002

60 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 60 Beispiel 3: Verkehrsimmobilie Flughafen Wien Q:

61 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 61 Am Standort Flughafen werden die Ausbauvorhaben wie geplant weitergeführt. Für 2005 ist eine Investitionssumme von € 245 Mio. vorgesehen. Insgesamt sind für die Jahre eine Summe von € 854 Mio. an Investitionen geplant. Die wesentlichsten Bauprojekte umfassen die Fertigstellung des Flugsicherungstowers (Mitte 2005), die Erweiterung des Cargo Centers, die Errichtung des General Aviation Centers und VIP Einrichtungen sowie die Aufstockung des Parkhauses 3. Weiters den Abriss des alten Towers samt Bürogebäude, des VIP & Business Centers sowie des Gerätezentrums Ost als Baufeldfreimachung für das neue Terminal SkyLink. Um in Spitzenzeiten Kapazitätsengpässe zu vermeiden werden im Terminalbereich in den nächsten Wochen 30 neue Check-in Schalter entstehen. Bis Ende März 2005 wird auch die Erweiterung der Gepäcksortieranlage abgeschlossen sein. Die wichtigsten Projekte 2004 waren die Fertigstellung des Flugsicherungskontrollturms, des Office Parks sowie die Vorfelderweiterung in Richtung Nord-Ost.

62 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 62 Umsetzung des Projektes: Probleme der sozialen und ökologischen Akzeptanz Q: Das Mediationsverfahren wurde im Juni 2005 abgeschlossen. Gegenstand des Mediationsverfahrens viemediation.at waren die Auswirkungen des Flughafens Wien, sowie dessen wesentliche umweltrelevanten Projekte und Ausbauvorhaben und deren Auswirkungen. In einem fairen Verfahren sollten einvernehmliche Lösungen erarbeitet werden, die zum Ziel hatten, die Belastung durch den Flugverkehr für die betroffene Bevölkerung akzeptabel zu gestalten. Die gefundenen Lösungen sollen in einem Mediationsvertrag verbindlich festgehalten werden. Parteien im Mediationsverfahren waren (u.a.): –Anrainer –Bürgerinitiativen –Bundesländer –Politische Parteien –Umweltanwaltschaften –Flugbetrieb: Flughafen Wien, AUA, Austro Control

63 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Risiken der öffentlichen Hand Risiken der öffentlichen Förderung von (Immobilien-) Projekten, erläutert anhand des Projekttypus „Erlebnisparks“ Q: Wasner 2000

64 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 64 Grundsätzliches zur Ökonomie von Freizeitimmobilien Investitionen in Freizeitimmobilien bringen für den Unternehmer in der Regel ein hohes betriebswirtschaftliches Risiko mit sich. Die dynamische Präferenzstruktur der Erlebnisnachfrager sowie deren hohes Anspruchsniveau aufgrund der Vielzahl von Alternativangeboten erschwert die Aufgabe der Anbieter von Erlebnisparkanlagen, erfolgreiche Produkte zu entwickeln. Beträchtliche Unsicherheiten sind also hinsichtlich der die Marktchancen determinierenden Besucherzahlen ebenso wie durch die tendenziell kurzen Lebenszyklen der Anlagen zu erwarten. Denn auf den Anlagen lastet ein beträchtlicher Innovationsdruck: Etwa alle zwei Jahre müssen zwingend neue Attraktionen angeboten werden, um ein genügend großes Potential an Wiederholungsbesuchern neu zu aktivieren und einen gravierenden Nachfrageverfall eindämmen zu können, wodurch besonders kurze Reinvestitionszyklen zu erwarten sind.

65 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 65 Projektwirkungen und Effekte für öffentliche Haushalte Aufgrund der meist peripheren Standortwahl für die Anlagen und der signifikanten Belastungsspitzen bei der Nutzung von Erlebnisparks entstehen der öffentlichen Hand hohe Kosten für die Bereitstellung und den Betrieb der nötigen technischen Infrastruktureinrichtungen. Im Wettbewerb um Arbeitsplätze und in der Hoffnung auf eine mögliche Generierung zusätzlicher Steuereinnahmen werden von den Standortgemeinden häufig großzügige Fördermittel im Rahmen des breiten Spektrums der kommunalen Wirtschaftsförderung gewährt, die von Darlehen bis zur Über- nahme von Ausfallsbürgschaften reichen können. Anlageninduzierte Beschäftigungseffekte und Kommunalsteuereinnahmen fallen jedoch meist geringer als erwartet aus. Mehreinnahmen der Gemeinden durch Kommunal- und Grundsteuer erfahren durch die Kompensationswirkungen des österreichischen Finanzausgleichs eine zusätzliche Minderung, die in Standortgemeinden mit geringer Bevölkerungszahl und Finanzkraft besonders stark zu tragen kommen kann.

66 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 66 Folgewirkungen gescheiterter Projekte für den kommunalen Haushalt der Standortgemeinde Projektentwicklungsbezogene und die Ertragserwartung betreffende Risiken führen nicht selten zu einer völligen Betriebseinstellung von Erlebnisparks. Daraus resultierende negative Folgewirkungen auf den kommunalen Haushalt der Standortgemeinde erfordern eine frühzeitige Auseinandersetzung der öffentlichen Hand mit einer Risikoabschätzung und mit möglichen Lösungsansätzen zur Schadensminimierung. Mögliche Handlungsfolgen und Folgewirkungen im Fall eines Projektscheiterns sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

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68 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 68 Dass die Reaktivierung von gescheiterten Freizeitanlagen eine für den Steuerzahler sehr teure Sache sein kann, zeigen Beispiele aus der Praxis. Beispiel 1: Anderswelt in Heidenreichstein/NÖ Beispiel 2: Freizeitpark Gestüt Bladenhorst

69 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 69 Beispiel Anderswelt Q: trend 5/2005; Anderswelt ist ein 2002 in der Gemeinde Heidenreichstein (NÖ) eröffneter Themenpark; die Gemeinde ist mit 38,7% Hauptgesellschafter der Anderswelt GesmbH; Investition 6 Mio € Kalkuliert wurde das Projekt für Besucher pro Jahr

70 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 70 Im Jahr 2004: Besucher: nach nur zwei Spielsaisonen wurde der Park geschlossen Stand Mai 2005: 3 Mio Euro Schulden; die Gemeinde muss jährlich Euro Kreditrate zahlen, 46 Jahre lang (das ist aus dem ordentlichen Gemeindebudget nicht möglich) Weiters ist die Frage, ob der Bund seine (EU-) Förderungen von € zurückfordern wird Ursachen des Flops: Unzureichendes, der Region nicht angepasstes Angebot; trotz Nachbesserungen kein attraktives Image: Bürgermeister: „Alles was schief gehen kann, ist schief gegangen“ Es wird ein Developer gesucht, der das Projekt evtl. neu entwickelt (z.B. Golfhotel mit Golfplatz); Idee eines „Zentrums für Grenzwissenschaften“

71 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 71 Beispiel Gestüt Bladenhorst Der Freizeitpark Gestüt Bladenhorst, nahe der Stadt Castrop-Rauxel (D) gelegen, wurde 1987 aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit bereits nach kurzer Öffnungszeit wieder stillgelegt Die großzügig ausgelegte Parkfläche im Ausmaß von 16,7 ha befand sich nach dem Konkurs des Unternehmens im Eigentum einer Bankengruppe, die einen Weiterverkauf der Flächen an den Meistbietenden anstrebte. Für eine Weiternutzung oder Umnutzung des Areals konnten jedoch keine Interessenten gefunden werden. Im Jahr 1993 beschloss der Kommunalverband Ruhrgebiet, die seit mehreren Jahren brachliegende „Freizeitparkruine“ durch eine Einbindung des Areals in das Regionalprojekt „Landschaftspark Bladenhorst-Castroper Holz“ zu renaturieren und kaufte die Liegenschaft um DM. Die Rekultivierung wurde mit Mitteln des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (Beiträge der Mitgliedsgemeinden) sowie mit öffentlichen Fördermitteln des Landes Nordrhein Westfalen für Sanierungsmaßnahmen durchgeführt

72 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 72 Übersicht der Aufwendungen für die Renaturierung des „Freizeitparks Gestüt Bladenhorst“ (Mitte der 1990er Jahre)

73 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Wohnprojekte

74 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 74 Bauherren, Bauträger Definition: Bauherr ist, wer Baumaßnahmen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung durchführt oder durchführen lässt. Hierbei ist ohne Belang, ob das Bauvorhaben aus Eigen- oder Fremdmitteln finanziert wird. (d.h. Synonym für Developer im Wohnbau) Typen: Privater Haushalt, Privatperson („physische Personen) Öffentliche Hand („Gebietskörperschaften“) Unternehmen, gemeinnützige und sonstige („gemeinnützige Bauvereinigungen und sonstige juristische Personen“)

75 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 75 Investor: Investment in Wohnen (Wohnprojekte) Q: P. Tomisek 2000 Möglichkeiten: Kauf eines bestehenden Objektes und Vermietung Kauf eines bestehenden Objektes, Parifizierung, Verkauf der Einheiten Kauf eines bestehenden Objektes, Sanierung, Verkauf des Objektes Errichtung eines neuen Objektes zur Vermietung Errichtung eines neuen Objektes zum Verkauf Parifizierung Unter der Parifizierung versteht man die anteilsmäßige Begründung von Wohnungseigentum im Grundbuch. Besondere Bedeutung hat die Parifizierung unter andrem bei der nachträglichen Wohnraumbeschaffung, zum Beispiel im Zuge von Dachgeschoßausbauten.

76 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 76 Q: STATISTIK AUSTRIA (Mikrozensus, Wohnbaustatistik) *) Vorläufige Zahlen; 1) Privathaushalte; 2) Wohnungen mit Hauptwohnsitz; 3) Ab 2002 Hochrechnung des Mikrozensus lt. neuer Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Volkszählung 2001; aufgrund der um rd geringeren Wohnbevölkerung sind auch Wohnungs- bzw. Haushaltszahlen geringer Haushalte und Wohnungen, Österreich

77 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 77 Wohnungen mit Hauptwohnsitz Ergebnisse des Mikrozensus 2004 Statistik Austria in %

78 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 78 in in %

79 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 79 in in %

80 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 80

81 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 81

82 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Gewerbliche Projekte: Impulszentren, Gewerbehöfe und Bürogebäude

83 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 83 Derzeit (2005) gibt es in Österreich rund 100 Impulszentren (Blaas et al. 2005, Anhang). Definition Impulszentrum: Sammelbegriff von Wirtschaftsparks Technologiezentren Gründerzentren Technologietransferzentren Industrieparks 10.1 Impulszentren

84 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 84 Q: Blaas/Schausberger 1995 Impulszentren: Klassifizierung

85 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 85 Q: Blaas et al Impulszentren in Österreich

86 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 86 Q: Blaas et al Impulszentren rund um Österreich

87 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 87 Impulszentren in Wien und Ost-Österreich Q: Blaas et al. 2005

88 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 88 Der China Austria Technologie Park (CATP) als Beispiel eines geplanten Impulszentrums Q: Blaas et al  Funktionen und Aufgaben des CATP  Nutzung, Kosten des CATP  Markt- und Wettbewerbsanalyse  Zum Standort des CATP – „Public Statement“  Pre-Opening Phase und Marketing  Business Plan für den CATP

89 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 89 Funktionen und Aufgaben des CATP Hauptziele des CATP:  Unterstützung chinesischer Unternehmen bei der Ansiedelung in Österreich  Verbesserung der Kooperation zwischen österreichischen und chinesischen Unternehmen Funktionalität und Aufgaben des CATP richten sich nach den Ansprüchen dieser Unternehmen

90 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 90 Funktionen und Aufgaben des CATP  Büros für rund 100 Unternehmen  Büros für unternehmensbezogene spezifische Dienstleister  Konferenz-, Besprechungs- und Ausbildungsräume  Restaurants und Cafes  Geschäftslokale  Apartments und Hotel  Büro für das CATP-Management

91 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 91 Nutzung des CATP Mietbare Nutzflächen:  12,000m² Büros  1,000m² Besprechungsräume  500m² Ausbildungsräume  350m² Labor oder Werkstatt  750m² Lager  750m² Geschäftslokale  1,000m² Restaurants und Café  8,100m² für 180 Apartments und 5,500m² für 220 Hotelzimmer  Garage

92 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 92 Kosten des CATP Bruttogeschoßfläche: rund 41,000 m² über Ebene 0. Gesamtinvestition inkl. Grundstück: 77,7 Mio €. Diese Summe ist Grundlage für alle Business-Plan Berechnungen.

93 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 93 Markt- und Wettbewerbsanalyse Nachfrage von chinesischen Unternehmen  Forschungseinheiten von Unternehmen (-sgruppen) mit dem Ziel der Entwicklung neuer Technologien  Unternehmen mit dem primären Ziel der Integration in den europäischen Markt  Unternehmen mit Investitionsinteressen im CATP

94 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 94 Markt- und Wettbewerbsanalyse Nachfrage von österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen  Große Unternehmen haben bereits gute Handels- und Produktionsbeziehungen mit China  Kleine Unternehmen im Handels- und Produktionssektor beginnen, Kontakte zum Chinesischen Markt aufzubauen oder haben erste Kooperationserfahrungen mit chinesischen Unternehmen  Kleine und mittlere Unternehmen im High-Tech Bereich können den CATP nutzen, um Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen aufzubauen  Österreichische Forschungseinrichtungen: Kooperationen im Bereich F&E

95 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 95 Markt- und Wettbewerbsanalyse Konkurrenten des CATP in Wien und Umgebung  Büroimmobilien: bieten teilweise niedrige Mieten, aber keine Technologieorientierung  Andere Technologieparks: bieten Synergien im Technologiebereich, aber keine Unterstützung bei Ansiedlung CATP bietet als Unique Selling Proposition  Technologieorientierung  Synergien  Ansiedlungsunterstützung  Wohnmöglichkeiten für Mitarbeiter

96 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 96 Standort des CATP – „Public Statement“ CATP: Vorzeigeprojekt für wirtschaftliche Zusammenwirken von China mit Österreich Besondere Kriterien für den Standort:  Atmosphäre - „Hier entsteht etwas Neues“  gute Erreichbarkeit mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln – „mitten im Geschehen“  guter Wirtschaftsstandort für technologieorientierte Unternehmen – „Partner finden innerhalb und außerhalb des eigenen Standortes“ Mögliche CATP-Standorte in Wien wären: StandortVerkehrsanbindung Erdberger MaisU3/A23 MuthgasseU4/A22/S227 KagranU1 Vienna DCU1/A22

97 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 97 Pre-Opening Phase und Marketing  Vorbereitungsbüro: erarbeitet detaillierte Entscheidungsgrundlagen betreffend Gesellschaftsstruktur, Finanzierung, Grunderwerb, Planung und Bau  Zeit bis zur GO/NO GO-Entscheidung: 1 ½ bis 2 Jahren  Zeit für detaillierte Planungen und die Errichtung der Gebäude: 2 bis 2 ½ Jahre  Gesamte Pre-Opening Phase bis zur Fertigstellung der Gebäude: 4 Jahre

98 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 98 Business Plan für den CATP: mögliche Gesellschaftsformen Variante 1 Variante 2Variante 3 Investoren POC Aktiengesellschaft POC Aktiengesellschaft MC Ges. mit beschr. Haftung MC Ges. mit beschr. Haftung 100% MC/POC Aktiengesellschaft Tax Group

99 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 99 Business Plan für den CATP: generelle Annahmen Ziel: positive Rendite, aber Höhe und Zeitpunkt offen Business Plan: Annahme von zwei Gesellschaften:  Eigentumsgesellschaft (Property Owning Company - POC)  Betreibergesellschaft (Managing Company - MC) Outsourcing von:  technischem und kommerziellem Facility Management  Management des Hotels und des Gästehauses Grundfläche von m 2 (Errichtung von zwei Türmen) Angenommener Grundstückspreis: 500 Euro pro m 2

100 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 100 Business Plan für den CATP: sechs Modelle durchgerechnet Die Modelle basieren auf einem Gesamtinvestitionsvolumen von 77,7 Mio. Euro. Zwei Alternativen mit jeweils drei Szenarien.  Alternative 1: Eigenkapital 22,5 Mio. Euro  Alternative 2: Eigenkapital 32,5 Mio. Euro Drei Szenarien: unterschiedliche Kreditkonditionen Fazit: beide Eigenkapital-Alternativen bei Inanspruchnahme eines ERP-Kredites „machbar“. Aber:  Alternative 1: zusätzliche Kreditaufnahme notwendig, Rendite erst nach 22 Jahren  Alternative 2: geringe Rendite bereits früher möglich

101 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 101 Access Industrial Park: Der erste grenzüberschreitende Wirtschaftspark Österreich-Tschechien Gmünd - Ceske Velenice

102 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 102 Standorte der GBG Graz (Grazer Bau- und Grünlandsicherungsges.m.b.H.) Siehe auch: High Tech West, Graz Grundstück ca m², vollkommene Verkehrserschließung, komplette Infrastruktur, für Hightech-Betriebe vorbehalten. Innovationspark Graz - Puchstraße (IPG) Voll aufgeschlossene Grundstücke von gesamt ca m², davon m² Büro- und Manipulationsflächen, optimale Verkehrsanbindungen.

103 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 103 Grenzüberschreitendes Impulszentrum Thayaland ( Dobersberg) Das GIZ Thayaland ist eines von mehreren grenzüberschreitenden Impulszentren, die in Niederösterreich entlang der Grenze ins Leben gerufen wurden. Aufgabe des Impulszentrums ist es, in Vorbereitung auf die EU- Erweiterung den Kontakt zur tschechischen Nachbarregion in allen Lebensbereichen zu verbessern und mitzuhelfen, die „Grenzen im Kopf“ abzubauen. Die Koordinierung der grenzüberschreitenden Impulszentren erfolgt über ECO PLUS Niederösterreichs Regionale Entwicklungsagentur und NÖG Niederösterreichische Grenzlandförderungsgesellschaft.

104 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 104 Gründer- und Technologiezentrum Wels Das Gründer- und Technologiezentrum liegt direkt im Wirtschaftspark Wels sowie in der Nähe vom Business- und Innovationszentrum Wels (BIZ-Wels), wie auch zu verschiedenen Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben und dem Autobahnknoten Wels-West.

105 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 105 Definition: Unter einem Gewerbehof versteht man eine Standortgemeinschaft von mehreren Klein ‑ und Mittelbetrieben in einem Gebäudekomplex mit hoher Nutzungsdichte, die einheitlich verwaltet wird Gewerbehöfe

106 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 106 Gewerbehof: kommunalpolitisches Instrument oder gewinnbringende Immobilie? Q: Blaas/Nemec/Leopoldseder 1999

107 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 107 Gewerbehof „Impulszentrum“IP.TWO: Wien, Lerchenfeldergürtel Dieser Standort für kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung könnte schon Ende 2002 mit ca m2 Büro- und Gewerbefläche bezugsfertig sein. Neben dem hochwertigen Flächenangebot stehen den Unternehmen am Standort eine Reihe von gemeinschaftlich nutzbaren Räumlichkeiten, wie z. B. ein voll ausgestatteter Seminarraum, zur Verfügung. Außerdem ist an die Ansiedlung eines Gastronomiebetriebes direkt im Zentrum gedacht.

108 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 108 Gewerbehof Rautenweg 1220 Wien Büro / Hallenkombination im Eigentum Projekt / Verfügbar voraussichtlich ab Frühsommer 2004 ! Größe: Ab ca. 460 m² Halle m² Büro – jedoch flexibel erweiterbare Einheitsgrößen im Rahmen des Gesamtkonzeptes herstellbar! Kleinere Einheiten: ab ca. 300 m² Halle / 150 m² Büro

109 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas Bürogebäude Die empirischen Daten stammen von Schätzungen und Berechnungen der Firma Collier Columbus Q: Colliers Columbus, Real Estate Market Report. Austria 2005;

110 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 110

111 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 111 Büromarkt in Wien: Neubau, Nachfragezuwachs und Leerstand

112 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 112 Der Büromarkt in Wien ist (noch immer) dadurch gekennzeichnet, daß etwa 1Mio m² Bürofläche geplant ist und bei Bedarf jederzeit gebaut werden kann. Das dürfte auch (mit) ein Grund für die vergleichsweise niedrigen Büroimmobilienpreise in Wien sein.

113 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 113 Mietpreise für Büroflächen in Wien und im internationalen Vergleich Werte für Spitzenimmobilien pro Monat und pro m² 2004

114 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 114 Durchschnittliche Mietpreise in Wien für gewerbliche Immobilien, pro Monat und pro m² (Neubau und Bestand), 2005

115 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 115 Die Hauptnachfrager 2004 auf dem Büromarkt: Office Campus Gasometer 21,000 m² Statistik Österreich Workstation Wien West 11,000 m² Allianz Elementar Adler und Ameise 6,000 m² Behörde Brehmstraße 8,000 m² Hauptzollamt Euro Plaza 3,000 m² Atos Origin BIGBIZ 8,000 m² Buchhaltungsagentur Rennweg 5,400 m² Group 4 Falck Florido Tower 6,000 m² Pfizer Eine wichtige Rolle spielt der öffentliche Sektor und vorgelagerte Bereiche (Verlagerung aus Altimmobilien in moderne Bürogebäude), aber auch größere private Unternehmen (Konsolidierung an einem Standort).

116 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 116 Literatur Blaas, W. et al., China Austria Technology Park. Final Report. Study commissioned by the Federal Ministry of Transport, Innovation and Technology. Vienna 2005 (unpublished) Blaas, W., G. Gutheil-Knopp-Kirchwald: Socioeconomic dynamics and property rights regulation as driving forces of urban spatial development: the case of Vienna; Scienze Regionali - Italian Journal of Regional Science, Nr. 2/2004; S Blaas, W., Wieser, R., Wohnwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Probleme der Kürzung der Wohnbauförderung; Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien, Wien, Blaas, W., Nemec, E., Leopoldseder, T., Gewerbehöfe. Mittel zur Lösung von Standortproblemen? – Die Sicht der Gewerbetreibenden. In: Wirtschaftspolitische Blätter, Heft 4, 1999, Blaas, W. und Schausberger, B., Wirtschaftsparks - Ökonomische Analysen. Erschienen als Heft 2 der Zeitschrift „Der Öffentliche Sektor - Forschungsmemoranden“, 21. Jg., Wien 1995 Blaas, W., Henseler, P., Theorie und Technik der Planung. Planungsinstrumente und Planungssysteme im öffentlichen Sektor. Orac Verlag, Wien 1978 Flyvbjerg, B. et al., Megaprojects and Risk. Cambridge University Press, 2003 Mayer, H., Die hierarchische Wirtschaftlichkeitsrechnung - Methodik und Fallbeispiel. Betriebs-wirtschaftliche Rentabilität und kommunalwirtschaftliche Effekte des Hotels und Veranstaltungszentrums "das Schloss" in Waidhofen an der Ybbs. Diplomarbeit, Technische Universität Wien, 2002 Mihurko, S., Projektentwicklung von multifunktionalen Immobilien. Akteure, Ablaufschritte und Projektbeispiele. Diplomarbeit, Technische Universität Wien, November 1998

117 Vorlesung WEGW 2007 © Blaas 117 Schönbäck, W., Kosz, M., Madreiter, T., Nationalpark Donau-Auen: Kosten-Nutzen-Analyse. Springer Verlag, Wien/New York Schönbäck, W., Titz, T., Perspektiven der Realisierung von Gewerbehöfen im dichtverbauten Wiener Stadtgebiet, hrsg. von Stadtplanung Wien, Wirtschaftskammer Wien und Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, Band 17 der Reihe Werkstattberichte, Band 14 der Reihe Stadtprofil, Wien Schulte, K.-W. (Hrsg.), Immobilienökonomie, Band I. Betriebswirtschaftliche Grundlagen. Oldenbourg, München Wien 1998 Tomisek, P., Skriptum Investment in Immobilien. Postgradualer Lehrgang « Immobilienmanagement und Bewertung » der Technischen Universität Wien, September 2000 Wagner, B., Fähre Aggsbach in der Wachau. Analyse des Marktes und der Rentabilität. Diplomarbeit, Technische Universität Wien, 2002 Wasner, W., Freizeit- und Erlebnisparks – „Goldgrube oder Ruine“?, Diplomarbeit, Technische Universität Wien, 2000


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