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Herzlich willkommen zum gemeinsamen Arbeitstag zum Thema: Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung im Zusammenspiel mit Rückwärtigem Lerndesign unter.

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Präsentation zum Thema: "Herzlich willkommen zum gemeinsamen Arbeitstag zum Thema: Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung im Zusammenspiel mit Rückwärtigem Lerndesign unter."—  Präsentation transkript:

1 Herzlich willkommen zum gemeinsamen Arbeitstag zum Thema: Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung im Zusammenspiel mit Rückwärtigem Lerndesign unter dem Motto: Das Beurteilen von fachbezogenen Leistungen ist eine Kompetenz und verlangt Expertise, Kompetenzaufbau ist ein lebenslanger Prozess Johann Rothböck Veronika Weiskopf-Prantner

2 Ankommen und Einstieg: Der Zauber meines Faches  Vergiss für eine Minute alle Bücher, Handreichungen und Unterrichtsmaterialien. Geh in deiner Erinnerung zurück und überlege, was es war, das dein Fach für dich so besonders gemacht hat.  Angenommen, deine Schüler/innen haben nur eine einzige Stunde Biologie/Geografie/Geschichte/…… mit dir. Es ist die einzige Unterrichtsstunde ihres Lebens in diesem Fach.  Was würdest du tun, damit sie beginnen werden, dieses Fach zu lieben?

3 Ankommen und Einstieg: Der Zauber meines Faches What must I share with my students to help them truly understand the magic of this subject in their lives? Carol Ann Tomlinson Was macht für dich den Zauber deines Faches aus? Was begeistert dich? Welcher Funke soll auf deine Schüler/Schülerinnen überspringen? Welches sind deine persönlichen „Lieblingsthemen?“

4 Wohin geht die Lernreise?  Wissen meine Schüler/innen wohin die Reise geht?  Kann ich die „großen (langfristigen) Ziele“ meines Faches formulieren?  Bin ich mir im klaren, was meine S&S nachhaltig verstehen, wissen und tun können sollen?  Stehen Lern – und Leistungsaufgaben im Einklang mit der LBVO?  Kann ich authentische, respektvolle Aufgaben formulieren?

5 Wohin geht die Lernreise?  Kann ich den meinen Schüler/innen den Sinn unseres gemeinsamen Tuns im Unterricht vermitteln?  Angenommen einer meiner Schüler/innen würde Folgendes gefragt, was würde er/ sie antworten?  Was machst du gerade? Warum?  Hilft dir das, um etwas besser tun zu können? Wie?  In welcher Situation im Leben könntest du dies brauchen?

6 Wohin geht die Lernreise?  Bin ich mit dem Kompetenzmodell des differenzierten Pflichtgegenstandes vertraut, den ich unterrichte?  Wie stelle ich sicher, dass in meinem Unterricht alle Kompetenzbereiche eine gleichwertige Rolle spielen?  Orientiert sich mein Unterricht in erster Linie am Lehrwerk, oder gestalte ich meinen Unterricht unabhängig von einem Lehrwerk?

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8 Orientierungshilfen Leistungsbeurteilung

9 Praxiseinblicke Von der kompetenzorientierten, Jahresplanung zur Ermittlung der Gesamtnote am Beispiel D, E, M in der 7. Schulstufe  Mittelfristige Planung-Lerndesign  Authentische Aufgaben  Kompetenzorientierte Schularbeit  Kriterienorientierte Beurteilung (4.0-Skala)  Ermittlung der Gesamtnote mit Entscheidungs- grundlage

10 Unterrichtsentwicklungsbereiche der NMS – Das Haus der NMS Rückwärtiges Lerndesign Flexible Differenzierung Leistungs- beurteilung Differenz & Diversität Kompetenz Lernseitige Orientierung

11 3-2-1 – Einstiegkärtchen zur Vorerhebung Thema:Leistungsbeurteilung in der Neuen Mittelschule 3Dinge, die mir dazu einfallen… 2Dinge, die ich dazu lernen könnte… 1Sache, die mich total verunsichert…

12 Denkpause  Überlegt zuerst alleine, um welche Themen es beim Thema Leistungsbeurteilung geht und schreibt diese Themen auf.  Einigt euch in 4er-Gruppen auf die drei Themen ( Nomen), die euch am wichtigsten erscheinen und haltet diese Themen auf jeweils einer Karte fest.  Formuliert Fragen, die euch zu diesen Themen beschäftigen. Worum geht es Leistungsbeurteilung?

13 1. Schule hat einen Förderauftrag – die NMS ist eine Leistungsschule Gute und schlechte Schüler/innen sind ein Mythos. Gute und schlechte Leistungen sind Tatsachen. „Gut ist eine Leistung, die eine sachlich-fachliche Anforderung erfüllt oder über ihr liegt, schlechte eine solche, die ihr nicht gerecht wird.“ (Jürgens & Sacher, 2000, S. 72, im Praxishandbuch für Deutsch, 2010, S. 6)

14 2. Die Lehrperson ist Wirksamkeitsfaktor Nr. 1 für den Lernerfolg der Schüler/innen

15 3. Selbstbild dynamisches Selbstbild – Intelligentes Verhalten kann erlernt werden „ Kinder entwickeln kognitive Strategien und ein dynamisches Selbstbild ihrer Intelligenz, wenn sie laufend dazu angeregt werden, Fragen zu stellen, Herausforderungen anzunehmen, Lösungen zu finden, die nicht augenscheinlich sind, Konzepte zu erklären, ihre Überlegungen zu begründen und nach Informationen zu suchen. Wenn wir von Kindern dieses „intelligente Verhalten“ einfordern, signalisieren wir ihnen damit, dass wir sie für klug halten und sie werden diese Einschätzung nach und nach akzeptieren. Das Paradoxe ist, dass Kinder dadurch klug werden, indem wir ihnen als intelligente Menschen begegnen und sie auch so behandeln.“ (Learning and Leading with Habits of Mind, 16 Essential Characteristics for Success, Costa & Kallick, 2008, S. 8)

16 Was ist neu? EDL  EDL -Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung zusätzlich zum Jahreszeugnis eine schriftliche Beschreibung der Leistungsstärken des Schülers/ der Schülerin abgekoppelt von fachbezogenen Leistungsergebnissen Welche Eigenschaften haben Menschen, die wirksam bzw. erfolgreich in der Schule und im Beruf handeln? Was macht wirksames Handeln aus? Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 3, Ergänzende Differenzierende Leistungsbeschreibung, Tanja Westfall-Greiter, 2013

17 Eigenschaften erfolgreicher Menschen  Ausdauer  Überlegtheit  Empathisches Zuhören/Hinhören  Empfänglichkeit und Offenheit für Neues  Metakognition & Reflexion  Qualitätsorientierung  Forschende Haltung  Vernetztes Denken  Klarheit und Präzision in der Kommunikation  Wahrnehmung mit allen Sinnen  Kreativität  Staunen und Wissbegierde  Risikobereitschaft  Humor  Kooperation  Lernziel- und Prozessorientierun g

18 Was ist neu? KEL-Gespräche  zu den 2 Elternsprechtagen 1x pro Schuljahr Rückblick auf Gelungenes/Errungenschaften/Lernförderliches aus Sicht des Kindes, Klärung von Handlungsmöglichkeiten für die, um Interessen/Potenziale ausschöpfen und Misslungenes oder Hemmendes konstruktiv angehen zu können Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 2, KEL-Gespräche, Tanja Westfall-Greiter, 2012

19 Was ist neu? Grundlegende und vertiefte Allgemeinbildung  5teilige Notenskala in der 5. und 6. Schulstufe  7teilige Notenskala in der 7. und 8. Schulstufe

20 Notenskala Schulstufe Minimalanforderung der Schulstufe Maximalanforderung der Schulstufe Fachlehrplan Bildungsstandards Leistungsbeurteilungsverordnung NMS-Lehrplan

21 Notenskala Schulstufe Minimalanforderung vertiefter Allgemeinbildung Maximalanforderung vertiefter Allgemeinbildung Minimalanforderung grundlegender Allgemeinbildung Fachlehrplan Bildungsstandards Leistungsbeurteilungsverordnung NMS-Lehrplan

22 Was ist neu? Bewussteres Hinschauen auf das „Alte“ (Noch gültige) Leistungsbeurteilungsverordnung vom 24. Juni 1974 „Manchmal erführe die Praxis eine beträchtliche Pädagogisierung, wenn zumindest das geltende Recht in seinen pädagogischen Intentionen verstanden und eingehalten würde.“ (Neuweg, 2009, S.9) (Punkte-Prozentsysteme, Mittelwertbildung, Interpretation von Mitarbeit, …..)

23 LBVO § 14 Beurteilungsstufen - Noten EigenständigkeitErfassung & Anwendung des Lehrstoffes 1Eigenständigkeit deutlich; Fähigkeit zur Anwendung des Wissens und Könnens auf neuartige Aufgaben offensichtlich weit über das Wesentliche hinausgehend 2merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit; Fähigkeit zur Anwendung des Wissens und Könnens auf neuartige Aufgaben bei entsprechender Anleitung über das Wesentliche hinausgehend 3merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit; Fähigkeit zur Anwendung des Wissens und Könnens auf neuartige Aufgaben bei entsprechender Anleitung mit Mängel in der Durchführung zur Gänze 4keine Angaben zur Eigenständigkeitin den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt 5keine Angaben zur Eigenständigkeitnicht erfüllt

24 Was sagen Noten? „Was sagt mir die Note 3 in Mathematik? Kommt sie von einem Lehrer, der selbst ein begeisterter Mathematiker ist und daher die Schüler für dieses Fach begeistern kann; der das ‚ Wie sag‘ ich‘s meinem Kinde?‘ beherrscht und die Schüler im Schnitt auf ein hoher Niveau bringt. Schließlich ist er doch streng, weil er es sich leisten kann, und gibt dem Vertreter des Durchschnitts in seiner Klasse ein Befriedigend. – Die Note 3 kann aber auch von einem ‚Schwerenöter‘ kommen, die es wie in jedem Berufsstand auch unter den Lehrern gibt. Er langweilt sich und die Schüler; sie kommen nur schleppend voran und das Niveau der Klasse des anderen Lehrers ist für sie unerreichbar. Dann ist er auch noch mild, dabei er bei den Eltern keine Schwierigkeiten hat. Diese sagen sich etwa: ‚Schön wär‘s, wenn unser Kind viel gelernt hätte, aber Hauptsache, die Noten stimmen!‘ – Was also sagt mir die Note 3? (ein Firmenchef, zit. n. Vierlinger 1999, S. 18 in Neuweg, 2009, S. 87).

25 Noten als Leistungsgutachten Die Definition der Notenstufen stellt hohe Ansprüche an Schüler/innen und somit auch Unterricht – Erfassung und Anwendung des Lehrstoffes ist laut Gesetzgeber maßgebliches Kriterium für „Genügend. Frage: Ermöglichen wir in unserem Unterricht Lern- und Leistungsaufgaben, die einer Benotung durch die Beurteilungsstufen der LBVO gerecht werden?

26 Beurteilungsgerechtigkeit „Was Schüler letztlich wissen und können, ist mitbedingt durch die Qualität des Unterrichts, ohne dass sich Schüler mit rechtlicher Relevanz auf qualitativ unzulänglichen Unterricht berufen können. Das Bemühen um eine durchgängig hohe Unterrichts- qualität ist daher zugleich eine wichtige Maßnahme zur Erhöhung der Beurteilungsgerechtigkeit.“ (Neuweg, 2009, S. 119)

27 Beispiel aus der Praxis: Vorbereitungsfragen auf einen Biologietest, 8. Schulstufe  Wie wird der menschliche Körper gegliedert?  Welche Aufgaben hat das Skelett zu erfüllen?  Wie ist ein Röhrenknochen aufgebaut?  Nenne Knochenverbindungen!  Wie ist ein Gelenk aufgebaut?  Nenne Gelenksarten?  Wie kann man das Schädelskelett gliedern?  Nenne Knochen des Schädelskeletts?  Wie ist die Wirbelsäule geformt?  Wie ist ein Wirbel gebaut?  Nenne Abschnitte der Wirbelsäule!  Woraus wird der Brustkorb gebildet?  Nenne die Knochen des Schultergürtels!  Nenne die Knochen des Armskeletts!  Nenne die Knochen des Beinskeletts!  Welche Aufgaben hat die Muskulatur zu erfüllen?  Nenne Muskelarten und beschreibe sie!  Wie ist ein Muskel aufgebaut?  Wie arbeitet ein Muskel?  Nenne Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates.

28 Beispiel aus der Praxis: Wiederholung (Skelett, Muskulatur, 8. Schulstufe)  Nenne Gelenksarten! Kugelgelenk, Scharniergelenk, Zapfengelenk, Drehgelenk 2  Wie können Knochen miteinander verbunden sein? Feste Verbindungen, halbfeste Verbindungen, Verwachsungen, gelenkige Verbindungen 1  Was fällt dir zum Begriff „glatter Muskel“ ein? Das Herz ist ein glatter Muskel. 0  Wie arbeitet ein Muskel? Hebelgesetz; willkürlich – Nervensystem, unwillkürlich – Reflexe 0  Nenne die Knochen des Beinskeletts. Oberschenkelknochen, Unterschenkelknochen,( Wadenbein, Schienbein), Fußknochen (Fußwurzelknochen, Mittelfußknochen, Knochen der Zehen) 2  Erkläre des Aufbau eines Röhrenknochens. Markhöhle, Knochenbälkchen, Knochenrinde, Beinhaut, Gelenksknorpel 2  Wie ist ein Muskel aufgebaut? Ursprungsehne, Muskelfasern, Muskelbauch, Ansatzsehne, Muskelhaut 1 Punkte: 8 Note: 3  Nenne Gelenksarten! Kugelgelenk, Scharniergelenk, Zapfengelenk, Drehgelenk 2  Wie können Knochen miteinander verbunden sein? Feste Verbindungen, halbfeste Verbindungen, Verwachsungen, gelenkige Verbindungen 1  Was fällt dir zum Begriff „glatter Muskel“ ein? Das Herz ist ein glatter Muskel. 0  Wie arbeitet ein Muskel? Hebelgesetz; willkürlich – Nervensystem, unwillkürlich – Reflexe 0  Nenne die Knochen des Beinskeletts. Oberschenkelknochen, Unterschenkelknochen,( Wadenbein, Schienbein), Fußknochen (Fußwurzelknochen, Mittelfußknochen, Knochen der Zehen) 2  Erkläre des Aufbau eines Röhrenknochens. Markhöhle, Knochenbälkchen, Knochenrinde, Beinhaut, Gelenksknorpel 2  Wie ist ein Muskel aufgebaut? Ursprungsehne, Muskelfasern, Muskelbauch, Ansatzsehne, Muskelhaut 1 Punkte: 8 Note: 3

29 Beispiel aus der Praxis: Wiederholung (Nervensystem, Hormone)  Nenne die zwei verschiedenen Arten von Reflexen! Angeborene Reflexe, erlernte Reflexe 2  Welche Aufgaben erfüllt das Kleinhirn? Gleichgewicht, koordiniertes Bewegen 2  Nenne die Teile einer Nervenzelle! Dendriten, Zellkörper, Zellkern, Neurit, Scheide, Schnürring, Synapse 2  Nenne drei Erkrankungen des Rückenmarks! Querschnittlähmung, Kinderlähmung, Multiple Sklerose 2  Welche Aufgaben erfüllt das verlängerte Rückenmark? Atmung, Niesen, Herzschlag 2  Nenne 5 Hormondrüsen!  Hirnanhangdrüse, Thymusdrüse, Keimdrüse, Zirbeldrüse, Schilddrüse 2  Welche Hormondrüse steuert die anderen Drüsen? Hirnanhangdrüse 2  Welche Aufgaben erfüllt die Nebenniere? Adrenalin: Beschleunigt die Zuckerbildung 2 Punkte: 16 Note:1  Nenne die zwei verschiedenen Arten von Reflexen! Angeborene Reflexe, erlernte Reflexe 2  Welche Aufgaben erfüllt das Kleinhirn? Gleichgewicht, koordiniertes Bewegen 2  Nenne die Teile einer Nervenzelle! Dendriten, Zellkörper, Zellkern, Neurit, Scheide, Schnürring, Synapse 2  Nenne drei Erkrankungen des Rückenmarks! Querschnittlähmung, Kinderlähmung, Multiple Sklerose 2  Welche Aufgaben erfüllt das verlängerte Rückenmark? Atmung, Niesen, Herzschlag 2  Nenne 5 Hormondrüsen!  Hirnanhangdrüse, Thymusdrüse, Keimdrüse, Zirbeldrüse, Schilddrüse 2  Welche Hormondrüse steuert die anderen Drüsen? Hirnanhangdrüse 2  Welche Aufgaben erfüllt die Nebenniere? Adrenalin: Beschleunigt die Zuckerbildung 2 Punkte: 16 Note:1

30 Denkpause  Was fällt im Hinblick auf die Aufgabenstellung auf?  Was fällt im Hinblick auf die Benotung auf?  Welche Rückschlüsse könnten aus der Art und Weise der Leistungsaufgaben auf den Unterricht gezogen werden?  Welche Leistungsaufgaben könnten zum Themenbereich Skelett und Muskulatur noch gestellt werden? Leistungsaufgaben und Noten

31 Qualitätsansprüche der NMS- Beurteilungspraxis „Die Entwicklungsarbeit der Neuen Mittelschulen zielt auf die Sicherung einer fairen und ehrlichen Beurteilungspraxis, die im Einklang mit der Rechtslage ist. Dazu gehören die Bestimmung von sinnvollen, wesentlichen Lernzielen und die Entwicklung von Aufgaben und Kriterien, die Prüfenswertes tatsächlich überprüfen.“ Tanja Westfall-Greiter, 2012, Orientierungshilfe Leistungsbeurteilung, Teil 1, Grundlagen und Begriffe, S. 2

32 NMS-Lehrplanverordnung Am 30. Mai 2012 wurde der Lehrplan der Neuen Mittelschule als Artikel 1 des „NMS-Umsetzungspaketes“ im Bundesgesetzblatt (BGBl. II Nr. 185/2012) kundgemacht. „Die Konkretisierung und Realisierung der Vorgaben des Lehrplans hat gemäß § 17 des Schulunterrichtsgesetzes nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen standortbezogen zu erfolgen. Dabei sind im Sinne des Lerndesigns ausgehend von den Lernzielen deduktiv Inhalte, Aufgaben und Prozesse zur Erreichung der Lernziele im Rahmen der Unterrichtsgestaltung sowie Kriterien für die Leistungsfeststellung vorzubereiten.“ (S. 12., 3. Teil, Schul- und Unterrichtsplanung)

33 Hohe Unterrichtsqualität durch Rückwärtiges Lerndesign Das Ziel ist das Ziel. Viele Wege führen nach Rom. Lern- & Lehr- prozesse vom Ende her planen ZIEL START PRÜFSTAND Aufgaben & Kriterien

34 Was sagt Georg Hans Neuweg? „Der Lehrer sollte sich bereits bei der Unterrichtsplanung Gedanken darüber machen, welche beobachtbaren Leistungen des Schülers den Rückschluss erlauben, der Schüler habe etwas „wirklich“ verstanden.“ (Neuweg, 2009, S. 121)

35 Um Kompetenzen beurteilen zu können… …braucht es  Aufgaben, die das volle Spektrum an Transfer (Eigenständigkeit, Anwendung von Wissen & Können auf neuartige Aufgaben) sichtbar machen,  Kriterien, die für die Beurteilung der Qualität des Ergebnisses der Handlung herangezogen werden,  Beschreibungen der Leistungen auf unterschiedlichen Qualitätsniveaus in einem Beurteilungsraster, der an den Kriterien und am Zielbild für die jeweilige Schulstufe orientiert ist.

36 Webbs Modell „Depths of Knowledge“ Info bzw. Schlüsselkonzepte anwenden zwei oder mehrere Schritte durchführen Lösungswege überlegen Logisch denken Plan entwickeln, Abstrahieren Belege/Daten, begründen mehrere Lösungswege denken Fakten, Informationen, Begriffe, einfache Verfahren wiedergeben vertraute Prozesse oder Formeln verwenden Untersuchen, erkunden mehrere Faktoren berücksichtigen Vernetzen, in Beziehung setzen eine Lösungsstrategie aus vielen entwickeln und anwenden Erweitertes Denken Erinnern Fertigkeit/ Konzept Strategisches Denken

37 Authentische Leistungsaufgaben Situation/Kontext: Ziel: Produkt/Leistung: Für wen? In welcher Rolle? Beurteilungskriterien: Aufgabenstellung:

38 Beispiel authentischer Aufgabe (Märchen, D) Du bist Märchenerzähler/Märchenerzählerin. Ein Kindergarten hat sich bei dir gemeldet und dich gebeten, einen Märchen- Nachmittag für die Kinder zu gestalten. Die Kinder kennen bereits die traditionellen Märchen und sie wünschen sich ein modernes Märchen. Dein Auftrag ist es, ein modernes Märchen zu erfinden und es den Kindern zu erzählen.

39 Denkpause  formuliert anhand der angegebenen Kriterien eine „Märchenerzählleistung“, die ihr von allen Schüler/innen erwartet  eine außergewöhnliche Leistung  die minimale Leistung, die ihr erwartet Qualitätsstufen einer Leistung

40 https://www.bifie.at/node/51

41 https://www.bifie.at/ikm

42 3-K Orientierung für die Beurteilungspraxis der NMS Leistungs- beurteilung Kompetenzen Komplexitäts- grad Kriterien 11 Kernideen

43 Denkpause und Austausch  Was ist an diesen 11 Kernideen inhaltlich neu? Was sollte „neue“ Beurteilungspraxis sein?  Was ist eigentlich nicht neu?  In welchen Bereichen fühle ich mich sicher? Was ist bereits Komfortzone?  Welche Aspekte sind mir noch gar nicht vertraut? Wo ist persönliche Vertiefung erforderlich?  Welche Fragen habe ich? 3-K-Orientierung

44 Beispiel: Ausstiegskärtchen 3Sachen, die ich heute gelernt habe … Dinge, die für mich heute wichtig waren… Dinge, die mich nachdenklich gestimmt haben… 2Sachen, die für mich neu waren… Sachen, die für mich interessant waren… Sachen, die ich mir unbedingt merken will… Themen, mit denen ich mich weiter auseinander setzen will… 1Frage, die ich habe… Sache, die mir unklar ist… Sache, mit der ich mich noch intensiver beschäftigen will…

45 Deutsch/Englisch Kriterienorientierte Leistungsbeurteilung mit analytischen und/oder holistischen Beurteilungsrastern

46 Bildungsstandards sind Kompetenzbeschreibungen Bista 8 – Deutsch: Schüler/innen können in standardisierten Kommunikationssituationen (Bitte, Beschwerde, Entschuldigung, Vorstellungsgespräch, Diskussion) zielorientiert sprechen.  Rückmeldung im Punkte-Prozentsystem: Du kannst zu 60% zielorientiert sprechen.  Rückmeldung auf Basis der 4.0 Skala: Deine sprachliche Leistung entspricht dem Zielbild für diese Schulstufe.

47 Bildungsstandards sind Kompetenzbeschreibungen Englisch, Kompetenzbereich Zusammenhängend sprechen 1. Kann über eigene Erfahrungen detailliert berichten und dabei die eigenen Gefühle und Reaktionen beschreiben.  Rückmeldung im Punkte-Prozentsystem: Du kannst zu 80% über deine Erfahrungen berichten.  Rückmeldung auf Basis eines Beurteilungsrasters: Deine sprachliche Leistung übertrifft das Zielbild für diese Schulstufe.

48 Was ist ein Beurteilungsraster (assessment rubrics?) Werkzeug(Instrument, Tool) für Leistungsfeststellung bzw. Leistungsbewertung.  analytische Raster: Kriterien, die für die Qualität einer Leistung ausschlaggebend sind, werden einzeln für unterschiedliche Qualitätsniveaus beschrieben  holistische Raster: Beschreibung der Kriterien wird zu in einem ganzheitlichen „Leistungsbild“ zusammengefasst

49 Analytische Kriterienkataloge Bista/IKM- Deutsch Kriterien für die Schreibhaltungen Erzählen, Argumentieren, Informieren, Berichten:  Inhalt  Gliederung  Ausdruck  Syntax  Sprachrichtigkeit  Rechtschreibung Kriterien werden für Stufen 0 – 3 beschrieben (0=Anforderungen nicht erfüllt, 1=teilweise erfüllt, 2=erfüllt, 3= übertroffen)

50 Basiskriterienkatalog zur Schreibhaltung „Informieren“

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52 Analytische Beurteilungsraster Bista/IKM-Englisch E6/E7  Assessment Scale Writing Kriterien: Task Achievement, Coherence and Cohesion, Grammar, Vocabulary  Assessment Scale Speaking Kriterien: Task Achievement & Communication Skills, Pronunciation & Fluency, Grammar, Vocabulary Jedes einzelne Kriterium wird für 5 Qualitätsstufen beschrieben, wobei Stufe 0 bedeutet, dass so wenig Leistung vorhanden ist, dass nichts bewertet werden kann, und Stufe 4 die höchste Qualitätsstufe beschreibt.

53 Assessment Scale Speaking E6/E7

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55 Assessment Scale Writing E8

56 Beispiel eines analytischen Rasters zur Bewertung eines Plakats

57 Beispiel eines holistischen Rasters zur Bewertung eines Plakats 20 Punkte 15 Punkte 10 Punkte 5 Punkte

58 Grundsätzliche Überlegung bei der Unterrichtsplanung zu 3 Qualitätsstufen einer (kompetenzorientierten) Leistung

59 4.0 Skala Einfache Skala 4.0Zielbild übertroffen 3.0Zielbild getroffen 2.0Zielbild teils getroffen 1.0Mit Hilfe Teile von 2.0 und 3.0 Komplexe Skala 4.0 Wunschbild 3.5 Teils Leistung, zu der alle Schüler/innen laut LP und Bista befähigt werden soll 2.5 Teils Minimalanforderung an eine selbständige Leistung 1.5 Teils Mit Hilfe Teile von 2.0 und Teile von Mit Hilfe teils 2.0

60 Was ist und was tut eine 4.0 Skala?  keine Erfindung der NMS  entwickelte sich aus der Schulwirksamkeitsforschung von Marzano  Maßstab für die Qualität fachlicher Leistungen  Gradmesser der Komplexität fachlicher Leistungen  Produkte, die bei der Lösung einer Aufgabe entstehen, werden auf einem Kontinuum dargestellt, das von Minimalanforderungen bis hin zu Leistungen reicht, die über das für eine Schulstufe definierte Zielbild hinausgehen

61 Was ist und was tut eine 4.0 Skala?  beschreibt Leistungen anhand von sachbezogenen Kriterien auf den Qualitätsniveaus (Komplexitätsniveaus) 1.0, und 4.0  mit Hilfe der 4.0 Skala werden Leistungen festgestellt und die Leistungsergebnisse (scores von 0.0 bis 4.0) aufgezeichnet  halbe Punktewerte – Leistung im Zwischenbereich von zwei Qualitätsstufen

62 Beispiel: 3. Klasse, Körper (M) 4.0 SuS analysieren Oberfläche und Volumen zusammengesetzter Prismen und Pyramiden und stellen Formeln zu deren Berechnung auf. 3.0 SuS berechnen Oberfläche und Volumen und leiten Formeln zur Berechnung von Oberfläche und Volumen ab. 2.0 SuS erkennen gerade Prismen und Pyramiden und benennen sie anhand ihrer Grundflächenund. Sie berechnen Oberfläche und Volumen mit Hilfe vorgegebener Formeln. 1.0 Hifsmittel: Körpermodelle, Formel-Karten, Schritt-für-Schrittt- Anleitungen, … (Art & Menge der Hilfsmittel definiert Note: 4V, 3G, 4G)

63 Grundlage und Zielorientierung für Englisch

64 Lerndesign: My life/changes/goals Kernideen:  Sprache schafft Orientierung.  Sprache schafft Klarheit, aber auch Missverständnisse.  Sprache ist ein Kommunikationsmittel.  Zielverwirklichungen sind mit Anstrengung verbunden.  Veränderungen bringen Chancen, Probleme und emotionale Belastungen mit sich.  Veränderungen stellen Wertmaßstäbe in Frage.  Wertmaßstäbe können unbewusst und bewusst übernommen werden.  Persönliche Veränderungen rufen unterschiedliche Reaktionen hervor.

65 Authentische Leistungsaufgabe - definiert den Lebensbezug ThemenbereichMy life Situation/Kontext:Erstkontaktaufnahme über ein Internetforum mit einem möglichen Partner/einer möglichen E- Mail Partnerin mit einer Partnerschule in Wales. Ziel:Verfassen eines kurzen, biografischen Textes Produkt/Leistung:Biografischer Text Für wen?Mögliche(n) Partner (in) In welcher Rolle?Blogger/in

66 Authentische Leistungsaufgabe – stellt einen Anspruch an die Schüler/innen ThemenbereichMy life AufgabenstellungYour school plans an exchange (Austausch) with students from your partner school in Wales. Use the internet forum to find an partner. Present yourself in a short text. Try to attract a pen friend with your text! Your text should include information about you: name/age/nationality/…. hometown/home village family problems with parents/siblings school goals for the school year hobbies daily routines You should also invite your reader to write back.

67 Authentische Leistungsaufgabe - Beurteilungskriterien ThemenbereichMy life Beurteilungskriterien (in Anlehnung an die Beurteilungskriterien des GERS für Schreiben) Task achievement (S&S gehen auf Aufzählungspunkte in Aufgabenstellung ein und erkennen die Textform) Wortschatzspektrum Textflüssigkeit & Verständlichkeit grammatische Korrektheit Rechtschreibung Wirksamkeit

68 GERS-adaptierte Raster für Schreiben, BIFIE-Praxishandbuch, 2011, Seite 92 NiveauWortschatz, Flexibilität B1 Wortschatz: ausreichend groß für die meisten Situationen und Themen des eigenen Alltagslebens gute Beherrschung des Grundwortschatzes, aber Fehler beim Ausdrücken schwieriger Sachverhalte und bei wenig vertrauten Themen Flexibilität (zählt im GERS zu Pragmatischen Kompetenzen) kann ein breites Spektrum einfacher Sprachmittel bei alltäglichen Sachverhalten flexibel einsetzen A2+ Wortschatz: begrenzt, aber ausreichend groß für die Erledigung alltäglicher Routinen Flexibilität: fehlender Wortschatz wird zum Teil umschrieben kann durch die Kombination von einfachen Wendungen und den Austausch einzelner Wörter die Aufgabe erfüllen A2 Wortschatz: begrenzt, aber ausreichend groß für die Bewältigung einfacher Situationen und Themen (kennzeichnend dafür können die Verwendung kurzer Wortgruppen und gelernter Satzmuster und Wendungen sowie häufige Wortwiederholungen sein) Flexibilität: kann einzelne Elemente von gelernten Wendungen neu kombinieren A1 Wortschatz elementares Repertoire einzelner gelernter Wörter und Wendungen zu konkreten Situationen Flexibilität: kann fallweise einzelne Elemente von gelernten Wendungen neu kombinieren (im GERS A1 kein Deskriptor verfügbar)

69 GERS-adaptierte Raster für Schreiben, BIFIE-Praxishandbuch, 2011, Seite 93 NiveauGrammatische KorrektheitGrammatik (exemplarische Auflistung von Strukturen) B1 verwendet häufig gebrauchte Muster und Wendungen in vorhersehbaren Situationen ausreichend korrekt Fehler können vorkommen, aber es ist klar, was sie/er ausdrücken möchte größtenteils korrekte Anwendung von grammatischen Regeln, die für die Aufgabenstellung notwen­dig sind A2+ verwendet einfache Strukturen meistens korrekt; einige systema­tische elementare Fehler sind noch vorhanden es wird in der Regel klar, was sie/er ausdrücken möchte zum Teil korrekte Anwendung von grammatischen Regeln, die für die Aufgabenlösung notwendig sind (z. B. present simple, past simple, present continuous, Zukunftsformen mit will/going to, Fragen mit Fragewörtern und Hilfsverb do, Modalverben, Pronomen; Satz-stellung, vollständige Sätze); einfache Satzstrukturen und Satzmuster A2 verwendet einige einfache Strukturen zum Teil korrekt; elementare Fehler wie das Vermischen von Zeitformen oder die Missachtung der Subjekt- Verb-Kongruenz sind vorhanden es wird in der Regel klar, was sie/er ausdrücken möchte A1 zeigt eine begrenzte Beherrschung (GERS: einiger weniger einfacher) auswendig gelernter Strukturen und Satzmuster zum Teil korrekte Anwendung von elementaren grammatischen Regeln in Form von sehr einfachen Satzstrukturen und Satzmustern (z. B. Wortstellung) im Aussagesatz, present simple, Unterscheidung singular/plural, Verwendung von personal pronouns und possessive pronouns; einfache Frageformen, die für die Aufgabenlösung notwendig sind)

70 GERS-adaptierte Raster für Schreiben, BIFIE-Praxishandbuch, 2011, Seite 94 NiveauOrthografie B1 Rechtschreibung, Zeichensetzung und Gestaltung sind exakt genug, so dass sie meistens verständlich sind GERS: Kann zusammenhängend schreiben; die Texte sind durchgängig verständlich. Rechtschreibung, Zeichensetzung und Gestaltung sind exakt genug, so dass man sie meistens verstehen kann A2+ Rechtschreibfehler sind noch vorhanden, behindern aber nur selten die Kommunikation A2 kann Sätze (ab)schreiben phonetische Schreibweise und Einflüsse der Muttersprache kommen zum Teil vor GERS: Kann kurze Sätze über alltägliche Themen abschreiben – z.B. Wegbeschreibungen. Kann kurze Wörter aus seinem mündlichen Wortschatz „phonetisch“ einigermaßen akkurat schriftlich wiedergeben (benutzt dabei aber nicht notwendigerweise die übliche Rechtschreibung). A1 kann vertraute Wörter und häufig benutzte Wendungen (ab)schreiben phonetische Schreibweise und Einflüsse der Muttersprache kommen sehr häufig vor GERS: kann vertraute Wörter und kurze Redewendungen, z.B. einfache Schilder oder Anweisungen, Namen alltäglicher Gegenstände, Namen von Geschäften oder regelmäßig benutzten Wendungen abschreiben. Kann seine Adresse, seine Nationalität und andere Angaben zur Person buchstabieren.

71 GERS-adaptierte Raster für Schreiben, BIFIE-Praxishandbuch, 2011, Seite 95 NiveauThemenentwicklung, Kohärenz und Kohäsion B1 Text entspricht inhaltlich und sachlich meist dem Thema Text verwendet gängige Verknüpfungsmittel und enthält einige Details (kommen im GERS bei B2 vor) präsentiert Ideen bzw. Informationen in einfacher, aber durchgehend linear zusammenhängender Form GERS: Kann recht flüssig unkomplizierte Geschichten oder Beschreibungen wiedergeben, indem er/sie die einzelnen Punkte linear aneinander reiht. A2+ Text entspricht inhaltlich und sachlich zum Teil dem Thema kann Sätze durch einfache Konnektoren wie and, but, because, then, first oder next verbinden präsentiert Ideen bzw. Informationen in Form einer einfachen Aufzählung A2 Text entspricht inhaltlich und sachlich zum Teil dem Thema Text kann zum Teil monoton und/oder ungeordnet wirken kann Wortgruppen durch einfache Konnektoren wie and, but und because verbinden präsentiert Ideen bzw. Informationen in eher bruchstückhaften und wenig zusammenhängenden Sätzen verbindet Sätze teilweise durch einfache Konnektoren wie and, but und because A1 Text kann zum Teil ungeordnet und/oder verwirrend wirken präsentiert Wortgruppen und gelernte Wendungen in einfachen Aufzählungen kann Wörter oder Wortgruppen durch einfachste Konnektoren wie and oder then verknüpfen

72 4.0 Skala zur Bewertung authentischer Schreibaufgaben für die 7. Schulstufe Qualitätsstufen der 4.0 SkalaAnforderungen 7. Schulstufe 4.0 = über das Zielbild hinausgehend A2 und aus B1 „Die Schülerinnen und Schüler können über Themen, die ihnen vertraut sind oder sie persönlich interessieren, einfache zusammenhängende Texte schreiben. nach dem 3. und 4. Lernjahr 3.0 = Zielbild erfülltA2 nach dem 2. Lernjahr 2.0 = Zielbild zum Teil erreicht - Basisanforderung 1.0 = mit Hilfestellung teils 2.0 und teils 3.0 Hilfe in Form von words & phrases, pictures, zusätzlichen prompts, Übersetzungen

73 4.0 Skala zur Bewertung der authentischen Schreibaufgabe – 4.0 Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform (z.B. Anrede und Schluss in einer ), nimmt Bezug auf alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte, nennt mehrere Beispiele dafür und begründet diese detaillierter. Die Textlänge wurde eingehalten. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Der Text liest sich durchgehend flüssig. Konnektoren wie: first, then, next, after that etc. werden verwendet Wirksamkeit: Der Text wirkt teilweise ansprechend und macht neugierig. Wortschatzspektrum: Gelernte Wörter und Wendungen werden durchgehend treffend verwendet. Der Schüler/die Schülerin verwendet mitunter unerwartete Wendungen teilweise passend. Fehlender Wortschatz wird zum Teil umschrieben. Rechtschreibung: Vertraute und geübte Wörter werden korrekt geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen werden durchgehend korrekt verwendet. Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform (z.B. Anrede und Schluss in einer ), nimmt Bezug auf alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte, nennt mehrere Beispiele dafür und begründet diese detaillierter. Die Textlänge wurde eingehalten. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Der Text liest sich durchgehend flüssig. Konnektoren wie: first, then, next, after that etc. werden verwendet Wirksamkeit: Der Text wirkt teilweise ansprechend und macht neugierig. Wortschatzspektrum: Gelernte Wörter und Wendungen werden durchgehend treffend verwendet. Der Schüler/die Schülerin verwendet mitunter unerwartete Wendungen teilweise passend. Fehlender Wortschatz wird zum Teil umschrieben. Rechtschreibung: Vertraute und geübte Wörter werden korrekt geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen werden durchgehend korrekt verwendet.

74 4.0 Skala zur Bewertung der authentischen Schreibaufgabe – 3.0 Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform (z.B. Anrede und Schluss in einer ), nimmt Bezug auf alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte, nennt zu jedem Punkt mindestens ein Beispiel und begründet einige Beispiele davon zum Teil* etwas detaillierter. Die Textlänge wurde eingehalten. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Es ist durchgehend klar, was er/sie ausdrücken möchte, der Text liest sich teilweise flüssig. Der Text ist übersichtlich und strukturiert (Absätze zu den einzelnen Themen). Sätze werden mit einfachen Konnektoren wie and, but, because verbunden. Wortschatzspektrum: Der verwendete Wortschatz ist einfach und zum Teil treffend. Wortwiederholungen kommen teilweise vor. Rechtschreibung: Vertraute Wörter werden zum Teil korrekt geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen sind überwiegend korrekt verwendet. *Im Team kann „zum Teil“ durchaus quantifiziert werden (z.B. mehr als die Hälfte der Aufzählungspunkte müssen detaillierter, das heißt, mit mehr als einem Satz, behandelt werden. Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform (z.B. Anrede und Schluss in einer ), nimmt Bezug auf alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte, nennt zu jedem Punkt mindestens ein Beispiel und begründet einige Beispiele davon zum Teil* etwas detaillierter. Die Textlänge wurde eingehalten. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Es ist durchgehend klar, was er/sie ausdrücken möchte, der Text liest sich teilweise flüssig. Der Text ist übersichtlich und strukturiert (Absätze zu den einzelnen Themen). Sätze werden mit einfachen Konnektoren wie and, but, because verbunden. Wortschatzspektrum: Der verwendete Wortschatz ist einfach und zum Teil treffend. Wortwiederholungen kommen teilweise vor. Rechtschreibung: Vertraute Wörter werden zum Teil korrekt geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen sind überwiegend korrekt verwendet. *Im Team kann „zum Teil“ durchaus quantifiziert werden (z.B. mehr als die Hälfte der Aufzählungspunkte müssen detaillierter, das heißt, mit mehr als einem Satz, behandelt werden.

75 4.0 Skala zur Bewertung der authentischen Schreibaufgabe – 2.0 Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform teilweise (z.B. Anrede oder Schluss einer sind vorhanden), führt alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte an und begründet einige davon sehr einfach. Die Textlänge wird erfüllt. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Der Text ist überwiegend verständlich. Absätze sind teilweise vorhanden. Konnektoren wie and, but, because werden vereinzelt verwendet. Wortschatzspektrum: Der verwendete Wortschatz ist sehr einfach. Rechtschreibung: Vertraute Wörter werden zum Teil phonetisch geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen werden zum Teil korrekt verwendet (Fehler bei Subjekt-Verb Kongruenz; Wortstellung; unvollständige Satzkonstruktionen). Task achievement: Der Schüler/die Schülerin befolgt die Merkmale der Textform teilweise (z.B. Anrede oder Schluss einer sind vorhanden), führt alle in der Aufgabenstellung angeführten Punkte an und begründet einige davon sehr einfach. Die Textlänge wird erfüllt. Textflüssigkeit & Verständlichkeit: Der Text ist überwiegend verständlich. Absätze sind teilweise vorhanden. Konnektoren wie and, but, because werden vereinzelt verwendet. Wortschatzspektrum: Der verwendete Wortschatz ist sehr einfach. Rechtschreibung: Vertraute Wörter werden zum Teil phonetisch geschrieben. Grammatik: Einfache grammatische Strukturen werden zum Teil korrekt verwendet (Fehler bei Subjekt-Verb Kongruenz; Wortstellung; unvollständige Satzkonstruktionen).

76 4.0 Skala zur Bewertung der authentischen Schreibaufgabe – 1.0 mit Hilfestellung in Form von „words & phrases“, „pictures“, zusätzlichen prompts, Übersetzungen teils 2.0 und 3.0

77 Englisch (aus Praxiseinblicke E)

78 Mögliche Entscheidungsgrundlage Schulstufe Ergebnisse:Ziffernote: Mindestens die Hälfte der Ergebnisse ist 4.0, die Restlichen sind 3.0. Sehr gut Dreiviertel der Ergebnisse sind 3.0 oder 4.0, die Restlichen sind nicht weniger als 2.0. Gut Mindestens 40% der Ergebnisse sind 3.0 oder 4.0 und die restlichen 60% sind nicht weniger als 2.0 Befriedigend Mindestens die Hälfte der Ergebnisse sind 2.0 oder höher.Genügend Mindestens ein Viertel der Ergebnisse sind 2.0 oder höher und die Restlichen sind nicht weniger als 1.0. Befriedigend in Grundlegender Allgemeinbildung Mindestens Dreiviertel der Ergebnisse sind 1.0 oder 1.5 und die Restlichen sind nicht weniger als 0,5. Genügend in Grundlegender Allgemeinbildung Zur Erprobung

79 Ermittlung einer Gesamtnote bei einer Schularbeit  Angenommen Anna hat bei der 1. Englischschularbeit in der 7. Schulstufe folgende, auf Basis einer 4.0 Skala gemessenen Leistungsergebnisse erzielt:  Listening: 2.5; Reading: 3.0; Writing: 2.0  Welche Note ergibt sich daraus für sie auf Basis der Entscheidungsgrundlage? Was sagt die Entscheidungsgrundlage zu diesen Ergebnissen?

80 „Noten-Ermittlungs-Prozess“  Mindestens die Hälfte der Ergebnisse sind 4.0, die restlichen sind 3.0 – Dies ist nicht der Fall. Anna hat keine 4.0- Leistung erbracht!  Dreiviertel der Ergebnisse sind 3.0 oder 4.0, die restlichen sind nicht weniger als 2.0- Auch das trifft nicht zu. Anna hat eine 3.0-Leistung erzielt, mehrheitlich jedoch 2.0- bzw. 2,5- Leistungen!  Mindestens 40% der Ergebnisse sind 3.0 oder 4.0, die restlichen 60% sind nicht weniger als 2.0 – Das trifft zu. Im Lesen hat Anna 3.0 erzielt. Im Hören hat Anna 2.5 erzielt und im Schreiben 2.0. Die Note ist ein „Befriedigend“. 

81 4.0 Skala zur Leistungsfeststellung bei einer Höraufgabe  4.0 Die Schülerin/ der Schüler löst zusätzlich zu Aufgabe A und zu den Aufgaben B1 und B5 zwei der drei Aufgaben (B2, B3 und B4).  vollständig, teils 4.0.  3.0 Die Schülerin /der Schüler löst Aufgabe A vollständig und eine der Auf-gaben B1 und B5, sowie eine der drei Aufgaben (B2, B3 und B4)  vollständig, teils 3.0.  2.0 Die Schülerin/ der Schüler erkennt die fünf richtigen von acht möglichen Lösungen von Aufgabe A, sowie eine der Aufgaben B1 und B5.  1.5 Die Schülerin /der Schüler erkennt mindestens vier der fünf richtigen von acht möglichen Lösungen von Aufgabe A.  1.0 Die Schülerin/ der Schüler darf sich den Hörtext nach Bedarf mehrmals anhören (Kopfhörer liegt bereit = Hilfestellung). Sie /Er erkennt mindestens drei der fünf richtigen von acht möglichen Lösungen von Aufgabe A, sowie eine der Aufgaben B1 und B5.

82 4.0 Skala zur Leistungsfeststellung bei einer Leseaufgabe  4.0 Die Schülerin /der Schüler verfügt zur Gänze über ein detailliertes Leseverständnis: Antwort B in Aufgabe A.1. ist „richtig“ angekreuzt, die „missing sentences“ im Aufgabenbereich B sind „richtig“ zugeordnet. Sie/Er hat ein globales Leseverständnis: die Lösungen A&C bei Aufgabe A.2. sind „richtig“ angekreuzt. Die Schülerin /der Schüler kann die Lesestrategie „deducing“ zur Gänze erfolgreich anwenden: Lösungen C&D bei Aufgabe A.3. sind „richtig“ angekreuzt; die Titel im Aufgabenbereich B sind den entsprechenden Texten passend zugeordnet.  3.0 Die Schülerin/der Schüler verfügt zur Gänze über ein detailliertes Lesever-ständnis: Antwort B in Aufgabe A.1. ist „richtig“ angekreuzt, die „missing sentences“ im Aufgabenbereich B sind „richtig“ zugeordnet. Sie/Er hat ein globales Leseverständnis: die Lösungen A&C bei Aufgabe A.2. sind „richtig“ angekreuzt. Die Schülern/der Schüler kann die Lesestrategie „deducing“ teilweise erfolgreich anwenden: Bei Aufgabe A.3. ist C oder D „richtig“ angekreuzt; mindestens ein Titel (z.B.: Party blues) im Aufgabenbereich B ist passend zugeordnet.  2.0 Die Schülerin/der Schüler verfügt zur Gänze über ein detailliertes Leseverständnis: Antwort B in Aufgabe A.1. ist „richtig“ angekreuzt. Sie/Er hat zum Teil ein globales Leseverständnis: Lösungen A oder C bei Aufgabe A. 2. sind „richtig“ angekreuzt.  1.0 Die Schülerin/der Schüler verfügt mit Hilfestellung (in Form von Übersetzung u.Ä). über ein detailliertes Leseverständnis: Aufgabe A.1. ist „richtig“ gelöst, mindestens zwei der „missing sentences“ sind richtig zugeordnet.

83 Muss die 4.0 Skala zur Leistungsfeststellung verwendet werden?  NEIN – keine konkreten Instrumente gesetzlich vorgeschrieben  ABER – verpflichtend: Beurteilung, die sich an Kriterien orientiert und auf Sachnorm (LP, Bista) basiert „Es obliegt der einzelnen Lehrperson im Rahmen ihrer Lehrfreiheit, ihre genaue Beurteilungspraxis zu bestimmen.“ (Handreichung ZLS, Seite 12)

84 Kernidee Englisch – Wozu Englisch? English brings friends together and with English we can take part in more of the world.

85 Entscheidungen treffen.

86 Beispiel: Ausstiegskärtchen 3Sachen, die ich heute gelernt habe … Dinge, die für mich heute wichtig waren… Dinge, die mich nachdenklich gestimmt haben… 2Sachen, die für mich neu waren… Sachen, die für mich interessant waren… Sachen, die ich mir unbedingt merken will… Themen, mit denen ich mich weiter auseinander setzen will… 1Frage, die ich habe… Sache, die mir unklar ist… Sache, mit der ich mich noch intensiver beschäftigen will…


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