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Modul Einfluss- und Kenngrößen

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Präsentation zum Thema: "Modul Einfluss- und Kenngrößen"—  Präsentation transkript:

1 Modul Einfluss- und Kenngrößen

2 Inhalte des Bausteins Die Schätzproblematik Anforderungen an ein Schätzverfahren Rahmenbedingungen Einflussfaktoren Produktivität Kenngrößen

3 Das Dilemma im IT-Projektmanagement

4 Eine böse Falle in vielen Unternehmen - das Projektbudget

5 Das Sieb des Eratostenes
Wenn man Primzahlen finden will, etwa alle Prim- zahlen bis n = 100, ist seit dem Altertum ein Verfah- ren bekannt, das sich „Sieb des Eratostenes“ (helle- nistischer Gelehrter, v. Chr.) nennt. Man stellt sich alle Zahlen von 2 bis n in Form einer Folge vor und streicht aus dieser Folge alle Viel- fachen von 2. In der Tabelle sind diese Zahlen ein- fach rot durchstrichen. Danach wird die nächst größere noch nicht gestri- chene Zahl ausgewählt und ihre Vielfachen gestri- chen, in diesem Falle also die 3. In der Tabelle sind die so gestrichenen Zahlen grün, doppelt durchgestrichen markiert. Im nächsten Schritt wählt man die 5 und streicht deren Vielfache usw. usw. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass man nur Zahlen auszuwählen braucht, deren Quadrat noch kleiner als n (hier also 100) ist. Im Beispiel ist das die 7. Für die nächst größere Zahl 11 und alle größeren brauchen wir die Streichrunde nicht auszuführen, denn sie kann keine Vielfachen haben, die nicht schon vorher gestrichen worden sind.

6 Schätzen Sie! Bilden Sie 2-er-Gruppen!
Übung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Schätzen Sie! Bilden Sie 2-er-Gruppen! Schreiben Sie auf einen Zettel, wie viel Zeit Sie benötigen, um das Sieb des Erathosthenes zu programmieren. Wie schätzt Sie Ihr Nachbar ein? Und bitte: keine Absprachen! Sie haben 10 min Zeit!

7 Ergebnis der Übung: Beispiel aus einem Seminar
Selbstschätzung 4 4-6 2-2,5 24 1 8 0,5-1,5 Stunden Fremdschätzung 4-6 5 4 3 6 8 Stunden Allgemein wird eher zu niedrig/zu hoch geschätzt? Allgemein wird anderen eher weniger/mehr Zeit zugestanden?

8 Erfahrungen Selbst- und Fremdschätzung liegen oft weit auseinander
Schätzen ist nicht exakt, „exaktere“ Methoden führen zur Berechnung und müssten ca. 100 Parameter berücksichtigen Schätzergebnisse sind kaum überprüfbar, das Objekt hat sich i.d.R. verändert; gutes/schlechtes Projektmanagement kann jede noch so gute Schätzung ad absurdum führen. Schätzen ist undankbar, Parkinson sagt: „Die Arbeit dehnt sich so lange aus, bis sie die zur Verfügung stehende Zeit ausfüllt!“ Schätzen ist unbekannt Es gibt sehr viele Schätzmethoden - die Praktiker kennen aber kaum welche. Projektleiter Auftraggeber

9 Studienergebnisse I Ca. 15 % aller DV-Projekte scheitern und die Produkte kommen nie auf den Markt. Budget- und Terminüberschreitungen von % gegenüber der Planung sind bei IT-Projekten durchaus üblich. Projekte, die ihre Zeit- und Kostenvorgaben um nicht mehr als 30 % überschreiten, werden oft als erfolgreich angesehen. Quelle: Hans-D Litke, Zeit und Kosten richtig schätzen

10 „Verschwendung hat einen Namen: Software-Entwicklung“
Studienergebnisse II „Verschwendung hat einen Namen: Software-Entwicklung“ 50% der Projekte überschreiten ihr Budget 70% dauern länger als geplant 88% erfordern ein wesentliches Neudesign durchschnittlich ein Fehler pro 40 Zeilen Code Quelle: IBM/Teraquest-Studie, 1995

11 Innovationen fordern ihren Tribut
Alles deutet darauf hin, dass mit neuen Technologien die Risiken steigen: Verteilte OO-Projekte haben eine um 139% größere Wahrscheinlichkeit zu scheitern und eine um 156% größere Wahrscheinlichkeit ihr Budget zu überschreiten als konventionelle Projekte. Je mehr neue Technologien eingesetzt werden, um so größer die Risiken!! Schmidt; Lyytmen; Keil; Cole: Identifying Project Risks - An International Delphi Study, Hongkong University, Working Paper, 1997

12 Genauigkeit der Schätzung
70% Quelle: B. Jenny, Projektmanagement in der Wirtschaftsinformatik, 1997 60% 50% Abweichung 40% 30% 20% 10% Vorstudie Analyse Design Realisierung Einführung Projektstart Projektende

13 Diagnosematrix Aufwandschätzung
wie gut haben wir es im Griff niedrig mittel hoch niedrig mittel hoch Bedeutung für unser Projekt Ergebnis neutral Ergebnis optimierend Ergebnis gefährdend Ergebnis gefährdend

14 Übung: Anforderungen an ein Schätzverfahren
Was sind Ihre Anforderungen an ein Schätzverfahren? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?

15 Musterlösung: Anforderungen
Gibt es ein allgemeingültiges, universell einsetzbares und immer korrekte Ergebnisse lieferndes Schätzverfahren? Leider nein! genau Aufwand gering ? eindeutig objektiv frühzeitig anwendbar stabil flexibel transparent benutzerfreundlich ? detaillierbar ? So könnte z. B. die Bewertung eines konkreten Schätzverfahrens visualisiert werden

16 Was wir eigentlich wissen wollen:
Nicht der Aufwand per se ist es, der uns eigentlich interessiert, sondern die Beantwortung der Fragen: Wie lange dauert das Projekt? Wie viele/welche Ressourcen muss ich einsetzen, um das Projekt erfolgreich durchzuführen? Wir müssen uns mit dem Begriff „Produktivität“ auseinandersetzen. Qualität * Ergebnisse Produktivität = Zeit * Ressourcen

17 Interdependenz der Zielgrößen
Graphische Umsetzung der Produktivitätsformel: Setzen wir die Produktivität als konstant voraus (kurz- bis mittelfristig im Team erfüllt), konkurrieren die Ziele um diese begrenzte Produktivität (bzw. Teamleistung), die durch die Fläche des inneren Vierecks symbolisiert wird. Ergebnisse Qualität + Produktivität (Teamleistung) (Funktions- + umfang) Ressourcen - - Zeit (Kosten) - + Teamleistung Qualität Zeit + (Kosten) umfang) Ressourcen (Funktions- Ergebnisse Quelle: Hans-D. Litke, Zeit und Kosten richtig schätzen - Zeit Qualität Teamleistung - + + (Kosten) Ergebnisse - Ressourcen (Funktions- umfang)

18 Einflussfaktor Quantität
Größe, Umfang und Komplexität. Maß z. B. „Anzahl Programmzeilen“ (Lines of Code, LOC) Fast alle Schätzmethoden basieren auf einer linearen oder überproportionalen Beziehung zwischen dem Umfang und dem Aufwand. Als Quantitätsmaß besser geeignet ist der Funktions- und Datenumfang eines neuen Produktes. Dieser wird oft bereits frühzeitig definiert, sodass auch eine frühzeitige Schätzung möglich ist.

19 Einflussfaktor Qualität
DIN ISO 9126, S. 3 ff. definiert folgende sechs Qualitätsmerkmale für Software- Produkte: Funktionalität Zuverlässigkeit Benutzbarkeit Effizienz Änderbarkeit Übertragbarkeit

20 Einflussfaktor Entwicklungsdauer
Die Entwicklungsdauer beeinflusst den Aufwand in folgender Form: Soll die Entwicklungszeit verkürzt werden, dann werden mehr Mitarbeiter benötigt. Mehr Mitarbeiter erhöhen den Kommunikationsaufwand innerhalb des Teams. Der höhere Kommunikationsaufwand jedes Mitarbeiters reduziert seine Produktivität. Kann dagegen die Entwicklungsdauer verlängert werden, dann werden weniger Mitarbeiter benötigt und der Kommunikationsaufwand sinkt. Die Produktivität jedes Mitarbeiters steigt. n * (n-1) Kommunikation = 2

21 Optimale Entwicklungsdauer: Beispiel
Formel zur Berechnung der optimalen Entwicklungsdauer: (Quelle: B. Boehm, Software Engineering Economics, Prentice Hall 1981) Optimale Entwicklungsdauer = 2,5 * (Aufwand in PM) S mit s = 0,38 für Batchsysteme s = 0,35 für Online-Systeme s = 0,32 für Echtzeit-Systeme Beispiel Es wird geschätzt, dass der Entwicklungsaufwand für ein neues Online-System neun PM beträgt. Als optimale Entwicklungsdauer ergibt sich: Dauer = 2,5 * 9 0,35 = 5,3 Monate. Die durchschnittliche Größe des Entwicklungsteams beträgt: Anzahl Mitarbeiter = 9 PM / 5,3 Monate = 1,7 = 2.

22 Produktivität: Einflussfaktoren

23 Hauptfaktoren: Menschen und Prozesse

24 Einflussfaktor Mensch: Einzelleistung und Teamleistung
Ein guter Entwickler ist um mehr als den Faktor 10 besser als ein schlechter Entwickler Ein gutes Team kann wesentlich mehr leisten als ein schlechtes

25 Einflussfaktor Prozesse: Das Capability Maturity Modell
“jeder ist ständig damit beschäftigt, alles zu verbessern” Produktivität Optimierend & Qualität steigen “wir legen Regeln fest aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit” Gesteuert ”wir wählen unter unseren Praktiken aus durch die Ergebnisse, die sie produzieren” Definiert “wir befolgen die Regeln, außer, wenn wir in Panik geraten” Wiederholbar Risiko nimmt ab “wir machen das, wozu wir im Augenblick Lust haben” Ad Hoc Quelle: z. B. SEI Homepage http//:www.sei.edu

26 Prozessreifegrad und Produktivität
Quelle: L. H. Putnam, The Economic Value of moving up the SEI Scale, Systems Development, July 1994

27 Entwicklungskosten und ihre Parameter

28 Reifegrad 3 im Verhältnis zu Reifegrad 1

29 Einflussfaktor: Risikoeinstellung des Schätzers
Bei einer Untersuchung mit dem Schätzverfahren COCOMO (entwickelt von B. Boehm) ergab sich eine mögliche Spanne von 800:1 bezüglich des resultierenden Schätzwerts für das selbe hypothetische Softwaresystem. Dies war auf unterschiedliche subjektive Einschätzungen der diesem Schätzverfahren zugrunde liegenden Einflussgrößen zurückzuführen. Quelle: Diplomarbeit: Entwicklung einer Projektdatenbank mit MS Access 2.0, Peter Hunkirchen, Universität Bonn 1995

30 Kenngrößen für die Aufwandschätzung
Der Versuch, Sachverhalte, die den Aufwand beeinflussen, messbar zu machen, erzeugt Kenngrößen! Kenngrößen Kennzahl (Beispiele) 0, , ,2 Neuanforderungen keine % % Ressourcen/Organisation reine Matrix Einfluss Standardsoftware keine SAP Nicht-SAP Werkzeugeinsatz voll teilweise kein Spezifikation voll teilweise vollständig Teamerfahrung hoch mittel gering etc. ..... .. .


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