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Www.richtiger.at BANKEN-KOLLEG Grundlehrgang Bankkaufmann Kreditgeschäft und Sicherheiten Johannes Frei.

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1 BANKEN-KOLLEG Grundlehrgang Bankkaufmann Kreditgeschäft und Sicherheiten Johannes Frei

2 at at - FINISHED FILES ARE THE RE- SULT OF YEARS OF SCIENTIF- IC STUDY COMBINED WITH THE EXPERIENCE OF YEARS

3 at at - Einleitung- Inhalte des Vortrages Einleitung –Begrüßung und Vorstellung –Inhalte des Vortrages –Organisationsinstrumente in der Kreditpraxis –Wichtige Rechtsquellen –Grundzusammenhänge des Kreditgeschäfts Engagementbearbeitung (Risikosteuerung) –Erstbearbeitung (Entscheidung) –Folgebearbeitung (Überwachung) –Zusatzbearbeitung (Beendigung) –Praxisbeispiel und Diskussion

4 at at - Einleitung- Inhalte des Vortrages Kreditprodukte –Einteilung –Arten –Bearbeitung Kreditsicherheiten –Systematik –Beurteilung –Gestion –Verwertung

5 at at - Aktiva Prozent 1. Barreserve (Forderungen an Nationalbank) ca Forderungen an Kreditinstituteca Forderungen an Nichtbanken ca Beteiligungen (Forderungen an Wirtschaftsunternehmen) ca Sonstige Aktiva (z.B. Ralvermögen) ca. 3 Passiva Prozent 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ca Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbankenca Inhaberschuldverschreiben im Umlauf ca Eigenkapitalca Sonstige Passivaca. 7 Einleitung- Bilanzstruktur einer Geschäftsbank

6 at at - Phasen- und Aktivitätenfolge bei einem Kreditfall 1. Beratungsphase -Ermittlung des Kapitalbedarfes (wie viel Geld wird benötigt?) -Auswahl der Finanzierungsformen (welche Finanzierungsquellen) -Entwicklung eines optimalen Finanzierungspaketes (Finanzierungs-Mix) -Beratungsgespräch (Kreditgespräch) 2. Antragsphase - Einholung der Unterlagen (Bilanzen, Kostenvoranschläge, KSV- Auskünfte, usw.) -Erstellung des Kreditantrages 3. Aufbereitungsphase -Auswertung der Bilanzen -Einholung von Bank- und Handelsauskünften -Kontenanalyse und Darstellung des Gesamtobligos

7 at at - Phasen- und Aktivitätenfolge bei einem Kreditfall 4. Beurteilungsphase -Beurteilung der persönlichen Kreditwürdigkeit -Beurteilung der wirtschaftlichen Kreditfähigkeit -Beurteilung der Sicherheiten (Wert, rechtliche Haltbarkeit) -Berechnung des Blankoanteiles -Erarbeitung der kreditwirtschaftlichen Stellungnahme 5. Entscheidungsphase -Kreditreferat -Beratung (ev. in einem Gremium) -Kreditentscheidung durch den zuständigen Pouvoirträger

8 at at - Phasen- und Aktivitätenfolge bei einem Kreditfall 6. Gestionierungsphase -Erstellung der Kreditverträge -Erstellung der Sicherheitenverträge -Formale Kontrolle der Kreditkorrespondenz Einholung der Kundenunterschriften -Hereinnahme der bedungenen Kreditsicherheiten -Aktenanlage und Kontoeröffnung 7. Kontrollphase -Formalkontrolle des Kreditaktes -Kontrolle der bedungenen Sicherheiten -Bei Mängeln – Kontaktaufnahme mit der zuständigen Stelle 8. Auszahlungsphase -Krediteröffnung in der EDV (Aktivierung) -Mitteilung an den Kunden über die Verfügungsmöglichkeiten

9 at at Abwicklungsphase -Kontoführung -Kontomäßige Durchführung der Kundendispositionen -Erstellung von Kontoabschlüssen -Sicherheitenverwaltung -Erstellung von Mahnungen 10. Überwachungsphase -Überwachung der wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse -Überwachung der Kreditbedingungen -Überwachung der Sicherheiten -Überwachung des Verwendungszweckes -Laufende Kontobeobachtung (Überziehungen, Mahnungen, usw.) Phasen- und Aktivitätenfolge bei einem Kreditfall

10 at at - Phasen- und Aktivitätenfolge bei einem Kreditfall 11. Beendigungsphase -Saldoprüfung -Berechnung der Abschlussposten -Aktenschließung (Kontolöschung) -Rückgabe der Sicherheiten -Kundenverständigung

11 at at - Einleitung- Wichtige Rechtsquellen Zivilrechtliche Quellen –kein einheitliches Kreditgeschäft –ABGB Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch § 983 Darlehen § 1063 Kauf auf Borg § 151ff, 865 f Geschäftsfähigkeit –UGB Unternehmergesetzbuch –KSchG Konsumentenschutzgesetz § 1 Verbraucher § 6 unzulässige Vertragsbestandteile § 13 Terminsverlust –AGB-Bankgeschäfte Öffentlichrechtliche Quellen –BWG Bankwesengesetz –GebG Gebührengesetz

12 at at - Wesentliche Aufgaben im Rahmen des Kreditgeschäftes Engagementbearbeitung (kundenbezogene Tätigkeiten) Engagementerstbearbeitung Kundengespräch Kreditfähigkeit Kreditwürdigkeit Kreditantrag Kreditentscheidung EDV - Eingaben Engagementfolgeberatung laufende Überwachung (Überziehungen, Bonität) Prolongation der Linien Änderung von Kunden- stammdaten Engagementzusatzbearbeitung Sondergestion Fälligstellung Klagen Betreibungen EWB Produktgestion (produktbezogene Tätigkeiten) Vertragsausfertigung EDV - Eingaben Kreditauszahlung 3 Grundformen: Kontokorrentkredit Einmalkredit Avalkredit Sicherheitengestion (sicherheitenbezogene Tätigkeiten) Sicherheitenprüfung Vertragsausfertigung Sicherheitenbestellung Sicherheitenüberwachung Sicherheitenverwertung Einteilung der Sicherheiten Personalsicherheiten: Haftungen (Bürgschaft, Garan- tie, Patronatserklärung) Sicherungszession Realsicherheiten: Pfandrecht (bewegliche und unbewegliche Sachen, Rechte) Sicherungsübereignung Einlösung des vorbehaltenen Eigentums

13 at at - Grundsätze des Kreditgeschäftes

14 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kreditgespräch –Gesprächsvorbereitung –Die 5 „W“ des Kreditgespräches Wer –Stammdaten (Name, Adresse,..... bereits Kunde?) –Informationen zur Kreditfähigkeit –Informationen zur Kreditwürdigkeit –Abhängigkeit zu anderen Kreditnehmern, Bürgen Wofür –Verwendungszweck Wie viel –Kredithöhe Wie lange –Laufzeit Wogegen –Kreditsicherheiten

15 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kreditgespräch –Nachweise verlangen amtlicher Lichtbildausweis Meldezettel Ausländer: Aufenthalterlaubnis, Arbeitsbewilligung, Staatsbürgerschaftsnachweis Firmenbuchauszug, Gesellschaftsvertrag Einkommen, Vermögen, etc. –Beratung Kundenbedürfnisse Kundennutzen Produktauswahl Konditionen Einwandbehandlung Konkurrenzangebote –Abschluss –Folgegespräche

16 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kreditfähigkeit bei natürlichen Personen –Fähigkeit, rechtswirksam Kreditverträge abschließen zu können –Rechtsfähigkeit:Träger von Rechten und Pflichten –Beginn: vollendete Geburt (bedingte R.: vorher) –Ende: Tod –Handlungsfähigkeit: Geschäftsfähigkeit: Berechtigung oder Verpflichtung durch eigenes rechtsgeschäftliches Handeln –Alter »unter 7: vollkommen geschäftunfähig »7 - 14: beschränkt (schwebend unwirksam) » : Lebensbedürfnisse nicht gefährdet » 18. Lebensjahr: voll geschäftsfähig –Geisteszutand »Geisteskrank, -schwach:bis zu wie unter 7 »auch vorübergehende Trunkenheit, Medikamente

17 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung »Sachwalter: Gerichtsbeschluss, flexibel, rechtliches Interesse wg. Auskunft –Rechtsfolgen: »im Zweifel: Teilungültigkeit »Rückabwicklung: Rückzahlung des übersteigenden Betrages »Herabsetzung der Raten (Laufzeitverlängerung) »Bank erhält für den übersteigenden Betrag keine Zinsen Deliktsfähigkeit: Schadenersatzpflicht aus eigenem rechtwidrigem Verhalten –Alter: 14. Lebensjahr –Geisteszustand: nicht für die Dauer des Zustandes (außer: eigenes Verschulden) –Hinweis: §36 BWG Geschäftsbeziehungen zu Jugendlichen Bankomat- und Scheckkartenausgabe Strafe: EUR 2000,--

18 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung –§ 36. Kreditinstitute haben in ihren Geschäftsbeziehungen zu Jugendlichen (Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht beendet haben) folgende Sorgfaltspflichten zu beachten: –Liegt bei Jugendlichen eine ausdrückliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nicht vor, ist die Ausgabe von Karten für den Bargeldbezug sowie die Ausgabe von Scheckkarten nicht vor Vollendung des 18. Lebensjahres, bei Vorliegen von regelmäßigen Einkünften nicht vor Vollendung des 17. Lebensjahres des Jugendlichen zulässig; –der Geldbezug von Jugendlichen durch Geldausgabeautomaten ist auf wöchentlich 400 Euro zu begrenzen; –Z 1 und 2 gelten nicht für Karten, die lediglich zur Abhebung beim ausgebenden Kreditinstitut dienen, sofern dieses die Möglichkeit hat, im Einzelfall über die Berechtigung zur Abhebung zu entscheiden, wenn dadurch eine Kontoüberziehung erfolgen würde; –vor der Ausgabe von Scheckformularen an Jugendliche hat das Kreditinstitut die Ordnungsgemäßheit der bisherigen Kontogestion, insbesondere den gegenwärtigen Kontostand, zu prüfen.

19 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kreditfähigkeit bei juristischen Personen –Fähigkeit, rechtswirksam Kreditverträge abschließen zu können –Geschäftsfähigkeit wird durch Organe hergestellt Beginn: Eintragung im Firmenbuch –AG: Vorstand, Prokuristen –GmbH: Geschäftsführer, Prokuristen –genaue Regelung ist dem Firmenbuch zu entnehmen Ende: häufig durch Konkurseröffnung

20 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Definition der Kreditwürdigkeit: –Wahrscheinlichkeit mit welcher der oder die –Kreditnehmer –willens und in der Lage sein wird/werden den –eingegangenen Kreditverpflichtungen –vereinbarungsgemäß nachzukommen –persönliche Kreditwürdigkeit (qualitativ) subjektive Einschätzung durch den Betreuer Charakter, Fähigkeiten, Verhalten, Arbeitsbereitschaft, Familienverhältnisse Unternehmenssituation: kaufmännische, fachliche Qualifikation, Offenheit, Privatentnahmen vs. Gewinn, Einschätzung der Unternehmens-bereiche und der Branchenentwicklung Quellen: persönlicher Eindruck, Auskünfte

21 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung –wirtschaftliche Kreditwürdigkeit (Bonität, quantitativ) Einnahmen (Ertrag) Ausgaben (Aufwand) Vermögen (Aktiva) Verbindlichkeiten (Passiva) Quellen: –mehrere Gehaltsabrechnungen -/bestätigung –Einnahmen-Ausgaben-Rechnung –Miet- /Pachtverträge –Steuererklärungen- /bescheide –mehrere Bilanzen –Selbstauskunft –Grundbuchs- /Depot- /Kontoauszüge –Bankauskunft –Handelsauskunft (KSV, Kreditreform, D&B) –KSV(KKK), UKV (Warnliste) –Exekutionsdatei

22 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kreditantrag –Definition: schriftliche Zusammenfassung des Kreditwunsches und aller entscheidungsrelevanten Faktoren –Inhalte: persönliche Verhältnisse wirtschaftliche Verhältnisse –Einkommens- und Vermögensverhältnisse –Konzern –Branche –Konjunktur Kreditwunsch –Kreditart, Kredithöhe, Laufzeit, Konditionen, Rückführung, Verwendungszweck Sicherheiten –Art –Bewertung Stellungnahme und Votum

23 at at - Verlust (real) Der Ausfall der offenen Kreditpo- sition sowie alle weiteren für die- ses Engagement aufgewendeten Kosten sind reale Verluste. Gewinn (real) Die Zinserträge aus diesen Ge- schäften überwiegen alle dafür aufgewendeten Beträge und pro- duzieren einen realen Gewinn. Verlust (real und rechnerisch) Die für die Bonitätsprüfung aufge- wendeten Kosten sind reale, die entgangenen Zinserträge rechne- rische Verluste für die Bank. Gewinn (rechnerisch) Die realen Kosten der Bonitäts- prüfung sind zwar verloren, die rechnerischen Opportunitätsge- winne überwiegen jedoch. NEINJA JA NEIN RÜCKZAHLUNG KREDITVERGABEKREDITVERGABE Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Folgen der Kreditentscheidung

24 at at - Engagementbearbeitung- Folgebearbeitung Kreditüberwachung –laufend (EDV- Frühwarnsystem, Kontogestion) –anlassbezogen (Prolongation, Rückstände, Überziehungen, Zinsenzahlungen, Mahnungen, Wertveränderungen von Sicherheiten) Änderungen während der Laufzeit –Kreditnehmer (Kundenstammdaten, Schuldnerwechsel, Schuldbeitritt, Entlassung eines Mitkreditnehmers, Rechtsformwechsel, Tod eines Kreditnehmers oder Bürgen) –Kredit (Aufstockung, Stundung, vorzeitige Rückführung) –Sicherheiten (Sicherheitenfreigabe, Sicherheitentausch, Nachbesicherung)

25 at at - Engagementbearbeitung- Zusatzbearbeitung ordnungsgemäße Beendigung –Abrechnung des Kreditkontos –Schlusszahlung des Kreditnehmers –Herausgabe der Sicherheiten ev. Verständigung des Bürgen Rückgabe der Originalgarantie oder Haftungsentlassungsschreiben einverleibungsfähige Löschungsquittung Rückgabe von Faustpfändern; Freigabe von Guthaben, Wertpapieren und Versicherungen Rückübereignung (bei Sicherungsübereignung) Rückzession und Drittschuldnerbenachrichtigung (bei offener Zession) Rückgabe der entwerteten Blankowechsel –ev. Meldung der Rückzahlung an den KSV –Kreditkontolöschung und Aktarchivierung

26 at at - Engagementbearbeitung- Zusatzbearbeitung Bearbeitung ausfallgefährdeter Engagements –Überprüfung des Engagements (Verträge, Sicherheiten) –Einholung weiterer Informationen (intern, extern, Kundengespräch) –kurzfristige Maßnahmen (Nachbesicherung) –Übergabe an Sondergestionsabteilung ? –Ausfallsrisikokalkulation –Entscheidung sanierbar (Überwachung der Maßnahmen, Schwachstellenbeseitigung) nicht sanierbar –Kündigung des Kreditvertrages –Fälligstellung des offenen Obligos –Sicherheitenverwertung –EWB

27 at at - Engagementbearbeitung- Zusatzbearbeitung Exekution –Einzelexekution –Exekutionstitel –staatliche Zwangsgewalt –einzelne Vermögensgegenstände beschlagnahmt, versilbert und der betreibende Gläubiger befriedigt Ausgleich –Vereinbarung zwischen Schuldner und Gläubigern, die teils Schuldenerlass und teils Stundung gewährt; –Konkursgründe (kein Nachweis); Antrag des Schuldners –Mindestquote im Ausgleichsvorschlag (40 % in 2 Jahren) –ev. Anschlusskonkurs: Eröffnung von Amts wegen; nach Einstellung des Ausgleichs oder Ausgleich nicht bestätigt

28 at at - Engagementbearbeitung- Zusatzbearbeitung Zwangsausgleich –nach Konkurseröffnung –Antrag des Schuldners –Konkurs als Ausgleich zu beenden –Mindestquote: 20 % in 2 Jahren –Annahme durch die Konkursgläubiger Unternehmensreorganisation –Antrag des Unternehmers –Vermutung des Reorganisationsbedarfs (EK-Quote 15 Jahre) –Insolvenz darf nicht eingetreten sein –Vorlage eines Reorganisationsplanes Eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen –Kreditunfähigkeit zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung (Drittvergleich; Notwendigkeit der Liquidation) –wird im Konkurs wie Eigenkapital behandelt (kein Anspruch auf Rückgewähr; kein Verzinsungsanspruch)

29 at at - Engagementbearbeitung- Zusatzbearbeitung Konkurs –Verfahren, bei dem das gesamte pfändbare Vermögen auf einmal verwertet wird (Gesamtexekution); gleichmäßige Gläubigerbefriedigung (Quote) –Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (negative Fortbestehensprognose, Kapitalgesellschaften); Antrag durch Schuldner oder Gläubiger (Mehrheit); kostendeckendes Vermögen –Privatkonkurs: Zahlungsplan (Ausgleichsvorschlag ohne Mindestquote); Abschöpfungsverfahren (Ausgleichsmittel gescheitert, Gericht setzt auch ohne Zustimmung der Gläubiger auf Antrag des Schuldners fest, sieben Jahre den pfändbaren Teil der Einkünfte zur Gläubigerbefriedigung heranzuziehen, dann Schuldbefreiung) –Anfechtung: Benachteiligungsabsicht (§28 Z 1- 3 KO): 10 Jahre Vermögensverschleuderung (§ 28 Z 4 KO): 1 Jahr Begünstigung; inkongruente Deckung (§ 30 KO): 1 Jahr; Sicherstellung oder Befriedigung; nicht, nicht in der Art oder Zeit; Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit (§ 31 KO) : 6 Monate; Sicherstellung oder Befriedigung; kannte oder kennen musste

30 at at - Engagementbearbeitung- Erstbearbeitung Kunde –bekannter Rechtsanwalt, Kanzlei im ersten Bezirk –Kunde der Bank seit 1968 –Alter: 66 Jahre –sehr schwierige Kommunikationsbasis Kreditwunsch –Kontokorrentkredit über EUR ,-- wirtschaftliche Verhältnisse –Steuerbescheid (2 Jahre alt) –Einkünfte aus selbständiger Arbeit: EUR ,-- –stark schrumpfender Kundenstock Sicherheiten –Hinterlegung einer einverleibungsfähigen Pfandurkunde bei der kreditgebenden Bank über 6 unbelastete Liegenschaften Gesamtfläche: m² Preis/m²: ca. EUR 1,--

31 at at - Kreditprodukte- Einteilung Kreditnehmer Kreditgeber Verwendungszweck Besicherung Laufzeit Bereitstellung Währungen Konditionengestaltung

32 at at - Kreditprodukte- Einteilung Kreditnehmer PrivateUnternehmen Öffentliche Hand

33 at at - Kreditprodukte- Einteilung Kreditnehmer –Private Konsum- oder Immobilienfinanzierung niedrige Einzelvolumina Massengeschäft –Unternehmer erheblich höhere Summen Investitions- und Betriebsmittelfinanzierung –öffentliche Hand sehr hohe Beträge öffentliche Investitionen geringes Risiko geringere Unterlegungskosten geringere Margen

34 at at - Kreditprodukte- Einteilung Kreditgeber –Banken –Förderstellen –Lieferanten (Zahlungsziele) –Kunden (Anzahlungen) –Private (z.B.: Gesellschafterdarlehen) –mehrere Kreditgeber ( Konsortialkredit)

35 at at - Verwendungszweck - Verbraucherkredit Wohnbaukredit Einrichtungskredit Autokredit - Unternehmerkredit Betriebsmittelkredit Investitionskredit Kreditprodukte- Einteilung

36 at at - Kreditprodukte- Einteilung Sicherheiten Blankokredit Kollektiver Personalkredit Realkredit

37 at at - Kreditprodukte- Einteilung Besicherung Blankokredite Kollektive Personalkredite Realkredite

38 at at - Kreditprodukte- Einteilung Laufzeit KurzfristigMittelfristigLangfristig

39 at at - Kreditprodukte- Einteilung Laufzeit - Kurzfristig – bis zu einem Jahr - Mittelfristig – ein bis fünf Jahre - Langfristig – über 5 Jahre

40 at at - Kreditprodukte- Einteilung Bereitstellung In einer SummeIn Teilbeträgen Variable Bereit- stellung

41 at at - Kreditprodukte- Einteilung Bereitstellung - in einer Summe - Autokauf - in Teilbeträgen – Fertigteilhaus - variable Bereitstellung – „Baukonto“

42 at at - Kreditprodukte- Einteilung Währung –EUR –andere Währungen CHF JPY USD

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50 at at - Kreditprodukte- Einteilung Konditionengestaltung - fix - variabel - indikatorgebunden

51 at at - Rechtsquelle: § 33 GebG Bürgschaftserklärungen und Schuldbeitritt (TP 7) –vom Wert der vergebührten Verbindlichkeit 1 % Darlehensverträge (TP 8) –vom Wert der dargeliehenen Sache 0,8 % Hypothekarverschreibungen (TP 18) –1 % vom Wert der Verbindlichkeit Kreditverträge (TP 19) –Kredtnehmer kann über die Kreditsumme nur einmal verfügen oder innerhalb von 5 Jahren mehrmals verfügen : 0,8 % –alle anderen Kreditverträge 1,5 % gebührenfreie Sicherungsgeschäfte (§ 20/ Z. 5) Kreditprodukte- Gebührenrechtliche Bestimmungen

52 at at - Kreditprodukte- Arten Geldleihgeschäfte –Bank stellt dem Kreditnehmer einen bestimmten Geldbetrag für eine bestimmte Zeit zur Verfügung Kreditleihgeschäfte –Bank stellt dem Kreditnehmer ihre Kreditwürdigkeit zur Verfügung –Übernahme von Zahlungsverpflichtungen im Auftrag des Kunden (Kreditnehmers) gegen Provisionszahlung gegenüber Dritten; wenn der Kunde seinen Verpflichtungen diesen gegenüber nicht nachkommt –Innenverhältnis: Pflicht zum Leistungsersatz –bei Inanspruchnahme wird aus der Kreditleihe eine Geldleihe (wenn keine ausreichende Deckung)

53 at at - GELDLEIHGESCHÄFTE KONTOKORRENTKREDIT EINMALKREDIT LOMBARDKREDIT DARLEHEN WECHSELDISKONTKREDIT PAUSCHALRATE ENDFÄLLIG KAPITALRATE

54 at at - Kreditprodukte- Arten Geldleihgeschäfte –Kontokorrentkredit Definition –Varianten: »korrespondiert »nicht korrespondiert (ÜZ-Rahmen, Disporahmen) Rechtsquellen Abwicklung Kundennutzen Banknutzen (Konditionen)

55 at at - Kreditprodukte- Arten Geldleihgeschäfte –Einmalkredit Varianten: –Tilgungsformen –Zinssatzfixierung –Verbraucher - Nichtverbraucher –Ankaufsfinanzierung mit EV-Abtretung

56 at at - Kreditprodukte- Arten Geldleihgeschäfte –Darlehen –Effektenlombarddarlehen

57 at at - Kreditprodukte- Arten Darlehen. § 983 ABGB. Wenn jemanden verbrauchbare Sachen unter der Bedingung übergeben werden, dass er zwar willkürlich darüber verfügen könne, aber nach einer gewissen Zeit eben so viel von derselben Gattung und Güte zurück geben soll; so entsteht ein Darlehensvertrag. Er ist mit dem, obgleich ebenfalls verbindlichen Vertrage (§ 936), ein Darlehen künftig zu geben, nicht zu verwechseln.

58 at at - Kreditprodukte- Arten

59 at at - Kreditprodukte- Arten Bausparfinanzierung: –Kreditinstitute mit einer Konzession nach dem BWG –Entgegennahme von Einlagen –4 Bausparkassen in Österreich –Gewährung von Gelddarlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke, bzw. Aus- und Weiterbildung sowie Pflege –Belehnung bis höchstens 80 % des Verkehrswertes –Grundbücherliche Besicherung –Bestimmte Ersatzsicherheiten erlaubt –Ohne Besicherung für Darlehen bis EUR ,-- –Zuteilung = Bereitstellung der Vertragssumme (Ansparguthaben inklusive staatlicher Prämie + Bauspardarlehen)

60 at at - Zuteilung

61 at at - Zuteilung = Bereitstellung der Vertragssumme das Recht auf Behebung der Eigenmittel den prinzipiellen Anspruch auf ein Darlehen Damit erwirbt der Bausparer:

62 at at - Zuteilungskriterien Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein: Ablauf der Mindestwartezeit seit 1. Einzahlung Erreichung der Mindestansparung Erreichung der Leistungszahl unabhängig von der steuerlichen Bindungsfrist

63 at at - Zuteilung ca. 5 Wochen Zuteilungsverständigung 5 Wochen vor Zuteilungstermin 3. Antrag auf Zuteilung bis 25. des Zuteilungs- monats von Bausparer ! 3 Monate 1. Zuteilungsanwartschaft 3 Monate vor Zuteilungstermin Juni März AprilMai Juli Juni

64 at at - Darlehen

65 at at - Verwendungszwecke § 1 ABfB widmungsgemäß bauliche Maßnahmen zur Schaffung und Verbesserung von Wohnraum, Aus- bzw. Weiterbildung sowie Plege Ankauf von Wohnraum z.B. Elektrogeräte widmungswidrig Autokauf Urlaub

66 at at - Tilgungsraten monatlich sowohl Kapital- als auch Zinsentilgung Höhe abhängig von - Darlehenslaufzeit - Darlehenshöhe und - Art der Finanzierung Darlehenslaufzeit: mind. 10 Jahre – max. 30 Jahre

67 at at - Verzinsung Tilgungsrate: Ab nächstem Werktag nach Eingang des Betrages Zinsanlastung mit nächstem Quartalsende (365/360) 7.Jän., Einzahlung 8.Jän., Valutierung DezemberMärzJänner 31. März., Zinsanlastung

68 at at - Tilgungsplan beinhaltet: Effektivzinssatz Anzahl und Höhe der Tilgungsraten Darlehenslaufzeit und Gesamtrückzahlungsbetrag

69 at at - Zwischendarlehen SPAR Sparverzinsung 0 % DARLEHEN Darlehensverzinsung zwischen 3 – max. 6 % (je nach Euribor jährl. Anpassung) VERTRAGSSUMME Verzinsung 3.0 % p.a. ( % KBK/Quartal) €

70 at at - Gegenverrechnung Differenz Bauspardarlehenskonto Bauspardarlehen Zuteilung Zwischendarlehen Bausparkonto Eigenmittel Zwischendarlehenskonto Zwischendarlehen inkl. aufgelaufener Zinsen abzüglich geleisteter Zahlungen Zuzügl. Bereitstellungsgebühr €

71 at at - Bauspardarlehen ohne Grundbuch Rahmenbedingungen: bis max. EUR ,- pro Person Laufzeit max. 15 Jahre Sicherstellung: offene Bezugsverpfändung Vinkulierung Ablebensrisikoversicherung Abtretung des Miet- + Genossenschaftsanteiles nur für Kunden bester Bonität Verw.zweck: Ankauf von Miet- + Gen.wohnung

72 at at - Löschungsquittung = Urkunde für Löschung des Pfandrechtes im Grundbuch Ausstellung nach gänzlicher Rückzahlung Beglaubigungskosten sind abhängig vom Pfandrechtsbetrag

73 at at - Kreditprodukte- Arten Geldleihgeschäfte –Wechseldiskontkredit Ankauf von Wechseln vor Fälligkeit Sowohl Aussteller als auch Bezogener haften der Bank bis 1999 günstige Refinanzierungsmöglichkeit für die Bank heute daher geringere Bedeutung

74 at at - KREDITLEIHGESCHÄFTE AVALKREDITAKZEPTKREDITAKKREDITIV BÜRGSCHAFT GARANTIE Kreditprodukte- Arten

75 at at - Kreditprodukte- Arten Kreditleihgeschäfte –Avalkredit Übernahme von Haftungen (Bürgschaft, Garantie) durch die Bank (Garant) gegen Provisionszahlung (Avalprovision, Ausfertigungs-, Änderungsgebühren) im Auftrag und für Verpflichtungen des Kunden (Kreditnehmer) gegenüber Dritten (Begünstigter) im In- oder Ausland ( nur Geldleistungen) Zweck: weitreichender Sicherungsvertrag; Haftungen gelten unabhängig vom Deckungs- verhältnis zwischen Bank und Kunde Avalkreditvertrag –Einzelaval- oder Rahmenavalkreditvertrag –Vertragspartner; Kredithöhe; Laufzeit; Konditionen; Ausnützung; Sicherheiten –gebührenfrei

76 at at - Haftungen –Bürgschaften »Rechtsquelle: § ABGB »Akzessorietät (Einwendungen - Grundgeschäft) »gebührenpflichtig »Schriftform (Gläubiger muss schriftlich annehmen; außer: Vollkaufmann im Betriebe seines Handelsgewerbe; § 350 f UGB) –Garantien »Rechtsquelle: § 880 a ABGB »Abstraktheit »Präambel; Bedingungen (eher selten); Garantieleistung; Einwendungsverzicht; Dauer; Inanspruchnahme; Abtretungsverbot »direkte und indirekte (ausl. Bank übernimmt Garantie, österr. Bank übernimmt Rückgarantie) »gebührenfrei »Schriftform (wie Bürgschaft; aber: in Praxis häufig stillschweigende Annahme) Kreditprodukte- Arten

77 at at - –Inanspruchnahme von Garantien Form: meist Schriftlichkeit vereinbart; ist exakt einzuhalten (z.B.: eingeschr. Brief - kein Fax); Behauptung, daß der Garantiefall eingetreten ist Zeitpunkt: 0.00 h des Ablauftages (ggf. sind Dokumente vorzulegen) extend or pay: Verlängerung oder Zahlung Einwendungen des Garanten –grundsätzlich gilt Einredeausschluß –aus Auftragsverhältnis (Kunde - Bank): niemals –aus Grundverhältnis (Kunde - Begünstigter): offensichtlicher Rechtsmißbrauch (garantierter Sachverhalt ist nachweislich - liquide und eindeutige Beweismittel - nicht eingetreten; Beweislast beim Garanten) –aus Garantieverhältnis (Bank - Begünstigter): nicht frist- oder formgerechte Inanspruchnahme; ungültige Garantie; Fälschung; Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen; Inhalt der Garantie Kreditprodukte- Arten

78 at at - Kreditleihgeschäfte –Akzeptkredit Bank akzeptiert einen auf sie gezogenen Wechsel kurzfristig Kreditprodukte- Arten

79 at at - Kreditleihgeschäfte –Dokumentenakkreditiv vertragliche Zusicherung einer Bank –für Rechnung ihres Auftraggebers –innerhalb eines festgelegten Zeitraumes –an einen bestimmten Empfänger –unter der Voraussetzung der Einreichung vorgeschriebener Dokumente –einen bestimmten Geldbetrag zu zahlen vom zugrunde liegenden Warengeschäft vollständig losgelöst Bank muss bei Einreichung ordnungsgemäßer Dokumente zahlen, unabhängig von der Deckung durch den Auftraggeber Kreditprodukte- Arten

80 at at - Beispiel Ein Kunde erscheint in der Bank und teilt Ihnen mit, dass er den Ankauf eines Fertigteilhauses zum Preis von EUR ,-- beabsichtigt. Hiefür benötigt er zum Teil langfristige Fremdmittel. Ein Baugrund wurde vor Jahren aus Eigenmitteln angeschafft. Der Kunde bewohnt derzeit eine Eigentumswohnung, die er binnen eines Jahres nach Fertigstellung des Hauses veräußern möchte. Er erwartet einen Verkaufserlös von EUR ,--. Die Fertigteilhausfirma möchte vom Kunden zur Absicherung des Kaufpreises eine Bankgarantie haben. Der Kunde hat bereits einen örtlichen Baumeister mit der Errichtung des Kellers (Fixpreis EUR ,--) beauftragt. Der Kunde verfügt über Eigenmittel von EUR ,--.

81 at at - Aufgabe Welche Kreditprodukte bieten Sie dem Kunden an? Wie könnte der mögliche Finanzierungsmix aussehen?

82 at at - Kreditsicherheiten- Systematik Sicherungsmittel –Personalsicherheiten Definition: weitere Person haftet unmittelbar oder mittelbar für die ordnungsgemäße Rückzahlung des Kredites Arten: –Bürgschaft –Garantie –Patronatserklärung –Sicherungszession –Realsicherheiten Definition: bestimmte Sachwerte haften für die ordnungsgemäße Rückführung des Kredites Arten: –Pfandrecht (beweglich, unbeweglich, Rechte) –Sicherungseigentum –Einlösung des vorbehaltenen Eigentums

83 at at - Kreditsicherheiten- Systematik Sicherungsmaßnahmen –Blankowechsel –Kreditrestschuldversicherung –Vereinbarungen mit dem Kreditnehmer Konzentrationsklausel (nur eine Bank) Negativerklärung (Grundstücke nicht belasten oder veräußern; keine weiteren besicherten Kredite aufzunehmen) Gleichstellungserklärung (Pari Passu) (Bilanz) - Covenants (bei Eintreten bestimmter Bilanzverhältnisse ==> Nachbesicherung)

84 at at - Kreditsicherheiten- Beurteilung bankmäßige Sicherheiten –nachhaltiger Verkehrswert (während der gesamten Laufzeit) –jederzeitige rasche Verwertbarkeit –möglichst geringe Kosten (Bestellung, Verwaltung und Verwertung) –rechtlich einwandfreie Bestellung (Titel, Modus) –muss zumindest teilweise zur Abdeckung des offenen Kredites führen

85 at at - Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten Bürgschaft –Definition: einseitig verpflichtender Vertrag, durch den sich ein Dritter verpflichtet, den Gläubiger zu befriedigen, wenn der Schuldner seine Verbindlichkeit nicht erfüllt –Rechtsquelle: §§ ABGB –Prinzipien, Besonderheiten: Akzessorietät (Höhe der Verpflichtung, Einwendungen) Subsidiarität (nicht bei Bürge- und Zahlerhaftung) Solidarhaftung bei mehreren Bürgen Sittenwidrigkeit (grobes Missverhältnis, Verharmlosung, seelische Zwangslage, geschäftl. Unerfahrenheit, kein Eigeninteresse, sinnlos für die Bank; mehrere Merkmale) Wechselbürgschaft: wie Bürge- und Zahlerhaftung Rückgriffsanspruch des zahlenden Bürgen (gegen den Hauptschuldner; bei mehreren Bürgen und Mehrzahlung als im Innenverhältnis verpflichtet ==> Rückgriff auf Mitbürgen) –Beurteilung: Bonitätsprüfung wie beim Hauptschuldner –Bestellung: schriftl. Bürgschaftsvertrag (außer: § 350 UGB) –Verwertung: schriftliche Inanspruchnahme; Exekutionsführung in das Vermögen des Bürgen

86 at at - Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten Arten der Bürgschaft Bürge- und Zahlerhaftung gewöhnliche Bürgschaft Ausfallbürgschaft Ehegattenbürgschaft

87 at at - Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten § 1356 ABGB Der Bürge kann aber, selbst wenn er sich ausdrücklich nur für den Fall verbürget hat, dass der Hauptschuldner zu zahlen unvermögend sei, zuerst belanget werden, wenn der Hauptschuldner in Konkurs verfallen, oder wenn er zur Zeit, als die Zahlung geleistet werden sollte, unbekannten Aufenthaltes, und der Gläubiger keiner Nachlässigkeit zu beschuldigen ist.

88 at at - Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten § 1357 ABGB Wer sich als Bürge und Zahler verpflichtet hat, haftet als ungeteilter Mitschuldner für die ganze Schuld; es hängt von der Willkür des Gläubigers ab, ob er zuerst den Hauptschuldner, oder den Bürgen oder beide zugleich belangen wolle (§. 891).

89 at at - Personalsicherheiten GLÄUBIGER KREDITGEBER HAUPTSCHULDNER KREDITNEHMER BÜRGE SICHERUNGSGEBER LEGALZESSION (CESSIO LEGIS ) GRUNDSATZ DER AKZESSORIETÄT HAUPTFORDERUNG AUS DEM KREDITVERTRAG BÜRGSCHAFTS- FORDERUNG AUS DEM BÜRGSCHAFTSVERTRAG Graphische Darstellung der Bürgschaft

90 at at - Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten Garantie –Definition: einseitig verbindliche, abstrakte Verpflichtung, für den Erfolg einer Unternehmung oder die Erfüllung eines Vertrages (hier: Kreditvertrag) einzustehen –Rechtsquellen: § 880 a ABGB –Prinzipien, Besonderheiten selbständiges Rechtsgeschäft (unabh. vom Grundgeschäft) Einwendungen (Garantieerklärung, Rechtmissbrauch) es kann nur Geldzahlung verlangt werden vergl. Kreditbesicherungsgarantie beim Avalkredit Rückgriffsanspruch des zahlenden Garanten (cessio legis) –Beurteilung: Bonitätsprüfung wie beim Hauptschuldner –Bestellung: schriftlicher Garantievertrag oder Empfang eines Haftbriefes (Formvorschriften analog Bürgschaft) –Verwertung: schriftliche Inanspruchnahme unter Behauptung des Eintrittes des Garantiefalles.

91 at at - KREDITVERTRAG ZESSIONSVERTRAG ZESSIONARZEDENT ABTRETUNG DRITT- SCHULDNER- VERSTÄNDIGUNG ZAHLUNG DEBITOR ZESSUS FORDERUNG AUS LIEFERUNG Kreditsicherheiten- Personalsicherheiten Graphische Darstellung der Sicherungszession

92 at at - Formen der Forderungszession: -Offene Zession (Modus ist die Drittschuldnerverständigung) -Stille Zession (Modus ist der Buchvermerk) Kreditsicherheiten- Zession

93 at at - 1) Mantelabtretungsvertrag - Rahmenvertrag - sinnvoll bei regelmäßig wiederkehrenden Zessionen - laufend offene Buchforderungen abgetreten - Anbot und Annahme 2) Einzelabtretungsvertrag - Abtretung einer einzelnen Forderung - Abtretung nach Drittschuldnerverständigung oder Buchvermerk 3) Globalzessionsvertrag - sämtliche bestehenden und zukünftigen Forderungen Kreditsicherheiten- Zessionsverträge

94 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Übersicht Realsicherheiten oder: Übergabe durch Erklärung wenn unmöglich: Übergabe durch Zeichen wenn möglich: körperl. Übergabe Simultan- hypothek Höchstbetrags- hypothek Festbetrags- hypothek Lebens. versicherungen Spar- bücher Einlagen PFANDRECHT an beweglichen Sachen (Faustpfand) an unbeweglichen Sachen (Hypothek) an Forderungen od. Rechten EIGENTUMSVORBEHALTSICHERUNGSEIGENTUM Gehälter REALSICHERHEITEN

95 at at - Pfandrecht –Definition: dingliches (gegen jedermann wirkendes) Recht, welches dem Gläubiger eingeräumt wird, aus einer Sache Befriedigung zu erlangen, wenn die Verbindlichkeit zu einer bestimmten Zeit nicht erfüllt wird – Rechtsquellen: §§ ABGB –Prinzipien, Besonderheiten Akzessorietät (Ausnahme: forderungsentkleidete Eigentümerhyp.) Spezialitätsgrundsatz (nur individuell bestimmte Sachen) ungeteilte Pfandhaftung (gesamte Sache haftet für gesamte Forderung; teilweise Tilgung- keine Verpflichtung zur Teilfreigabe, Ausnahme: Geldpfand) Faustpfand-, Intabulationsprinzip Umfang: Schuldsumme, Nebengebühren, Zinsen, Prozeß- Exekutionskosten, Schadenersatz (Nichterfüllung, Vertragsstrafen) Gesetzl. Pfandrecht zu Gunsten öffentlicher Lasten (Grundsteuer) geht allen anderen vor Pfandgläubiger darf Sache nicht gebrauchen; keine Einräumung der Fruchtnießung (z.B.:Zinsen gehören Bank) Rangordnungsprinzip (Einlangen des Gesuches, Drittschuldnerverständigung; Übergabsakte) Kreditsicherheiten- Realsicherheiten

96 at at - Gegenstand des Pfandrechtes: –alle in Verkehr stehenden, verwertbaren Sachen incl. selbständige Bestandteile, Früchte und Zubehör bis zur Absonderung (Achtung: Verpfändungsverbote) –bewegliche Sachen, Faustpfand (Geld, Wertpapiere, Sparbücher, Schmuck, Auto, Kunstgegenstände, Gold) –unbewegliche Sachen, Grundpfand (bebaute und unbebaute Grundstücke, Superädifikate, Baurechte) –Rechte (Forderungen: Einlagen, Gehaltsforderungen, Buchforderungen, Lebensversicherungen; Gesellschafts-Anteile;Fruchtgenuß; Patente) –Beurteilung: nachhaltig erzielbarer Verkehrswert (Belehnungswert je nach Sache und Kreditlaufzeit) –Bestellung: Titel (Pfandvertrag) u. Modus (Erwerbungsart) Modus bei beweglichen Sachen: tatsächliche Übergabe (für jedermann ersichtlich, nicht: Typenschein); wenn nicht tunlich: Zeichen (Pfandtafeln; Erklärung,wenn schon im Besitz des Gläubigers; Besitzanweisung, wenn im Besitz eines Dritten, Mehrfachverpfändung) Modus bei unbeweglichen Sachen: Eintragung im Lastenblatt der Grundbuchseinlage; Superädifikate: durch Hinterlegung der Pfandurkunde Modus bei Rechten: Drittschuldnerverständigung; Buchvermerk Kreditsicherheiten- Realsicherheiten

97 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten –Verwertung: nach Fälligkeit der Schuld Schuldklage (wenn Pfandsache vom Schuldner), Pfandrechtsklage (wenn Pfandsache von Drittem); Exekutionstitel; Zwangsvollstreckung (auch in das eigene Pfand); Verwertung; Schuld getilgt, Hyperocha herausgeben, Teilforderung noch offen außergerichtliche Verwertung teilweise zulässig (berechtigter Sensal, Markt- oder Börsenpreis, Sparbuchrealisat)

98 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Gehaltsverpfändung: Wie kommt die Gehaltsverpfändung zustande? TitelPfandvertrag ModusVerständigung des Arbeitgebers

99 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Berechnung des pfändbaren Betrages: Als Basis wird das Nettogehalt herangezogen. Dem Arbeitnehmer steht ein unpfändbarer Freibetrag (=Existenzminimum) zu: EUR 747,-- pro Monat Gewährt der Verpflichtete der Ehefrau und seinen Kindern gesetzlichen Unterhalt, so erhöht sich der unpfändbare Betrag für jede unterhaltspflichtige Person um EUR 149,-- pro Monat. Höchstens jedoch das fünffache dieser Beträge

100 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Obergrenze des Nettoeinkommens: - EUR 2.980,-- pro Monat Beträge, die diese Grenze übersteigen sind voll pfändbar.

101 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Allgemeiner Steigerungsbetrag: Verbleibt nach Abzug der erwähnten Freibeträge noch eine Differenz zum Nettobezug, so verbleiben -dem Verpflichteten von dieser Differenz30% (allg. Steigerungsbetrag) -für jede unterhaltsberechtigte Person10 % (Unterhaltssteigerungsbetrag) des Mehrbetrages, maximal aber50 % Das bedeutet, dass 20 % des Mehrbetrages auf jeden Fall der Exekution unterliegen.

102 at at - Kreditsicherheiten- Realsicherheiten Beispiel: Ein allein verdienender verheirateter Mann mit zwei Kindern verdient monatlich netto EUR 2.500,--. Wieviel ist von diesem Betrag pfändbar?

103 at at - Grundbuch Einteilung Was versteht man unter einem Grundbuchskörper? - die Liegenschaft = EZ - kann aus einem oder mehreren Grundstücken bestehen - Umfang kann durch Zu- oder Abschreibungen verändert werden - jeder Grundbuchskörper ist als Ganzes zu betrachten - wird mit einer fortlaufenden Zahl (=EZ) versehen

104 at at - Grundbuch Einteilung Woraus besteht das Grundbuch? - aus dem Hauptbuch (A-, B- und C-Blatt) - aus dem Verzeichnis der gelöschten Eintragungen - aus der Urkundensammlung - aus den Hilfsverzeichnissen (Tagebuch, Grundbuchsmappe, Grundstücksverzeichnis, Straßenverzeichnis, Personenverzeichnis)

105 at at - Grundbuch Einteilung Welche Grundsätze kennt das Grundbuch? 1) Grundsatz der Öffentlichkeit Jedermann kann in das Grundbuch Einsicht nehmen. 2) Eintragungsgrundsatz grundbücherliche Rechte können grundsätzlich nur durch Einverleibung erworben, beschränkt, übertragen oder aufgehoben werden 3) Ranggrundsatz grundsätzlich richtet sich der Rang grundbücherlicher Eintragungen nach dem Einlangen des Gesuches bei Gericht entsprechend der Tagebuchzahl (TZ) (Achtung Vorzugspfandrechte: Betriebskosten)

106 at at - Grundbuch Einteilung 4) Antragsgrundsatz Eintragungen im Grundbuch bedürfen grundsätzlich eines Antrages 5) Vertrauensgrundsatz Was im Grundbuch steht darf man für wahr halten und sich darauf verlassen 6) Grundsatz der Bestimmtheit (Spezialitätsprinzip) jeder Grundbuchskörper ist als Ganzes zu betrachten Eintragungen über Rechte und Lasten müssen genau bestimmt sein

107 at at - Grundbuch Einteilung Gutsbestandsblatt (A-Blatt) Das Gutsbestandsblatt besteht aus zwei Abteilungen (A1 und A2) - Die erste Abteilung enthält die Aufschrift und die Bestandteile des Grundbuchskörpers. - In die zweite Abteilung ist zunächst als erste Eintragung jene aufzunehmen, aus der entnommen werden kann, auf welche Weise der Grundbuchskörper entstanden ist (Zu- und Abschreibungen) Sonstige Eintragungen: Ersichtlichmachung eines Superädifikates, Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung, Anmerkung des Maschineneigentums

108 at at - Grundbuch Einteilung Eigentümer Blatt (B-Blatt) -Sowohl natürliche als auch juristische Personen, prot. Einzelkaufleute und Personenhandels- bzw. Erwerbsgesellschaften können im Grundbuch eingetragen werden. Prot. Einzelkaufleute können nur ihrem bürgerlichen Namen (nicht Firma) eingetragen werden. -Alleineigentum -Miteigentum zu ideellen Anteilen -Wohnungseigentum -Anmerkung Konkurs

109 at at - Grundbuch Einteilung Lastenblatt (C-Blatt) -Pfandrechte (Darlehens-, Höchstbetrags- und Rentenpfandrechte) -Gesetzliche Pfandrechte (öffentliche Abgaben) -Exekutive Pfandrechte (FA, GKK) -Baurechte -Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Verpfändung (gilt 1 Jahr) -Dienstbarkeiten (Wohnrecht, Fruchtgenussrecht, Grunddienstbarkeiten) -Reallasten (Ausgedinge) -Bestandsrechte (Mietvertrag) -Belastungs- und Veräußerungsverbot

110 at at - Grundbuch Sicherstellung Welche Pfandrechte (Hypotheken) unterscheidet man? Vertragliches Pfandrecht: Titel ist Pfandurkunde, Modus ist die Einverleibung Gesetzliches Pfandrecht: Pfandrecht für öffentliche Abgaben (Grundsteuer), vorrangig befriedigt, haften ohne Einverleibung auf der Liegenschaft Exekutives Pfandrecht: Titel ist ein rechtskräftiges Urteil, bedarf zur Rechtswirksamkeit der Einverleibung im Grundbuch

111 at at - Grundbuch Sicherstellung –Was ist eine Singularhypothek? Ein Pfandrecht auf einer Einlage (EZ) –Was ist eine Simultanhypothek? Ein Pfandrecht für ein- und dieselbe Forderung ist auf zwei oder mehreren Liegenschaften (EZZ) einverleibt. Eine Einlage dient als Haupteinlage (HE), die übrigen als Nebeneinlagen (NE) Ungeteilte Haftung: Befriedigung der Forderung aus einer EZ oder mehreren oder aus allen zusammen. In der Haupteinlage sind sämtliche Nebeneinlagen angemerkt In den Nebeneinlagen aber nur die Haupteinlage

112 at at - Grundbuch Sicherstellung –Was ist eine Darlehens- (Festbetrags-)hypothek? Pfandrecht bezieht sich auf eine bestimmte Forderung Nur einmal ausnützbar Zinsen (Z), Verzugs- und Zinseszinsen (VuZZ) und die Nebengebührensicherstellung (NGS) werden gesondert ausgewiesen

113 at at - Grundbuch Sicherstellung –Was ist eine Höchstbetragshypothek? Pfandrecht, das bis zu einem ziffernmäßigen angeführten Höchstbetrag eingetragen ist. Keine Extra-Ausweisung von Zinsen, etc. Dient zur Besicherung von bestehenden und zukünftig zu gewährenden Krediten Wieder ausnützbar


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