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Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an! Workshop Schulen unterwegs Pädagogischer Kongress Aarau 21.11.2014.

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Präsentation zum Thema: "Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an! Workshop Schulen unterwegs Pädagogischer Kongress Aarau 21.11.2014."—  Präsentation transkript:

1 Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an! Workshop Schulen unterwegs Pädagogischer Kongress Aarau

2 Das schwedische Schulexperiment Doku-Soap mit heftigem Widerstand und viel Medieninteresse Klasse 9a in einer Brennpunktschule 8 erfolgreiche LP In 6 Monaten zur landesweit drittbesten Klasse

3 Begrüssung einer LP am 1. Tag: „Ich bin sehr nett, aber gleichzeitig auch sehr anspruchsvoll. Wenn ihr mich auf eine Tasse Kaffee einladet, kriegt ihr von mir drei zurück. Wenn ihr aber schwierig seid, bin ich dreimal so schwierig. Also, es liegt an euch.“ (Stavros Louca)

4 Ein halbes Jahr später belegte Klasse 9A bei den nationalen Vergleichstests den landesweit ersten Platz in Mathematik, den vierten Platz in Schwedisch sowie eine weitere Spitzenposition in Englisch. Die Fernsehserie löste eine heftige Bildungsdebatte in Schweden aus.

5 Auf die Frage nach seinem Erfolgsgeheimnis wies Louca auf die Beziehung zu seinen Schülern hin. Er meinte, dass sie spüren müssen, dass er sie mag und dass sie ihm nicht egal sind. Ja, er behauptete sogar auf die etwas unschwedische Art, Liebe sei das wichtigste für den Lernerfolg. Nur dadurch könne er eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu seinen Schülern aufbauen, die fürs Lernen notwendig ist.

6 Hinweise von Lisa Kunz Alle Aussagen beziehen sich ausschliesslich auf meine Erfahrungen. Diese sind geprägt von meiner Persönlichkeit. Es gibt für mich kein RICHTIG oder FALSCH. Ich entwickle mich permanent. Diese Folien sind als Anregung gedacht, die eigenen relevanten Beziehungsfaktoren zu überdenken.

7 Ist- Zustand Unterricht in einer 3. Real getragen von einem tollen Team und unterstützt durch Heilpädagoge Unterstützung von Schulleitung, welche den Rücken stärkt

8 Welche Faktoren sind bedeutsam in der Beziehungsgestaltung mit Jugendlichen?

9 Beziehungsfaktoren Vorbild Präsenz Wahrnehmung Haltung

10 Vorbild o Liebe* o Werte vermitteln* o Sprache o Pünktlichkeit o Engagement o Freude haben und zeigen o Umgang mit Menschen o Ansprüche an sich selber o Fehler eingestehen o Begeisterung zeigen* o Ordnung (-ssystem)

11 Liebe - Umgang mit Menschen Ich MUSS die Liebe an den Anfang setzen, denn sie ist für mich das Zentrale. Ich erachte es als grosses Glück, dass ich meine Arbeit liebe. Ich mache sie nicht nur gerne, nein, ich liebe sie. Ich freue mich jeden Tag darauf zur Arbeit zu gehen. Und ich empfinde Liebe für meine SchülerInnen. Ich zeige ihnen, dass ich sie gerne habe. Jeden einzelnen mit seinen Besonderheiten. Ich fokussiere ganz bewusst das, was ich an den Jugendlichen gerne habe und führe mir dies immer wieder vor Augen. So steht für mich das Liebenswerte eines jeden im Zentrum. So wie ich mit den SchülerInnen umgehe, gehen sie miteinander um. Mir ist bewusst, dass ich in allem Vorbildfunktion habe. Die Jugendlichen suchen Orientierung. Ich verhalte mich grundsätzlich akzeptierend, wertschätzend. Ich nehme die Jugendlichen und mich selber ernst. Ich behandle meine SchülerInnen so, wie ich gerne behandelt werde.

12 Werte vermitteln Höflichkeit, Respekt, Besonnenheit, Gewissenhaftigkeit, Anstand, Disziplin, Ordnung, Ausdauer, Gründlichkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Liebe zum Detail………… All diese Werte versuche ich vorzuleben. Das sind Werte, welche ich verinnerlicht habe. Ich lebe diese Werte. Ich verlange von mir selber mit grosser Konsequenz diese Werte einzuhalten und verlange dies auch von den Jugendlichen. Die Unterrichtszeiten einhalten, jede Arbeit gründlich und sorgfältig erledigen, einander höflich und aufmerksam begegnen, Schulmaterial in Ordnung halten, Schulzimmer sauber halten, Etui immer kontrollieren, Hefte, Bücher einbinden, einander zuhören, ausreden lassen, Lärm vermeiden……….. Daraus ist eine Lern-und Lebensgemeinschaft in meiner Klasse entstanden: die Jugendlichen sind ernsthaft, gewissenhaft, sie erleben Stabilität, Sicherheit und können sich orientieren.

13 Begeisterung Begeisterung ist ansteckend und dadurch motivierend. Mit Begeisterung Lerninhalte zu vermitteln, ist aber auch eine mentale Angelegenheit, welche ich trainieren kann. Wann fühle ich Begeisterung? ……………………. Wenn ich Erfolg habe. Indem ich Unterrichtsinhalte so aufbereite, dass die Jugendlichen Erfolgserlebnisse haben, kann Begeisterung entstehen. Meine Freude, meine Neugierde an der Aufbereitung eines Themas weckt ein Feuer in mir. Das Feuer der Begeisterung. Neugierde>Freude> Erfolgserlebnisse>Begeisterung Begeisterung kann ganz sicher nur geweckt werden, wenn ich selber begeistert bin und dies zeigen kann.

14 Präsenz o absolut anwesend sein* o Blickkontakt o sich zu 100% einbringen o «spannungsgeladenes» Aktivsein o körperliche Haltung o klare Ausdrucksweise o sofort reagieren o klare Regeln o Zuhören o innerlich und äusserlich mitgehen

15 absolut anwesend sein (und damit meine ich absolut, 100%)  Wenn die SchülerInnen ins Klassenzimmer komme, stehe ich an der Türe und begrüsse jeden mit Händedruck. (Ich mache keine Arbeiten fertig oder so)  Ich schaue ihnen in die Augen und halte ihre Hand so lange, bis sie mir auch in die Augen sehen.  Wenn mir etwas auffällt, spreche ich es je nach Situation direkt oder später an.  Der tägliche direkte Kontakt mit jedem Einzelnen  Wenn ich zu der ganzen Klasse spreche, stelle ich mich aufrecht und bewusst so hin, dass mich alle sehen können. Ich warte, bis alle still sind und mich anschauen. Erst dann rede ich. Ich unterbreche sofort, wenn ein Schüler oder eine Schülerin nicht zuhört.

16 absolut anwesend sein (und damit meine ich absolut, 100%)  Wenn ich zu allen spreche, ist es wichtig und alle hören mir zu. gilt für allgemeine Infos und Einführungen, Präsentationen, Lerninhalte, Frontalunterricht  Arbeiten die Jugendlichen individuell, bin ich innerlich immer dabei. Ich beobachte sie oder setze mich zu ihnen hin, helfe oder unterstütze. Ich beschäftige mich nicht mit etwas Anderem.  innerliches Mitgehen, dabei sein……….immer

17 Wahrnehmung o die Jugendlichen sehen o beobachten, beobachten, beobachten* o sehen, was abläuft o Wahrnehmungen ansprechen und austauschen o den Wahrnehmungen der Jugendlichen Raum geben

18 Beobachten  Das Beobachten ist die Grundlage der täglichen Arbeit, der Planung, Unterrichtsentwicklung, der Interventionen……….. einfach von allem  Dies will gelernt sein und bedarf einiges an Übung. Wichtig ist das wertfreie Beobachten ohne Interpretationen, sei es schriftlich oder nur visuell.  Dies verlangt ein waches, aufmerksames Anwesendsein.  Ich sehe, was die SchülerInnen machen, ich sehe ihre Gesichter, ihre Körperhaltung, ihre Mimik und Gestik, wie sie arbeiten, wie sie untereinander reden, sich verhalten.  Beobachtung von sich selber, was geht in welchen Situationen in mir vor?  Durch das Beobachten kann wenn nötig sofort reagiert werden. Das Beobachten ermöglicht nahe bei den Jugendlichen zu sein, bedingt aber eine Ausschliesslichkeit.

19 Haltung o Wertschätzung o Respekt o Fehlerkultur (Fehler dürfen gemacht werden)* o Zutrauen – Vertrauen in Bezug auf Leistung* o Stärke statt Macht o Loben o Kongruenz o Empathie o Transparenz*

20 Fehler dürfen gemacht werden  Menschen dürfen Fehler machen, aus Fehlern wird gelernt.  Die Lehrperson soll unbedingt zu eigenen Fehlern stehen und so auch dazu ermutigen sich zu trauen.  Könnten die SchülerInnen schon alles, müssten sie nicht mehr in die Schule kommen. Eine konstruktive Fehlerkultur baut die Angst vor Fehlern ab und fördert das Lernen aus Fehlern.

21 Zutrauen – Vertrauen in Bezug auf Leistung  Durch Zutrauen entsteht Leistung.  Viele SchülerInnen einer Realklasse haben noch nie erlebt, dass ihnen etwas zugetraut wird.  Zutrauen setzt Energien und Ehrgeiz frei, Leistungen zu erbringen.  Zutrauen bedeutet auch Vertrauen, und die Jugendlichen entdecken neue Welten in Bezug auf ihre Leistungsmöglichkeiten und fühlen sich stolz. Zutrauen – Ehrgeiz – Leistung – Stolz – Vertrauen in sich selber

22 Transparenz  Transparenz bedeutet in erster Linie Kommunikation.  Ich kommuniziere meine Erwartungen, meine Befindlichkeit, meine Beobachtungen, meine Ziele, meine Ideen…………………………  Transparenz bedeutet auch Rückmeldung, Feedback…….  Transparenz zeigt Grenzen und Räume auf.  Transparenz ist Orientierungshilfe.

23 Transparenz ist ein Wert der Wahrheit Probleme, unangebrachtes Verhalten, positive Ereignisse, Rückmeldungen anderer Lehrpersonen…………alles spreche ich in der Klasse an. Dazu setzen wir uns immer in einen Kreis. Ich lege fast alles immer offen. Wenn SchülerInnen untereinander Probleme haben, besprechen wir das in der Klasse. Beobachtungen, welche mich beschäftigen, spreche ich im Kreis an und wir suchen gemeinsam nach Lösungen. Die einzelnen SchülerInnen machen dies ebenso. Alle können den Wunsch äussern sich in den Kreis zu setzen um etwas zu besprechen. Es gibt in meiner Klasse mittlerweile kein Mobbing mehr, weil die Einzelnen so aufmerksam geworden sind und sie gelernt haben, dass Schweigen NIE eine Lösung sein kann.

24 Fazit Beziehung ist alles, aber anstrengend und ein permanenter Prozess


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