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ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 1 Verkehrsplanung Einführung 1.Begriff, Geschichte 2.Trends 3.Leitbilder früher.

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1 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 1 Verkehrsplanung Einführung 1.Begriff, Geschichte 2.Trends 3.Leitbilder früher und heute 4.Ordnungsmerkmale des Verkehrs 5.Verkehrsplanung, Rechtsgrundlagen Vertiefung Individualverkehr ÖPNV integrierte Verkehrsplanung Literatur: Verkehr in Zahlen, Müller Städtebau, Handwörterbuch der Raumordnung

2 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 2 Definition Verkehr = Ortsveränderung von Personen, Gütern zu einem bestimmten Zweck (auch Selbstzweck) Merkmale: Entfernung Energie- und Zeitaufwand Häufigkeit (Zweitakt) Regelmäßigkeit (Rush-hour; Ferienstau) zeitliche Verteilung (Ganglinien) Voraussetzung: Wege Müller Städtebau, Leipzig 1999 Handwörterbuch der Raumordnung, Hannover 1995 Stichwort Telekommunikation Wie funktioniert das? Städte, Kreise, Gemeinden, Mannheim 1986

3 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 3 Zeit und Raum km² km² km² km² km² Überwindung von Raum, Aufhebung von Raum (Entfernung) durch Zeit (Erreichbarkeit) (Raum-Zeit-Strukturen) Zeitbudget für Verkehr pro Tag: 74 Minuten (5 % von 24 Std.) Mobilität in Deutschland 2002, HH mit Personen, ähnlich KONTIV 1976, 1982, 1989 (kontinuierliche Erhebung zum Verkehrsverhalten) Zeitaufwand (Geschwindigkeit) und Siedlungsraum Stundenradius der Großstadtregion (Stundenraum) 1.Fußgängerstadt: km/h 2.Pferdebahnstadt: 8 km/h 3.Straßenbahnstadt: 20 km/h 4.S-Bahnstadt: 40 km/h 5.Autostadt: 60 km/h (Stadtautobahnen) Die Geschichte der Stadt ist die Geschichte des jeweils schnellsten Verkehrsmittels

4 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 4 Zeit und Raum IV-affine Siedlungsformen (Flächenbesiedlung) Fußgängerstadt, Fahrradstadt (Folge: Dichte, Mischung, Nahversorgung) Autostadt (Auflösung der Nähe, Dekonzentration; Dispersion) ÖPV-affine Siedlungsformen (punktaxiale Siedlungsschwerpunkte in Haltepunkt- Einzugsbereiche) Pferdebahnstadt Straßenbahnstadt S-Bahnstadt Ausnahme: Autobahnauffahrten

5 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 5 Zeit und Raum Tagesreise Postkutsche: 10 km/h (ausgebaute Chaussee) Tagesleistung: km Fuhrwerk: 4 km/h Tagesleistung: ca km

6 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 6 Zeit und Raum Tagesreise Reisegeschwindigkeit: zwischen 30 und 40 km/h

7 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 7 Zeit und Raum Tagesreise Reisegeschwindigkeit: 60 km/h

8 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 8 Zeit und Raum Tagesreise Reisegeschwindigkeit: 120 km/h.

9 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 9 Zeit und Raum Tagesreise Reisegeschwindigkeit: 160 km/h dortmund.de/irpud/pro/expo/expo.htm

10 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 10 Zeit und Raum - unsichtbare Steuergröße Zeit Nicht sichtbarer Raum, sondern unsichtbare Zeit maßgebend Durch höhere Geschwindigkeit Zeit sparen (Zeit ist Geld) Durchschnittsgeschwindigkeit (Haus-zu-Haus- Geschwindigkeit) 50er Jahre IV: 5 km/h 90er Jahre IV: 30 km/h

11 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 11 Zeit und Raum - unsichtbare Steuergröße Zeit Zeitgewinne durch Straßenbau und Motorisierung, Hochgeschwindigkeit? Wegezeiten der IV-Verkehrsteilnehmer im Durchschnitt gleich (Fuß, Rad, Auto, Motorrad) = Gesetz von d. Konstanz der Reisezeiten Perth/Australien (1 PKW/EW) gleicher täglicher Reisezeit-Durchschnittswert wie Delft/Holland mit 67 % Rad- und Fußweganteil (75 Minuten/Tag = 5 % des Zeitbudgets von 24 Stunden) Zunahme der Geschwindigkeit führt (wg. Reisezeitkonstanz) zur Ausdehnung des Raumes (Stadtregionen explodieren, Zeitgewinn wird in längere Wege reinvestiert). Probe: Wenn trotz wachsender Reisegeschwindigkeit Reisezeit konstant bleibt, wächst Verkehrsleistung, BVWP: Erreichbarkeitsvorteile lassen Verkehr wachsen: sog. induzierter Verkehr Ergo: nicht Stadt der kurzen Wege, sondern Stadt der geringen Geschwindigkeit. Quelle: Hermann Knopflacher, Zur Harmonie und Stadt und Verkehr, Wien 1993, S. 47 ff HEINZE, G.W. (1979): Verkehr schafft Verkehr. Ans ä tze zu einer Theorie des Verkehrswachstums als Selbstinduktion. In: Berichte zur Raumforschung und Raumplanung, 4/5. Wien, S

12 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 12 Trend Kaufkraft von 1950 bis 1999 stieg Netto-Lohn von 213 DM auf 2710 DM auf das 13fache Kaufkraft um das 3,2fache Wohnflächen um das 2,8fache pro Kopf von 14 m² auf 39 m² 10 % mehr Kaufkraft werden in 9 % mehr Wohnfläche umgesetzt Statistisches Bundesamt, 25. Mai 2000

13 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 13 Trend Wohnkosten Wohnkosten steigen schneller als Mobilitätskosten

14 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 14 Trend Motorisierung Steigende Motorisierung (Frauen und Alte): Frauen: 19,6 Mio (+ 60 % ), Senioren: 15,2 Mio. (+ 80 %) Quelle: 2020 Shell – One-World-Szenario

15 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 15 Trend Individualisierung Wohlstand fördert Individualisierung Selbstentfaltungsmöglichkeiten wachsen mit jedem m² Wohnfläche immer... mehr u. kleinere Haushalte 1959: 3 EW je WE 1991: 2,27 EW je WE 2001: 2,15 EW je WE : + 2 Mio. WE größere Wohnungen (85 m²) mehr Räume je WE (4,4) mehr Wohnfläche je EW (40,1 m²) (Stand 2002) Einpersonenhaushalte nach Altersgruppen Mikrozensus 2001, eigene Berechnung

16 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 16 Trend Dispersion - Stadt-Land-Rutschbahn Wunsch nach Wohnraum größer als verfügbares Einkommen (Problem: Hohe Wohnkosten, aber niedrige Mobilitätskosten) Ausweg: Wohnflächenoptimierung über Rutschbahn (Stadt-Land-Preisgefälle: Mieten, Grundstücke; Stadtregionen sind Stundenräume) Staat liefert(e) Gleitmittel für Rutschbahn (Geld und Asphalt) Eigenheimzulage (bedeutendste Einzelsubvention: Familie mit 2 Kindern: ) Entfernungspauschale Straßenbau schafft Zeitvorteile BVWP 2003, Neu- und Ausbau, 300 Ortsumgehungen im Osten bringen Zeitgewinne (Aktionsraumvergrößerung; sog. induzierter Verkehr). Geringe Dienstwagensteuer: geringe Besteuerung von Privatfahrten der Arbeitnehmer schafft Mobilitätssymbiose rund um das Auto

17 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 17 Trend Verkehrsleistung Sinkender Raumwiderstand, vergrößerter Aktionsradius (Pendeldistanzen), steigende Verkehrsleistungen bei gleicher Reisezeit auto-affine Siedlungsstruktur Quelle: Mikrozensus 2000, 2004, Tabellenanhang, Tab. 29, eigene Berechnung

18 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 18 Trend Verkehrsleistung Mot. Verkehrsleistung nach Ortstyp und Ortsgröße Quelle: Kutter 1991, S.473 Ortstyp/Ortsgröße Motorisierte Verkehrsleistung je 1000 Aktivitäten Kernbezirke (Berlin) km Stadtrandsiedlung, gut ausgebaut: Spandau (Berlin) km Stadtrandsiedlung, gut ausgebaut: Unterzentrum (München) km Stadtrandsiedlung, gut ausgebaut: Gropiusstadt (Berlin) km Stadtrandsiedlung, "Schlafstadt": Stadtkante (Hamburg) km Ballungszentrum km Umlandgemeinde EW km Umlandgemeinde < EW km Umlandgemeinde < EW km Umlandgemeinde < EW km Umlandgemeinde < EW km

19 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 19 Trend Globalisierung (Europäisierung) Gewerbesuburbanisierung Optimierung Betriebsablauf: ebenerdige Produktion Flächenbedarf, Miet-/Grundstückspreise, Bodenpreisgefälle, GSt-Hebesatz Abbau von Lagerhaltung - just-in-time (rollende Lagerhaltung) Senken der Fertigungstiefe/Wertschöpfungstiefe – Spezialisierung/ Outsourcing Lohnsteigerungen induzieren Ende zu teurer Eigenfertigungen; Fremdbezug, Zukauf bei spezialisierten (automatisierten) Zulieferern oder outgesourcten/ausgelagerten Unternehmensteilen; Make-or-Buy-Entscheidung; Fertigungstiefe = Eigenfertigung/Anteil Eigenfertigung + Anteil Fremdbezug % = Handel; 100 % = ohne Zukauf; Porsche Cayenne: 10 % Kostensenkung durch weltweites Sourcing (Einkauf) Umsatzsteigerung durch weltweiten Absatz (Selling) Außenhandel : Einfuhr: +56%, Ausfuhr: +90%, BIP: +16 % (Im- und Exportquote)

20 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 20 Die Globalisierungskiste 20-Fuß-Container = TEU (Twenty foot Equivalent Unit) 6,06 x 2,44 x 2,60 Meter: Jeans oder original-verpackte Uhren 40-Fuß-Container = FEU (Forty foot equivalent unit) Quelle

21 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 21 Die Globalisierungskiste Weltgrößtes Containerschiff: Emma Maersk und Schwesterschiffe (Post-Panamax-Schiffe) Länge: 397 m Breite: 56,40 m (Panamakanalschleuse: 32,30 m) Kapazität: Fuß-Container (elf Lagen im Rumpf, neun Lagen an Deck) Antrieb: 14-Zylinder-Dieselmotor mit PS Quelle: Containerschiff, WikipediaContainerschiff, Wikipedia = LKW mit je 2 TEU, LKW-Schlange wie lang?

22 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 22 Die Globalisierungskiste

23 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 23 Transportkosten (ISO-Container, TEU) Flasche Rotwein von Asien nach Hamburg: 11 Cent Hamburg - Stuttgart: 44 Cent Nordseekrabben zum Puhlen nach China Tulpenzwiebeln zum Austreiben nach Neuseeland (billiger als Gewächshäuser) Transportkosten für Container von Shanghai nach Potsdam via Hamburg: 1 Fünftel: Shanghai – Hamburg, 4 Fünftel: Hamburg - Potsdam Wolfgang Heinze, RuR 2/2006, S.142 Folge: Überreg. Verkehrsabhängigkeit LKW-optimale Standorte (Nähe Autobahnauffahrt) Thüringen: 2/3 aller Industrieflächen im 5-km-Radius zur Autobahnauffahrt Trend Globalisierung

24 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 24 Güterverkehrswachstum Mittlere Transportweite Güter Binnenschiff 237 km 274 km (+ 16 %) Bahn 202 km 248 km (+ 23 %) LKW 92 km (1995) 115 km (+ 25 %) Verkehr in Zahlen 2001/2002

25 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 25 Treibende Kräfte der Mobilitätsentwicklung Heute zum Einkauf in die Stadt, morgen zur Hochzeit von Freunden nach München, über das verlängerte Wochenende ein Kurzurlaub nach Lissabon Konsumgesellschaft als Motor des Verkehrswachstums Quelle: Integrierte Verkehrspolitik BMVBW

26 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 26 Ergebnis: Flächenverbrauch :130 ha/Tag = 170 Fußballfelder 2002: 105 ha/Tag: 380 km²/Jahr (BBR-Info Nr. 6/2003) 2020: 30 ha/Tag ? (Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung) Individualisierung und Globalisierung = Suburbanisierung! Freiflächenverbrauch: 105 ha pro Tag = 383 km²/Jahr km² Ackerflächen in 498 Jahren besiedelt. Quelle: Flächenerhebung, Verkehr in Zahlen 2001/2002 Art der tatsächlichen Nutzung Nutzungsart km% % % Bodenfläche insgesamt , , ,0 Gebäude- und Freifläche , , ,5 Verkehrsfläche , , ,8 Landwirtschaftsfläche , , ,5 Waldfläche , , ,5 Wasserfläche7.8372, , ,3

27 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 27 Quelle: Hubertus Bardt, Umwelt-Effizienz im internationalen Vergleich,

28 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 28 Leitbilder früher Charta von Athen (autogerechte Stadt) Höhendifferenz für durchgehende Fahrt, Flyover (§ 61) Aufreihung der Häuser an Verkehrsstraßen muss aufhören getrennte Wege für Fußgänger und Automobil (§ 62) größere Distanz zwischen Kreuzungen, (§ 54: m) Herausgabe 1942: 95 Artikel (vgl. 95 Thesen Luthers) Leber-Plan für Autobahnbau (Georg Leber Bundesverkehrsminister ): kein Bundesbürger soll mehr als 20 km von einer Autobahnauffahrt entfernt wohnen (nächstes Oberzentrum in einer Stunde erreichen, raumordnungspolitische Prämisse gleichwertige Lebensverhältnisse) Stau auflösen, Verkehr fließen lassen Freie Fahrt für freie Bürger Tangentenplan Berlin Alexander Gall, Gute Straßen bis ins kleinste Dorf!. Verkehrspolitik in Bayern zwischen Wiederaufbau und Ölkrise, Frankfurt/Main 2006 (=Beiträge zur Historischen Verkehrsforschung, Bd. 7)

29 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 29 Leitbilder heute Leitbild der kompakten europäischen Stadt Stadt der kurzen Wege Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten (Frederic Vester) sog. Induzierter Verkehr lt. BVP %) Der beste Verkehr ist der, der gar nicht erst entsteht.

30 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 30 Gegensteuerung Verkehrsvermeidung (kurze Wege): Dichte: Siedlungswachstum auf Schwerpunkte lenken, konzentrieren Hohe Baudichte: GFZ > 1,0 Hohe Nutzdichte: 100 Personen/Hektar (Einwohner + Beschäftigte) Funktionsmischung (Beschäftigte zu Erwerbstätigen 1:1) Mindestanteil Arbeiten in Wohngebieten: 20 % der Geschossfläche Tertiärisierung – neues Potential (Leitbild Funktionstrennung aus Zeitalter der Industrialisierung) Verkehrsverlagerung: Baugebiete im Bahnhofs-Einzugsbereich ( m) (Stichwort: Reisezeitdifferenz ÖV-IV)

31 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 31 Gegensteuerung Erschließungsstandards für Siedlungsflächen Ausreichend, wenn Fußweg zur Haltestelle Luftlinienradius nicht übersteigt: m SPNV-Bahnhof (Regional- und S-Bahn) m U-Bahnhof, m Straßenbahnhaltestelle m Bus-Haltestelle untere Werte: Gebiete mit dichterer Besiedlung bzw. höherer Nutzungsintensität Verbindungsstandards Reisezeitverhältnis ÖPNV/MIV: unter 1,0: sehr gut; 1,0 bis 1,5: gut, 1,5 bis 2,0: nicht ausreichend; > 2,0: ungünstig. Erreichbarkeit: Haupt- und Mittelzentren: 30 min; Zentrumsbereiche min. Nahverkehrsplan Berlin 2000/2001 und 2004

32 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 32 Gegensteuerung ÖPNV-Anteil in Abhängigkeit von der Reisezeitdifferenz

33 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 33 Ordnungsmerkmale des Verkehrs I Gegenstand: Personen-, Güter-, Telekommunikations-, Energieverkehr Raum: Stadt, Stadt-Umland, Regionalverkehr; binnenländischer Verkehr, grenzüberschreitender Verkehr, Durchgangsverkehr (Transit-) Entfernung: Nah- und Fernverkehr Gebiet: Quell-, Ziel-, Durchgangs-, Binnenverkehr Einstrahlender, ausstrahlender Verkehr Zeit: (Spitzen) Stunden-, Tages-, Nacht-, werktäglicher -, Sonn- und Feiertagsverkehr, saisonaler Verkehr, DTV, Ganglinien (Tag, Woche, Jahr)

34 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 34 Ordnungsmerkmale des Verkehrs II Motiv/Zweck Berufs-; Wirtschafts-, Dienstleistungs-, Lieferverkehr; Schüler-, Ausbildungsverkehr; Einkaufs-; Begleitverkehr; Freizeit-, Naherholungs-, Wochenenderholungs-, Urlaubsverkehr; Zustand (Straßenverkehr) ruhender Verkehr, fließender Verkehr, arbeitender Verkehr Verkehrsmittel Fuß, Pferd, Rad, Kraftfahrzeug; Bahn, Bus, Schiff; Flugzeug; Leitung, Welle, Eigentum, Zugänglichkeit: IV, ÖV, gewerblicher Verkehr, Werkverkehr Verkehrsweg: Straße, Schiene, Wasserstraße (Binnenwasserstraße, Seeweg) (Luftkorridor), Leitungstrasse, Funktrasse Müller Städtebau; Handwörterbuch der Raumordnung, ARL; Verkehr in Zahlen

35 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 35 Übersicht PersonenverkehrGüterverkehr IVÖPNVFernverkehr Fußgänger V. Fahrrad V. Autoverkehr Busse Bahnen (Andere Systeme) Auto Bus Bahnen Luftfahrt NahFern LKW Bahnen Schiffsverk. Andere Sys. (z.B.Pipelines) Öffentlicher Personenverkehr ÖPV

36 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 36 Ordnungsmerkmal Gegenstand: Modal split 2000 Verkehrsaufkommen Güterverkehr: Stra ß enverkehr 83,8 Eisenbahnen 7,6 Binnenschifffahrt 6,3 Rohrfernleitungen 2,3 Personenverkehr 83,3/16,7 (MIV/ÖV) 61/9/30 (Auto/ Ö V/NMV) (Modal split der Wege) Verkehrsleistung Güterverkehr: Stra ß enverkehr 68,8 Eisenbahnen 15,1 Binnenschifffahrt 13,2 Rohrfernleitungen 3,0 Personenverkehr: 79,1/20,9 (MIV/ÖV) Verkehr in Zahlen 2001/2002, S. 210/211

37 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 37 Ordnungsmerkmal Zeit: Ganglinien eines Tages Abb. 4: Durchschnittliche st ü ndliche Verkehrsst ä rken je Wochentag des Jahres 1994 an der Langzeitz ä hlstelle Reinickendorf S ü d - BAB A 111 (SenVuB 1995)SenVuB 1995

38 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 38 Ordnungsmerkmal Zeit: Nachfrage einer Woche

39 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 39 Ordnungsmerkmale Zeit: Jahresganglinie

40 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 40 Ordnungsmerkmal Zeit: Wochentag Quelle: Mobilität in Deutschland 2002,

41 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 41 Ordnungsmerkmale Tageszeit und Verkehrsmittel Quelle: Mobilität in Deutschland 2002,

42 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 42 Ordnungsmerkmale Verkehrszweck und -mittel Quelle: Mobilität in Deutschland 2002,

43 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 43 Ordnungsmerkmale Verkehrzweck, -mittel Quelle: Mobilität in Deutschland 2002,

44 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 44 Ordnungsmerkmale Verkehrzweck und Gruppe Quelle: Mobilität in Deutschland 2002,

45 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 45 Ordnungsmerkmal Verkehrswege

46 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 46 Verkehrsplanung Europa Bund Land Region/Kreis Kreisfr. Stadt Gemeinde TEN, TINA, Paneuropäische Korridore, Leitlinien, Weißbuch, Bundesverkehrswegeplanung (Straße, Schiene, Wasser), Bundesverkehrswege Landesverkehrsplan, -programm, Landesstraßen, VEP, integriertes Verkehrskonzept, Nahverkehrsplan, SPNV regionale Verkehrskonzeption, VEP, Kreisstraßen, Nahverkehrsplan, üÖPNV Verkehrsentwicklungsplan, Gemeindestraßen, Straßenverkehr, Parkraumbewirtschaftung

47 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 47 Verkehrsplanung Europa – (Rechts-)grundlagen Vertrag von Maastricht 1993, Art. 154 – 156 Auf- und Ausbau TEN Offene, wettbewerbsorientierte Märkte, Förderung des Verbunds und der Interoperabilität Randgebiete anschließen Leitlinien f ü r den Aufbau eines transeurop ä ischen Verkehrsnetzes Entscheidung Nr. 1692/96/EG, 23. Juli 1996 Leitbild: auf Dauer tragbaren Personen- und G ü terverkehr unter m ö glichst sozial- und umweltvertr ä glichen sowie sicherheitsorientierten Bedingungen zu gew ä hrleisten und alle Verkehrstr ä ger unter Ber ü cksichtigung ihrer komparativen Vorteile integrieren. Netzmerkmale Vorhaben von gemeinsamem Interesse Umsetzung der Leitlinien: Weißbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaft 2001 Die europäische Verkehrspolitik bis 2010: Weichenstellung für die Zukunft (Denkanstöße und Vorschläge)

48 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 48 Verkehrsplanung Europa – Transeuropäische Netze TEN (Energie, Transport, Telekom) Lebensadern der europäischen Wirtschaft reibungsloses Funktionieren des Binnenmarkts, Stärkung wirt./soz. Zusammenhalt, Verbindung d. Netze, 30 vorrangige Projekte, mit denen vor 2010 begonnen werden soll auf der Grundlage von Vorschlägen der Mitgliedstaaten 30 transnationale Verkehrsachsen nach ihrem europäischen Mehrwert und ihrem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Verkehrs und der Integration der neuen Mitgliedstaaten benannt 2020: Stra ß e: km ( km) Schiene: km (davon km HGV >=200 km/h; km) Wasserstra ß e: km H ä fen: 366 Flugh ä fen, 294 Seeh ä fen, 210 Binnenh ä fen Finanzielle Hilfen: max. 10% der Gesamtkosten, ausnahmsweise 20%, sofern sie grenz ü berschreitend sind oder nat ü rliche Hindernisse queren)

49 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 49 Europa - TEN TEN-Projekt Öresund: Brücken-Tunnel-Verbindung Malmö-Kopenhagen Vierspurige Autobahn, zweispurige Bahnlinie Kosten 3,3 Mrd. EUR Maut: 30 EUR/Fahrt Quelle: muenchen.de/gliederung/lehre/lehre_aktuell/raumpl3/ _europ_fachplanung.pdf muenchen.de/gliederung/lehre/lehre_aktuell/raumpl3/ _europ_fachplanung.pdf Fehmarn-Brücke (geplant) würde Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von 4 auf 3 Stunden verkürzen: Kritik aus M- V. MP Ringstorff: "unfaire Konkurrenz" für die Fährlinien, sollte der Brückenbau mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Mopo

50 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 50 EU – Interoperabilität Schiene 3 Spurweiten 5 Stromspannungen 15 Signalsysteme Personenverkehr: Bahnsteighöhen und -längen Güterverkehr: Reisegeschwindigkeit grenzüberschreitend: 18 km/h Züge langsamer als Eisbrecher in Ostsee! EU-Weißbuch 2001, S : Wettbewerb TEN-Netz-Schiene 2008: Wettbewerb gesamtes Schienennetz Güterverkehrsanteil Schiene: EU: 17 % USA: 42 % (Tonnenkilometer ohne Küstenschiffe) Dateien/Grafiken_Tabellen/PM_070116_Marktanteil_Schienengueterverkehr_D_EU_Russland_USA_China_Australien.pdf

51 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 51 Europa - Interoperabilität Richtlinie 96/48/EG des Rates vom 23. Juli 1996 über die Interoperabilität des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnsystems Amtsblatt Nr. L 235 vom 17/09/1996 S – 0024, Eckwerte für die Verwirklichung der Interoperabilität: - Mindestlichtraumprofil - Mindestbogenhalbmesser - Spurweite - Maximale Gleisbeanspruchungen - Mindestbahnsteiglänge - Bahnsteighöhe - Speisespannung - Geometrie der Fahrleitung - ERTMS-Daten (1) - Achsfahrmasse - Maximale Zuglänge - Fahrzeugbegrenzungslinie - Mindestbremswerte - Elektrische Grenzwerte der Fahrzeuge - Mechanische Grenzwerte der Fahrzeuge - Betriebliche Besonderheiten im Zusammenhang mit der Sicherheit der Zugförderung - Grenzwerte für Außengeräusche - Grenzwerte für Außenschwingungen - Grenzwerte für äußere elektromagnetische Störungen - Grenzwerte für Innengeräusche - Grenzwerte für Klimaanlagen - Besondere Merkmale für die Beförderung von Behinderten

52 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 52 Bund - Rechtsgrundlagen Verkehr gesamt Grundgesetz Art. 87e Schiene, Art. 89 Wasser, Art. 90 Bundesstraßen Bundesverkehrswegeplanung Grundsätze der Raumordnung (ROG), RaumordnungsVO, raumordnungsopolitischer Orientierungsrahmen (Leitbilder) Privilegierung Bundesverkehrswege gegenüber RO und Gemeindeplanungshoheit: § 5 ROG, § 38 Baugesetzbuch; § 16 FStrG, § 13 WaStrG Straßenverkehr: Straßengesetz, StVO, StVZO Straßenplanung: Fernstraßengesetz, Fernstraßenausbaugesetz, Straßenbaufinanzierungsgesetz Schienenplanung: AEG, Bundesschienenwegeausbaugesetz Wasserstraßen: Bundeswasserstraßengesetz Luftverkehr: Luftverkehrsgesetz, Fluglärmgesetz Finanzierung ÖPNV: Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Regionalisierungsgesetz

53 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 53 Bundesverkehrswegeplan 2003 Kabinettbeschluss: Mrd. EURO Schiene: 63,9 Mrd. Euro (plus 14 Mrd. GVFG + RegG-Mittel) Straße: 77,5 Mrd. Euro Wasserstraße: 7,5 Mrd. Euro Verhältnis Erhaltung zu Investition: 56 zu 44 % (BVWP 92: 46/54 % ) Bestandserhaltung: 82,8 Mrd. Aus- und Neubau: 64 Mrd. ; 10 Mrd. EUR pro Jahr vordringlicher Bedarf: 871 Vorhaben: 800 Straße, 47 Schiene, 24 WS u.a. 717 OU: 412 ABL, 305 NBL, Entlastung von Ortschaften und Anwohnern sowie ein flüssigerer Über-Land-Verkehr, BVWP 2003 S. 62 weiterer Bedarf: 771 Vorhaben: 750 Straße, 21 Schiene Quellen: BVWP 2003 S. 3f, 36;

54 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 54 Bundesverkehrswegeplan Bundesverkehrswegeplan ist Investitionsrahmenplan Keine Festlegung (zur Finanzierung und Realisierung, ist Aufgabe der Mehrjahrespl ä ne) BVWP...Grundlage f ü r Bedarfspl ä ne als Anlage der Ausbaugesetze Vgl. BVWP 2003, S. 3f. Vorläufer: 1. BVWP 1. Stufe Koord. Investitionsprogramm f ü r Bundesverkehrswege bis 1985 ( ) 3. BVWP ´ BVWP ´ BVWP ´ (Gesamtdeutschland) 6. BVWP

55 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 55 Bundesverkehrswegeplan Investitionsschritte 1.BVWP 2.Bedarfsnachweis Ausbaugesetz 3.Fünfjahrespläne für Ausbau (Finanzplanung) 4.jährliche Ausbaupläne (Anlage zum Bundeshaushaltsplan) Planungsschritte 1.BVWP 2.Bedarfsnachweis Ausbaugesetz 3.Raumordnungsverfahren (6 Monate) 4.Linienbestimmung (3 Monate: Straße, Wasser) 5.Planfeststellung § 17 FStrG

56 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 56 BVWP - Investitionsschritte Politisch-parlamentarisch (Das Ob) Vorarbeiten: Koalitionsvertrag; Verkehrsbericht 2000, Leitlinien; Eckpunkte Zukunftsprogramm Mobilität 2002; Verkehrsprognose Bundesverkehrswegeplan (Kabinettbeschluss: vordringlicher Bedarf VB, weiterer Bedarf (WB), zugleich Entwurf für Ausbaugesetze Schiene/Straße 2. Bedarfsnachweis Ausbaugesetze vordringlicher, weiterer Bedarf, länderübergreifende Projekte, Überprüfung alle 5 Jahre 3. Fünfjahrespläne für Ausbau (Finanzplanung) 4. jährliche Ausbaupläne (Anlage zum Bundeshaushaltsplan) Fernstraßen: FStrG, FStrAusbauG Schienen: AEG, BSWAG Wasserstraßen: WaStrG

57 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 57 BVWP – Prognose 2015 Quelle: Verkehrsprognose 2015, S. II, IV; Kurzfassung.pdf % Einwohner82,183,51,7 EW > 18 Jahre66,269,95,6 Haushalte37,539,76,1 BIP Mrd DM ,4 PKW-Bestand41,449,820,4 PKW je 1000 EW ,3 Erwerbstätige3434,51,5 Auszubildende14,512,4-14,7 Strukturdaten BIP p.a. +2,1 % Außenhandel p.a. Ausfuhr +2,8 % Einfuhr +3,5 %

58 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 58 BVWP – Prognose 2015 Quelle: Verkehrsprognose 2015, S. II, IV;

59 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 59 Erreichbarkeit

60 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 60 MIV-Erreichbarkeit

61 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 61 BVWP 2003 Umweltrisikoeinschätzung URE Raumwirksamkeitsanalyse

62 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 62 Raumwirksamkeitsanalyse (RWA) 1.Verteilungs- und Entwicklungsziel (Hinterlandanbindung: Abbau Strukturschwäche) 2.Entlastungs- und Verlagerungsziel (auch lokale Entlastung: Umgehungsstraße; Verlagerung: von Straße auf Schiene) BBR: 04.pdf 04.pdf

63 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 63 BVWP – Planungsschritte (Das Wie) BVWP Ausbaugesetz mit Bedarfsplan (Straße, Schiene) vordringlicher Bedarf: uneingeschränkt planbar weiterer Bedarf mit Planungsrecht weiterer Bedarf ohne Planungsrecht (ausnahmsweise mit Einwilligung BMV planbar) ROV (6 Monate) Linienbestimmung (3 Monate: Straße, Wasser) Im Benehmen/Einvernehmen mit Landesplanungsbehörde/ zuständiger Landesbehörde (FStrG/WStrG) Planfeststellung (Bsp. § 17 FStrG) Quelle: Bundesverkehrswegeplan 2003, S. 51 Beschluss-der-Bundesregierung-vom-02.-Juli-2003.pdf ; ROG, RoV, §§ 16, 17 Fernstraßengesetz, Beschluss-der-Bundesregierung-vom-02.-Juli-2003.pdf

64 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 64 Planungsstufen FES (Hrsg.): Eckpunkte für eine zielorientierte, integrierte Infrastrukturplanung des Bundes, WISO Diskurs 12/2010, S. 7

65 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 65 Verfahren ROV ROV-VO Bbg raumbedeutsam? Antragskonferenz Untersuchungsrahmen (Scoping), Erstellung Verfahrensunterlage, Vollständigkeitsprüfung Einleitung: Beginn 6 Monats-Frist Beteiligungsverfahren (an TÖB zur Stellungnahme, optional: öffentl. Auslegung) Prüfung der Raum- und Umweltverträglichkeit (Verfahrensunterlage, Stellungnahmen BV, Recherchen, ggf. Erörterung) Bewertung durch Landesplanung (Ziele, Grundsätze und sonst. Erfordernisse der RO) landesplanerische Beurteilung Feststellung: wie geplant, mit Maßgaben, nicht vereinbar Unterrichtung (Vorhabenträger, Beteiligte und Öffentlichkeit) Planfeststellung § 73, 74 VerwVG Vorhabenträger, Anhörungsbehörde Behörden-Beteiligung (u.a. Gemeinde § 38 BauGB) Auslegung 1 Monat Einwendungsfrist: plus 2 Wochen Erörterung (mit Betroffenen und Einwendern) Beschluss (VA), Zustellung Betroffene, Einwender, > 51 Bekanntmachung Bekanntgabe, Auslegung 2 Wochen Vereinfachtes Verfahren: Plangenehmigung Betroffene einverstanden Benehmen mit TÖB unwesentliche Planänderung: PlV ohne Anhörungsverfahren u. Bekanntgabe (Zustimmung Betroffener) Ohne PlV (Zustimmung Betroffener)

66 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 66 BVWP 2003 Leber-Plan: kein Bundesbürger soll mehr als 20 km von einer Autobahnauffahrt entfernt wohnen (Georg Leber, Bundesverkehrsminister )

67 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 67 BVWP 2003

68 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 68 Schienennetzlänge der Länder SPNV-Abbestellungen analog zu Netzlängen je EW? Kosten je gefahrenen Schienenkilometer: 7 – 12

69 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 69 BVWP 2003

70 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 70 Binnenschifffahrt - Zahlen Güterverkehrsaufkommen (Anteil an allen Verkehrsträgern) 1960: 172 Mio. t (10,1 %) 2000: 242 Mio. t (6,2 %) Güterverkehrsleistung 1960: 40,4 Mrd. tkm (28,4 %) 2000: 66,5 Mrd. tkm (13,2 %) Binnenschifffahrt führend bei Massenguttransporten (Kohle; Öl, Erze, Schrott, Düngemittel) Umweltfreundlich (energiesparend, leise), kostengünstig, sicher Mit Laufwasserkraftwerken (900 MW) energieautark Verkehr in Zahlen 2002 S km über Donau, 5 Meere und Rhein für 220 km Luftlinie

71 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 71 Land - Rechtsgrundlagen Verkehr gesamt ROG: Ziele der Raumordnung (LEPro, LEP), Raumordnungsverfahren Landesverkehrsplan, Landesverkehrsprogramm, Integriertes Verkehrskonzept, Verkehrsentwicklungsplanung Straßenplanung, Straßengesetze der Länder: (vgl. Bund) Landesstraßenbedarfsplan (Gesetz für 15 Jahre) Landesstraßenausbauplan (5-Jahres-Zeitraum) Landesstra ß enbauprogramm (Anlage zum Haushalt des Landes) Stellplatzpolitik (notwendige Stellplätze): BauO ÖPNV: Länder bestimmen Zuständigkeit (Regionalisierungsgesetz) schienengebunden (SPNV); Nahverkehrsplan SPNV (§ 7 Abs. 1 ÖPNV-Gesetz Brandenburg) straßengebunden (üÖPNV – Straßenbahn, U-Bahn, Hochbahn, Busse); Nahverkehrsplan (§ 8 Abs. 3 PBefG) Zuständigkeit i.d.R. auf Kreise und Kreisfreie Städte übertragen Finanzierung ÖPNV: Regionalisierungsgesetz

72 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 72 Gemeinde – Verkehrsplanung Verkehr gesamt: Verkehrsentwicklungsplan (Fördervoraussetzung GVFG, s. Veranstaltung integr. Verkehrsplanung)GVFG Straßenplanung: Baugesetzbuch (BauGB)...wenn die Erschließung gesichert ist (gesamte Erschließung, nicht nur § 127 BauGB) benutzbar bis wann? (Fertigstellung der baulichen Anlage, § 123 BauGB) Was ist BauGB-beitragsfähige Erschließung alles? (§ 127 BauGB) Aufgabe der Gemeinde (§ 123 BauGB), Bindung an B-Plan (§ 125 BauGB), Beitragsfähiger Erschließungsaufwand, 10% Gemeindeanteil (Ausnahme VEP) (§ 128, 129 BauGB). Verteilungsmaßstäbe (§ 131 BauGB) Straßenverkehr: Verkehrsberuhigung, -lenkung, -beschleunigung: Straßenverkehrsordnung (StVO), Querschnittgestaltung (MIV; Rad und Fußgänger) Parkraumbewirtschaftung: § 6a Abs. 6 u. 7 Straßenverkehrsgesetz (StVG) i. V. mit Landesverordnung und ggf. Gemeindesatzung (s. integr. Verkehrsplanung) Stellplatzpolitik (notwendige Stellplätze, Ablöse): Bauordnungen der Länder (Musterbauordnung § 89 Örtliche Bauvorschriften) i.V. mit Gemeindesatzung Finanzierung Straßenbau: Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (Voraussetzung: s.o.) Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

73 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 73 Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz GVFGGVFG § 2 Förderungsfähige Vorhaben Bau oder Ausbau von a) verkehrswichtigen innerörtlichen Straßen mit Ausnahme von Anlieger-/Erschließungsstraßen b) Busspuren, c) verkehrswichtigen Zubringerstraßen zum überörtlichen Verkehrsnetz, d) verkehrswichtigen zwischenörtl. Straßen in zurückgebliebenen Gebieten (gem. § 2 Abs. 2 Nr. 7 ROG), e) Straßen im Zusammenhang mit der Stillegung von Eisenbahnstrecken f) Verkehrsleitsystemen sowie von Umsteigeparkplätzen (P & R) g) öffentlichen Verkehrsflächen für GVZ (inkl. kom. Erschließungsanlagen §§ 127, 128 BauGB) a) Straßenbahnen, Hoch- und Untergrundbahnen sowie Bahnen besonderer Bauart, b) nichtbundeseigenen Eisenbahnen für SPNV (auf besonderem Bahnkörper geführt) 3. Zentrale Omnibusbahnhöfe und Haltestelleneinrichtungen, Betriebshöfe und zentrale Werkstätten für ÖPNV 4. Beschleunigungsmaßnahmen für ÖPNV (rechnergesteuerte Betriebsleitsysteme, Ampelvorrangschaltungen) 5. Kreuzungsmaßnahmen nach Eisenbahnkreuzungsgesetz oder Bundeswasserstraßengesetz 6. Beschaffung von Standard-Linienomnibussen und Standard-Gelenkomnibussen

74 ISR/TU Berlin, Energieplanung, Verkehrsplanung, Wasserwirtschaft, WS 06/07 74 Erschließung von Baugebieten verkehrsmäßige Erschließung beitragsfähig nach BauGB (zweiter Abschnitt, § 127 BauGB) I öffentl. Straßen, Wege, Plätze im Baugebiet (anbaubar und anbaufrei) Beleuchtung und Entwässerung Grünanlagen und Parkflächen als Teil von I (Keine Spielplätze) II Immissionsschutzanlagen versorgungsmäßige Erschließung beitragsfähig nach anderen Vorschriften (erster Abschnitt, § 123 BauGB) Abfall Gas Wasser, Abwasser Strom Telekommunikation Wärme § 127 Abs. 4 BauGB: Das Recht, Abgaben f ü r Anlagen zu erheben, die nicht Erschlie ß ungsanlagen im Sinne dieses Abschnitts sind, bleibt unber ü hrt (insbes. f ü r Abwasser, Elektrizit ä t, Gas, W ä rme und Wasser) s. Kommunalabgabengesetze der L ä nder, Beitragssatzungen der Aufgabentr ä ger


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