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Gerhart Hauptmann (1862-1946). Emil Zola, ein großes Talent packender Darstellung, macht ebenfalls die gründliche Beobachtung der Realität zur ersten.

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1 Gerhart Hauptmann ( )

2 Emil Zola, ein großes Talent packender Darstellung, macht ebenfalls die gründliche Beobachtung der Realität zur ersten Aufgabe des Romans, aber seine Welt ist allzu sehr die Schnapskneipe und das Bordell, und er redet die Sprache der Versoffenen, der Dirnen mit lexikalischer Genauigkeit. Er ist wahr, aber für eine Sphäre die keineswegs die von ganz Frankreich, geschweige der Menschheit ist; und damit wird er unwahr; er vergißt daß es neben dem Gestank der Kloaken auch Rosengärten und grüne Wälder, neben der Verkommenheit und Liederlichkeit auch berufstreue Arbeit, opferfreudige Liebe und Seelenadel gibt. Moriz Carriere, 1886

3 Literarische Einflüsse: Émile Zola ( ): Le roman expérimental (1880) Romanzyklus Les Rougon-Macquarts ( ) Henrik Ibsen ( ): Stützen der Gesellschaft (1877) Nora oder Ein Puppenheim (1881) Gespenster (1881)

4 Naturwissenschaftlich- weltanschauliche Einflüsse: Positivismus Hippolyte Taine ( ) Philosophie de lart (1865): race, milieu, moment Charles Darwin ( ) The Origin of Species (1859)

5 Charles Darwin, The Origin of Species, 1859

6 August Schleicher, Die deutsche Sprache, 1860

7 Stemma Stemma der Nibelungen-Handschriften © Georg Vogeler

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10 Arno Holz ( ), Johannes Schlaf ( )

11 Arno Holz ( ): Die Kunst. Ihr Wesen und ihre Gesetze (1891/92): Kunst = Natur – x (Zola: une œuvre dart cest un coin de la nature vue à travers un témperament) mit Johannes Schlaf ( ): Papa Hamlet (1889) Sekundenstil, phonographische Darstellung Die Familie Selicke (1890)

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13 Thomas Alva Edison mit Phonograph, 1878

14 Verein Durch! (1886; Eugen Wolff; Moderne; Jüngstes Deutschland) Theaterverein Freie Bühne/Berlin (1889; Otto Brahm) Zss.: Freie Bühne für Modernes Leben ( ) Heinrich u. Julius Hart: Kritische Waffengänge ( ) Michael Georg Conrad: Die Gesellschaft ( ) Verlag: S. Fischer (gegr. 1886)

15 Gerhart Hauptmann: 1) naturalistische Phase Biberpelz (1893), Bahnwärter Thiel (1888) 2) symbolistische Traumspiele Hanneles Himmelfahrt (1894), Und Pippa tanzt! (1906) 3) weltanschauungskritische Romane Der Narr in Christo Emanuel Quint (1910), Atlantis (1912) 4) mythologische Dramen Atriden-Tetralogie (entst )

16 Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra ( ): Kap. Vor Sonnen-Aufgang

17 Peter Szondi: Theorie des modernen Dramas (1956) analytisches Drama

18 A.F. Tregold, Mental Deficiency, 1908

19 Gustav Bunge: Die Alkoholfrage (1887)

20 Schauspielhaus Mannheim, 2005

21 Bühnenbildskizze zum Erstdruck 1889

22 Loth ist mittelgroß, breitschultrig, untersetzt, in seinen Bewegungen bestimmt, doch ein wenig ungelenk; er hat blondes Haar, blaue Augen und ein dünnes, lichtblondes Schnurrbärtchen, sein ganzes Gesicht ist knochig und hat einen gleichmäßig ernsten Ausdruck. Er ist ordentlich, jedoch nichts weniger als modern gekleidet. Sommerpaletot, Umhängetäschchen, Stock.

23 Helene kommt lesend aus dem Wintergarten; ihre große, ein wenig zu starke Gestalt, die Frisur ihres blonden, ganz ungewöhnlich reichen Haares, ihr Gesichtsausdruck, ihre moderne Kleidung, ihre Bewegungen, ihre ganze Erscheinung überhaupt verleugnen das Bauernmädchen nicht ganz.

24 Soziolekt, Dialekt, Ideolekt restringierter Code Georg Büchner: Woyzeck (entst. 1836; EA 1879; UA 1913) Hauptmann: Die Weber (UA 1893) De Waber (1891)

25 Aktschluß III: HELENE, mit sich kämpfend. In einer sich schnell bis zur Bewußtlosigkeit steigernden Erregung. Mühsam hervor stammelnd. Auch noch mehr w-ollte ich Ihnen... Ihnen sagen, nämlich... näm - lich: daß ich Sie sehr hoch - achte und verehre wie ich bis jetzt... bis jetzt noch keinen Mann... daß ich Ihnen vertraue daß ich be - reit bin, das... das zu beweisen daß ich etwas für dich, Sie fühle... Sinkt ohnmächtig in seine Arme. LOTH. Helene!

26 Aktschluß V: Wahr! stößt Helene hervor und hat einen Augenblick Mühe, aufrechtzustehen. Im nächsten durchfährt sie eine verzweifelte Energie. Sie rennt nach dem Vordergrunde und ergreift den Hirschfänger samt Gehänge, der an dem Hirschgeweih über dem Sofa befestigt ist. Sie verbirgt ihn und hält sich still im dunklen Vordergrund, bis Eduard, aus Hoffmanns Zimmer kommend, zur Mitteltür hinaus ist. Die Stimme des Bauern, immer deutlicher: Dohie hä, biin iich nee a hibscher Moan? Auf diese Laute, wie auf ein Signal hin, springt Helene auf und verschwindet ihrerseits in Hoffmanns Zimmer. Das Hauptzimmer ist leer, und man hört fortgesetzt die Stimme des Bauern: Dohie hä, hoa iich nee die schinsten Zähne, hä? Hoa iich nee a hibsch Gittla? Miele kommt durch die Mitteltür. Sie blickt suchend umher und ruft: Freilein Helene! und wieder: Freilein Helene! Dazwischen die Stimme des Bauern: s Gald iis mei-ne! Jetzt ist Miele ohne weiteres Zögern in Hoffmanns Zimmer verschwunden, dessen Türe sie offenläßt. Im nächsten Augenblick stürzt sie heraus mit den Zeichen eines wahnsinnigen Schrecks; schreiend dreht sie sich zwei – drei Mal um sich selber, schreiend jagt sie durch die Mitteltür. Ihr ununterbrochenes Schreien, mit der Entfernung immer schwächer werdend, ist noch einige weitere Sekunden vernehmlich. Man hört nun die schwere Haustüre aufgehen und dröhnend ins Schloß fallen, das Schrittegeräusch des im Hausflur herumtaumelnden Bauern, schließlich seine rohe, näselnde, lallende Trinkerstimme ganz aus der Nähe durch den Raum gellen: Dohie hä? Hoa iich nee a poar hibsche Tächter?

27 Geburtszange

28 Das aber nahm ich, als Resultat dieser Aufführung, für mich persönlich heim, daß der Realismus, auch der künstlerischste, wenn er aus dem Buch auf die Bretter tritt, doch gewissen Bühnengesetzen unterworfen bleibt, und daß Züge lebendigen Lebens, die dem realistischen Roman, auch wenn sie häßlich sind, zur Zierde gereichen, auf der Bühne prosaisch wirken, wenn man ihnen die Locken ihrer Kraft nimmt, oder abstoßend, wenn man ihnen ihre Echtheit beläßt. Theodor Fontane, 1889

29 Um nun auf dieses Fricassée von Unsinn, Kinderei und Verrücktheit die Aufmerksamkeit des Publikums zu lenken, durchsetzte es Herr Hauptmann mit einem Gemisch von Roheiten, Brutalitäten, Gemeinheiten, Schmutzereien, wie es bisher in Deutschland unerhört gewesen war. Der Kot wurde in Kübeln auf die Bühne getragen, das Theater zur Mistgrube gemacht [...]. Conrad Alberti, 1890

30 Münchner Kammerspiele, 2005


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