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Tatort Schule Schwierige Schüler: Handlungsbedarf und Reaktionsmöglichkeiten aus Sicht der Lehrer © Ute Eberlein, BLin 19.05.2014.

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Präsentation zum Thema: "Tatort Schule Schwierige Schüler: Handlungsbedarf und Reaktionsmöglichkeiten aus Sicht der Lehrer © Ute Eberlein, BLin 19.05.2014."—  Präsentation transkript:

1 Tatort Schule Schwierige Schüler: Handlungsbedarf und Reaktionsmöglichkeiten aus Sicht der Lehrer © Ute Eberlein, BLin

2 Der ganz normale Schulwahnsinn 1. Ein Schultag Von 7.00 Uhr bis Uhr Sonstiges: Ausflüge, Klassefahrten Klassenzimmer / Unterricht Aula, Flure, Pausenhof Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg © Ute Eberlein, BLin Physische Gewalt 1.2 Psychische Gewalt 1.3 Kollektive Gewaltformen von Schülern (Unterrichtsstörungen) 2.Psychische Beeinträchtigungen (ADHS, Schulangst, Schulschwänzen …) 3. Lernstörungen (LRS, Legasthenie, Dyskalkulie, …)

3 © Ute Eberlein, BLin Präventions- und Interventions- möglichkeiten

4 © Ute Eberlein, BLin Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg Aula/ Flure/ Pausenhof Klassenzimmer Unterricht Sonstiges: Ausflüge / Klassefahrten Physische Gewalt Schubsen Rempeln Treten Schlagen Schwitzkasten nehmen Geschlechtsteil treten Nippel zwicken Stolpern lassen Mit Gewalt festhalten An den Haaren ziehen Beeinträchtigung des Schülers auf Grund des häuslichen Umfeldes

5 Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg Aula, Flure, Pausenhof Unterricht Sonstiges: Ausflüge, Klassefahrten Physische Gewalt Untersuchungen belegen nicht, dass Gewaltakte, die von Schülerinnen und Schülern ausgehen, heute häufiger sind als früher. Untersuchungen zeigen jedoch, dass Schülerinnen und Schüler heute 'anders' sind als früher: 'Sie sind lebendiger, selbständiger, kreativer, eigenwilliger, informierter, freimütiger, aufmüpfiger, mutiger (gegenüber Autoritäten), vorlauter, diskussionsfreudiger, sie sind damit im Unterricht auch unruhiger, dreister, frecher, undisziplinierter, ungehorsamer...?' Krumm 1998, man.1 Das Problem der Lehrer besteht in dieser Hinsicht darin, dass die bisher praktizierten Disziplinierungstechniken zunehmend unwirksam werden, weil Kinder der heutigen Generation sich nicht mehr fraglos Autoritäten unterwerfen und deren Anweisungen ohne Widerstand Folge leisten, dass viele Lehrer nicht die hinter dem Störverhalten stehenden positiven Qualitäten erkennen und ihnen Mittel und Wege fehlen, diese, falls sie sie denn doch erkennen und fördern wollen, im und durch Unterricht entsprechend zu kanalisieren, so dass sie nicht zum Störverhalten werden. Sich auf keinen Machtkampf einlassen!!! © Ute Eberlein, BLin

6 © Ute Eberlein, BLin Beschimpfen Hänseln Verletzende Bemerkungen Gerüchte verbreiten Eltern beschimpfen Auslachen Keine Informationen weitergeben Ausgrenzen (nicht mitspielen lassen) Bewusst übersehen Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg Aula/ Flure/ Pausenhof Klassenzimmer Unterricht Sonstiges: Ausflüge/ Klassefahrten Psychische Gewalt

7 Unterricht Sonstiges: Ausflüge, Klassefahrten Psychische Gewalt Beeinträchtigung des Schülers auf Grund des häuslichen Umfeldes Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg Aula, Flure, Pausenhof Klassenzimmer Unterricht Sonstiges: Ausflüge, Klassefahrten Physische Gewalt Mobbing © Ute Eberlein, BLin Drogen

8 Merkmale von Schülermobbing: 1. Es handelt sich um einen Konflikt, der sich verfestigt hat. 2. Von zwei Kontrahenten ist einer in die Unterlegenheit geraten. 3. Die Angriffe geschehen häufig. 4. Die geschehen während längerer Zeit. 5. Der Gemobbte hat kaum die Möglichkeit, aus eigener Kraft aus seiner Lage herauszukommen. (6.) Man will das Opfer los werden. Nachrufen von Schimpfnamen Unfaires Verhalten bei Sport & Spiel Verstecken, Beschädigen, Stehlen v. Kleidungsstücken Sexuelle Belästigung Zerstören von im Unterricht erarbeiten Materialien Verspotten Hänseln Ungerechtfertige Anschuldigungen Zurückhalten wichtiger Informationen Auslachen Verletzende Bemerkungen Erfinden von Gerüchten Ausgrenzen aus der Klassen- gemeinschaft Abpassen auf dem Schulweg: Verfolgen, Jagen, Stoßen, Verprügeln © Ute Eberlein, BLin

9 © Ute Eberlein, BLin Bushaltestelle / Schulbus / Schulweg Aula, Flure, Pausenhof Klassenzimmer Unterricht Sonstiges: Ausflüge, Klassefahrten Psychische Beeinträchtigungen / Störungen Z.B. ADHS, Schulangst, Schulschwänzen, kindliche Depression, Essstörungen, … Eltern- gespräch Beratungs- lehrer Schul- psychologen

10 Symptome von AD(H)S Impulsivität: Handelt unüberlegt, platzt rein, kann nicht abwarten, schnell frustriert, unterbricht andere, unorganisiert, unordentlich, stimmungswechselhaft, nicht gründlich, reagiert übermäßig, fühlt sich schnell provoziert Aufmerksamkeitsdefizit: Unkonzentriert, ablenkbar, kurze Aufmerksamkeit, scheint nicht zuzuhören, übersieht Details, vergisst Dinge, bricht Aufträge ab, keine Ausdauer Hyperaktivität: Zappelt ständig, rastlos, kann sich nur schwer ruhig verhalten, … Dabei kann die Hyperaktivität bei einem Drittel kaum oder gar nicht ausgeprägt sein. © Ute Eberlein, BLin

11 1. Vergesslich und schlechtes Kurzzeitgedächtnis: - Vergisst schnell, besonders alltägliche Dinge - Alles, was nicht spannend ist, ist schnell aus dem Sinn - Verliert oft Sachen 2. Wirkt zerstreut - Wenig Überblick und geringe Eigenorganisation 3.Regeln einhalten – eine der schwersten Übungen - Eigensinnig - Will nur seinen Willen durchsetzten - Alles und nichts wird endlos diskutiert 4. Arbeitsverhalten lässt zu wünschen übrig - Kein Überblick und wenig Strategie - Anfang ist schwer – lieber alles auf die lange Bank schieben 5. Stimmungslabil: Berg- und Tal- Fahrt der Emotionen - Schnell gereizt und auf 180 – oder zu Tode betrübt - Stehaufmännchen: kann auch schnell vergessen und Enttäuschungen wegstecken 6. Selbstwertgefühl im Keller - Manchmal nach außen Powermann oder Clown – allerdings mit hochsensiblen Kern 7. Sozialverhalten - oft eine Katastrophe - Mangelnde Einschätzung von sich und den anderen - Integration in eine Gruppe – meist schwierig - Bekommt schnell die Rolle eines Außenseiters zugeschrieben © Ute Eberlein, BLin

12 Klassenzimmer/ Unterrichtsstörungen schwätzen rein rufen lautes Schreien themenabweichende Fragen stellen Anweisungen des Lehrers missachten Einsetzten von Mimik und Gestik Beschäftigung mit unterrichtsfremden Gegenständen (ADHS!!) Umherwerfen von Gegenständen schlagen mit Gegenständen Rangeleien mit anderen in der unterrichtsfreien Phase fehlende Unterrichtsmaterien muss von Mitschülern (lautstark) ausgeliehen werden zu spät kommen © Ute Eberlein, BLin

13 Lese- Rechtschreibschwäche Legasthenie Dyskalkulie Visuelle und auditive Wahrnehmungsstörungen … Lernstörungen Klassenzimmer / Unterricht © Ute Eberlein, BLin Eltern- gespräch Schul- psychologen Beratungs- lehrer Förder- unterricht

14 © Ute Eberlein, BLin Noch Fragen ??

15 Reaktionsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten aus Sicht der Schule Prävention A) Schulklima a) Räumliches Umfeld / Normen und Werte b) Schuhausordnung c) Polizeiliche Gewaltprävention Intervention B) Schulische Maßnahmen a) Schulhausordnung (auch Prävention) b) Ordnungsmaßnahmen c) Schulhausinterne Maßnahmen c.a) Streitschlichter c.b) Trainingsraum c.c.) Auszeit c.d) Notfallstundenplan c.e) Schulhausinterne Erziehungshilfe c.f) Schülercoaching Prävention und Intervention C) Rituale c.a Klassenregeln c.b Gesprächskreis c.c Klassenrat c.d Stimmungsbarometer D) Elternarbeit E) Beratungslehrer und Schulpsychologen F) Kooperationspartner (Jugendamt/ASD, Polizei, MSD, …) © Ute Eberlein, BLin

16 Prävention a) Verbesserung des Schulklimas: 1.Räumliche Umgebung Schulen, in denen Kinder ihre Räumlichkeiten selbst mitgestalten und ausschmücken können (Klassenräume die von den Schülern mit privaten Besitz bestückt werden, Aquarien, gemalte Bilder, Produkte aus dem Werkunterricht, Pflanzen, …), stellen erheblich weniger offene Aggressionen fest. Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte der Schule, er vermittelt den ersten Eindruck über Sauberkein, Pflege und Gestaltung. 2. Reparaturen sofort durchführen lassen. Evtl. Schüler und Eltern mit einbeziehen. 3. Sofortige Beseitigung von Schmutz und Müll (Die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden hat schon vor vielen Jahren ein Beispiel gegeben, indem sie den Reinigungsdienst der Schule selbst in die Hand genommen und von Schülern und Lehrern hat durchführen lassen.) 4. Umgangston zwischen Schulleitung und Lehrkräften, zwischen Lehrkräften untereinander, zwischen Lehrkräften und Schülern, zwischen Lehrkräften und Eltern 5. Normen und Werte Benimm-Regeln: Grüßen, bitte – danke, Türe aufhalten Respekt und Achtung vor Gengenständen (Inventar und Schulbücher) und Personen © Ute Eberlein, BLin

17 Prävention Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund In einigen Bundesländern, z.B. in Nordrhein-Westfalen, bilden Hauptschulen Auffangklassen, in denen ausschließlich Kinder und Jugendliche beschult werden, die erst noch die deutsche Sprache erlernen müssen. Diese speziellen Klassen, deren Schülerzahl klein ist, werden für maximal drei Jahre gebildet, da davon ausgegangen wird, dass sie in dieser Zeit genügend deutsche Sprachkenntnisse erworben haben, um am regulären Unterricht mit deutschen Schüler/innen teilnehmen zu können. In diesen Klassen sind keine größeren Verhaltensauffälligkeiten bekannt. Alle haben das gleiche Ziel, nämlich das Erlernen der deuten Sprache. Es unterrichten zwei Lehrkräfte in diesen Klassen und legen dabei sehr großen Wert auf kooperatives soziales Verhalten. © Ute Eberlein, BLin

18 b) Hauptschule Cadolzburg Schulordnung Breslauer Str. 1, Cadolzburg, Tel Miteinander leben erfordert Regeln. Sich an gemeinsame Regeln halten gehört zu den Schlüsselqualifikationen im sozialen Bereich. Deshalb haben Schüler, Elternvertreter und Lehrer gemeinsam diese Schulordnung erarbeitet, um die pädagogische Verantwortung wahrzunehmen und Klarheit und Entscheidungshilfen für alle bereitzustellen. Sie gilt für den Bereich des Schulgeländes und den Schulweg. VergehenMaßnahmeÜberprüfung Allgemeines Verhalten Beschimpfung, Beleidigung, Ausdrücke sagen Entschuldigung, Streitschlichter aufsuchen, Mitteilung mit Zitat, Verweis Streitschlichter/ Lehrer Beschädigung von fremden Sachen a) versehentlich, unabsichtlich b) absichtlich a) Entschuldigung und Ersetzen/Kostenübernahme b) Entschuldigung, Ersetzen/Kostenübernahme, Verweis Lehrer StehlenVerweis, immer Polizei einschalten,Lehrer/Schulleitung Gewalttätigkeit/ Schlägerei a) Belästigung b) schwere Fälle a) Entschuldigung, Streitschlichter aufsuchen b) Verweis, gegebenenfalls Polizei einschalten Lehrer/Schulleitung Mobbing/ Bedrohung/ ErpressungVerweis, Polizei einschaltenLehrer/Schulleitung Rauchen/ Alkohol/ DrogenBenachrichtigung der Eltern/ Polizei, VerweisLehrer/Schulleitung Unangemessene, unsaubere und provozierende Kleidung Mützen und Kapuzen im Klassenzimmer Kleidungswechsel wenn möglich, nach Hause Schicken zum Kleiderwechsel, Benachrichtigung der Eltern Lehrer/Schulleitung © Ute Eberlein, BLin

19 Werden Maßnahmen ergriffen, die als Ordnungsmaßnahmen im EUG aufgeführt sind, werden sie im Schülerakt vermerkt (Verweis, verschärfter Verweis, Ausschluss aus dem Unterricht, Schulausschluss). Alle anderen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes liegen in der pädagogischen Verantwortung des einzelnen Lehrers und der Schulleitung. Diese Schulordnung wird in jedem Schuljahr durch das Schulforum überprüft und gegebenenfalls revidiert. VergehenMaßnahmeÜberprüfung Schulgelände/Bus Drängeln während des Pausenverkaufshinten anstellen, Schulordnung abschreiben, Ausschluss vom Verkauf Hausmeister/Lehrer Abfall/Verunreinigung im Schulgelände Kaugummi kauen Dienst für die Gemeinschaft (z.B. 1 Woche Schulhof säubern), Verweis, Privileg der Aulapause streichen Hausmeister/Lehrer Schneeball werfen/Einseifen mit SchneeVerweisLehrer Verschmutzung der UnterrichtsräumeSäubern, bei schweren Fällen VerweisLehrer SpuckenReinigung, bei Wiederholung VerweisLehrer/Hausmeister Absichtlich Toilette verunreinigenSäubern, Verweis, Dienst für die Gemeinschaft, Öffnung nur zu bestimmten Zeiten Lehrer/Hausmeister Absichtlich mit Getränken spritzen, Flaschen zerbrechen, Flaschen in nicht zugelassenen Räumen Säubern, Kosten für Reinigung übernehmen, ggf. Mitteilung/Verweis Hausmeister/Lehrer Rücksichtsloses Verhalten im und am Bus (aussteigen, einsteigen) Mitteilung, Verweis, Ausschluss von BeförderungSchulleitung/Busfahr er Schulhaus/Unterricht Stören durch Handy /MP3 Player/iPod (ausgeschaltet; darf weder zu sehen noch zu hören sein); Sonderregelung Mittagspause Gerät wegnehmen, dem Schulleiter übergeben, Abholung nur durch Eltern nach vereinbartem Zeitraum Lehrer/Schulleitung Sportsachen nicht vorhandenTheoriestunde, schriftliches Protokoll, Mitteilung, VerweisLehrer Unentschuldigt im Unterricht fehlen, auch wiederholtes Verschlafen, Zuspätkommen Nacharbeit, Mitteilung, VerweisLehrer Unerlaubtes Herumlaufen im SchulhausSchulordnung abschreiben, Nacharbeit, Mitteilung, VerweisLehrer/Schulleitung © Ute Eberlein, BLin

20 © Ute Eberlein, BLin c) Polizeiliche Gewaltprävention (Gewalt – Macht – Schule)

21 Auszug aus dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesens (BayEUG): Art. 86: Ordnungsmaßnahmen als Erziehungsmaßnahmen (1) Zur Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags oder zum Schutz von Personen und Sachen können nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Ordnungsmaßnahmen gegenüber Schülern getroffen werden, soweit andere Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen. (2) 1 Ordnungsmaßnahmen sind: 1.der schriftliche Verweis durch die Lehrkraft oder den Förderlehrer, 2.der verschärfte Verweis durch den Schulleiter, 3.die Versetzung in eine Parallelklasse der gleichen Schule durch den Schulleiter, 4.der Ausschluss in einem Fach für die Dauer von bis zu vier Wochen durch den Schulleiter, 5.der Ausschluss vom Unterricht für drei bis sechs Unterrichtstage, bei Berufsschulen mit Teilzeitunterricht für höchstens zwei Unterrichtstage, durch den Schulleiter 6.der Ausschluss vom Unterricht für zwei bis vier Wochen (ab dem neunten Schulbesuchsjahr bei Vollzeitunterricht) durch die Lehrerkonferenz, 7.bei Pflichtschulen die Zuweisung an eine andere Schule der gleichen Schulart auf Vorschlag der Lehrerkonferenz durch die Schulaufsichtsbehörde, 8.die Androhung der Entlassung von der Schule durch die Lehrerkonferenz, 9.die Entlassung von der Schule durch die Lehrerkonferenz (Art. 87),Art der Ausschluss von allen Schulen einer oder mehrerer Schularten durch das zuständige Staatsministerium (Art. 88).Art. 88 © Ute Eberlein, BLin Intervention: schulische Maßnahmen

22 © Ute Eberlein, BLin Streitschlichter an Schulen

23 Definition von Streitschlichtung (Mediation). Streitschlichtung ist ein Verfahren, bei dem zwei oder mehrere sich streitende Parteien mit Hilfe eines neutralen Vermittlers (Schlichter) Lösungen für ihr Problem suchen. Ziel der Streitschlichtung Förderung einer selbstbestimmten Lösung durch Streitschlichter, die sich an den Interessen, Bedürfnissen und zukünftigen Lebensumständen aller Beteiligten orientiert. (Gewinner-Gewinner-Lösung) Streitschlichter an Schulen © Ute Eberlein, BLin

24 © Ute Eberlein, BLin Entwicklung einer Streitkultur Streiten hat immer auch etwas lustvolles, worauf Schüler/innen (und nicht nur diese) ungern verzichten wollen. Es kann daher nicht Sinn von Streitschlichtung sein, alle Streitfälle zu vermitteln, sondern nur die, bei denen den beiden Konfliktbeteiligten an einer Beilegung gelegen ist und diese nicht eigenständig zu Wege bracht werden kann. Typische Fälle und adäquate Anwendungsbereiche: Beschimpfung Beleidigung körperliche Auseinandersetzungen Sachbeschädigung Nötigungen interkulturell geprägte Streitereien Nicht durch Streitschlichter zu vermitteln sind: (schwere) Körperverletzung Sexuelle Nötigung Konflikte, die bereits über lange Zeit fest gefahren sind (Mobbing) Delikte (Drogen, Vandalismus, … ) Streitereien unter Geschwistern Diebstahl Konflikte zw. Lehrern und Schülern Familiäre Probleme

25 die Bereitschaft, sich auf ein Gespräch einzulassen. die Bereitschaft sich dem Konflikt zu stellen. die Bereitschaft zur Offenheit. die Bereitschaft, gemeinsame Lösungen finden. Streitschlichtung fördert … die Gesprächsbereitschaft. die Konfliktfähigkeit. die Verhandlungsfähigkeit. selbst verantwortendes Handeln. die Entscheidungsfähigkeit. Streitschlichtung will … Streitschlichtung fordert … in Konflikten vermitteln. qualifiziert beraten und Entscheidungshilfen anbieten. einen Rahmen für Begegnung und Verhandlung bieten. vertraulich und verantwortlich sein. offenen und freien Zugang bieten. © Ute Eberlein, BLin

26 © Ute Eberlein, BLin Intervention: schulische Maßnahmen Trainingsraum Auszeit Notfallstundenplan Schulhausinterne Erziehungshilfe Schülercoaching

27 © Ute Eberlein, BLin Die Ziele des Trainingsraumprogramms 1.) Das erste und wesentliches Ziel des Programms besteht darin, die lernbereiten Schüler/innen zu schützen und ihnen entspannten, ungestörten qualitativ guten Unterricht anzubieten 2.) Das zweite Ziel des Programms besteht darin, häufig störenden Schülern/innen Hilfe anzubieten, die darauf ausgerichtet sind, dass sie ihr Sozialverhalten verbessern und die notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen erwerben. Regeln des Traininsgraumprogramms Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten. Jede/r muss stets die Rechte der anderen respektieren. Voraussetzungen für die Einführung des Trainingsraumprogramms 1.) Es steht ein Raum zur Verfügung 2.) Es stehen Lehrkräfte zur Verfügung, die sich mit dem Programm identifizieren können 3.) Das Lehrerkollegium ist von der Wirksamkeit des Programms zu überzeugen und macht mit 4.) Es gibt dafür Verfügungsstunden 5.) Die Regeln werden streng eingehalten

28 © Ute Eberlein, BLin Reihenfolge der Durchführung Der Schüler geht in den Trainingsraum Er erstellt einen Rückkehrplan/eine Vereinbarung, dann darf er zurück in die Klasse Bei der Rückkehr darf er nicht erneut stören und sollte den Rückkehrplan mit dem Lehrer besprechen Bei erneuter Störung - Rückkehr in den Trainingsraum Bei gehäuftem Fehlverhalten – Beratungsgespräch mit den Eltern Die Arbeit im Trainingsraum Erstellung eines Rückkehrplan nach folgendem Schema: Was habe ich getan? Gegen welche Regeln habe ich verstoßen? Welche Folgen haben mein Verhalten? Habe ich das gewollt? Will ich das? Was kann ich besser machen? Welche Vereinbarungen treffe ich, um zu zeigen, dass ich bereit bin, mein Verhalten zu verändern?

29 © Ute Eberlein, BLin Auszeit

30 MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag Lehrer Raum Schön R4 Unterburger 0.14 Eberlein 1.03 Kolb 2.05 Lämmermann Lämmermann 0.01 Schmidt LZ Eberlein Comp. alt Eberlein Comp. neu Autenrieth Rektorat Eberlein 1.03 Lämmermann Körber LZAutenrieth Rektorat Schönfelder 0.16 Unterburger 1.01 Autenrieth Rektorat Lämmermann Lämmermann 0.01 Held 0.14 Schönfelder 0.16 Autenrieth Rektorat Lämmermann Autenrieth 1.06 Ghabour 1.04 Autenrieth Rektorat Held 1.01 Autenrieth Rektorat Autenrieth 1.06 Körber LZ Autenrieth Rektorat Held 1.01 HS CadolzburgSchuljahr 2006/07 Notstundenplan © Ute Eberlein, BLin

31 © Ute Eberlein, BLin Schulhausinterne Erziehungshilfe Schülercoaching: Das Cadolzburger Modell Lehrer sprechen mit Schülern in Einzelgesprächen oder in Kleingruppen. Das Tätigkeitsfeld ist vielseitig: Schüler mit Verhaltensproblemen Schüler mit Konzentrationsstörungen Probleme zwischen Schülern Probleme zwischen Schülern und Lehrern

32 Prävention und Intervention Klassenregeln: 1.Ich lasse den anderen ausreden 2.Ich nehme den anderen ernst. 3.Ich antworte höflich. 4.Ich frage nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe. 5.Ich spreche ruhig. 6.Ich schaue meinen Gesprächspartner an. Es ist wichtig, dass bei Verstößen der Schul- und Klassenregeln Konsequenzen folgen. Rituale 1.Morgenkreis 2.Gesprächskreis 3.Klassenrat 4.Stimmungsbarometer © Ute Eberlein, BLin Elternarbeit Beratungslehrkräfte und Schulpsychologen Kooperationspartner : Jugendamt (ASD), Polizei, MSD,

33 Bestandteile: Ich bin (Gefühl) wenn du (Auslöser) weil (Begründung) und ich möchte, dass (Wunsch) Beispiel: Ich fühle mich gestört, wenn du mit dem Kugelschreiber klippst, weil ich mich dann nicht mehr konzentrieren kann und ich möchte, dass du das bleiben lässt! Ich - Botschaften © Ute Eberlein, BLin

34 © Ute Eberlein, BLin Noch Fragen ?? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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