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1 Referent: Daniel Bura, Rechtsanwalt Dauer: ca. 3,5 Std. Folienanzahl:72 Stück Übersicht über die Steuern in der Anwaltstätigkeit.

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1 1 Referent: Daniel Bura, Rechtsanwalt Dauer: ca. 3,5 Std. Folienanzahl:72 Stück Übersicht über die Steuern in der Anwaltstätigkeit April 2012

2 2 Überblick über die einzelnen Steuern (Auszug) Einkommensteuer Körperschaftsteuer Gewerbesteuer Grunderwerbsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer Umsatzsteuer

3 3 Überblick über die einzelnen Steuern … Das war noch lange nicht alles … Biersteuer, Branntweinsteuer, Essigsäuresteuer, Hundesteuer, Kaffeesteuer, Kinosteuer, Leuchtmittelsteuer, Rennwettsteuer, Schaumweinsteuer, Süßstoffsteuer, Tanzsteuer, Teesteuer u.v.m.

4 4 Einordnung Ertragsteuern: Steuern, die auf einen Vermögenszuwachs erhoben werden Einkommensteuer Körperschaftsteuer Gewerbesteuer

5 5 Einordnung Substanzsteuern: Steuern, die an einen bestimmten Vermögensstamm anknüpfen Erbschaft- und Schenkungsteuer Grundsteuer

6 6 Einordnung Verkehrsteuern: Steuern, die die Teilnahme am Rechts- und Wirtschaftsverkehr erfassen Umsatzsteuer Grunderwerbsteuer Rechtsvorgänge, die auf Übertragung des Eigentums an inländischen Grundstücken bzw. bestimmter Rechte an Grundstücken gerichtet sind (§ 1 GrEStG)

7 7 Einkommensteuer Steuersubjekte: natürliche Personen (§§ 1,2 EStG) Personengesellschaften, wie z.B. GbR, OHG und KG sind Zurechnungsobjekte aber nicht Steuersubjekte (Transparenzprinzip) Einkommensteuerpflichtig sind die einzelnen Gesellschafter. Progressiver Steuertarif (§ 32a Abs. 1 EStG)

8 8 Einkommensteuer: Einzelunternehmer/Mitunternehmer Der Einzelunternehmer ist als natürliche Person selbst einkommensteuerpflichtig I.d.R. Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit § 15 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 EStG

9 9 Einkommensteuer: Einzelunternehmer/Mitunternehmer Der Mitunternehmer ist als natürliche Person einkommensteuerpflichtig. Die Mitunternehmerschaft ist nur Zurechnungsobjekt. I.d.R Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG Vorauss.: Mitunternehmerschaft, die Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt

10 10 Prüfungsaufbau Einkommensteuer 1.Persönliche Steuerpflicht 2.Veranlagungsform 3.Sachliche Steuerpflicht a)Einkünftequalifikation Steuerbare Tätigkeit Einkünfteerzielungsabsicht Sieben Einkunftsarten: Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständige Arbeit, nichtselbständige Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, sonstige Einkünfte

11 11 Prüfungsaufbau Einkommensteuer b) Einkünfteermittlung Überschussrechnung (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG) Gewinnermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG) -Betriebsvermögensvergleich (§ 4 Abs. 1 EStG) -Qualifizierter Betriebsvermögensvergleich (§ 5 EStG) -Vereinfachte Gewinnermittlung (§ 4 Abs. 3 EStG) 4.Sachliche Steuerbefreiungen 5.Summe der Einkünfte – Verlustausgleich

12 12 Prüfungsaufbau Einkommensteuer 6.Sonstige persönliche Abzüge 7.Festzusetzende Jahressteuer Tarifliche Einkommensteuer Steuersatzermäßigung für außerordentliche Einkünfte (§ 34 EStG) 8.Steuerermäßigungen Pauschale Anrechnung der Gewerbesteuer (§ 35 EStG) Thesaurierungsbesteuerung 9.Steueranrechnungsbeträge Einkommensteuervorauszahlungen (§ 36 Abs. 2 Nr. 1 EStG) Steuerabzugsbeträge (§ 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG)

13 13 Körperschaftsteuer Steuersubjekte: Kapitalgesellschaften, z.B. AG, KG auf Aktien, GmbH Besteuerung erfolgt losgelöst vom Anteilseigner (Trennungsprinzip) Steuersatz: 15 % (§ 23 Abs. 1 KStG)

14 14 Prüfungsaufbau Körperschaftsteuer 1.Persönliche Steuerpflicht 2.Bemessungsgrundlage: Das zu versteuernde Einkommen (§ 7 Abs. 1 KStG) a)Einkünftequalifikation Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 8 Abs. 2 KStG) b)Einkünfteermittlung Einkommen (§ 8 Abs. 1 S. 1 KStG)

15 15 Prüfungsaufbau Körperschaftsteuer Sachliche Steuerbefreiungen -Mitgliederbeiträge (§ 8 Abs. 5 KStG) -Gewinnausschüttungen (§ 8 b Abs. 1 KStG) -Veräußerungsgewinne (§ 8 b Abs. 2 KStG) Abzug von Freibeträgen (§§ 24, 25 KStG) c)Tarif 15 % (§ 23 Abs. 1 KStG)

16 16 Gewerbesteuer Steuerobjekt: jeder stehende Gewerbebetrieb, der im Inland betrieben wird (§ 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG) Objektsteuer: die persönlichen Verhältnisse des Betriebsinhabers bleiben außer Betracht Besteuerungsgrundlage: Gewerbeertrag Höhe: je nach Hebesatz der Gemeinde

17 17 Prüfungsaufbau Gewerbesteuer 1.Steuerobjekt 2.Bemessungsgrundlage: Gewerbeertrag a)Gewinn nach EStG oder KStG (§ 7 GewStG) b)Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) c)Kürzungen (§ 9 GewStG) d)Gewerbeverlust aus Vorjahren 3.Freibetrag 4.Steuermessbetrag 5.Hebesatz der Gemeinde

18 18 Möglichkeiten der anwaltlichen Tätigkeit Einzelanwalt Angestellter Anwalt Rechtsanwaltssozietät als BGB-Gesellschaft / Partnerschaftsgesellschaft Anwalts-GmbH

19 19 Einzelanwalt Einkünftequalifikation: Einkünfte aus selbständiger Arbeit, § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG Rechtsanwalt als Freiberufler (Katalogberuf)

20 20 Einzelanwalt Abgrenzung zur gewerblichen Tätigkeit i.S.d. § 15 EStG: Umschlagen in eine gewerbliche Tätigkeit möglich, wenn der Stpfl. wegen zu großer Auftrags- und Mitarbeiterzahl nicht mehr selbst leitend und eigenverantwortlich tätig ist.

21 21 Einzelanwalt Abgrenzung zur nichtselbständigen Tätigkeit i.S.d. § 19 EStG: Nicht selbständig, also Arbeitnehmer sind diejenigen, die in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers stehen oder im geschäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet sind (§ 1 Abs. 2 Satz 2 LStDV)

22 22 Einzelanwalt Demzufolge ist selbständig insbesondere, wer Entgeltrisiken trägt, die Höhe seiner Einkünfte stark beeinflussen kann und Art und Umfang seiner Tätigkeit selbst zu bestimmen in der Lage ist.

23 23 Einzelanwalt Steuerliche Unterschiede zwischen Selbständigkeit und Nichtselbständigkeit: Nur Selbständige unterliegen der Umsatzsteuer und sind aufzeichnungspflichtig. Nur Arbeitsentgelt unterliegt dem Lohnsteuerabzug, und der Pflicht zur Leistung von Sozialabgaben.

24 24 Einzelanwalt Freibeträge und Vergünstigungen gelten nur für nicht selbständig Tätige Das Vermögen, das der Selbständige seiner Tätigkeit widmet, wird steuerverstricktes Betriebsvermögen. Selbständige unterliegen der steuerlichen Betriebsprüfung.

25 25 Einzelanwalt Möglichkeiten der Einkommensermittlung: Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG (sog. 4-3-Rechner), in der Praxis der Regelfall, da weniger aufwendig, außer bei Kanzleien in der Form einer Kapitalgesellschaft Bilanzierung (Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG): nach steuerlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zu beurteilen

26 26 Einzelanwalt Der selbständige Einzelanwalt unterliegt als Unternehmer i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG der Umsatzsteuer mit den Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt

27 27 Angestellter Anwalt Einkünftequalifikation: Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4, § 19 EStG

28 28 Angestellter Anwalt Zu den Einkünften gehören: Gehälter und Löhne in Geld oder Geldeswert Tantiemen Gratifikationen

29 29 Angestellter Anwalt Der angestellte Anwalt unterliegt nicht der Umsatzsteuer.

30 30 Rechtsanwaltssozietät = in Form einer BGB-Gesellschaft oder Partnerschaftsgesellschaft nach dem Partnerschaftsgesetz Einkünftequalifikation: Einkünfte aus selbständiger Arbeit, § 18 EStG Vorauss.: Alle Gesellschafter sind tatsächlich und ausschließlich freiberuflich tätig

31 31 Rechtsanwaltssozietät Einkommensteuerlich bestehen zwischen Sozietät in Form der BGB-Gesellschaft und Partnerschaftsgesellschaft keine Unterschiede: beides Mitunternehmerschaften Der einzelne Gesellschafter ist für seinen Gewinnanteil in seinem jeweiligen Steuersatz persönlich steuerpflichtig

32 32 Verfahren der Gewinnfeststellung FA: einheitliche und gesonderte Gewinnfeststellung, §§ 179, 180 Abs. 1 Nr. 2 a AO Feststellungsbescheid und Festlegung des auf den einzelnen Sozius entfallenden Gewinnanteils

33 33 Rechtsanwaltssozietät Die Rechtsanwaltssozietät ist Unternehmer und damit umsatzsteuerpflichtig.

34 34 Anwalts-GmbH Einkünftequalifikation: GmbH -GmbH mit Sitz im Inland ist eine Kapitalgesellschaft und erzielt Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.S.d. § 15 EStG (§ 8 Abs. 2, § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG) -Besteuerung des Gewinns mit 15 %

35 35 Anwalts-GmbH Einkünftequalifikation: Gesellschafter Ausgeschüttet Gewinne sind Einkünfte aus Kapitalvermögen § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG

36 36 Anwalts-GmbH Die Anwalts-GmbH ist Unternehmer und damit umsatzsteuerpflichtig nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG

37 37 Vergleich Einzelanwalt: ESt: § 18 EStG KSt: (-) USt: (+) Angestellter Anwalt: ESt: § 19 EStG KSt: (-) USt: (-) Anwalts-GmbH: ESt: Gesellschafter bei Ausschüttung KSt: GmbH (+) USt: (+) BGB-Gesellschaft: ESt: Gesellschafter § 18 EStG KSt: (-) USt: (+)

38 38 Vertieft: Gewinnermittlung nach dem EStG Einnahmen-Überschussrechnung, § 4 Abs. 3 EStG: Gewinnermittlungsart für die Gewinneinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Tätigkeit, die von Personen, die nicht aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind Bücher zu führen und dies nicht freiwillig tun, anzuwenden ist

39 39 Einnahmen-Überschussrechnung Vereinfachte Methode: Gewinn ist der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben Vermögensumschichtungen des Betriebsvermögens werden nicht erfasst

40 40 Einnahmen-Überschussrechnung § 11 EStG, das Zufluss-/Abflussprinzip ist zu beachten: Betriebseinnahmen und -ausgaben werden nicht zwingend in dem Jahr erfasst, zu dem sie wirtschaftlich gehören: entscheidend ist nur der Geldzufluss oder Geldabfluss (mit ausnahmen) Keine periodengerechte Gewinnermittlung

41 41 Beispiele zu BA / BE Betriebseinnahmen: -insbesondere Mandantenhonorare Betriebsausgaben: -Betriebsmiete -betriebliche Versicherungen -Personalaufwand -Fahrzeugkosten

42 42 Ermittlung des Betriebsvermögens gem. § 4 Abs. 1 EStG Betriebsvermögen: -Differenz zwischen Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Betriebes -Eigenkapital Bilanzpositionen werden angesetzt: -dem Grunde nach -in welcher Höhe

43 43 Betriebsvermögen Erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle stellen nur Vermögensumschichtungen dar und wirken sich nicht auf den Gewinn aus: Aktivtausch Passivtausch Aktiv-Passiv-Tausch

44 44 Buchführung = Fortschreibung der Bilanz mit anderen Mitteln Auflösen der Bilanz in Konten Doppelte Buchführung: Keine Buchung ohne Gegenbuchung Die Buchung wird durch einen sog. Buchungssatz vorbereitet, z.B. Kauf eines Pkw Betriebsfahrzeug an Kasse

45 45 Bilanz

46 46 Gewinn- und Verlustrechnung

47 47 Vor- und Nachteile des Betriebsvermögensvergleich gem. § 4 Abs. 1 EStG (+) BA werden schon mit Rechnungseingang erfasst, nicht erst mit deren Bezahlung Für drohende Verluste oder zu erwartende Schadensersatzverpflicht ungen sind Rückstellungen zu bilden (-) Ordnungsgemäße Buchführung nach den Regeln der kaufmännischen Buchführung Erfassung des Anlagevermögens in einer Inventur und jährliche Aktualisierung

48 48 Empfehlung: § 4 Abs. 3 EStG Insgesamt stellt die Gewinnermittlung durch Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG die einfachere und kostengünstigere Gewinnermittlungsart dar. In der Praxis von fast allen Kanzleien oder Einzelpraxen gewählt

49 49 Sonderausgaben = Aufwendungen, die das Gesetz aus sozial-, gesellschafts- oder lenkungspolitischen Gründen ausdrücklich zum Abzug zulässt (§§ 10 ff. EStG) Voraussetzung: Aufwendungen beruhen auf einer eigener Verpflichtung des Stpfl. und wurden von diesem auch entrichtet

50 50 Sonderausgaben Unbeschränkt abzugsfähig: § 10 Abs. 1 Nr. 1 a, Nr. 1 b und Nr. 4 EStG -Renten und dauernde Lasten -Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungausgleichs -Gezahlte Kirchensteuer

51 51 Sonderausgaben Beschränkt abzugsfähig: § 10 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 2 und 3 EStG; §§ 9 c Abs. 2, 10 Nr.7, 10 a und b EStG -Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten -Vorsorgeaufwendungen -Kinderbetreuungskosten -Berufsausbildungskosten/ Schulgeld -Beiträge zur zusätzlichen Altersvorsorge -Spenden

52 52 Außergewöhnliche Belastungen Zwangsläufige, existenziell notwendige Aufwendungen, die das Maß des Üblichen überschreiten (§§ 33 ff. EStG)

53 53 Außergewöhnliche Belastungen Grundtatbestand: § 33 EStG -Keine anderweitige Abzugsmöglichkeit -Aufwendungen -Belastung des Stpfl. -Außergewöhnlichkeit -Zwangsläufigkeit dem Grunde und der Höhe nach -Übersteigen der zumutbaren Belastung

54 54 Verlustausgleich/ Verlustabzug Horizontaler Verlustausgleich: Ausgleich von Verlusten mit Gewinnen innerhalb einer Einkunftsart Vertikaler Verlustausgleich: Ausgleich von Verlusten aus einer Einkunftsart mit Gewinnen aus einer anderen Einkunftsart Periodenübergreifender oder intertemporärer Verlustabzug nach § 10 d EStG

55 55 Gewinnerzielungsabsicht: Abgrenzung zur Liebhaberei Streben nach Gewinn (Nebenzweck genügt) -Ergebnisprognose -einkommensteuerliche Relevanz des Motivs Liebhaberei ist steuerlich unbeachtlich: daraus entstehende Verluste wirken sich nicht steuermindernd aus

56 56 Lohnsteuer Keine eigene Steuer, sondern besondere Erhebungsform der Einkommensteuer bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit Quellensteuerabzug

57 57 Lohnsteuer Steuerschuldner: Arbeitnehmer Der Arbeitgeber muss die Lohnsteuer anmelden, einbehalten und abführen Der Arbeitgeber haftet für die ordnungsgemäße Einbehaltung und Abführung

58 58 Lohnsteuer Die entrichtet Lohnsteuer muss nicht mit der tatsächlich geschuldeten Einkommensteuer übereinstimmen, daher: Ermittlung der Steuerschuld nach Ablauf des VZ und Anrechnung der bereits gezahlten Lohnsteuer, § 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG

59 59 Lohnsteuer Höhe je nach Lohnsteuerklasse §§ 38 a ff. EStG: Steuerklassen 1 bis 6 (§ 38 b EStG) -Steuerklasse 1: ledige Arbeitnehmer -Steuerklasse 6: Arbeitnehmer mit Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern

60 60 Lohnsteuerkarte Ab 2012 fällt die Lohnsteuerkarte aus Papier weg Umstellung auf ein elektronisches Verfahren Gespeicherte Angaben wie Steuerklasse, Freibeträge und Religionszugehörigkeit (ELStAM) können vom Hauptarbeitgeber abgerufen werden, wenn der Stpfl. den Arbeitgeber dazu berechtigt

61 61 Umsatzsteuer: Einordnung Verkehrsteuer: Anknüpfung an Vorgänge des Rechtsverkehrs und des wirtschaftlichen Verkehrs: kommt in ihrer Wirkung der Verbrauchsteuer gleich Indirekte Steuer: Steuerschuldner # Steuerträger

62 62 Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer Umsatzsteuer wird auch als Mehrwertsteuer bezeichnet Sie ist keine echte Mehrwertsteuer im technischen Sinne: Bemessungsgrundlage ist nicht der in der jeweiligen Handelsstufe erwirtschaftete Mehrwert sondern das jeweilige Gesamtentgelt ohne Umsatzsteuer

63 63 Umsatzsteuer Steuersubjekte: Unternehmer gem. §§ 13 a und b UStG Steuerobjekte: Umsätze gem. § 1 Abs. 1 UStG Steuersatz: 19 % und 7 % (§ 12 UStG)

64 64 Prüfungsaufbau Umsatzsteuer 1.Ermittlung der steuerpflichtigen Umsätze a)Steuerbare Umsätze b)Steuerfreie Umsätze 2.Ermittlung der Umsatzsteuer Bemessungsgrundlage x Steuersatz 3.Ermittlung der abzugsfähigen Vorsteuer § 15 UStG

65 65 Prüfungsaufbau Umsatzsteuer 4.Ermittlung der Umsatzsteuerzahllast Umsatzsteuerschuld./. Vorsteuerbeträge 5.Erhebung der Umsatzsteuer a)Steuervoranmeldung § 18 Abs. 1 Satz 1 UStG b)Steuervorauszahlung § 18 Abs. 1 Satz 3 UStG c)Steueranmeldung § 18 Abs. 3 UStG d)Steuerzahlung § 18 Abs. 4 UStG

66 66 Umsatzsteuer: System der Allphasen-Netto- Umsatzsteuer Allphasen: Nicht nur der Unternehmer auf letzter Handelsstufe bei Leistungen an Endverbraucher, sondern alle Phasen der vorausgehenden unternehmerischen Leistungskette wird besteuert Netto: BMG der USt ist nicht Endpreis (Gegenleistung), sondern aus Endpreis wird USt hinausgerechnet Vorsteuerabzug: gewährleistet, dass USt-Belastung des Endverbrauchers unabhängig davon ist, wie viele Produktionsstufen ein Produkt durchlaufen hat Neutralität der Umsatzsteuer gesichert, Ausnahme: Endverbraucher

67 67 Umsatzsteuer: Fallbeispiel Das nachfolgende Beispiel soll die Wirkungsweise erläutern: Unternehmer A liefert eine Ware für ( v. H. Umsatzsteuer 190 =) an Unternehmer B. B liefert für ( v. H. Umsatzsteuer 380 =) an Unternehmer C. C veräußert die Ware für ( v. H. Umsatzsteuer 570 =) an den Endverbraucher D. A, B und C schulden dem Finanzamt die offen ausgewiesene Umsatzsteuer abzüglich der in Rechnung gestellten Vorsteuer. Im Ergebnis wird nur die auf den Umsatz an den Endverbraucher D entfallende Umsatzsteuer i. H. von 570 an das FA abgeführt. Dieser Betrag wird fraktioniert entrichtet.

68 68 Umsatzsteuer: Voranmeldung und Vorauszahlung Jeder Unternehmer hat nach § 18 Abs. 1 Satz 1 bis zum 10. Tag nach Ablauf des VAZ eine Voranmeldung an FA zu übermitteln Grundsatz: Kalenderjahr Ausnahme: Kalendermonat -Wenn Steuer > EUR (~ EUR Umsatz) -Vorauszahlung am 10. Tag nach Ablauf des VAZ fällig -Säumniszuschläge

69 69 Umsatzsteuer: Reverse-Charge-Verfahren, § 13b UStG Leistungsempfänger = Steuerschuldner, § 13b UStG Werklieferungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers Umsätze, die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen Werklieferungen, die die Herstellung oder Instandsetzung von Bauwerken betreffen Grund: Steuerschuld und VSt-Abzug fallen bei Leistungsempfänger zusammen Risiko, dass der leistende Unternehmer nicht entrichtet, soll verhindert werden bei Handwerkern: Verhinderung von Schwarzarbeit

70 70 Kleinunternehmer Sonderregelung in § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG: Kleinunternehmer unterliegen nicht der Umsatzsteuer, wenn -Umsatz (zzgl. USt) im vergangenen Jahr nicht mehr als EUR oder -im laufenden Jahr nicht mehr als EUR Optieren zur Normalbesteuerung möglich § 19 Abs. 2 UStG

71 71 Umsatzsteuer: EG-Binnenmarkt Wettbewerbsneutralität bei grenzüberschreitenden Umsätzen: Ausfuhrlieferungen (ins Drittlandgebiet) und innergemeinschaftliche Lieferungen sind umsatzsteuerbefreit (§ 4 Nr. 1 lit. a) und b) UStG)

72 72 Schlussfolie Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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