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Vergleichende Bewertung der plastischen Füllungstherapie Adhäsive und nichtadhäsive Füllungstechniken.

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Präsentation zum Thema: "Vergleichende Bewertung der plastischen Füllungstherapie Adhäsive und nichtadhäsive Füllungstechniken."—  Präsentation transkript:

1 Vergleichende Bewertung der plastischen Füllungstherapie Adhäsive und nichtadhäsive Füllungstechniken

2 Überblick plastische Füllungsmaterialien Komposite -Hybridkomposite -Mikrofüllerkomplexkomposite Komposite -Hybridkomposite -Mikrofüllerkomplexkomposite Glasiomerzemente (GIZ) -Hybrid- o. hochvisköse GIZ -kunststoffmodifizierte GIZ Glasiomerzemente (GIZ) -Hybrid- o. hochvisköse GIZ -kunststoffmodifizierte GIZ Kompomere Kompomere (Ormocere) (Ormocere) Amalgam Amalgam Gold Gold 6-8 Jahre MÜZ 5-7 Jahre MÜZ abrasionstabil wenig Daten Jahre MÜZ sehr lange MÜZ

3 Allgemeine Anforderungen ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) Form-, Volumenbeständigkeit Form-, Volumenbeständigkeit guter dauerhafter Randschluß guter dauerhafter Randschluß zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns (gute Ästhetik) zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns (gute Ästhetik) biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) antisept. Wirkung antisept. Wirkung einfache Verarbeitung einfache Verarbeitung gute Klebekraft gute Klebekraft

4 Komposite Zusammensetzung Zusammensetzung organ. Matrix: Monomer, v.a. Bis-GMA (nur lichthärtend) Monomer, v.a. Bis-GMA (nur lichthärtend) Inhibitoren (v.a. Phenolderivate) Inhibitoren (v.a. Phenolderivate) Initiatoren Initiatoren Füllkörper anorgan. (Gläser, -Quarz u. verschied. Silikate) oder mischorgan. Material (66% pyrolyt. Kieselsäure (SiO2) mit ca. 33% Monomer) anorgan. (Gläser, -Quarz u. verschied. Silikate) oder mischorgan. Material (66% pyrolyt. Kieselsäure (SiO2) mit ca. 33% Monomer) Haftvermittler zw. Matrix u. Füller ( verbesserter Verbund), z.B. Silanisierung d. anorgan. Füller Haftvermittler zw. Matrix u. Füller ( verbesserter Verbund), z.B. Silanisierung d. anorgan. Füller Konfiguration: -Makrofüller > 30 m ca % Füllkörperanteil (nicht polierbar, große Härte, geringe Schrumpfung, Röntgenopak) -Feinfüller = m -Mikrofüller = 0,04 m max % Füllkörperanteil (polierbar, geringe Härte, hohe Schrumpfung, nicht röntgenopak) -Mikrofüllerkomplex = splitterförmige, kugelförmige o. agglomerierte Füllerkörperkomplexe Ausgleich d. Verdickungseffekts) Konfiguration: -Makrofüller > 30 m ca % Füllkörperanteil (nicht polierbar, große Härte, geringe Schrumpfung, Röntgenopak) -Feinfüller = m -Mikrofüller = 0,04 m max % Füllkörperanteil (polierbar, geringe Härte, hohe Schrumpfung, nicht röntgenopak) -Mikrofüllerkomplex = splitterförmige, kugelförmige o. agglomerierte Füllerkörperkomplexe Ausgleich d. Verdickungseffekts) Farbstoffe Farbstoffe

5 Komposite 2 Einteilung u. IndikationBestandteileEigenschaften konventionelle Composite (KK) Keine Indikation organ. Matrix Makrofüller (max. Anteil %) nicht-polierbar ( Oberflächenrauhigkeiten) geringe Schrumpfung hohe u. schnelle innere Korrosion Plaqueakkumulation Verfärbungstendenz Hybridcomposite (HK) Seitenzahn- u. Universalkompsit organ. Matrix Makro- u. Mikrofüller (bis zu 80%) gut polierbar relativ gut verarbeitbar gute Ästhetik homogene Mikrofüller (HMK) Kein Ind. organ. Matrix Mikrofüller kaum verarbeitbar inhomogene Mikrofüller (IHMK) Frontzahnkomposit, Kl. V organ. Matrix Mikrofüllerkomplexe (bis zu 80%) sehr gut polierbar schwierig zu verarbeiten nicht so gut mechan. Eigenschaften wie konventionelle

6 Komposite materialtechnische Einschränkungen ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung zufriedenstellende Abriebfestigkeit bei HK mit Silanisierung ( HV) ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung zufriedenstellende Abriebfestigkeit bei HK mit Silanisierung ( HV) Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen alle Komposite quellen, saure Hydrolyse mit Füllkörperverlust Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen alle Komposite quellen, saure Hydrolyse mit Füllkörperverlust schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) erfüllt schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) erfüllt Form-, Volumenbeständigkeit Polymerisationsschrumpfung zw. 2-6 Vol% (spez. Insertionstechnik), Perkolationseffekte (Sickerlaugung) Form-, Volumenbeständigkeit Polymerisationsschrumpfung zw. 2-6 Vol% (spez. Insertionstechnik), Perkolationseffekte (Sickerlaugung) guter dauerhafter Randschluß bei optimaler Verarbeitung guter dauerhafter Randschluß bei optimaler Verarbeitung zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns bei HK u. IHMK zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns bei HK u. IHMK biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) tox. Beurteilung von Restmonomergehalt, Initiatoren u. Inhibitoren unklar biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) tox. Beurteilung von Restmonomergehalt, Initiatoren u. Inhibitoren unklar antisept. Wirkung keine antisept. Wirkung keine einfache Verarbeitung nur bei absoluter Trockenlegung einfache Verarbeitung nur bei absoluter Trockenlegung gute Klebekraft gut Schmelzhaftung, schlechte Dentinhaftung gute Klebekraft gut Schmelzhaftung, schlechte Dentinhaftung

7 Amalgame NameBestandteileEigenschaftenBesonderheitenAnwendung kupferarme Amalgame = konv., 2 - haltige Amalgame Alloy:Ag 3 Sn Legierungen Hg Abbindeexpansion Korrosion: 2 -Phase unedelste Komponente Korrosion Hg- Freisetzung weitere Abbindereaktion Sekundärexpansion intermetallische Verbindung: -Ag 2 Hg 3 = 1 -Phase -HgSn 7 = 2 -Phase Schwachstelle! nach Aushärtung anhaltende plast. Verformbarkeit (sog. Flow bzw. Creep) keine, da 2 - Phase non- 2 - Amalgame Alloy: hochsilber-, niedrigsilber- und hochkupfer- haltig Hg Abbindeexpansion = 3 m/cm in 24h besser polierbar Korrosion: 1 -Phase unedelste Komponente Korrosion bis Passivierungsschicht ausgebildet, aber keine Hg-Freisetzung u. Sekundärexpansion !!! intermetallische Verbindung: -Ag 2 Hg 3 = 1 -Phase -Cu 6 Sn 5 = 1 -Phase keine 2 -Phase, da Binden d. überschüssigen Sn durch Cu Politur nach 24h immer Unterfütterung Ind.: okklusaltragend e Füllungen im SZ-Bereich, wenn andere Füllungsmaterial ien nicht indiziert bzw. nicht in Frage kommen KI: -Schwangere -KK (< 6 J) -Nierenfkt.

8 Amalgame materialtechnische Einschränkungen ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung gute Abrasionsfestigkeit (130 HV) ausreichende Härte u. Festigkeit gegenüber mechan. Belastung gute Abrasionsfestigkeit (130 HV) Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen Korrosion nimmt nach Passivierung ab, geringe Hg-Freisetzung Widerstandsfähigkeit gegenüber chem. u. elektrochem. Einflüssen Korrosion nimmt nach Passivierung ab, geringe Hg-Freisetzung schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) Unterfüllung schlechte Wärmeleitfähigkeit (therm. Widerstandsfähigkeit) Unterfüllung Form-, Volumenbeständigkeit Expansion bis Abbindeabschluß Form-, Volumenbeständigkeit Expansion bis Abbindeabschluß guter dauerhafter Randschluß nein, da Flow und Creep guter dauerhafter Randschluß nein, da Flow und Creep zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns nicht erfüllt zahnfarbenes Aussehen u. keine Verfärbung d. Zahns nicht erfüllt biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) tox. bedenklich ist v.a. das Füllungslegung u. -entfernung biolog. verträglich (weder allgemein, noch lokal toxisch) tox. bedenklich ist v.a. das Füllungslegung u. -entfernung antisept. Wirkung evtl. bakteriostat. Wirkung v. Metallionen antisept. Wirkung evtl. bakteriostat. Wirkung v. Metallionen einfache Verarbeitung CD aus toxikologischen Gründen einfache Verarbeitung CD aus toxikologischen Gründen gute Klebekraft nicht erfüllt gute Klebekraft nicht erfüllt

9 Verankerungsprinzipien Adhäsiv Herstellung einer Haftung und Verbindung des Füllungsmaterials mit der Zahnhartsubstanz Herstellung einer Haftung und Verbindung des Füllungsmaterials mit der Zahnhartsubstanz Bedingungen: -Benetzbarkeit -Oberflächen- vergrößerung -Mikroretentionsrelief Bedingungen: -Benetzbarkeit -Oberflächen- vergrößerung -Mikroretentionsrelief minimal-invasive Therapie minimal-invasive Therapie Nicht-adhäsiv Rein makroretentiver Halt des Füllungsmaterials in der Kavität Bedingungen: -Geometrie der Kavität -spez. Retentions- elemente wie parapulpäre Stifte, Hilfskavitäten etc. Verankerungsorientierte Kavitätengestaltung

10 Schmelzhaftung Zielgeometr. u. rheolog. (= durch Aufschrumpfen, Deformierung plast. verformbarer Materialien) bedingte Haftung Vorgehen OF-Konditionierung mechan. u. chem. (s.u.) Benetzung mit Schmelzhaftvermittler (Adhäsiv, niedrig-visköser Kunststoff Füllstoffanteil, hydrophob) tag-Formation chem. Konditionierung 37%iger Phosphorsäure für sec Weglösen einer 10 m dicken Schmelzschicht mit Reliefmuster bis 25 m Tiefe Ätztypen: -I: zentral (Prismen angelöst) -II: peripher (periprismat. Substanz angelöst) -III: Mischtyp (ungünstig) Effekte: -Auflösen d. Schmierschicht -OF, OF-Spannung Benetzbarkeit -mikroretentive OF-Struktur (Gruften, Gruben, Spalten) tags Ca. 20 MPa Ca. 20 MPa

11 Dentinhaftung Ca. 15 MPa Ca. 15 MPa Bedingungen Komposite hydrophob u. feuchtigkeitsempfindlich, Dentin hydrophil wet bonding, amphiphiles Adhäsivsystem mit M-R-X-Struktur notwendig, (M: Metacrylatgruppe, R: Platzhalter, X: funktionelle Gruppe) Zielchem. Bindung zw. organ., hydrophilem Dentin u. hydrophobem Adhäsiv Vorgehen chem. OF-Konditionierung u. Trocknen Primer (amphiphiler Vermittler zw. Dentin u. Adhäsiv, Imprägnation) =hydrophiler Monomer in Lösungsmittel -schichtbildend Hybridschicht aus Kollagen, Primer u. Adhäsiv Adhäsiv (Versiegler, hydrophob, niedrig-visköser Kunststoff) tag- Formation (50 m, Beitrag zur Haftung da Wegschrumpfen von Wand) chem. Kon- ditionierung 37%ige Phosphorsäure für sec Weglösen einer 2-7 m dicken Schicht Effekte: -Auflösen d. Schmierschicht -Freilegen d. Dentintubuli u. d. intertubulären Kollagennetzwerkes -Demineralisation d. peritubulären Dentins

12 Präparationsgrundsätze Verbundorientiert Verbundorientiert Materialgerecht Materialgerecht Defektorientiert Defektorientiert Substanzschonend Substanzschonend unter Schonung von Zahnhart- u. Weichgewebe unter Schonung von Zahnhart- u. Weichgewebe

13 Präparation – adhäsive Technik Kl. III u. IV: Primärpräparation: -Zugang von oral, labiale Schmelzlamelle erhalten mit kugelförmigem Diamant Primärpräparation: -Zugang von oral, labiale Schmelzlamelle erhalten mit kugelförmigem Diamant Sekundärpräparation: -Abschrägung d. Kavitätenränder d. Glattflächen (Breite 0,5-1 mm) mit Diamantfinierer -bei zervikaler Zement- o. Dentinbegrenzung ggf. Unterschnitte anlegen Sekundärpräparation: -Abschrägung d. Kavitätenränder d. Glattflächen (Breite 0,5-1 mm) mit Diamantfinierer -bei zervikaler Zement- o. Dentinbegrenzung ggf. Unterschnitte anlegen

14 Präparation – adhäsive Technik Kl. I u. II: Primärpräparation: -Wände parallel bzw. leicht nach okklusal konvergierend -Präpgrenzen im okklusionstragenden Bereich, -Breite max. ¼ Höckerabstand -Tiefe 1,5 mm Slot-Präp. bei rein approximaler Karies Primärpräparation: -Wände parallel bzw. leicht nach okklusal konvergierend -Präpgrenzen im okklusionstragenden Bereich, -Breite max. ¼ Höckerabstand -Tiefe 1,5 mm Slot-Präp. bei rein approximaler Karies Sekundärpräparation: -okklusal Anschrägung, nur Glättung d. Kavitätenränder -approximal Ränder abschrägen Sekundärpräparation: -okklusal Anschrägung, nur Glättung d. Kavitätenränder -approximal Ränder abschrägen

15 Präparation – adhäsive Technik Kl. V: Primärpräparation: -konvergierende Kavitätenwände -Boden entsprechend ZahnOF Primärpräparation: -konvergierende Kavitätenwände -Boden entsprechend ZahnOF Sekundärpräparation: -bei Schmelzbe- grenzung: Abschrägung -bei Zement/Dentin Unterschnitte Sekundärpräparation: -bei Schmelzbe- grenzung: Abschrägung -bei Zement/Dentin Unterschnitte

16 Präparation – nicht-adhäsiv Kl. I, II u. V: Umriß-, Übersichtsform: -alle Fissuren aufziehen -Crista transversa erhalten Umriß-, Übersichtsform: -alle Fissuren aufziehen -Crista transversa erhalten Widerstandsform: -Präp. gemäß Kronenachse, -Divergenz d. mesialen u. distalen Wände (Randleisten unterminieren) Ausmaß: -Tiefe 2 mm (Unterfüllung!) -Breite 1,5 mm (max. ½ Höckerabstand) Wandstärke 1.5 mm, dentingestützten Schmelz entfernen -Restaurationswinkel 70-90° -abgerundete Übergänge Widerstandsform: -Präp. gemäß Kronenachse, -Divergenz d. mesialen u. distalen Wände (Randleisten unterminieren) Ausmaß: -Tiefe 2 mm (Unterfüllung!) -Breite 1,5 mm (max. ½ Höckerabstand) Wandstärke 1.5 mm, dentingestützten Schmelz entfernen -Restaurationswinkel 70-90° -abgerundete Übergänge Retentionsform: -Makroretention durch 6° Konvergenz d. oralen u. vestibulären Wand -Schwalbenschwanzpräp Retentionsform: -Makroretention durch 6° Konvergenz d. oralen u. vestibulären Wand -Schwalbenschwanzpräp

17 Langzeitbewertung Ursachen für Füllungserneuerung: Sekundärkaries: häufigste Ursache -kein Unterschied adhäsive / nicht adhäsiv (Forss, 2004, Kuopio, Finnland) Sekundärkaries: häufigste Ursache -kein Unterschied adhäsive / nicht adhäsiv (Forss, 2004, Kuopio, Finnland) Abnutzung, Abrasion -bei Amalgam signifikant niedriger i.Vergl. Komposit im 2-Jahres Vergleich (Sachdeo A, 2004, Bristol, UK) Abnutzung, Abrasion -bei Amalgam signifikant niedriger i.Vergl. Komposit im 2-Jahres Vergleich (Sachdeo A, 2004, Bristol, UK) Randspaltbildung -nach 20 Jahren immer bei Kompositen, selten Sekundärkaries Randspaltbildung -nach 20 Jahren immer bei Kompositen, selten Sekundärkaries Füllungsbruch Füllungsbruch Füllungsverlust -sehr häufig bei Kompositfüllungen: 16% aller erneuerungsbedürftigen Füllungen (Forss, 2004) Füllungsverlust -sehr häufig bei Kompositfüllungen: 16% aller erneuerungsbedürftigen Füllungen (Forss, 2004)

18 Langzeitbewertung II Beurteilung von Komposit Füllungen im SZ-Bereich nach 10 Jahren (Gaengler, Hoyer et al. 2001, Witten-Herdecke): -Frühe Verlust oft durch Bruch -Trotz schlechtem Randschluss selten Sekundärkaries, 74,2% nach 10 Jahren zufriedenstellend Beurteilung von Komposit Füllungen im SZ-Bereich nach 10 Jahren (Gaengler, Hoyer et al. 2001, Witten-Herdecke): -Frühe Verlust oft durch Bruch -Trotz schlechtem Randschluss selten Sekundärkaries, 74,2% nach 10 Jahren zufriedenstellend Untersuchung großer, okklusionstragender Füllungen im SZ-Gebiet als Alternative zur Überkronung (Van Nieuwenhuysen, Brussels, Belgium): Kaplan-Meier-Überlebenszeiten = 12,8 Jahre für Amalgam (U: Sekundärkaries), 7,8 Jahre für Komposit (U: Füllungsfraktur, Füllungsverlust) Untersuchung großer, okklusionstragender Füllungen im SZ-Gebiet als Alternative zur Überkronung (Van Nieuwenhuysen, Brussels, Belgium): Kaplan-Meier-Überlebenszeiten = 12,8 Jahre für Amalgam (U: Sekundärkaries), 7,8 Jahre für Komposit (U: Füllungsfraktur, Füllungsverlust) Review 24 Langzeitstudie: 13 über 3 Jahre, 7 über 10 Jahre (Brunthaler, Konig et al. 2003, Wien, Austria): -Methode der Trockenlegung, Erfahrung d. Behandlers zeigen keine signifikante Korrelation zum Behandlungserfolg -Je länger Studie, desto schlechter die Erfolgsraten (0-45% Misserfolge) kurze Studie liefern i.d.R. gute Ergebnisse Review 24 Langzeitstudie: 13 über 3 Jahre, 7 über 10 Jahre (Brunthaler, Konig et al. 2003, Wien, Austria): -Methode der Trockenlegung, Erfahrung d. Behandlers zeigen keine signifikante Korrelation zum Behandlungserfolg -Je länger Studie, desto schlechter die Erfolgsraten (0-45% Misserfolge) kurze Studie liefern i.d.R. gute Ergebnisse

19 Die restaurative Materialentscheidung Kriterien: Klinisch-experimentelle Testergebnisse: -in vitro -kurzzeitige in-vivo-Testung -klinische kontrollierte Langzeituntersuchung Klinisch-experimentelle Testergebnisse: -in vitro -kurzzeitige in-vivo-Testung -klinische kontrollierte Langzeituntersuchung Indikation -Defekttyp, Prognose des Zahnes -Ästhetische Anforderungen -Materialeigenschaften Indikation -Defekttyp, Prognose des Zahnes -Ästhetische Anforderungen -Materialeigenschaften

20 Indikationsbereiche Klasse I - okklusale Defekte kleinmittelgroßHöcker Amalgam-/++- Goldguss-+++ Kompositfüllung++-- Keramikinlay-+++ Klasse II - approximale Defektezervikal Schmelzzervikal Dentin/Zement Amalgam++ Goldguss++ Kompositfüllung+- Keramikinlay++

21 Toxokologische Aspekte Komposit Toxikologisches Risiko sehr schwer beurteilbar aufgrund mangelnder Erfahrung. Toxikologisches Risiko sehr schwer beurteilbar aufgrund mangelnder Erfahrung. Mögliche Risiken: -Restmonomergehalt allergisierend, toxisch? -Inhibitoren, Initiatoren, Farbstoffe verbleiben z.T. unreagiert in Kunststoffmatrix -Inhaltsstoffe v.a. bei neueren Materialien unübersichtlich Mögliche Risiken: -Restmonomergehalt allergisierend, toxisch? -Inhibitoren, Initiatoren, Farbstoffe verbleiben z.T. unreagiert in Kunststoffmatrix -Inhaltsstoffe v.a. bei neueren Materialien unübersichtlich Daten: -Sensitivität nach 5 Jahren reduziert (Sikorska- Bochinska, J., 2002, Stettin) Daten: -Sensitivität nach 5 Jahren reduziert (Sikorska- Bochinska, J., 2002, Stettin)

22 Amalgam Eigenschaften d. Quecksilbers: -bei Raumtemp flüssig (Siedepunkt 357 ) -Vork.: ubiquitär, in Nahrungsmitteln v.a. Fisch ( g/kg), Innereien, Kartoffeln, Getreide Reis, Milchprodukte -bakteriostatische Wirkung lange Verweildauer im Mund möglich (Sekundärkaries ) -Modifikationen: Eigenschaften d. Quecksilbers: -bei Raumtemp flüssig (Siedepunkt 357 ) -Vork.: ubiquitär, in Nahrungsmitteln v.a. Fisch ( g/kg), Innereien, Kartoffeln, Getreide Reis, Milchprodukte -bakteriostatische Wirkung lange Verweildauer im Mund möglich (Sekundärkaries ) -Modifikationen: metallisch bei 24 C Sättigung d. Luft mit 18 mg/m 3 Luft Dämpfe farb-, geruchlos, Resorption über Lunge zu 80% anorgan. Hg in Jonenform (Salz) Resorption im GIT zu 10% organ. hohe Affinität zu SH-Gruppen Resorption im GIT zu 95%

23 Mögliche Hg-Exposition Exposition d. Menschen: -täglich ca g -kritische Grenze (WHO) 400 g/d (d.h. 2-3 kg Fisch) -MAK (= max. Arbeitsplatzkonz.) 100 g/m3Luft -BAT (= biolog. Arbeitsstofftoleranzwert) 200 g/l Urin bzw. 50 g/l Blut -zahnärztliches Personal 10% höhere Belastung als Normalbevölkerung Exposition d. Menschen: -täglich ca g -kritische Grenze (WHO) 400 g/d (d.h. 2-3 kg Fisch) -MAK (= max. Arbeitsplatzkonz.) 100 g/m3Luft -BAT (= biolog. Arbeitsstofftoleranzwert) 200 g/l Urin bzw. 50 g/l Blut -zahnärztliches Personal 10% höhere Belastung als Normalbevölkerung Hg-Abgabe aus Amalgamen (0,5-2 g/cm 2 Füllungsoberfläche pro d): -initiale Abgabe bei Applikation u. Passivierungskorrosion (Dampf o. Ionen) -Korrosion durch Abrasion u. Belüftungselementbildung -Diffusionserscheinungen (v.a. bei niedrigem Schmelzpunkt u. unter mechan. Druck) Hg-Abgabe aus Amalgamen (0,5-2 g/cm 2 Füllungsoberfläche pro d): -initiale Abgabe bei Applikation u. Passivierungskorrosion (Dampf o. Ionen) -Korrosion durch Abrasion u. Belüftungselementbildung -Diffusionserscheinungen (v.a. bei niedrigem Schmelzpunkt u. unter mechan. Druck)

24 Toxikologische Bedeutung allerg. Reaktionen (Typ IV) + elektrochem. Reaktionen (Geschmackssensationen, Irritation d. Mundschleimhaut) allerg. Reaktionen (Typ IV) + elektrochem. Reaktionen (Geschmackssensationen, Irritation d. Mundschleimhaut) nach Legen/Entfernen kurzfristiger d. Hg- Konz. in Blut u. Urin nach Legen/Entfernen kurzfristiger d. Hg- Konz. in Blut u. Urin Lichen planus d. Mundschleimhaut Lichen planus d. Mundschleimhaut lokal Zahnveränderungen (Verfärbungen v.a. durch Cu) entzündliche Veränderungen wie Aphthen, Gingivitis, Stomatitis ulzerosa Geschmacksstörungen, Sputum, etc. system. chron. Quecksilberintox.: Tremor mercuralis, Erethismus (Persönlichkeitsveränderungen), Psellismus, Nephritis, Proteinurie Fieber, Dermatitis, Ekzeme, Migräne etc.


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