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Landtagswahl Baden- Württemberg 2011 Eine Kurzanalyse von Manfred Binder Mitgliederversammlung des Kreisverbands Göppingen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am.

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1 Landtagswahl Baden- Württemberg 2011 Eine Kurzanalyse von Manfred Binder Mitgliederversammlung des Kreisverbands Göppingen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am

2 Die wesentlichen Ergebnisse Erstmals in knapp 58 Jahren Baden-Württemberg ohne CDU-Regierung und ohne CDU-MP Deutschlands erster grüner Regierungschef Erosion von konservativem und linkem Lager setzt sich fort Aber: Erstmals viele grüne Stimmen auch aus dem konservativen Lager Generell: Neustimmen Altstimmen Kaum Hochburgen für Neustimmen Und die Wahlbeteiligung ist gegen den langfristigen Trend gestiegen, und zwar deutlich

3 Die wichtigste Entwicklung in Deutschland seit Anfang der 70er ist der Bedeutungsverlust der traditionellen Lager Union/FDP und – vor allem – der SPD...

4 ... was sich noch deutlicher zeigt, wenn man die Stimmen für die Parteien nicht als Anteile an allen gültigen Stimmen, sondern als Anteile an allen Wahlberechtigten betrachtet.

5 Bislang traf dies grundsätzlich auch auf Baden-Württemberg zu: Bezogen auf die Anteile an den gültigen Stimmen, schien sich zwar das konservative Lager nach 1992 zu erholen...

6 ...aber nicht, wenn man die Anteile an den Wahlberechtigten betrachtete.

7 Doch die jetzige Landtagswahl fällt hier aus dem Rahmen: Der Anteil der Nichtwähler sank deutlich...

8 ...und der Zuwachs der Grünen ist dieses Mal nicht einfach als Nebeneffekt der – sich fortsetzenden – Erosion der SPD zu verstehen. Dies zeigen auch Erhebungen zu Wahlwanderungen...

9 Noch die Bundestagswahl war geprägt von SPD-Verlusten in alle Richtungen und großen Verlusten aller außer den Grünen an die Nichtwähler. Grüne Neuwähler kamen praktisch nur von der SPD.

10 Nun aber zogen die Grünen von allen anderen Parteien Stimmen an sich, und alle Parteien gewannen Nichtwähler zurück.

11 Wo aber kommen speziell die neuen grünen Stimmen her? Auf den ersten Blick könnte man meinen, es habe sich hier erstaunlich wenig geändert: Überwiegend waren die besonders starken und besonders schwachen Regionen für Grün 2011 die selben wie schon

12 Und in der Tat besteht auch statistisch ein starker Zusammenhang zwischen den Ergebnissen 2006 und 2011, sowohl im Vergleich der Wahlkreise im ganzen Bundesland...

13 ...als prinzipiell auch, allerdings schwächer ausgeprägt, beim Vergleich der Gemeinden im Kreis Göppingen.

14 Betrachten wir aber nur, was gegenüber der Landtagswahl von 2006 hinzugewonnen wurde, so lassen sich die Unterschiede bei den Zuwächsen nicht durch das letzte Wahlergebnis erklären. Weder im Land...

15 ...noch bei uns im Kreis. Die Hochburgen von heute sind es, weil sie es schon zuvor waren, und nicht, weil sie bei dieser Wahl besonders viel hinzugewonnen hätten. Die Zugewinne haben andere Gründe als der Bestand. Unsere neuen Wähler sind anders geartet als die alten.

16 Die erfolgreichsten Wahlkreise 2011 und deren Ergebnisse 2006

17 ...und die weniger erfolgreichen Wahlkreise 2011

18 Die Landtagswahl 2006 war für die Grünen im Kreis Göppingen besonders bitter gewesen und hier nochmals besonders für den Raum Geislingen, der nahezu geschlossen unter 5% rutschte.

19 Die Bundestagswahl 2009 brachte durchgängig deutlich bessere Ergebnisse: Der Raum Göppingen schnitt immer noch deutlich stärker ab als der Raum Geislingen.

20 In der Landtagswahl 2011 wurden nun durchgängig gigantische Zuwächse erwählt. Die großen Städte werden zu Hochburgen. Die Stadt (nicht der Wahlkreis!) Geislingen überholt die Stadt Göppingen.

21 Diese Gewichtsverlagerung innerhalb des Landkreises wird natürlich noch deutlicher, betrachtet man nur die Zuwächse gegenüber der letzten Landtagswahl

22 ...oder gegenüber der letzten Bundestagswahl 2009

23 Ursachen und Folgen dieser Wahl Wahlumfragen in BW seit der letzten Wahl: Langfristige Trends und verstärkende Ereignisse: Bundestagswahl, S21 und Fukushima

24 Infratest-Sonntagsfrage für ganz Deutschland seit Anfang 2009: Ähnliche Trends im Bund

25 Landtagswahl nach Altersgruppen: Schwarz-gelb hat ein massives Alterungsproblem

26 Schlussbemerkungen Die Umfragen haben sich bewahrheitet Rotgrün hat wieder eine realistische Perspektive SPD erlebt kein Revival, aber überlebt, auch dank rot-grünen Kuschelkurses (Wahlkampfendphase) Enttäuschung über Schwarzgelb im Bund wichtigste Ursache des mittelfristigen Trends Rechts-konservativer Backlash sowohl innerhalb als auch außerhalb der CDU nachhaltig beendet Linke & Piraten erreichen nichts, außer unsere Stimmen zu vernichten (immerhin ca. 5%)

27 Danke fürs Durchklicken!


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