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17.05.2014 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 1 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1Binnenwert des Geldes 1.1.1Handelsvolumen 1.1.2Geldmenge.

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1 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 1 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1Binnenwert des Geldes 1.1.1Handelsvolumen 1.1.2Geldmenge 1.1.3Preisniveau 1.1.4Verkehrsgleichung des Geldes (Fisher) Kaufkraft 1.2Geldwertmessung (Verbraucherpreisindex) 1.2.1VPI/ Berechnung / Warenkörbe 1.2.2HVPI 1.2.3Verfahren Indexermittlung 1.3Inflation 1.4Deflation 2.Konjunktur 2.1Begriff Konjunktur 2.2Konjunkturverlauf 2.3Determinanten des Konjunkturverlaufs 2.4Konjunkturindikatoren Wirtschaftliche Ungleichgewichte und Schwankungen

2 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 2 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1Binnenwert des Geldes 1.1.1Handelsvolumen Die Summe aller während einer Periode umgesetzten Güter, bewertet zu konstanten Preisen, wird als Handelsvolumen bezeichnet. Soll man feststellen, ob die umgesetzte, die angebotene und verkaufte Gütermenge im Folgejahr gleich geblieben, gestiegen oder gesunken ist, muss man mit den alten Preisen (konstanten Preisen) rechnen. Die Praxis setzt das Handelsvolumen mit dem realen Bruttoinlandsprodukt gleich.

3 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 3 © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2011;Stand: Februar 2011

4 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 4 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.2Geldmenge Beispiel Annahmen: Im Jahr 05 betrug das Handelsvolumen (H) Euro das gesamte Handelsvolumen wurde in einem Zuge nachgefragt und gekauft. Die nachfragewirksame Geldmenge (M) ist dann Euro gewesen. Dies ist nicht die Geldmenge in einer Volkswirtschaft, da die Wirtschaftsubjekte einen Teil ihrer Einnahmen sparen.

5 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 5 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.2Geldmenge Unternehmen Private Haushalte Euro jährlich Löhne und Gehälter (Einkommen) Euro jährlich Käufe bei Unternehmen (Umsätze) Geldmenge = Umlaufgeschwindigkeit (U) = 1

6 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 6 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.2Geldmenge Unternehmen Private Haushalte Euro im 1. Halbjahr Euro im 2. Halbjahr Löhne und Gehälter (Einkommen) Euro im 1. Halbjahr Euro im 2. Halbjahr Käufe bei Unternehmen (Umsätze) Geldmenge = Umlaufgeschwindigkeit (U) = 2

7 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 7 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.2Geldmenge Beispiel Annahmen: Es entspricht nicht der Wirklichkeit, dass die gesamte Gütermenge eines Jahres auf ein Mal umgesetzt wird. Die Umsätze verteilen sich über das Jahr hinweg. Werden 12 - mal im Jahr Löhne und Gehälter ausbezahlt und ausgegeben, könnte mit einer Geldmenge von Euro ein Handelsvolumen von Euro bewegen. Nachfragewirksame Geldmenge = Geldmenge (M) * Umlaufgeschwindigkeit (U)

8 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 8 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.3Preisniveau Beispiel Annahmen: im Jahr 01 ist die nachfragewirksame Geldmenge von Euro auf Euro gestiegen. Das Handelsvolumen ist gleich geblieben. Veränderung des Preisniveaus = 1,2 = Das Preisniveau hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20 % (um das 1,2-fache) erhöht.

9 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 9 Die Entwicklung des Preisniveaus (Höhe der Güterpreise) hängt weitgehend von der Entwicklung der nachfragewirksamen Geldmenge ab. Steigt die nachfragewirksame Geldmenge schneller als das Handelsvolumen (Menge der zu konstanten Preisen bewerteten Güter - BIP), steigt in einer freien Marktwirtschaft das Preisniveau. Steigt die nachfragewirksame Geldmenge im gleichen Maße wie das Handelsvolumen, wird in einer Marktwirtschaft das Preisniveau gleich bleiben. 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.3Preisniveau

10 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 10 Fischersche Verkehrgleichung: Quantitätsgleichung Preis- niveau P Handels- volumen H Geldmenge M Umlauf- geschwin- digkeit U * = * 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.4Verkehrsgleichung des Geldes

11 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 11 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.1.5Kaufkraft Mit steigendem Preisniveau sinkt die Kaufkraft, mit einer Geldeinheit können weniger Güter gekauft werden als zuvor. Beispiel Annahme: im Jahr 01 steigt die nachfragewirksame Geldmenge von auf Euro. Das Handelsvolumen bleibt bei Euro konstant. P = M * U H = 1,2 = 20 % = K = H M * U = = Es kann nur noch 5/6 der Gütermenge vom Jahresanfang gekauft werden, die Kaufkraft ist um rund 17% gesunken. = 83 % = P 1

12 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 12 Umlaufende Geldmenge Wert der Gütermenge Geldmenge Umlauf- geschwindigkeit Handelsvolumen Preisniveau Gesamte Güternachfrage in Euro Gesamtes Güterangebot in Euro = = = **

13 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 13

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17 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 17 Umlaufende Geldmenge Wert der Gütermenge (Y) = Gleichgewicht zwischen Geld- und Gütermenge Umlaufende Geldmenge Wert der Gütermenge (Y) > Ungleichgewicht zwischen Geld- und Gütermenge Die Konsumenten könnten bereit sein, mehr zu bezahlen, um diese veränderte Gütermenge zu erwerben. Die Folge sind Preiserhöhungen, die zu einer Inflation führen können.

18 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 18 Umlaufende Geldmenge Wert der Gütermenge (Y) = Gleichgewicht zwischen Geld- und Gütermenge Umlaufende Geldmenge Wert der Gütermenge (Y) < Ungleichgewicht zwischen Geld- und Gütermenge Für den Kauf der gleich bleibenden Gütermenge steht weniger Geld zur Verfügung. Als Folge dieses Güterüberschusses könnten die Preise sinken. Das kann zu einer Deflation führen.

19 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 19 verwendete Quellen: 1881 bis 1913: Preisindex für Ernährung (Statistisches Bundesamt - Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich) -> 1881 = : Preisindex für Lebenshaltung (Statistisches Bundesamt - Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich) : Verbraucherpreisindex - berechnet von der Deutschen Bundesbank -> 2005 = 100 Quelle:

20 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 20 Kaufkraftverlust des Geldes in % nach... Jahren bei einer Inflationsrate von... % *)

21 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 21 Verbraucherpreisindex (VPI) Was beschreibt der Indikator? Der Verbraucherpreisindex für Deutschland (VPI) (früher: Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Mit diesem Index wird die Veränderung der Preise für Güter des täglichen Bedarfs (z.B. Lebensmittel, Bekleidung), für Mieten und langlebige Gebrauchsgüter (z.B. Kraftfahrzeuge, Kühlschränke), aber auch für Dienstleistungen (z.B. Friseur, Reinigung, Versicherungen) umfassend abgebildet 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.2Geldwertmessung (Verbraucherpreisindex)

22 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 22 Als Indikator für die Beurteilung der Geldwertstabilität (Stichwort: "Inflationsrate") innerhalb Deutschlands, zur Wertsicherung wiederkehrender Zahlungen in Preisgleitklauseln z.b.: zur Berechnung des realen Wachstums ( zur Deflationierung von Wertgrößen in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ) Zwecke des VPI : Der VPI gehört zu den Indikatoren des Internationalen Währungsfonds (IWF). Welchem Zweck dient der VPI ?

23 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 23 Gegen Ende des Berichtsmonats schätzt das Statistische Bundesamt eine vorläufige Teuerungsrate auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen). Etwa zwei Wochen später wird das endgültige Ergebnis mit tief gegliederten Ergebnissen für alle Waren und Dienstleistungen vorgelegt (Veröffentlichungstermin i. d. R. zwischen dem 10. und 15. des Monats, der auf den Berichtsmonat folgt). Die Pressemitteilungen und der genaue Veröffentlichungskalender sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes abrufbar. Wann wird der Indikator veröffentlicht?

24 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 24 Der deutsche VPI misst die Preisveränderungen für die Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte im Wirtschaftsgebiet sehr zuverlässig. Auch die Umstellung auf ein aktuelleres Wägungsschema bzw. auf einen aktuelleren Warenkorb alle fünf Jahre beeinflussen die Ergebnisse nur geringfügig (Revisionsdifferenzen). Die Abweichungen zwischen dem vorläufigen und dem endgültigen Ergebnis liegen maximal bei 0,1 Prozentpunkten. Wie genau ist der Indikator?

25 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll Zusammensetzung des deutschen Warenkorbes Bestandteil Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke13,1%10,3%10,4% 02 Tabakwaren, alkoholische Getränke4,2%3,7%3,9% 03 Bekleidung, Schuhe6,9%5,5%4,9% 04 Wohnung, Wasser, Gas, Brennstoffe27,5%30,2%30,8% 05 Einrichtungsgegenstände7,1%6,9%5,6% 06 Gesundheit, Pflege3,4%3,5%4,0% 07 Verkehr13,9% 13,2% 08 Nachrichtenübermittlung2,3%2,5%3,1% 09 Freizeit, Kultur, Unterhaltung10,4%11,0% 11,6% 10 Bildungswesen0,7% 11 Hotel, Restaurants4,1%4,7%4,4% 12 Andere Waren und Dienstleistungen6,1%7,0%7,4% Quelle: Statistisches Bundesamt 2010

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27 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 27 Das interaktive Preis-Kaleidoskop des Statistischen Bundesamtes

28 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 28 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.2.3Indexermittlung Der Preisindex Ein Preisindex bezieht sich auf ein Basisjahr, dessen Preisniveau mit 100 % ( 100 Punkten) angesetzt wird. Ein Steigen des Preisniveaus wird durch eine Erhöhung des Prozentsatzes (der Punkte), ein Sinken des Preisniveaus durch eine Verringerung des Prozentsatzes (der Punkte) angezeigt. Beispiel: Beträgt der Preisindex im aktuellen Jahr 110, so ist das Preisniveau gegenüber dem Basisjahr um 10% gestiegen.

29 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 29 Wie werden Indexzahlen ermittelt ? Euro im Jahr Euro im Jahr 2004 =100 Punkte =X Punkte X = 100 * = 103,3 Punkte Euro im Jahr Euro im Jahr 2005 =100 Punkte =X Punkte X = 100 * =107,3 Punkte

30 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 30 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.2.3Geldwertmessung (Verbraucherpreisindex) Die Preisveränderungsrate Die Preisveränderungsrate drückt aus, um wie viel Prozent sich das Preisniveau einer Periode gegenüber dem Preisniveau der Vorperiode geändert hat. Ein Steigen des Preisniveaus wird als Inflationsrate bezeichnet. Ein Sinken des Preisniveaus wird als Deflationsrate bezeichnet. Beispiel: Beträgt der Preisindex im aktuellen Jahr 115,5 der des Vorjahres 110,0 beträgt die Preisveränderungsrate 5,5 %

31 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 31 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.2.3Geldwertmessung (Verbraucherpreisindex) Entwicklung des Verbraucherpreisindex (VPI) für Deutschland bezogen auf das Basisjahr 2005 : Jahr VPI85,687,188,390,090,991,492,794,595,996,998, ,6103,9107,0107,2108,4

32 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 32 Die gefühlte Inflation Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass wir Preisänderungen umso stärker wahrnehmen, je häufiger wir ein Produkt kaufen: Wenn Bier, Brot und Benzin teurer werden, führt das zu einem Alles-wird- teurer-Gefühl; wenn dagegen Computer billiger werden, entgeht das weitgehend unserer Wahrnehmung, weil wir höchstens alle paar Jahre mal einen kaufen. Man nimmt zwar den gleichen Warenkorb wie das Statistische Bundesamt, gewichtet die Güter darin aber anders: Nicht mit ihrem Anteil an den Gesamtausgaben des Haushalts, sondern mit ihrer Kaufhäufigkeit. Außerdem berücksichtigt man, dass die Menschen dazu neigen, Preiserhöhungen stärker wahrzunehmen als Preissenkungen – ein Phänomen, das Ökonomen Verlustaversion nennen.

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34 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 34 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.2.3Geldwertmessung (Verbraucherpreisindex) Entwicklung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet bezogen auf das Basisjahr 2005 : Gesamtindex , , , , , , , , , , ,6 Dem HVPI liegt kein Warenkorb zugrunde er wird mit aufwändigen statistischen Methoden errechnet

35 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 35 Download :

36 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 36 Reallohn / Nominallohn Die Entwicklung eines Preisindex sagt über den Lebensstandard z.B. eines Arbeitnehmers nicht viel aus. Die Entwicklung des Nettolohnes ist aussagefähiger. Den Nettolohn, so wie er in der Lohnabrechnung ausgewiesen wird, wird als Nominallohn bezeichnet. Der Reallohn ist der Nominallohn, verglichen mit der Preissteigerungs-rate. Steigen Preisniveau und Nominallohn in gleichem Maße, hat sich der Reallohn nicht verändert. Steigt der Nominallohn stärker als die Preissteigerungsrate steigt die Kaufkraft Steigen die Preise stärker als der Nettolohn, sinkt die Kaufkraft.

37 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 37 Kaufkraftzuwachs: Die Nominallöhne steigen stärker als Preise Die Reallöhne steigen. Löhne und Preise Zeit Nominallöhne Preise

38 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 38 Löhne und Preise Zeit Nominallöhne Preise Kaufkraftschwund: Die Preise steigen stärker als die Nominallöhne Die Reallöhne sinken.

39 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 39

40 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 40 © GfK GeoMarketing GmbH Geschäftssitz Bruchsal Amtsgericht Mannheim, HRB

41 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 41 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.3Inflation Unter Inflation versteht man ein anhaltendes Steigen des Preisniveaus Einteilung der Inflationsarten Nach der Erkennbarkeit Nach der Schnelligkeit Nach den Ursachen offene Inflation verdeckte Inflation schleichende Inflation galoppierende Inflation Hyperinflation Nachfrageinflation Angebotsinflation

42 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 42

43 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 43 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.3Inflation Nach der Erkennbarkeit Offene Inflation : Das Preisniveau steigt durch die Marktmechanismen ohne staatliche Preisvorgaben. Verdeckte Inflation : Das Preisniveau wird durch staatliche Eingriffe möglichst konstant gehalten. Schwarze Märkte entstehen, der Staat muss eingreifen.

44 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 44 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.3Inflation Nach der Schnelligkeit schleichende Inflation galoppierende Inflation Hyperinflation Aktuelle Inflationsform; verhältnismäßig niedrige, aber lang anhaltende Preissteigerungen Die Preissteigerungsrate liegt im Durchschnitt über dem Zins für langfristige Geldanlagen. Die Preissteigerungsraten liegen über 50%

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47 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 47 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.3Inflation Einteilung nach den Ursachen Nachfrageinflationen Angebotsinflationen Binnen- nachfrage- inflation Außen- nachfrage- inflation Import- kosten- inflation Lohn- kosten- inflation Rohstoff- kosten- inflation Steuer- kosten- inflation Gewinn- inflation Kosteninflationen haus- gemachte Inflation importierte Inflation hausgemachte Inflationsarten

48 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 48 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.3Inflation Schuldner werden begünstigt, Sparer werden geschädigt Der reale Wert der Kreditaufnahme sinkt. Gutes Geld wird aufgenommen, schlechtes zurückgezahlt Eigentümer von Sachvermögen können ihr Vermögen erhalten Flucht in die Sachwerte Ausgabensteigerung des Staates Inflationär steigende Steuer- einnahmen führen zu Investitionen, deren Folgekosten zu Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen führen. Stagnierende Konsumgüternachfrage Angst vor der Arbeitslosigkeit erhöht die Sparquote

49 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 49 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.4Deflation Unter einer Deflation versteht man ein anhaltendes Sinken des Preisniveaus, verbunden mit zunehmender Arbeitslosigkeit und einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts. Im weiteren Zusammenhang kann von einer Depression gesprochen werden. Ursachen : Kürzung der Staatsausgaben pessimistische Zukunftserwartungen der Wirtschaftssubjekte Lohn- und Preisdumping bei nachlassender Nachfrage

50 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 50 1.Geldwert und Geldwertschwankungen 1.4Deflation Heutige Depressionen sind von automatischen Stabilisatoren in ihrer Entfaltung gehindert. Institutionelle Starrheiten verhindern ein drastisches Sinken des Preisniveaus : Mindestlöhne Einkommens-, gewinnunabhängige Steuern langfristig vereinbarte Miet- und Pachtzinsen langfristige Lieferverträge gesetzlich festgelegte Staatsausgaben usw. Moderne Deflationen führen deshalb vorrangig zu einem Rückgang der Beschäftigung bei sinkender Inflationsrate

51 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 51 2.Konjunktur 2.1Begriff Konjunktur Die in gewisser Regelmäßigkeit auftretenden mehrjährigen Auf- und Abwärtsbewegungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten einer Volkswirtschaft werden als Konjunktur bezeichnet. Messgrößen : reales Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen oder Auslastungsgrad des Produktionspotentials Konjunktur

52 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 52 2.Konjunktur 2.2Konjunkturverlauf

53 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 53 Quelle: Richard,Hartmann/Härter : Allgemeine Wirtschaftslehre... ; Rinteln 2007 ff., S. 438

54 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 54

55 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 55 ebenso : Hartmann/Härter : Allgemeine Wirtschaftslehre... ; Rinteln 2004 ff., S. 578

56 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 56 2.Konjunktur 2.3Determinanten des Konjunkturverlaufs Faktoren, die einen Konjunkturaufschwung auslösen können: Ausweitung des Geldangebots (Kreditangebots) durch die Zentralbank: Sinkende Zinssätze - steigende Kreditnachfrage Steigende private und staatliche Investitionsgüternachfrage Steigender Außenbeitrag (Export > Import) Zahlungsbilanzüberschüsse Optimistische Zukunftserwartungen der Wirtschaftssubjekte Positive politische Ereignisse (Beendigungen von Kriegen, Abschluß wichtiger Friedensverträge)

57 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 57 2.Konjunktur 2.4Konjunkturindikatoren Die Konjunkturindikatoren sind Messgrößen, die die gegenwärtige Konjunkturphase anzeigen (Konjunkturdiagnose) und Voraussagen über die voraussichtliche Entwicklung zulassen (Konjunkturprognose) Konjunkturforschung Aufgabe der Konjunkturforschung ist es, die aktuelle wirtschaftliche Lage zu analysieren ( Konjunkturdiagnose ) und die Entwicklung der nächsten sechs bis zwölf Monate vorauszuschätzen ( Konjunkturprognose ) Konjunkturindikatoren

58 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 58 K o n j u n k t u r i n d i k a t o r e n indicare = anzeigen,aufdecken Einzelhandelsumsätze Auftragseingänge in der Konsumgüterindustrie Preisindex für Lebenshaltung Konjunkturauslastung Produktion und Beschäftigung Auftragseingang aus dem In- und Ausland, Lagerbestände, Erzeugerpreise zur Verbrauchskonjunkturzur Industriekonjunktur

59 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 59

60 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 60 K o n j u n k t u r i n d i k a t o r e n Vorlaufende Merkmale und Reihen, z.B. : Auftragseingänge, Lagerbestand, Geschäftserwartungen Gleichlautende Merkmale und Reihen z.B.: Produktion, Kapazitätsauslastung, Umsatzzahlen Nachlaufende Merkmale und Reihen, z.B. Personaleinstellung und - freisetzung, offene Stellen Früh- indikatoren Gegenwarts- indikatoren Spät- indikatoren

61 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 61

62 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 62

63 Wirtschaftliche Ungleichgewichte /Georg Boll 63 Quelle: Handelsblatt


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