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Finanzierung. Lernziel Was sind Zinsen? Warum gibt es Zinsen? Warum gibt es Banken? Welche Funktionen haben sie? Was ist eine Hypothek? Welche Varianten.

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Präsentation zum Thema: "Finanzierung. Lernziel Was sind Zinsen? Warum gibt es Zinsen? Warum gibt es Banken? Welche Funktionen haben sie? Was ist eine Hypothek? Welche Varianten."—  Präsentation transkript:

1 Finanzierung

2 Lernziel Was sind Zinsen? Warum gibt es Zinsen? Warum gibt es Banken? Welche Funktionen haben sie? Was ist eine Hypothek? Welche Varianten gibt es? Wann ist eine Hypothek tragbar? Aufbau Zinsen Funktion der Banken Hypotheken, Immobilienfinanzierung, Berechnung der Risikokosten, Tragbarkeitsindex Immobilienrisiken

3 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 3 Zinsen Entwicklung der variablen Hypotheken und der Inflation (KPI) seit 1970

4 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 4 Warum gibt es Zinsen ? Gegenwartspräferenz Die Leute sind nur bereit, zu sparen – und damit auf Konsum jetzt – zu verzichten, wenn sie dadurch in der Zukunft mehr bekommen. Stichwort: Intertemporale Substitution des Konsum Produktivität des Kapitals Der Zins ist die Entlohnung des Kapitals in der Produktion. Stichwort: Grenzproduktivität des Kapitals Inflation Wer Kapital bereitstellt, will für die Geldentwertung entschädigt werden. (genauer erwartete Inflation) Risikoprämien Wer Kapital für riskante Unternehmen oder Projekte gibt, will für das eingegange Risiko entschädigt werden.

5 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 5 Warum gibt es Banken? Gedankenexperiment Sie wollen oder brauchen für die Finanzierung eines Hauses oder eine Projektes Kapital. Nehmen Sie an, es gebe keine Banken auf der Welt. Was können Sie tun? Welche Probleme könnten für Sie auftauchen? Suchkosten: Wer hat Kapital? In der richtigen Frist? Informationskosten: Welches ist der faire Zins? Transaktionskosten: Wie soll der Vertrag aussehen? Welche Probleme werden für den Geldgeber entstehen? Informationskosten: Wie ist ihre Bonität? Wie gut ist Ihr Projekt? Asymmetrische Information: Sagen Sie die Wahrheit über ihre Verhältnisse? Risikokosten: Sie sind das alleinige Risiko des Gläubigers! Flexibilität: Stark eingeschränkt, falls der Gläubiger sein Geld braucht.

6 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 6 Funktionen der Banken Kreditgewährung Die Banken versorgen die Wirtschaft mit Kapital und ermöglichen so Investitionen. Einlagemöglichkeit für Private und Firmen Einlagen bei der Bank sind in jeder Grössenordnung möglich und stehen bei Bedarf schnell zur Verfügung. Risikopooling und Einlegerschutz: Tiefes Risiko der Kapitalgeber Die Bank kann die Einzelrisiken stark diversifizieren und muss ihre Kredite mit Eigenmitteln unterlegen. Bonitätseinschätzung und Risikomonitoring Die effiziente Einschätzung von Risiken und deren Monitoring über die Zeit gehört zur Kernkompetenz einer Bank Fristentransformation Die Kreditnachfrager brauchen das Kapital in der Regel länger als sich die Sparer binden wollen.

7 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 7 Immobilienfinanzierung Argumente für den Finanzierungsbedarf bei Immobilien: Fehlende Eigenmittel Typisch im Eigenheimbereich. Nur eine Minderheit der Haushalte im mittleren Alter verfügt über genügend Eigenkapital, um sich Wohneigentum zu kaufen. Leverage Typisch im Renditebereich (Private und Gesellschaften). Die Finanzierung ermöglicht es, mehr Immobilien zu halten und damit mehr Rendite zu erzielen. Dabei steigt aber auch das Risiko! Diversifikation Für alle Immobiliensegmente relevant, aber oft missachtet. Der Kredit ermöglicht den Kauf anderer Anlagen (Aktien, Obligationen), so dass das Eigenkapital nicht nur dem Immobilienrisiko ausgesetzt ist,

8 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 8 Leverage-Effekt I

9 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 9 Leverage-Effekt Höherer Return bei höherem Risiko Durch den Einsatz von Fremdkapital, das billiger ist als die Immobilienrendite, lässt sich die Eigenkapitalrendite steigern. Damit erhöht sich aber auch das Risiko auf dem Eigenkapital entsprechend. Relevante Risiken bei Immobilien: Zinsänderungsrisiko Miet- und Leerstandsrisiko Immobilienpreisrisiko (allgemeines Marktrisiko) Der Leverage-Effekt kann in günstigen Marktphasen für den Eigentümer (Aktionär) eine viel höhere Rendite erzeugen. Die höhere Rendite ist aber erforderlich, um ihn für das erhöhte Risiko abzugelten. Theorem von Modigliani/Miller (1958): Die Aktien einer Firma mit hohem Leverage werden genau gleich notieren wie die Aktien einer identischen Firma ohne Fremdkapital. Vernachlässigt: Steuern, Grösseneffekte, Konkurskosten, Anreizprobleme

10 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 10 Hypotheken I Die Hypothek ist ein grundpfandgesicherter Kredit. Die belehnte Liegenschaft (oder das Land) dient als Sicherheit (Kollateralie) für den Kredit. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Schuldner kann der Gläubiger auf die Liegenschaft zugreifen und sie verwerten. Voraussetzung: Errichtung eines Schuldbriefes auf der Liegenschaft, der im Grundbuch eingetragen werden muss. Kurante Deckungen: Wertschriften, Waren. Beispiele: Lombardkredit, Akreditiv Blankokredit: Kredit ohne Deckung

11 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 11 Hypotheken II Hypotheken sind vergleichsweise günstige Kredite, da die Verlustrisiken des Gläubigers tief sind. Typische Belehnung bei Neueigentümern: 65% - 80%. Die Mittel aus der 2. Säule (BVG) können für die Bildung von Wohneigentum vorbezogen werden. Im Falle einer Verpfändung von Vorsorgegeldern (Steuervorteil) rechnen die Banken diese als Eigenkapitalersatz an, so dass effektiv bis zu 90% des Hauswertes belehnt werden kann. Bei hohen Belehnungen fordern die Banken in der Regel eine Amortisation des Kredites bis auf 65% (ehemals 1. Hypothek) innerhalb von 15 – 20 Jahren.

12 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 12 Pricing einer Hypothek aus Sicht der Bank Opportunitätskosten: Die Bank könnte den Betrag, den Sie einem Kunden ausleiht, auch am Kapitalmarkt anlegen. Die risikolose Rendite, den die Bank am Kapitalmarkt erzielen würde, entspricht darum den Opportunitäts- kosten des Kredites. Diese hängen von der Laufzeit ab (Zinskurve). Risikokosten: Erwarteter Verlust oder Standardrisikokosten des Kunden Optionsprämie (variable Hypothek): Der Kunde kann eine variable Hypothek jederzeit künden. Marge der Bank: Die erzielbare Marge wird durch die Marktverhältnisse bestimmt.

13 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 13 Risikokosten einer Hypothek I Die Risikokosten eines Kredit entsprechen dem Erwartungswert des Verlustes (Erwarteter Verlust) pro ausgeliehenem Franken.Bei einem gedeckten Kredit wie einer Hypothek besteht der erwartete Verlust (Expected Loss) aus zwei Teilen: Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD): Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde (Schuldner) den Kredit nicht mehr bedienen kann, d.h. seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Man spricht auch von der Kundenbonität. Verlust bei Zahlungsunfähigkeit (Loss given Default, LGD): Verlust, welcher der Bank entsteht, falls der Kunde "default" geht. Erwarteter Verlust = PD*LGD = P(D) * E(L|D)

14 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 14 Risikokosten einer Hypothek II Quintessenz: Ein Verlust für die Bank entsteht nur dann, wenn zwei ungünstige Ereignisse gleichzeitig eintreffen: Default des Schuldners Immobilienwert sinkt unter Hypothek (Kredit teilweise ungedeckt) Diese Wahrscheinlichkeit ist relativ klein, vor allem im Eigenheimbereich. Die Risikokosten sind daher tief, was die Hypothek günstig macht. Grund: Tiefe Korrelation zwischen Einkommen des Schuldner und Immobilienpreisen.

15 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 15 Risikokosten einer Hypothek III Simulationsansatz Ausfall t Schuldner-Risiko Objekt-Risiko Belastung (Zins + Amo) verfügbares Einkommen Belehnung Immobilienwert

16 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 16 Risikokosten einer Hypothek IV Prämienberechnung Prämie für das Verlustrisiko wird in jedem Simulationslauf berechnet: 1. Fall: auf dem Simulationspfad passiert kein Ausfall => Prämie = 0 2. Fall: auf dem Simulationspfad passiert im Zeitpunkt T ein Ausfall: Netto-Erlös = Objektwert in T + kurante Deckung - ausstehender Kreditbetrag im Zeitpunkt T -> falls Netto-Erlös negativ => Verlust -> zuzüglich Recoverykosten sowie noch nicht geleistete vierteljährliche Zinszahlungen bis T der gesamte Verlust ergibt die Prämie für diesen Simulationspfad Verrechnete Prämie (EL) = Durchschnitt aus 6000 Simulationen

17 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 17 Risikokosten einer Hypothek V Risikoparameter Von welchen Parametern hängen die Risikokosten ab? Belehnungshöhe in % des Hauswertes Belastung von Zins und Amortisation am verfügbaren Einkommen (Tragbarkeit) Volatilität des Einkommens (Beruf, Selbständigkeit, Arbeitslosigkeitsrisiko) Volatilität der Immobilienpreise (Deckungsklasse) Korrelation von Einkommen und Immobilienpreisen Bei Renditeobjekten zusätzlich: Korrelation von Mieten und Preisen (Kapitalisierungssätze) Korrelation von Mieten und übrigen Einkommen

18 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 18 Risikokosten einer Hypothek V Beispiel Selbständig/Unselbständig Kunde: 50 Jahre alt, 2 Erwachsene, 2 Kinder, Vollzeiterwb. (alle Beispiele) niedriger Nettolohn: hoher Nettolohn: Selbständigneinjaneinja ObjektartEFH D-Klasse1111 Belehnungsbasis650'000 1'800'000 Belehnung (%)70 80 Nettolohn (jährlich)80' '000 Konsum (jährlich)51'000 72'54075'216 VE für Zinsen+Amo (monat.)2'038 9'5729'349 Zinsen+Amo (monat.)1'937 6'471 EinkVol (%) PD (%) Prämie (BP)

19 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 19 Risikokosten einer Hypothek VI Beispiel Belehnungshöhe

20 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 20 Risikokosten einer Hypothek VII Beispiel Einkommen

21 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 21 Tragbarkeit im Zeitablauf ZKB-Tragbarkeitsindex für Wohneigentum Grundaussage: Wenn sich der Durchschnittshaushalt Wohneigentum leisten kann, liegt der Tragbarkeitsindex bei per Definition bei 100. Annahmen: Belehnung 80% des Hauswertes Zinsbelastung und Amortisation weniger als 35% des Einkommens Berechnung: Bestimmung des Medianhauses und des Medianhaushaltseinkommens. Berechnung des Qualifikationseinkommens als jenem Einkommen, bei dem das Medianhaus (Kt. ZH: ca. 700'000 Fr, ) gerade noch tragbar ist (d.h. Belastung < 35% des Einkommens). Tragbarkeitsindex = Medianeinkommen/Qualifikationseinkommen

22 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 22 Tragbarkeit im Zeitablauf II ZKB-Tragbarkeitsindex für Wohneigentum (EFH)

23 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 23 Typische Hypothekarprodukte in der Schweiz Variable Hypothek Festhypothek Geldmarkthypothek Terminhypothek Strukturierte Hypotheken

24 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 24 Variable Hypothek

25 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 25 Festhypothek

26 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 26 Geldmarkthypothek

27 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 27 Terminhypothek

28 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 28 Strukturierte Hypotheken

29 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 29 Strukturierte Hypotheken II Beispiel UBS Portfoliohypothek Quelle: UBS Schweiz

30 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 30 Immobilienrisiken Spezifische versus unspezifische Risiken

31 Immobilien- und BauökonomieP. Schellenbauer Baumarkt 31 Immobilienrisiken II Liquiditätsrisiken


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