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01. Was ist Segeln? 02. Wo und wie lernt man Segeln? 03. Was ist Seemannschaft? 04. Jolle, Katamaran oder Surfbrett! 05. Wind und Wellen verstehen! 06.

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1 01. Was ist Segeln? 02. Wo und wie lernt man Segeln? 03. Was ist Seemannschaft? 04. Jolle, Katamaran oder Surfbrett! 05. Wind und Wellen verstehen! 06. Wetter und Meer verstehen! 07. Wie funktioniert ein Boot? 08. Wie sieht dein Segelrevier aus? 09. Wie segelst Du mit dem Wind? 10. Einen Törn gut vorbereiten! 11. Segeln vor dem Wind! 12. Wozu dienen die Segel? 13. Wozu dient die Pinne? 14. Eine Frage des Gleichgewichts! 15. Wie segelt man bei halbem Wind? 16. Wie segelt man gegen den Wind? 17. Die Wende! 18. Die Halse! 19. Schätze deine Fähigkeiten richtig ein! 20. Wie kann man sich verbessern? 21. Kleines Wörterbuch! 22. Du bist dran! Fragen und Lösungen!

2 Segeln ist ein Freizeit- und unweltfreundlicher Sport. Man kann sich dabei entspannen, aber auch eine Regatta (das ist ein Segelwettkampf) segeln. Zum Segeln nutzt Du den Wind und Du setzt Deine Arme und Beine ein, um die Segel zu bedienen. Um zu Segeln, muss Du die Technik des Bootes und des Segels beherrschen. Um eine Regatta zu segeln, muss Du richtig fitt sein und auch richtig gut trainieren, so dass Du auf den Wind, die Strömungen des Wassers und auf die anderen Boote richtig reagieren kannst. Zuerst wird Dir das Segeln vielleicht schwer fallen, weil alles NEU ist und auch bischen lernen musst, aber nach einiger Zeit wird es soviel Spaß machen, dass Du es gerne magst und Du richtig stolz auf Deine Erfolge und Dein Hobby sein kannst.

3 Das Segeln erlernt man am besten in einer Segelschule oder in einem Verein. Dort kann man sich alles aneignen, was man zum Segeln braucht. Gerade in den Sommerferien bieten viele Segelschulen ein Segelprogramm für Kids an. Viele Vereine haben auch eine Jugendabteilung, der Du beitreten kannst. Wie viel kostet es? An einer Segelschule im Sommer kostet es meistens für 4 bis 5 Tage 160,- € oder ca. 30 bis 40,- € pro Tag. In einem Verein zahlt man einen Jahresbeitrag von 35,- € bis 50,- €, je nach Verein. Der Deutsche Seglerverband! Die meisten Schulen und Vereine gehören dem Deutschen Seglerverband (DSV) an. Dieser Verband wurde 1888 gegründet. Er ist der Dachverband für die Segelvereine und Surfclubs in Deutschland und zusammen mit den neuen Bundesländern der erfolgreichste Segelverband der Welt in den Olympischen Bootsklassen -gemessen an den Medaillen der letzten zehn Jahre bei den Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Mehr als Mitglieder in den DSV-Vereinen sind Jugendliche. Den DSV findet ihr im Internet unter:

4 Um Segeln zu können, muss man wie überall auch, theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten besitzen. Auf den weiteren Seiten wird der Begriff SEEMANNSCHAFT erläutert. Die Beherrschung der Seemannschaft ist die Voraussetzung dafür, wie man Segeln lernen kann. In der Berufsschifffahrt muss man eine Ausbildung und ein Studium absolvieren, um ein Schiff sicher bedienen bzw. führen zu können. Man erlernt den Beruf eines Schiffsmechanikers, geht danach auf eine Steuermannsschule und erwirbt ein Kapitänspatent. Danach muss man eine gewisse Zeit fahren, bis man wirklich zum Kapitän berufen wird. In der Sportschifffahrt legt man entsprechende Führerscheine ab. So gibt es den Sportbootführerschein für Binnengewässer, für Seegewässer, für die Küstenfahrt, aber auch für die Hochseefahrt. Für jeden Schein muss eine Prüfung in Theorie und Praxis abgelegt werden. Du kannst den Jüngsternsegelschein ablegen. Damit darft Du altersgerechte Segelboote unter fachkundiger Aufsicht und unter den vorgeschriebenen räumlichen und zeitlichen Grenzen sowie zur Teilnahme an Regatten führen.

5 Der Jünfstensegelschein Zulassungsvoraussetzungen: - Vollendung des 7. Lebensjahres und bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, - Zustimmung der gesetzlichen Vertreter, - Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze, beziehungsweise 15 Minuten Dauerschwimmen im schwimmtiefen Wasser. Gültigkeitsdauer: Der Jüngstensegelschein wird mit Vollendung des siebzehnten Lebensjahres ungültig.

6 Unter Seemannschaft versteht man die Fertigkeiten, die ein Seemann zur praktischen Handhabung eines Bootes oder Schiffes beherrschen muss. Die Anforderungen an einen Seemann, und insbesondere an den verantwortlichen Schiffsführer, sind sehr vielseitig. Sie variieren dabei je nach der Art des Schiffes, dem Fahrgebiet, dem Wetter und Seegang, Fähigkeiten und Anzahl der Besatzung sowie zwischen Berufsschifffahrt und Sportschifffahrt. Insbesondere sind folgende Sachgebiete wichtig:  das Schiff (Boot) und seine Ausrüstung  Manöverkunde  Gesetzeskunde  Navigation  Wetter- und Gezeitenkunde  Rettung und Sicherheit an Bord  Funkverkehr auf See  Medizinische Ausbildung (1. Hilfe)  Seemännische Arbeiten Navigation ist die „Steuermannskunst“ zu Wasser, zu Land und in der Luft. Ihr Ziel ist, das Fahrzeug sicher zum gewünschten Zielpunkt zu steuern. Dem Steuern gehen zwei Aufgaben voraus: das Feststellen der momentanen Position (Ortsbestiimmung) und das Ermitteln der besten Route zum Zielpunkt.

7 Im folgenden wollen wir uns dass anschauen, was für Dich wichtig ist Theorie: -Behandlung der Segel, - Knoten, - einfacher Takling, - Pflege eines Segelbootes im Sommer- und Winterlager, - Kenntnis der Verkehrsvorschriften des örtlichen Segelreviers, - Grundkenntnisse der Wettsegelbestimmungen bzw. des Verhaltens gegenüber Fahrzeugen in einer Regatta, - Kenntnisse der vom Verein oder von der Schule festgelegten Segelordnung, Grundkenntnisse der Yachtgebräuche. Praxis: In der Praxis müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Sportboot umgesetzt und angewendet werden. Es sind verschiedene Manöver (u. a. das Rettungsmanöver –Mensch über Bord) zu fahren und Knoten vorzuführen.

8 Jolle (Optimist) Katamaran Surfbrett

9 An der Pinne deines Optis wirst du dich schnell als Kapitän fühlen. Nur du allein bestimmst die Richtung und fährst die Manöver. Auf dem Surfbrett ist es ähnlich, es verlangt jedoch einen besonders guten Gleichgewichtssinn. Sind die ersten Schwierigkeiten vorbei, lernst du Geschwindigkeit, lange Surfs und das Gefühl von unbegrenzter Freiheit kennen. Sicherer Spaß garantiert! Eine Jolle reagiert sehr empfindlich auf das Legen der Pinne. Die Jolle ist stabiler als ein Surfbrett, jedoch kippeliger, als ein sportlicher Katamaran. Katamaran und Surfbrett sind Rennmaschinen, die vor allem auf hohe Geschwindigkeit ausgelegt sind. Auf einer Jolle oder einem Katamaran kann man auch zu zweit segeln, was mit einem Surfbrett natürlich nicht möglich ist. Um dich richtig zu entscheiden, solltest du alle Typen ausprobieren! Eine Jolle ist ein kleines, offenes Segelboot mit Schwert. Die kleinste Jolle ist der Optimist. Es gibt Jollen, die nur von einer Person gesegelt werden (z. B. Optimist, Laser, Europe) und andere, die zu zweit (z. B. 420er, 470er, Pirat...) oder sogar mit noch mehr Mitseglern gesegelt werden. Auch die neuen Jollenklassen wie der Laser Stratos können für dich interessant sein. Ein Surfbrett ist eigentlich das einfachste Gerät zum Segeln. Es hat kein Ruderblatt und das Rigg (Mast und Segel) wird durch die Kraft der Arme bewegt. Auf dem Markt findet man verschiedene Typen von Surfbrettern, wie zum Beispiel Wave-, Freestyle-, Freeride- und Raceboards. Ein Sportkatamaran ist ein kleines Segelboot zwischen 14 und 21 Fuß Länge, leicht, mit zwei Rümpfen. Die meisten Rümpfe sind symmetrisch, bei älteren Konstruktionen aber auch asym- metrisch (z. B. Hobie (at 14 und 16). Ein Fuß (engl.) ist 33 cm lang)

10 Ohne Wind kann kein Segelboot segeln. Wind ist Luft, die in Bewegung ist. Die Luftbewegung entsteht, weil es auf der Erde verschiedene Wetterlagen gibt. Diese Wetterlagen sind Druckgebiete. Warme Luft ist leichter und dünner, als kalte Luft. Der Wind weht immer von einem hohen Druckgebiet in ein tiefes Druckgebiet, weil der Wind die unterschiedlichen Luftdrücke ausgleicht. Da sich jedoch die Erde dreht, kann der Wind nicht direkt von einem Gebiet ins andere aufwehen, sondern er wird abgelenkt. Diese Ablenkung nennt man Corioliskraft, nach dem französischen Mathematiker Coriolis, der diese Kraft im 19. Jahrhundert entdeckte. Weiter kann auch Wind in einem Segelrevier entstehen, weil sich das Land am Tag durch die Sonne schneller und stärker erhitzt, als das Wasser. Dagegen kühlt das Land nachts schneller ab, als das Wasser. Das heißt, hier entsteht am Tag Seewind (Wind weht vom Wasser zum Land) oder Landwind (Wind w eht nachts vom Land zum Wasser). Einfluss der Corioliskraft auf den Wind Der Wind weht von einem Hoch- ins Tiefdruckgebiet

11 Windstärkeskala nach Beaufort BftBezeichnungm/skm/hkn dtsch.engl.vonbisvonbisvonbis 0StilleCalm00, Leiser ZugLight air0,31, Leichte BriseLight breeze1,63, schwache BriseGentie breeze3,45, mäßige BriseModerate breeze5,57, frische BriseFresh breeze8,010, starker WindStrong Breeze10,813, steifer WindNear gale13,917, stürmischer WindGale17,220, SturmStrong gale20,824, schwerer SturmStorm24,528, orkanartiger SturmViolent storm28,532, OrkanHurricaneab 32,7ab 118ab 64 Die Beaufortskala dient der Einschätzung des Windes. Diese stammt jedoch nicht von Francis Beaufort (1774–1857). Wurde jedoch nach ihm benannt, da er eine ähnliche Skala zuerst auf See anwandte. Erst 1906 schuf der britische Wetterdienst die Version der Skala mit 13 Stufen (inkl. 0), die als Beaufortskala bekannt geworden ist. Merke dir nur in etwa die Spalte 1 und 2. Ab Windstärke 5-6 solltest Du mit einem Opti nicht mehr segeln!

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13 Bei viel Wind werden auch hohe Wellen auf dem Wasser erzeugt. Diese können ein Segelboot zum Kentern bringen. Im Binnenland werden diese nie so hoch, wie auf dem Meer. Lässt der Wind nach, verschwinden die Wellen nicht gleich sofort. Sie laufen als Dünung weiter. Dreht sich der Wind plötzlich, so verbleiben die Wellen noch sehr lange in der alten Windrichtung. Wenn Wellen auf den Strand laufen, entsteht Brandung, weil die Wellen dann den Meeresgrund berühren und sich brechen (überschlagen). Man sieht dies an den Schaumköpfen. Wellen können auch Strömungen erzeugen. Läuft eine Welle auf den Strand, muss sie auch wieder ablaufen. Für deine ersten Stunden auf dem Wasser wird dein Lehrer ein möglichst ruhiges Gewässer auswählen. Wenn du sicherer bist, segelst du auch in Revieren mit Wellen und Strömungen. Je weitläufiger das Revier ist, desto höhere Wellen können sich durch Wind aufbauen. Wasser ist kein Marmeladentopf, sondern meistens in Bewegung! Verlässt du den Schutz einer Mole oder einer Landzunge, hält nichts mehr die von weitem kommenden Wellen auf. An manchen Tagen aber weht der Wind nur schwach und das Meer bleibt ruhig. Dies ist auch der Fall, wenn der Wind von Land her weht und wegen der Landabdeckung erst weiter draußen Wellen entstehen lässt. Aber Vorsicht: Draußen auf dem Meer können Wellen eine enorme Höhe erreichen. Strömungen entstehen auch durch Ebbe und Flut. Nur im Mittelmeer, in der Ostsee und auf Binnenseen sind Ebbe und Flut (Gezeiten) praktisch nicht vorhanden.

14 VORSICHT beim Baden! Die Strömung am Strand kann einen aufs Meer ziehen und man kommt nicht wieder an Land zurück. Strömungen können auch ohne Wind und Wellen auftreten, z. B. auf Flüssen. Wenn zwei Flüsse zusammenfließen, kann es unbekannte Strömungen geben, die nicht mehr der Flussrichtung entsprechen. Auch können Ebbe und Flut noch bis in die Flüsse hinein wirken, z. B. die Weser in Bremerhaven oder die Elbe in Hamburg. Wenn Du ein unbekanntes Gewässer befahren willst, nehme jemand mit, der das Gewässer kennt.

15 Die Wolken zeigen Dir, wie das Wetter wird oder es gerade ist. Es gibt Schlechtwetter- und Schönwetterwolken. Wolken entstehen, wenn der Luftdruck bei gleichzeitiger sehr hoher Luftfeuchtigkeit sinkt. Cumuluswolken, Kaltes Wetter zieht auf, vielleicht sogar Wind und Regen! Cirren, Schönwetterwolken. Es wird schönes sonniges Wetter! Cumulonimbus, Jetzt aber ab in den Hafen, das ist eine typische Gewitterwolke, sie hat einen so genannten Amboss! Fast wolkenloser Himmel, jetzt kannst Du den ganzen Tag segeln!

16 Auftrieb und Gewicht Das archimedische Prinzip wurde vor über 2000 Jahren vom griechischen Gelehrten Archimedes formuliert. Es lautet: Der statische Auftrieb eines Körpers in einem Medium ist genauso groß, wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. Das archimedische Prinzip gilt in Flüssigkeiten und Gasen. Schiffe verdrängen Wasser und erhalten dadurch Auftrieb. Da die mittlere Dichte eines Schiffes geringer als die Dichte von Wasser ist, schwimmt es an der Oberfläche. Auch Ballone und Luftschiffe machen sich diese Eigenschaft zunutze, um fahren zu können. Dazu werden sie mit einem Gas gefüllt, dessen Dichte geringer ist, als die der umgebenden Luft. Diese Gase (z. B. Helium oder Wasserstoff) sind bei Luftschiffen und vielen Ballonen von Natur aus weniger dicht als Luft, in Heißluftballonns wird die Luftfüllung mit Hilfe von Gasbrennern erwärmt, wodurch ihre Dichte abnimmt. U-Boote gleichen zum Abtauchen ihr Gewicht aus, indem sie das Wasser aus ihren Ballastwasserzellen (dichte Tanks im Boot sozusagen) hineinpumpen. Beim Auftauchen pumpen sie dann wieder Wasser aus den Ballastwasserzellen heraus. So verändern sie das Gewicht und haben Auftrieb oder auch nicht!

17 Definition der Schwimmfähigkeit (nach Archimedes) WLF FGFG f G F G: Gewichtsschwerpunkt F: Verdrängungsschwerpunkt, Formschwerpunkt F G = F F

18 Wenn die Schwerkraft größer der Auftriebskraft ist, taucht das Boot tiefer ein. Wenn die Schwerkraft kleiner der Auftriebskraft ist, taucht das Boot weiter aus, bis wieder Kräftegleichgewicht herrscht. Kann auch im vollgetauchtem Zustand keine Gleichheit der Kräfte erreicht werden, sinkt das Boot. Von Formstabilität wird dann gesprochen, wenn der Gewichtsschwerpunkt über dem Formschwerpunkt liegt. Jollen und offene Boote besitzen nur Formstabilität. Die Boote können kentern. Bei Gewichtsstabilität liegt der Gewichtsschwerpunkt (G) unter dem Formschwerpunkt (F). Gewichtsstabilität besitzen Kielboote (Yachten) durch den sehr schweren und tiefliegenden Kiel. Diese Boote richten sich beim Kentern, wie ein Stehaufmännchen immer wieder auf. Jollen (Opimist) können kentern, da sie sehr flach sind und kein Kiel, sondern nur ein Schwert haben.

19 Aufs Wasser gesetzt, hat ein Optimist genug Auftrieb, um das Gewicht von ein oder zwei Kindern zu tragen. Je größer der Rumpf eines Bootes ist oder je mehr Volumen ein Surfbrett hat, desto mehr Gewicht kann es tragen. In dem Moment, wo der Rumpf jedoch mit Wasser gefüllt wird, nimmt der Auftrieb und die Tragfähigkeit ab. Das Boot wird bedeutend langsamer. Ohne Segel wird jedes Boot vom Wind vor sich her getrieben. Mit Pinne und Ruderblatt kannst du die Richtung beeinflussen. Mit einem Segel fängst du die Energie des Windes ein, die dich fortbewegt. Dein Körper bildet das Gegengewicht zum Wind im Segel. Dadurch kann das Boot aufrecht gesegelt werden. Mit der Pinne wird das Ruderblatt bewegt, um das Boot zu steuern. Wenn du die Pinne nach links (Backbord) ziehst, dreht das Ruderblatt nach rechts (Steuerbord) und das Boot fährt nach Steuerbord.

20 Wind Badestrand! Da darft Du nicht rein segeln! Speergebiet! Da darft Du nicht rein segeln! Markierungsboje! In diesem Gebiet sollts du Segeln üben! Fahrwasser mit Betonnung! Da darft Du nicht rein segeln! Halte dich frei von der Berufsschifffahrt! Anleger Hafen! Steine Badegebiet ablandig auflandig So könnte ein Segelrevier aussehen!

21 Genau wie im Straßenverkehr gibt es auch auf dem Wasser auch Vorfahrtsregeln, nur sind hier keine Straßen vorhanden! Wie das genau geregelt ist, kannst Du in der Binnenschifffahrtsstraßenordnung bzw. in der Seeschifffahrtstraßenordnung nachlesen. Hier das wichtigste für Dich! 1.) Berufsschifffahrt hat immer Vorfahrt (Fähren, Fracht- und Passagierschiffe, usw.) 2.) Alle Motorboote der Sportschifffahrt müssen Dir ausweichen! 3.) Ruderbooten müssen Dir ausweichen! 4.) Die Vorfahrt der Segelboote untereinander richtet sich nach der Windseite, die jedes Segelboot beim Segeln einnimmt:  Haben zwei Segelboote den Wind von der gleichen Seite, so muss das Boot ausweichen, welches den Wind an der Luv-Seite des anderen hat.  Haben zwei Segelboote den Wind von unterschiedlicher Seite, so muss das Boot ausweichen, welchen den Wind von Backbord (links) hat. Wie das gemeint ist, könnt Ihr auf der folgenden Seite sehen!

22 Zu Pkt. 4.) Die Vorfahrt der Segelboote untereinander richtet sich nach der Windseite, die jedes Segelboot beim Segeln einnimmt:  Haben zwei Segelboote den Wind von der gleichen Seite, so muss das Boot ausweichen, welches den Wind an der Luv-Seite des anderen Bootes hat. Die Luv-Seite eines Bootes ist immer die Seite des Bootes, von der der Wind weht! Die Lee-Seite eines Bootes ist immer die dem Wind abgewandte Seite! Spruch: Spuckst Du in Lee, geht alles in See! Spuckst in Luv, kommt alles wieder ruff (rauf)!  Haben zwei Segelboote den Wind von unterschiedlicher Seite, so muss das Boot ausweichen, welchen den Wind von Backbord (links) hat. Diese Regel hängt damit zusammen, dass auch Motorboote untereinander ausweichen müssen, wobei das Boot ausweichen muss, welches das andere an seiner Steuerbordseite sieht und dem eigenen Boot näher kommt (rechts vor links)!

23 Wind A B Boot A muss ausweichen, da es den Wind von Bb. Hat. Dies kann man an der Segelstellung sehen!

24 Wind A B Boot A muss ausweichen, da es den Wind zuerst (vor B) von Luv hat. Dies kann man an der Segelstellung sehen! Das Boot steht näher zum Wind und somit an Luv von Boot B

25 Auch auf dem Wasser gibt es Verkehrszeichen! Hier sind die wichtigsten zusammengestellt. Du musst nicht alle auswendig wissen, aber einige! Wichtig für Dich: Ankerverbot, gesperrte Wasserfläche, Abstand vom Ufer, Liegeverbot, Segeln, Surfen verboten und Ende eines Verbots bzw. Gebots. Die meisten Zeichen kann man schon wegen des Bildes deuten

26 Wenn Du mit Deinem Fahrrad unterwegs bist, wirst Du auch bei Windstille merken, wie Dir der Fahrtwind in Gesicht bläst. Kommt ein richtiger starker Wind von der Seite, wirst Du bestimmt auch Schwierigkeiten haben, diesen Windruck auszugleichen, da Du ja von Deinem Weg nicht abweichen willst, um vielleicht im Gebüsch neben dem Fahrradweg zu landen! Wenn der Wind beim Fahrradfahren jetzt aber genau von hinten kommt, so kann es passieren, dass Du den Fahrtwind überhaupt nicht mehr merkst. Der Wind von hinten ist dann genauso stark, wie der Fahrtwind von vorn. Die gleichen Erscheinungen sind natürlich auf beim Segeln vorhanden! Wahrer Wind Fahrtwind Scheinbarer Wind

27 Fahrtwind Scheinbarer Wind Wahrer Wind Ausschlaggebend zum Segeln ist immer der „scheinbare Wind“, das ist die Vermischung zwischen „wahren Wind“ und „Fahrtwind“. Am besten kannst Du das sehen, wenn eine Flagge in der Mastspitze weht. Man kann auch einen Verklicker (Windanzeiger) im Mast fahren! Dieser Opti segelt „hart am Wind“!

28 Begriffe: Schoten(die Schot): Das sind Leinen am Segel. Damit führst Du das Segfel waagerecht. Du kannst das Segel dichtholen oder fieren (aufmachen). Fallen (das Fall): Das sind Leinen am Segel. Damit führst Du das Segel senkrecht. Du kannst das Segel Setzen (hochziehen) oder nieder holen (fallen lassen) Anluven: mehr in Richtung Wind steuern, Segel dicht holen Abfallen: mehr weg vom Wind steuern, Segel fieren

29 (Hart) Am Wind: Maximale Höhe laufen, die ein Boot bei vorderlichen Wind laufen kann. Boot macht Höhe, aber nur geringe Fahrt. Voll und bei: Boot läuft optimale Höhe mit maximale Fahrt am Wind (Halber Wind) Halber Wind: Scheinbarer Wind fällt querab (von der Seite) ein Raumer Wind: Scheinbarer Wind fällt zwischen halben und achterlichen Wind ein (Raumschot-Kurs) Vor dem Wind: Wind fällt genau achteraus ein (Schmetterlingssegeln), „Platt vorm Laken“ segeln

30 Vor dem Wind von achtern (hinten) Am Wind von Steuerbor d Am Wind von Backbord Raumer Wind von Steuerbord Raumer Wind von Backbord Toter Sektor Wind von vorn Wind

31 Was muss ich beachten? Was muss ich mitnehmen?

32 Begriffe, die noch erläutert werden: Rigg, Gabelbaum, Segel, Schoten, Fallen, Blöcke, Vorstag, Mast, Masttopp, Liek, Schwert, Niederholer, Segellatten und vieles mehr. Auftakeln von Booten

33 Achterliek Vorliek (Mastliek) Unterliek (Baumliek) LateinersegelLuggersegel GaffelsegelHochsegel Das Segel Es gibt verschiedene Segelformen

34 Wenn Du das Boot an Land festmachen willst, so findest Du meistens eine Klampe oder einen Poller am Steg. Daran kannst Du das Boot festmachen!

35 Wenn man die Festmacherleinen nicht mehr benötigt, muss man diese immer gut aufschießen (aufwickeln), dann weglegen oder aufhängen! Das geht so! Seemännische Knoten Vorteil: halten sehr gut und lassen sich gut wieder lösen Nachteil: Du musst die Knoten üben und wissen, welcher Knoten für was gebraucht wird. Es gibt unzählige seemännische Knoten. Viele dienen heute einfach nur zur Verzierung von Gegenständen oder als Fußmatten u. ä. (Zierknoten), andere werden wirklich an Bord gebraucht und angewendet (Gebrauchtsknoten). Von den Gebrauchtsknoten solltest Du vier Stück beherrschen, weil Du diese Knoten an Bord manchmal oder oft brauchen wirst. Das sind die Knoten: Achtknoten, Kreuzknoten, Pahlstek und Webeleinstek. Dazu musst Du noch wissen, wie man eine Klampe belegt.

36 Seemännische Knoten  1.) Achtknoten Dieser Knoten verhindert das Ausrauschen der Leine durch einen Block (Rolle)  2.) Kreuzknoten Mit diesem Knoten kannst Du zwei Leinen gleicher Stärke verbinden  3.) Pahlstek Mit diesem Knoten kannst Du ein Auge (Öse) am Ende einer Leine herstellen  4.) Webeleinstek Mit diesem Knoten kannst Du eine Leine am Ring oder am Rohr festmachen  5.) Poller oder Klampe belegen Das Belegen einer Klampe brauchts Du, um das Boot an Land festzumachen

37 Seemännische Knoten Klampe belegen Kreuzknoten Taljen sind Flaschenzüge, die eine Kraftersparnis erwirken z.B. bei der Großschot

38 Seemännische Knoten - errate die Knotennamen

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