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Die Auseinandersetzung um Hegels Religionsphilosophie 1.Streitpunkte, die teilweise schon zur Lebzeiten Hegels wichtig waren, wurden es erst recht nach.

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1 Die Auseinandersetzung um Hegels Religionsphilosophie 1.Streitpunkte, die teilweise schon zur Lebzeiten Hegels wichtig waren, wurden es erst recht nach seinem Tod, d.h. aufgrund der Publikation seiner Vorlesungen über Rph: Personalität Gottes (Pantheismus) – Unsterblichkeit der Seele (Ph. Marheineke, I.H. Fichte, C.H. Weiße) 2.Vorrang der Idee vor der Geschichte: Freisetzung der Geschichte für die Forschung, nicht die Geschichte, sondern der Begriff trägt die Beweislast: (D.F. Strauß‘ Leben Jesu, 1835/36) 3.Christlichkeit und Nichtchristlichkeit der Rph Hegels (B. Bauer, L. Feuerbach: Religionskritik) 4.Begriff der Philosophie (Kierkegaard: Paradox des Glaubens, Schelling: negative, positive Phil.)

2 Rechtshegelianer: Freundeskreis, Werkausausgabe „Verein von Freunden des Verewigten“: Karl Daub ( ), Philipp Konrad Marheineke ( ), Johannes Schulze (1786–1869), Eduard Gans ( ), Leopold von Henning ( ), Heinrich Gustav Hotho ( ), Karl Ludwig Michelet ( ), Friedrich Christoph Förster ( )….

3 Philipp Konrad Marheineke ( ) Die Grundlehren der christlichen Dogmatik als Wissenschaft“ 1819, 2. Aufl In ihrer zweiten Auflage rezipiert M. den Begriff des Hegelschen Geistes, um mit dessen Hilfe Gottes Einheit mit dem menschlichen Geist zu explizieren. Der Begriff der Offenbarung wird von diesem Geistbegriff aus gedeutet. Die Trinität scheint ohne Welt nicht denkbar. Die Welt ist Gott in ihrem Außersichsein.

4 Christian Hermann Weiße ( ) Philosophische Dogmatik oder Philosophie des Christentums (3 Bde., ) Gegen Hegel: Verwechslung von Form und Inhalt, Begriff und Sache (vgl. L. Feuerbach) Keine Inhaltsidentität von Glaube/Theologie und Philosophie (vgl. L. Feuerbach)

5 Linkshegelianer: David Friedrich Strauß ( ) Hegel: Unmöglichkeit einer rein historischen Begründung des Christentums, nur über den Begriff ist eine Begründung möglich: „Flucht in den Begriff“. Das Leben Jesu (1835/6): Dogma als Mythos. Philosophische Deutung des Mythos. Anthropologische Deutung der Christologie: Gottessohnschaft als Ideal und Anlage des Menschen. Prozessurale Vorstellung von Gott. Streitschriften (1837): Links- und Rechtshegelianer

6 Bruno Bauer (1809–1882) Kritik der Geschichte der Offenbarung (1838): Rechtshegelianer: Bibelverse als Explikationen des Begriffs Aus der Begegnung mit Strauß erfolgt ein Umschlag in die linkshegelianische Richtung: 1841/42: Die Posaune des jüngsten Gerichts über Hegel den Atheisten und Antichristen: Hegel-Kritik: Das menschliche Bewusstsein von Gott stellt eine Selbstentfremdung des Menschen dar: eine Objektivierung der Bewusstseinsaussagen.

7 Ludwig Feuerbach ( ) 1824 Teilnahme an Hegels Rph in Berlin; durch den Kontakt mit Hegel entwickelt sich F. vom Theologiebegeisterten zum Philosophen. Gedanken über Tod und Unsterblichkeit (1830): Ablehnung der persönl. Unsterblichkeit: Christentum als Religion des Selbst  Verlust der akademischen Karriere. D.F. Strauß: Das Leben Jesu  Haltlosigkeit der Hegelschen Phil des Christentums: historisch und theoretisch: kein Individuum erfüllt die Idee. Unmöglichkeit einer Inkarnation, auch einer absoluten Religion. Begründung: Die Totalität, das Ganze kann nie im Einzelnen erscheinen.

8 Zur Kritik der Hegelschen Philosophie (1839) Hegels Phil ist „betrunkene Phil“. Ausnüchtern durch Umkehrung der These Hegels, dass das Bewusstsein des Menschen von Gott Gottes Selbstbewusstsein ist zur These „Das absolute Wesen, der Gott der Menschen, ist sein eigenes Wesen.“ F. wendet sich gegen Hegels These von der materialen Identität von Religion und Philosophie; die Formdifferenz würde eine unaustilgbare Differenz anzeigen: Die Philosophie bediene sich des Denkens, die Religion basiere auf Phantasie und Gemüt. Eine sensualistische Anthropologie ist das Zentrum der Philosophie.

9 Zur Kritik der Hegelschen Philosophie (1839) Kritik an der Abstraktheit des Hegelschen Denkens. Kritik der Wissenschaft der Logik wegen der Identifikation von Denken/Denkform und Sache/Wesen. Rationaler Mystizismus: Phil muss sich auf empirisch-sinnliche Daten gründen lassen. Der Phil des reinen, absoluten Geistes fehlt jede Grundlage. Unerklärbar sei der Hervorgang der Materie aus einem absoluten Geist. Lösung Spinozas, aber: dieser Pantheismus ist ununterscheidbar vom Atheismus, wenn Materie göttliches Attribut ist. Theologischer Materialismus. Hegels Phil ist theistisch und atheistisch deutbar. Vom Wesen des Christentums ( ) Vom Wesen der Religion (1845)

10 Vom Wesen des Christentums Religion ist „das Bewusstsein des Unendlichen“. Religion ist demnach anthropologisch begründet. Religion ist das Verhalten des Menschen zu seinem eigenen unendlichen Wesen. Die Unwahrheit der Religion liegt in der Verselbständigung des unendlichen menschlichen Wesens zu einem dem Menschen gegenüberstehenden Wesen, zu einem Gott. Religion ist darum Ausdruck einer Selbstentfremdung des Menschen, dessen Projektion: „Der Mensch schafft Gott nach seinem Bild.“ Gott ist das entäußerte Selbst des Menschen. Das Denken des Unendlichen durch die Vernunft bestätigt deren Unendlichkeit. Die Religion gehört dem kindlichen Stadium des Menschen an. Die Gottesprädikate sind anthropologisch aufzufassen. Die Göttlichkeit der Eigenschaften ist gemeint: „Gott ist Liebe“ (1 Joh 4,8.16) = Die Liebe ist Gott, ist göttlich, unendlich. Erst die Göttlichkeit der Attribute macht ein göttliches Wesen denkbar. Der Mensch aber hat diese unendlichen Attribute zu leben: Unbegrenzt soll die Liebe zum Menschen sein. Homo homini Deus.

11 Feuerbachs Trinität Anthropologische Umdeutung der christlichen Glaubensaussagen: Inkarnation: Erscheinung eines menschlich fühlenden menschlichen Wesens. Trinität: Ich – Du - Wir "Das Bewußtsein des Menschen von sich in seiner Totalität ist das Bewußtsein der Trinität." (Das Wesen des Christentums, 1841, Werke 5,75). "Gott ohne Sohn ist Ich, Gott mit Sohn ist Du. Ich ist Verstand, Du ist Liebe; Liebe aber mit Verstand und Verstand mit Liebe ist Geist, ist erst der ganze Mensch. Geist aber ist die Totalität des Menschen als solchen, der totale Mensch... Gemeinschaftliches Leben nur ist wahres, in sich befriedigtes, göttliches Leben... - dieser einfache Gedanke, diese dem Menschen natürliche, eingeborne Wahrheit ist das Geheimnis des übernatürlichen Mysteriums der Trinität." (ebd. 78 f.)

12 Der leidende Gott Christus als passio pura: Gott leidet = Leiden für andere ist göttlich. „Wer für andere leidet, handelt göttlich, ist den Menschen Gott.“

13 Dogmen als Herzenswünsche Die Grunddogmen des Christentums sind Herzenswünsche des Menschen: Unsterblichkeit, Glück, Seligkeit. Ohne Wünsche hätte der Mensch keine Religion. Theogone Wünsche Gott zu sehen ist das höchste Glück des Menschen = Christus ist der erfüllte Wunsch dieser Sehnsucht, weshalb das Christentum die absolute Religion ist. Auferstehung = erfüllte Unsterblichkeitshoffnung Gott ist der Mensch ohne Schranken, ohne Übel. Taufe = Dankbarkeit gegenüber der Natur. Abendmahl = Dankbarkeit gegen den Menschen, der dem jeweils anderen „Nahrung“ und „Heiland“ ist.

14 Der Glaube an Gott ist der Glaube des Menschen an „die Unendlichkeit und Wahrheit seines eigenen Wesens – das göttliche Wesen ist das menschliche, und zwar subjektiv menschliche Wesen in seiner absoluten Freiheit und Unbeschränktheit.“

15 Religion als Weg aus der Abhängigkeit Die Naturreligionen zeigen die Abhängigkeit des Menschen von der Natur, weshalb die Natur das Göttliche ist. Aus Gefühl der Abhängigkeit (Schleiermacher) aber wird als etwas Negatives erfahren. Der Mensch möchte unabhängig und frei sein: Deshalb schafft der Mensch von der Natur unabhängige Größen: die Religionen, Götter und Gott. Sie sind das menschliche Wesen in Unabhängigkeit von der Natur. Als Geistreligion wird die Religion zum Mittel, die Abhängigkeit von der Natur zu überwinden.


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