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Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik.

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1 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Positive Verhaltensunterstützung Positive Behavioral Support Georg Theunissen

2 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Institutionsbezogen Gruppenbezogen Individualisiert

3 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Theoretische Bezugspunkte Lerntheoretische Grundlagen & angewandte Verhaltens- analyse Persönliche und soziale Stärken und Werte Systemökologische Erkenntnisse und Überlegungen Selbstbestimmung & Empowerment Inklusion Neurowissenschaftliche Erkenntnisse

4 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Unterschiede zu konventionellen Ansätzen 1)aversive Methoden ablehnt, die nachweislich wenig Erfolg versprechend und ethisch nicht vertretbar sind 2) mit der funktionalen Problemsicht über eine bloße Verhaltensanalyse hinausgeht

5 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 3)eine profizentrierte Normsetzung und Interventionsplanung zu vermeiden versucht, indem Bezugspersonen und Betroffene mit ihrer Perspektive ernstgenommen werden 4)eine naive Differenzierung zwischen einem unangepassten (auffälligen, gestörten) und angepassten (unauffälligen, wünschenswerten) Verhalten zu überwinden versucht und 5)keine kurzfristigen Verhaltensänderungen durch reaktive, an Konsequenzen orientierte Interventionen fokussiert, sondern durch ein umfassendes Konzept einen Beitrag mit langfristiger Wirkung zur Verbesserung von Lebensmög- lichkeiten leisten will

6 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Zur Vorgehensweise Unterstützerkreis Funktionales Assessment Indirektes Assessment Direktes Assessment Setting event (Hintergründiges Ereignis) Antecedents (Auslösende Bedingungen) Behavior (Problemverhalten) Consequences (Konsequenzen)

7 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik SABC Hintergründ. Ereignisse Auslösende Bedingungen VerhaltenKonse- quenzen Müdigkeit und erhöhte Reizbarkeit durch erhebliche Schlaf-störungen und Kopfschmerzen Herr Vogel begibt sich mürrisch und unmotiviert zu seinem Arbeitsplatz. Herr Klotz fordert ihn auf, zügig mit seiner Arbeit zu beginnen. Herr Vogel wehrt ab, steigert sich bei wiederholter Aufforderung in eine Erregung, brüllt, schlägt mit seinen Fäusten auf den Tisch, wirft die Arbeits-materialien auf den Boden und versucht, Herrn Klotz zu treten und zu schlagen. Frau Kohl kommt hinzu, ermahnt Herrn Vogel mit Nachdruck – ohne Erfolg, dann schicken Herr Klotz und Frau Kohl Herrn Vogel aus dem Raum mit der Anweisung sich im Gang zu beruhigen und der Androhung von weiteren Sanktionen, z. B. Kürzung des Arbeitsgeldes

8 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Ziele: 1)Inklusion und aktive Partizipation am gesellschaftlichen Leben 2) Herstellung und Aufrechterhaltung positiver zwischenmenschlicher Beziehungen

9 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 3) Schaffung und Sicherung von Situationen größtmöglicher Selbstbestimmung (z. B. durch Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten) 4) Ermöglichung einer sinnerfüllten Arbeit und eines würdevollen Lebens 5) Unterstützung des persönlichen Wachstums und der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Kompetenzen.

10 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Zehn lebensstilrelevante Themen: 1.Träume 2. Hoffnungen und Befürchtungen 3. Wichtige Bezugspersonen und informelle Unterstützer 4. Orte, an denen sich die Person gerne aufhält 5. Lebensgeschichte

11 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 6. Gesundheit 7. Wahlmöglichkeiten und Wünsche 8. Grad der Wertschätzung: Positive und negative Eigenschaften der Person 9. Strategien/ Umgangsformen, die günstig oder ungeeignet sind 10. Barrieren und günstige Bedingungen

12 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Bereiche: 1)die primäre Lebenswelt (häusliches Milieu, Wohngruppe) 2) den Arbeitsbereich 3) die Gemeinde als gesellschaftliches Bezugsfeld mit Teilhabemöglichkeiten

13 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 4) die Freizeit 5) die Frage nach Gelegenheiten für Wahlmög- lichkeiten und das Einbringen von persön- lichen Fähigkeiten und Fertigkeiten 6) die Beziehungsebene und geeignete Kommunikationsformen sowie 7) die Frage nach Unterstützungsangeboten

14 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Interviewbogen: 1. Ist Ihre Arbeit zu schwer für Sie? 2. Ist Ihre Arbeit zu leicht für Sie? 3. Ist Ihnen die Arbeit zu langweilig? 4. Wenn Sie um Hilfe bitten, bekommen Sie dann Hilfe? 5. Sind die Arbeitszeiten für Sie zu lang? 6. Möchten Sie einen häufigeren Wechsel Ihrer Arbeit?

15 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 7. Werden Sie für Ihre Arbeit von Ihrem Gruppenleiter/ Ihrer Assistentin genügend gelobt? 8. Glauben Sie, dass auch andere Personen Ihre Arbeit schätzen? 9. Finden Sie Ihre Arbeit interessant? 10. Fühlen Sie sich durch Ihre Arbeit genügend herausgefordert? 11. Welche Arbeit würden Sie am liebsten tun?

16 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Arbeitshypothesen und Ziele Spezifische Hypothesen und Ziele Globale Hypothesen und Ziele

17 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Zu den Handlungsebenen des Unterstützungs- programms 1) Veränderung von Kontextfaktoren 2) Erweiterung des Verhaltensrepertoires 3) Veränderung von Konsequenzen 4) Persönlichkeits- und lebensstilbezogene Maßnahmen 5) Krisenmanagement

18 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Veränderung von Kontextfaktoren 1)besteht die Möglichkeit, eine Situation zu schaffen, in der ein auslösendes oder hintergründiges Ereignis erst gar nicht auftritt. 2) kann eine kritische Situation so verändert werden, dass sie erträglich oder positiv bewältigt werden kann. 3) besteht die Möglichkeit, eine angenehme Aktivität oder ein angenehmes Angebot in den Tagesablauf einzubauen, wenn eine bestimmte Anforderung bestehen bleiben muss.

19 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik 4) lässt sich ein Tagesablauf, eine Situation oder Aufgabe, die als kritisch eingeschätzt wird (z. B. langweilig, unterfordernd), durch die Wahl eines zusätzlichen Angebots bereichern. 5) sind bestimmte hintergründige Ereignisse als Vehikel für kritische Situationen bekannt, kann ihr Einfluss durch passende Angebote (z. B. Entspannungs- angebote, Musik, Schmerzmittel) neutralisiert werden. 6) sollten Situationen, Aktivitäten oder Angebote strukturiert werden, wenn unstrukturierte Situationen nachweislich als chaotisch oder überfordernd erlebt werden.

20 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires 1)Neuerwerb und/oder Nutzung eines Verhaltens, das als funktionales Äquivalent für ein auffälliges Verhalten dienen kann. 2) Neuerwerb eines Verhaltens, das zu verbesserter und zu mehr Handlungskompetenz führen kann. 3) Neuerwerb eines alternativen positiven Bewälti- gungsverhaltens (Coping).

21 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Veränderung von Konsequenzen Verstärkung, Verstärkerpläne Selbstmanagement Verhaltensregeln oder Verträge Smilie-Skalen

22 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Persönlichkeits- und lebensstilunter- stützende Maßnahmen Strukturierungshilfen (z. B. räumlich, handlungsspezifisch) Gesundheitsförderung (z. B. ausgewogene Ernährung)

23 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Ästhetische Praxis (z. B. durch körperliche Aktivierung, bildnerisches Arbeiten, Musik, basale Angebote zum Wohlfühlen) Spezifische Lernangebote und Trainingspro- gramme (z. B. Problemlösetraining; Selbstbe- hauptungstraining; soziales Kompetenz- training; Selbstfahrer-Training)

24 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Krisenmanagement 1)Krisenprävention 2) Krisenplan 3) Akute Interventionen 4) Kurzfristige Nachbegleitung 5) Langfristige Nachsorge

25 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Kritisches Resümee Zur Frage der pädagogisch-therapeutischen Beziehung Zur Frage der Macht Zur Stärken-Perspektive Stärken- oder Ressourcen-Assessment

26 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Individuelle Stärken und Ressourcen: 1)physische (Gesundheit, Kraft, Aussehen…) 2) psychische (Selbstwertüberzeugung, Selbstvertrauen, Lebenszuversicht…) 3) intellektuelle (Begabung, Talente, Hobbys, Fähigkeiten, Fertigkeiten…) 4) soziale (Hilfsbereitschaft, Beziehungsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit…)

27 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Umweltstärken und -ressourcen: 1)soziale (Sozialinteresse, Offenheit, Hilfsbereit- schaft…) 2) materielle (Wohn- oder Arbeitsplatzqualität, Aus- stattungen…) 3) infrastrukturelle (Wohnumfeldqualität, Verkehrs- anbindung, Waldnähe…) 4) professionelle (vorhandene bzw. verfügbare Dienst- leistungsangebote…) 5) informelle (Netzwerke, Selbsthilfe-Gruppen, Nach- barschaften…)

28 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

29 Univ.-Prof. Dr. Georg Theunissen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften Institut für Rehabilitationspädagogik Bezugsliteratur: Georg Theunissen: Positive Verhaltensunterstützung – eine Anleitungshilfe für die Praxis, (Lebenshilfe- Verlag) Marburg 2008 Georg Theunissen: Pädagogik bei Verhaltensauf- fälligkeiten und geistiger Behinderung, (Klinkhardt- Verlag) Bad Heilbrunn 2005 Helmut Schwalb & Georg Theunissen (Hrsg.): Inklusion – Partizipation – Empowerment in der Behindertenarbeit. Best-Practice-Beispiele, (Kohlhammer-Verlag) Stuttgart 2009


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