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B R I C – MEHR ALS EIN MODISCHES KÜRZEL? Unternehmerische Erfahrungen in den BRIC-Ländern: R U S S L A N D Evangelische Akademie.

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1 B R I C – MEHR ALS EIN MODISCHES KÜRZEL? Unternehmerische Erfahrungen in den BRIC-Ländern: R U S S L A N D Evangelische Akademie Tutzing 10. Februar 2007

2 2 Wer ist die „UniCredit Group“? Weltweit: Davon in Osteuropa:  134,000 Angestellte 65,000 Angestellte  35 Millionen Kunden 24 Millionen Kunden  7000 Geschäftsstellen 3000 Geschäftsstellen  € 804 Mrd. Bilanzsumme € 105 Mrd. Bilanzsumme  Nr. 8 in Europa Mit weitem Abstand Nr.1 (in 18 Ländern, u.a. Russland) Osteuropa ist eine der wichtigsten Wachstumsregionen der Welt!

3 3 Was hat die UniCredit in Russland?  International Moscow Bank (95% UniCredit, 5% EBRD), Moskau  Banklizenz Nr.1 als erste private Bank Russlands nach 1917  Bilanzsumme ca. € 7.1 Mrd. (Nr. 8 von ca russischen Banken)  Eigenkapitalrendite nach Steuern 38%  Ca Mitarbeiter in 47 Geschäftsstellen  Aton Capital (100%), Moskau  Einer der 5 top Investmentbanken Russlands  Bezogen auf das Kapital, Russlands größter unabhängiger Broker Market-Maker in russischen ADRs, in Blue Chips und in Aktien aus der zweiten Reihe  275 Mitarbeiter  UniCredit führend im Investmentbanking (Projektfinanzierungen, Warenhandelsfinanzierungen, Verbriefung von Forderungen aus München und London)

4 4 Was ist unsere Strategie in Russland und warum?  Marktanteil 10% (z.Zt.1.8%)  Investmentbank-Aktivitäten von Aton sollen mit dem Commercial Banking und dem Retailbanking der IMB verwoben werden Warum?  Russland gehört zu den Märkten mit den höchsten Wachstumsraten  Der sich breit entwickelnde Mittelstand und die aufkeimende Konsumgesellschaft ergeben hohe Gewinnpotentiale für den Finanzsektor  Die Nachfrage nach den Aktien der UniCredit Group steigt durch dieses Engagement in einem der Zukunftsmärkte der Welt und schafft eine überdurchschnittliche Rendite für die Aktionäre.

5 5 Was sind unsere Erfahrungen?  Der Aufwand eine interne positive Haltung zu Russland aufzubauen und dafür die notwendigen Ressourcen zu erhalten, ist gewaltig  Die bestehenden Vorurteile werden von den Medien in völlig verantwortungsloser Weise überzeichnet  Die notwendigen personellen Ressourcen von der Muttergesellschaft sind oft limitiert durch den Widerstand der Familien (schlechtes Wetter, Umweltverschmutzung, bescheidenes Freizeitangebot, nicht gängige Sprache)  Die Lernbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit, die Einsatzbereitschaft und emotionale Bindungsfähigkeit an ein Unternehmen mit ausländischen Besitzern ist weit höher als in anderen Ländern  Die ethische Forderung nach Orientierung zum Guten hin hat eine starke Attraktivität

6 6 Erfahrungen mit dem politisches Umfeld  Es sollte die Grundhaltung bestehen: Wir sind Gast in einem Land. Daraus folgt die Haltung alle Gesetze, geschriebene wie auch ungeschriebene, aufs genaueste zu befolgen – auch wenn man nicht damit einverstanden ist  Wir sind nicht aktiv auf Gebieten, in denen wir von den jeweils bestehenden politischen Strukturen nicht erwünscht sind  Wir haben zwar von den verschiedensten politischen Strukturen Wünsche angetragen bekommen. Wir haben diese mit einer positiven Haltung geprüft und öfters auch mit einer ehrlichen Begründung abgelehnt  Wir haben nie unter politischem Druck gehandelt und sind auch nie dazu angehalten worden. Wir haben nie politische Repressalien irgendeiner Art verspürt – sogar im Gegenteil: Wir haben manchmal das Gefühl, zuvorkommender als lokale Banken behandelt zu werden

7 7 Erfahrungen mit der Bürokratie  Die Russen leiden unter der Bürokratie genauso wie jeder andere. Sie gilt für alle Lebensbereiche, nicht nur in der Wirtschaft und ist auch nicht gegen Ausländer gerichtet  Es ist müßig und zeitverschwendend, sich darüber aufzuregen. Es gilt, das Beste daraus zu machen  Es gibt zwar das Sprichwort „ Die Härte der russischen Gesetze wird dadurch gemildert, daß sie niemand befolgt“ – aber Kreativität und Hartnäckigkeit ist angesagt, trotz der Bürokratie zu seinen Zielen zu kommen  Bestechung ist keine Methode um bürokratische Probleme zu lösen, sondern löst ein kleines Problem mit einem nie reparierbaren großen Problem.

8 8 Erfahrungen mit Korruption  Manche Leute sehen in der Korruption nur eine andere Art der Umverteilung: Bei uns durch hohe Steuersätze (50% i.Ggs. zu 13% in Russland) - kein ethisches Defizit!  Die Kreativität der „Nehmer“ ist nicht zu unterschätzen. Die neueste Form der Korruption läuft unter dem Namen „Sozialverantwortung des Unternehmens“  Wir haben bezüglich Korruption eine „Null Toleranz“ da eine Bank von ihrer Reputation lebt. Wir können zwar Kredit- und Marktrisiken eingehen können, aber keine Reputationsrisiken  Bei uns gibt es eine legalisierte Korruption (Beispiele), welche aber genauso wie die nicht legalisierte Korruption wirtschaftliche Fehlentscheidungen zur folge hat  Im Januar hat Putin den FSB (früher KGB) aufgefordert, die Wirtschaft zuverlässig von Korruption und Wirtschaftsverbrechen zu schützen. Wenn der FSB dagegen vorgeht, ist dies zwar ethisch in Ordnung, aber rechtswidrig

9 9 Erfahrungen mit Kriminalität  Wir haben bisher keine Erfahrungen mit organisierter Kriminalität gemacht. Wir kennen sie nur aus den Medien, aber sie ist durchaus vorhanden. Nach Regierungsangaben werden mehr als 2000 Unternehmen von kriminellen Gruppen kontrolliert. Es gibt 450 Gruppen mit rd Mitgliedern. Die meisten davon sind im Fernen Osten.  Wir haben eine Abteilung „Wirtschaftliche Sicherheit“ welche nicht nur Verantwortung für die persönliche Sicherheit aller Mitarbeiter (nicht nur die des Top-Managements) hat. Diese Gruppe ist professionell ausgebildet und umfasst auch die Abwehr von kriminellen Elementen unter den eigenen Mitarbeitern und auch im Kundenkreis. Wahrscheinlich hat diese Gruppe so einen guten Ruf, daß man lieber nach anderen Opfern Ausschau hält.  Eine starke „Corporate Identity“ ist wahrscheinlich das beste „Naturheilmittel“ um die Bank gegen Kriminalität zu immunisieren  Das Rechtssystem ist mittlerweile gut konzipiert (die alten Schauergeschichten sind längst Geschichte)

10 10 Welchen Beitrag leistet Russland für die UniCredit Group?  Investoren investieren in Unternehmen, wenn sie glauben, die Kurse/Dividenden steigen weit über Durchschnitt  Der Aktienkurs besagt nicht, was ein Unternehmen wert ist, sondern was die Investoren denken, daß es Wert sein könnte  D.h. der Aktienkurs wird von glaubhaften Zukunftsszenarios getrieben  Ein glaubhaftes Zukunftsszenario ist, daß Russland der dynamischste und größte Zukunftsmarkt Europas und vielleicht sogar der Welt sein wird  Die Teilnahme an diesem Markt ist möglich durch den Erwerb der Aktien an einem Unternehmen, das in diesem Markt gut positioniert ist und fähig ist, diesem Markt einen profitablen Mehrwert zu bieten

11 11 Vergleich Russland mit Brasilien, Indien und China?  China: Anpassung und überdenken der Strategie (China der globale Produktionsstandort?)  Schlecht für „just-in-time“ Zulieferungen  Niedrige Profitabilität  Keine Vorteile eines pan-europäischen Vertriebssystems  Starke lokale Konkurrenz  Bürokratie, Insider-Konkurrenz, riesige Korruption  Indien: Neuer Blick (Indien das globale Backoffice?)  Starke lokale Konkurrenz  Geringer Bekanntheitsgrad westlicher Marken  Schlechte Infrastruktur und ungenügendes Transportwesen  Besser als China in Bezug auf Fälschungen, Grauer Markt, Datensicherheit  Brasilien: Wie Russland ein Rohstofflager?  Politischer Linksruck  Höchste reale Zinsen der Welt  Nur noch 20% der Verschuldung ist gegenüber dem Ausland

12 12 Schlussbemerkungen zum Verständnis der wirtschaftlichen Realität  Auf seiner traditionellen Jahreskonferenz hat Putin über den Börsenwert der russischen Unternehmen gesprochen (#10 weltweit). Seine Terminologie war die eines Investment-Bankers, nicht die eines russischen Zaren. Fazit: die russische Regierung ist fest im angelsächsischen Kapitalismus verankert – mit allen Vor- und Nachteilen  Nachdem Putin in 7 Jahren die Stärkung und Stabilisierung der Wirtschaft erreicht hat, legt er jetzt den Schwerpunkt auf Diversifizierung und Lösung von sozialen Problemen. 11.9% der Bevölkerung lebt noch unter dem Existenzminimum (2005: 13.3%). Existenzminimum ist festgelegt auf 97 €/Monat.  „Wohlstand für alle“ kommt nur durch höhere Arbeitsproduktivität, welche nur durch moderne Erneuerung der Produktionskapazitäten möglich ist. Geld ist genug vorhanden in Rußland – Umsetzung ist gefragt  Die russische Wirtschaft hat bereits die italienische überholt und wird bis 2009 die französische einholen – in absoluten Zahlen (BIP/Kopf und Arbeitsproduktivität bleiben noch lange hinter Italien)

13 13 Was bringt Russland noch für Europa außer Energie?  Russland ist ein europäisches Land und sieht sich auch so  Russland ist überall europäisch, auch in Wladiwostok am Pazifik  Russland hat mehr Erfahrung mit heterogenen Bevölkerungsstrukturen als z.B. Deutschland  Russland ist wie Deutschland ein Einwanderungsland, d.h. für viele attraktiv  Die russische Kultur ist eine gewaltige Bereicherung für die Vielfalt Europas  Die orthodoxe Spiritualität ist eine riesige Bereicherung für die lateinischen Kirchen  Die intellektuelle Potenz hat einen Turbo-Effekt für Europa


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