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Kristýna Solomon.  Vertreter vgl. Handout ( Vertreter und Leitfragen)  1170/90-1200  Historische Konstanten:  Friedrich Barbarossa https://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkwhttps://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkw.

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Präsentation zum Thema: "Kristýna Solomon.  Vertreter vgl. Handout ( Vertreter und Leitfragen)  1170/90-1200  Historische Konstanten:  Friedrich Barbarossa https://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkwhttps://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkw."—  Präsentation transkript:

1 Kristýna Solomon

2  Vertreter vgl. Handout ( Vertreter und Leitfragen)  1170/  Historische Konstanten:  Friedrich Barbarossa https://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkwhttps://www.youtube.com/watch?v=vSuRKXcRUkw  (Züge nach Italien, im Gefolge auch Friedrich von Hausen und Ulrich von Gutenburg)  1184 Hoffest zu Mainz  https://www.youtube.com/watch?v=UXzL2hAWAD0 https://www.youtube.com/watch?v=UXzL2hAWAD0  Heinrich VI. heiratet Konstanze von Sizilien  1187 Saladin erobert Jerusalem  3. Kreuzzug: Richard Löwenherz, Friedrich Barbarossa, Philipp II.

3 DuomoSarkophag Heinrichs

4  Am Oberrhein lokalisierbare Dichter  Kennzeichen:  Mehrstrophigkeit, Einstrophigkeit eher vereinzelt  Stollenstrophe  Differenzierte Reimschemata  Der reine Reim wird zur Norm  Minne- und Kreuzzugsthematik  Klage, Kreuzlied

5  Manessische Hs. (standesgemäß)  heidelberg.de/diglit/cpg848/0007?si d=b30441cffb09db6a058700f0ac6a63 2c heidelberg.de/diglit/cpg848/0007?si d=b30441cffb09db6a058700f0ac6a63 2c  Sohn Friedrichs  3 Töne

6  https://www.hs- augsburg.de/~harsch/germanica/Ch ronologie/12Jh/HeinrichVI/hei_lied. html https://www.hs- augsburg.de/~harsch/germanica/Ch ronologie/12Jh/HeinrichVI/hei_lied. html Frauenlieder des Mittelalters, hrsg. von Ingrid Kasten, S. 54 Formal: Lang- und Kurzzeile bîligen> schlafen mit, die Ehe vollziehen, liegen bei (vgl. Hennig oder Lexer) Auge/ Ohr> Herz Kaisertopos vgl. Morungen: Ich bin keiser âne krône sunder lant

7  Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden, diu mit ein ander varnt nu mange zît. der lîp wil gerne vehten an die heiden: sô hât iedoch daz herze erwelt ein wîp vor al der werlt. daz müet mich iemer sît, daz si ein ander niene volgent beide. mir habent diu ougen vil getân ze leide. got eine müeze scheiden noch den strît.  Mein Herz und mein Leib, die wollen sich trennen, die jetzt schon lange Zeit miteinander wandern. Der Leib will gerne gegen die Heiden kämpfen, das Herz dagegen hat eine Frau erwählt vor aller Welt. Seither bereitet es mir ständig Kummer, dass eins dem anderen nicht folgen will. Mir haben meine Augen großes Leid zugefügt. Gott alleine könnte den Streit noch schlichten.

8  Ich wânde ledic sîn von solher swære, dô ich daz kriuze in gotes êre nam. ez wære ouch reht deiz herze als ê dâ wære, wan daz sîn stætekeit im sîn verban. ich solte sîn ze rehte ein lebendic man, ob ez den tumben willen sîn verbære. nu sihe ich wol daz im ist gar unmære wie ez mir an dem ende süle ergân.  Ich hoffte, aus dieser Bedrängnis befreit zu sein, als ich zu Gottes Ehre das Kreuz nahm. Es wäre auch richtig, dass das Herz wie früher dabei wäre, nur hat seine Treue es ihm verboten. Ich würde ein vollständiger Mensch sein, wenn es auf seinen törichten Wunsch verzichten würde. Jetzt sehe ich wohl, dass es ihm ganz gleichgültig ist, wie es mir in dieser Beziehung ergehen wird.

9  Sît ich dich, herze, niht wol mac erwenden, dun wellest mich vil trûreclîchen lân, sô bite ich got daz er dich ruoche senden an eine stat dâ man dich wol enpfâ. owê wie sol ez armen dir ergân! wie torstest eine an solhe nôt ernenden? wer sol dir dîne sorge helfen enden mit solhen triuwen als ich hân getân  Da ich dich, mein Herz, nicht daran hindern kann, mich in großem Kummer zurückzulassen, so bitte ich Gott, er möge dich an einen Ort senden, wo man dich gut aufnimmt. O weh, wie wird es dir, Armes, ergehen! Wie hattest du den Mut, dich in solche Gefahr zu begeben? Wer wird dich aus deiner gefährlichen Lage befreien mit der gleichen Zuverlässigkeit, wie ich es getan habe?

10  Niemen darf mir wenden daz zunstaete, ob ich die hazze, die ich dâ minnet ê. swie vil ich si geflêhtr oder gebaete, sô tuot si rehte als ob siz niht verstê. mich dunket rehte wie ir wort gelîche gê, rehte als ez der sumer von Triere taete. ich waer ein gouch, ob ich ir tumpheit haete für guot. ez engeschiht mir niemer mê.  Niemand soll mir das zur Unbeständigkeit verdrehen, wenn ich diejenige hasse, die ich einst geliebt habe. Wie viel ich sie auch anflehte und bat, sie tut genau so, als ob sie es nicht verstünde. Mir kommt es vor, als ob sich ihr Wort so verhielte, genau wie es der Sommer in Trier tut. Ich wäre ein Trottel, wenn ich ihr dummes Benehmen für etwas Gutes ansähe. Damit ist es bei mir vorbei!

11  Kurz vor dem 3. Kreuzzug (1188)  Ministeriale  1190 stirbt auf dem Weg nach Palästina, sein Tod wird von 5 Chronisten bezeugt  Sänger-Ich= biographisches Ich (keine Rollenlyrik)  Konflikt zwischen Minnedienst und ritterlichem Gottesdienst  Herz und Körper trennen sich unfreiwillig: getrennt kann das Herz aber nicht leben  Ein Dilemma: Treue zur Dame und Treue zu Gott lassen sich nicht vereinbaren  Strophe IV: aggressive Gewalt (Ratio vs. Emotion)

12 Niemen darf mir wenden daz zunstaete, A ob ich die hazze, die ich dâ minnet ê. B swie vil ich si geflêhtr oder gebaete, A sô tuot si rehte als ob siz niht verstê. B Aufgesang (Melodie A) mich dunket rehte wie ir wort gelîche gê, B Abgesang (Melodie B) rehte als ez der sumer von Triere taete. A ich waer ein gouch, ob ich ir tumpheit haete A für guot. ez engeschiht mir niemer mê. B

13  Merkmale:  nicht so eindeutig lokalisierbar: Wiener Hof, Staufer Hof  Form: Stollenstrophe, Thematik der HM  jeder Sänger = eine Individualität 1. Hartmann von Aue : Epik- Autor, die Kreuzzugsthematik mit der Minnethematik kombiniert, Konflikt: Dame oder Gott, die Gottesminne als die einzig wahre Minne- die Zuneigung der Menschen ist vergänglich 2. Reinmar der Alte: überwiegend Klagen über unerwiderte Liebe, staete- Ausharren, trûren- Thematik =Poetik des trûrens, Frauenlieder, ein Antitagelied, und eine Witwenklage  das sog. Botenlied= ein Experiment

14  https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenlied https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenlied

15  von Anfang an als ein Dialog konzipiert, durch eine direkte Anrede des Boten eröffnet  die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gattung angedeutet (Dialoglied)  den Bote als Vermittler zwischen den beiden Liebenden  revocatio in der letzten Strophe  Ist der Bote anwesend?

16  Heinrich von Morungen  Liebe ist mit Leid verbunden  Lichtmetaphorik: die Körper in der Nacht, minne als eine magische Kraft  seine Dienstergebenheit nicht so absolut, die Schönheit - die Güte, Von den elben

17 Von den elben wirt entsehen vil manic man, sô bin ich von grôzer liebe entsên von der besten, die ie dehein man ze vriunt gewan. wil aber sî der umbe mich vên Und ze unstaten stên, mac si danne rechen sich und tuo, des ich si bite. sô vreut si sô sêre mich, daz mîn lîp vor wunnen muoz zergên. Sî gebiutet und ist in dem herzen mîn vrowe und hêrer, danne ich selbe sî. hei wan muoste ich ir alsô gewaltic sîn, daz si mir mit triuwen waere bî Ganzer tage drî unde eteslîche naht! sô verlür ich niht den lîp und al die maht. jâ ist si leider vor mir alze vrî. Mich enzündet ir vil liehter ougen schîn, same daz viur den durren zunder tuot, und ir vremeden krenket mir daz herze mîn same daz wazzer die vil heize gluot. Und ir hôher muot und ir schoene und ir werdecheit und daz wunder, daz man von ir tugenden seit, daz wirt mir vil übel -- oder lîhte guot? Swenne ir liehten ougen sô verkêrent sich, daz si mir aldur mîn herze sên, swer dâ enzwischen danne gêt und irret mich, dem muoze al sîn wunne gar zergên! Ich muoz vor ir stên unde warten der vröiden mîn rehte alsô des tages diu kleinen vogellîn. wenne sol mir iemer liep geschên? Morungen-Reclam, S. 38 https://www.youtube.com/watch?v=aguEthH2o5s

18  Formal: abab bccb  Elfen sind dämonische Wesen, welche die Menschen betrügen und verführen  Die Dame mit einem märchenhaften Wesen verglichen (Macht ausübt), der Sänger kann sich ihrer Macht nicht entziehen, die Beziehung ist offensichtlich nicht reziprok (er sei der Dame gelichgültig), die Wunschvorstellung wird mit der Realität kontrastiert, was zur Frustration führt: der Sänger droht mit Rache (Str.1)  Das Motiv des Liebesbrandes von Morungen eingeführt, symbolisiert die zerstörerische Kraft der Minne  Ougen-herze Thematik (Entstehung der Liebe im Mittelalter)  Am Ende bleibt nur die Hoffnung

19  Ortsname- wo Vogel gejagt wurden (?), adelig ?, zu seiner Lebenszeit keine adelige Familie des Namens belegt  ein fahrender Sänger, Passauer Bischof Wolfger von Erla schenkte dem cantor  einen Pelzrock (1203)  Österreich- Wiener Hof, Reinmar –Walther Fehde, dann König Philipp von Schwaben, Otto IV., Friedrich II., Würzburg- begraben  Minnedichtung, Spruchdichtung   Werk:  über 500 Strophen  Hohe Minne, dann Auseinandersetzung mit dieser Konzeption  vgl. Minnedefinition, Unter der Linden, Nemt, frowe, diesen Kranzhttps://www.youtube.com/watch?v=5eTFuqrub0shttps://www.youtube.com/watch?v=5eTFuqrub0s   Deutschlandlied- Hoffmann v. Fallersleben Das Lied der Deutschen

20  Nemt, frowe, disen kranz«, also sprach ich zeiner wol getanen maget. »So zieret ir den tanz mit den schoenen bluomen, als irs uffe traget. Het ich vil edele gesteine, daz müest uf iur houbet, obe ir mirs geloubet: seht min triuwe, daz ichz meine.« »Ir sit so wol getan, daz ich iu min schapel gerne geben wil, so(i)chz aller beste han: wizer unde roter bluomen weiz ich vil. Die stent so verre in jener heide. da si schone entspringent und die vogele singent, da suln wir si brechen beide.«  Nehmt, Herrin, diesen Kranz«, / so sprach ich zu einem schönen Mädchen. / »Dann schmückt ihr den Tanz / mit den schönen Blumen, die ihr nun aufhabt. / Hätte ich viele Edelsteine, / die müßten auf euer Haupt, / wenn ihr's mir glauben wollt: / seht, wie ehrlich ich's meine.«  Ihr seid so schön, / daß ich euch meinen Kranz gern geben will, / den schönsten, den ich habe: / weiße und rote Blumen weiß ich viele. / Die stehen so fern auf jener Heide. / Wo sie schön sprießen / und die Vögel singen, / da wollen wir sie beide pflücken.«

21  Si nam daz ich ir bot einem kinde vil gelich daz ere hat. Ir wangen wurden rot, same diu rose, da si bi der liljen stat. Do (e)rschampten sich ir liehten ougen: doch neic si vil schone. daz wart mir ze lone: wirt mirs iht mer, daz trage ich tougen. Mich duhte daz mir nie lieber wurde, danne mir ze muote was. Die bluomen vielen ie von dem boume bi uns nider an daz gras. Seht do muost ich von fröiden lachen. do (i)ch so wünnecliche was in troume riche, dó taget ez und muos ich wachen.  Sie nahm, was ich ihr bot / ganz wie ein Fräulein von hohem Stand. / Ihre Wangen wurden rot, / wie die Rose, wenn sie bei der Lilie steht. / Da wurden ihre hellen Augen vor Scham dunkel: / doch dankend verneigte sie sich sehr freundlich. / So wurde ich belohnt: / wird mir's noch mehr zuteil, / das behalte ich für mich.  Mir scheint, daß mir's nie / besser ging, als mir da zumute war. / Die Blumen fielen unablässig / von dem Baum zu uns hernieder ins Gras. / Seht, da mußte ich vor Lust lachen. / Als ich so wonnevoll / im Traum beglückt war, / da tagte es und ich mußte erwachen

22  Mir ist von ir geschehen, daz ich disen sumer allen meiden muoz vast under dougen sehen: lihte wirt mir einiu, so ist mir sorgen buoz. Waz obe si get an disem tanze? frowe dur iur güete rucket uf die hüete: owe gsaehe ichs under kranze!  Sie hat bei mir gemacht, / daß ich diesen Sommer allen Mädchen muß / geradewegs in die Augen sehen: / mag sein, ich finde eine, dann ist mein Kummer vorbei. / Wie, wenn sie an diesem Tanz teilnimmt? / Herrinnen, habt die Güte, / schiebt die Hüte höher: / o weh, sähe ich sie unterm Kranz!  ababcddc  Ein Erzähllied, das einen lyrischen Augenblick erinnernd vergegenwärtigt (Schweikle, 674)  Das Thema: Werbung währen eines Tanzes  Erfüllte Liebe als Thema: Metaphorik des bluomen-brechens am locus amoenus (deflorare)  Hoffnung in die Zukunft  Figuren ständisch nicht festgelegt (maget unde vrowe)  Traumerlebnis wird zur Realität, der Träumer mischt sich unter die Tanzenden ein  Chiasmus kranz/ tanz: tanze/ kranze

23  Experiment Tanzlied  Bestimmen Sie die Reihenfolge nach den Hss. C,A,E

24  freundliches Gedenken  emotionale Bindung: fröide unde leit  ambivalent: im Hohen Sang etwas Anderes als im späteren Minnesang  Walther weicht von der Konzeption Reinmars ab, indem er wechselseitige Minne präferiert, die Minne wird neu definiert: minne sei „zweier Herzen Wonne“  Walthers Minnedefinition s. unten  Ein programmatisches Lied, in dem er Kritik am traditionellen Minnekonzept ausspricht  herzeliebe: intensive gegenseitige Liebe

25  Saget mir ieman, waz ist minne? weiz ich des ein teil, sô wist ichs gerne mê. der sich baz denn ich versinne, der berihte mich durch waz si tuot sô wê. minne ist minne, tuot si wol: tuot si wê, so enheizet si niht rehte minne. sus enweiz ich wie si danne heizen sol.  C 241, A 13, E 157, F 45,s 29  Kann mir jemand sagen, was Minne ist? Weiß ich auch etwas darüber, so wüsste ich gerne mehr. Wer mehr davon versteht als ich, der belehre mich, weshalb sie so schmerzt. Minne ist Minne, wenn sie wohltut. Tut sie weh, dann nennt man sie zu Unrecht Minne. In diesem Falle aber weiß ich nicht, wie man sie bezeichnen soll.

26  Obe ich rehte râten künne waz diu minne sî, sô sprechet denne jâ. minne ist zweier herzen wünne: teilent sie gelîche, sost diu minne dâ: sol abe ungeteilet sîn, sô enkans ein herze alleine niht enthalten. owê woldest dû mir helfen, frowe mîn!  C 242, A 12, E 158, F 46, O 13  Wenn ich es richtig erraten kann, was Minne ist, dann ruft "Ja"! Minne ist zweier Herzen Freude. Tragen sie zu gleichen Teilen, dann ist die Minne da; trifft dies aber nicht zu, dann kann ein einzelnes Herz sie nicht aufnehmen. Ach, Herrin mein, möchtest du mir doch helfen!

27  Frowe, ich trage ein teil ze swaere: wellest dû mir helfen, sô hilf an der zît. sî abe ich dir gar unmaere, daz sprich endelîche: so lâz ich den strît, unde wirde ein ledic man. dû solt aber einez rehte wizzen, frouwe, daz dich lützel ieman baz geloben kan.  C 243, A 10, E 159, F 47, O 14  Herrin, allein trage ich an dieser Last zu schwer. Willst du mir helfen, dann hilf beizeiten. Bin ich dir aber völlig gleichgültig, dann sag es offen heraus: dann gebe ich den Kampf auf und bin fortan ein freier Mann. Eins aber sollst du wissen, Herrin, dass niemand schönere Lieder auf dich singen kann.

28  Kan mîn frowe süeze siuren? waenet si daz ich ir liep gebe umbe leit? sol ich si dar umbe tiuren, daz siz wider kêre an mîne unwerdekeit? sô kund ich unrehte spehen. wê waz sprich ich ôrenlôser ougen âne? den diu minne blendet, wie mac der gesehen?  C 240, A 11, E 161, F 49, O 16  Kann meine Herrin Süßes sauer machen? Nimmt sie an, ich könnte Freude schenken, wenn sie mir Leid gibt? Soll ich dafür verherrlichen, dass sie mich verächtlich behandelt? Ließe ichs mir bieten, dann müsste ich nicht richtig sehen können. Oh, was rede ich da, ich Tauber und Blinder? Doch wen Minne blendet, wie soll der sehen können?

29  In 6 Handschriften tradiert:  C,(240-43) A(10-13), E( ), F(45-49), O (13,14,16), s (29) CAEFOs (12)

30  Under der linden an der heide, dâ unser zweier bette was, dâ muget ir vinden schône beide gebrochen bluomen unde gras. vor dem walde in einem tal, tandaradei, schône sanc diu nahtegal.  Ich kam gegangen zuo der ouwe: dô was mîn friedel komen ê. dâ wart ich empfangen hêre frouwe daz ich bin sælic iemer mê. kust er mich? wol tûsentstunt: tandaradei, seht wie rôt mir ist der munt.  Dô hete er gemachet alsô rîche von bluomen eine bettestat. des wirt noch gelachet inneclîche, kumt iemen an daz selbe pfat. bî den rôsen er wol mac tandaradei, merken wâ mirz houbet lac.  Daz er bî mir læge, wesse ez iemen (nu enwelle got!), so schamte ich mich. wes er mit mir pflæge, niemer niemen bevinde daz wan er und ich und ein kleinez vogellîn: tandaradei, daz mac wol getriuwe sîn.  https://www.youtube.com/watch?v=yzXv7I- Zav8 https://www.youtube.com/watch?v=yzXv7I- Zav8

31  Frauenmonolog  Beschwörung einer glückhaften Liebesbegegnung im Freien  Erinnerung (Präteritum)  Anklänge an die Pastourelle (LOCUS AMOENUS)  Der Standesunterschied (ritter-maget) fehlt  Gegenseitigkeit

32  Bayern  Schöpfer des antihöfischen Sanges, Lieder in einer fiktiven außerhöfischen Sphäre angesiedelt, das Höfische wird karikiert: ein Bauermädchen wirbt um einen Ritter, erzählen (mehr Handlung)  Das Sexuelle thematisiert  Das lyrische Ich=ein Knappe-der von Riuwenthal( eine fiktive Gestalt, nicht biographisch) wirbt um Bauermädchen, gerät in den Konflikt mit den Nebenbuhlern,  Später Minnesang: Minnesang als Formkunst, kunstvollere Baupläne, komplizierte Reimgebilden  Neidhart: eine große Nachwirkung auch im 15.Jh., wo man den Minnesang fast vergessen hat  Sommerlieder: Tanz im Freien, Winterlieder: in einer Stube, die Bauern als herausgeputzte Gecken dargestellt

33  Worin besteht der Humor?  Doppeldeutigkeit der Stichwörter: höfisch>nicht höfisch, sehr häufig Waffen vaginal oder phallisch gedeutet  Wolfram integrates numerous jokes, some of which are of an egregiously sexual nature, with which he deconstructs traditional concepts of gender relationships, power structures, moral norm, and ethical values […]  the poet does not hesitate to incorporate unmistakably episodes where a male protagonist almost rapes a lady, such as when Parzival overpowers Jeschute, though the young man does not yet seem to know much of erotic love or sexuality“  The Cultural Significance of Sexuality (online), S. 31

34 von dem liehten schîne der von der künegîn erschein, derzuct im neben sich sîn bein: ûf rihte sich der degen wert, als ein vederspil, daz gert. Vor dem leuchtenden Glanz der Königin riss es ihn in jenem Bein, das vor ihm im Sattel lag: hochg reckte sich der Edle auf, wie ein Falke, der die Beute spürt. (64,4-8)

35 Steinmar  Freuden des Herbstes, Saufen und Sex dieselbe Symptomatik Mönch von Salzburg Oswald von Wolkenstein  Südtirol,  verlässt er seine Heimat und zieht als Knappe durch halb Europa  1406 tritt er dem oppositionellen Bund gegen Friedrich von Österreich bei  als weltlicher Stellvertreter des Bischofs von Brixen tätig  1445 stirbt in Meran  der letzte Minnesänger, 140 Lieder, auch Parodien (vor allem das Tagelied)  Sprachliche Virtuosität, Lust am bunten sinnlichen Ausdruck, experimentelle Klangspiele

36  B: B:  c Inssbruck  A Wien

37  Ain jetterin, junk, frisch, frei, fruet auf sticklem perg in wilder höch die geit mir freud und hochen muet dort umb die zeit, wenn sich die löch mit grüenem laub verreuchen. So wart ich ir recht als ain fuxs in ainem hag mit stiller lauss- gugg aus der stauden, smeug dich luxs! pis das ich ir die preun ermauss, auf allen vieren kreuchen gar sunder scheuchen. Ir roter mund von adels grund ist rain versüesst gar zuckerlich. füesslin klaine, weiss ir baine, brüstlin herte, wort, geferte verget sich piergisch, waidelich.  Reclam, 102  lieder.htm lieder.htm  Eine Jäterin, jung, munter, frei und hübsch, auf steilem Berg hoch oben, wo es wild ist, die lässt das Herz mir höher schlagen dort um die Zeit, wenn sich der Wald einen Pelz aus grünem Laub anlegt. Dann schau ich aus nach ihr wie ein Fuchs, still auf der Lauer im Gebüsch - lug aus dem Dickicht, duck dich, laure! Bis ihr Braunes erhaschen kann, heißt es auf allen vieren kriechen, sie nicht verschrecken. Ihr roter Mund, uradlig schön, der ist ganz süß, ganz zuckerig. Hübsche Füßlein, weiß die Beine, feste Brüstlein, wie sie redet, sich bewegt, das kommt so prächtig berglerisch daher.

38  Steigerung  Oswald: Wach auf  Steinmar: Ein kneht  Es verlôs ein ritter sîne scheide


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