Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Dr. Bernhard Gräf euregia 11. Oktober 2005 Demografie und Wachstumspotenzial: Wie sich die Herausforderung meistern lässt.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Dr. Bernhard Gräf euregia 11. Oktober 2005 Demografie und Wachstumspotenzial: Wie sich die Herausforderung meistern lässt."—  Präsentation transkript:

1 Dr. Bernhard Gräf euregia 11. Oktober 2005 Demografie und Wachstumspotenzial: Wie sich die Herausforderung meistern lässt

2 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 2 Gliederung Die demografische Herausforderung Demografie und Wachstumspotenzial Wachstumspotenzial in Deutschland Demografie: Bremse für Ost-West-Angleichung Die Stellschrauben Ein „Multi-Ansatz“ Fazit

3 Die demografische Herausforderung Was uns bevorsteht, ist historisch einzigartig!

4 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 4 Bevölkerungsentwicklung ist Funktion von Geburtenrate Lebenserwartung Zuwanderung Bevölkerung t = Bevölkerung t-1 + Geburten t - Sterbefälle t + Nettozuwanderung t natürlicher Bevölkerungssaldo

5 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 5 Geburtenrate Die 2/3 Generation Geburtenrate in Deutschland bei knapp 1,4 Quelle: Statistisches Bundesamt

6 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 6 Lebenserwartung Lebenserwartung bei der Geburt nahezu linear gestiegen Weiterer Anstieg vorausgesagt Quelle: Statistisches Bundesamt

7 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 7 Zuwanderung Zuwanderung in ausgeprägten Wellen Ohne Zuwanderung wäre Bevölkerung seit den 70er Jahren geschrumpft Quelle: Statistisches Bundesamt aktive Anwerbung von Gastarbeitern Familien- nachzüge Aussiedler, Asylbewerber, Bürgerkriegsflüchtlinge

8 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 8 Bevölkerungsszenarien Zwischen Stagnation und drastischer Schrumpfung Im mittleren Szenarium sinkt Bevölkerung bis 2050 auf 75 Mio. Quelle: Statistisches Bundesamt

9 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 9 Alterungsszenarien Alterungsprozess ist unaufhaltsam Durchschnittsalter steigt bis 2050 um 7 auf 49 Jahre an Quelle: Statistisches Bundesamt

10 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 10 Alterungsszenarien Altenquotient verdoppelt sich Anzahl 65+ je 100 Personen zwischen 15 und 64 Jahren Quelle: Statistisches Bundesamt

11 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 11 Bevölkerungspyramide 2005 Pyramide hat einen merklichen „Bauch“ bekommen „Baby Boomer“ und „2/3 Gesellschaft“ prägen Form Quelle: Statistisches Bundesamt Männer Frauen in 1 000

12 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 12 Bevölkerungspyramide 2050 Pyramide wird zur „Urne“ Pyramidenform nicht mehr erkennbar Quelle: Statistisches Bundesamt Männer Frauen in 1 000

13 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 13 Tempoeffekte Aufgeschoben oder aufgehoben? Durchschnittliches Gebäralter merklich gestiegen Quelle: Statistisches Bundesamt

14 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 14 Tempoeffekte Wahrscheinlichkeit weitere Kinder zu bekommen sinkt mit dem Alter Alterspezifische Geburtenziffern Quelle: Statistisches Bundesamt

15 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 15 Echoeffekte Nichtgeborene Frauen können keine Kinder bekommen! Anzahl der Frauen im gebärfähigen Alter Quelle: Statistisches Bundesamt

16 Demografie und Wachstumspotenzial Ein neoklassisches Erklärungsmodell

17 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 17 Wachstumspotenzial = Leistung einer Volkswirtschaft, die sich unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts mit den jeweils verfügbaren Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital bei normaler Auslastung erstellen lässt (Im Zusammenspiel mit der Nachfrage ergibt sich die Auslastung des Produktionspotenzials = Konjunktur)

18 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 18 Eingesetzte Arbeit Y t = TFP t ƒ (Arbeit t, Kapital t ) Investitionen Inländer Qualität Erwerbspersonenquote Technischer Fortschritt Arbeits- stunden pro Erwerbstätigen Anzahl Geburtenrate Quantität Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) Zuwanderer Geburtenrate Kapitalstock Erwerbs- personenpotenzial

19 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 19 Erwerbspersonenpotenzial Erwerbspersonenpotenzial & Bevölkerung Erwerbspersonenpotenzial schrumpft ab 2010/15 dramatisch Quelle: Statistisches Bundesamt

20 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 20 Die „Baby Boomer“ Generation Geburtenstarke Jahrgänge der etwa 1950 bis 1970 Geborenen Scheiden ab 2010/15 aus dem Arbeitsmarkt aus Quelle: Statistisches Bundesamt Baby-Boomer in Arbeit Baby-Boomer in Rente -aber in Gesamtbevölkerung noch enthalten Altersbereich des Erwerbspersonenpotenzials

21 Wachstumspotenzial in Deutschland Wir werden uns wohl auf geringere Wohlstandszuwächse einstellen müssen!

22 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 22 Wachstumspotenzial Erwerbspersonenrückgang dämpft Wachstumspotenzial Status Quo: Potenzial sinkt auf ¾% p.a. ab, Worst Case: Wirtschaft schrumpft Quelle: Deutsche Bank Research Status Quo:  Geburtenrate 1,4  Mittlere Lebens- erwartung  Nettozuwanderung p.a.  konstante Erwerbs- personenquote  Unverändert hohe Wachstumsbeiträge von Kapital & TFP Worst Case:  Wachstumsbeiträge von Kapital & TFP nur halb so hoch  ausgeglichener Wanderungssaldo

23 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 23 Technischer Fortschritt Aufrechterhaltung der Fortschrittsdynamik wäre Erfolg Totale Faktorproduktivität merklich gesunken Quelle: OECD, Deutsche Bank Research

24 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 24 Investitionen Investitionen auch von Anzahl der Erwerbspersonen abhängig Bei sinkender Erwerbspersonenzahl kaum kräftigere Investitionen zu erwarten Quelle: Deutsche Bank Research

25 Demografie: Bremse für Ost-West- Angleichung

26 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 26 Erwerbspersonenpotenzial Ostdeutschland stärker von Demografie getroffen Status Quo: Erwerbspersonenpotenzial sinkt im Osten dramatisch Quelle: Deutsche Bank Research

27 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 27 Wachstumspotenzial Status Quo: Was wäre wenn? Merkliches West-Ost-Gefälle, Stagnation in Ostdeutschland Quelle: Deutsche Bank Research

28 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 28 Wachstumspotenzial Status Quo: Wachstumspotenzial westdeutscher Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg vorn, Hessen abgeschlagen Quelle: Deutsche Bank Research

29 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 29 Wachstumspotenzial Status Quo: Wachstumspotenzial ostdeutscher Bundesländer Brandenburg am stärksten getroffen Quelle: Deutsche Bank Research

30 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 30 Pro-Kopf-Einkommen Status Quo: Pro-Kopf-Einkommen steigen stärker als das BIP Zuwächse aber nur etwa 1/3 so hoch wie in den vergangenen fünf Dekaden Quelle: Deutsche Bank Research

31 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 31 Pro-Kopf-Einkommen Status Quo: West-Ost-Schere weitet sich Reales BIP pro Kopf in Ostdeutschland Quelle: Deutsche Bank Research

32 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 32 Bevölkerungsentwicklung in Kreisen Bodenseeregion kann mit noch wachsender Bevölkerung rechnen Natürlicher Bevölkerungssaldo aber negativ! Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Rot = Zunahme Blau = Abnahme

33 Die Stellschrauben Wie sich die demografischen Herausforderungen meistern lassen

34 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 34 Mehr Kinder – „Die natürlichste Lösung“ Nachteil: Lange Vorlaufszeit Erwerbspersonenpotenzial reagiert erst mit 15 Jahren Verzögerung Quelle: Deutsche Bank Research

35 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 35 Zuwanderung – „Hilfe von Außen“ Woher sollen sie kommen? Stabilisierung der Erwerbspersonen erfordert Nettozuwanderung von p.a. Quelle: Deutsche Bank Research

36 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 36 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Männer 25 bis 64 Jahre Deutschland im oberen Mittelfeld Quelle: OECD

37 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 37 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Männer 15 bis 24 Jahre Zwar noch Potenzial, aber PISA! Quelle: OECD

38 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 38 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Männer 55 bis 64 Jahre Erheblicher Abstand zu den Spitzenreitern Quelle: OECD

39 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 39 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Frauen 25 bis 44 Jahre Kaum Möglichkeiten zur Erhöhung Quelle: OECD

40 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 40 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Frauen 15 bis 24 Jahre Merkliches Potenzial, aber PISA! Quelle: OECD

41 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 41 Erwerbsbeteiligung – „Hilfe von Innen“ Erwerbspersonenquote Frauen 55 bis 64 Jahre Deutschland weit abgeschlagen Quelle: OECD

42 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 42 Zwischenfazit Erwerbsbeteiligung Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen im Alter von 25 bis 54 Jahren im internationalen Vergleich hoch – kaum Möglichkeiten für Erhöhung Merkliches Potenzial zwar bei Männern und Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren vorhanden – Verkürzung der Schulzeit aber mit Blick auf PISA nicht empfehlenswert Ansatzpunkt für die Politik sind Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren mit einer im internationalen Vergleich unterdurchschnittlichen Erwerbsbeteiligung  Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters  Abbau von Frühverrentungsanreizen  Erhöhung der Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt

43 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 43 Erhöhung des Renteneintrittsalters – „Die Alten bleiben“ Erhöhung des Renteneintrittsalter um 5 Jahre Rund 2 ½ Mio. zusätzliche Erwerbspersonen Quelle: DB Research

44 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 44 Erhöhung des Renteneintrittsalters – „Die Alten bleiben“ Erhöhung des Renteneintrittsalter hat nur temporäre Effekte Nach Anpassung Rückkehr auf alten Wachstumspfad Quelle: DB Research

45 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 45 Längere Wochenarbeitszeit – „Zurück in die 50er“ Weniger Erwerbspersonen könnten länger arbeiten … Um Wachstumspotenzial zu halten 1/5 längere Wochenarbeitszeit notwendig Quelle: DB Research - oder kürzerer Urlaub

46 Ein „Multi-Ansatz“ Wir können es schaffen!

47 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 47 Ein Multi-Ansatz – „Mix it Baby“ Notwendig Maßnahmen, um Wachstumspotenzial zu halten Nettozuwanderung von Personen p.a. (besser: von Arbeitskräften, die die deutschen ersetzen können) Anhebung des tatsächlichen Renteneintrittsalters um insgesamt 5 Jahre Erhöhung der Wochenarbeitszeit um gut 12%

48 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 48 Fazit: Wir haben Wahlmöglichkeiten Demografische Herausforderung ist Fakt Ohne Maßnahmen wird unser Wachstumspotenzial merklich sinken, sogar eine längerfristige Stagnation ist nicht auszuschließen Aber: Wir haben Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken Das Drehen an einer Stellschraube reicht nicht aus – ein ganzheitlicher Ansatz und ein Bündel von Maßnahmen ist dazu notwendig Vor allem die Politik ist gefordert, hierfür die Rahmenbedingungen zu setzen

49 Dr. Bernhard Gräf - euregia Oktober 2005 · Seite 49 Vielen Dank! Fragen?


Herunterladen ppt "Dr. Bernhard Gräf euregia 11. Oktober 2005 Demografie und Wachstumspotenzial: Wie sich die Herausforderung meistern lässt."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen