Fachstelle Gewaltprävention1 alle Altersstufen geschlechtsübergreifend gleichermaßen indirekte und relationale Mobbingformen sprunghafte Genese kaum Unterschiede.

Slides:



Advertisements
Ähnliche Präsentationen
Mediation in der Schule
Advertisements

Von Christoph Drobnitza und Andreas Lenzen
Soziales Lernen am HBG Die Lions-Quest Stunde In der Erprobungsstufe (Jgst.5/6)
M O B B I N G in der Schule Informationen zum Mobbing
Die große Pause als Chance für einen freundlichen Umgang
Wie kann ich mich schützen? Wie kann ich mich wehren?
Erwerb von sozialer Kompetenz
Sexualisierte Gewalt im Verband Protokoll Länderrat Anlage 1 TOP 9.
Maximin-Schule Bitburg
Dienstbesprechung für Beratungsfachkräfte No Blame Approach
Täter und Opfer Elternakademie
Isarnho Jarnwith in Kooperation mit der AWO Gettorf
Umgang mit schwierigen Schülern – Eine Einführung
Mobbing unter Schülern
hinsehen.at Stabsstelle für Missbrauchs- und Gewaltprävention,
S chulisches T rainingsprogramm zum A ufbau R ealistischer K onfliktlösungsstrategien.
Shdgfs8hsdn Médiation scolaire à Bridel.
Gewaltprävention beim F.C. Langweid
Streitschlichtung und Gewaltprävention
Beispielhafter Ablauf eines Sozialkompetenztrainings
„Kids im Verein“ > Starke Vereine stärken Kinder<
Schulsozialarbeit an der IGS Obere Aar in Taunusstein-Hahn
AG Jugendhilfe-Schule Dresden
Mobbing – was tun?.
DDr. Andrea Richter Unterwaltersdorf,
Förderung von sozialer und interkultureller Kompetenz in der Schule
Gemeinsam gegen Gewalt
Soziales Lernen in der Schuleingangsphase an der GGS Deutzerstr.
Soziale Arbeit an Schulen im Landkreis Bad Kreuznach
Die fünf Phasen der Konfliktlösung
Das Opti-Mind-Konzept: Ein Trainingsprogramm für ADS-Kinder und deren Bezugsperson Strategien und Anleitungen zum Umgang mit ADS- Kindern.
Psychische Gesundheit Schwerpunkt Mobbing
Schülerrat, Streitschlichter und Gewaltprävention
Mobbing / Cybermobbing
Modul für Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Ehren-und Hauptamtlich) Ev. Bildungswerk, CHH 2012 Grundlagenwissen Sexualisierte Gewalt.
Die Schuleinheit Gallispitz besteht aus den Schulhäusern Wiesen- und Wülflingerstrasse, sowie den Kindergärten Wiesen- und Feldstrasse. Leitbild der Schuleinheit.
Gewalt wahrnehmen – erkennen – vermeiden
B I L D U N G S W I S S E N S C H A F T E N
Cyber-Mobbing Wenn ‘Medien‘ ein Leben zerstören..
Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Warendorf Schulpsychologische Beratungsstelle „Notfallpläne und Krisenteambildung“ Informationsveranstaltung.
„Klassenexpedition“und„Teamtraining“. GliederungGliederung 1. Einleitung 2. Hauptteil 3. Über uns 3.1 Arbeitsbereiche der AGBS e.V Entwicklung 4.
Mobbing in der Schule und im Internet. Was ist Mobbing? Die Demütigung können in Form körperlicher Gewalt, aber auch mit psychischen Mitteln geschehen.
Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport Jugendverbandstag Niedersächsischer Volleyball Verband 20. Juni 2015 Referentin : Christiane Wiede Coaching I.
Niedersächsische Kooperations- und Bildungsprojekte „NiKo“
Fachstelle Gewaltprävention1 Ute Stratmann Mobbing bei Kindern und Jugendlichen.
Wie beweglich ist Soziale Arbeit? – Perspektivwechsel durch Sport.
ELTERNFRAGEBOGEN 2016 Qualitätsmanagement und -sicherung der Arbeit im Flohzirkus e. V. HAMBURG, STAND JULI 2016 ZUSAMMENFASSUNG.
Umsetzung des Aktionsplanes zu Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Ausbeutung der Bundesregierung – Bilanz seit Januar 2003.
Beratungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises
SEIS-Evaluationsbericht 2015
KINDER, DIE OPFER VON MENSCHENHANDEL SIND
Lebenskompetenzen für
Lebenskompetenzen für
1.Hilfe für die Schulpraxis!
ANGEBOT Beratung und Begleitungen von SchülerInnen Beratung von Eltern
Gymnasium Schrobenhausen
Flussdiagramm Intervention
Und bist Du nicht willig ...
Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus
Fair geht vor! Mobbing im Betrieb
Grundlagen Sexualisierte Gewalt
Pädagogische Ansätze der Elementarpädagogik
Spielzeugfreier Kindergarten
Berufspraktisches Seminar Wahlmodul /
Schulinterne Beratungsfachkräfte Vorstellung Schulpsychologie
Faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit an der
Trauerarbeit und Bewältigung
Ganztag an der für das Schuljahr 2018/19 Stand
Berufspraktisches Seminar Wahlmodul /
 Präsentation transkript:

Fachstelle Gewaltprävention1 alle Altersstufen geschlechtsübergreifend gleichermaßen indirekte und relationale Mobbingformen sprunghafte Genese kaum Unterschiede hinsichtlich des Erstviktimisierungsalters häufiger in hierarchisch strukturierten Systemen und kontrollfreien Räumen in ostdeutschen Bundesländern wird 1,3 mal häufiger gemobbt zwischen dem 11. und 12. Lebensjahr beginnen vermehrt Mobbingübergriffe, Spitze bei den 13 - bis 15 - jährigen Jugendlichen Entwicklungsübergänge bieten erhöhtes Gefahrenpotential 80,1 % der Taten finden im Schulkontext statt 50 % der Täter/ Täterinnen kommen aus der Klasse des / der Betroffenen 9 von 10 Tätern/ Täterinnen sind den Opfern bekannt 72,6 % der Opfer hatten eine deutsche Herkunft 79,9 %. der deutschen Jugendlichen treten als Mobbingtäter/ -täterinnen in Erscheinung in 54, 1 % der Mobbingfälle agieren mindesten 3 Personen 3,3 % der Mobbingübergriffe werden zur Anzeige gebracht systemische Herausforderung Erkenntnisse

Fachstelle Gewaltprävention2 Mädchen 21,6 % erleben Mobbing direkt 31 % erleben Cyber - Bullying 75 % höheres Mobbing - Risiko 57,3 % werden von anderen Mädchen gemobbt Mehrfachopferquote ist höher als bei den Jungen Mädchen sind eher bereit, sich als Opfer zu „outen“ 12 % der Opfer von Mehrfachattacken denken oft an Selbstmord 40,7 % aller Opfer (männlich und weiblich) werden hauptsachlich von einem Mädchen gemobbt Beziehungsaggressionen eher indirekte und subtilere Formen der Aggression wie böse Blicke, Ausgrenzung, Nichtbeachtung, das Bilden von Bündnissen, verletzender Humor, Drohung Beziehung zu beenden, Verbreitung von Gerüchten, Manipulation überdurchschnittlich häufig die Rolle der Verteidigerin und der Außenstehenden zugeordnet werden Geschlechtsdifferenzierte Erkenntnisse

Fachstelle Gewaltprävention3 Jungen 16,8 erleben Mobbing in direkter Konfrontation 20 % erleben Cyber-Bullying 81,7 % der Jungen werden von anderen Jungen gemobbt Jungen sind wenig bereit, sich als Opfer zu „outen“ 7 % der Opfer von Mehrfachattacken denken oft an Selbstmord 59,3 % aller Opfer (männlich und weiblich) werden hauptsächlich von einem Jungen/ Mann gemobbt Selbstinszenierung von Männlichkeit leistungsmäßig tendenziell dem unteren Mittelfeld zuzuordnen eher direkte und offene Formen der Aggression - verbal und/ oder körperlich häufiger in körperliche Gewalt verwickelt Geschlechtsdifferenzierte Erkenntnisse

Fachstelle Gewaltprävention4 Schüler/ Schülerinnen Freunde, Vertrauenssch ü lerinnen/ Vertrauenssch ü ler ansprechen Erwachsene wie Lehrer, Lehrerinnen, Schulpsychologen, Schulpsychologinnen, Eltern, Freunde und Außenstehende in Jugendzentren und Beratungsstellen einbeziehen Chats und Foren gegen Mobbing im Internet nutzen Mobbingtagebuch f ü hren Training gegen Mobbing Training zur St ä rkung des Selbstbewu ß tseins und der Selbstbehauptung Eltern Warnsignale von Mobbing kennen Kind ernst nehmen - ausf ü hrliche und ruhige Gespr ä che mit dem Kind f ü hren Informationen und Tatsachen sammeln, aufschreiben - Mobbingtagebuch anlegen Mit Zustimmung des Kindes deutliches Handeln durch Kontaktaufnahme mit der Schule, Klassenleitung/ Schulleitung einfordern - Erwachsene m ü ssen gemeinsam Reaktion zeigen nicht selber Kontakt mit den Eltern des T ä ters/der T ä terin aufnehmen Flankierende Interventionsma ß nahmen und Pr ä ventionsangebote anregen Beratungsstellen aufsuchen Handlungsmöglichkeiten gegen Mobbing

Fachstelle Gewaltprävention5 Handlungsmöglichkeiten gegen Mobbing pädagogische Fachkräfte Standpunkt klar beziehen frühes einschreiten, damit nicht angepasstes Normverhalten sich nicht stabilisiert Perspektivenwechsel ermöglichen Psychische Folgen für die Opfer verdeutlichen Opfer ermutigen, über Mobbing-Vorfälle zu berichten Opfer schützen/ unterstützen Täter /Täterinnen zur Rede stellen und aktiv in die Lösung einbeziehen Interventionsperspektive „Wo könnte ich am ehesten Helfer finden?“ Klassenregeln als präventive Maßnahmen vereinbaren in Einzelfällen mit Beratungseinrichtung zusammenarbeiten Schule präventive Maßnahmen gegen Gewalt und Mobbing Projekte unterstützen, die das Schulklima verbessern offene Atmosphäre und faire konstruktive Gesprächs- und Streitkultur ermöglichen Projekte, Elternabend, Konferenz, Vorträge etc.

Fachstelle Gewaltprävention6 Rahmenbedingungen Normgefüge Mehr - Ebenen – Konzepte Einbindung in die institutionelle Gesamtkonzeption Langfristige Programme mit sich wiederholenden Maßnahmen Durchführung durch zuständige pädagogische Fachkräfte Inhaltliche Bedingungen Bildungsprogramme in den Bereichen Kommunikation, Stressmanagement, Verantwortungsübernahme, Problemlösung Programme zur Stärkung der sozialen Kompetenz und zur Unterstützung von Opfern Erhöhung der Verantwortlichkeit und der Aufmerksamkeit durch zeitnahes Reagieren auf Gewalt Klare Regeln mit Interventionsmaßnahmen bei Gewalt und Konsequenzen bei Nichteinhaltung von Regeln Regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen Prinzipien gewaltpräventiver Maßnahmen

Fachstelle Gewaltprävention7 Interventionsprogramme gegen Mobbing Anti-Bullying-Strategie nach Dan Olweus System der Schikane, KonfliktKultur Freiburg No blame approach – Intervention ohne Schuldzuweisung fairend Köln Kompetent im Konflikt, steimel-menschner-projekte Soziale Kompetenztrainings Täter-Opfer-Ausgleich und Wiedergutmachung in Schule Klassenrat

Fachstelle Gewaltprävention8 Präventionsmaßnahmen, Projekte und Programme Faustlos buddY - Programm im Rahmen von peer-group-education, buddY e.V. Soziale Verantwortung (SoVar) - Jugendliche engagieren sich in sozialen Einrichtungen, AWO gGmbH Fahrzeugbegleiter in Bus und Bahn, Rheinbahn Soziale Kompetenztrainings Trainingsraum Präventionstheatervorstellungen „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein“, Techniker Kasse „Mind Matters“, Unfallkasse Projektwochen - Übungen und Spiele zu Kooperation und Perspektivenübernahme Elternveranstaltungen Schulplakate und -regeln

Fachstelle Gewaltprävention9 Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit