Klassenstufe 6. Entwurf eines Stationenlernens Vorbereitungsseminar zum fachdidaktischen Praktikum SS 11 Anja Wolf 03.05.2011 Vorbereitungsseminar zum.

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 Präsentation transkript:

Klassenstufe 6. Entwurf eines Stationenlernens Vorbereitungsseminar zum fachdidaktischen Praktikum SS 11 Anja Wolf Vorbereitungsseminar zum fachdidaktischen Praktikum SS 11 Anja Wolf

Ablauf 1)Vorstellung von Stationenlernen 2)Lehrplaneinordnung 3)Gruppenarbeit 4)Vorstellung eines eigenen Entwurfes zu Stationenlernen 2

1) Stationenlernen – Was ist das? Def. nach Bauer: Lernen an Stationen beschreibt jeweils das zusammengesetzte Angebot mehrerer Lernstationen, das die Lernenden im Rahmen einer übergeordneten Thematik (Unterrichtseinheit oder fächerverbindende Thematik) bearbeiten und unter Umständen teilweise selbst mitgestalten. 3

Was ist das? Offener Unterricht Wesentliche Merkmale des offenen Unterrichts: 1.Öffnung für die Vorschläge und Ideen der Schüler 2. Wahlfreiheit des Arbeitsangebotes 3. Wahlfreiheit der Sozialform 4. Wahlfreiheit der Lern-und Arbeitszeit 4

Wie geht das? 1.Vorbereiten: Lehrperson richtet Stationen ein 2.Bearbeiten: Schüler wählen aus und bearbeiten die Stationen. Wichtig: Laufzettel und Arbeitsheft/-mappe 3. Sammeln: Schüler präsentieren und besprechen die Arbeitsergebnisse; reflektieren über die Arbeitsweise 5

Bsp. für Laufzettel 6

Wozu ist das gut? Vielfalt in vielen Themen verborgen, die Schüler erleben können: Verschiedene Zugänge, Kontexte, Aspekte, Grundvorstellungen Verschiedene Lernwege können beschritten, eigene Schwerpunkte gesetzt werden Lernprozess selbst organisieren Motivation 7

Wann eignet sich die Methode? Stationenzirkel eigenen sich für Einstiege und Erarbeitung, als auch für Übungen, Vertiefung und Festigung, sowie um ein Thema abzurunden Material muss/soll auf Unterrichtsphase und Lerngruppe zugeschnitten werden Für alle Altersklassen 8

Was ist bei der Planung zu bedenken? 1)Inhaltliche Entscheidungen 2)Welche Anzahl an Stationen ist geeignet? 3)Organisatorische Entscheidungen Dauer Sozialform Organisation des Stationenwechsels Ablauf Dokumentation Abschlussgestaltung 9

1. Inhaltliche Entscheidungen Ein Thema eignet sich dann, wenn es eine hinreichende Zahl verschiedene relevanter Aspekte enthält Fragen, um ein Thema darin zu untersuchen: 1)Welche verschiedenen Darstellungsformen? 2)Welche Grundvorstellungen gibt es zu den relevanten Begriffen? 3)Welche verschiedenen Anwendungen? 4)Welche verschiedenen Zugänge? 10

2. Welche Anzahl an Stationen ist geeignet? Wichtig: Balance zwischen Vielfalt und Überschaubarkeit eines Stationenzirkels Jede einzelne Lernstation, als auch der Zirkel an sich muss als ein Ganzes wahrgenommen werden Innere Zusammenhang muss erkennbar sein so wird dem Schüler die Struktur des mathematischen Themas transparent 11

3. Organisatorische Entscheidungen Welche Dauer sollte der Stationenzirkel haben? Keine pauschalen Vorgaben Untergrenze 2 Schulstunden Klare Zeitvorgaben den Schülern geben für die Orientierung und Organisation der eigenen Arbeitszeit Welche Sozialform an den Stationen wählen? Kleingruppen besonders geeignet Einzelarbeit bei Übungszirkel 12

3. Organisatorische Entscheidungen Wie wird Stationenwechsel organisiert? Laufzettel Moderation und Überprüfung des Lehrers Wie organisiert man den Ablauf? Einstieg: Schüler über Thema und Ziel der Arbeit informieren Eventuell Rundgang mit den Schülern Titel an Stationen Laufzettel ( bietet viele Vorteile für die Schüler) 13

3. Organisatorische Entscheidungen Was sollen die Schüler dokumentieren? Genau festlegen zu Beginn, was festgehalten werden soll; eventuell dies bei den Stationen unterschiedlich, dann dort vermerken Lerntagebuch, Arbeitsmappe Aufzeichnungen wichtig für Besprechung und Präsentation Wie gestaltet man den Abschluss? Einsammeln der Arbeitsmappen oder Abschlusstest Dadurch deutlich, dass der Inhalt des Zirkels verbindlich ist Präsentation der wichtigsten Stationen, damit alle Schüler nach dem Zirkel auf dem gleichen Stand sind 14

Wann ist Stationenlernen nicht sinnvoll? Mathematik Methodik, S

Allgemeines Auseinandersetzung mit dem Thema nicht nur kognitiv, sondern auch konkrete Handlungen und Experimente Das Ansprechen verschiedener Sinne und Integrieren möglicher Handlungen muss stets gut überlegt sein und dem inhaltlichen Verstehen dienen. (→ Transfer) Schülern zwischendurch Rückmeldungen geben (Gesprächsphasen, Einzelgespräche, schriftliche Rückmeldungen) 16

2) Lehrplaneinordnung Lehrplan Klasse 6: 1.Bruchzahlen (35 h) 2.Geometrische Körper (15h) 3.Rationale Zahlen (38h) 4.Bürgerliches Rechnen (12h) Nach Anpassung: 3. Geometrische Abbildungen(15h) 4. Rationale Zahlen (40h) 17

Lehrplaneinordnung Geometrische Körper: Überblick über die Körperarten Eigenschaften räumlicher Figuren Quader Oberflächeninhalt des Quaders Rauminhalt des Quaders Sachaufgaben zu Rauminhalt, Oberflächeninhalt und Kantensumme beim Quader 18

Mathematischer Sachverhalt 19

Lernvoraussetzungen Klassenstufe 5: - 2.Thema: Größen - 3.Thema: Geometrische Grundbegriffe - Räumliches Denken/Vorstellungsvermögen 20

3) Gruppenarbeit Arbeitsauftrag: Entwerft in Gruppenarbeit einzelne Stationen zum Thema „Geometrische Körper“ mit dem Schwerpunkt „Entdecken und vertiefen“ Gibt dabei die Sozialform, den Schwierigkeitsgrad und die vorgesehene Bearbeitungszeit, sowie sie Art der Station (P. oder W.) an. Ebenso sollten die Lernvoraussetzungen für die jeweilige Station vorgestellt werden. Gestaltet eine Folie mit euren Vorschlägen und stellt diese zusammen mit eurer Station anschließend vor. 21

4) Entwurf eines eigenen Stationenzirkels 22

Literaturverzeichnis Barzel, Bärbel, Büchtner, Andreas und Leuders, Timo: Mathematik Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin Bauer, Roland: Schülergerechtes Arbeiten in der Sekundarstufe I: Lernen an Stationen. Berlin Kotlenga, Anne: Lernzirkel Geometrische Körper (=„Bergedorfer Unterrichtsideen“). Horneburg, 2006². Lehrplan Gymnasium Saarland Klasse 5 und 6 23