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Minderheiten- und Regionalsprachen in Lettland Schutz und Förderung Symposium unter FOLKBALTICA Veranstaltungen 2010 Ewa Chylinski ECMI Vizedirektorin.

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Präsentation zum Thema: "Minderheiten- und Regionalsprachen in Lettland Schutz und Förderung Symposium unter FOLKBALTICA Veranstaltungen 2010 Ewa Chylinski ECMI Vizedirektorin."—  Präsentation transkript:

1 Minderheiten- und Regionalsprachen in Lettland Schutz und Förderung Symposium unter FOLKBALTICA Veranstaltungen 2010 Ewa Chylinski ECMI Vizedirektorin

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3 Minderheiten in Lettland Autochtone Minderheiten: mindestens in 3 Generationen Allochtone Minderheiten Gesamtzahl – rund 100 verschiede Völker Bei EU Eintritt 2004 – Lettland mit höchsten Prozentsatz von allochtonen Bewohner

4 Sprachenpolitik in Lettland Die Staatssprache Lettlands ist Lettisch, die auch Muttersprache für 58 % Bevölkerung Russisch ist die Sprache von etwa 37 % der Gesamtbevölkerung In der Landeshauptstadt Riga, wo etwa jeder zweite Einwohner russischstämmig ist, wird laut der lettischen Statistikbehörde im täglichen Gebrauch sowohl Lettisch als auch Russisch gesprochen. In Dauvgapils, der zweitgrößten lettischen Stadt, liegt der Anteil der Letten bei unter 20%, die meisten sind Russischsprachig Eine weitere wichtige Sprachgruppe ist Lettgallisch. Die staatliche Sprachpolitik hat seit der Unabhängigkeit Lettlands vielfach zu sozialen Spannungen geführt. Das Bestreben des lettischen Staates, die lettische Sprache auch im täglichen Umgang von allen Einwohnern des Landes als gemeinsame Sprache zu etablieren, steht im Widerspruch zu den Interessen der russischen Minderheit. Auch in russischen Schulen muss der Unterricht zwingend in lettischer Sprache abgehalten werden, was von vielen Russen als Diskriminierung angesehen wird. Diese Politik hat seit der Unabhängigkeit auch zur verstärkten Emigration nicht- lettischer Bevölkerungsgruppen, neben Russen auch Weißrussen, Polen und andere, geführt.

5 Minderheitenstatistk Lettische Einwohner, die Nichtbürger sind, nach Ethnie (1. Januar 2008) Russen Russen Weißrussen Weißrussen Ukrainer Ukrainer Polen Polen Juden Juden Letten Letten Esten 573 Andere Esten Insgesamt

6 Staatsbürger und Nicht-bürger Teils wegen der als anspruchsvoll empfundenen Sprach- und anderen Tests, teils aus Desinteresse, teils aus prinzipiellem Widerwillen haben sich viele Russischsprachige (Russen, Weißrussen, Ukrainer, russischstämmige Juden) bis heute nicht einbürgern lassen (mehr als die Hälfte) Sie erhalten als sogenannte Nicht-Staatsbürger eigene Pässe, die ihnen uneingeschränktes Aufenthalts- und Arbeitsrecht in Lettland sowie den Schutz durch den lettischen Staat sichern, ihnen jedoch kein Wahlrecht zugestehen; dies gilt bislang auch für die Kommunalwahlen

7 Minderheitenschutz Verfassung Artikel 114 dieses Kapitels besagt, dass „Angehörige einer ethnischen Minderheit das Recht auf Erhaltung und Weiterentwicklung ihrer Sprache sowie ethnischen und kulturellen Identität“ haben. Diese Rechte entsprechen denen im Gesetz über die uneingeschränkte Entwicklung nationaler Minderheiten und Volksgruppen in Lettland und das Recht auf kulturelle Autonomie Staatssprachegesetz gewährleistet die Integration der Angehörigen ethnischer Minderheiten in die lettische Gesellschaft, wobei ihr Recht auf den Gebrauch der eigenen Muttersprache respektiert wird (Artikel 1,4). Das Gesetz ermöglicht u. a. die Erhaltung, den Schutz und die Weiterentwicklung der lettgallischen Schriftsprache ( ⇒ Weitere Sprachen) als eine historische Variante der lettischen Sprache (Artikel 3,4). Darüber hinaus erkennt es Livisch ( ⇒ Weitere Sprachen) als autochthone Sprache an (Artikel 4). Alle anderen Sprachen werden im Gesetz über die Staatssprache als „fremd“ angesehen (Artikel 5) Keine Unterschreibung /Ratifizierung von Europaratskonventionen: die Sprachencharta, die Rahmenkovention


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