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Auf der Suche nach dem „Warum“: Eine Annäherung an die Begriffe

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Präsentation zum Thema: "Auf der Suche nach dem „Warum“: Eine Annäherung an die Begriffe"—  Präsentation transkript:

1 Entwicklungspolitik, Dämonen und Emanzipation in Zeiten von Globalisierung und Krise
Auf der Suche nach dem „Warum“: Eine Annäherung an die Begriffe „Wert“, „automatisches Subjekt“, „Fetisch“ und „Entwicklung“ Teil 4

2 TRIPS, Patente, Geistiges Eigentum

3 WTO

4 Beispiel Geistiges Eigentum
Indien hatte mit dem “Patent Act 1970“ Medikamente aus der Patentierbarkeit ausgenommen. 20 Jahre Patentschutz nach TRIPS, Brasilien: AIDS-Medikamente kosten weniger als 1/5 Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Tenofovir (Tenofovir Disoproxil Fumarat, TDF) ist seit 2005 als Generikum in Indien erhältlich. Das Aidsmedikament hat weniger Nebenwirkungen als andere häufig benutzte Medikamente und eignet sich auch für die Behandlung von Patienten, die schon seit mehreren Jahren Therapie erhalten. Eine Patentierung würde die weitere generische Herstellung des Medikaments in Indien bis 2018 verhindern. Tobias Luppe, HIV-Experte von Ärzte ohne Grenzen, weist darauf hin, dass vor allem die Medikamente aus der Zeit vor 1995 als Generika zur Verfügung stehen. Neue Wirkstoffe der zweiten oder dritten Therapielinie, wie sie für die Behandlung resistenter HIV- Stämme nötig werden, drohten für die Menschen in armen Länder durch die TRIPS-Regelungen unerschwinglich zu werden. Preise in Pakistan im Vergleich zu Indien (1997, Indien = 1) Quelle: UNDP, Bericht über die menschliche Entwicklung 1999, S. 83

5 Patentstreit Novartis - Indien
Klage von Novartis im Jänner 2007 auf Zulassung von Gleevec nach den Patentbestimmung der WTO und gegen India Patent Act Kosten des Medikaments pro Monat: Gleevec in Ländern mit Patent: USD 2.600 Vergleichbares ind. Generikum: USD Gericht in der südindischen Stadt Chennai weist am die Patentklage des Basler Pharmakonzerns Novartis ab. Beispiel ARV Fluconazol: Länder mit Pfizer-Patent: 18 – 32 USD Generikum USD

6 Keine Verschwörung der Konzerne
Äquivalententausch Bruch zwischen den Produzent/innen „Wettbewerb“ = Konkurrenz = Ausrichtung am Kriterium betrieblicher „Effizienz“

7 Patente vs. Sortenschutz
RL 98/44/EG unterbindet Landwirtevorbehalt: das Gewohnheitsrecht der Bauern / Bäuerinnen, einen Teil ihrer Ernte einzubehalten und im nächsten Jahr wieder auszusäen Züchterprivileg: das Recht der Züchter, mit einer Sorte weiterzuzüchten (auch Nachkommenschaft nunmehr patentiert)

8 Saatgut

9 China

10 Feind China Engagement gegen die Konkurrenz oder gegen die Konkurrenz-VERHÄLTNISSE

11 Beispiel China - USA BIP / Kopf kaufkraftbereinigt USA – China 10:1
Die USA verlieren ihre traditionelle Rolle als Lokomotive für die Weltkonjunktur. Für Europas Wirtschaft wiegen inzwischen die „BRIC-Staaten“, also Brasilien, Russland, Indien und China, die Hälfte des früheren US-Gewichts auf. Dort schnellt das Wachstum jährlich um fünf bis elf Prozent in die Höhe. Das reißt uns mit. Früher gab es ein, zwei Loks für die Weltkonjunktur, heute sind es bis zu zehn. Wolfgang Simonitsch, Angst vor der Wirtschaftskrise ist das Letzte, was wir brauchen. Falsche Propheten schaden der Stimmung und so der Konjunktur. Kleine Zeitung , S. 8 BIP / Kopf kaufkraftbereinigt USA – China 10:1 BIP / Kopf nominell USA – China 25:1 (UNDP 2003) BIP-Wachstum > 8 % als magische Grenze. 2007: 7,5 % (Spiegel 49/2008, S. 98)

12 US-Z. Hegemon China? holländischer Z. Chin. Zyklus? Brit. Z. Genuesisch-iberischer Z. 1400 1600 1800 2000 Stadtstaaten Proto-Nationalstaat Nationalstaat Großnationalstaat ... plus jeweilige Peripherien Hegemonialzyklen jeweils mit Phase materieller Expansion, Signalkrise, finanzieller Expansion und Abstieg Energetische Basis? Giovanni Arrighi, zit. nach Thomas Konicz , Streifzüge 50/2010

13 Wie schlägt sich dies nun in „uns“ nieder?

14 Verhältnisse geben jeder Monade vor, dass sie
Bedürfnisse schaffen muss dass der Inhalt (Nutzen) tendenziell egal ist Jede/r muss was anbieten (z.B. Arbeitskraft) nur die Kaufkraft (=Nachfrage) zählt Entscheidend ist betriebswirtschaftliche Effizienz – Wachstum Wirtschaftseinheiten sind Kampfeinheiten nach Außen und Innen Verhältnisse geben jeder Monade vor, dass sie

15 Was sehen wir?

16 Annäherung 1: Zivilgesellschaft

17 Mehrfachcharakter von Staat
Gewalt Hegemonie 1. Gewalt plus 2. Hegemonie plus 3. (Einsicht in die) Notwendigkeit Thomas Hobbes schreibt dies 1651 Der 'Naturzustand' des Menschen bei Thomas Hobbes trifft die 'Natur' des Menschen im 17. Jh. in England. Macpherson[2] versucht nachzuweisen, dass Hobbes selbst die Abstraktionen von der gesellschaftlichen Situation zum ‚Menschen im Naturzustand’ nicht oder zumindest nicht primär in der Absicht verfasst habe, die Lebensweise primitiver Völker zu beschreiben, sondern im Bewusstsein, die Konkurrenz unter den einzelnen seiner Zeit logisch bis zum Bürgerkrieg fortentwickelt zu haben, unter Absehung von bestimmten gesellschaftlichen Regelmechanismen, die diese Konkurrenz begrenzen. Zivilgesellschaft: 2 Begriff, bei Gramsci Staat im weiteren Sinne, Bereich, in dem um Hegemonie gerungen wird. Soziologische Kategorie

18 Gute Zivilgesellschaft? Über die Dämonen
Antisemitismus Sozialdarwinismus Antiziganismus Antikommunismus hier nicht als Kritik an Verhältnissen, sondern als Abwehr von Emanzipationsbestrebungen. Man kann die von Patterer geforderte „Einsicht in die Notwendigkeit" nicht einfach NUR als „Ideologie" abtun (zu der man halt steht oder die man ablehnt), als eine Ideologie im Sinne eines falschen Bewusstseins, die etwa in den Denkkategorien eines „Klassenkampfes" gedacht eine besonders perfide Konstruktion zur geistigen Unterjochung der unteren Klassen wäre ... Die Sache ist etwas komplizierter: Das „falsche Bewusstsein" ist vielmehr ein „absurd (folge-)richtiges Bewusstsein unter den falschen Verhältnissen". Es ist (folge-)richtig, unter Bedingungen des Standortwettkampfes trotz steigender Produktivität das Gürtel-enger-schnallen zu predigen, genauso wie es (folge-)richtig ist, auf Wirtschaftswachstum zu setzen, um damit das wirtschaftliche System (Arbeitsplätze) am laufen zu halten .... um den Preis der ökologischen Katastrophe. (siehe dazu Stephan Grigat, Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. ca ira-Verlag, Freiburg 2007). Das andere, das Not-Wendige zu denken erfordert mehr als nur ein gutmenschliches Nein, es erfordert auch eine Kritik der Verhältnisse, die das Falsche und das dazugehörige falsche Bewusstsein hervorgebracht haben. Nationalismus Antitschetschenismus Antikommunismus Rassismus Sexismus Schwarze Pädagogik

19 Gute Zivilgesellschaft? Über die Dämonen
Antisemitismus <-> Liberalismus, militär.Humanismus Sozialdarwinismus <-> Umverteilung  Chancengerechtigkeit Antiziganismus Zu „Liberalismus“ siehe: Norbert Trenkle, Kulturkampf der Aufklärung. Wie die „westlichen Werte“ zu einer aggressiven Stammesreligion mutieren. In Krisis Nr. 32, Schwerpunkt Kreuzzug und Jihad. Nürnberg 2008, S. 11 ff Militärischer Humanismus – Jürgen Habermas. Nationalismus <-> EU-Patriotismus Antitschetschenismus Antikommunismus Rassismus <-> Arbeitersolidarität  Multikulturalismus, Chancengerechtigkeit Sexismus <-> Gleichberechtigung, Gendermainstreaming Schwarze Pädagogik <-> LLL, totale Pädagogisierung

20 Annäherung 2: Zivilgesellschaft als Teil des „Systems“

21 Mehrfachcharakter von Staat
1. Gewalt plus 2. Hegemonie plus 3. (Einsicht in die) Notwendigkeit Thomas Hobbes schreibt dies 1651 Der 'Naturzustand' des Menschen bei Thomas Hobbes trifft die 'Natur' des Menschen im 17. Jh. in England. Macpherson[2] versucht nachzuweisen, dass Hobbes selbst die Abstraktionen von der gesellschaftlichen Situation zum ‚Menschen im Naturzustand’ nicht oder zumindest nicht primär in der Absicht verfasst habe, die Lebensweise primitiver Völker zu beschreiben, sondern im Bewusstsein, die Konkurrenz unter den einzelnen seiner Zeit logisch bis zum Bürgerkrieg fortentwickelt zu haben, unter Absehung von bestimmten gesellschaftlichen Regelmechanismen, die diese Konkurrenz begrenzen. Gewalt Hegemonie „Einsicht in die Notwendigkeit“

22 Einsicht in die Notwendigkeit
Das System denkt uns … bis hinein in unseren Gegenstrategien … wenn wir nicht ständig gegen den Strom schwimmen Wer oder Was definiert die Probleme „Unterentwicklung – Armut – Unbildung“? Man kann die von Patterer geforderte „Einsicht in die Notwendigkeit" nicht einfach NUR als „Ideologie" abtun (zu der man halt steht oder die man ablehnt), als eine Ideologie im Sinne eines falschen Bewusstseins, die etwa in den Denkkategorien eines „Klassenkampfes" gedacht eine besonders perfide Konstruktion zur geistigen Unterjochung der unteren Klassen wäre ... Die Sache ist etwas komplizierter: Das „falsche Bewusstsein" ist vielmehr ein „absurd (folge-)richtiges Bewusstsein unter den falschen Verhältnissen". Es ist (folge-)richtig, unter Bedingungen des Standortwettkampfes trotz steigender Produktivität das Gürtel-enger-schnallen zu predigen, genauso wie es (folge-)richtig ist, auf Wirtschaftswachstum zu setzen, um damit das wirtschaftliche System (Arbeitsplätze) am laufen zu halten .... um den Preis der ökologischen Katastrophe. (siehe dazu Stephan Grigat, Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. ca ira-Verlag, Freiburg 2007). Das andere, das Not-Wendige zu denken erfordert mehr als nur ein gutmenschliches Nein, es erfordert auch eine Kritik der Verhältnisse, die das Falsche und das dazugehörige falsche Bewusstsein hervorgebracht haben. Entwicklung – Einkommen + Arbeit – Geld – Wachstum – Konkurrenzfähigkeit – Bedürfnisse – Sicherheit – Attraktivität – Ressourcen – Bildung …

23 Gute Zivilgesellschaft
Gute Zivilgesellschaft? Über die „Einsicht in die Notwendigkeit“ und ihre Dämonen Das System denkt uns … … wenn wir nicht ständig gegen den Strom schwimmen Antisemitismus Sozialdarwinismus Antiziganismus Antikommunismus hier nicht als Kritik an Verhältnissen, sondern als Abwehr von Emanzipationsbestrebungen. Man kann die von Patterer geforderte „Einsicht in die Notwendigkeit" nicht einfach NUR als „Ideologie" abtun (zu der man halt steht oder die man ablehnt), als eine Ideologie im Sinne eines falschen Bewusstseins, die etwa in den Denkkategorien eines „Klassenkampfes" gedacht eine besonders perfide Konstruktion zur geistigen Unterjochung der unteren Klassen wäre ... Die Sache ist etwas komplizierter: Das „falsche Bewusstsein" ist vielmehr ein „absurd (folge-)richtiges Bewusstsein unter den falschen Verhältnissen". Es ist (folge-)richtig, unter Bedingungen des Standortwettkampfes trotz steigender Produktivität das Gürtel-enger-schnallen zu predigen, genauso wie es (folge-)richtig ist, auf Wirtschaftswachstum zu setzen, um damit das wirtschaftliche System (Arbeitsplätze) am laufen zu halten .... um den Preis der ökologischen Katastrophe. (siehe dazu Stephan Grigat, Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. ca ira-Verlag, Freiburg 2007). Das andere, das Not-Wendige zu denken erfordert mehr als nur ein gutmenschliches Nein, es erfordert auch eine Kritik der Verhältnisse, die das Falsche und das dazugehörige falsche Bewusstsein hervorgebracht haben. Nationalismus Antitschetschenismus Antikommunismus Rassismus Sexismus Schwarze Pädagogik

24 Gute Zivilgesellschaft
Gute Zivilgesellschaft? Über die „Einsicht in die Notwendigkeit“ und ihre Dämonen Das System denkt uns … bis hinein in unsere Gegenstrategien … wenn wir nicht ständig gegen den Strom schwimmen Antisemitismus <-> Liberalismus, militär.Humanismus Sozialdarwinismus <-> Umverteilung  Chancengerechtigkeit Antiziganismus Zu „Liberalismus“ siehe: Norbert Trenkle, Kulturkampf der Aufklärung. Wie die „westlichen Werte“ zu einer aggressiven Stammesreligion mutieren. In Krisis Nr. 32, Schwerpunkt Kreuzzug und Jihad. Nürnberg 2008, S. 11 ff Militärischer Humanismus – Jürgen Habermas. Nationalismus <-> EU-Patriotismus Antitschetschenismus Antikommunismus Rassismus <-> Arbeitersolidarität  Multikulturalismus, Chancengerechtigkeit Sexismus <-> Gleichberechtigung, Gendermainstreaming Schwarze Pädagogik <-> LLL, totale Pädagogisierung

25 Wie schlägt sich dies nun in den Köpfen nieder?
Sonderbare Widersprüche um uns Beispiel 1: Integration durch Arbeit

26 Trotzdem: Konzept Integration durch Arbeit und Bildung
In den Armutsnetzwerken, in der Plattform Migration, bei Frauen ... Verständlich: Einsatz gegen Diskriminierung Beispiel Perchinig – ein anti-emanzipatorischer „Realismus“: Massive Aufwertung des Marktes in 90ern als Medium gesellschaftlicher Integration  anstatt sich mit alten Meistererzählungen herumschlagen individuelle Autonomie und Menschenrechte  Verwirklichungschancen  Bildungs- und Antidiskriminierungspolitik (gleicher Marktzugang im übrigen treibende Kraft der europäischen Integration). Die Realisierung von Verwirklichungschancen benötigt die Aktivität der Einzelnen (individuelle Bereitschaft, Chancen zu nutzen) wie den Zugang zu Strukturen. Perchinig S.18-22 Beispiel Yildiz – Migration als „Ressource“ Effekt: Affirmation. Frage: Integration in was? Wie realistisch ist, dass so ein friedliches Miteinander entsteht?

27 „Den Ausbau des Elektonik- Clusters wollen wir jetzt zum nationalen Anliegen unserer Stadt machen"
Bgm. Manzenreiter in: Villach: 10/1998 S. 4 Thilo Sarrazin „Rohe Bürgerlichkeit und soziale Vereisung“. Von Patrick Gensing, tagesschau.de Folgerungen aus der Studie „DIE MITTE IN DER KRISE. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ der Friedrich-Ebert-Stiftung: Kulturloses und verrohendes Bürgertum ... infolge von ökonomischen wie gesellschaftlichen Kriseneffekten ... auch über „angeblich liberale Tages- und Wochenzeitungen“ verbreitet ... neue Formel des Abbaus von sozialstaatlichem Anrecht auf Unterstützung: Gnade durch Wohlhabende und Selbstverantwortung der sozial Schwachen. So nimmt z.B.in der höheren Einkommensgruppe (ab 2500 €/Kopf / Monat ... Haushalteinkommen gewichtet) die Zustimmung zu Etabliertenvorrechten und Islamfeindlichkeit besonders deutlich zu. Bildung wirke in diesem Fall nicht entgegen ... Oft – bzw. fast immer – wird so getan, als sei der Nationalismus etwa in Kärnten was ganz spezifisches, als etwas, dem man sic annähern muss, indem man in die Vergangenheit blickt. Die dunkle Seite von Globalisierung / offen-erfolgreichem Weltbürgertum: Standort-Nationalismus der „Brauchbaren“

28 Tätigsein, etwas, das fein ist, wenn es erledigt ist.
Bedürfnisse und Abhängigkeiten zu schaffen ist systemisch kontraproduktiv Größeres Arbeitspotenzial und Produktivität sind Hilfe Arbeit als Erwerbsarbeit. Ich muss „Arbeit haben“, damit ich Geld habe und damit was eintauschen kann. Zusätzliche Arbeitspotenzial ist Bedrohung - Konkurrenz Bedürfnisse schaffen, Arbeit darf nie ausgehen Produktivität als Bedrohung Ich darf nur arbeiten, wenn ich Profit erwirtschafte Ich darf nur arbeiten, wenn mein Gegenüber Kaufkraft hat Wenn wir also von Arbeit und Wohlstand reden, dann hat der verwendete begriff der Arbeit also 2 völlig unterschiedliche Bedeutungen Konsequenzen und sich daraus ergebenden Zusammenhängen Klick 1 – Klick 10 Zusammenfassung – emanzipatorische Perspektive? Tätigsein oder Arbeit?

29 Warum?

30 Warum? Betrachtungsebenen
Persönliches Verhalten in einem bestimmten Feld (Moral …) Soziologische Ebenen (Macht, Interessen, Klassen, Hegemonie …) Systemebene (Struktur, Rahmen, „stumme Zwang der Verhältnisse …)

31 Warum? Bild Kapitalismus als rationales Verhältnis
Als Entzauberung der (mystischen) Welt Aufklärung Einsicht in die Notwendigkeit „In einer rauen Wettbewerbswelt hört man Klassen-Vokabular wie „gerechtere Verteilung des Wohl-stands" gern. Als Kanzler wird Gusenbauer sagen müssen, wie das geht. Er wird die Einsicht in das Notwendige lehren müssen, auch nach Innen.“ H. Patterer, Holub: „Natürlich, was wird uns denn anderes übrig bleiben? Man muss den Menschen erklären: Entweder du kriegst zwei, drei Jahre lang nur mehr 95 % von deinem Lohn oder du bist deinen Job los – das sind sie wirklich.“ Kärntner Woche, Daher: Gürtel enger schnallen Unterschied Stoffliche Ebene – gesellschaftliche Form = Wertebene Verweis auf Filzmaier, Kleine Zeitung, , S.22 Warum?

32 „König Midas hielt einst Silenos, den Lehrer des Dionysos, gefangen
„König Midas hielt einst Silenos, den Lehrer des Dionysos, gefangen. Midas gab ihn nur unter der Bedingung frei, dass ihm Dionysos einen Wunsch erfüllte. Der gierige Midas wünschte sich, dass alles was er berühre, zu Gold werden sollte. Dionysos erfüllte ihm diesen Wunsch. Doch schon bald musste Midas feststellen, dass er keine Gabe, sondern einen Fluch besaß: Alles, was er essen oder trinken wollte, verwandelte sich in Gold, sodass er drohte, zu verhungern. Er flehte Dionysos an, ihm den Fluch abzunehmen, ..." Fetischismus Nicht nur eine Geschichte der Moral !!!! Noch unbedingt ergänzen:

33 Solidarität im Weltreich des König Midas?
Geschichte des König Midas aus Kleinasien (um 720 v.Chr.) „König Midas hielt einst Silenos, den Lehrer des Dionysos, gefangen. Midas gab ihn nur unter der Bedingung frei, dass ihm Dionysos einen Wunsch erfüllte. Der gierige Midas wünschte sich, dass alles was er berühre, zu Gold werden sollte. Dionysos erfüllte ihm diesen Wunsch. Doch schon bald musste Midas feststellen, dass er keine Gabe, sondern einen Fluch besaß: Alles, was er essen oder trinken wollte, verwandelte sich in Gold, sodass er drohte, zu verhungern. Er flehte Dionysos an, ihm den Fluch abzunehmen, ..."So oder ähnlich ist die Geschichte überliefert Eine Geschichte also über die Gier, über Unmoral, die vom Schicksal bestraft wird? Einfach nur eine Geschichte des erhobenen Zeigefingers? Sicher, wenn man nur auf den König sieht, dann ist eine solche Interpretation naheliegend. Was aber hat es in dieser sonderbaren Geschichte mit dem Automatismus auf sich, von dem da erzählt wird, dass nämlich alles sich in Golde verwandle und damit ungenießbar werde? Wenn man sein Augenmerk auf diesen Aspekt legt, dann stellt sich die Erzählung vielleicht anders dar. Vielleicht ist es ein erstes Erschrecken vor einem Phänomen, das damals neu war: Das Geld und damit die Umwandlung verschiedener konkreter Güter in miteinander tauschbare Waren, wobei das Geld (= Gold) die allgemeinste Form dieser Waren darstellt und ihrer Substanz die abstrakte Arbeit ist. Vielleicht stand am Ursprung der Sage von König Midas – von der man ja nicht weiß, wann sie entstanden ist und die ja wahrscheinlich eine Rückwärtsprojektion ist – die Erfahrung, dass mit Ware, Geld und abstrakter Arbeit konkrete Dinge ihren Lebenssinn verlieren, dass mit dem Verlust des konkreten Nutzens nur mehr eine Qualität übrigbleibt: Das Mehr, das somit auch kein Genug kennt, sondern aus sich heraus zur Grenzenlosigkeit tendiert. Soweit die Geschichte zu meinem etwas sonderbaren Titel meines Inputs. KLICK Texte, Grafiken: Walther Schütz, Andreas Exner. CopyLEFT.

34 Bedürfnisse schaffen muss
dass der Inhalt (Nutzen) tendenziell egal ist Jede/r muss was anbieten (z.B. Arbeitskraft) nur die Kaufkraft (=Nachfrage) zählt Entscheidend ist betriebswirtschaft-liche Effizienz – Wachstum Wirtschaftseinheiten sind Kampfeinheiten nach Außen und Innen Jede/r vergesellschaftet sich als Monade [!], Folge ist, dass man Warenfetisch: Vergleich mit der „Nebelregion der religiösen Welt“: Dort sind es die Produkte des menschlichen Kopfes, die sich verselbständigen, in der Warenwelt die Produkte der menschlichen Hand. Marx: „Dies nenne ich denFetischismus, der den Arbeitsprodukten anklebt, sobald sie als Waren produziert werden, und der daher von der Warenproduktion unzertrennlich ist.“ (MEW 23, S.87, nach Heinrich, 71) Reaktion auf „Der Griff nach dem Leben“ homo criticus, , Nr. 1852 Als Diskussionsbeitrag eine Fußnote von Ernst Lohoff zu seinem Aufsatz "Zur Dialektik von Mangel und Überfluss" [...] »Privatus«, das Partizip Perfekt des Verbs »privare« (rauben), bezeichnet im Lateinischen, substantiviert verwendet, »das Beraubte«. Der Privatier, der freie Bürger, dessen Dasein sich nur um die Erfordernis des Erwerbs dreht, führt dem antiken Verständnis nach eine beraubte, ihres wesentlichen Inhalts entkleidete, durch und durch erbärmliche Existenz. Das Altgriechische bringt das übrigens noch etwas härter auf den Punkt. Der Begriff des homo privatus hat in dieser Sprache seine Entsprechung im »Idioten«, ein Ausdruck, von dem bei der Übernahme in die modernen Sprachen leider nur mehr die pejorative Besetzung übrig geblieben ist. Vom Standpunkt der Kritik bietet sich die Rückkehr zum ursprünglichen Sprachgebrauch an. Eine ungesellschaftliche Gesellschaft, die sich ihrem Wesen nach in die allgemeine Konkurrenz privater Interessenstandpunkte auflöst, verdient in der Tat, als vollidiotisierte Gesellschaft bezeichnet zu werden.

35 Belieferungsbedürftige Mängelwesen Warenfetisch und Gebrauchswert
Wäre es demnach aus Ihrer Sicht falsch, das Wort „Kapital“ eher in einem konventionellen Sinn zu verstehen als „akkumulierten Wert in Gestalt von Geld, das für Investitionszwecke und nicht für den Gebrauchsnutzen eingesetzt wird“? Moishe Postone: Anders als es im ersten Kapitel des Kapitals den Anschein hat, existiert der Gebrauchswert nicht außerhalb der Formen; er ist kein ontologisches Substrat unterhalb der Formen.

36 ---- Gesellschaftliches Verhältnis
Stoffliche Seite Gesellschaftliches Verhältnis Arbeitskraft Lohn Tätigsein Fetischismus Mystifikation Verding-lichung Erde Grund-eigentum Rente Kapital Profit Zins Produktionsmittel „Trinitarische Formel“ Karl Marx Verhältnisse erscheinen uns als Natureigenschaften - sie gewinnen so Gewalt über uns Bild: Falsches Bewusstsein als Manipulation (das herrschende Bewusstsein ist das Bewusstsein der Herrschenden) Marx: In der trinitarischen Formel ist „die Mystifikation der kapitalistischen Produktionsweise, die Verdinglichung der gesellschaftlichen Verhältnisse, das unmittelbare Zusammenwachsen der stofflichen Produktionsverhältnisse mit ihrer geschichtlich-sozialen Bestimmtheit vollendet: Die verzauberte, verkehrte und auf den Kopf gestellte Welt, wo Monsieur le Capital und Madame la Terre als soziale Charaktere und zugleich unmittelbar als bloße Dinge ihren Spuk treiben.“ (MEW 25, S. 838, zit. nach Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung. Stuttgart. 3. Auflage 2005, S. 185 Dazusagen: WEIL wir privat produzieren, müssen wir uns als Arbeitskraft verkaufen, erscheint uns der Lohn als etwas „Natürliches“ WEIL wir privat produzieren, müssen wir die Produktionsmittel als Kapital einsetzen und erscheint uns der Profit als etwas „Natürliches“ Lohn: in Wirklichkeit Wert für die Reproduktion der Arbeitskraft, scheinbar aber Gegenwert für Arbeit. Daher EINDRUCK, dass Profit und Rente aus Kapital und Boden entspringen (Heinrich 184) Oder: (pervers) richtige „Einsicht in die Notwendigkeit“ eines falschen „Seins“ Konkrete gesellsch. Praxis

37 Tätigsein oder Arbeit?: Was der Arbeitsfetisch bewirkt:
Tätigsein, etwas, das fein ist, wenn es erledigt ist. Bedürfnisse und Abhängigkeiten zu schaffen ist systemisch kontraproduktiv Größeres Arbeitspotenzial und Produktivität sind Hilfe Arbeit als Erwerbsarbeit. Ich muss „Arbeit haben“, damit ich Geld habe und damit was eintauschen kann. Zusätzliche Arbeitspotenzial ist Bedrohung - Konkurrenz Bedürfnisse schaffen, Arbeit darf nie ausgehen Produktivität als Bedrohung Ich darf nur arbeiten, wenn ich Profit erwirtschafte Ich darf nur arbeiten, wenn mein Gegenüber Kaufkraft hat Wenn wir also von Arbeit und Wohlstand reden, dann hat der verwendete begriff der Arbeit also 2 völlig unterschiedliche Bedeutungen Konsequenzen und sich daraus ergebenden Zusammenhängen Klick 1 – Klick 10 Zusammenfassung – emanzipatorische Perspektive? Tätigsein oder Arbeit?: Was der Arbeitsfetisch bewirkt:

38 ---- Gesellschaftliches Verhältnis
Stoffliche Seite Gesellschaftliches Verhältnis Arbeitskraft Lohn Tätigsein Fetischismus Mystifikation Verding-lichung Erde Grund-eigentum Rente Kapital Profit Zins Produktionsmittel „Trinitarische Formel“ Karl Marx Verhältnisse erscheinen uns als Natureigenschaften - sie gewinnen so Gewalt über uns Bild: Falsches Bewusstsein als Manipulation (das herrschende Bewusstsein ist das Bewusstsein der Herrschenden) Marx: In der trinitarischen Formel ist „die Mystifikation der kapitalistischen Produktionsweise, die Verdinglichung der gesellschaftlichen Verhältnisse, das unmittelbare Zusammenwachsen der stofflichen Produktionsverhältnisse mit ihrer geschichtlich-sozialen Bestimmtheit vollendet: Die verzauberte, verkehrte und auf den Kopf gestellte Welt, wo Monsieur le Capital und Madame la Terre als soziale Charaktere und zugleich unmittelbar als bloße Dinge ihren Spuk treiben.“ (MEW 25, S. 838, zit. nach Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung. Stuttgart. 3. Auflage 2005, S. 185 Dazusagen: WEIL wir privat produzieren, müssen wir uns als Arbeitskraft verkaufen, erscheint uns der Lohn als etwas „Natürliches“ WEIL wir privat produzieren, müssen wir die Produktionsmittel als Kapital einsetzen und erscheint uns der Profit als etwas „Natürliches“ Lohn: in Wirklichkeit Wert für die Reproduktion der Arbeitskraft, scheinbar aber Gegenwert für Arbeit. Daher EINDRUCK, dass Profit und Rente aus Kapital und Boden entspringen (Heinrich 184) Oder: (pervers) richtige „Einsicht in die Notwendigkeit“ eines falschen „Seins“ Konkrete gesellsch. Praxis

39 Gesellschaftliche Gesamtarbeit Einzelne Waren
Marx‘sche Werttheorie beweist NICHT, dass das einzelne Austauschverhältnis durch die zur Produktion benötigten Arbeitsmengen bestimmt ist. Sie erklärt vielmehr den spezifisch gesellschaftlichen Charakter Waren produzierender Arbeit Gesellschaftliche Gesamtarbeit Einzelne Waren Privat verausgabte konkrete Arbeit wird auf das Maß wertbildender abstrakter Arbeit reduziert durch: Durchschn. gesellsch. Produktivitätsniveau Kaufkraft Qualifikation der Abeitskraft ... Produktionspreis ist nicht Wert: Unterschiedliche organische Zusammensetzung Unterschiedliche Umschlagzeiten Jeweiliger Marktpreis: Angebot und Nachfrage Wertgröße ist bestimmt durch das Quantum der in ihm enthaltenen wertbildenden Substanz, der (abstrakten) Arbeit = nur die gesellschaftlich notwendige Arbeit erweist sich erst im Tausch Gesellschaftliches Verhältnis, setzt sich auch ohne dem Wissen der Beteiligten durch Oben: Heinrich S. 45, Links: S. 41, Rechts: S. 49f, S. 144,

40 Staatsfetisch „Das materielle Leben der Individuen, welches keineswegs von ihrem bloßen ‚Willen‘ abhängt, ihre Produktionsweise und die Verkehrsform, die sich wechselseitig bedingen, ist die reelle Basis des Staats und bleibt es auf allen Stufen, auf denen die Teilung der Arbeit und das Privateigentum noch nötig sind, ganz unabhängig vom Willen der Individuen. Diese wirklichen Verhältnisse sind keineswegs von der Staatsmacht geschaffen, sie sind vielmehr die sie schaffende Macht.“ K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 311ff. Der Staat ist „die Form der Organisation, welche sich die Bourgeois sowohl nach außen als nach innen hin zur gegenseitigen Garantie ihres Eigentums und ihrer Interessen notwendig geben.“ K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 62. „Nur der politische Aberglaube bildet sich noch heutzutage ein, dass das bürgerliche Leben vom Staat zusammengehalten werden müsse, während umgekehrt in der Wirklichkeit der Staat von dem bürgerlichen Leben zusammengehalten wird.“ K. Marx, Hl. Familie, MEW 2, 128

41 Mehrfachcharakter von Staat
1. Gewalt plus 2. Hegemonie plus 3. (Einsicht in die) Notwendigkeit Thomas Hobbes schreibt dies 1651 Der 'Naturzustand' des Menschen bei Thomas Hobbes trifft die 'Natur' des Menschen im 17. Jh. in England. Macpherson[2] versucht nachzuweisen, dass Hobbes selbst die Abstraktionen von der gesellschaftlichen Situation zum ‚Menschen im Naturzustand’ nicht oder zumindest nicht primär in der Absicht verfasst habe, die Lebensweise primitiver Völker zu beschreiben, sondern im Bewusstsein, die Konkurrenz unter den einzelnen seiner Zeit logisch bis zum Bürgerkrieg fortentwickelt zu haben, unter Absehung von bestimmten gesellschaftlichen Regelmechanismen, die diese Konkurrenz begrenzen. Gewalt Hegemonie „Einsicht in die Notwendigkeit“

42 Der Kern: das „automatische Subjekt“
Wachstumszwang Konkurrenz Wachstumsdrang „Mehr“ als Zweck Automatisches Subjekt - „Die selbständigen Formen, die Geldformen, welche der Wert der Waren in der einfachen Zirkulation annimmt, vermitteln nur den Warenaustausch und verschwinden im Endresultat der Bewegung. In der Zirkulation G – W – G funktionieren dagegen beide, Ware und Geld, nur als verschiedne Existenzweisen des Werts selbst, das Geld seine allgemeine, die Ware seine besondre, sozusagen nur verkleidete Existenzweise. Er geht beständig aus der einen Form in die andre über, ohne sich in dieser Bewegung zu verlieren, und verwandelt sich so in ein automatisches Subjekt. Fixiert man die besondren Erscheinungsformen, welche der sich verwertenden Wert im Kreislauf seines Lebens abwechselnd annimmt, so erhält man die Erklärungen: Kapital ist Geld, Kapital ist Ware. In der Tat aber wird der Wert hier das Subjekt eines Prozesses, worin er unter dem beständigen Wechsel der Formen von Geld und Ware seine Größe selbst verändert, sich als Mehrwert von sich selbst als ursprünglichem Wert abstößt, sich selbst verwertet. Denn die Bewegung, worin er Mehrwert zusetzt, ist seine eigne Bewegung, seine Verwertung also Selbstverwertung. Er hat die okkulte Qualität erhalten, Wert zu setzen, weil er Wert ist. Er wirft lebendige Junge[2] oder legt wenigstens goldne Eier.“ Karl Marx: Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 168 f. Damit ist schon einmal erklärt, warum wir es – egal mit welcher Regulation – an die äußeren Grenzen stoßen müssen. …immer mehr und schneller … immer weiter … immer neue Bereiche Investitionen Arbeitsplätze Steuereinnahmen / Handlungsfähigkeit Sozialstaat Arbeitslosigkeit – brechende Geldketten – Steuerausfälle – Chaos …

43 Gute Zivilgesellschaft
Gute Zivilgesellschaft? Über die „Einsicht in die Notwendigkeit“ und ihre Dämonen Das System denkt uns … bis hinein in unsere Gegenstrategien … wenn wir nicht ständig gegen den Strom schwimmen Antisemitismus <-> Liberalismus, militär.Humanismus Sozialdarwinismus <-> Umverteilung  Chancengerechtigkeit Antiziganismus Zu „Liberalismus“ siehe: Norbert Trenkle, Kulturkampf der Aufklärung. Wie die „westlichen Werte“ zu einer aggressiven Stammesreligion mutieren. In Krisis Nr. 32, Schwerpunkt Kreuzzug und Jihad. Nürnberg 2008, S. 11 ff Militärischer Humanismus – Jürgen Habermas. Nationalismus <-> EU-Patriotismus Antitschetschenismus Antikommunismus Rassismus <-> Arbeitersolidarität  Multikulturalismus, Chancengerechtigkeit Sexismus <-> Gleichberechtigung, Gendermainstreaming Schwarze Pädagogik <-> LLL, totale Pädagogisierung

44 Aufbrechen

45 Brüche in der Totalität
Funktioniert nur in Kombination mit „anderer“ Praxis Nicht widerspruchsfrei  „Wildes Denken“ Kritik ist möglich, wenn Basiskategorien hinterfragt werden nicht Reparaturgedanke „Pflaster“ drüberklebt etwas Neues im Keim vorliegt

46 Gesellschaftliche Gesamtarbeit Einzelne Waren
Zentrale Kategorie „Ware“ Gebrauchswert – Tauschwert Ausdruck eines Verhältnisses: Arbeitsteilige Gesellschaft – Private Produktion Gesellschaftliche Gesamtarbeit Einzelne Waren Privat verausgabte konkrete Arbeit wird auf das Maß wertbildender abstrakter Arbeit reduziert durch: Durchschn. gesellsch. Produktivitätsniveau Kaufkraft Qualifikation der Arbeitskraft ... Produktionspreis ist nicht Wert: Unterschiedliche organische Zusammensetzung Unterschiedliche Umschlagzeiten Jeweiliger Marktpreis: Angebot und Nachfrage Wertgröße ist bestimmt durch das Quantum der in ihm enthaltenen wertbildenden Substanz, der (abstrakten) Arbeit = nur die gesellschaftlich notwendige Arbeit erweist sich erst im Tausch Gesellschaftliches Verhältnis, setzt sich auch ohne dem Wissen der Beteiligten durch Oben: Heinrich S. 45, Links: S. 41, Rechts: S. 49f, S. 144, Marx‘sche Werttheorie beweist NICHT, dass das einzelne Austauschverhältnis durch die zur Produktion benötigten Arbeitsmengen bestimmt ist. Sie erklärt vielmehr den spezifisch gesellschaftlichen Charakter Waren produzierender Arbeit

47 Film Gorz Wenn nun der Wert (Substanz = abstrakte Arbeit) DAS Kriterium im Kapitalismus ist, diese Substanz durch technische Entwicklung wegrationalisiert wird, dann Kommt die auf der Verwertung des Werts aufbauende Gesellschaft in eine fundamentale Krise Ergibt sich die Möglichkeit eines „Guten Lebens für Alle“  Voraussetzung: Überwindung der Schranken, die durch die Form der Vergesellschaftung gegeben sind Aufklärung: „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit“ Sinngemäß bei Hegel, übernommen im bürgerlichen Kommentar  Engels (Anti-Dührung)  DDR ... Kritik der Aufklärung „... der kategorische Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist" (Marx, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung)

48 Markt - Pool * Befehl * „Ausreden“ Menschen treten über die Waren in Kontakt, sie sind über die allgemeine Ware Geld verkettet: Agieren als MONADEN – auf sich bezogene Wesensheiten Reaktion auf „Der Griff nach dem Leben“ homo criticus, , Nr. 1852 Als Diskussionsbeitrag eine Fußnote von Ernst Lohoff zu seinem Aufsatz "Zur Dialektik von Mangel und Überfluss" [...] »Privatus«, das Partizip Perfekt des Verbs »privare« (rauben), bezeichnet im Lateinischen, substantiviert verwendet, »das Beraubte«. Der Privatier, der freie Bürger, dessen Dasein sich nur um die Erfordernis des Erwerbs dreht, führt dem antiken Verständnis nach eine beraubte, ihres wesentlichen Inhalts entkleidete, durch und durch erbärmliche Existenz. Das Altgriechische bringt das übrigens noch etwas härter auf den Punkt. Der Begriff des homo privatus hat in dieser Sprache seine Entsprechung im »Idioten«, ein Ausdruck, von dem bei der Übernahme in die modernen Sprachen leider nur mehr die pejorative Besetzung übrig geblieben ist. Vom Standpunkt der Kritik bietet sich die Rückkehr zum ursprünglichen Sprachgebrauch an. Eine ungesellschaftliche Gesellschaft, die sich ihrem Wesen nach in die allgemeine Konkurrenz privater Interessenstandpunkte auflöst, verdient in der Tat, als vollidiotisierte Gesellschaft bezeichnet zu werden.


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