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WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria1 2. Political Business Cycles Kurs Public Choice WS 2009/10.

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1 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria1 2. Political Business Cycles Kurs Public Choice WS 2009/10

2 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria2 2. Political Business Cycles 1.Einleitung 2.Politische und ökonomische Bausteine 3.Wahlzyklen (Political Business Cycles, PBC) 4.PCB: Empirische Evidenz für die U.S.A. 5.Wahlzyklen – Empirische Beispiele

3 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria3 1. Einleitung Political Business Cycles (PBC) sind Business Cycles welche aus einem bestimmten politischen System resultieren. Man kann eine wesentliche Unterscheidung treffen: (1) PBCs werden absichtlich herbeigeführt. (2) PBCs sind als Resultat der Funktionsweise eines bestimmten politischen Systems zu sehen.

4 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria4 1. Einleitung – Forts. ad (1) In diesem Fall wird von einem bestimmten Agenten (beispielsweise der Regierung) ausgegangen, welcher eine Volkswirtschaft manipuliert, um so einen Vorteil daraus zu erzielen. ad (2) Hier wird von der Interaktion mehrerer Agenten ausgegangen, welche, entsprechend der Beschränkungen durch demokratische Institutionen agieren.

5 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria5 1. Einleitung – Forts. Zur PBC Literatur: Einige Autoren beschäftigten sich mit diesem Thema bereits vor Danach werden zwei wesentliche Ströme unterschieden. Einige Autoren dieser Zeit waren beispielsweise: - Kalecki (1943) - Johan Akerman (1946, 1947) - Downs (1975) - Buchanan and Tullock (1967) - Ben – Porath (1975) - Hubka und Obermann (1977) - Mac Cracken et al. (1977) - Frey and Schneider (1978) - Tufte (1978)

6 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria6 2. Politische und ökonomische Bausteine In den letzten beiden Jahrzehnten wurden in der PBC – Theorie folgende Bausteine verwendet: (1) VP Funktion (Vote and Popularity) Wie beeinflussen ökonomische Variablen das Wahlergebnis oder die Popularität der Regierung? (2) Annahmen über den Zeithorizont bezüglich der Entscheidungen der relevanten Agenten. (3) Akzeptanz oder Ablehnung des Median Wähler Modells (4) Annahmen darüber, wie die Wirtschaft manipuliert werden kann.

7 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria7 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Zur Literatur: Kramer [1971], Müller [1970], Goodhart und Bhansali [1970] machten den Anfang. In folgenden Ausführungen wird auf eine Arbeit von Nannestad und Paldam [1994] eingegangen. Zu den 6 zusätzlichen Ergebnissen dieser Studie: (1)Ein wesentlicher Gedanke der VP Funktion ist, dass die Bevölkerung (also die Wähler) die Regierung für ökonomische Zustände verantwortlich macht. Die Popularität der Regierung und ökonomische Variablen stehen somit in einem positiven Zusammenhang. (2)Zwei wesentliche Variablen der VP Funktion sind Arbeitslosigkeit und Inflation.

8 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria8 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen (3)Weiters wird in dieser Studie davon ausgegangen, dass die Wähler kurzsichtig agieren (Betrachtungszeitraum ca. 1 Jahr). (4)Außerdem wird angenommen, dass die Wähler auf die Ereignisse der vergangen Wahlperiode blicken. (5)Das Regieren der Regierung hat einen Einfluss auf die Popularität. Man spricht auch von so genannten Kosten des Regierens. (6)Weiters ist davon auszugehen, dass Wähler die Regierung mehr für negative ökonomische Entwicklungen bestrafen als sie die Regierung für Erfolge belohnen.

9 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria9 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Wahl – bzw. Popularitätsfunktionen können folgendermaßen modelliert werden: (1)Wahlfunktion (WA): WA t = F (ökonom. Fakt t-i ; politische Fakt t-i ; sonstige Fakt t-i ), wobei: WA t = Wahlausgang des/der Regierungskandid./Regierungsparteien ökonom. Fakt. =(1) verfüg. Einkommen(Y) Y > 0 (2) Inflation(I) I < 0 (3) Arbeitslosigkeit(U) U < 0 polit. Fakt. =(1) innenpol. Faktoren und (2) aussenpol. Faktoren sonstige Fakt. = (1) Amtsinhaber (......) (2) Skandale (Watergate, etc.)

10 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria10 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen (2) Popularitätsfunktion (POP): wie (1) jedoch anstelle von WA t POP t POP t = F (ökonom. Fakt t-i ; politische Fakt t-1 ; sonst. Fakt t-1 ) (3)Vor- und Nachteile von Wahl- bzw. Popularitätsfunktionen (1) Wahlfunktionen - Wenige Beobachtungen - Strukturkonstanz (z.B. USA !!) - Analyse der Wahlergebnisse / geäußerte Präferenzen!)

11 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria11 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen (2) Popularitätsfunktionen -Popularität / Wahlabsicht bei Befragungen stark stimmungsabhängig (!) + falsche Angaben (!) -Ökonometr. Spezifikation (Zeit-, Lag- und Variablenstruktur) -Genügend Beobachtungen und Analyse kurzer Perioden möglich.

12 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria12 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 1: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 1

13 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria13 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 2: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 2

14 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria14 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 3: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 3 Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

15 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria15 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 4: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 1

16 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria16 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 5: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 2

17 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria17 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen Table 6: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 3 Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

18 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria18 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach Einkommensgruppen Tabelle 7: Changes in support for the US president and UK governing party in response to macroeconomic performance Occupational groupInflation rate Unemployment rate Real income growth rate Gallop poll approval, US presidents ( ) Blue-collar White-collar Nonlabor force Political support for UK governing party ( ) Semi-and unskilled workers, widows and state pensioners Skilled workers Nonmanual employees

19 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria19 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach Einkommensgruppen Figur 1: Geschätzte Koeffizienten für Arbeitslosenquote und Inflationsrate in der Popularitätsfunktion des amerikanischen Präsidenten – nach Einkommensklassen: Periode 1969:3 – 1976:10; OLS-Schätzungen

20 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria20 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach Einkommensgruppen Figur 2: Percentage of survey respondents regarding unemployment as a most serious problem

21 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria21 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach versch. Regierungsparteien Tabelle 8: Government and opposition popularity functions in Denmark; 1957:2 – 1969:4; quarterly dates 1)

22 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria22 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach versch. Regierungsparteien Tabelle 8 - continued: Government and opposition popularity functions in Denmark; 1957:2 – 1969:4; quarterly dates 1)

23 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria23 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach versch. Regierungsparteien Tabelle 9: Government and opposition party popularity functions in Denmark (1971:4 – 1973:4) and (1975:2 – 1978:4), quarterly data

24 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria24 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (1) VP Funktionen – Disaggregation nach versch. Regierungsparteien Tabelle 9 - continued: Government and opposition party popularity functions in Denmark (1971:4 – 1973:4) and (1975:2 – 1978:4), quarterly data

25 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria25 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (2) Zeithorizont + (3) Median Wähler Modell Zum Zeithorizont: Traditionelle (Tinbergen) Sicht: Es werden Instrumente entwickelt welche der Regierung helfen sollen ihre Strategien so zu wählen, sodass die Wohlfahrtsfunktion maximiert wird. NPÖ-Sicht: Beobachter der Politik (auch Insider) haben oftmals auf den kurzfristigen Horizont verwiesen. Wie beispielsweise der britische Premierminister Harold Wilson: a week is long time in politics

26 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria26 2. Politische und ökonomische Bausteine – Forts. (3) Manipulation In der Einleitung wurde kurz auf die unterschiedlichen Arten von PBCs eingegangen. Ausgehend davon, dass PBCs absichtlich herbeigeführt werden, setzt dies die Annahme voraus, dass die Regierung die Wirtschaft überhaupt manipulieren kann. Warum möglich? Kurzer Zeithorizont der Wähler!

27 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria27 3. Wahlzyklen In folgenden Ausführungen soll auf ein Modell von Nordhaus [1975] erweitert von Mac Rae [1977] und anderen eingegangen werden. Dieses Modell basiert auf der Annahme, dass die PBC absichtlich herbeigeführt werden. Es wird in der Folge als NM - Cycle bezeichnet und geht von einer Demokratie aus, in welcher jedes vierte Jahr gewählt wird.

28 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria28 3. Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie Die NM Theorie besteht aus 4 Elementen: (1)Die Strategie der Regierung wird bestimmt durch das Ziel der Stimmenmehrheit während der gesamten Wahlperiode. (2) Man geht von einer kurzsichtigen VP Funktion aus. (3) Weiters wird eine etwas dynamische Phillips – Kurve unterstellt. (4) Abschließend ist zu erwähnen, dass angenommen wird, dass die Regierung manipulativ agiert.

29 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria29 3. Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie Aus (1) + (2) folgt, dass die Regierung erst im Wahljahr die VP Funktion maximiert. Aus (3) + (4) geht hervor, dass die Regierung die Wirtschaft manipuliert, sodass beachtliche Zyklen entstehen. Um die bestmögliche Kombination von (u, p) im Wahljahr zu erhalten, führt sie einen Preissturz herbei was in der Folge die Erwartungen (p e ) reduziert. Im Zusammenhang mit der Nordhaus – MacRae Theorie wurde von mehreren Seiten Kritik geübt ( für Interessierte: siehe Quelle)

30 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria30 3. Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie Figur 4

31 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria31 4. PBC: Empirische Evidenz für die U.S.A In den U.S.A treten die größten PBCs auf, welche unregelmäßig und stark sind. Folgende Abbildungen fassen die wesentlichsten Ergebnisse der Studien bezüglich PBC (auch Nordhaus MacRae (NM) Cycles genannt) als auch Partisan Cycles in den USA.

32 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria32 4. PBC: Empirische Evidenz für die U.S.A – Forts. NM cycles - U.S. data Tabelle 10:

33 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria33 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 11: Scores for political business cycle models – Part 1

34 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria34 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 11: Scores for political business cycle models – Part 2 a Preliminary. Source: Council of Economic Advisors, Economic Report of the President, Washington D.C.: U.S. Government Printing Office, 1989, Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

35 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria35 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 12: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican (R) and Democractic (D) presidents ( ) YearR/DUPYearR/DUP 1952R R R R D R D D D D D R D7.74.8

36 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria36 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Figure 5: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican (R) and Democractic (D) presidents ( )

37 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria37 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 13: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican and Democractic presidents ( ) – Part 1

38 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria38 5. Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 13: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican and Democractic presidents ( ) – Part 2 Source: Council of Economic Advisors, Economic Report of the President. Washington, D.C.: U.S. Government Printing Office, 1989, Figures for 2000 are preliminary. Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

39 WS 09/10© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria39 Quelle Political business cycles, Martin Paldam, in Perspectives On Public Choice Dennis Müller, 1997, pp


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