Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Branko Tošović DIE HERAUSBILDUNG UND DIE ENTWICKLUNG DER RUSSISCHEN SPRACHE.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Branko Tošović DIE HERAUSBILDUNG UND DIE ENTWICKLUNG DER RUSSISCHEN SPRACHE."—  Präsentation transkript:

1 Branko Tošović DIE HERAUSBILDUNG UND DIE ENTWICKLUNG DER RUSSISCHEN SPRACHE

2 2 ostslawische Sprachgruppe ostslawische Sprachgruppe die offizielle Sprache der Russischen Föderation (Russland) die offizielle Sprache der Russischen Föderation (Russland) im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens Russisch

3 3

4 4 148 Millionen (2000) 148 Millionen (2000) 81,5% Russen 81,5% Russen 73% in Städten 73% in Städten

5 5 In Russland mehr als 100 Völker In Russland mehr als 100 Völker russisch sprechen davon zwei Drittel russisch sprechen davon zwei Drittel

6 auf der ganzen Welt 1992 auf der ganzen Welt 146 Millionen Russen russisch sprechen viele Bürger der ehemaligen Sowjetrepubliken russisch sprechen viele Bürger der ehemaligen Sowjetrepubliken in der Sowjetunion als übernationales Kommunikationsmedium, als zweite Muttersprache (второй родной язык) in der Sowjetunion als übernationales Kommunikationsmedium, als zweite Muttersprache (второй родной язык)

7 7 mehr als 290 Millionen Menschen sprechen slawische Sprachen mehr als 290 Millionen Menschen sprechen slawische Sprachen (Ярцева 1991: 460) = ungefähr die Hälfte davon = ungefähr die Hälfte davonrussisch

8 8 Russisch 7. Platz der auf der Welt existenten Sprachen 7. Platz der auf der Welt existenten Sprachen nach chinesisch, englisch, spanisch, Hindu, arabisch und bengalisch nach chinesisch, englisch, spanisch, Hindu, arabisch und bengalisch

9 9 als Amtssprache nimmt als Amtssprache nimmt russisch den 5. Platz (270 Millionen) 5. Platz (270 Millionen) nach englisch, chinesisch, Hindu und spanisch ein (Gunnemark 1986) nach englisch, chinesisch, Hindu und spanisch ein (Gunnemark 1986)

10 10 in den 1970er Jahren: in den 1970er Jahren: etwa 500 Millionen Sprecher des Russischen und etwa 500 Millionen Sprecher des Russischen und 20% der Buchproduktion der Welt in russischer Sprache bei wissenschaftlich-technischer Literatur und Dokumentation bei wissenschaftlich-technischer Literatur und Dokumentation fast 50%

11 11 Die russische Sprache ist eine der ist eine der 6 offiziellen Arbeitssprachen der UNO

12 12

13 13 Am Ende des 20. Jahrhunderts 250 Millionen Menschen der russischen Sprache mächtig: 250 Millionen Menschen der russischen Sprache mächtig: in Russland (143,7 Millionen; 1989) in Russland (143,7 Millionen; 1989) in den übrigen ehemaligen Republiken der Sowjetunion (88,8 Millionen) in den übrigen ehemaligen Republiken der Sowjetunion (88,8 Millionen)

14 14 163,5 Millionen Menschen bezeichnen russisch als ihre Muttersprache 163,5 Millionen Menschen bezeichnen russisch als ihre Muttersprache Ebenso 144,8 Millionen russische und 18,7 Millionen Staatsbürger eines anderen Landes Ebenso 144,8 Millionen russische und 18,7 Millionen Staatsbürger eines anderen Landes 69 Millionen Menschen sprechen russisch frei im Sinne einer zweiten Sprache 69 Millionen Menschen sprechen russisch frei im Sinne einer zweiten Sprache

15 15 bis zum Zerfall der Sowjetunion 20–24 Millionen SchülerInnen, Studierende und andere Bewohner von 91 Staaten, hauptsächlich aus Osteuropa und den ehemaligen Sowjetrepubliken sprechen 20–24 Millionen SchülerInnen, Studierende und andere Bewohner von 91 Staaten, hauptsächlich aus Osteuropa und den ehemaligen Sowjetrepubliken sprechen russisch russisch

16 16 in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die Zahl der russisch Lernenden auf der ganzen Welt (ohne die ehemaligen Sowjetrepubliken) die Zahl der russisch Lernenden auf der ganzen Welt (ohne die ehemaligen Sowjetrepubliken) 10–12 Millionen

17 17 fünf Perioden 1. die altrussische Periode (6–14. Jh.) 2. die Periode der Moskauer-Rus (15–17. Jh.) 3. die Periode vom 17–18. Jh. 4. die Periode des 19. Jh. 5. die Periode des 20. Jh.

18 18 Altrussische Periode (6–14. Jh.) indogermanische Sprachen indogermanische Sprachen slawische Sprachen slawische Sprachen ostslawische, westslawische und südslawische Sprachen ostslawische, westslawische und südslawische Sprachen

19 19 die urslawischen Stämme die urslawischen Stämme in der 2. Hälfte des 1. Jh. v. Chr. bis zur Zeitenwende und am Anfang der neuen Zeitrechnung in der 2. Hälfte des 1. Jh. v. Chr. bis zur Zeitenwende und am Anfang der neuen Zeitrechnung das Gebiet um Dnepr und Weichsel (Wisła) das Gebiet um Dnepr und Weichsel (Wisła)

20 20 Славя не и их сосе ди в IX ве ке

21 21 1. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. 1. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. stark ausgedehnt stark ausgedehnt die urslawische ethnosprachliche Einheit zerfiel, und es bildeten sich die urslawische ethnosprachliche Einheit zerfiel, und es bildeten sichdrei nahe verwandte Gruppen:

22 22 eine östliche (die altrussische Völkerschaft), eine östliche (die altrussische Völkerschaft), eine westliche (Sorben, Polen, pommersche Slawen, Tschechen, Slowaken) eine westliche (Sorben, Polen, pommersche Slawen, Tschechen, Slowaken) und eine südliche (Bulgaren, Makedonier, Serben, Slowenen, Kroaten) und eine südliche (Bulgaren, Makedonier, Serben, Slowenen, Kroaten)

23 23 im 6–7. Jh. sprachen eine altrussische Sprache die Stämme sprachen eine altrussische Sprache die Stämme im Gebiet im Gebiet des Mittleren Podneprov´e (Süden), des Il´men´-Sees (Norden), des Oberlaufs der Oka, der Wolga und des Dons (Osten), in Wolhynien, Podolien, Galizien (Westen)

24 24 im 9. Jh. im Gebiet um den Mittellauf des Dnepr im Gebiet um den Mittellauf des Dnepr im Staat der Kiewer Rus entstanden im Staat der Kiewer Rus entstanden

25 25 Киевская Русь

26 26 Vereinigung jener ostslawischen Stämme, welche die altrussische Völkerschaft bildeten Vereinigung jener ostslawischen Stämme, welche die altrussische Völkerschaft bildeten

27 27 Die Sprache der Kiewer Rus das Altrussische das Altrussische auf der Basis der Dialekte der ostslawischen Stämme auf der Basis der Dialekte der ostslawischen Stämme

28 28 Im Jahr 988 hat die Kiewer Rus´ hat die Kiewer Rus´ das Christentum angenommen angenommen aus Bulgarien kamen kirchliche Bücher in altkirchenslawischer Sprache aus Bulgarien kamen kirchliche Bücher in altkirchenslawischer Sprache Diese wurden von russischen Schreibern abgeschrieben. Diese wurden von russischen Schreibern abgeschrieben.

29 29 Киев в XI вeке

30 30 Das Altkirchenslawische die Sprache der Denkmäler die Sprache der Denkmäler des 10–11. Jh. eine eigentümliche slawische internationale Sprache der östlichen, westlichen und südlichen Slawen der östlichen, westlichen und südlichen Slawen

31 31 Zwei Alphabete die Glagoliza (glagolitische Schrift), die ältere, die Glagoliza (glagolitische Schrift), die ältere,Glagoliza Glagoliza und die Kyrilliza (kyrillische Schrift), die neuere und die Kyrilliza (kyrillische Schrift), die neuereKyrilliza

32 32 Кирилл и Мефодий

33 33 Das Altkirchenslawische Das Altkirchenslawische gehört zur Gruppe gehört zur Gruppe der südslawischen Sprachen

34 34 Das Kirchenslawische Das Kirchenslawische sein Nachfolger als Sprache der Literatur wurde sein Nachfolger als Sprache der Literatur wurde das Kirchenslawische die altkirchenslawische Sprache, auf die die lebenden slawischen Sprachen im 11 und 12. Jh. Einfluss nahmen die altkirchenslawische Sprache, auf die die lebenden slawischen Sprachen im 11 und 12. Jh. Einfluss nahmen

35 35 Regionale Varianten (oder Redaktionen) die ostslawische (russische) die ostslawische (russische) die südslawische (bulgarische, serbische) die südslawische (bulgarische, serbische) die westslawische (tschechische) die westslawische (tschechische) das Kirchenslawische eine allgemeine literarische Sprache eine allgemeine literarische Sprache der slawischen Völker der slawischen Völker im Mittelalter

36 36 Das älteste Buch in der Kiewer Rus in der Kiewer Rus das Остромирово Евангелие (Ostromir-Evangelium, 1056–1057) das Остромирово Евангелие (Ostromir-Evangelium, 1056–1057)

37 37 Остромирово Евангелие

38 38 Originale Werke das Слово о законе и благодати (Slovo o zakone i blagodati, Predigt über das Gesetz und die Gnade, 11. Jh.) des Metropoliten Ilarion, das Слово о законе и благодати (Slovo o zakone i blagodati, Predigt über das Gesetz und die Gnade, 11. Jh.) des Metropoliten Ilarion, das Житие Феодосия Печерского (Žitie Feodosija Pečerskogo, Vita des Feodosij Pečerskij, 11. Jh.), das Житие Феодосия Печерского (Žitie Feodosija Pečerskogo, Vita des Feodosij Pečerskij, 11. Jh.), das Сказание о Борисе и Глебе (Skazanie o Borise i Glebe, Erzählung über Boris und Gleb, 11. Jh.) das Сказание о Борисе и Глебе (Skazanie o Borise i Glebe, Erzählung über Boris und Gleb, 11. Jh.)

39 39 Die Kyrilliza liegt dem russische Alphabet zugrunde liegt dem russische Alphabet zugrunde aus dem 9. Jh. aus dem 9. Jh. tauchte in der Kiewer Rus´ im 10. Jh. zusammen mit der Annahme des Christentums und im Laufe der Christianisierung auf tauchte in der Kiewer Rus´ im 10. Jh. zusammen mit der Annahme des Christentums und im Laufe der Christianisierung auf

40 40 Die älteste ostslawische Handschrift in der Kyrilliza in der Kyrilliza das Ostromir Evangelium – Остромирово евангелие (1056–1057)

41 41 Die ältesten schriftlichen Denkmäler die die russische Sprache widerspiegeln die die russische Sprache widerspiegeln stammen aus dem 11. Jahrhundert stammen aus dem 11. Jahrhundert

42 42 Die Ustavschrift (устав, Majuskel) unter dem Einfluss der griechischen Unzialschrift entstand unter dem Einfluss der griechischen Unzialschrift entstand die Ustavschrift (устав, Majuskel) Majuskel eine besondere Form von Schriftzeichen, eine besondere Form von Schriftzeichen, durch geometrisch gezeichnete Buchstaben, Strenge in den Proportionen, Symmetrie und freie Reihenfolge der Buchstaben durch geometrisch gezeichnete Buchstaben, Strenge in den Proportionen, Symmetrie und freie Reihenfolge der Buchstaben altrussische Dokumente aus dem 11. bis 14. Jahrhundert altrussische Dokumente aus dem 11. bis 14. Jahrhundert

43 43 устав

44 44 die Halbustavschrift (полуустав, Minuskel) an die Stelle der Ustavschrift an die Stelle der Ustavschrift die Halbustavschrift (полуустав, Minuskel), Minuskel im 14. Jahrhundert im 14. Jahrhundert auch Handschriften aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, die bereits in der Halbustavschrift verfasst wurden auch Handschriften aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, die bereits in der Halbustavschrift verfasst wurden

45 45 ein wesentlicher Grund für die Entstehung der Halbustavschrift ein wesentlicher Grund für die Entstehung der Halbustavschrift ein schnelleres Schreiben die geometrische Strenge die geometrische Strenge die Gleichmäßigkeit im Abstand zwischen den Buchstaben die Gleichmäßigkeit im Abstand zwischen den Buchstaben eine große Anzahl von Wörtern, die abgekürzt wurden, eine große Anzahl von Wörtern, die abgekürzt wurden, das Abkürzungszeichen – титло das Abkürzungszeichen – титло 2Y /бог/ Gott

46 46 полууставв

47 47 Die Ligaturen юсы î (j à s), ì (jęs) verschwanden mit dem beginnenden 12. Jahrhundert allmählich und an ihre Stelle traten verschwanden mit dem beginnenden 12. Jahrhundert allmählich und an ihre Stelle traten é und ê seit dem 12. Jahrhundert wurde in einigen Handschriften auch seit dem 12. Jahrhundert wurde in einigen Handschriften auchê anstelle von anstelle vonegeschrieben

48 48 Am Ende des 15. Jahrhunderts das Zentrum der slawischen Literatur das Zentrum der slawischen Literatur lag in der Westlichen Rus und in Moskau Änderungen der Normen zugunsten dieser Gebiete verstärkt Änderungen der Normen zugunsten dieser Gebiete verstärkt

49 49 In der Kiewer Rus war der Bereich des Gebrauches der altrussischen und kirchenslawischen Sprache begrenzt war der Bereich des Gebrauches der altrussischen und kirchenslawischen Sprache begrenzt die literarische Sprache war nur das Altkirchenslawische die literarische Sprache war nur das Altkirchenslawische die Diglossie die DiglossieDiglossie 17. Jh. 17. Jh. eine Zweisprachigkeit eine Zweisprachigkeit

50 50 Diglossie 1. Vorkommen von zwei Sprachen in einem bestimmten Gebiet (z. B. englisch u. französisch in Kanada). 2. das Auftreten von zwei ausgebildeten Varianten der Schriftsprache in einem Land (z. B. Bokmål u. Nynorsk in Norwegen).

51 Jh. das Kirchenslawische das Kirchenslawische aus dem weltlichen Gebrauch verdrängt und nur mehr aus dem weltlichen Gebrauch verdrängt und nur mehr die Sprache der orthodoxen Kirche

52 52 Das Altrussische gemeinsame Sprache der östlichen Slawen gemeinsame Sprache der östlichen Slawen die ostslawische Sprache in Altrussland im 7–8. Jh. in Altrussland im 7–8. Jh. bestand bis ins 14–15. Jh., bestand bis ins 14–15. Jh., in russisch, ukrainisch und weißrussisch differenziert in russisch, ukrainisch und weißrussisch differenziert

53 53 Der Vollaut (das Polnoglasie, полногласие) die Verbindung in den Wurzelmorphemen der ostslawischen Sprachen die Verbindung in den Wurzelmorphemen der ostslawischen Sprachen [оро], [оло] statt der altslawischen Diphthongkombinationen [ор], [ол], [ер], [eл] zwischen den Konsonanten [оро], [оло] statt der altslawischen Diphthongkombinationen [ор], [ол], [ер], [eл] zwischen den Konsonanten in den Positionen in den Positionen tort, tolt, tert, telt [оро], [оло], [ере]

54 54 [оро] – [оро] – борода Bart (altslawisch брада) борода Bart (altslawisch брада) ворота Tor ворона Rabe город Stadt [оло] – [оло] – золото Gold молоко Milch [ере] – [ере] – берег Küste, Ufer берёза Birke

55 55 in der Sprache der östlichen Slawen in der Sprache der östlichen Slawen im 8–9. Jh. entstanden im 8–9. Jh. entstanden für die Sprachen der westlichen und südlichen Slawen für die Sprachen der westlichen und südlichen Slawen der Nichtvollaut (das Nepolnoglasije, неполногласие), z. B. polnisch mleko Milch, bulgarisch мляко, serbisch/kroatisch mleko – mlijeko z. B. polnisch mleko Milch, bulgarisch мляко, serbisch/kroatisch mleko – mlijeko

56 56 Altrussische Sprache die Verbindungen tort, tolt, tert, telt haben sich verändert die Verbindungen tort, tolt, tert, telt haben sich verändert nach den Konsonanten [r] und [l] steht der gleiche Vokal nach den Konsonanten [r] und [l] steht der gleiche Vokal davor Liquida: torot, tolot, teret: davor Liquida: torot, tolot, teret: grad > город Stadt, grad > город Stadt, zolto > золото Gold, breg > берег Küste, Ufer

57 57

58 58 Die Aussprache [ž], [č] die altrussische Sprache die altrussische Sprache Reflex des urslawischen Reflex des urslawischen *[dj], [tj], [kj], z.B. хожю gehe z.B. хожю gehe св e ча Kerze св e ча Kerze ночь Nacht ночь Nacht

59 59 Die Nasale [ę] und [ǫ] war bis zum 10. Jahrhundert war bis zum 10. Jahrhundert bei [a] und [u] abgeschlossen: bei [a] und [u] abgeschlossen: м ę со > мясо Fleisch рǫка > рука Hand auf dem nordwestlichen Gebiet auf dem nordwestlichen Gebiet das цоканье (Nichtunterscheiden von [с'] und [č']) [g] wurde als Explosivlaut [g] wurde als Explosivlaut in den südlichen und südöstlichen Teilen in den südlichen und südöstlichen Teilen [с'] und [č'], und [g] war ein Frikativ

60 60 Das grammatikalische System der altrussischen Sprache а) Vokativ (звательная форма) а) Vokativ (звательная форма) unterschied sich in einigen Wörtern vom Nominativ (кън ě же oh` Fürst, сестро oh` Schwester) unterschied sich in einigen Wörtern vom Nominativ (кън ě же oh` Fürst, сестро oh` Schwester) b) die Adjektive volle und kurze Formen b) die Adjektive volle und kurze Formen c) vier Vergangenheitsformen: c) vier Vergangenheitsformen: den Aorist (носихъ trug, сказахъ sagte) das Imperfekt (ношахъ trug, хожахъ gang) das Perfekt (есм носилъ trug) das Plusquamperfekt (б ě хъ носилъ ich hatte getragen oder есмь быль носилъ ich hatte getragen)

61 61 die Form auf -л (wie носилъ trug) wurde für die Bildung der analytischen verbalen temporalen Formen sowie des Konjunktivs (б ě хъ носилъ) gebraucht die Form auf -л (wie носилъ trug) wurde für die Bildung der analytischen verbalen temporalen Formen sowie des Konjunktivs (б ě хъ носилъ) gebraucht außer dem Infinitiv gab es noch eine nicht flektierte Form – das Supinum (Infinitiv des Ziels Absicht, des Ziels), außer dem Infinitiv gab es noch eine nicht flektierte Form – das Supinum (Infinitiv des Ziels Absicht, des Ziels), mit den Verben der Bewegung (Иду ловить рыбы Ich gehe, den Fisch zu fangen) mit den Verben der Bewegung (Иду ловить рыбы Ich gehe, den Fisch zu fangen) die Form der 3. Person des Plural der Gegenwart und des Futures auf -т die Form der 3. Person des Plural der Gegenwart und des Futures auf -т

62 62 In der altrussischen Sprache das geschäftliche und juristische Schrifttum (mit Elementen der volkseigenen und altkirchenslawischen Sprache) das geschäftliche und juristische Schrifttum (mit Elementen der volkseigenen und altkirchenslawischen Sprache) eine Reihe von Lebensbeschreibungen (житие) und Chronik (летопись) eine Reihe von Lebensbeschreibungen (житие) und Chronik (летопись) die Sprache der Genres des weltlichen Schrifttums (Aufzeichnungen historischer Begebenheiten, Reisebeschreibungen, Gesetze, private Korrespondenz) die Sprache der Genres des weltlichen Schrifttums (Aufzeichnungen historischer Begebenheiten, Reisebeschreibungen, Gesetze, private Korrespondenz)

63 63 Das Altrussische die Koine der großen Städte des alten russischen Staates – in erster Linie Kiews die Koine der großen Städte des alten russischen Staates – in erster Linie Kiews Koi|ne [griech. koine = gemeinschaftliche Sprache)]: 1. griechische Umgangssprache im Zeitalter des Hellenismus 2. (Sprachw.) durch Einebnung von Dialektunterschieden entstandene Sprache

64 64 Werke des weltlichen Schrifttums Werke des weltlichen Schrifttums die Werke Vladimir Monomachs (Ende des 11., Anfang des 12. Jh.), die Werke Vladimir Monomachs (Ende des 11., Anfang des 12. Jh.), das Слово о полку Игореве (Slovo o polku Igoreve, Igorlied, 12. Jh.), das Слово о полку Игореве (Slovo o polku Igoreve, Igorlied, 12. Jh.), das Девгениево деяние (Devgenievo dejanie, das Девгениево деяние (Devgenievo dejanie, Übersetzung des byzantinischen Romans des 10. Jh., durchgeführt im 12. und 13. Jh.), Übersetzung des byzantinischen Romans des 10. Jh., durchgeführt im 12. und 13. Jh.), das Моление Даниила Заточника (Molenie Daniila Zatočnika, 13. Jh.), das Моление Даниила Заточника (Molenie Daniila Zatočnika, 13. Jh.), das Слово о погибели Русской земли (Slovo o pogibeli russkoj zemli, 13. – Anfang des 14. Jh.), die Задонщина (Zadonščina, Ende 14. oder Anfang 15. Jh.), das Слово о погибели Русской земли (Slovo o pogibeli russkoj zemli, 13. – Anfang des 14. Jh.), die Задонщина (Zadonščina, Ende 14. oder Anfang 15. Jh.), die Берестяные грамоты (Birkenrindenurkunden) usw. die Берестяные грамоты (Birkenrindenurkunden) usw.

65 Jahrhundert das Schrifttum (Повесть временных лет – Povest vremennych let, Anfang des 12. Jh.; Слово о полку Игореве" – Igorlied, 12. Jh., Русская правда" – Russkaja pravda, 11–22 Jh.) das Schrifttum (Повесть временных лет – Povest vremennych let, Anfang des 12. Jh.; Слово о полку Игореве" – Igorlied, 12. Jh., Русская правда" – Russkaja pravda, 11–22 Jh.) eine hohe Blüte erreicht eine hohe Blüte erreicht

66 66 Святой Иоанн Златоуст

67 67 Слово о полку Игореве

68 68 Die allgemeine, einheitliche Umgangssprache des altrussischen Staates des altrussischen Staates war die Sprache seines Zentrums war die Sprache seines Zentrums – Kiews (Kiew-Koine) – Kiews (Kiew-Koine)

69 69 die Neutralisierung der Dialektbesonderheiten und die Verbreitung von gemeinsamen Charakteristika die Neutralisierung der Dialektbesonderheiten und die Verbreitung von gemeinsamen Charakteristika allmählich beginnt Kiew an politischer Bedeutung zu verlieren und die Rolle der neuen Zentren wird größer allmählich beginnt Kiew an politischer Bedeutung zu verlieren und die Rolle der neuen Zentren wird größer

70 70 Im Jh. zerfiel die altrussische Sprache in zerfiel die altrussische Sprache in das Russische, das Russische, Weißrussische und Weißrussische und Ukrainische Ukrainische

71 71 In der Kiewer Rus (9. Jahrhundert – Anfang des 12. Jahrhunderts) Ist die altrussische Sprache Ist die altrussische Sprache ein Kommunikationsmittel ein Kommunikationsmittel von einigen baltischen, finno-ugrischen, turksprachigen, teilweise auch iranischen Stämmen und Völkerschaften von einigen baltischen, finno-ugrischen, turksprachigen, teilweise auch iranischen Stämmen und Völkerschaften

72 72 die feudale Zersplitterung, die feudale Zersplitterung, die mongolisch-tatarische Herrschaft (13– 15. Jh.), die mongolisch-tatarische Herrschaft (13– 15. Jh.), die polnisch-litauischen Eroberungen im 13–14. Jh. die polnisch-litauischen Eroberungen im 13–14. Jh. Zerfall der altrussischen Völkerschaft Zerfall der altrussischen Völkerschaft und von deren Sprache und von deren Sprache

73 73 Drei Volksgruppen Drei Volksgruppen die nordöstliche (Großrussen) die nordöstliche (Großrussen) die südliche (Ukrainer) und die südliche (Ukrainer) und die westliche (Weißrussen) die westliche (Weißrussen)

74 74 Drei selbstständige Sprachen das Russische das Russische das Ukrainische das Ukrainische das Weißrussische das Weißrussische

75 75 Periode der Moskauer-Rus (15–17. Jh.) zwei Hauptdialektgebiete: zwei Hauptdialektgebiete: das Nordgroßrussische (Pskov – Tver – Moskau, südlich von Nižnij Novgorod) das Nordgroßrussische (Pskov – Tver – Moskau, südlich von Nižnij Novgorod) und das Südgroßrussische (im Süden von dieser Zone bis zu den weißrussischen und ukrainischen Gebieten) und das Südgroßrussische (im Süden von dieser Zone bis zu den weißrussischen und ukrainischen Gebieten) Zwischengebiet: im Mittelgroßrussischen – die führende Rolle: der Moskauer Dialekt Zwischengebiet: im Mittelgroßrussischen – die führende Rolle: der Moskauer Dialekt

76 76 das аканье (Akan´e: die Aussprache von [o] in unbetonten Silben als [a], z. B. вода) die scharf ausgeprägte Reduktion der unbetonten Vokale, der Explosivlaut [g], das аканье (Akan´e: die Aussprache von [o] in unbetonten Silben als [a], z. B. вода) die scharf ausgeprägte Reduktion der unbetonten Vokale, der Explosivlaut [g], die Endung -ово, -ево im Genitiv des Singulars des Maskulinums in der pronominalen Deklination нового, синего die Endung -ово, -ево im Genitiv des Singulars des Maskulinums in der pronominalen Deklination нового, синего die harte Endung -т in den Verben der 3. Person der Gegenwart und des Futurum (пишет, напишет), die harte Endung -т in den Verben der 3. Person der Gegenwart und des Futurum (пишет, напишет), die Formen меня, тебя des Pronomens я ich, ты du die Formen меня, тебя des Pronomens я ich, ты du

77 77 Der Moskauer Dialekt die Grundlage der Schriftsprache die Grundlage der Schriftsprache

78 78 In der gesprochenen Sprache die älteren Vergangenheitsformen des Aoristes, des Imperfekt, des Perfekt und des Plusquamperfekt durch die unifizierte Form auf -л ersetzt die älteren Vergangenheitsformen des Aoristes, des Imperfekt, des Perfekt und des Plusquamperfekt durch die unifizierte Form auf -л ersetzt der Dual verschwunden der Dual verschwunden und das Paradigma der Substantive wurde durch die neuen Typen der Deklination ersetzt und das Paradigma der Substantive wurde durch die neuen Typen der Deklination ersetzt

79 79 Die Sprache der Schrifttums die religiösen Werke und die Texte des wissenschaftlichen Stiles (Rudimente) die religiösen Werke und die Texte des wissenschaftlichen Stiles (Rudimente) im literatur-sprachlichen Slawischen merkliche Einwirkung der Volkssprache merkliche Einwirkung der Volkssprache

80 80 Соборы Кремля

81 81 Die Sprache der Verwaltung (der administrativ-offizielle Stil) im Grunde genommen volkssprachlich im Grunde genommen volkssprachlich Dialektelemente Dialektelemente sprachliche Klischees sprachliche Klischees sperrige Satzgefüge sperrige Satzgefüge

82 82 Die schriftliche schöne Literatur vielfältig vielfältig die Sprache der Folklore (Heldenlieder – былины, Märchen – сказки, Lieder – песни etc.) die Sprache der Folklore (Heldenlieder – былины, Märchen – сказки, Lieder – песни etc.) großer Einfluss großer Einfluss

83 83 Mit dem 17. Jh. die ersten Aufzeichnungen von Texten der Folklore und literarische Nachahmungen der Folklore die ersten Aufzeichnungen von Texten der Folklore und literarische Nachahmungen der Folklore die Kompliziertheit der sprachlichen Situation ließ es nicht zu, einheitliche und stabile Normen zu schaffen die Kompliziertheit der sprachlichen Situation ließ es nicht zu, einheitliche und stabile Normen zu schaffen eine einheitliche russische Schriftsprache gab es noch nicht eine einheitliche russische Schriftsprache gab es noch nicht

84 84 Im 18. und zu Beginn des 19. Jh. das weltliche Schriftturm erfährt das weltliche Schriftturm erfährt eine Ausweitung das kirchliche Schrifttum rückt das kirchliche Schrifttum rückt in den Hintergrund

85 85 Общий вид Кремля со стороны Боровицких ворот

86 86 Die Periode des 17–18. Jh. Zar Peter I (der Große, Пётр Первый, Peter I Peter I 1672 –1725) Reformen nach westlichem Vorbild Reformen nach westlichem Vorbild

87 87 Памятник Петру Великому «Медный всадник» (Der eherne Reiter)

88 88 In den Jahren 1708–1710 Peter der Große Peter der Große die erste Reform der russischen Schrift die erste Reform der russischen Schrift Trennung zwischen bürgerlichem und kirchenslawischem Alphabet Trennung zwischen bürgerlichem und kirchenslawischem Alphabet die bürgerliche Schrift für weltliche Bücher die bürgerliche Schrift für weltliche Bücher sanktionierte 1710 das neue Alphabet sanktionierte 1710 das neue Alphabet

89 89 граджанский шрифт graždanskij šrift bürgerliche Schrift

90 90 гражданская азбука

91 91 folgende Zeichen kommen nicht mehr vor: folgende Zeichen kommen nicht mehr vor: Betonungszeichen (die sg. силы Kräfte), Abkürzungszeichen (титлы) einige Buchstaben, wie z.B. ζ (ksi), ψ (psi), ω (omegа)

92 92 Neue Buchstaben э und я э und я

93 93 Einige griechische Buchstaben noch bis zum Jahr 1917 erhalten blieben (z. B. fita) noch bis zum Jahr 1917 erhalten blieben (z. B. fita)

94 94 Das altkyrillische ѣ (jat)

95 95 Wichtige Neuerung die Groß- und Kleinschreibung der Buchstaben die Groß- und Kleinschreibung der Buchstaben die kirchenslawische Schrift kannte nur Großbuchstaben die kirchenslawische Schrift kannte nur Großbuchstaben die arabischen Ziffern anstelle der Bezeichnung von Zahlen durch Buchstaben eingeführt die arabischen Ziffern anstelle der Bezeichnung von Zahlen durch Buchstaben eingeführt

96 96 Weitere Vereinfachungen in der Graphik und Rechtschreibung am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts: am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Jahre 1873 das Erscheinen des Buches von Ja. K. Grot Streitfragen in der russischen Rechtschreibung von Peter dem Großen bis heute (Спорные вопросы русского правописания от Петра Великого доныне) das Erscheinen des Buches von Ja. K. Grot Streitfragen in der russischen Rechtschreibung von Peter dem Großen bis heute (Спорные вопросы русского правописания от Петра Великого доныне)

97 97 Я. К. Грот

98 98 im Jahre 1885 der praktische Leitfaden Russische Rechtschreibung ( Русское правописание) im Jahre 1885 der praktische Leitfaden Russische Rechtschreibung ( Русское правописание)

99 99 Am Ende des 17. Jh., Anfang des 18. Jh. die Terminologie (wissenschaftlich- technische, militärische, administrative) die Terminologie (wissenschaftlich- technische, militärische, administrative) Entlehnungen aus den westeuropäischen Sprachen Entlehnungen aus den westeuropäischen Sprachen vorzugsweise aus dem Deutschen vorzugsweise aus dem Deutschen später aus dem Französischen später aus dem Französischen das besonders große Einwirkung von der 2. Hälfte des 18. Jh. das besonders große Einwirkung von der 2. Hälfte des 18. Jh.

100 100 In den höheren Kreisen der Gesellschaft eine übermäßige Begeisterung für ausländische Wörter eine übermäßige Begeisterung für ausländische Wörter

101 101 Eine einheitliche sprachliche Norm die Kollision von ungleichartigen, manchmal widersprüchlichen sprachlichen Tendenzen, haben die Kollision von ungleichartigen, manchmal widersprüchlichen sprachlichen Tendenzen, haben das Problem der Bildung einer einheitlichen sprachlichen Norm verschärft sich das Problem der Bildung einer einheitlichen sprachlichen Norm verschärft sich

102 102 Scharfe Kampf vielfältiger Meinungen die einen strebten nach der Annäherung der literarischen Sprachen an die einen strebten nach der Annäherung der literarischen Sprachen an die Volkssprache andere wollten andere wollten die schwer verständliche Buchsprache erhalten

103 103 M. V. Lomonosov A. S. Puškin spielten bei der Herausbildung der literarischen Normen eine große Rolle spielten bei der Herausbildung der literarischen Normen eine große Rolle

104 104 M. V. Lomonosov M. V. Lomonosov eigentlich die erste wissenschaftliche Grammatik der russischen Sprache eigentlich die erste wissenschaftliche Grammatik der russischen Sprache die Theorie der drei Stile (hoch, mittel und niedrig) die Theorie der drei Stile (hoch, mittel und niedrig)

105 105 М. В Ломоносов

106 106 Russische Schriftsprache zur Bildung einer einheitlichen Norm leisteten zur Bildung einer einheitlichen Norm leisteten V. K. Tred´jakovskij D. I. Fonvizin G. R. Deržavin A. N. Radi š čev N. M. Karamzin bedeutende Beiträge bedeutende Beiträge

107 107 Н. В. Карамзин

108 108 Periode des 19. Jahrhunderts am Anfang des 19. Jh. wurde die Basis für eine allgemeine Norm der russischen Schriftsprache geschaffen. am Anfang des 19. Jh. wurde die Basis für eine allgemeine Norm der russischen Schriftsprache geschaffen.

109 109 die Zerstörung des Systems drei Stile die Zerstörung des Systems drei Stile Unifizierung und die Stabilisierung des einfachen Stils Unifizierung und die Stabilisierung des einfachen Stils

110 110 Die Puškin-Periode der russischen Literatur (1799–1837) die Epoche der gegenwärtigen russischen Sprache die Epoche der gegenwärtigen russischen Sprache

111 111 А. С. Пушкин

112 112 A. S. Puškin A. S. Puškin in den eigenen künstlerischen Werken in den eigenen künstlerischen Werken die Volksprache und das Kirchenslawische vereinigt vereinigt die Hauptrolle hatte die Volkssprache, in erster Linie die Moskauersprache die Hauptrolle hatte die Volkssprache, in erster Linie die Moskauersprache westeuropäische Elemente westeuropäische Elemente

113 113 Auf dieser Grundlage beruhen die verschiedenen sprachlichen Stile, die verschiedenen sprachlichen Stile, die allgemeinen und obligatorischen sprachlichen Normen die allgemeinen und obligatorischen sprachlichen Normen

114 114 Russische Schriftsteller Russische Schriftsteller eine wichtige Rolle spielten: eine wichtige Rolle spielten: A. S. Griboedov M. Ju. Lermontov N. V. Gogol´ I. S. Turgenev

115 115 М. Ю. Лермонтов Н. В. Гоголь И. С. Тургенев А. С. Грибоедов

116 116 M. F. Dostoevskij L. N. Tolstoj A. P. Čechov A. M. Gorkij

117 117 М. Ф. Достоевский Л. Н. Толстой А. П. Чехов А. М. Горький

118 118 Periode des 20. Jahrhunderts vier Hauptperioden: vier Hauptperioden: die Vorrevolutionsperiode (1900–1917) die Vorrevolutionsperiode (1900–1917) die sowjetische Periode (1917–1985) die sowjetische Periode (1917–1985) die Periode der Perestrojka (1985–1991) die Periode der Perestrojka (1985–1991) und die postsowjetische Periode (1991– 2000) und die postsowjetische Periode (1991– 2000)


Herunterladen ppt "Branko Tošović DIE HERAUSBILDUNG UND DIE ENTWICKLUNG DER RUSSISCHEN SPRACHE."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen