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Datenschutz in der Personalarbeit und anderen Bereichen Hamburg – 6. November 2013.

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Präsentation zum Thema: "Datenschutz in der Personalarbeit und anderen Bereichen Hamburg – 6. November 2013."—  Präsentation transkript:

1 Datenschutz in der Personalarbeit und anderen Bereichen Hamburg – 6. November 2013

2 Eingangsfall 1: Arbeitgeber A führt mit länger als 6 Wochen erkrankten Mitarbeitern grundsätzlich ein sog. Krankenrückkehrgespräch. Die Erkenntnisse aus den jeweiligen Gesprächen legt er in handschriftlichen Notizen nieder. Die nach Krankheit zurückkehrende Mitarbeiterin K gibt Auskunft, beschwert sich aber sodann beim Landesdatenschutzbeauftragten. Was hat A zu befürchten?

3 Eingangsfall 2: Arbeitgeber A hat sich eine Excel-Tabelle mit besonders förderungswürdigen Mitarbeitern angelegt. Mitarbeiter M ist dort mit verschiedenen Leistungseinschätzungen verzeichnet. Als M davon erfährt, verlangt er von A a) Auskunft über alle erfassten Daten b) Berichtigung der Eintragung bei Zuverlässigkeit und c) Löschung aller übrigen Daten mangels Erforderlichkeit Hat M dahingehende Ansprüche?

4 Eingangsfall 3: Arbeitgeber A beauftragt den leitenden Angestellten L damit, die Kundendienstfahrzeuge heimlich mit GPS-Sendern auszustatten, um die Einhaltung von Pausenzeiten der Monteure überwachen zu können. L gibt den Auftrag an Mitarbeiter M weiter, der ihn ausführt. Die Sache fliegt auf. Was haben A, L und M zu befürchten?

5 I. Datenschutzrechtliche Grundlagen II.Neufassung des § 32 BDSG III.Besondere Probleme in der Personalarbeit IV.Folgen von Datenschutzverstößen V.Beteiligung des Betriebsrats VI.Datenschutzrelevante Phasen im Arbeitsverhältnis VII.Aktuelle Fälle

6 I. Datenschutzrechtliche Grundlagen

7 geschützt: natürliche Person durch Gesetze Datenschutz Datensicherheit geschützt: Hard- und Software, Daten durch Verfahren, technische Vorrichtungen, Gesetze

8 Abgrenzung zwischen BDSG und Landes-DS-Gesetzen: Landesdatenschutzgesetze betreffen öffentliche Dienststellen der Länder Landesdatenschutzgesetze betreffen öffentliche Dienststellen der Länder Bundesdatenschutzgesetz betrifft - öffentliche Dienststellen des Bundes - private Unternehmen Bundesdatenschutzgesetz betrifft - öffentliche Dienststellen des Bundes - private Unternehmen BDSG LDSGe

9 Europarechtliche Grundlagen des Datenschutzes: Richtlinie 95/46/EG vom (DSRL) Richtlinie 95/46/EG vom (DSRL) derzeit verhandelt: Entwurf DatenschutzgrundVO derzeit verhandelt: Entwurf DatenschutzgrundVO Europarecht

10 Zentrales Gesetz:BDSG Neuregelung betreffend Beschäftigungsverhältnisse zum (§ 32 BDSG)Neuregelung betreffend Beschäftigungsverhältnisse zum (§ 32 BDSG) Schutzbereich: personenbezogene Daten natürlicher PersonenSchutzbereich: personenbezogene Daten natürlicher Personen Datenschutz ist QuerschnittsmaterieDatenschutz ist Querschnittsmaterie weitere datenschutzrelevante Gesetze: SGB, BGB, StGB, Telekommunikationsgesetze, HGB, AO, BetrVGweitere datenschutzrelevante Gesetze: SGB, BGB, StGB, Telekommunikationsgesetze, HGB, AO, BetrVG

11 §§ : Datenverarbeitung der nichtöffentlichen Stellen = Unternehmen der Privatwirtschaft Subsidiarität BDSG nur einschlägig, wenn kein bereichsspezifisches Gesetz einschlägig ist (z.B. TKG) BDSG

12 Datenschutzrechtliche Regelungen außerhalb des BDSG: Telemedien (Internet)Telemedien (Internet) § 12 TMG – Grundsätze: (1) Der Dienstanbieter darf personenbezogene Daten zur Bereitstellung von Telemedien nur erheben und verwenden, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift, die sich ausdrücklich auf Telemedien bezieht, es erlaubt oder der Nutzer eingewilligt hat. …§ 12 TMG – Grundsätze: (1) Der Dienstanbieter darf personenbezogene Daten zur Bereitstellung von Telemedien nur erheben und verwenden, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift, die sich ausdrücklich auf Telemedien bezieht, es erlaubt oder der Nutzer eingewilligt hat. …

13 Grundbegriffe: personenbezogene Daten / Betroffene personenbezogene Daten / Betroffene Umgang mit personenbezogenen Daten Umgang mit personenbezogenen Daten verantwortliche Stelle verantwortliche Stelle Zulässigkeit der Datenverarbeitung Zulässigkeit der Datenverarbeitung BDSG

14 personenbezogene Daten: § 3 BDSG: Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener) § 3 BDSG: Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener) BDSG

15 Anonymisierte und pseudonymisierte Daten: absolut anonym: kein Personenbezug absolut anonym: kein Personenbezug faktisch anonym:Personenbezug nur mit unverhältnismäßigem Aufwand herstellbar faktisch anonym:Personenbezug nur mit unverhältnismäßigem Aufwand herstellbar pseudonym:Personenbezug wegen Zuordnungsregel besteht pseudonym:Personenbezug wegen Zuordnungsregel besteht BDSG

16 Besondere Arten personenbezogener Daten: § 4 a Abs. 3 BDSG (Rasse, politische Meinung, Gesundheit, Sexualleben pp.) § 4 a Abs. 3 BDSG (Rasse, politische Meinung, Gesundheit, Sexualleben pp.) besondere Anforderungen, ausdrückliche Einwilligung besondere Anforderungen, ausdrückliche Einwilligung BDSG

17 Grundbegriffe: personenbezogene Daten / Betroffene personenbezogene Daten / Betroffene Umgang mit personenbezogenen Daten Umgang mit personenbezogenen Daten verantwortliche Stelle verantwortliche Stelle Zulässigkeit der Datenverarbeitung Zulässigkeit der Datenverarbeitung BDSG

18 Erhebung Erhebung Verarbeitung Verarbeitung Speichern Speichern Verändern Verändern Übermitteln Übermitteln Sperren und Löschen Sperren und Löschen Nutzen Nutzen BDSG

19 Grundbegriffe: personenbezogene Daten / Betroffene personenbezogene Daten / Betroffene Umgang mit personenbezogenen Daten Umgang mit personenbezogenen Daten verantwortliche Stelle verantwortliche Stelle Zulässigkeit der Datenverarbeitung Zulässigkeit der Datenverarbeitung BDSG

20 Verantwortliche Stelle: funktionale Betrachtung funktionale Betrachtung Entscheidungsverantwortlichkeit und Verantwortungsstruktur Entscheidungsverantwortlichkeit und Verantwortungsstruktur aktueller Fall: ULD Schleswig-Holstein./. private Unternehmen Facebook-Fanpages aktueller Fall: ULD Schleswig-Holstein./. private Unternehmen Facebook-Fanpages BDSG

21 Verantwortliche Stelle: für sich –Verarbeitung für sich –Verarbeitung In-House-Verarbeitung In-House-Verarbeitung Auftragsverarbeitung, wenn Auftragnehmer weisungsgebunden (§ 11 BDSG) Auftragsverarbeitung, wenn Auftragnehmer weisungsgebunden (§ 11 BDSG) BDSG

22 Grundbegriffe: personenbezogene Daten / Betroffene personenbezogene Daten / Betroffene Umgang mit personenbezogenen Daten Umgang mit personenbezogenen Daten verantwortliche Stelle verantwortliche Stelle Zulässigkeit der Datenverarbeitung Zulässigkeit der Datenverarbeitung BDSG

23 Zulässigkeit – Goldene Regeln: Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Einwilligung Einwilligung Erforderlichkeit Erforderlichkeit Zweckbindung Zweckbindung Transparenz Transparenz Datensicherheit und Kontrolle Datensicherheit und Kontrolle BDSG

24 Rechtmäßigkeit nach dem BDSG: Verbot mit Erlaubnisvorbehalt Verbot mit Erlaubnisvorbehalt § 4 BDSG: nur zulässig, soweit BDSG selbst oder andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene eingewilligt hat § 4 BDSG: nur zulässig, soweit BDSG selbst oder andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene eingewilligt hat Erlaubnis im BDSG: § 28 Erlaubnis im BDSG: § 28 BDSG

25 Prüfung der Rechtsmäßigkeit nach dem BDSG: Ist eine bereichsspezifische Sonderregelung einschlägig? Ist eine bereichsspezifische Sonderregelung einschlägig? Erfolgt die Datenverarbeitung im Rahmen eines Vertragsverhältnisses? Erfolgt die Datenverarbeitung im Rahmen eines Vertragsverhältnisses? Vertragszweck? Vertragszweck? Wille des Vertragspartners? Wille des Vertragspartners? DV vom Vertragszweck gedeckt? DV vom Vertragszweck gedeckt? Besteht ein berechtigtes Interesse? Besteht ein berechtigtes Interesse? Schutzwürdige Belange? Schutzwürdige Belange? Sind die Daten allgemein zugänglich? Sind die Daten allgemein zugänglich? Liegt eine Einwilligung vor? Liegt eine Einwilligung vor?

26 Zulässigkeit – Goldene Regeln: Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Einwilligung Einwilligung Erforderlichkeit Erforderlichkeit Zweckbindung Zweckbindung Transparenz Transparenz Datensicherheit und Kontrolle Datensicherheit und Kontrolle BDSG

27 Einwilligung: Hervorhebung der Einwilligungserklärung Hervorhebung der Einwilligungserklärung i.d.R. Schriftlichkeit i.d.R. Schriftlichkeit Ausnahmen: elektronischer Rechtsverkehr, Telefonbanking pp. Ausnahmen: elektronischer Rechtsverkehr, Telefonbanking pp. BDSG

28 § 13 TMG: (2) Die Einwilligung kann elektronisch erklärt werden, wenn der Diensteanbieter sicherstellt, dass […] der Nutzer seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat, der Nutzer seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat, die Einwilligung protokolliert wird, die Einwilligung protokolliert wird, der Nutzer den Inhalt der Einwilligung jederzeit anrufen kann und der Nutzer den Inhalt der Einwilligung jederzeit anrufen kann und der Nutzer die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. der Nutzer die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. (3) Der Diensteanbieter hat den Nutzer vor der Erklärung der Einwilligung auf das Recht nach Abs. 2 Nr. 4 hinzuweisen.

29 Zulässigkeit – Goldene Regeln: Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Zulässigkeit / Rechtmäßigkeit Einwilligung Einwilligung Erforderlichkeit Erforderlichkeit Zweckbindung Zweckbindung Transparenz Transparenz Datensicherheit und Kontrolle Datensicherheit und Kontrolle BDSG

30 Grundsätze: Datenvermeidung und Datensparsamkeit Datenvermeidung und Datensparsamkeit offene Erhebung und direkte Erhebung offene Erhebung und direkte Erhebung zivilrechtliche Schadensersatzpflicht zivilrechtliche Schadensersatzpflicht BDSG

31 Rechte der Betroffenen Benachrichtigung (§ 33 BDSG)Benachrichtigung (§ 33 BDSG) Auskunft (§ 34 BDSG)Auskunft (§ 34 BDSG) Berichtigung (§ 35 BDSG)Berichtigung (§ 35 BDSG) Sperrung (§ 35 BDSG)Sperrung (§ 35 BDSG) Löschung (§ 35 BDSG)Löschung (§ 35 BDSG) Anrufung der Aufsichtsbehörden (§ 38 BDSG)Anrufung der Aufsichtsbehörden (§ 38 BDSG)

32 Verpflichtung auf das Datengeheimnis (§ 5 BDSG) für Mitarbeiter, die mit personenbezogenen Daten umgehenfür Mitarbeiter, die mit personenbezogenen Daten umgehen gilt auch für das Fernmeldegeheimnisgilt auch für das Fernmeldegeheimnis SchriftformSchriftform gilt auch für leitende Angestelltegilt auch für leitende Angestellte Auswahlrecht des ArbeitgebersAuswahlrecht des Arbeitgebers

33 Bestellungspflicht (§§ 4 f, g BDSG): für jede verantwortliche Stelle, die personenbezogene Daten automatisiert erhebt und für jede verantwortliche Stelle, die personenbezogene Daten automatisiert erhebt und in der Regel mindestens 10 Personen ständig in der automatisierten DV oder in der Regel mindestens 10 Personen ständig in der automatisierten DV oder in der Regel mindestens 20 Personen ständig in der konventionellen DV beschäftigt in der Regel mindestens 20 Personen ständig in der konventionellen DV beschäftigt Datenschutzbeauftragter

34 Aufgabe: Überwachung der Einhaltung von Datenschutzvorschriften Aufgabe: Überwachung der Einhaltung von Datenschutzvorschriften kann Angestellter oder Externer sein kann Angestellter oder Externer sein keine Selbstkontrolle (z.B. IT-Leiter) keine Selbstkontrolle (z.B. IT-Leiter) neu: erweiterter Sonderkündigungsschutz neu: erweiterter Sonderkündigungsschutz Datenschutzbeauftragter

35 II. Neufassung des § 32 BDSG

36 § 32 BDSG – Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung für Zweckes des Beschäftigungsverhältnisses Neuregelung zum Neuregelung zum BeschäftigteBeschäftigte zentrales Merkmal: Erforderlichkeit (vorher § 28 BDSG: dienen)zentrales Merkmal: Erforderlichkeit (vorher § 28 BDSG: dienen) besondere Regelung bei Straftatenbesondere Regelung bei Straftaten

37 § 32 BDSG betrifft Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener DatenErhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten anlässlich Entscheidung über Begründung, für die Durchführung oder die Beendigung von Beschäftigungsverhältnissenanlässlich Entscheidung über Begründung, für die Durchführung oder die Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen

38 BDSG nur automatisierte DV § 32 BDSG auch manuelle DV

39 Merkmal der Erforderlichkeit: Müssen für diesen Zweck überhaupt Daten erhoben werden?Müssen für diesen Zweck überhaupt Daten erhoben werden? Müssen gerade diese Daten erhoben werden?Müssen gerade diese Daten erhoben werden? Mindestergebnis oder bestes Ergebnis?Mindestergebnis oder bestes Ergebnis? objektiver oder individueller Maßstab?objektiver oder individueller Maßstab?

40 Erforderlichkeit immer gegeben bei gesetzlichen Vorgaben oder Folgen gesetzlicher Vorgaben, z.B. : Betriebliches EingliederungsmanagementBetriebliches Eingliederungsmanagement Allgemeines GleichbehandlungsgesetzAllgemeines Gleichbehandlungsgesetz UnfallverhütungsvorschriftenUnfallverhütungsvorschriften Arbeits- und GesundheitsschutzArbeits- und Gesundheitsschutz PflegedokumentationenPflegedokumentationen

41 Fazit: Erforderlichkeitsfeststellung am vom Arbeitgeber verfolgten ZweckErforderlichkeitsfeststellung am vom Arbeitgeber verfolgten Zweck breiter Einschätzungsspielraumbreiter Einschätzungsspielraum Ausscheiden nur von schlicht überflüssigen ErhebungenAusscheiden nur von schlicht überflüssigen Erhebungen faktisch eine Änderung gegenüber § 28 BDSGfaktisch eine Änderung gegenüber § 28 BDSG

42 Missglückte Regelung bei Straftaten Vorliegen tatsächlicher AnhaltspunkteVorliegen tatsächlicher Anhaltspunkte diese sind zu dokumentierendiese sind zu dokumentieren kein überwiegend schutzwürdiges Interesse des Beschäftigten am Ausschluss der Datennutzungkein überwiegend schutzwürdiges Interesse des Beschäftigten am Ausschluss der Datennutzung VerhältnismäßigkeitsprüfungVerhältnismäßigkeitsprüfung

43 Konkrete Anhaltspunkte Stichproben (z.B. Arbeitszeitkontrollen)?Stichproben (z.B. Arbeitszeitkontrollen)? überflüssige Innenrevision?überflüssige Innenrevision? problematisch insbesondere wegen der Ausdehnung auch auf manuelle DV-Vorgängeproblematisch insbesondere wegen der Ausdehnung auch auf manuelle DV-VorgängeDokumentationspflicht ewige Aufbewahrungspflicht./. Löschungpflicht ewige Aufbewahrungspflicht./. Löschungpflicht

44 Besondere Probleme des § 32 BDSG keine Regelungen für ausgeschiedene Mitarbeiterkeine Regelungen für ausgeschiedene Mitarbeiter ungeklärte Frage der geschäftlichen -Überwachung bei gestatteter Privatnutzung ungeklärte Frage der geschäftlichen -Überwachung bei gestatteter Privatnutzung Übermittlung von Daten im Konzern Übermittlung von Daten im Konzern

45 Eingangsfall 1: Arbeitgeber A führt mit länger als 6 Wochen erkrankten Mitarbeitern grundsätzlich ein sog. Krankenrückkehrgespräch. Die Erkenntnisse aus den jeweiligen Gesprächen legt er in handschriftlichen Notizen nieder. Die nach Krankheit zurückkehrende Mitarbeiterin K gibt Auskunft, beschwert sich aber sodann beim Landesdatenschutzbeauftragten. Was hat A zu befürchten?

46 Eingangsfall 2: Arbeitgeber A hat sich eine Excel-Tabelle mit besonders förderungswürdigen Mitarbeitern angelegt. Mitarbeiter M ist dort mit verschiedenen Leistungseinschätzungen verzeichnet. Als M davon erfährt, verlangt er von A a) Auskunft über alle erfassten Daten b) Berichtigung der Eintragung bei Zuverlässigkeit und c) Löschung aller übrigen Daten mangels Erforderlichkeit Hat M dahingehende Ansprüche?

47 III. Besondere Probleme in der Personalarbeit

48 Nutzung von öffentlich zugänglichen Daten Nutzung von öffentlich zugänglichen Daten Erfassung von Krankheitsdaten Erfassung von Krankheitsdaten elektronische Personalakte elektronische Personalakte Erfassen von Positionsdaten (GPS) Erfassen von Positionsdaten (GPS)

49 Nutzung von öffentlich zugänglichen Daten insbesondere im Zuge von Bewerbungsverfahren insbesondere im Zuge von Bewerbungsverfahren eher irrelevant für laufendes Arbeitsverhältnis eher irrelevant für laufendes Arbeitsverhältnis grundsätzlich verwendbar (§ 28 Abs. 1 Nr. 3 BDSG) grundsätzlich verwendbar (§ 28 Abs. 1 Nr. 3 BDSG) Löschungspflicht nach Einstellungsentscheidung Löschungspflicht nach Einstellungsentscheidung AGG-veranlasste Aufbewahrung bei Ablehnung AGG-veranlasste Aufbewahrung bei Ablehnung

50 Erfassung von Krankheitsdaten im Rahmen BEM (§ 84 Abs. 2 SGB IX) zulässig im Rahmen BEM (§ 84 Abs. 2 SGB IX) zulässig weitergehend zulässig mit Einwilligung (§ 4 a BDSG) weitergehend zulässig mit Einwilligung (§ 4 a BDSG) erforderlich insbesondere bei - Fragen der Eignung für den Arbeitsplatz - Fragen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes - Fragen etwaiger krankheitsbedingter Kündigung erforderlich insbesondere bei - Fragen der Eignung für den Arbeitsplatz - Fragen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes - Fragen etwaiger krankheitsbedingter Kündigung keine Auskunftspflicht bei Krankenrückkehr und BEM keine Auskunftspflicht bei Krankenrückkehr und BEM

51 Elektronische Personalakte jetzt einheitlicher Maßstab wie Papierakte (§ 32 Abs. 2 BDSG) jetzt einheitlicher Maßstab wie Papierakte (§ 32 Abs. 2 BDSG) Einwilligung (§ 4 a BDSG) weitergehend möglich Einwilligung (§ 4 a BDSG) weitergehend möglich Mitbestimmungsfragen insbesondere bei Beurteilungsgrundsätzen (§ 94 BetrVG) Mitbestimmungsfragen insbesondere bei Beurteilungsgrundsätzen (§ 94 BetrVG)

52 Erfassen von Positionsdaten (GPS) Sonderregelung in § 6 c BDSG Sonderregelung in § 6 c BDSG Informationspflicht, auch über Funktionsweise Informationspflicht, auch über Funktionsweise Kommunikationswege mit Datenverarbeitung müssen auf dem Gerät erkennbar sein Kommunikationswege mit Datenverarbeitung müssen auf dem Gerät erkennbar sein anderenfalls: Verwertungsverbot anderenfalls: Verwertungsverbot

53 IV. Folgen von Datenschutzverstößen

54 Folgen für den Arbeitgeber Bußgeld- und Strafvorschriften §§ 43, 44 BDSG Bußgeld- und Strafvorschriften §§ 43, 44 BDSG Untersagungsanordnung Untersagungsanordnung evtl. Strafvorschriften nach StGB evtl. Strafvorschriften nach StGB Haftung auf Schadensersatz und Schmerzensgeld? Haftung auf Schadensersatz und Schmerzensgeld? Presse-Echo Presse-Echo

55 Folgen für den Arbeitnehmer Bußgeld- und Strafvorschriften §§ 43, 44 BDSG Bußgeld- und Strafvorschriften §§ 43, 44 BDSG Untersagungsanordnung Untersagungsanordnung evtl. Strafvorschriften nach StGB evtl. Strafvorschriften nach StGB Haftung auf Schadensersatz und Schmerzensgeld? Haftung auf Schadensersatz und Schmerzensgeld? Kündigung des Arbeitsverhältnisses Kündigung des Arbeitsverhältnisses

56 Eingangsfall 3: Arbeitgeber A beauftragt den leitenden Angestellten L damit, die Kundendienstfahrzeuge heimlich mit GPS-Sendern auszustatten, um die Einhaltung von Pausenzeiten der Monteure überwachen zu können. L gibt den Auftrag an Mitarbeiter M weiter, der ihn ausführt. Die Sache fliegt auf. Was haben A, L und M zu befürchten?

57 V. Beteiligung des Betriebsrats

58 Überwachungsanspruch § 80 Abs. 1 S. 1 BetrVG Überwachungsanspruch § 80 Abs. 1 S. 1 BetrVG Auskunftsanspruch § 80 Abs. 2 BetrVG Auskunftsanspruch § 80 Abs. 2 BetrVG Fragen betrieblicher Ordnung und Arbeitnehmerverhalten § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG Fragen betrieblicher Ordnung und Arbeitnehmerverhalten § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG Technische Überwachungseinrichtungen § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG Technische Überwachungseinrichtungen § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

59 VI. Datenschutzrelevante Phasen im Arbeitsverhältnis

60 Bewerbungsverfahren Laufendes Arbeitsverhältnis Kündigung Nachlauf

61 Bewerbungsverfahren öffentlich zugängliche Informationen öffentlich zugängliche Informationen Fragerecht und Fragebögen Fragerecht und Fragebögen Löschungspflichten Löschungspflichten AGG und Aufbewahrung AGG und Aufbewahrung

62 Laufendes Arbeitsverhältnis Mitarbeiterkontrolle Mitarbeiterkontrolle Erfassung von Krankheitsdaten Erfassung von Krankheitsdaten Dokumentation von Arbeitsvorgängen Dokumentation von Arbeitsvorgängen individuelle Löschungsbeurteilung individuelle Löschungsbeurteilung

63 Kündigung

64 Nachlauf Aufbewahrungsfristen Aufbewahrungsfristen laufende Altersteilzeit laufende Altersteilzeit betriebliche Altersversorgung betriebliche Altersversorgung


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