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Caspar David Friedrich der Vermittler zwischen Mensch und Natur Religiöses Gefühl : Pantheismus Romantische Themen Natur als Ausdruck von der Seele Kunst.

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Präsentation zum Thema: "Caspar David Friedrich der Vermittler zwischen Mensch und Natur Religiöses Gefühl : Pantheismus Romantische Themen Natur als Ausdruck von der Seele Kunst."—  Präsentation transkript:

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2 Caspar David Friedrich der Vermittler zwischen Mensch und Natur Religiöses Gefühl : Pantheismus Romantische Themen Natur als Ausdruck von der Seele Kunst als Darstellung seines Glaubens

3 Mönch am Meer Mensch im Blick der Natur verloren, klein, unbedeutend unendlich, weit, gewaltig mit dem Rücken zum Zuschauer Verblauungseffekt: Optische Tiefe Helle Farben im Hintergrund: symbolische Bedeutung für das Streben nach Erleuchtung? schaut nicht ins Licht In kontemplativer Haltung

4 Abtei im Eichwald

5 Wir träumen von Reisen durch das Weltall: ist denn das Weltall nicht in uns? Die Tiefen unseres Geistes kennen wir nicht. – Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft. (Novalis)

6 Worum geht es in diesem Bild? Wie ist die Stimmung? Welche Dinge fallen auf? Wo ist das Bildzentrum? Welche Farben fallen auf? Was drückt das Bild aus? Wie wirkt das Bild auf den Betrachter? Der Wanderer über dem Nebelsmeer

7 Ein Mann auf einem Felsen im Blick der unendlichen Natur Nebelschwaden oder Wolken und in der Ferne, Bergen Der Mann mit dem Rücken zu dem Zuschauer = Identifikation sfigur Sanfte, verschwommene kalte Farben in Hintergrund, dunkle, scharfe und warme Farben in Vordergrund : Farbperspektive Sehnsucht / Melancholie / Unendlichkeit Der Zuschauer fühlt sich in die Umgebung hineinversetzt

8 Das Kreuz im Gebirge

9 Frau in der Morgensonne

10 Kreidefelsen auf Rügen

11 Ein Bild muss empfunden, nicht erfunden sein.

12 Der einsame Baum Wünschelrute Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.

13 Frau am Fenster Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild. Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, daß es zurückwirke auf andere von außen nach innen. ( Caspar David Friedrich )

14 Eismeer

15 Mondaufgang auf Meer

16 Das Große Gehege

17 Mondaufgang am Meer

18 Mann und Frau den Mond betrachtend

19 Joseph von Eichendorff: Mondnacht (1837) Es war, als hätt' der Himmel Die Erde still geküßt, Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt. Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

20 J.v.Eichendorff Sehnsucht Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte, Da hab' ich mir heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte In der prächtigen Sommernacht!

21 Eine Hieroglyphe, ein göttliches Sinnbild soll jedes wahrhaft so zu nennende Gemälde sein. (Friedrich Schlegel)

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23 Die romantischen Gemälde haben häufig eine religiöse Komponente : die Sehnsucht des Menschen nach der Unendlichkeit und die passive Betrachtung des Universums. Es handelt sich um eine Verbindung aus Naturerlebnis, Religion und individueller Empfindung. Man hat diese Religion einen christlichen Pantheismus genannt : Das Göttliche offenbart sich im individuellen Erlebnis von Naturschönheit. Das hat natürlich auch einen religiösen Charakter, denn Gott ist in der Tiefe der Welt und des Bewusstseins oder ist geradezu diese Tiefe selbst. Caspar David Friedrichs Landschaften sind also nicht echt"; sie sind keine Imitate der Natur, sondern in ihnen zeigt sich gewissermaßen eine kosmische Ordnung, deren Widerschein im Innern des betrachtenden Menschen zu finden ist – oder zu finden sein soll.

24 (Caroline Schlegel in Athenäum, 1799) So sollte man die Künste einander nähern und Übergänge aus einer in die andere suchen. Bildsäulen beleben sich vielleicht zu Gemälden…, Gemälde würden zu Gedichten, Gedichte zu Musiken; und wer weiß? so eine feierliche Kirchenmusik stiege auf einmal wieder als ein Tempel in die Luft.

25 Die Romantik ( ) Frühromantik Jena Spätromantik Berlin / Wien Hochromantik Heidelberg Brüder Schlegel, Novalis, Schelling, Humbolt Eichendorff, Brentano, Arnim, Brüder Grimm Tieck, E.T.A. Hoffmann, von Kleist

26 Die Romantik Sturm und Drang Klassik ( Harmonie – strenge Regeln ) Ideale der französischen Revolution Gefühl Fantasie Einsamkeit Unbewusste Nacht und Traum Universalität Sehnsucht Wanderlust gegen den Alleinherrschaft des Rationalismus der Aufklärung Gefühl NatürlichkeitFreiheit Vergangenheit

27 Sehnsucht nach etwas Fernem und Unerreichbarem Natur Unendlichkeit Mittelalter Fernen Ländern und Leuten Naturmystik Freiheit Weltgeist Weltseele Keine Trennung zwischen Gott; Natur und Menschen Die Welt wird Traum und der Traum wird Welt vergangenen Zeiten anderen Welten Einheit Kindheit Tod Gott Jenseits Neue Kenntnisse Nacht

28 Grundidee: Streben nach Einheit Weltseele - Weltgeist In allen Formen der Natur: Teil Gottes Die Grenzen der Gattungen verwischen Von Vernunft und Gefühl

29 Die blaue Blume Symbol der Romantik: Die blaue Blume (Novalis: Heinrich von Ofterdingen) Sie repräsentiert etwas, was schwierig zu erreichen ist, eine Sehnsucht, die man nicht aussprechen kann und die rational nicht verständlich ist. Und um seine Sehnsucht zu stillen, muß man das Unerreichbare erreichen. Die blaue Blume kann verschiedene Bedeutungen haben. In Heinrich von Ofterdingen repräsentiert die blaue Blume die Liebe. Sie liegt in der Mitte von anderen Blumen und ist die einzige, die licht blau ist. In ihr schwebt ein zartes Gesicht - dieses Gesicht ist die Liebe. Wenn man die Blume findet, findet man auch die Liebe.

30 Dichtung und Kunst Früher: Nachahmung der Natur Abbild der Wirklichkeit Bei den Romantikern: Ausdruck der Fantasie der Menschen Eigene Welt als Vorschein einer künftigen besseren Welt

31 Universalpoesie Ziel: die Grenzen der Gattungen zu verwischen in Romanen werden dramatische Teile eingebaut und in Erzählungen Gedichte Poetisierung des Lebens Romantische Ironie Der Dichter kann eine Welt der Illusion bauen, die er dann in Frage stellt Die Welt soll romantisiert werden

32 Die Frühromantik 1799 findet das berühmte Romantiktreffen in Jena statt. Zu dieser Gruppe gehören Friedrich und August Schlegel, Ludwig Tieck, Novalis, Friedrich Schelling, Fichte, die sich nicht nur der Dichtung widmen, sondern der Wissenschaft, der Kunst und der Philosophie. Diese Phase der Romantik weist einen kritischen, wissenschaftlichen und philosophischen Charakter auf. Diese junge Literaten gründen die literarische Zeitschrift Athenäum in der sie durch poetische und theoretische Schriften ihre Ideale bekannt machen. Mit dem Tod von Novalis (1801) ist die Frühromantik zu Ende, und der Schwerpunkt der romantischen Bewegung verlagert sich nach Heidelberg, das zum Zentrum der Hochromantik wird.

33 Themen der Frühromantik Die Welt muss romantisiert werden, damit der ursprüngliche Sinn des Lebens wieder entdeckt werden kann. Das Mittel dieser Romantisierung ist die Phantasie. "...indem ich dem Gewöhnliche ein geheimnisvolles Ansehen,... dem Endlichen einen unendlichen Sinn gebe, so romantisiere ich es." Sehnsucht nach dem Unendlichen und Unbestimmten, nach einem Ideal, das nie erreicht werden kann, nach der Vollkommenheit (die blaue Blume) ; Nacht als magisches Wesen, Mutter, Haus der Seele, Reich der Liebe und der Seligkeit, Symbol des befreienden Todes; erst in der Nacht und im Traum kann man alle Wünsche realisieren und zu einer höheren Erfahrungswelt gelangen. Sie führt in Schlaf und Traum aus der Tagwelt hinaus, und ist auch Bild für den Tod, der das Tor zum Jenseits bildet Bewunderung für vergangene Zeiten (wie z.B. das Mittelalter, in dem eine geistige, religiöse und politische Einheit herrschte) und für die Kindheit (Kindlichkeit als Ideal der Naivität, Einfachheit, Spontaneität) Freiheit auf jedem Gebiet: Emanzipation der Frau und freie Liebe, das Leben freier gestalten.

34 Die Hochromantik Die Phase der Hochromantik (auch Nationalromantik genannt) beginnt zirka 1805 in Heidelberg. Man konzentriert sich auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, symbolisiert durch Kaiserherrlickkeit, Rittertum, gotische Kunst und christliche Frömmigkeit. Die Hochromantiker wenden sich der altdeutschen Sprache und Literatur zu und sammeln alte Märchen Sagen, Volksbücher und Lieder um zur Erneuerung des nationalen Selbstbewußtseins beizutragen. Wichtige Hochromantiker sind Achim und Bettina von Arnim, Clemens Brentano, Joseph Görres und die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm.

35 Themen der Hochromantik Religiöser und fantasievoller Charakter Interesse an der Geschichte des Volkes und Sprachen Volkslieder- und Märchensammlungen (Volkstümlichkeit) Konzentration auf das heilige römische Reich Erneuerung des nationalen Selbstbewußtseins (Patriotismus) Irrationalistisch

36 Die Spätromantik Berlin, mit den Salon der Rahel Levin- Varnhagen, ist ab 1815 das Zentrum der Spätromantik. Im Mittelpunkt dieses Dichterkreises wirken E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Joseph von Eichendorf und andere. E.T.A. Hoffmann zählt zu den bekanntesten Dichtern. Er hat außerdem sehr großen Einfluß auf die Literatur in Amerika, Rußland und Frankreich. In Hoffmanns Erzählungen und Romanen findet sich das Doppelgängermotiv ebenso wie der Einbruch des Wunderbaren in den Alltag. Er ist auch der Begründer der Kriminalgeschichte und führt die romantische Ironie auf ihren Höhepunkt Themen

37 Themen der Spätromantik Liebe zur Natur und zur Heimat Sehnsucht als Wanderlust Liebe zu fernen Zeiten und Ländern, um neue Menschen kennen zu lernen und von vergangenen Welten träumen zu können Einsamkeit in der Natur Romantische Ironie Phantastischen, Unerklärlichen, Verborgenen und Bedrohlichen in gewisser Weise als Fortsetzung der urromantischen Faszination für die Nacht

38 Novalis Geboren am in Oberwiederstedt/Harz; gestorben am in Weißenfels. Der Sohn eines streng pietistischen Salinendirektors schloss das Rechtsstudium in Jena, Leipzig und Wittenberg 1794 mit dem besten Examen ab. Im selben Jahr wurde er als Aktuarius nach Tennstedt geschickt. Im nahen Grüningen begegnete er der 12jährigen Sophie von Kühn, mit der er sich im März 1795 ohne Wissen der Eltern verlobte. Im Januar 1796 wurde er Akzessist an der Salinendirektion in Weißenfels. Nach dem Tode Sophies im März 1797 ging er Ende 1797 an die Freiberger Bergakademie, wo er Bergwerkskunde, Chemie und Mathematik studierte. Auch die zweite Verlobung 1798 mit Julie von Charpentier blieb ohne Hochzeit. Pfingsten 1799 kehrte er zur Salinendirektion zurück und wurde im Dezember zum Salinenassessor und Mitglied des Salinendirektoriums ernannt. Höhepunkt der beruflichen Laufbahn war die Ernennung zum Supernumerar-Amtshauptmann für den Thüringischen Kreis am Seit August dieses Jahres war er erkrankt und konnte die Arbeit nicht mehr aufnehmen.

39 Joseph von Eichendorff Geboren am auf Schloß Lubowitz bei Ratibor /Oberschlesien; g estorben am Neisse/Schlesien Eichendorff entstammte einer katholischen Adelsfamilie. Nach dem Besuch des kath. Gymnasiums in Breslau begann er ein Jurastudium in Halle 1805/06, das er 1807/08 in Heidelberg fortsetzte unternahm er eine Bildungsreise nach Paris und Wien, von wo aus er 1810 nach Lubowitz zurückkehrte und dort den Vater bei der Verwaltung der Güter unterstützte. Den Winter 1809/10 verbrachte er in Berlin, besuchte Vorlesungen bei Fichte und kam mit Arnim, Brentano und Kleist zusammen. In Wien setzte er 1810 das Studium fort und schloß es 1812 ab nahm er an den Befreiungskriegen teil trat er in den preußischen Staatsdienst als Referendar in Breslau., wurde 1821 katholischer Kirchen- und Schulrat in Danzig, 1824 Oberpräsidialrat in Königsberg übersiedelte er mit der Familie nach Berlin und war dort in verschiedenen Ministerien beschäftigt, bis er 1841 zum Geheimen Regierungsrat ernannt wurde; 1844 ging er in Pension.

40 E.T.A. Hoffmann Hoffmann wurde am in Königsberg geboren. Sein Vater war Advokat. Nach dem Gymnasium in Königsberg studierte er von Jura. Als Referendar arbeitete er 1796 in Glogau und 1798 in Berlin. Ab 1800 arbeitete er als Assessor in Posen, wurde strafversetzt nach Plozk in Polen. Etwa 1805 zog er nach Berlin, wo sich seine Begabung als Musiker, Zeichner und Schriftsteller vollends entwickeln konnte. Ab 1814 war er wieder am Kammergericht in Berlin angestellt. Hoffmann starb am in Berlin.

41 Jakob und Wilhelm Grimm

42 Leben und Werk Jakob und Wilhelm Grimm wurden 1785 und 1786 in Hanau geboren. Sie waren in Paris und Kassel als Bibliothekare und in Göttingen und Berlin als Professoren tätig. Mit Achim von Arnim, Brentano Eichendorf und Uhland gehörten sie zur Heidelberger Gruppe und interessierten sich besonders für das deutsche Mittelalter. Sie sind die Begründer der germanischen Philologie, d.h., sie beschäftigten sich mit der Erforschung von Texten und ihrer Entstehung. Sie veröffentlichten die weltberühmte Sammlung Kinder und Hausmärchen Sie arbeiteten auch an dem Deutschen Wörterbuch.Jakob schrieb ausserdem eine Deutsche Grammatik ( ) und eine Deutsche Mythologie, während Wilhelm die Deutschen Heldensagen sammelte.

43 Kinder- und Hausmärchen: die Naturpoesie des Volksmärchen Die Frühromantiker meinten, die Welt könne durch die Poeesie verändert werden, aber, da dieser Anspruch gescheitet war, widmeten sich die Brüder Grimm der Naturpoesie. Sie hielten Märchen für Volkspoesie und traten an, bei alten Frauen Märchen zu sammeln und aufzuschreiben, weil sie der echten Seele des Volkes entsprechen. Dadurch erzielten sie die Erziehung des Volkes:

44 Das Märchen Die meisten Märchen haben 3 Teile. Anfang und Ende Alles ist anonym Zahlen-Symbole Das Gesetz des Gegensatzes. Nur eine Dimension Metalle und Minerale.. Wiederholungen Originaltexte

45 Die meisten Märchen haben 3 Teile: Die Situation am Anfang. Der Held in der Geschichte wird schlecht behandelt, verzaubert, bedroht. Der Weg des Helden. Er muss eine Gefahr bestehen; man versucht ihn zu ermorden; er wird gefangen, er bekommt ein Zaubermittel; er muss weit reisen, etc. Die Lösung. Der Held benutzt ein Zaubermittel; er kämpft und siegt; er wird befreit; er wird wieder lebendig; er wird gerettet; er feiert Hochzeit; er wird König; das Böse wird bestraft.

46 Anfang und Ende Bei vielen deutschen Märchen steht am Anfang Es war einmal.. oder Vor langer, langer Zeit…, in anderen Ländern gibt es andere Formeln. Der Sinn dieser Formeln ist ganz einfach: die ersten Worte sollen den Zuhörer verzaubern Er soll seine normale Welt verlassen und frei werden für die Märchenwelt. Auch für das Ende gibt es viele Märchen-Formeln, zum Beispiel: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute oder Das ist eine lange Geschichte und eine lustige Geschichte und eine kostliche Geschichte, und damit hat es ein Ende (England). Es geht auch mit viel Moral: So waren sie alle für ihre Schlechtigkeit bestraft, und sie beschlossen, sich zu bessern. Oder fröhlich … und beide lachten glücklich

47 Alles ist anonym Märchen-Figuren sind keine Menschen. Sie haben keinen Charakter. Man weiss nur: Sie sind böse oder sie sind gut. Der Leser oder Hörer sieht immer nur die Oberfläche des Helden. Nur selten fliesst Blut. Der Held wird niemals krank. Er zeigt auch wenig Gefühl. Märchen-Figuren handeln immer cool. Selbst bei Zorn, Ärger, Liebe und Eifersucht geschieht nicht viel. Das Märchenland ist anonym. Das Märchen erzählt von keiner Stadt und von keinem Dorf, wo der Held lebt. Im Gegenteil. Das Märchen beginnt erst, wenn der Held von seinem Dorf fortgeht. Es gibt auch keine wirkliche Zeit. Die Märchenfiguren werden niemal älter: Dornröschen wacht nach 100 Jahren auf und ist so jung wie vorher.

48 Zahlen-Symbole Fast alle Formeln kommen dreimal vor. Drei Aufgaben muss der Held lösen, dreimal hilft eine gute Fee, dreimal kommt ein böser Feind. Auch Personen und Dinge erscheinen dreimal: 3 Söhne, 3 Schwestern, 3 Riesen, 3 Wünsche, 3 Ringe. Aber auch andere Zahlen sind wichtg, z.B. die sieben oder die zwölf und die halbe zwölf, nämlich die sechs. Die sieben und die zwölf sind heilige Zahlen: das Vaterunser hat sieben Bitten, die katholische Kirche kennt 7 Sakramente, der Regenbogen hat 7 Farben und wir haben 7 Tonstufen in der Musik

49 Das Gesetz des Gegensatzes. Das Märchen mag Extreme und scharfe Kontraste. Jung und alt leben zusammen, ebenso groß und klein, gut und böse, dumm und klug, Mensch und Ungeheuer. Märchen-Figuren sind niemals mittelmässig. Sie sind sehr böse oder sehr gut, sehr arm oder sehr reich.

50 Nur eine Dimension. Im Märchen können Menschen zaubern und Tiere reden. Das ist gar nichts Besonderes. Die Märchen-Figuren wundern sich nicht darüber. Es gibt keine andere Dimension der Welt, kein Jenseits. So kann ein Prinz auch eine Fee heiraten – eine Geister-Figur aus einer anderen Welt.

51 Metalle und Minerale. Die Märchenwelt liebt Steine, Kristalle und Metalle. Es gibt Schlösser und Häuser aus Gold, Glas oder Diamanten. Auch Pferde, Wälder, Enten und Menschen werden plötzlich zu Gold, Silber, Eisen und Kupfer, oder sie werden (zur Strafe) zu Stein. Ringe, Schlüssel, Glocken, Kronen, goldenen Kleider findet man in jedem Märchen: Der Märchenleser erkennt: Diese Dinge haben eine bestimmte Bedeutung. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Handlung des Märchens.

52 Wiederholungen. In jedem Märchen gibt es Wiederholungen. Oft sind es Verse oder Zauberformeln. Berühmte Formeln in deutschen Märchen sind: Knusper, knusper knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?(Hänsel und Gretel) Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (Aschenputtel) Spieglein, spieglein an der Wand… (Schneewittchen). Jedes Kind kennt diese Verse.


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