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Medikamente und Patente in Afrika; Auswirkungen von Patenten auf Arme Menschen Chenaimwoyo Gondo 12.11.2012.

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Präsentation zum Thema: "Medikamente und Patente in Afrika; Auswirkungen von Patenten auf Arme Menschen Chenaimwoyo Gondo 12.11.2012."—  Präsentation transkript:

1 Medikamente und Patente in Afrika; Auswirkungen von Patenten auf Arme Menschen Chenaimwoyo Gondo

2 HIV/AIDS in Afrika Seit seiner Entdeckung hat AIDS fast 30 Millionen Todesfälle verursacht (2009). Ab 2010 wurden rund 34 Millionen Menschen mit HIV weltweit infiziert. Subsaharisches Afrika hat 10 % der Weltbevölkerung aber 60 % der weltweit HIV-positiven Menschen. Millionen von Sub-Sahara-Afrikaner sterben jedes Jahr an Krankheiten wie AIDS und Tuberkulose, die geheilt, verhindert oder gelindert mit Medikamente könnte. Viele Medikamente sind unbezahlbar wegen Patenten. Patente geben die Erfinder eines Medikaments ein Monopol für etwa 20 Jahre. Prozentsatz der Menschen in den afrikanischen Ländern mit HIV infiziert. (2007)

3 Index für Menschliche Entwicklung Hohe Indexwerte werden durch hellere Farben angezeigt. Sie zeigen die relative Armut der afrikanischen Länder. Bevölkerung: 1,1 Milliarden (2012) Der Einkommen der obersten 10%: 44,7% Menschen die weniger als 1 US $ pro Tag verdienen: 36,2% = Die durchschnittliche Europäer verdient 20 Mal so viel wie der durchschnittliche Afrikaner.

4 ARV- Therapie gegen die Entstehung von Retroviren MedikamentKosten pro MonatMedikamentKosten pro Monat Agenerase$772Lexiva$ Aptivus$ Norvir$ Combivir$752.64Rescriptor$ Crixivan$570.96Retrovir$ Emtriva$347.11Reyataz$ Epivir 300mg$347.11Sustiva 600mg$ Epzicom$813.55Trizivir$ Fortovase$263.35Truvada$ Fuzeon$ Videx EC 400mg$ Hivid$273.00Viramune$ Invirase$748.50Zerit$ Kaletra$796.26Ziagen$ Lexiva$ Am 29. April 2009

5 ARV- Therapie gegen die Entstehung von Retroviren MedikamentKosten pro MonatMedikamentKosten pro Monat Agenerase$772Lexiva$ Aptivus$ Norvir$ Combivir$752.64Rescriptor$ Crixivan$570.96Retrovir$ Emtriva$347.11Reyataz$ Epivir 300mg$347.11Sustiva 600mg$ Epzicom$813.55Trizivir$ Fortovase$263.35Truvada$ Fuzeon$ Videx EC 400mg$ Hivid$273.00Viramune$ Invirase$748.50Zerit$ Kaletra$796.26Ziagen$ Lexiva$ Am 29. April 2009

6 TRIPS-Abkommen WTO: Die Welthandelsorganisation/ World Trade Organisation Die internationale Organisation, die mit den Regeln des Handels zwischen Nationen beschäftigt. 148 Staaten sind Mitglieder der WTO. Die Mitglider verpflichten sich, die 18 spezifische Vereinbarungen der WTO einzuhalten. (Sie können nicht wählen ob nur einige Regeln gefolgt werden und andere nicht). Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights Agreement (TRIPS- Abkommen). Am 15 April 1994 Das TRIPS-Abkommen führte globale Mindeststandards für den Schutz und die Durchsetzung fast alle Formen des geistigen Eigentums (auch Patente). Dieses Abkommen hat den größten Einfluss auf den pharmazeutischen Sektor und auf den Zugang zu Medikamenten.

7 TRIPS-Flexibilitäten Das TRIPS-Abkommen enthält auch Bestimmungen, die eine gewisse Flexibilität erlauben. Verschiedene Länder können ihre eigenen Patenten haben. Verschiedene Länder können ihre eigenen geistigen Eigentum Systeme haben. (Normalerweise, um ihre eigenen Entwicklungs-Bedürfnisse anzupassen). Im Idealfall können die Länder ihre nationalen Rechtsvorschriften ändern. Es muss ein Gleichgewicht zwischen Anreizen für zukünftige Erfindungen von neuen Medikamenten und bezahlbaren Zugang zu existierenden Medikamenten geben. OAPI: Organisation Africaine de la Propriete Intellectuelle ARIPO: African Regional Intellectual Property Organisation

8 South African Medicines and Related Substances Control Amendment Act (Act 90) 1997 Die umstrittensten Teile des Änderungsgesetzes waren: a)Sie wollten Medikamente ohne abgelaufene Patente mit Generika ersetzen. b)Sie wollten die Paralleleinfuhr von billigen Medikamenten aus Ländern wie Indien. a) Sie wollten den Preis der Medikamente regulieren. b)Sie wollten ein internationales Bieterverfahrensystem bauen, um die Bereitstellung von Medikamenten für das Land zu gewährleisten. Im Jahr 1998, in dem Bemühen, die HIV / AIDS Epidemie zu bekämpfen, erließ Präsident Nelson Mandela die "Medicines and Related Substances Control Amendment Act". Er wollte rechtlich die Verfügbarkeit von bezahlbaren Medikamenten erhöhen. Das war eine große Kontroverse.

9 Klage gegen südafrikanische Regierung Die "Pharmaceutical Manufacturers Association of South Africa wandte gegen der Regierung. Zusammen mit 39 transnationalen pharmazeutische Firmen reichte sie eine Klage gegen die südafrikanische Regierung in Pretoria. Sie behaupteten, dass dieser Akt die Bedingungen des TRIPS- Abkommens verstoßen. Sie argumentierten, dass sie bereits vergünstigte Medikamente in Afrika bieten. Die USA und die Europäische Union unterstützte die Pharma- Unternehmen. Sie drohte Südafrika mit Sanktionen.

10 Klage gegen südafrikanische Regierung Viele Nichtregierungsorganisationen (z.B. Oxfam, Medicines sans Frontieres) unterstützte die Regierung der Südafrika. Sie argumentierten, dass a) pharmazeutische Firmen Steuererleichterungen für viel von ihrer Forschung bekommen. b) wichtige Verbindungen in patentierte Medikamente durch staatlich finanzierte Wissenschaftler entdeckt wurden. c) das TRIPS-Abkommen Länder das Recht gibt, Patente in Notfällen zu überschreiben und Zwangslizenzen einzuführen. Die Nichtregierungsorganisationen begann eine weltweite Kampagne, die die öffentliche Meinung auf ihre Seite brachte.

11 Diese Klage gefördert internationale Debatte und der Zivilgesellschaft Aktivismus auf die öffentliche Gesundheit Auswirkungen des TRIPS- Abkommens. Mehrere Ereignisse folgten. EU, Feb. 2001: Action Programme to accelerate the Fight against HIV/AIDS WTO, April 2001: Eine afrikanische Gruppe der WTO brachte die Notwendigkeit, die Frage im TRIPS-Rat Tagesordnung zu setzen. UN, Juni 2001: United Nations Special Session on HIV/AIDS WTO, Sept. 2001: Die afrikanische Gruppe der WTO, zusammen mit 19 anderen Ländern hat einen Entwurf für eine Erklärung der Minister über das TRIPS-Abkommen, um ihre Aussagen zu verstärken. WTO, Sept, 2001: Im Gegensatz dazu präsentierten die entwickelten Länder (unter Führung der USA) einen alternativen Entwurf, der die Bedeutung der IP-Schutz für R & D betonte. Sie wollten, dass TRIPS Flexibilitäten nur in Notfällen oder besonderen Situationen verwendet werden. Im April 2001 konnten die Kläger nicht nachweisen, dass das Abkommen wirklich das TRIPS verletzte. Sie hatten auch die US-und EU-Unterstützung verloren. Sie zogen die Klage zurück.

12 WTO, Nov, 2001: Die WTO- Ministerkonferenz über das TRIPS- Abkommen und die öffentliche Gesundheit wurde in Doha, Qatar diskutiert. Das Ergebnis war die "Doha Ministerial Declaration. Dies bekräftigt die Freiheit der Mitgliedstaaten: zu entscheiden, ob Zwangslizenzen zu erteilen. Medikamente unter einer Zwangslizenz herzustellen, (vorwiegend für den heimischen Markt). diese Medikamente in Ländern mit ungenügenden oder fehlenden Produktionskapazitäten zu exportieren. zu bestimmen, was ein nationaler Notstand oder ein Umstand äußersten Notfall ist. Doha Declaration

13 Heute Einige afrikanische Länder produzieren AIDS-Medikamenten. (Zimbabwe, Ghana, Kenia und Südafrika) Verfügbarkeit von ARV Medikamente ist viel besser geworden. Fragen?

14 Quellen "Improving Access to HIV/AIDS Medicines in Africa: Trade-related Aspects of Intellectual Property Rights Flexibilities." Improving Access to HIV/AIDS Medicines in Africa: Trade-related Aspects of Intellectual Property Rights Flexibilities. N.p., n.d. Web. 11 Nov "AIDS in Africa." Wikipedia. Wikimedia Foundation, 11 Nov Web. 11 Nov "A War over Drugs and Patents." The Economist. The Economist Newspaper, 08 Mar Web. 11 Nov "Drugs, Patents and Poor People." The Economist. The Economist Newspaper, 18 Apr Web. 11 Nov "Tripped up." The Economist. The Economist Newspaper, 08 Sept Web. 11 Nov "AIDSTRIPS: Intellectual Property and AIDS Medication in South Africa." AIDSTRIPS: Intellectual Property and AIDS Medication in South Africa. N.p., n.d. Web. 11 Nov Geo. Wash. Int'l L. Rev. 191 ( ) Implications of the TRIPs Agreement for Developing Countries: Pharmaceutical Patent Laws in Brazil and South Africa in the 21st Century; Bass, Naomi A.


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