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Spezielle Religionsgeschichte: Hindu-Religionen. Hinduismus: Begriff Sindhu:Sanskrit; bezeichnet Fluss = Indus (von griechisch Indos) und Gebiet Sindhu:Sanskrit;

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1 Spezielle Religionsgeschichte: Hindu-Religionen

2 Hinduismus: Begriff Sindhu:Sanskrit; bezeichnet Fluss = Indus (von griechisch Indos) und Gebiet Sindhu:Sanskrit; bezeichnet Fluss = Indus (von griechisch Indos) und Gebiet Hindu: persisch; = der Fluss Indus sowie Pl. Leute am Indus, 5. Jh.v.u.Z. Hindu: persisch; = der Fluss Indus sowie Pl. Leute am Indus, 5. Jh.v.u.Z. Al Hind/ Hindus: von Arabern übernommen für Land und Bevölkerung am Indus, gleichbedeutend mit Nicht-Muslime, 8.Jh. Al Hind/ Hindus: von Arabern übernommen für Land und Bevölkerung am Indus, gleichbedeutend mit Nicht-Muslime, 8.Jh. Hindu = Inder Hindu = Inder

3 Hinduismus: Begriff Hindu übernommen von Engländern: geographisch-ethnischer Begriff wird allmählich zu Religionsbezeichnung - Negativ- Begriff: Nicht-Muslim, -Christ etc., 18. Jh. (vgl. Hindu Marriage Act 1955) Hindu übernommen von Engländern: geographisch-ethnischer Begriff wird allmählich zu Religionsbezeichnung - Negativ- Begriff: Nicht-Muslim, -Christ etc., 18. Jh. (vgl. Hindu Marriage Act 1955) Hindu unterschieden von Inder Hindu unterschieden von Inder Hinduism und sanātana dharma,19. Jh. Hinduism und sanātana dharma,19. Jh.

4 Hinduismus: Begriff Hinduismus: ein Sammelbegriff Hinduismus: ein Sammelbegriff Hinduismus = westliches Konstrukt? Hinduismus = westliches Konstrukt? Veränderung im rel. Selbstbewusstsein Veränderung im rel. Selbstbewusstsein Definition umstritten Definition umstritten

5 Jawaharlal Nehru: Hinduism is all things to all men

6 Hindu Marriage Act 1955: A Hindu is a person, irrespective of sex, age, mental condition or religious belief, who is not a Muslim, Christian, Parsi or Jew provided that he is domiciled in India... A Hindu is a person, irrespective of sex, age, mental condition or religious belief, who is not a Muslim, Christian, Parsi or Jew provided that he is domiciled in India... A Hindu may also be a person, whether domiciled in India or not, who is a Hindu by religion... Buddhists, Jainas and Sikhs are Hindus for this purpose. A Hindu may also be a person, whether domiciled in India or not, who is a Hindu by religion... Buddhists, Jainas and Sikhs are Hindus for this purpose.

7 Gavin Flood: Hinduismus ist ein Begriff, der die Religionen der Mehrheit der Bevölkerung Indiens und Nepals und einiger Gemeinschaften in anderen Kontinenten bezeichnet, die sich selbst als Hindus verstehen

8 Hinduismus ist ein Sammelbegriff für jene Religionen und religiösen Gemeinschaften, die folgende Kriterien erfüllen (Axel Michaels): a) in S-Asien entstanden oder verbreitet a) in S-Asien entstanden oder verbreitet b) Kastensystem b) Kastensystem c) vedisch-brahmanische Werte, Rituale, Mythen dominieren c) vedisch-brahmanische Werte, Rituale, Mythen dominieren d) eine Erscheinungsform von Shiva, Vishnu, Devī, Rama, Krishna oder Ganesha wird verehrt oder zumindest nicht abgelehnt d) eine Erscheinungsform von Shiva, Vishnu, Devī, Rama, Krishna oder Ganesha wird verehrt oder zumindest nicht abgelehnt e) identifikatorischer Habitus e) identifikatorischer Habitus

9 Mahājagadguru Māte Mahādēvi: Hinduism is not a religion Hinduism is not a religion Hinduism represents a cultural, religious heritage. Within its orbit there are many independent religions Hinduism represents a cultural, religious heritage. Within its orbit there are many independent religions

10 Māte Mahādēvi: Likewise, whether an individual is Vaidic, Shaiva, Vaishnava, Jain, Buddhist, Lingayat or Sikh, and whatever might be his religious convictions, it is enough if he has faith in Omkara and respect for the Indian Heritage to make him a Hindu. Likewise, whether an individual is Vaidic, Shaiva, Vaishnava, Jain, Buddhist, Lingayat or Sikh, and whatever might be his religious convictions, it is enough if he has faith in Omkara and respect for the Indian Heritage to make him a Hindu.

11 Hindu-Religionen Volksreligionen: kleine Tradition Volksreligionen: kleine Tradition Brahmanischer Hinduismus: große Tradition Brahmanischer Hinduismus: große Tradition Theistische Traditionen und Stifterreligionen Theistische Traditionen und Stifterreligionen

12 Religionsgeschichtliche Epochen bis 1750 v.: Vorvedische Religionen bis 1750 v.: Vorvedische Religionen v.: Vedische Religion v.: Vedische Religion 500 v v.: Asketischer Reformismus 500 v v.: Asketischer Reformismus 200 v n.: Klassischer Hinduismus 200 v n.: Klassischer Hinduismus n.: Brahmanischer Konservatismus, theistische Traditionen und Stifterreligionen n.: Brahmanischer Konservatismus, theistische Traditionen und Stifterreligionen ab 1850: moderner Hinduismus ab 1850: moderner Hinduismus

13 Vedische Religion: v.: Frühvedische Phase v.: Frühvedische Phase ab 1200 v.: Mittelvedische Phase (ca v. Rig-Veda abgeschlossen); Blüte der Opferwissenschaft ab 1200 v.: Mittelvedische Phase (ca v. Rig-Veda abgeschlossen); Blüte der Opferwissenschaft ab 850 v v.: Spätvedische Phase; frühe Philosophie ab 850 v v.: Spätvedische Phase; frühe Philosophie

14 Klassischer Hinduismus: ab 200 v.: Vorklassischer Hinduismus Restauration des vedisch-brahmanischen Hinduismus, Beginn der Bhaktibewegung; Vishnu- und Shivaverehrung ab 200 v.: Vorklassischer Hinduismus Restauration des vedisch-brahmanischen Hinduismus, Beginn der Bhaktibewegung; Vishnu- und Shivaverehrung ab 300 n.: Blütezeit; Entfaltung der theistischen Richtungen ab 300 n.: Blütezeit; Entfaltung der theistischen Richtungen ab 650 n.: Spätzeit; Zerfall der Großreiche, 712 Araber im Industal; Tantrismus ab 650 n.: Spätzeit; Zerfall der Großreiche, 712 Araber im Industal; Tantrismus

15 Moderner Hinduismus 1893:Rede von Vivekānanda am Welt- parlament der Religionen im Rahmen der Weltausstellung in Chikago 1893:Rede von Vivekānanda am Welt- parlament der Religionen im Rahmen der Weltausstellung in Chikago 1907: Einweihung des ersten Hindu- Tempels im Westen (San Francisco) 1907: Einweihung des ersten Hindu- Tempels im Westen (San Francisco) nach 1947: verschiedene Guru- Bewegungen im Westen nach 1947: verschiedene Guru- Bewegungen im Westen

16 Grundbegriffe dharma: von halten, bewahren - das, was trägt, Ordnung, Norm dharma: von halten, bewahren - das, was trägt, Ordnung, Norm karman: von handeln - Tat und ihre Auswirkung karman: von handeln - Tat und ihre Auswirkung samsāra: von herumwandern - Geburtenkreislauf samsāra: von herumwandern - Geburtenkreislauf moksha: von befreien, loslösen - Heil moksha: von befreien, loslösen - Heil

17 Grundbegriffe brahman: wörtlich Formulierung, heiliges Wort, Wahrheit, transzendentes geistiges Grundprinzip der Wirklichkeit brahman: wörtlich Formulierung, heiliges Wort, Wahrheit, transzendentes geistiges Grundprinzip der Wirklichkeit bhakti: von zuteilen, teilhaben, Teilhabe des Menschen an einer personalen Gottheit sowie die daraus resultierende Hingabe bhakti: von zuteilen, teilhaben, Teilhabe des Menschen an einer personalen Gottheit sowie die daraus resultierende Hingabe veda: von wissen, Offenbarungsautorität des brahmanischen Hinduismus veda: von wissen, Offenbarungsautorität des brahmanischen Hinduismus

18 Hinduismus: Yuga-Lehre Mahāyuga: Krta - Tretā - Dvāpara - Kali insgesamt Menschenjahre Mahāyuga: Krta - Tretā - Dvāpara - Kali insgesamt Menschenjahre 1000 Mahāyugas = 1 Brahmā-Tag, dann Auflösung (Brahma-Nacht) und neue Schöpfung 1000 Mahāyugas = 1 Brahmā-Tag, dann Auflösung (Brahma-Nacht) und neue Schöpfung 100 Brahmā-Jahre = 1 Vishnu-Tag (über 311 Billionen Menschenjahre), dann Untergang und nach einer Vishnu-Nacht Neuentstehung der Welt 100 Brahmā-Jahre = 1 Vishnu-Tag (über 311 Billionen Menschenjahre), dann Untergang und nach einer Vishnu-Nacht Neuentstehung der Welt

19 Sprachen Indoarische Sprachstufen: Indoarische Sprachstufen: altindoarisch: Vedisch - Sanskrit kultiviert altindoarisch: Vedisch - Sanskrit kultiviert mittelindoarisch: Pali - Prakrit mittelindoarisch: Pali - Prakrit neuindoarisch: Hindi, Bengali, Gujarati u.a. neuindoarisch: Hindi, Bengali, Gujarati u.a. Drawida-Sprachen: Tamil, Kannada u.a. Drawida-Sprachen: Tamil, Kannada u.a.

20 Sprachen 18 anerkannte Sprachen (Bundesstaaten entsprechen weitgehend entlang der Sprachgrenzen gebildet) 18 anerkannte Sprachen (Bundesstaaten entsprechen weitgehend entlang der Sprachgrenzen gebildet) etwa 42% der InderInnen sprechen Hindi etwa 42% der InderInnen sprechen Hindi Englisch ist Amtssprache Englisch ist Amtssprache Sanskrit ist die heilige Sprache der Gelehrten, ab dem 6.Jh. n.u.Z. religiöse Texte auch in Volkssprachen Sanskrit ist die heilige Sprache der Gelehrten, ab dem 6.Jh. n.u.Z. religiöse Texte auch in Volkssprachen

21 Heilige Schriften Shruti Shruti vedische Samhitās : Rig-Veda, Yajur-Veda, Sāma-Veda, Atharva-Veda vedische Samhitās : Rig-Veda, Yajur-Veda, Sāma-Veda, Atharva-Veda Brāhmanas Brāhmanas Āranyakas Āranyakas Upanishaden Upanishaden

22 Heilige Schriften Smriti Smriti Sūtras Sūtras Shāstras: z.B. Manusmriti Shāstras: z.B. Manusmriti Epen: Mahābhārata und Rāmāyana Epen: Mahābhārata und Rāmāyana Purānas Purānas Āgamas und Tantras Āgamas und Tantras devotionale Literatur devotionale Literatur

23 Philosophische Systeme: darshanas Sāmkhya: Dualismus Geist - Materie Sāmkhya: Dualismus Geist - Materie Yoga: geistige Disziplin Yoga: geistige Disziplin Mīmāmsā: Veda-Exegese Mīmāmsā: Veda-Exegese Vedānta: (differenzierter) Monismus, Basis Upanishaden Vedānta: (differenzierter) Monismus, Basis Upanishaden Nyāya: Logiksystem Nyāya: Logiksystem Vaisheshika: analytische Naturphilosophie Vaisheshika: analytische Naturphilosophie

24 Anthropologie: Woraus besteht der Mensch? Upanishaden: Upanishaden: Suche nach dem Lebensträger Wasser Wasser Feuer Feuer Wind-Atem Wind-Atem ātman/ brahman ātman/ brahman

25 Anthropologie Klassisches Modell des Menschen

26 Anthropologie jīva: jīva: Sinnesorgane Sinnesorgane Denkorgan Denkorgan Ich-bewusstsein Ich-bewusstsein Erkennen Erkennen ātman: ātman: sat cit ānanda

27 Anthropologie: varnāshramadharma Schüler Schüler Haushalter Haushalter Eremit Eremit samnyāsin: Wanderasket samnyāsin: Wanderasket

28 Anthropologie: varnāshramadharma varnas: Klassen/ Stände (gesellschaftliche Hierarchie mit Maßstab Reinheit) varnas: Klassen/ Stände (gesellschaftliche Hierarchie mit Maßstab Reinheit) Brahmanen: Priester Brahmanen: Priester Kshatriyas: Adelige Kshatriyas: Adelige Vaishyas: Bauern, Händler Vaishyas: Bauern, Händler Shūdras: Diener Shūdras: Diener jāti: Kaste (erbliche, endogame Interessensgemeinschaft) jāti: Kaste (erbliche, endogame Interessensgemeinschaft)

29 Stellung von Frauen Patriarchale Frauenstereotype in der klassisch- brahmanischen Literatur Patriarchale Frauenstereotype in der klassisch- brahmanischen Literatur Natur der Frau: Verführerin Natur der Frau: Verführerin āshramas für Frauen: Tochter - Ehefrau - Witwe āshramas für Frauen: Tochter - Ehefrau - Witwe strīdharma: Gattendienst ist Gottesdienst strīdharma: Gattendienst ist Gottesdienst überschwängliche Verehrung der Frau als Mutter überschwängliche Verehrung der Frau als Mutter

30 Stellung von Frauen Satī als Erfüllung des Frauenideals? Satī als Erfüllung des Frauenideals? wichtigstes Frauenleitbild ist Sītā wichtigstes Frauenleitbild ist Sītā Bhakti-Bewegungen betonen die religiöse Gleichheit der Geschlechter und Kasten Bhakti-Bewegungen betonen die religiöse Gleichheit der Geschlechter und Kasten Moderne: Bemühungen um Besserstellung Moderne: Bemühungen um Besserstellung 1948: Gleichberechtigung in der Verfassung 1948: Gleichberechtigung in der Verfassung neue religiöse Rollen im Rahmen moderner Reformbewegungen neue religiöse Rollen im Rahmen moderner Reformbewegungen

31 Heilswege (margas) karmamarga: vedisch-brahmanischer Haus- und Opferritualismus, brahmanischer und volksreligiöser (Tempel-)Ritualismus karmamarga: vedisch-brahmanischer Haus- und Opferritualismus, brahmanischer und volksreligiöser (Tempel-)Ritualismus bhaktimarga: hingebungsvolle oft mystische Verehrung einer Gottheit bhaktimarga: hingebungsvolle oft mystische Verehrung einer Gottheit jnānamarga: Weg der spirituellen Erkenntnis mit Hilfe eines Guru jnānamarga: Weg der spirituellen Erkenntnis mit Hilfe eines Guru

32 Monotheismus? Quasimonotheismus (G. Oberhammer) Quasimonotheismus (G. Oberhammer) Homo- oder Äquitheismus (A. Michaels) Homo- oder Äquitheismus (A. Michaels) inklusiver Monotheismus (angelehnt an P. Hacker) inklusiver Monotheismus (angelehnt an P. Hacker)

33 Gottesbegriffe deva/ devī: in vedischer Zeit Göttergruppe, später Dorfgottheiten deva/ devī: in vedischer Zeit Göttergruppe, später Dorfgottheiten brahman: absoluter, transzendenter Seinsgrund brahman: absoluter, transzendenter Seinsgrund paramātman: Gott als ewiger, unendlicher und höchster atman paramātman: Gott als ewiger, unendlicher und höchster atman bhāgavan: herrlich, verehrungswürdig, bevorzugt von vishnuitischen Traditionen bhāgavan: herrlich, verehrungswürdig, bevorzugt von vishnuitischen Traditionen

34 Gottesbegriffe ishvara/ ishvarī: herrschen, bevorzugt von shivaitischen Traditionen ishvara/ ishvarī: herrschen, bevorzugt von shivaitischen Traditionen shakti: Kraft, weiblich personifizierte Kraft eines männlichen Gottes bis hin zur weiblichen Personifikation des Absoluten -mahādevī/ maheshvarī shakti: Kraft, weiblich personifizierte Kraft eines männlichen Gottes bis hin zur weiblichen Personifikation des Absoluten -mahādevī/ maheshvarī

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36 Purānischer Vishnuismus : Pāncarātra, Bhāgavata, Krishna-Gopāla + lokale Traditionen (bes. S-Indien) Vaishnava Sampradāyas (Überlieferungen) Shrī-Vaishnavas (Rāmānuja) Shrī-Vaishnavas (Rāmānuja) Gaudīya-Vaishnavas (Caitanya) Gaudīya-Vaishnavas (Caitanya) Rāma-Kult (Tulsīdās) Rāma-Kult (Tulsīdās) Vithoba-Kult/ Vārkarī-Panth (Tukārām) Vithoba-Kult/ Vārkarī-Panth (Tukārām)

37 Gottesbild der Bhagavadgītā Krishna als Grundlage des brahman Krishna als Grundlage des brahman Krishna ist Allgott: transzendent und immanent, Welt als Symbol für die Gegenwart Gottes Krishna ist Allgott: transzendent und immanent, Welt als Symbol für die Gegenwart Gottes Krishna als Gott der Gnade und der Liebe: Retter, der den Menschen nahe ist; durchdringt und erhält alle Wesen - Teilhabe an Gott Krishna als Gott der Gnade und der Liebe: Retter, der den Menschen nahe ist; durchdringt und erhält alle Wesen - Teilhabe an Gott

38 Avatāra-Lehre Ältere Mythen, klassische Formulierung in der BG, obwohl Begriff noch nicht vorkommt Ältere Mythen, klassische Formulierung in der BG, obwohl Begriff noch nicht vorkommt Gupta-Zeit: Liste mit 10 avatāras beansprucht Gültigkeit, viele Variationen Gupta-Zeit: Liste mit 10 avatāras beansprucht Gültigkeit, viele Variationen Tieravatāras: v.a. ikonographische Bedeutung Tieravatāras: v.a. ikonographische Bedeutung vollständige avatāras vollständige avatāras Vorstellung von Manifestation Gottes im Kultbild und im Herzen des Menschen Vorstellung von Manifestation Gottes im Kultbild und im Herzen des Menschen

39 Rāmānuja ( ) Shakti spielt überragende Rolle bei Schöpfung und Befreiung (Essenz der Gnade Gottes, Mittlerin zw. Gott und Mensch) Shakti spielt überragende Rolle bei Schöpfung und Befreiung (Essenz der Gnade Gottes, Mittlerin zw. Gott und Mensch) Identität brahman und Vishnu Identität brahman und Vishnu Vishishtādvaita-Vedānta: Einheit in Unterschiedenheit Vishishtādvaita-Vedānta: Einheit in Unterschiedenheit Gott ist höchste Person, charakterisiert durch Liebe und Mitleid Gott ist höchste Person, charakterisiert durch Liebe und Mitleid

40 Gnadentheologie im Shrī- Vishnuismus Rāmānuja: Gottes Gnade wirkt ohne den Menschen der Freiheit zu berauben Rāmānuja: Gottes Gnade wirkt ohne den Menschen der Freiheit zu berauben Katzenweg: Mensch ist passiv (Weg ist offen für Menschen unabhängig von Kaste und Glaube) Katzenweg: Mensch ist passiv (Weg ist offen für Menschen unabhängig von Kaste und Glaube) Affenweg: betont Kooperation von Gott und Mensch Affenweg: betont Kooperation von Gott und Mensch

41 Tulsīdās ( ) Intensive Rāma-Bhakti Intensive Rāma-Bhakti vorwiegend asketische Ordensgemeinschaft, unter seinen Anhängern Angehörige verschiedener Kasten, Kastenlose (heute: Kastenbeschränkungen wieder aufrecht) vorwiegend asketische Ordensgemeinschaft, unter seinen Anhängern Angehörige verschiedener Kasten, Kastenlose (heute: Kastenbeschränkungen wieder aufrecht) Prototyp des Bhakta ist Hanuman Prototyp des Bhakta ist Hanuman Verfasser der hindisprachlichen Version des Rāmāyana: Rāmcaritmānas Verfasser der hindisprachlichen Version des Rāmāyana: Rāmcaritmānas

42 Vedische Rudra-Verehrung nicht-purānischer Shivaismus: Populärer purānischer Shivaismus Populärer purānischer Shivaismus Pāshupata Pāshupata Nāyanmārs Nāyanmārs Tantrischer Shivaismus Tantrischer Shivaismus Asketenorden Asketenorden Shaiva Siddhānta Shaiva Siddhānta Lingāyats Lingāyats

43 Pāshupata Gründer: Lakula/ Lakulin, 2.Jh.n.u.Z. Gründer: Lakula/ Lakulin, 2.Jh.n.u.Z. mehrere Ordenszweige; Mitglieder männliche Brahmanen mehrere Ordenszweige; Mitglieder männliche Brahmanen Shiva als Herrscher, dämonische Züge spielen keine Rolle Shiva als Herrscher, dämonische Züge spielen keine Rolle Betonung von ahimsāa, strenge Askese Betonung von ahimsāa, strenge Askese

44 Tantrischer Shivaismus Kāpālīkas: bilden Gegenstück zu brahmanischer Orthodoxie; extreme Kultformen Kāpālīkas: bilden Gegenstück zu brahmanischer Orthodoxie; extreme Kultformen Kaschmirischer Shivaismus: extreme Kulte adaptiert, entwickelt sich zur Haushalter- religion; Theologie der Identität von Gott, Seele und Materie (bedeutender Theologe: Abhinavagupta, ) Kaschmirischer Shivaismus: extreme Kulte adaptiert, entwickelt sich zur Haushalter- religion; Theologie der Identität von Gott, Seele und Materie (bedeutender Theologe: Abhinavagupta, )

45 Shaiva-Siddhānta Shivaitische theologische Schule, die sich parallel zum Shri-Vishnuismus in S-Indien ab dem 12. Jh.u.Z. entfaltet Shivaitische theologische Schule, die sich parallel zum Shri-Vishnuismus in S-Indien ab dem 12. Jh.u.Z. entfaltet zentrale Lehre: ewige Existenz der drei Prinzipien: pati - pāshu - pāsha zentrale Lehre: ewige Existenz der drei Prinzipien: pati - pāshu - pāsha Shiva ist anfangloser, transzendenter Gott (alle anderen Götter sind nur mit Vollmacht ausgestattete Seelen) Shiva ist anfangloser, transzendenter Gott (alle anderen Götter sind nur mit Vollmacht ausgestattete Seelen) Shakti ist das Bindeglied zwischen Gott und Welt Shakti ist das Bindeglied zwischen Gott und Welt

46 Lingāyats Gründer: Basava ( n.u.Z.) Gründer: Basava ( n.u.Z.) Konzept des Ishtalinga Konzept des Ishtalinga sozio-religiöse Revolution: Gründung eines spirituellen Parlaments zum Aufbau einer neuen Religion und Gesellschaftsordnung sozio-religiöse Revolution: Gründung eines spirituellen Parlaments zum Aufbau einer neuen Religion und Gesellschaftsordnung Ideal der egalitären Gesellschaft steht im Widerspruch zur brahmanischen Tradition Ideal der egalitären Gesellschaft steht im Widerspruch zur brahmanischen Tradition

47 Lingāyat-Religion Träger des Linga: Protestanten des Ostens Träger des Linga: Protestanten des Ostens Zweig des Shivaismus Zweig des Shivaismus Zentrum: Glaube an einen einzigen Gott verehrt im kosmosgestaltigen Symbol des Linga Zentrum: Glaube an einen einzigen Gott verehrt im kosmosgestaltigen Symbol des Linga Texte: Vacanas Texte: Vacanas ethische Disziplinen: Arbeit als Mittel zur spirituellen Verwirklichung, Einsatz für soziale Gleichheit ethische Disziplinen: Arbeit als Mittel zur spirituellen Verwirklichung, Einsatz für soziale Gleichheit mystischer Pfad der Befreiung: zunehmende Realisierung der Einheit mit Gott mystischer Pfad der Befreiung: zunehmende Realisierung der Einheit mit Gott

48 Shaktismus Shakti = Kraft, Energie Shakti = Kraft, Energie Theologisches Konzept: ermöglicht Integration der Göttinnenverehrung (vermutlich vorarische Wurzeln) Theologisches Konzept: ermöglicht Integration der Göttinnenverehrung (vermutlich vorarische Wurzeln) Shakti als Element eines primär männlich personifizierten Gottes Shakti als Element eines primär männlich personifizierten Gottes Shaktismus: Traditionen, die der Shakti eine besondere Rolle innerhalb des Welt- und Befreiungsprozesses zu schreiben, am meisten tritt Shakti Shivas hervor Shaktismus: Traditionen, die der Shakti eine besondere Rolle innerhalb des Welt- und Befreiungsprozesses zu schreiben, am meisten tritt Shakti Shivas hervor

49 Shaktismus Verschiedene Formen der relativen Bedeutung der Shakti bis zur Identifikation mit dem Absoluten spiegeln sich in der Ikonographie Verschiedene Formen der relativen Bedeutung der Shakti bis zur Identifikation mit dem Absoluten spiegeln sich in der Ikonographie teilweise extreme Kultformen entwickelt (blutige Opfer, rituelle Verwendung von Fleisch, Alkohol, Sexualität), große Nähe zum tantrischen Shivaismus teilweise extreme Kultformen entwickelt (blutige Opfer, rituelle Verwendung von Fleisch, Alkohol, Sexualität), große Nähe zum tantrischen Shivaismus

50 Mahādevī Tendenz alle Göttinnen in eine große Göttin zusammen zu fassen Tendenz alle Göttinnen in eine große Göttin zusammen zu fassen bestimmte Göttinnen können diese Position einnehmen (Durgā, Kālī, Lakshmī) bestimmte Göttinnen können diese Position einnehmen (Durgā, Kālī, Lakshmī) Mahādevī identifiziert mit brahman, sie ist Grundlage und Stütze der Welt, Quelle aller Lebewesen und göttlichen Manifestationen Mahādevī identifiziert mit brahman, sie ist Grundlage und Stütze der Welt, Quelle aller Lebewesen und göttlichen Manifestationen Vereint gütige und schreckenerregende Aspekte, Leben und Tod Vereint gütige und schreckenerregende Aspekte, Leben und Tod

51 Moderner Hinduismus Neo-Hinduismus: 19./20.Jh., stark geprägt vom Advaita-Vedānta Neo-Hinduismus: 19./20.Jh., stark geprägt vom Advaita-Vedānta Gleichheit aller Menschen mit der ātman-Lehre begründet, Neuinterpretation von dharma als svadharma (Begabung und Charakter) Gleichheit aller Menschen mit der ātman-Lehre begründet, Neuinterpretation von dharma als svadharma (Begabung und Charakter) viele Reformbewegungen mit universalreligiöser Ausrichtung (z.B. Rāmakrishna-Bewegung) viele Reformbewegungen mit universalreligiöser Ausrichtung (z.B. Rāmakrishna-Bewegung)

52 Hindu-Nationalismus/ Fundamentalismus 19.Jh.: Neues nationales Selbstbewusstsein als Reaktion auf die Kolonialmächte und in Abgrenzung gegen das Christentum 19.Jh.: Neues nationales Selbstbewusstsein als Reaktion auf die Kolonialmächte und in Abgrenzung gegen das Christentum Ende 20.Jh.: einheitliches Hindu-Land als Leitidee des starken Hindu-Nationalismus, der mit einem religiösen Fundamentalismus einhergeht; politisch einflussreiche hindu- nationale Partei Ende 20.Jh.: einheitliches Hindu-Land als Leitidee des starken Hindu-Nationalismus, der mit einem religiösen Fundamentalismus einhergeht; politisch einflussreiche hindu- nationale Partei

53 Frauen im modernen Hinduismus Frauen erkämpfen sich im 20.Jh. den Zugang zum samnyāsa Frauen erkämpfen sich im 20.Jh. den Zugang zum samnyāsa Shrī Sāradā Math: 1954 wird nach langem Ringen der weibliche Ordenszweig der Rāmakrishna- Bewegung gegründet Shrī Sāradā Math: 1954 wird nach langem Ringen der weibliche Ordenszweig der Rāmakrishna- Bewegung gegründet Vishva Dharma-Bewegung: in den 1970er Jahren öffnet die Lingāyat-Reformbewegung alle religiösen Ämter für Frauen (1996 wird als erste Frau Māte Mahādēvi als Jagadguru inthronisiert) Vishva Dharma-Bewegung: in den 1970er Jahren öffnet die Lingāyat-Reformbewegung alle religiösen Ämter für Frauen (1996 wird als erste Frau Māte Mahādēvi als Jagadguru inthronisiert)


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