Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

1 Querschnitt- und Längsschnitterhebungen 24.4.2006 Christoph Buchinger Thomas Elssenwenger LV 0361: Methoden I, Dr. Regina Dittrich.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "1 Querschnitt- und Längsschnitterhebungen 24.4.2006 Christoph Buchinger Thomas Elssenwenger LV 0361: Methoden I, Dr. Regina Dittrich."—  Präsentation transkript:

1 1 Querschnitt- und Längsschnitterhebungen Christoph Buchinger Thomas Elssenwenger LV 0361: Methoden I, Dr. Regina Dittrich

2 2 Agenda Begriffsdefinitionen Daten und Designs Kohortendesigns Auswahl von Erhebungsdesigns

3 Begriffsdefinitionen Querschnittdesigns, Trend- und Paneldesigns

4 4 Unterscheidung Unterscheidung nach zeitlichen Faktor der Datenerhebung: einmalig  Querschnittsdaten mehrmalig  Längsschnittdaten  Trenddesign  Paneldesign Frage nach Einsatz der Methode  Interview  Beobachtung  Umfrage  etc.

5 5 Unterschied Querschnitt und Längsschnittdesign

6 6 Unterscheidung Trend- und Paneldesign Trenddesign: wiederholte Messung der gleichen Variablen mit jeweils unterschiedlichen Stichproben Stichprobe aus Personenmenge Stichprobenproblematik in Zusammenhang mit Trends Paneldesign: wiederholte Messung der gleichen Variablen bei gleichen Untersuchungseinheiten der untersuchte Personenkreis bleibt derselbe

7 7 Graphik Unterschied Trend- und Paneldesign

8 8 Informationshierarchie Paneldesign informativer als Trenddesign informativer als Querschnittsdesign

9 9 Probleme des Paneldesigns zwar generell informativer Theoretisch keinerlei Stichproben- und Messfehler Häufige praktische Probleme  Frage der stetigen Aktualität der zu beobachten Menge  Schwundquote pro Erhebungswelle (Panelmortalität)  bei europäischen Populationsfragen  Mittelschichtbias  potentieller Mehraufwand daher Wirtschaftlichkeit

10 Daten und Designs

11 11 Daten und Designs Erhebungsdesigns dienen der Sammlung aussagekräftiger Daten: Überprüfung Hypothesen deskriptive Studien: Beschreibung sozialer oder ökonomischer Verhältnisse Anwendung:  Querschnittdesigns Querschnittdaten  Trenddesigns Trenddaten  Paneldesigns Paneldaten Voraussetzung: Messungszeitpunkt = Erhebungszeitpunkt Ereignisse in Vergangenheit?

12 12 Retrospektivfragen Ereignisse aus Vergangenheit Arten:  „harte“ sozialdemographische Fakten (Bildungsabschluss, Jahr der Eheschließung,...)  konkrete Handlungen (Anzahl Zahnarztbesuche im letzten Jahr) Längschnittsdaten durch Retrospektivfragen auch als Querschnitterhebung (limitierend: Erinnerungsvermögen) Beispiel: Gegenwärtige Berufsposition, vor einem und vor zwei Jahren  Design A: Paneldesign mit drei Wellen in den Jahren 03, 04 und 05  Design B: Querschnittserhebung mit Retrospektivfragen im Jahr 05 Unterschied Datenqualität: Was bei monatlichen Einkommen vor 10 Jahren, Einstellungen?

13 13 Beispiel Retrospektivfragen: Wählerstromanalysen Querschnittsdesign:  Befragung des Wählers nach Verlassen des Wahllokals: 1.Aktuelle Stimmabgabe 2.Stimmabgabe bei der letzten Wahl (Recallfrage, mit Ungenauigkeit behaftet) Paneldaten:

14 14 Datentypen nach Zeitbezug: Querschnittdaten  Beschreibung: Variablenwerte der Untersuchungseinheiten beziehen sich auf einen Zeitpunkt  Anwendung: Erforschung von Beziehungen zwischen Variablen durch Unterschiede zwischen Beobachtungseinheiten (Individuen,...) zu einem bestimmten Zeitpunkt  Beispiele: Beobachtung von Konsumenten, Beschäftigte, Firmen zu einem bestimmten Zeitpunkt

15 15 Datentypen nach Zeitbezug: Zeitreihendaten  Beschreibung: Daten für eine einzelne Einheit (Person, Firma,...) die zu aufeinander folgenden Zeitpunkten beobachtet werden.  Anwendung: Studium der Entwicklung von Variablen im Zeitablauf (auch zur Vorhersage zukünftiger Entwicklungen dieser Variablen)  Beispiel Armutsquote: (‚Armutsquoten in Westdeutschland 1984 bis 1989) Alle11,0 12,410,610,7 Deutsche10,310,211,59,910,18,8 Ausländer24,124,829,424,422,924,3

16 16 Datentypen nach Zeitbezug: Paneldaten Beschreibung:  mehrere Untersuchungseinheiten  f ü r jede Einheit Beobachtungen bei zumindest zwei Zeitpunkten (T>1)  identischer Zeitintervall zwischen Beobachtungen (Zeitintervall meist gering, Zahl der Untersuchungseinheiten N relativ groß) Anwendung: Erforschung ö konomischer Beziehungen zwischen Beobachtungen sowie deren Entwicklung f ü r einzelne Einheiten  Beispiel: ORF-Panel

17 17 Datentypen nach Zeitbezug: Verlaufs- oder Ereignisdaten Beschreibung:  Verlaufs- oder Ereignisdaten messen Zeitintervalle zwischen zwei Ereignissen  Sowohl Querschnitt- (Retrospektivfragen) als auch Paneldesigns möglich  höherer Informationsgehalt als bei Paneldaten, da nicht stichtags- sondern ereignisbezogen!  Anwendung: Erhebung von Ereignisdaten

18 18 Datentypen nach Zeitbezug: Verlaufs- oder Ereignisdaten Beschreibung:  Verlaufs- oder Ereignisdaten messen Zeitintervalle zwischen zwei Ereignissen  Sowohl Querschnitt- (Retrospektivfragen) als auch Paneldesigns möglich  höherer Informationsgehalt als bei Paneldaten, da nicht stichtags- sondern ereignisbezogen! Anwendung: Erhebung von Ereignissen Beispiel: Entwicklung Familienstand

19 19 Datentypen nach Zeitbezug: Verlaufs- oder Ereignisdaten Beschreibung:  Verlaufs- oder Ereignisdaten messen Zeitintervalle zwischen zwei Ereignissen  Sowohl Querschnitt- (Retrospektivfragen) als auch Paneldesigns möglich  höherer Informationsgehalt als bei Paneldaten, da nicht stichtags- sondern ereignisbezogen! Anwendung: Erhebung von Ereignissen Beispiel: Entwicklung Familienstand

20 20 Entwicklung Familienstand

21 Kohortendesign

22 22 Kohortendesign Kohorte:  sich im Gleichschritt vorwärtsbewegende Bevölkerungsgruppe mit gemeinsamen Startereignis  Hintergrund: Mitglieder einer Kohorte sind gemeinsamen kulturellen und sozialökonomischen Einflüssen ausgesetzt, die sich auf den Lebensverlauf auswirken (Kohorteneffekte)  Ex-ante- (Lebensverlaufsstudie) und ex-post (nachträglich Zusammenfassung)  Unterscheidung: Kalenderzeit, Prozesszeit Beispiele:  Alterskohorte (70-79 Jahre)  Geburtenkohorte (Geburtsjahr 1980, Geburtsspanne )  Eheschließungskohorte (verheiratet seit 6-10 Jahren)  Berufsseintrittskohorte (berufstätig seit Jahren)  Kundenkohorte (Kunde seit 1 Jahr, Kunde seit 2004)

23 23 Kohortenuntersuchungen: 1. Kohorteneffekte Kohorteneffekte beziehen sich auf systematische Unterschiede zwischen Kohorten Beispiel: Scheidungsrisiko steigt seit Mitte der 50er Jahre (Anteil geschiedener Ehen bis zu einer Ehedauer von 9,5 Jahren in %)

24 24 Kohortenuntersuchungen: 2. Lebenszykluseffekte Systematische Zusammenhänge zwischen Merkmalen und seit Startereignis verstrichener Zeit Kalenderzeit-Untersuchungen: Abhängigkeiten von Projektzeit Beispiel: Kundenbindung pro Jahr nach Dauer der Kundenbeziehung

25 25 Kohortenuntersuchungen: 3. Periodeneffekte Historisch einmalig Beispiel: Scheidungen in Westdeutschland 1978: Abwarten der Gesetzesreform Periodeneffekt

26 26 Identifizierung von Effekten im Kohortendesign  Zur Separierung von Kohorten- und Lebenszykluseffekten benötigt man Längsschnittdaten  Praxis: mangels besserer Daten Lebenszykluseffekte nur mittels Querschnittdaten geschätzt (nur bei Annahme, dass keine Kohorteneffekte vorliegen, möglich).  „Lebenszyklus-Fehlschluss“: Bsp.: Altersabhängigkeit von Intelligenz (Geringere Schulbildung älterer Probanden).  Wenn möglich, Schätzung von Alters- (=Lebenzyklus-)Effekten getrennt nach Kohorten  Sterbetafeln: Beobachtung 100 Jahre, Prognose für weitere 100 Jahre

27 27 Identifizierung von Effekten im Kohortendesign

28 Auswahl von Erhebungsdesigns

29 29 Auswahl von Erhebungsdesigns Ausgangspunkt: Hypothese 1.Ermittlung erforderlichen Datentyp 2.Auswahl geeignetes Erhebungsdesig  Erfassung zuverlässig und mit geringem Aufwand  Retrospektivfragen zulässig? Bsp: Hypothese XY  Querschnitt- oder Längschnittdaten?  Querschnitt- oder Längschnittdesign?

30 30 Danke für die Aufmerksamkeit! Weitere Infos zu Panels: Sozioökonomisches Panel (SÖP): Befragung von ca Personen zu zahlreichen Merkmalen der ökonomischen und sozialen Lage, Erwerbstätigkeit, Familie etc (stehen Forschern bei begründetem Interesse zur Verfügung): Allgemeine Bevölkerungsumfrage:....


Herunterladen ppt "1 Querschnitt- und Längsschnitterhebungen 24.4.2006 Christoph Buchinger Thomas Elssenwenger LV 0361: Methoden I, Dr. Regina Dittrich."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen