Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

DI Günter Jaritz Abt. 13 – Naturschutz Amt der Salzburger Landesregierung.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "DI Günter Jaritz Abt. 13 – Naturschutz Amt der Salzburger Landesregierung."—  Präsentation transkript:

1 DI Günter Jaritz Abt. 13 – Naturschutz Amt der Salzburger Landesregierung

2 NATURSCHUTZ UND CC Rechtliche Grundlagen Gesetzliche Grundlagen für die Cross Compliance Bestimmungen im Bereich Naturschutz sind nur wenige Artikel der Vogelschutzrichtlinie (VS-Richtlinie) u. der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie); Nur wenn diese Richtlinienbestimmungen auch landesrechtliche Verbote od. ein Bewilligungspflichten vorsehen (nationale Umsetzung im Salzburger Naturschutzgesetz, Verordnungen), kann ein Verhalten zu Cross Compliance Sanktionen führen. Nicht jeder Verstoß gegen ein Landesnaturschutzgesetz/- verordnung Cross Compliance ist relevant.

3 –Grundsätzlich jeder Landwirt –Besondere Bestimmungen gelten für Betriebe mit Flächen in Natura 2000 Gebieten Wer ist betroffen? –Für die Kontrollen im Bereich Naturschutz sind die Fachbehörden in den Bundesländern zuständig; Die Vor-Ort-Kontrollen werden in erster Linie von beauftragten Unternehmen bzw. in Spezialfällen von Organen der Naturschutz- abteilung des Landes Salzburg durchgeführt; –Gemäß EU-Verordnung 1782/2003 sind ergänzend die Ergebnisse von Verwaltungskontrollen (Strafbescheide) für die Bewertung von Verstößen heranzuziehen; Wer kontrolliert? NATURSCHUTZ UND CC

4 Prüfumfang - wo wird geprüft? Grundlage für die Prüfung ist die landwirtschaftlich bewirtschaftete Fläche des Betriebes (Grundstücksanteile am Feldstück laut Mehrfachantrag / MFA, Almfutterfläche). Grundstücksanteile am Feldstück (GATL): landwirtschaftlich genutzte und stillgelegte Flächen GLÖZ-Flächen - Flächen mit Mindestanforderungen an den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand Sonstige Flächen außerhalb der MFA-Flächen werden in die Prüfung miteinbezogen, wenn ein Bezug zur aktiven landwirtschaftlichen Tätigkeit besteht (z.B. Erweiterung der Grünlandfläche durch Aufschüttungen in einem angrenzenden Moor).

5 Welche Anforderungen werden im Bundesland Salzburg kontrolliert? NATURSCHUTZ UND CC 1. Keine Beeinträchtigung von Landschaftselementen …besonders wertvolle u. landesrechtlich geschützte Biotope, wie Feucht- u. Streuwiesen, Mager- u. Halbtrockenstandorte, Moore, Gewässer oder artenreiche Hecken; 2. Keine Gelände verändernde Maßnahmen … über m² in Natura 2000 Gebieten nach der FFH-Richtlinie; 3. Keine Kulturumwandlungen und Nutzungsänderungen … wie bspw. Intensivierung, Aufforstung oder Umbruch von EU- geschützten Lebensräumen (z.B. Pfeifengrasstreuwiesen) in speziellen Natura 2000 Gebieten nach der FFH-Richtlinie; 4. Keine sonstigen Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten … besondere Tier- und Pflanzenartenschutzbestimmungen, wie bspw. das absichtliche Beunruhigen oder Töten von Vogelarten;

6 I. Landesweit prüfrelevant: NATURSCHUTZ UND CC A)Keine Beeinträchtigung von Landschaftselementen B)Keine sonstige Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten Wer ist von den Cross Compliance Bestimmungen betroffen? II.In speziellen Natura 2000 Gebieten nach der FFH-Richtlinie prüfrelevant: C) Keine Gelände verändernde Maßnahmen D) Keine Kulturumwandlungen und Nutzungsänderungen

7 NATURSCHUTZ UND CC Wer ist von den Cross Compliance Bestimmungen betroffen? III.In speziellen Natura 2000 Gebieten nach der Vogelschutz- u. FFH-Richtlinie prüfrelevant: E) besondere Artenschutzbestimmungen... Entgegen den Verordnungs- bestimmungen Pestizide eingesetzt; … Standorte besonders geschützter Pflanzen beeinträchtigt od. zerstört; Pflanzenarten absichtlich beschädigt, vernichtet oder von ihrem Standort entfernt; IV.Nur auf wenigen Sonderstandorten prüfrelevant: F) besondere Artenschutzbestimmungen

8 A. Keine Beeinträchtigung von Landschaftselementen (Lebensräumen) NATURSCHUTZ UND CC - LANDESWEIT Im Rahmen der Salzburger Biotopkartierung kundgemachte und damit gesetzlich geschützte Biotope (§24/2 NSchG 1999): Feuchtwiesen sowie Trocken- und Magerstandorte ab m² FOLGENDE LEBENSRÄUME MIT EINE HOHEN BIS SEHR HOHEN ÖKOLOGISCHEN WERTIGKEIT: Vom gesetzlichen Lebensraumschutz erfasste Biotope (§24/1 NSchG 1999): Moore, Sümpfe, Quellfluren, fließende oder stehende Gewässer (inkl. Uferbereiche)

9 … Ablagerungen, Aufschüttungen, Abtragungen sowie Einebnungen von Böschungen, Planierungen sowie Verfüllungen von Senken … Bestandes verändernde Düngung bzw. Düngung bisher nicht gedüngter Flächen NATURSCHUTZ UND CC - LANDESWEIT … Neudränagierungen … Instandsetzung über einen längeren Zeitraum hindurch nicht mehr intakter Entwässerungssysteme … Über das bisherige bzw. erlaubte Ausmaß hinausgehende Instandhaltung von Entwässerungsgräben und Bächen MÖGLICHER VERSTOSS: … dauernde Beseitigung von Busch- und Gehölzgruppen in der freien Landschaft und außerhalb des Waldes sowie von Heckenzügen LANDESWEIT RELEVANT! PRÜFRELEVANT?

10 … nicht heimische Tier- und Pflanzenarten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht im Rahmen der ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung ausgesetzt bzw. angesiedelt NATURSCHUTZ UND CC - LANDESWEIT … Vogelarten absichtlich beunruhigt, verfolgt, gefangen oder getötet MÖGLICHER VERSTOSS: B. Keine sonstige Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten … Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von Vogelarten absichtlich beschädigt oder vernichtet bzw. Eier absichtlich zerstört, entnommen, gesammelt oder in Besitz genommen … Vögel gehalten die nicht gejagt bzw. gefangen werden dürfen; nicht selektive Fang- oder Tötungsmethoden bzw. –mittel eingesetzt LANDESWEIT RELEVANT PRÜFRELEVANT?

11 … Bodenverwundungen, Abtragungen od. Aufschüttungen über m² durchgeführt MÖGLICHER VERSTOSS: PRÜFANFORDERUNGEN – NATURA 2000-GEBIETE C. Keine Gelände verändernden Maßnahmen Betroffene Schutzgebiete Wallersee – Wengermoor (NSG) Winkelmoos (NSG) Sieben Möser – Gerlosplatte (NSG) Hundsfeldmoor – Obertauern (NSG) Gerzkopf (NSG) Europaschutzgebiet Rotmoos Käfertal Seetaler See (LSG/NDM) Bluntautal (GLT) Nationalpark Hohe Tauern Kalkhochalpen (NSG) Salzachauen Untersberg-Vorland (LSG/PSG) NUR IN NATURA 2000 GEBIETEN NACH DER FFH-RICHTLINIE! PRÜFRELEVANT?

12 … auf EU-relevanten Biotopflächen Kulturumwandlungen oder Nutzungs- änderungen durchgeführt (Neuaufforstung, Wiesenumbruch, Intensivierung); PRÜFANFORDERUNGEN – NATURA 2000-GEBIETE MÖGLICHER VERSTOSS: D. Keine Kulturumwandlungen oder Nutzungsänderungen Betroffene Schutzgebiete Wallersee – Wengermoor (NSG) Winkelmoos (NSG) Hundsfeldmoor – Obertauern (NSG) Gerzkopf (NSG) Europaschutzgebiet Rotmoos Käfertal Seetaler See (LSG/NDM) Bluntautal (GLT) Nationalpark Hohe Tauern Kalkhochalpen (NSG) Salzachauen Untersberg Vorland (LSG/PSG) NUR IN NATURA 2000 GEBIETEN NACH DER FFH-RICHTLINIE! PRÜFRELEVANT?

13 … entgegen den Verordnungsbestimmungen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen Pestizide angewendet; PRÜFANFORDERUNGEN – NATURA 2000-GEBIETE IN DEN GEPL. EUROPASCHUTZGEBIET UNTERSBERG-VORLAND U. WEIDMOOS RELEVANT E. Keine sonstigen Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten – besondere Artenschutzbestimmungen MÖGLICHER VERSTOSS: PRÜFRELEVANT?

14 PRÜFANFORDERUNGEN – SONDERSTANDORTE … Standort der Pflanzen beeinträchtigt od. zerstört; Pflanzenarten absichtlich beschädigt, vernichtet oder von ihrem Standort entfernt Zwei relevante Pflanzenarten an jeweils Standorten im Bundesland Salzburg MÖGLICHER VERSTOSS: F. Keine sonstigen Beeinträchtigungen von Lebensräumen und Arten – besondere Artenschutzbestimmungen IN BEKANNTEN VORKOMMENSGEBIETEN DER BESONDERS GESCHÜTZTEN PFLANZENARTEN (ANHANG IV FFH-RL) PRÜFRELEVANT?

15 –Nur ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz samt relevanter Verordnungen kann zu einem Cross Compliance - Verstoß führen! –Kein Verstoß liegt vor, wenn für die getätigte Maßnahme eine naturschutzrechtliche Bewilligung oder Ausnahmebewilligung vorliegt bzw. wenn es sich dabei um einen durch Gesetz od. Verordnung erlaubte Eingriffe handelt! –Die landesgesetzlichen Bestimmungen (z.B. des gesetzlichen Lebensraumschutzes) gehen teilweise über die Cross Compliance Bestimmungen hinaus; –Bei Teilnahme an der ÖPUL Maßnahme Pflege ökologisch wertvoller Flächen sind besondere Bestimmungen einzuhalten. Wichtige Hinweise


Herunterladen ppt "DI Günter Jaritz Abt. 13 – Naturschutz Amt der Salzburger Landesregierung."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen