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Www.Ihr-Betriebsarzt.net Dr.H.Arnold Erste Hilfe im Betrieb Zur Unterweisung der Mitarbeiter nach dem Arbeitsschutzgesetz Teil eins- Allgemeiner Teil Die.

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1 Dr.H.Arnold Erste Hilfe im Betrieb Zur Unterweisung der Mitarbeiter nach dem Arbeitsschutzgesetz Teil eins- Allgemeiner Teil Die Bearbeitung dieser Folien ersetzen natürlich nicht die Ausbildung zum Ersthelfer, wie sie gesetzlich vorgeschrieben ist.

2 Dr.H.Arnold Erste Hilfe – Was ist das? Erste Hilfe beinhaltet alle Maßnahmen, die ein Laie durchführen kann, damit sich der Gesundheitszustand eines Verletzten oder Erkrankten bis zum Eintreffen profesioneller Hilfe nicht verschlechtert oder möglichst wenig verschlechtert. Dazu gehört beispielsweise auch: Selbst- und Drittschutz Absichernder Unfallstelle Retten aus akuter Gefahr Lebensrettende Maßnahmen ( Herzmassage, Beatmung, Blutstillung,Schockbekämpfung..) Korrekte Lagerung Notruf an den Rettungsdienst Zuwendung und Trost

3 Dr.H.Arnold Wichtige 4 Grundregeln im Notfall Unbedingt: Ruhe bewahren ! Reihenfolge im Kopf durchgehen: 1. Erkennen 2. Überlegen 3. Handeln Vor Rettungsversuchen: Auf Eigen- und Drittschutz achten (z.B. Strom- oder Gefahrstoffunfälle) Unfall melden! Telefonnummer 112 bundesweit

4 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

5 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

6 Dr.H.Arnold Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist Nicht blindlings zur Unfallstelle eilen. Denken Sie daran Ihre eigene Gesundheit zu schützen und achten Sie auf die Gefahren, die dem oder den Unfallopfern zum Verhängnis wurde: Giftige Gase in der Atemluft (Geruch, offensichtlich schlecht belüftete Fundstelle, bereits bei Annäherung kein Hinweis auf wesentliche Verletzung). Keine elektrische Schalter betätigen (wegen Gefahr der Funkenbildung), für Belüftung sorgen. Feuerwehr notwendig wg. Atemschutz! Stromunfall ( Sichtbare Kabel, Achtung bei Verdacht auf Hochspannungskabel wegen der Gefahr des Lichtbogens ohne direkten Kontakt mit der stromführenden Leitung)

7 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

8 Dr.H.Arnold Absichern des Unfallortes Insbesondere bei Autounfällen ist in unübersichtlichen Situationen eine Absicherung der Unfallstelle unerlässlich um Folgeunfälle zu vermeiden.

9 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

10 Dr.H.Arnold Entfernen des Opfers aus der Gefahrenzone Sofern für Opfer und /oder Helfer am Fundort (Gase, Feuer...) Gefahren ergeben, muß zunächst das Opfer an einen sicheren Ort verbracht werden. Zum Transport hat sich, sofern eine Trage nicht akut zur Verfügung steht, der sogenannte Rautek-Griff bewährt. Hierbei wird ein Unterarm des Opfers auf seinen Brustkorb gelegt, der Helfer greift unter den Achseln des Opfers durch und kann auf diese Weise rückwärtsgehend, das Opfer in Sicherheit bringen.

11 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

12 Dr.H.Arnold Melden des Unfalls oder Organisation der Meldung Wer meldet? Name des Unternehmens und Ihr Name Wo geschah der Unfall? Möglichst genaue Ortsbeschreibung Was ist geschehen? Kurze Beschreibung der Situation Wieviel Betroffene? Welche Verletzung/Erkrankung? Beschreiben was man sieht. Ist der Zustand vermutlich lebensbedrohlich? Wenn Sie den Bericht abgegeben haben, legen Sie bitte nicht sofort auf, um Rückfragen zu ermöglichen !!!

13 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

14 Dr.H.Arnold Voraussetzungen für erfolgreiche Wiederbelebungsmaßnahmen 1. Bei mehreren Helfern:Einer gibt das Kommando und behält den Überblick. 2. Platz schaffen wenn möglich, evt. den Betroffenen an einen (nahen) Ort bringen um guten Zugang zu ihm zu haben. 4. Lagerung des Betroffenen auf einer harten Unterlage (= Boden). 3. Wiederbeleben ist körperlich anstrengend. Wenn möglich und nötig für regelmäßige Ablösung der Helfer sorgen.

15 Dr.H.Arnold Versorgen des/der Opfer Kontrolle der Atmung Brustkorbbewegung / Atemgeräusch / Luftstrom spüren Kein Bewustsein Vorhandene Atmung: Bei Bewustlosigkeit mit Atmung -- stabile Seitenlage Kontrolle des Bewustseins Ansprechen / Rütteln Vorhandenes Bewustsein: Versorgung von Verletzungen Vorbeugung von einem Schock Bei Fehlen der Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung Wenn keine Atmung vorhanden ist erübrigt sich die Pulskontrolle. Es soll sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden!

16 Dr.H.Arnold Erkennen von Atemstillstand Bei Bewusstlosen zunächst den Mund öffnen um eventuell vorhandene Fremdkörper zu entfernen. Den Kopf vorsichtig nach hinten überstrecken (um die Luftröhre freizuhalten) danach : Bei vorhandener Atmung : Bewustlose Personen in stabile Seitenlage bringen und den Zustand (Kreislauf und Atmung) weiter beobachten, nicht alleine lassen ! Auf Brustkorbbewegungen und Atemgeräusche achten, evt. die Wange über den Mund des Opfers halten um die Ausatemluft zu spüren

17 Dr.H.Arnold Stabile Seitenlage Seitlich neben den Verunfallten knien, Arm der näheren Seite etwas unter den Körper schieben, Bein der näheren Seite aufstellen (ca 90 ° im Kniegelenk) und den ganzen Körper auf die eigene Seite drehen. Den unter dem Körper liegenden Arm vorsichtig nach hinten ziehen, den Kopf etwas überstrecken und auf den Handrücken der zweiten Hand legen.

18 Dr.H.Arnold Atemspende Sofern kein Beatmungsbeutel vorhanden ist, erfolgt die Atemspende Mund zu Nase. Dabei wird der Kopf überstreckt, die Nase mit dem Mund vollständig umschlossen und die Luft eingeblasen. Kontrolle der Brustkorbbewegung, um erkennen zu können, dass die Luft in die Lunge und nicht in den Magen gelangt. Das Gesicht zwischen den Atemspenden abwenden um frische Luft einzuatmen.

19 Dr.H.Arnold Erkennen des Kreislaufstillstandes Die Tätigkeit des Herzens ist an der Pulswelle zu erkennen. Den Puls kann man besonders gut am Hals (neben dem Kehlkopf), am Handgelenk (Wenn man von der Daumenseite kommend über das Handgelenk gerade auf den Unterarm rutscht, genau neben dem Speichenknochen) oder in der Leistenbeuge (etwa in der Mitte) spüren. Entgegen den früheren Empfehlungen ist die Feststellung der Pulslosigkeit kein Kriterium um mit der Herz- Lungen- Wiederbelebung zu beginnen. Allein Bewustlosigkeit und Atemstillstand reichen aus.

20 Dr.H.Arnold Atemspende/Herzdruckmassage Betroffenen auf harte Unterlage legen Oberkörper weitgehend freimachen Versuch des sog. praecordialen Faustschlages; kurzer, heftiger Fausthieb auf die linke untere Brustseite um mögliche Rhythmusstörungen zu unterbrechen Druckpunkt suchen (ca 2 Querfinger über dem Rippenwinkel) Ca 4-5 cm den Brustkorb mit übereinander gelegten Händen eindrücken 2 Atemspenden zu Beginn, dann 30 Herzdruckmassage gefolgt von einer Atemspende im Wechsel.

21 Dr.H.Arnold Atemspende/Herzdruckmassage Bei der Zweihelfer Methode ist das Verhältniss Herzdruck zu Beatmung auch 30 zu 2, aber die beiden Phasen können mehr ineinander übergehen und damit effektiver wirken. Sinnvollerweise sollten die Helfer an gegenüberliegenden Seiten platziert sein! Da im Blut immer noch Restsauerstoff vorhanden ist, steht die Herzmassage im Vordergrund!

22 Dr.H.Arnold Atemspende/Herzdruckmassage Inzwischen werden in vielen öffentlichen Gebäuden sogenannte AED (Automatische Externe Defibrillatoren) angebracht. Diese sollen durch einen Elektroschock ein Herzkammerflimmern beenden und eine normale Herzaktion ermöglichen. Die Anwendung ist auch für den Laien möglich, da das Gerät alle Anweisungen per Sprachausgabe mitteilt und die Diagnostik übernimmt. Dabei wird das Gerät an einem gekennzeichnetem Schalter gestartet, auf Anweisung Elektrodenkabel eingesteckt, die Elektroden ausgepackt und an dem entblößten Oberkörper angeklebt. Daraufhin übernimmt das Gerät die Diagnostik und empfiehlt bei Herzkammerflimmern einen Elektroschock auszulösen. Nun ist es wichtig LAUT alle weiteren Personen von dem Patienten fernzuhalten (und sich selbst auch..) und mit einem Knopfdruck den Elektroschock auszulösen. Danach geht die Wiederbelebung weiter!

23 Dr.H.Arnold Atemspende/Herzdruckmassage Die Herz Lungen Wiederbelebung lässt sich nicht durch das Lesen dieser Kurzbeschreibung lernen, sondern nur durch praktische Übungen unter Anleitung an einer Übungspuppe. Aber: Jede Wiederbelebungsmaßnahme ist besser als keine! Und wichtig zu wissen: Ausser bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (und die ist in der Regel auszuschließen) wird kein Ersthelfer rechtlich belangt, auch wenn durch nicht ganz korrekte Hilfe sich ein Sach- oder gar Gesundheitsschaden bei dem zu Helfenden ergeben hat. Regelmäßig entstehen rechtliche Konsequenzen aber bei unterlassener Hilfeleistung, da hier regelmäßig ein Schaden für das Opfer folgt....

24 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der profesionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

25 Dr.H.Arnold Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen Auch wenn Sie keine weiteren Maßnahmen für die Opfer leisten können, lassen Sie diese nicht allein, wenden Sie sich ihnen zu, versuchen Sie beruhigend auf sie einzuwirken, ihnen Mut und Trost zu geben.

26 Dr.H.Arnold Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun? Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist (Stromunfälle, Gase,Feuer) Evt. Absichern des Unfallortes Entfernen der Verunfallten aus der akuten Gefahrenzone Wenn möglich: melden des Unfalls oder Meldung organisieren. Versorgen des/der Opfer Zuspruch und Beistand für die Opfer, diese nicht allein lassen. Begleitende Maßnahmen: Einweisen der professionellen Helfer und Schutz der Opfer vor Schaulustigen

27 Dr.H.Arnold Begleitende Maßnahmen Sorgen Sie dafür, dass die professionellen Helfer schnell und ohne Umwege die Unfallstelle erreichen (Einweisen!) Leider ist die Unsitte nach wie vor verbreitet, dass Schaulustige die Opfer bedrängen oder die Rettungsmaßnahmen behindern. Dies muß verhindert werden!

28 Dr.H.Arnold Spezielle Krankheitsbilder Spezielle Krankheitbilder und deren Erste Hilfe Maßnahmen werden im Teil Zwei der Foliensammlung Erste Hilfe im Betrieb dargestellt....


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