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Betriebsbuchhaltung - Kostenrechnung Vorlesungen 5-7.

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Präsentation zum Thema: "Betriebsbuchhaltung - Kostenrechnung Vorlesungen 5-7."—  Präsentation transkript:

1 Betriebsbuchhaltung - Kostenrechnung Vorlesungen 5-7

2 Sie können anhand von Beispielen erläutern, wo und wofür Kosten in einem Betrieb angefallen sind. Sie können aufgrund der betrieblichen Rahmenbedingungen ein geeignetes Kalkulationsverfahren auswählen und die Kalkulation durchführen. Sie können den Unterschied zwischen Voll- und Teilkosten in der Kalkulation anhand von selbst gewählten Beispielen darstellen. Lernziel - Kostenverrechnung auf Vollkostenbasis

3 Kostenverrechnung auf Vollkostenbasis

4 Kostenverrechnung auf Teilkostenbasis

5 Kostenverrechnung Selbstkosten MaterialkostenFertigungskosten Verwaltungs- kosten Vertriebskosten Herstellkosten Kostengrößen:

6 Kalkulationsverfahren

7 Problemstellung Dem Cateringunternehmen wurde der Logistikpartner zu teuer. Daher entschließt es sich, in Zukunft mit eigenen Lieferfahrzeugen zuzustellen. Dazu soll testweise ein Lieferfahrzeug angeschafft und auch ein neuer Mitarbeiter angestellt werden.Der Controller wird beauftragt, die dadurch entstehenden Kosten zu ermitteln. Wie wird er dies tun?

8 Für Einproduktbetriebe mit einheitlichem Arbeitsgang: Einfache Divisionskalkulation Kosten je Einheit = Kosten / Menge

9 Beispiel 2-19 Der Controller wird beauftragt für das neue Lieferfahrzeug entsprechende Voll- und Teilkostensätze je gefahrenen Kilometer zu ermitteln. Er errechnet daher je gefahrenen Kilometer a)die durchschnittlichen vollen Kosten (Vollkostenrechnung) b)die durchschnittlichen variablen Kosten (Teilkostenrechnung). Das Fahrzeug soll geplanterweise im nächsten Jahr im Durchschnitt Kilometer im Einsatz sein. Folgende Kostendaten sind zusätzlich bekannt: Ø Treibstoffverbrauch je 100 km6,8 Liter Ø Kosten je Liter Treibstoff 0,98 Ø Personalkosten für Fahrer ,00 p.a. Kaufpreis Liefer–LKW exkl. 20 % USt ,00 Nutzungsdauer2 Jahre Restwert am Ende der Nutzungsdauer 4.000,00 Die Abschreibung des Fahrzeugs erfolgt zeitabhängig und linear.

10 Reifenstückpreis exkl. 20 % USt 75,00 Gesamtnutzung Kilometer Die Abschreibung der Bereifung erfolgt leistungsabhängig. kalkulatorischer Zinssatz8% p.a. jährliche Servicekosten 300,00 Diese sind zur Hälfte zeitabhängig, zur Hälfte kilometerabhängig. jährliche Reparaturkosten 300,00 (gemäß Angabe des Herstellers) Beispiel 2-19

11 Kostenart Kosten in gesamt Kosten in fix Kosten in variabel Material (Treibstoff) Personal Abschreibungen auf Fahrzeug auf Bereifung Zinsen auf Fahrzeug auf Bereifung Servicekosten Wagnisse 7.497, , ,00 450,00 948,00 12,00 300, , ,00 948,00 12,00 150, ,00 450,00 150,00 Summe77.357, , ,00 Lösung 2-19

12 a) Ø volle Kosten je gefahrenem Kilometer= / = 0,69 b) Ø variable Kosten je gefahrenem Kilometer= 8.247/ = 0, Zeit Wert Zeit Wert

13 Lösung Variation 2-19 Kostenart Kosten in gesamt Kosten in fix Kosten in variabel Material (Treibstoff) Leasing Fahrzeug Reifen Zinsen (nur Reifen) Personal Servicekosten Wagnisse 7.497, ,00 450,00 12, ,00 300, ,00 12,00 150, ,00 450, ,00 150,00 Summe80.309, , ,00 a) Ø volle Kosten je gefahrenem Kilometer= / = 0,71 b) Ø variable Kosten je gefahrenem Kilometer= / = 0,61 Variation 2-19 Das Fahrzeug wird geleast (Jahresbindung), wobei die Leasingkosten pro Jahr (exkl. Reifen, Servicekosten und Reparaturkosten) ,00 (exkl. USt) betragen. Der Fahrer wird über eine Personalleasingfirma bereitgestellt, wobei dieser 0,54/km an Kosten verursacht.

14 Stufenweise Divisionskalkulation Für Einproduktbetriebe mit einheitlichem Arbeitsgang bei Differenz zwischen Produktions- und Absatzmenge: Mehrstufige Kalkulation:

15 Beispiel 2-20 Das Cateringunternehmen füllte im vergangenen Quartal Liter Bier ab. Die Kosten für Material und Produktion beliefen sich auf ,00. Die Verwaltungsgemeinkosten betrugen ,00. Für den Vertrieb fielen ,00 an, jedoch wurden nur Liter Bier abgesetzt. Der Controller berechnet die vollen Kosten je Liter Bier: volle Kosten je Liter= ( )/ /78.750= 1,44

16 Beispiel 2-21 Die Herstellung der Torte "Vienna Symphony" erfolgt in einem dreistufigen Prozess bestehend aus Arbeitsvorbereitung/Teigmischung, Formen/Backen und Glasur/Verzierung. Im vergangenen Halbjahr fielen für diese Torte ,00 an Kosten für Zutaten an, die zu kg Teig verarbeitet wurden. Die Kosten für Personal, Abschreibungen u.a. dieser Stufe betrugen ,00, wovon 6.820,00 variabel waren. In der nächsten Stufe wurden aus kg Teig Torten geformt und gebacken (der restliche Teig wurde eingefroren), wofür weitere Kosten in Höhe von ,00 entstanden, ,00 davon variabel. 5% der Torten waren verbacken, konnten jedoch zu einem Sonderpreis von 3,00 je Stück verkauft werden. Die Kosten für Glasur und Verzierung beliefen sich auf weitere 6.840,00, 4.275,00 davon waren variabel. Ermittelt werden a)die vollen Herstellkosten je verkaufter Torte b)die variablen Herstellkosten je verkaufter Torte.

17 a) volle Kosten der Stufe 1= ( )/17.000= 1,60 je Kilo Teig volle Kosten der Stufe 2= (13.500*1, –1.350)/8.550= 5,00 je gebackener Torte volle Kosten der Stufe 3= (8.550* )/8.550= 5,80 je verzierter Torte b) variable Kosten der Stufe 1= ( )/17.000= 1,10 je Kilo Teig variable Kosten der Stufe 2= (13.500*1, –1.350)/8.550= 3,50 je gebackener Torte variable Kosten der Stufe 3= (8.550*3, )/8.550= 4,00 je verzierter Torte Lösung 2-21

18 Lösung Variation 2-21 Kosten Stufe 2 ursprünglich = fix, variabel Kosten Stufe 2 Variation = /9.000*10.000= = Kosten Stufe 3 ursprünglich = fix, variabel Kosten Stufe 3 Variation = /8.550*7.600= = a) volle Kosten der Stufe 1= ( )/17.000= 1,60 je Kilo Teig volle Kosten der Stufe 2= (15.000*1, –1.500)/9.500= 4,93 je Torte volle Kosten der Stufe 3= (7.600*4, )/7.600= 5,77 je Torte b) variable Kosten der Stufe 1= ( )/17.000= 1,10 je Kilo Teig variable Kosten der Stufe 2= (15.000*1, –1.500)/9.500= 3,50 je Torte variable Kosten der Stufe 3= (7.600*3, )/7.600= 4,00 je Torte Variation 2-21 In der Stufe 2 werden kg zu Torten geformt und gebacken. In der Stufe 3 werden 80% des regulär verkaufbaren Outputs der Stufe 2 weiterverarbeitet. Der Rest wird schockgefroren und auf Lager gelegt

19 Äquivalenzzahlenkalkulation Aufteilung der Gemeinkosten auf Recheneinheiten: Recheneinheiten Produktsorte 1 = Produktmenge 1 * Äquivalenzzahl 1 Recheneinheiten Produktsorte 2 = Produktmenge 2 * Äquivalenzzahl 2 Kosten der Produktsorten: Kosten Produktsorte 1 = Kosten je Recheneinheit * Recheneinheiten Produktsorte 1 Kosten Produktsorte 2 = Kosten je Recheneinheit * Recheneinheiten Produktsorte 2 Kosten der Kostenträger: Kosten je Stück Produktsorte 1 = Kosten je Recheneinheit*Äquivalenzzahl 1 Kosten je Stück Produktsorte 2 = Kosten je Recheneinheit*Äquivalenzzahl 2

20 Beispiel 2-22 Das Cateringunternehmen erzeugte in der vergangenen Abrechnungsperiode u.a. einen Holunderblütensaft, der in vier unterschiedlichen Packungsgrößen angeboten wird: Packungsgr öß e VerpackungsartMenge 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter Tetrapack Aluminiumdose Plastikflasche Liter Liter Liter Liter Die Kosten für die Herstellung der Limonade betrugen in Summe ,00. Davon waren ,00 variabel und 8.000,00 fix. Tetrapak und Dosen wurden zu einem Nettopreis von 0,07 bzw. 0,10 je Stück zugekauft. Die Kosten für Material und Herstellung der Plastikflaschen betrugen in Summe 5.000,00 ( 1.000,00 davon waren fix, der Rest variabel). Die 1–Liter–Flasche kostet 1,5 mal so viel wie die 0,5–Liter–Flasche. Die Kosten für die Abfüllung eines Tetrapacks, einer Dose, einer 0,5–Liter und einer 1- Liter–Flasche stehen im Verhältnis 3:2:1 :0,8. In Summe beliefen sich diese Kosten auf 6.000,00, davon waren 5.000,00 fix. Es werden je Stück der einzelnen Packungsgrößen errechnet a)die vollen Herstellkosten b)die variablen Herstellkosten.

21 Lösung 2-22 a) volle Limonadenkosten: volle Kosten je Liter= /48.600= 0,494 SorteKosten je Liter in Limonadenkosten je Packung in 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,4940,099 0,163 0,247 0,494

22 Lösung 2-22 volle Verpackungskosten je Recheneinheit= 5.000/65.000= 0,077 volle Verpackungskosten: Sorte Kosten je RE in Ä quivalenzzahl Verpackungskosten je Packung in 0,5 Liter 1 Liter 0,0771,0 1,5 0,077 0,116 SorteÄquivalenzzahlMengeRecheneinheiten 0,5 Liter 1 Liter 1,0 1, Summe

23 Lösung 2-22 volle Abfüllkosten: Sorte Ä quivalenzzahl MengeRecheneinheiten 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 3,0 2,0 1,0 0, Summe Sorte Kosten je RE in Ä quivalenzzahl Abf ü llkosten je Packung in 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,0533,0 2,0 1,0 0,8 0,159 0,106 0,053 0,042 volle Abfüllkosten je Recheneinheit= 6.000/ = 0,053

24 Lösung 2-22 volle Herstellkosten gesamt: Sorte in LimonadeVerpackung Abf ü llung Summe 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,099 0,163 0,247 0,494 0,070 0,100 0,077 0,116 0,159 0,106 0,053 0,042 0,328 0,369 0,377 0,652

25 b) variable Limonadenkosten: Kosten je Liter= /48.600= 0,329 Sorte Kosten je Liter in Limonadenkosten je Packung in 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,3290,066 0,109 0,165 0,329 variable Verpackungskosten: Sorte Kosten je RE in Ä quivalenzzahl Verpackungskosten je Packung in 0,5 Liter 1 Liter 0,0621,0 1,5 0,062 0,093 Lösung 2-22 variable Verpackungskosten je Recheneinheit= 4.000/65.000= 0,062

26 Lösung 2-22 variable Abfüllkosten: Sorte Kosten je RE in Ä quivalenzzahl Abf ü llkosten je Packung in 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,0093,0 2,0 1,0 0,8 0,027 0,018 0,009 0,007 variable Herstellkosten gesamt: Sorte in LimonadeVerpackung Abf ü llung Summe 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 0,066 0,109 0,165 0,329 0,070 0,100 0,062 0,093 0,027 0,018 0,009 0,007 0,163 0,227 0,236 0,429 variable Abfüllkosten je Recheneinheit= 1.000/ = 0,009

27 Lösung Variation 2-22 Kosten je RE= /53.260= 0,94 Sorte ÄZÄZ Menge in LiterRecheneinheiten 0,2 Liter 0,33 Liter 0,5 Liter 1 Liter 1 1, ÄZÄZ Kosten je RE Kosten je LiterLiter je PackungKosten je Packung 1 1,1 0,94 1,034 0,2 Liter 0,33 Liter 0,50 Liter 1 Liter 0,188 0,345 0,517 1,034 Variation 2-22 Zusätzlich sollen Transportkosten in Höhe von ,00 auf die Verpackungseinheiten verteilt werden. Die Bezugsgröße für die Transportkosten stellt der Platzbedarf dar, wobei es bei Dosen und Plastikflaschen zu einem um 10% höheren Raumbedarf pro Liter im Vergleich zu Tetrapack kommt.

28 Problemstellung Geschäftsleitung, Verkaufsleiter, Küchenchef und Controller des Cateringunternehmens sitzen an einem heißen Freitagnachmittag bereits seit einigen Stunden im Besprechungszimmer. Sie alle blättern in den Preislisten der Konkurrenz. Man musste feststellen, dass die Preise der Konkurrenz teilweise sehr stark von den eigenen Preiskalkulationen abweichen. Man sucht nach Gründen. Der Küchenchef meint, dass die bisher verwendeten Methoden der Divisionskalkulation einfach unzureichend seien. Der Controller gibt zu, dass es praktisch unmöglich sei, passende absolute Bezugsgrößen zu finden, da die Aufträge sehr unterschiedlich sind. Auch die zuletzt verwendeten Kostenverhältnisse führten nicht wirklich zum Ziel. Der Controller wird gebeten, über das Wochenende nach alternativen, besser passenden Kalkulationsverfahren zu suchen.

29 Zuschlagskalkulation Gemeinkosten werden auf die sie verursachenden Einzelkosten zugeschlagen: Summarische Zuschlagskalkulation:

30 Beispiel 2-23 Der Controller des Cateringunternehmens entschließt sich also, probeweise eine Kalkulation auf Basis einer summarischen Zuschlagskalkulation durchzuführen. Dabei sollen vorerst zwei Musteraufträge kalkuliert werden. Danach will man aufgrund der gesammelten Erfahrungen über die dauerhafte Einführung beraten. Folgende Daten bilden die Ausgangssituation: Kostenarten in Fertigungsmaterial (EK) ,00 Fertigungsl ö hne (EK) ,00 Fertigungsl ö hne (GK) ,00 Sonstige Kosten (GK) ,20 Kostenarten in Fertigungsmaterial (EK)100,00 Fertigungsl ö hne (EK) 500,00 Summe EK600,00 Auftrag I: Gartenfest Auftrag II: Betriebsfeier Kostenarten in Fertigungsmaterial (EK)500,00 Fertigungsl ö hne (EK) 100,00 Summe EK600,00

31 Lösung 2-23 Summe EK= = ,00 Summe GK= ,20= ,20 Zuschlagsatz GK= ( ,20/ )*100= 55,19% Auftrag II: Betriebsfeier Kostenarten in Fertigungsmaterial (EK)500,00 Fertigungsl ö hne (EK) 100,00 Summe EK600, ,19% (GK – Zuschlag) 331,14 Selbstkosten Auftrag931,14 Auftrag I: Gartenfest Kostenarten in Fertigungsmaterial (EK)100,00 Fertigungsl ö hne (EK) 500,00 Summe EK600, ,19% (GK – Zuschlag) 331,14 Selbstkosten Auftrag931,14

32 Beispiel 2-24 Der Inhaber des Süßwarenhandels, der als zukünftiger Lieferant des Cateringunternehmens auftritt, kalkuliert die Selbstkosten seiner Produkte ebenfalls mit Hilfe einer summarischen (einfachen) Zuschlagskalkulation. Er legt diese Kalkulation offen, um über faire Gewinnzuschläge mit dem Cateringunternehmen zu verhandeln. Als Basis für den Gemeinkostenzuschlag zieht er die Einkaufspreise der Süßwaren heran. Die für das nächste Geschäftsjahr geplanten Daten finden sich in den nachfolgenden Tabellen: S üß wareEinkaufspreis netto in Menge Schokolade Gummib ä ren Marzipan Lutscher Bonbons Schokokekse 0,40 je Tafel 0,55 je Packung 0,60 je Barren 0,10 je St ü ck 0,30 je Packung 0,90 je Packung Tafeln Packungen Barren St ü ck Packungen Packungen

33 Beispiel 2-24 Kostenarten Fixkosten in Variable Kosten in Personalkosten (inkl. Unternehmerlohn) Miete Strom Abschreibung auf Gesch ä ftseinrichtung kalkulatorische Zinsen B ü ropapier Verpackungen sonstiges , ,00 700, ,00 800,00 300,00 400,00 300,00 600,00 200,00 Summe54.800, ,00 Er zeigt dem Cateringunternehmen also anhand einer Zuschlagskalkulation, wie er a)die vollen Selbstkosten (Vollkostenrechnung) b)die variablen Selbstkosten (Teilkostenrechnung) je Süßware ermittelt.

34 Lösung 2-24 Summe der Einzelkosten = 0,40* ,55* ,60* ,10* ,30* ,90*15.000= a) voller Zuschlagssatz= /55.250*100= 101,9% S üß warenEinzelkosten in Volle Gemeinkosten in Volle Selbstkosten in Schokolade Gummib ä ren Marzipan Lutscher Bonbons Schokokekse 0,40 0,55 0,60 0,10 0,30 0,90 0,408 0,560 0,611 0,102 0,306 0,917 0,808 1,110 1,211 0,202 0,606 1,817 b) variabler Zuschlagssatz= 1.500/55.250*100= 2,715% SüßwarenEinzelkosten in Variable Gemeinkosten in Variable Selbstkosten in Schokolade Gummibären Marzipan Lutscher Bonbons Schokokekse 0,40 0,55 0,60 0,10 0,30 0,90 0,011 0,015 0,016 0,003 0,008 0,024 0,411 0,565 0,616 0,103 0,308 0,924

35 Summe: Fixkosten ,00 variable Kosten 1.500,00 Summe der Einzelkosten (Schokolade, Marzipan und Schokokekse) = 0,40* ,60* ,90*15.000= Summe der Einzelkosten (Rest) = 0,55* ,10* ,30*30.000= a) voller Zuschlagssatz= x0,65/27.500*100= 133,07% voller Zuschlagssatz= x0,35/27.750*100= 71% S üß warenEinzelkosten in Volle Gemeinkosten in Volle Selbstkosten in Schokolade Gummib ä ren Marzipan Lutscher Bonbons Schokokekse 0,40 0,55 0,60 0,10 0,30 0,90 0,53 0,39 0,80 0,07 0,21 1,20 0,93 0,94 1,40 0,17 0,51 2,10 Lösung Variation 2-24 Variation 2-24 Den Süßwaren Schokolade, Marzipan und Schokokekse sind, bedingt durch eine spezielle Lagerung (Kühlung etc.) 65% der Gemeinkosten zurechenbar. Die Kalkulation ist auf Basis dieses neuen Sachverhaltes durchzuführen.

36 b) variabler Zuschlagssatz= 1.500*0,65/27.500*100= 3,545% variabler Zuschlagssatz= 1.500*0,35/27.750*100= 1,892% S üß warenEinzelkosten in Variable Gemeinkosten in Variable Selbstkosten in Schokolade Gummib ä ren Marzipan Lutscher Bonbons Schokokekse 0,40 0,55 0,60 0,10 0,30 0,90 0,014 0,010 0,021 0,002 0,006 0,032 0,414 0,560 0,621 0,102 0,306 0,932 Lösung Variation 2-24

37 Problemstellung Die Bemühungen des Controllers des Cateringunternehmens waren leider nicht besonders erfolgreich. Die summarische Zuschlagskalkulation konnte keine wesentliche Verbesserung der Kalkulationsergebnisse liefern. Noch immer sind die Resultate zu ungenau. Daraufhin zieht sich der Controller zurück und arbeitet an verbesserten Methoden. Diesmal will er alle Varianten und Möglichkeiten berücksichtigen und darstellen. Soll sich doch die Geschäftsleitung dann selbst das von ihr gewünschte Verfahren aussuchen!

38 Differenzierte Zuschlagskalkulation

39 Kostenstellen: Hauptkostenstellen Hilfskostenstellen Betriebsabrechnungsbogen: primäre Gemeinkosten sekundäre Gemeinkosten (innerbetriebliche Leistungsverrechnung) Bezugsgröße: Materialeinzelkosten Fertigungslohneinzelkosten oder Produktionsstunden Herstellkosten der produzierten Leistungen (Verwaltung) Herstellkosten der abgesetzten Leistung (Vertrieb) Selbstkosten = Einzelkosten + Gemeinkosten

40 Differenzierte Zuschlagskalkulation Materialeinzelkosten +Materialgemeinkosten(meist als Zuschlag auf die Materialeinzelkosten) +Fertigungseinzelkosten +Fertigungsgemeinkosten (als Zuschlag auf die Fertigungsl ö hne oder als Verrechnungssatz je Stunde) =Herstellkosten +Verwaltungsgemeinkosten(meist als Zuschlag auf die Herstellkosten der Produktion) +Vertriebsgemeinkosten(als Zuschlag auf die Herstellkosten des Absatzes oder als Verrechnungssatz je Auftrag) =Selbstkosten

41 Differenzierte Zuschlagskalkulation - Anbauverfahren

42 Beispiel 2-25 Der Controller beginnt mit der Einrichtung von Kostenstellen. Danach erfasst er die Einzelkosten und die primären Gemeinkosten der jeweiligen Kostenstelle. Dabei fallen umfangreiche innerbetriebliche Leistungen zwischen den Kostenstellen ins Auge. Um die Sache jedoch zunächst einfach zu halten, beschließt er, lediglich mit einem Anbauverfahren zu beginnen und nur die dafür notwendigen Leistungsbeziehungen zu berücksichtigen. Das Cateringunternehmen plant für die nächste Abrechnungsperiode (ein Jahr) folgende Kosten (Angaben in ): Kostenstelle Fertigungs– material in Fertigungs– löhne in sonstige Kosten in Material Küche Partyservice Verwaltung Vertrieb Logistik Haustechnik , , , , , , , , , ,00

43 Das Fertigungsmaterial sowie die Fertigungslöhne in der Küche werden direkt erfasst. Beim Partyservice werden die Einsatzstunden des Personals je Event aufgezeichnet und somit direkt erfasst. In Summe wurden bei Events Einsatzstunden des Personals verzeichnet. Von der Logistik werden in der abzurechnenden Periode voraussichtlich ca km geleistet werden, wobei diese von den einzelnen Kostenstellen wie folgt in Anspruch genommen werden: Material km Küche4.400 km Partyservice6.600 km Verwaltung8.800 km Vertrieb4.400 km Haustechnik6.600 km Summe km Beispiel 2-25

44 Die Haustechnik wird nach der Anzahl der Servicestunden abgerechnet. Erfahrungsgemäß wird mit folgendem Bedarf gerechnet: Material16h K ü che 28h Partyservice34h Verwaltung16h Vertrieb16h Haustechnik8h Logistik30h Summe148h Die Gemeinkosten der Verwaltung werden auf Basis der Herstellkosten der erzeugten Produkte abgerechnet. Die Gemeinkosten des Vertriebs werden auf Basis der Herstellkosten der abgesetzten Produkte verrechnet. Wertmäßig betrachtet sollen 25% der erzeugten Produkte auf Lager gehen (schockgefrorene Fertigprodukte).

45 Beispiel 2-25 Es wird also die Betriebsabrechnung mittels Anbauverfahren durchgeführt und wiederum werden dieselben Aufträge kalkuliert wie in Beispiel 2-23, sowie deren Bruttoverkaufspreise ermittelt: Auftrag I: Gartenfest Kostenarten Fertigungsmaterial (EK) in 100,00 Fertigungslöhne der Küche (EK) in 500,00 Arbeitsstunden im Partyservice8,50 Gewinnzuschlag10% USt20% Auftrag II: Betriebsfeier Kostenarten Fertigungsmaterial (EK) in 500,00 Fertigungsl ö hne der K ü che (EK) in 100,00 Arbeitsstunden im Partyservice8,50 Gewinnzuschlag10% USt20%

46 Lösung 2-25 Abrechnung der internen Leistungsbeziehungen - Anbauverfahren

47 Lösung 2-25 MaterialKüchePartyserviceVerwaltungVertriebLogistikHaustechnik Fertigungsmaterial Fertigungslöhne sonstige Kosten Umlage Haustechnik Umlage Logistik Summe GK ( ,0) , , , ,00 ( ,00) , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,0 0, , ,00 0,00 Bezugsgröße Verrechnungssatz/ Zuschlagssatz ,00 8% ,00 26% 2000 h 98,00 je h ,00 7,5% ,13 9% Betriebsabrechnung:

48 Lösung 2-25 Kalkulation des Auftrages I (in ): Fertigungsmaterial (EK)100,00 +Materialgemeinkosten (8%)8,00 + Fertigungsl ö hne K ü che (EK) 500,00 + Fertigungsgemeinkosten K ü che (26%) 130,00 +Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*98,00)833,00 =Herstellkosten1.571,00 +Verwaltungsgemeinkosten (7,5%)117,83 +Vertriebsgemeinkosten (9%)141,39 =Selbstkosten1.830,22 +Gewinnzuschlag (10%)183,02 =Nettoverkaufspreis2.013,24 +Umsatzsteuer (20%)402,65 =Bruttoverkaufspreis2.415,88

49 Lösung 2-25 Kalkulation des Auftrages II (in ): Fertigungsmaterial (EK)500,00 +Materialgemeinkosten (8%)40,00 +Fertigungslöhne Küche (EK)100,00 +Fertigungsgemeinkosten Küche (26%)26,00 +Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*98,00) 833,00 =Herstellkosten1.499,00 +Verwaltungsgemeinkosten (7,5%)112,43 +Vertriebsgemeinkosten (9%)134,91 =Selbstkosten1.746,34 +Gewinnzuschlag (10%)174,63 =Nettoverkaufspreis1.920,97 +Umsatzsteuer (20%)384,19 =Bruttoverkaufspreis2.305,16

50 Differenzierte Zuschlagskalkulation - Stufenverfahren

51 Wie geplant führt der Controller nun die innerbetriebliche Leistungsverrechnung auch nach dem Stufenverfahren durch, um die Qualität (Genauigkeit) der Kostenrechnung zu erhöhen. Er verrechnet nun auch Leistungen, die zwischen Hilfskostenstellen erfolgen. Um die Sache jedoch nicht zu komplex werden zu lassen, sollen vorerst nur die Leistungen verrechnet werden, die die Haustechnik an die Logistik erbringt. In diesem Fall ist daher eine Abrechnungsreihenfolge festzulegen. Um Kostenveränderungen bei Auslastungsschwankungen abschätzen zu können, beschließt der Controller zusätzlich, den Betriebsabrechnungsbogen auch auf Teilkostenbasis durchzuführen und einen Kostenträger probeweise zu kalkulieren. Damit könnten in weiterer Folge auch kurzfristige Entscheidungen besser fundiert werden. Alle Daten bleiben unverändert wie in Beispiel 2–25 Beispiel 2-26

52 Abrechnung der internen Leistungsbeziehungen - Stufenverfahren Lösung 2-26

53 Material K ü che PartyserviceVerwaltungVertriebLogistikHaustechnik Fertigungsmaterial Fertigungsl ö hne sonstige Kosten Umlage Haustechnik Umlage Logistik Summe GK ( ,0) , , , ,12 ( ,00) , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,00 0, , ,00 0,00 Bezugsgr öß e Verrechnungssatz/ Zuschlagssatz ,00 8,34% ,00 25,54% 2000 h 97,34 je h ,08 7,58% ,156 8,97% Betriebsabrechnung - Vollkosten: Lösung 2-26

54 Kalkulation des Auftrages I (in ): Fertigungsmaterial (EK)100,00 +Materialgemeinkosten (8,34%)8,34 +Fertigungslöhne Küche (EK)500,00 +Fertigungsgemeinkosten Küche (25,54%)127,70 +Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*97,34)827,39 =Herstellkosten1.563,43 +Verwaltungsgemeinkosten (7,58%)118,51 +Vertriebsgemeinkosten (8,97%)140,24 =Selbstkosten1.822,18 +Gewinnzuschlag (10%)182,22 =Nettoverkaufspreis2.004,40 +Umsatzsteuer (20%)400,88 =Bruttoverkaufspreis2.405,27

55 Lösung 2-26 Betriebsabrechnung auf Teilkostenbasis Die Gesamtkosten verteilen sich wie folgt (alle Angaben in ): Kostenstelle Fertigungs– material Fertigungs– löhne Sonstige Kosten fix Sonstige Kosten variabel Material Küche Partyservice Verwaltung Vertrieb Logistik Haustechnik , , , , , , , , , , , , , , , , ,00

56 Lösung 2-26 Material K ü che PartyserviceVerwaltungVertriebLogistikHaustechnik Fertigungsmaterial Fertigungsl ö hne sonstige Kosten Umlage Haustechnik Umlage Logistik Summe GK ( ,00) 8.080,00 708, , ,21 ( ,00) , ,00 744, , , , , , , ,00 708, , , ,00 708,57 744, , , , ,57 – 6.328,57 0, ,00 – 6.200,00 0,00 Bezugsgr öß e Verrechnungssatz/ Zuschlagssatz ,00 1,83% ,00 5,82% h 67,82 je h ,26 2,10% ,12% Betriebsabrechnung – Teilkosten:

57 Kalkulation des Auftrages I (in ): Fertigungsmaterial (EK)100,00 +Variable Materialgemeinkosten (1,83%)1,83 +Fertigungslöhne Küche (EK)500,00 +Variable Fertigungsgemeinkosten Küche (5,82%)29,10 +Variable Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*67,82)576,47 =Variable Herstellkosten1.207,40 +Variable Verwaltungsgemeinkosten (2,1%)25,36 +Variable Vertriebsgemeinkosten (2,12%)25,60 =Variable Selbstkosten1.258,36 Lösung 2-26

58 Variation 2-26 Aufteilung der Haustechnik Material15h K ü che 5h Partyservice15h Verwaltung25h Vertrieb16h Haustechnik5h Logistik10h Summe91h Daten f ü r Auftrag I: Gartenfest Fertigungsmaterial (EK) in 100,00 Fertigungsl ö hne der K ü che (EK) in 500,00 Fertigungsstunden in der K ü che 2,5 Arbeitsstunden im Partyservice8,50 Gewinnzuschlag10% USt20% In der Küche werden insgesamt Stunden geleistet.

59 Lösung Variation 2-26 Material K ü che PartyserviceVerwaltungVertriebLogistikHaustechnik Fert.Material+L ö hne , , ,00 Sonstige Kosten8.080, , , , , , ,00 Umlage Haustechnik1.081,40360, , , ,49720, ,00 Umlage Logistik2.019,15673, , ,10673, ,93 Summe GK11.180, , , , ,54 Basis , , , ,28 Verrechnungssatz/ Zuschlagssatz1,9%10,69 je h67,55 je h2,2% Fertigungsmaterial (EK)100,00 +Variable Materialgemeinkosten (1,9%)1,90 + Fertigungsl ö hne K ü che (EK) 500,00 + Variable Fertigungsgemeinkosten K ü che (2,5*10,69) 26,73 +Variable Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*67,55)574,18 =Variable Herstellkosten1.202,81 +Variable Verwaltungsgemeinkosten (2,2%)26,46 +Variable Vertriebsgemeinkosten (2,2%)26,46 =Variable Selbstkosten1.255,33

60 Differenzierte Zuschlagskalkulation - Simultanverfahren

61 Beispiel 2-27 Der Controller möchte schlussendlich auch noch eine ganz exakte innerbetriebliche Leistungsverrechnung durchführen, um zu überprüfen welche Auswirkungen das auf die Kalkulation des Auftrages hat. Beim Simultanverfahren werden die Gemeinkosten der Haustechnik und der Logistik entsprechend der wechselseitigen Leistungsbeziehungen umgelegt. Die Hilfskostenstellen werden damit gleichzeitig (simultan) abgerechnet, das Festlegen einer Abrechnungsreihenfolge erübrigt sich

62 Lösung 2-27 Abrechnung der internen Leistungsbeziehungen - Simultanverfahren

63 Lösung 2-27 Material K ü che PartyserviceVerwaltungVertriebLogistikHaustechnik Fertigungsmaterial Fertigungsl ö hne Sonstige Kosten Umlage Haustechnik Umlage Logistik Summe GK ( ,0) , , , ,36 ( ,00) , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,50 – ,50 0, ,00 – , ,35 0,00 Bezugsgr öß e Verrechnungssatz/ Zuschlagssatz ,00 8,09% ,00 25,88% 2000 h 97,83 je h ,08 7,52% ,156 8,99% Betriebsabrechnung:

64 Simultaner Gleichungsansatz: GKLogi= ,00+30h/140h*GKHt GKHt= , km/44.000km*GKLogi GKLogi= ,00+30h/140h*(46.200, km/44.000km*GKLogi) GKLogi= ,32 GKHt= , km/44.000km*62.922,32 GKHt= ,35 Umlagesatz Logistik:62.922,32/44.000= 1,43 je km Umlagesatz Haustechnik:55.638,35/140= 397,42 je h Lösung 2-27

65 Kalkulation des Auftrages I (in ): Fertigungsmaterial (EK)100,00 +Materialgemeinkosten (8,09%)8,09 +Fertigungslöhne Küche (EK)500,00 +Fertigungsgemeinkosten Küche (25,88%)129,40 +Fertigungsgemeinkosten Partyservice (8,5*97,83)831,55 =Herstellkosten1.569,05 +Verwaltungsgemeinkosten (7,52%)117,99 +Vertriebsgemeinkosten (8,99%)141,06 =Selbstkosten1.828,09 +Gewinnzuschlag (10%)182,81 =Nettoverkaufspreis2.010,90 +Umsatzsteuer (20%)402,18 =Bruttoverkaufspreis2.413,08

66 Problemstellung In der Küche des Cateringunternehmens werden pro Monat 500 Kilogramm Rindfleisch zu Tafelspitz und ähnlichem verarbeitet. Dazu wird dieses Rindfleisch gekocht, als weiteres Produkt fallen dabei etwa Liter Suppe an. Der Küchenleiter kann keine Grundlage finden, nach der er die angefallenen Kosten für die Verarbeitung verursachungsgerecht auf die beiden Produkte gekochtes Rindfleisch und Suppe verteilen soll. Wie sollen die Kosten verteilt werden?

67 Kuppelproduktkalkulation Restwertmethode Schlüsselmethode Marktpreismethode Kuppelproduktkalkulation Restwertmethode Schlüsselmethode Marktpreismethode Kuppelproduktkalkulation Restwertmethode Schlüsselmethode Marktpreismethode Kuppelproduktkalkulation

68 Beispiel Restwertmethode In der Küche des Cateringunternehmens fallen, wie bereits beschrieben, pro Monat beim Kochen von 500 kg Rindfleisch Liter Suppe an, wobei die Suppe als Nebenprodukt betrachtet werden soll. Der Einkaufspreis für das Rindfleisch beträgt 6,50 pro kg. Die Gewürzkosten für diese Produktionsmenge betragen 250,00. Die Weiterverarbeitung der Suppe (Portionierung, Verpackungsmaterial) verursacht 700,00 an Kosten. Der erzielbare Preis für ein Kilogramm gekochtes Rindfleisch beträgt 25,00 und für einen Liter Suppe 2,50. Der Controller ermittelt die Kosten für ein Kilogramm Rindfleisch und einen Liter Suppe nach der Restwertmethode.

69 Lösung Restwertmethode Berechnung des Kostenbeitrages der Suppe (Nebenprodukt): Erlös: L zu 2,50 = 2.500,00 – Weiterverarbeitungskosten 700,00 Beitrag zur Kostendeckung 1.800,00 Berechnung der Kosten des Rindfleischs (Hauptprodukt): Einstandspreis: 500kg zu 6,50 = 3.250,00 + Gewürzkosten 250,00 Zwischensumme 3.500,00 – Beitrag des Nebenproduktes 1.800,00 Herstellkostensumme Rindfleisch 1.700,00 Herstellkosten je kg= 1.700/500kg= 3,40 je kg

70 Beispiel Schlüsselmethode Daten wie Beispiel 2–30, Aufgrund des hohen Beitrags der Suppe definiert der Controller diese nun nicht als Nebenprodukt, sondern als weiteres Hauptprodukt und sucht daher einen geeigneten Schlüssel für die Umlage der Kosten. Als ein für Großküchen interessanter Schlüssel wird der Nährwertgehalt in Kalorien je Portion angesehen. Dies deshalb, weil in öffentlichen Großküchen oftmals ein exakter Tageskalorienwert gefordert wird. Der Küchenleiter ist in diesem Fall gezwungen, mit einem vorgegebenen Kostensatz pro Tag und Person einen exakten Tageskalorienbedarf abzudecken. Der Kalorienanteil beträgt bei Rindfleisch etwa 400 je Portion (= 200 Gramm), bei Suppe ca. 100 je Portion (=250 ml).

71 Lösung Schlüsselmethode Der Controller kalkuliert die Produkte nun nach der Schlüsselmethode. Berechnung der Gesamtkosten der Kuppelproduktion: Einstandspreis: 500 kg zu 6,50 = 3.250,00 + Gewürzkosten 250,00 Kostensumme 3.500,00 Berechnung der Verhältniszahlen: 400 Kcal : 100 Kcal = 1 : 0,25 Berechnung der Portionskosten: Portionen Rindfleisch * 1 = Portionen Suppe * 0,25 = Recheneinheiten3.500

72 Herstellkosten je Portion Rindfleisch= 3.500/3.500= 1,00 je Portion Herstellkosten je kg= 5,00 je kg (1*5= 5) Herstellkosten je Portion Suppe exkl. Weiterverarbeitungskosten = 1*0,25= 0,25 je Portion Weiterverarbeitungskosten je Portion= 700/4.000= 0,175 je Portion Herstellkosten je Portion Suppe inkl. Weiterverarbeitungskosten= 0,425 je Portion Herstellkosten je Liter Suppe inkl. Weiterverarbeitungskosten= 1,70 je Liter (0,425*4=1,70) Lösung Schlüsselmethode

73 Beispiel Marktpreismethode Daten wie Beispiel 2–30. Alternativ zur Verteilung der Kosten auf Kalorienbasis möchte der Controller nun die Berechnung anhand der Marktpreise für Rindfleisch und Suppe durchführen.

74 Lösung Marktpreismethode Berechnung der Gesamtkosten der Kuppelproduktion: Einstandspreis: 500kg zu 6,50 = 3.250,00 + Gewürzkosten 250,00 Kostensumme 3.500,00 Berechnung der Verhältniszahlen: 25 : 2,5 = 1 : 0,1 Berechnung der Herstellkosten: 500 kg Rindfleisch * 1 = L Suppe * 0,1= 100 Recheneinheiten600 Herstellkosten für ein kg Rindfleisch= 3.500/600= 5,83 je kg Herstellkosten für einen Liter Suppe exkl. Weiterverarbeitungskosten= 5,83*0,1= 0,583 Weiterverarbeitungskosten= 700/1.000L= 0,70 je L Herstellkosten für einen Liter Suppe inkl. Weiterverarbeitungskosten= 1,283

75 Wahl des geeigneten Kalkulationsverfahren


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