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Prophetie im Alten Testament Geschichtlich und phänomenologisch betrachtet.

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Präsentation zum Thema: "Prophetie im Alten Testament Geschichtlich und phänomenologisch betrachtet."—  Präsentation transkript:

1 Prophetie im Alten Testament Geschichtlich und phänomenologisch betrachtet

2 Die Prophetie in Israel Propheten werden im Alten Testament erst zu der Zeit genannt, als sie für die Geschichte Israels wichtig waren. Als ersten israelitischen Propheten kann Samuel bezeichnet werden. Er war an der Entstehung des Königtums maßgeblich beteiligt, indem er Saul und später David salbte (vgl. 1. Sam 1-3; 7-16; 28). Dem Königtum besteht in der Prophetie ein kritisches Korrektiv. um 1012 v. Chr. Zur Zeit Davids tritt der Prophet Natan auf. Er kündet David dauernden Bestand des Davidhauses an (2. Sam 7). Er ist es auch, der David nach dem Ehebruch mit Batseba mit Hilfe eines Gleichnisses sich selbst das Urteil sprechen lässt (2. Sam 12). Er beeinflusst die Nachfolge Davids zu Gunsten Salomo (1. Kön. 1). um 1004 v. Chr. um 871 v. Chr. Elia ist zumindest aus der Sicht späterer Zeit der bedeutendste der Vorschriftpropheten. Er verkörpert schon in seinem Namen Mein Gott ist Jahwe sein Programm: Geeifert habe ich für Jahwe (1. Kön 19,10.14). Er kämpft während des im Nordreich unter Ahab, Isebel und Ahasja geförderten Synkretismus Oder gar der Vorherrschaft des Baalkultes für die Ausschließlichkeit des Jahweglaubens (vgl. z.B. 2. Kön 18). Elijas Bedeutung spricht sich in der Überlieferung aus, nach der er sich als Moses Nachfolger zum Ursprung des Jahweglaubens, zum Gottesberg, begibt und eine Theophanie erfährt (1. Kön 19). um 852 v. Chr. Elia beruft durch Überwurf seines Mantels Elischa zu seinem Nachfolger (1. Kön 19,19ff). Elischa ist Haupt einer Schülergemeinschaft, die zumindest gelegentlich zusammenkommt (2. Kön.2,3ff; 4,1.38 u.a.). Er scheint gemeinsam mit jenen Prophetenjüngern die sog. Revolution Des Jahweeiferers Jehu (845 v. Chr.) angeregt zu haben (2. Kön. 9). um 760 v. Chr. Amos um v. Chr. Hosea Ca v. Chr. Jesaja Ca v. Chr. Micha Um 650 v. Chr. Nahum Um 600 v. Chr. Habakuk Um 630 v. Chr. Zephanja Nach 587 v. Chr. Obadja 926 v. Chr. Reichsteilung597/587 v. Chr. Belagerung & Zerstörung Jerusalems 722 v. Chr. Untergang Israels Ca v. Chr. Jeremia 593 – 573 v. Chr. Ezechiel (Exil) v. Chr. Deuterojesaja (Exil) v. Chr. Tritojesaja (Nachexilisch) 538 v. Chr. Ende des Exils 520 v. Chr. Hggai v. Chr. Sacharja Um 450 v. Chr. Maleachi Um 400 v. Chr. Joel Um 165 v. Chr. Daniel Amos ist der erste sogenannte Schriftprophet. Ihm folgen:

3 Zu dem Begriff Schriftpropheten Der Begriff Schriftpropheten ist missverständlich; denn die Propheten waren keine Schriftsteller, sondern Redner und Boten Gottes. Ihre Worte wurden erst nachträglich gesammelt, schriftlich fixiert, z.T. überarbeitet, durch andere Worte oder Erzählungen ergänzt und zu einem Buch vereinigt.

4 Das Prophetenbuch Aus diesem Entstehungsprozess heraus erklärt sich, warum die Prophetenbücher den Charakter von langen, ungegliederten Texten mit merkwürdig unzusammenhängenden Gedankengängen tragen. Die Sammlungen der Prophetenworte wurden später miteinander verbunden und um weiteres Traditionsgut ergänzt. Daher gehen die Worte in den Prophetenbücher nicht allein auf den Propheten zurück, sondern dieser Grundbestand wuchs in einem langen, z.T. schwer zu durchschauenden Entstehungsprozess, aus dem die Prophetenworte erst wieder zu gewinnen und ihre ursprüngliche Situation zu rekonstruieren sind.

5 Prophetenwort und spätere Redaktion Prophetische Verkündigung wurde nicht zur Archivierung, sondern um ihrer Zukunftsbedeutung willen niedergeschrieben. So lasen auch spätere Generationen die Sammlungen als für sie gültiges Gotteswort, deuteten mit ihnen die Gegenwart und blickten mit ihnen in die Zukunft. Ihre Deutung trugen sie in den Text ein.

6 Da die Zusätze in der Mehrzahl aus einer Zeit stammen, in der das vom Propheten angekündigte Unheil bereits eingetreten ist, haben sie ein völlig anderes Interesse als das ursprüngliche Prophetenwort. So fragt die Redaktion nach dem Grund des Unheils. Sie sucht die Schuld des Volkes im Ungehorsam gegenüber dem göttlichen Gebot und versteht die Propheten jetzt als Bußrufer, deren Mahnungen ungehört verhallten.

7 Unterschied: Aufgabe des Propheten und Sicht der Redaktion vom Propheten Künden die Propheten eine unmittelbar bevorstehende Zukunft an, so stellt die Redaktion sie dar als vergebliche Warner.


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