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Seite 1 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vorlesung Medienrecht Universität Zürich Herbstsemester 2008.

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1 Seite 1 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vorlesung Medienrecht Universität Zürich Herbstsemester 2008 Präsentationsunterlagen für Studierende Prof. Dr. Rolf H. Weber Dr. Philip Kübler Vorlesung Medienrecht Universität Zürich Herbstsemester 2008 Präsentationsunterlagen für Studierende Prof. Dr. Rolf H. Weber Dr. Philip Kübler

2 Seite 2 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis und Vorlesungsübersicht Seite 1GrundlagenProf. Dr. Rolf H. Weber Medien und Grundrechte Prof. Dr. Rolf H. Weber Medien- und Wirtschaftsrecht Prof. Dr. Rolf H. Weber Medienregulierung IProf. Dr. Rolf H. Weber Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Medienregulierung IIProf. Dr. Rolf H. Weber Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien- und Immaterialgüterrecht Prof. Dr. Rolf H. Weber MedienstrafrechtDr. Philip Kübler Medienzivilrecht IDr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II Dr. Philip Kübler Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht IIIDr. Philip Kübler Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und VertragsrechtDr. Philip Kübler (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von InternetDr. Philip Kübler und Multimedia 13 Vertiefung des StoffesDr. Philip Kübler anhand von Fallbeispielen 14 SemesterklausurProf. Dr. Rolf H. Weber

3 Seite 3 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ziele der Lehrveranstaltung 1.Grundkenntnisse des Rechts als staatliches Ordnungssystem, mit Theorie- und Praxisbezug auch für Medienwissenschafter 2.Spezialkenntnisse des Medienrechts, bestehend aus: Grundrechten der Bundesverfassung (medienspezifisch) Wirtschafts- und Lauterkeitsrecht (medienspezifisch) Medienregulierung, Infrastruktur: Fernmelde- und Rundfunkrecht Immaterialgüterrecht, v.a. Urheberrecht Medienstrafrecht inkl. strafrechtlicher Persönlichkeitsschutz Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz und Gegendarstellung Zivilprozessrecht (medienspezifisch) Datenschutzrecht (medienspezifisch) Vertragsrecht inkl. Arbeitsrecht (medienspezifisch) Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 3.Problembewusstsein für medienrechtliche Zusammenhänge 4.Grundkenntnisse der politischen Entwicklung des Medienrechts

4 Seite 4 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aufbau der Vorlesung Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen Problemkette im Medienrecht

5 Seite 5 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aufbau der Vorlesung Struktur und Rahmen Beschaffung und Herstellung Veröffentlichung und Vertrieb Wirkungen und Reaktionen VORLESUNGSSTOFF Grundrechte Wirtschaftsrecht Medienregulierung Immaterialgüterrecht Strafrecht und Zivilrecht Vertragsrecht Internet und Multimedia Schwergewicht in der Problemkette

6 Seite 6 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Adressaten der Vorlesung 1.Medieninteressierte Studierende der Rechtswissenschaft 2.Rechtsinteressierte Studierende der Medienwissenschaft

7 Seite 7 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Arbeitswerkzeuge und Unterstützung Diese Präsentationsunterlagen mit Darstellungen zum Stoff, welcher in der Vorlesung behandelt wird; ergänzende Unterlagen werden in der Vorlesung ausgehändigt. Diese Unterlagen illustrieren die Lektionen und sind daher oft nur dann verständlich, wenn man die Vorlesung besucht. Zusammenstellung einschlägiger Gesetzestexte als separates Werkzeug. Vollständige Gesetzestexte (Bundesrecht), abrufbar unter: Link Systematische Rechtssammlung Literatur gemäss Literaturverzeichnis, insbesondere: - Nobel/Weber, Medienrecht, Studer/Mayr von Baldegg, Medienrecht für die Praxis, Weber, Medienrecht für Medienschaffende, Zölch/Zulauf, Kommunikationsrecht für die Praxis, 2001

8 Seite 8 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

9 Seite 9 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

10 Seite 10 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Normstufen und Rechtsverwirklichung im Rechtssystem … als tatsächlicher Vorgang … evtl. mit Gerichtsverfahren … durch Behörde … durch Gerichte … durch Behörden Erlass von Ausführungsrecht Inkraftsetzung von Gesetzen Gesetzgebungsarbeiten Politische Vorstösse Rechtspolitik Rechtsetzung Rechts- anwendung Rechts- durch- setzung Voll- zug 1 GrundlagenRechtssystem

11 Seite 11 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Möglichkeiten rechtlicher Steuerung harte Gebote und Verbote weiche Empfehlungen und Richtlinien Anreize (i.d.R. monetär) Steuerung von Verhalten z.B. z.B.z.B. maximalden Verhältnis-Besteuerung 120 km/hsen angepasstschneller fahrenFahrzeuge 1 GrundlagenRechtliche Verhaltenssteuerung

12 Seite 12 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beispiele für Medien harte Gebote und Verbote weiche Empfehlungen und Richtlinien Anreize (i.d.R. monetär) Steuerung von Verhalten z.B. z.B.z.B. Impressums-journalistische Presseförderung pflichtSorgfaltspflicht(Verbilligung im ZivilrechtPosttaxen) 1 GrundlagenRechtliche Verhaltenssteuerung

13 Seite 13 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Selbstregulierung im Medienbereich 1 GrundlagenRechtsquellen

14 Seite 14 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler TatbestandRechtsfolge Wegnahme von AutoDiebstahl?Gefängnis? Juristische Methode: Beispiele Sachverhalt Feststellung des Sachverhalts Feststellung des relevanten Rechts: Tatbestands- analyse Feststellung des relevanten Rechts Rechtsfolgen- analyse Senden von RadiosignalRundfunkbetrieb?Konzessions- pflicht? Führen eines InterviewsVertragsschluss?Verschuldens- haftung? Schimpfwort für PolitikerPersönlichkeits-Zahlungspflicht? verletzung? Weigerung des AbdrucksNichtbefolgen vonBusse? einer Gegendarstellung?amtl. Verfügung? 1 GrundlagenRechtsquellen

15 Seite 15 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienrecht als Querschnittmaterie 1 GrundlagenRechtsquellen

16 Seite 16 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Grundsätzlich keine Sonderbehandlung der Medien in der Rechtsordnung Beispiel: Veröffentlichungen über Personen bedürfen eines öffentlichen Interesses Beispiele von Ausnahmen: Strafrecht, Datenschutz Medienfreiheitsrechte und besondere Rechtfertigungsgründe 1 GrundlagenRechtsquellen

17 Seite 17 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Politische, allgemein-gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Medien Staatspolitische Funktion von Information und Kommunikation Wächteramt und Informationsauftrag der Medien; "Vierte Gewalt" Starrheit des Rechts v. Flexibilität der Medienpraxis Technische Entwicklung, Konvergenz Gesellschaftlicher Wandel, z.B. betreffend Werbung oder Sittlichkeit Qualität der Rechtsetzung Time-lag des Gesetzgebers 1 GrundlagenRechtsquellen

18 Seite 18 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Spannungsfelder im Informationsrecht Informationshoheit z.B. Urheberrecht v. Meinungsäusserungsfreiheit Informationsfreiheit Wahrheit und Transparenz z.B. Steuertransparenz v. Steuergeheimnis Daten- und Geheimnis- schutz 1 GrundlagenRechtsquellen

19 Seite 19 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Spannungsfelder im Informationsrecht Wahrheitsgebot z.B. Meinungsäusserungsfreiheit v. Fairness Irreführungsverbot Senderfreiheit z.B. Werbefreiheit v. Belästigungsverbot (Spam) Empfängerfreiheit 1 GrundlagenRechtsquellen

20 Seite 20 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Drei Kategorien von Rechtsquellen Erlasse von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie internationale Erlasse Entscheide von Gerichten und Verwaltungs- behörden (z.B. BGE) Literatur der Rechtswissenschaft (i.d.R. Professoren, Experten) 1 GrundlagenRechtsquellen

21 Seite 21 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsquellen international (Erlasse) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom , Resolution 217 (III), Universal Declaration of Human Rights, in United Nations, General Assembly, Official Records, Third Session (Part I) Resolutions Doc. A/81, S. 71 ff. Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom (EMRK; SR 0.101) Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966 (UNO-Pakt II; SR ) Übereinkommen Nr. 108 des Europarates zum Schutz des Menschen bei der automatischen Datenverarbeitung personenbezogener Daten vom (SR ) Übereinkommen des Europarates über das grenzüberschreitende Fernsehen vom (SR ) Richtlinie 89/552 des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften über die Ausübung der Fernsehtätigkeit vom (ABl 1989 L 298/23 vom ) und Richtlinie 97/36 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 1997 zur Änderung der Richtlinie 89/552 (ABl 1997 L 202/60 vom ) Richtlinie 91/259 des Rates über den Rechtsschutz von Computerprogrammen vom (ABl 1991 L 122/42 vom ) Richtlinie 95/46 des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr vom (ABl 1995 L 281/31 vom ) Richtlinie 96/9 des Europäischen Parlaments und des Rates über den rechtlichen Schutz von Datenbanken vom (ABl 1996 L 77/20 vom ) Richtlinie 2001/29 des Europäischen Parlaments und des Rates vom zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte vom 22. Mai 2001 (Abl 2001 L 167/10 vom ) Richtlinie 2002/58 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation vom (Abl 2002 L 201/37 vom 31. Juli 2002). 1 GrundlagenRechtsquellen

22 Seite 22 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsquellen Schweiz (Erlasse) Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom (SR 101) Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom (SR ) Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom (SR 210) Schweizerisches Obligationenrecht vom (SR 220) Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte vom (SR 231.1) Bundesgesetz über den Datenschutz vom (SR 235.1) Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz vom (SR ) Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom (SR 241) Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (SR 251) Schweizerisches Strafgesetzbuch vom (SR 311.0) Bundesgesetz über Filmproduktion und Filmkultur vom (SR 443.1) Filmverordnung vom (SR ) Verordnung des EDI vom über die Filmförderung (SR ) Bundesgesetz vom betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (SR 780.1) Verordnung vom über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (SR ) Postgesetz vom 30. April 1997 (SR 783.0) Fernmeldegesetz vom (SR ) Bundesgesetz über Radio und Fernsehen vom (SR ) Radio- und Fernsehverordnung vom / (Stand ) (SR ) Bundesgesetz vom 8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten (SR ) 1 GrundlagenRechtsquellen

23 Seite 23 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Literatur (Auswahl) Bächli Marc, Das Recht am eigenen Bild, Diss. Basel 2001 Bänninger Beatrice, Die Gegendarstellung in der Praxis, Diss. Zürich 1998 Barrelet Denis, Droit de la communication, Bern 1998 Baumann Lorenz, Presse und unlauterer Wettbewerb, Diss. Zürich 1999 Branahl Udo, Medienrecht : eine Einführung, 4. Aufl. Opladen 2002 David Lucas/Reutter Mark A., Schweizerisches Werberecht, 2. Aufl. Zürich 2001 Donges Patrick/Puppis Manuel (Hrsg.), Die Zukunft des öffentlichen Rundfunks, Köln 2003 Druey Jean Nicolas, Information als Gegenstand des Rechts, Zürich/Baden-Baden 1995 Dumermuth Martin, Die Programmaufsicht bei Radio und Fernsehen in der Schweiz, Basel/Frankfurt 1992 Dumermuth Martin, Rundfunkrecht, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M Hesse Albrecht, Rundfunkrecht, 3. Aufl. München GrundlagenRechtsquellen

24 Seite 24 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Literatur (Auswahl) Löffler Martin/Ricker Reinhart, Handbuch des Presserechts, 4. Aufl. München 2000 Maag Harald, Medienkonzentration - zur Reichweite des fusionskontrollrechtlichen Instrumentariums, Diss. Basel 2001 Müller Jörg Paul, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl. Bern 1999 Riklin Franz, Schweizerisches Presserecht, Bern 1996 Saxer Urs / Trüeb Hans Rudolf (Hrsg.), Das neue Radio- und Fernsehgesetz, Zeitschrift für Schweizerisches Recht (ZSR) 3/2006 Schiwy Peter/Schütz Walter J., Medienrecht, Lexikon für Wissenschaft und Praxis, 4. Aufl. Berlin 2001 Schürmann Leo/Nobel Peter, Medienrecht, 2. Aufl. Bern 1993 Peter Nobel/Rolf H. Weber, Medienrecht, Bern GrundlagenRechtsquellen

25 Seite 25 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Literatur (Auswahl) Studer Peter/Mayr von Baldegg Rudolf, Medienrecht für die Praxis, 2. Aufl. Zürich 2001 Weber Rolf H., Medienkonzentration und Meinungspluralismus, Zürich 1995 Weber Rolf H., Informations- und Kommunikationsrecht, Allgemeiner Überblick, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 2. Aufl Weber Rolf H., Presse- und Filmverwaltungsrecht, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 2. Aufl Weber Rolf H., Neustrukturierung der Rundfunkordnung, Zürich 1999 Weber Rolf H., Information und Schutz Privater, ZSR 1999 II 1-86 Weber Rolf H., Geldentschädigung als Rechtsfolge von Persönlichkeitsverletzungen?, Medialex 2000, GrundlagenRechtsquellen

26 Seite 26 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Weber Rolf H., Finanzierung der Rundfunkordnung, Zürich 2000 Weber Rolf H., Medienrecht für Medienschaffende, Zürich 2000 Weber Rolf H./Thürer Daniel/Zäch Roger (Hrsg.), Datenschutz im Europäischen Umfeld, Zürich 1995 Weber Rolf H., Towards a Legal Framework for the Information Society, Zürich 2003 Weber Rolf H./Unternährer Roland/Zulauf Rena, Schweizerisches Filmrecht, Zürich 2003 Weber Rolf H., Selbstregulierung und Selbstorganisation bei den elektronischen Medien, in: medialex 4/ Weber Rolf H., "Vom Bild ohne Geld" - Will das Bundesgericht den Künstlern keine monetären Ansprüche im Falle von unautorisierten Bildvermarktungen durch Dritte gewähren?, in: Jusletter 23. Februar 2004 (www.weblaw.ch) Widmer Michael, Das Verhältnis zwischen Medienrecht und Medienethik, Diss. Zürich 2003 Zölch Franz A./Zulauf Rena, Kommunikationsrecht für die Praxis, Bern 2001 Zöllner Wolfgang, Informationsordnung und Recht, Berlin/New York 1990 Literatur (Auswahl) 1 GrundlagenRechtsquellen

27 Seite 27 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Literatur: Zeitschriften Medialex, ab 1995 sic! Zeitschrift für Immaterialgüter-, Informations- und Wettbewerbsrecht, ab GrundlagenRechtsquellen

28 Seite 28 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

29 Seite 29 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

30 Seite 30 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Die Verfassung im Stufenbau der Rechtsordnung Verfassung Gesetz S t u f e n b a u d e r R e c h t s o r d n u n g Ver- ord- nung 2 Medien und GrundrechteBundesverfassung (BV)

31 Seite 31 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Bundesverfassung von 1999 Rechtsstaatliches Element: - Grundrechte - Gewaltenteilung - Verfassungsgerichtsbarkeit Föderalistisches Element: - Aufgabenteilung Bund und Kantone, Kooperation - Mitwirkung Kantone - Gemeinde- autonomie Sozialstaatliches Element: - Soziale Ziele - Soziale Grundrechte - Kompetenznormen Weitere Grundwerte: - Nachhaltigkeit - Wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung - Subsidiaritätsprinzip Demokratisches Element: - Mischung von direkter und indirekter (repräsentativer) Demokratie Die wichtigsten Elemente 2 Medien und GrundrechteBundesverfassung (BV)

32 Seite 32 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Bundesverfassung von 1999 Rechtsstaatliches Element: - Grundrechte - Gewaltenteilung - Verfassungsgerichtsbarkeit Föderalistisches Element: - Aufgabenteilung Bund und Kantone, Kooperation - Mitwirkung Kantone - Gemeinde- autonomie Sozialstaatliches Element: - Soziale Ziele - Soziale Grundrechte - Kompetenznormen Weitere Grundwerte: - Nachhaltigkeit - Wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung - Subsidiaritätsprinzip Demokratisches Element: - Mischung von direkter und indirekter (repräsentativer) Demokratie Besondere Wichtigkeit für die Medien 2 Medien und GrundrechteBundesverfassung (BV)

33 Seite 33 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Terminologie zu den Grundrechten Herleitung der Grundrechte: Der Mensch ist in der Rechtsordnung nicht nur Objekt, sondern Rechtssubjekt. Menschenrechte Menschenwürde und individuelle Freiheit sind wichtige Interessen und Rechtsgüter, welches dem Rechtssubjekt Mensch zukommen sollen. Freiheitsrechte Diese Freiheiten sind zusammen mit anderen Rechten besonders fundamental, sie liegen der gesamten Rechtsordnung zu Grunde. Grundrechte 2 Medien und GrundrechteÜbersicht über die Grundrechte

34 Seite 34 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Grundrechtskataloge (EMRK und BV) Europäische Menschenrechtskonvention: Art. 2 Recht auf Leben Art. 3 Verbot der Folter Art. 4 Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit Art. 5 Recht auf Freiheit und Sicherheit Art. 6 Recht auf ein faires Verfahren Art. 7 Keine Strafe ohne Gesetz Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Art. 9 Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit Art. 10 Freiheit der Meinungsäusserung Art. 11 Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit Art. 12 Recht auf Eheschliessung Schweizerische Bundesverfassung: Art. 7 Menschenwürde Art. 8 Rechtsgleichheit Art. 9 Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben Art. 10 Recht auf Leben und auf persönliche Freiheit Art. 11 Schutz der Kinder und Jugendlichen Art. 12 Recht auf Hilfe in Notlagen Art. 13 Schutz der Privatsphäre Art. 14 Recht auf Ehe und Familie Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit Art. 16 Meinungs- und Informationsfreiheit Art. 17 Medienfreiheit Art. 18 Sprachenfreiheit Art. 19 Anspruch auf Grundschulunterricht Art. 20 Wissenschaftsfreiheit Art. 21 Kunstfreiheit Art. 22 Versammlungsfreiheit Art. 23 Vereinigungsfreiheit Art. 24 Niederlassungsfreiheit Art. 25 Schutz vor Ausweisung, Auslieferung und Ausschaffung Art. 26 Eigentumsgarantie Art. 27 Wirtschaftsfreiheit Art. 28 Koalitionsfreiheit Art. 29 Allgemeine Verfahrensgarantien Art. 30 Gerichtliche Verfahren Art. 31 Freiheitsentzug Art. 32 Strafverfahren Art. 33 Petitionsrecht Art. 34 Politische Rechte Kursiv: Spezifische Grundrechte der BV, welche in der EMRK nicht ausdrücklich enthalten sind. 2 Medien und GrundrechteÜbersicht über die Grundrechte

35 Seite 35 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beachtung der Grundrechte: im Stufenbau der Rechtsordnung Verfassung Gesetz S t u f e n b a u d e r R e c h t s o r d n u n g Ver- ord- nung 2 Medien und GrundrechteÜbersicht über die Grundrechte

36 Seite 36 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verhältnis Medien und Grundrechte Medien als Träger von Grundrechten Medien als Adressaten von Grundrechten (über indirekte Drittwirkung) Namentlich Medienfreiheit, Meinungs- und Informationsfreiheit, Rechtsgleichheit und Willkürverbot, Schutz der Privatsphäre, Wirtschaftsfreiheit Namentlich Persönlichkeitsschutz (Straf- und Zivilrecht); Schutz von Immaterialgüterrechten; Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs (Lauterkeitsgebot gemäss UWG), Datenschutz 2 Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

37 Seite 37 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönliche Freiheit Medien sind als Adressaten indirekt betroffen 2 Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

38 Seite 38 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Meinungs- und Informationsfreiheit Medien sind als Träger direkt und als Adressaten indirekt betroffen 2 Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

39 Seite 39 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienfreiheit Medien sind als Träger direkt betroffen 2 Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

40 Seite 40 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rundfunkfreiheit (Art. 93 BV) Medien sind als Träger direkt betroffen 2 Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

41 Seite 41 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zusammenfassung und Überblick Medien als Träger von Grundrechten Medien als Adressaten von Grundrechten (über indirekte Drittwirkung) Meinungsfreiheit Meinungsfreiheit Informationsfreiheit Informationsfreiheit Medienfreiheit inkl. Rundfunkfreiheit Medienfreiheit inkl. Rundfunkfreiheit Persönliche Freiheit, verwirklicht insbesondere durch den strafrechtlichen u. zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz in verschiedenen Erlassen des Bundes Persönliche Freiheit, verwirklicht insbesondere durch den strafrechtlichen u. zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz in verschiedenen Erlassen des Bundes Vier Schwerpunkte im Medienverfassungsrecht Medien und GrundrechteMedienrelevante Grundrechte (Übersicht)

42 Seite 42 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Einschränkungen von Grundrechten 2 Medien und GrundrechteEinschränkungen der Grundrechte

43 Seite 43 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönliche Freiheit (Oberbegriff) Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechtePersönliche Freiheit v. Medientätigkeit

44 Seite 44 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienpersönlichkeitsrecht im Ausland FrankreichDeutschland Beispiel USA Art. 9 Code Civil: Starker Schutz des Privatlebens, auch von Prominenten Meinungsfreiheit der EMRK (nur) als ein Abwägungs- kriterium Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 1 GG (Grundgesetz) Rechtsprechung des BGH Schutz gegen Falsch- meldungen und Offen- barungen aus Privatleben First Amendment zur US- Bundesverfassung Rechtsprechung des Supreme Court Unterscheidung private person - public person Beispiele aus dem benachbarten Ausland Anerkennung eines allgemeinen Schutzes des Individuums vor Verletzungen seiner persönlichen Integrität und Privatsphäre zunehmende Beseitigung von Schranken der Medienfreiheit Verfassungsrecht gibt Impulse für die Entwicklung des Medien(persönlichkeits)rechts EMRK, angesichts der Internationalisierung der Medien, wirkt als erste Stufe für eine europäische Vereinheitlichung (minimal standard) trotz umstrittener Drittwirkung 2 Medien und GrundrechtePersönliche Freiheit v. Medientätigkeit

45 Seite 45 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Meinungsäusserungsfreiheit nach EMRK Art. 10 EMRK 2 Medien und GrundrechtePersönliche Freiheit v. Medientätigkeit

46 Seite 46 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler BGE (Mikrowellenherd II) Grundlage des Unterlassungs- anspruchs muss exakt sein Verhältnismässigkeits- diskussion Gerichtliches Verbot muss exakt sein BGE 125 III EMRK 10 Meinungs- äusserungsfreiheit UWG 2, 3 lit. a vgl. auch BGE 120 II 76 H. schrieb, dass Mikrowellenöfen wissenschaftlich gesehen gesundheits- schädlich sind Obsiegen von H. gegen Verurteilung in Schweiz beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte; EMGR verlange Differenzierungen und Präzisierungen des Urteils Fachverband FEA H., Forscher in Quasi-Rolle des Journalisten Bestätigung der Verurteilung von H., zugleich Präzisierung und Einschränkung des Verbots 2 Medien und GrundrechtePersönliche Freiheit v. Medientätigkeit

47 Seite 47 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler BGE (BSE) Verfassungskonforme Auslegung des UWG (BG gegen den unlauteren Wettbewerb) Es kommt darauf an, ob B das Flugblatt nur vor dieser einen Metzgerei verteilt hat Vorliegend keine wissenschaftliche Äusserung BGE 123 IV Urteil in Strafverfahren UWG 2, 3 lit. a, 23 Meinungs- äusserungsfreiheit B verteilte 1994 Flugblätter vor einer Metzgerei Flugblätter enthielten Hinweise auf Gefährlichkeit von Fleisch wegen BSE (Rinderwahnsinn); Aufforderung, weniger Fleisch zu essen Metzgermeister- Fachverband Mitglied des Vereins gegen Tierfabriken Rückweisung an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts und zur neuen Entscheidung 2 Medien und GrundrechtePersönliche Freiheit v. Medientätigkeit

48 Seite 48 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienfreiheit (BV) 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

49 Seite 49 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Geschützte Tätigkeiten: zwei Kategorien Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen Kommerzielle Kommunikation? Wirtschafts- freiheit 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

50 Seite 50 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhalt der Medienfreiheit (Übersicht) Schutzgegenstand Medien, Öffentlichkeitsbezug Periodizität oder Dauerhaftigkeit Geschützte Tätigkeiten Tatsachenbehauptungen Meinungsäusserung, Werturteile Werbung, kommerzielle Kommunikation Bildliche Darstellungen Zensurverbot Redaktionsgeheimnis Träger der Medienfreiheit Verhältnis zur Wirtschaftsfreiheit 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

51 Seite 51 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken der Medienfreiheit Gesetzliche Schranken Schranken aufgrund besonderer Rechtsverhältnisse Gesteigerter Gemeingebrauch von öffentlichem Grund Polizeiliche Generalklausel 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

52 Seite 52 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zensurverbot und Redaktionsgeheimnis Das Zensurverbot ist Teil des Kerngehaltes der Medienfreiheit, was aber gerichtliche Verbote z.B. einer ehrverletzenden Publikation nicht ausschliesst. 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

53 Seite 53 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Nicht von der rechtlichen Medienfreiheit erfasst: Innere Medienfreiheit z.B. Miteigentumsmodell z.B. Mitbestimmungsmodell mit Redaktionsstatut z.B. Chinese Wall zwischen Verlag und Redaktion Private Entscheidung der Medienunternehmen und Medienschaffenden 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit z.B. Chinese Wall zwischen Verlag und Redaktion

54 Seite 54 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Informationsfreiheit nach EMRK Art. 10 EMRK 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

55 Seite 55 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Informationsfreiheit in der neuen BV 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

56 Seite 56 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhalt der Informationsfreiheit Allgemein zugängliche Quellen Staatsverwaltung Gerichtsverhandlungen (BGE 111 Ia 245 "Öffentlichkeit im Strafverfahren") Öffentliche Register (BGE 126 III 512 "Grundbucheinsicht") Aktive Information durch den Staat 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

57 Seite 57 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler BGE (Last Temptation of Christ) Passive Informationsfreiheit als Grundrecht Beschwert und daher berechtigt zur Staats- rechtlichen Beschwerde ist auch ein Kino-Zuschauer BGE 120 Ia Meinungs- äusserungsfreiheit Art. 4 aBV Zensurbehörde untersagte den Kinobetreibern im Wallis, den Film The Last Temptation of Christ auszustrahlen Kinozuschauer wehrten sich zusammen mit einem Kinobetreiber gegen dieses Verbot Film-Zensur- Behörde im Kanton VS Kinobetreiber und potentielle Zuschauer Beschwerde- berechtigung der Zuschauer als Träger des Rechts auf Information anerkannt Rückweisung an die Vorinstanz zur materiellen Entscheidung der Sache [Darauffolgender Entscheid in der Sache nicht bekannt] 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

58 Seite 58 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Öffentlichkeitsgesetz Das Handeln der Verwaltung war früher grundsätzlich geheim, unter Vorbehalt von Ausnahmen. Das Gesetz kehrt nun den Grundsatz der Geheimhaltung um, indem es jeder Person ein Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten verleiht, ohne dass ein besonderes Interesse nachgewiesen werden müsste. Ein einfaches und rasches Verfahren ist vorgesehen. Das Öffentlichkeitsprinzip gilt nicht absolut, sondern wird durch Ausnahmen begrenzt. Bedeutung für den Journalismus, u.a. hinsichtlich Recherche 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

59 Seite 59 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rundfunkfreiheit (BV) 2 Medien und GrundrechteMedien- und Informationsfreiheit

60 Seite 60 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Glaubens- und Gewissensfreiheit Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

61 Seite 61 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Versammlungsfreiheit Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

62 Seite 62 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wirtschaftsfreiheit Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

63 Seite 63 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Eigentumsgarantie Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

64 Seite 64 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Sprachenfreiheit Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

65 Seite 65 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsgleichheit und Willkürverbot Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

66 Seite 66 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsgleichheit gemäss Bundesgericht Grosser Spielraum des Gesetz- gebers 2 Medien und GrundrechteWeitere Grundrechte

67 Seite 67 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Lösungsweg für Grundrechtsprobleme Einschränkung durch ein Gemeinwesen (Staat) Welche Grundrechte könnten betroffen sein? Grundrechtskatalog in Bundesverfassung konsultieren! Ist das einschränkend handelnde Gemeinwesen zuständig? Ist die Einschränkung rechtmässig? Voraussetzungen für Einschränkungen von Grundrechten prüfen! 2 Medien und GrundrechtePraktische Bedeutung der Grundrechte

68 Seite 68 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

69 Seite 69 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

70 Seite 70 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wirtschaftsfreiheit freie wirtschaftliche Tätigkeit Freiheit der Betriebsgründung Freiheit der Berufswahl 3 Medien und WirtschaftsrechtWirtschaftsfreiheit

71 Seite 71 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wissenschaftsfreiheit öffentliche Güter (z.B. Frequenzen) Konzession Polizeierlaubnis 3 Medien und WirtschaftsrechtWirtschaftsfreiheit

72 Seite 72 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ideelle Kommunikation Meinungsäusserungsfreiheit, Medienfreiheit Kommerzielle Kommunikation Medienfreiheit oder Wirtschaftsfreiheit? Bedeutung der Unterscheidung Schrankendiskussion 3 Medien und WirtschaftsrechtWirtschaftsfreiheit

73 Seite 73 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Publizistischer Wettbewerb Wettbewerb der Kommunikatoren Wirtschaftlicher Wettbewerb Wettbewerb der Medienträger 3 Medien und WirtschaftsrechtWirtschaftsfreiheit

74 Seite 74 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler KommunikatorenMedienträger Unterschiedliche Ziele Unterschiedliche Interessen Unterschiedliche Verantwortlichkeiten 3 Medien und WirtschaftsrechtWirtschaftsfreiheit

75 Seite 75 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wettbewerbs- beschränkungen Wettbewerbsabreden Ausübung von Marktmacht Unternehmenszusammenschluss 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

76 Seite 76 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wettbewerbs- abreden Produktion Vertrieb Nachrichten- beschaffung Werbung 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

77 Seite 77 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ausübung von Marktmacht Marktbeherrschende Stellung Missbräuchliches Verhalten Sonderstellung des öffentlich- rechtlichen Rundfunks Exklusivberichterstattung 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

78 Seite 78 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fusions- kontrolle Sonderregelung für Medien? Umschreibung des relevanten Marktes Medienkonzentration Failing Company Doktrin 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

79 Seite 79 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inserateboykott Problemstellung Kartellrechtsrelevanz Lösungsmöglichkeiten 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

80 Seite 80 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Parallelimporte (z.B. Film) Problemstellung Sonderschutz durch Immaterialgüterrecht Erschöpfung durch Erstverwendung 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

81 Seite 81 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ursprung UWG: Konkurrent AKonkurrent B geschäftsmoralisches Verhalten 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

82 Seite 82 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Dreidimensionalität UWG Konsument Staat A B Konkurrenzen 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

83 Seite 83 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unlauterkeit allgemein gegen Treu und Glauben verstossendes Verhalten Sondertatbestände Herabsetzung Irreführung falsche vergleich- ende Werbung aggressive Ver- kaufsmethode 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

84 Seite 84 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Relevant Redaktionelle Äusserungen Wettbewerb unter Medienunternehmen 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

85 Seite 85 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Interview mit Experten: B. ist nähtechnisch im Rückstand Verantwortung des Medienschaffenden? Zurechnung der Interviewaussage? Unzulässiger Vergleich? Anhörung des Betroffenen? 3 Medien und WirtschaftsrechtWettbewerbsrecht

86 Seite 86 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Presseförderung Subventionierung der Postbeförderung Scheitern von Gesetzesvorlagen Neuer Medienförderungsartikel in Verfassung? 3 Medien und WirtschaftsrechtFörderung von Medien/Presse

87 Seite 87 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rücksichtnahme des Rundfunks auf Presse Verfassungsbestimmung (Art. 94 Abs. 4) Werbebeschränkungen Weitere Auswirkungen? 3 Medien und WirtschaftsrechtFörderung von Medien/Presse

88 Seite 88 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gebührensplitting im Rundfunk Sinn und Zweck Wettbewerbsrechtliche Problematik Vom alten zum neuen RTVG 3 Medien und WirtschaftsrechtFörderung von Medien/Presse

89 Seite 89 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Filmförderung Internationale Kooperation Pacte de laudiovisuel (SRG) Staatliche Filmförde- rung Selektive Förderung Erfolgsabhängige Förderung Lenkungsabgaben 3 Medien und WirtschaftsrechtFörderung von Medien/Presse

90 Seite 90 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

91 Seite 91 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

92 Seite 92 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

93 Seite 93 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

94 Seite 94 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Normen zur technischen Verbreitung von Medieninhalten Grundlagen Bundesverfassung von 1999, Art. 92 und Art. 93 Fernmeldegesetz vom 30. April 1997/24. März 2006 Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) vom 24. März 2006 Abgrenzung zwischen Fernmelderecht und Rundfunkrecht Fernmeldewesen und öffentliche fernmeldetechnische Verbreitung von Darbietungen und Informationen "Zweiwegindividualkommunikation" v. "Einwegmassenkommunikation" Programmbegriff Konzessions- und Meldepflichten in FMG und RTVG FMG-Meldepflicht für FDA (Erbringen von Fernmeldediensten) FMG-Grundversorgungskonzession FMG-Funkkonzessionen RTVG-Veranstalterkonzession (Radio- und TV-Veranstalter) RTVG-Empfangsgebühr 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

95 Seite 95 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler FMG: Individual- und Zweiwegkommunikation AB RTVG: Massen- und Einwegkommunikation A B C D 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

96 Seite 96 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zwischenformen Zielgruppenprogramme Einzelentgeltsrundfunk Zugriffsdienste Abrufdienste (VoD) Anrufbeantworter Ansagedienste Videotext Abrufdienste 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

97 Seite 97 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Programm Abgrenzung FMG / RTVG (Quelle: Dumermuth, 2006) Publizistische Relevanz Individual- kommunikation Massen- kommunikation RTVGFMG 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

98 Seite 98 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Grundlagen des Fernmelderechts Motive der Regulierung Liberalisierung des Fernmeldemarktes Zugang zur Informationsgesellschaft Rationelle Ressourcennutzung Added Value für Benutzer Regulierungsgrundsätze Wirksamer Wettbewerb Störungsfreier Fernmeldeverkehr Achtung der Persönlichkeitsrecht und Immaterialgüter Erschwingliche Grundversorgung 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

99 Seite 99 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zweck des Fernmeldegesetzes (FMG) 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht Dieses Gesetz bezweckt, dass der Bevölkerung und der Wirtschaft vielfältige, preiswerte, qualitativ hochstehende sowie national und international konkurrenzfähige Fernmeldedienste angeboten werden. Es soll insbesondere a)eine zuverlässige und erschwingliche Grundversorgung mit Fernmeldediensten für alle Bevölkerungskreise in allen Landesteilen gewährleisten; b)einen störungsfreien, die Persönlichkeits- und Immaterialgüterrechte achtenden Fernmeldeverkehr sicherstellen; c)einen wirksamen Wettbewerb beim Erbringen von Fernmelde- diensten ermöglichen. d)die Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten vor unlauterer Massenwerbung und Missbrauch durch Mehrwertdienste schützen.

100 Seite 100 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Revision 2006: Grundzüge Abgrenzung RTVG/FMG Zugangsregulierung Ex ante-Regulierung Mehrwertnummern Spam / UWG 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

101 Seite 101 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Behördenorganisation Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation (UVEK) Kommunikationskommission (COMCOM) Bundesgericht 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

102 Seite 102 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Regulierungsinstrumente Konzessions- und Meldepflicht Technische Konformität Frequenz- und Nummernmanagement Zugangsrechte Kolokationsrechte Grundversorgung und Abgeltung 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

103 Seite 103 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Infrastruktur und Ressourcen Wegerechte Kollokation Antennenstandorte Frequenzen Mobilfunk Satellitenempfang Adressierungselemente 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

104 Seite 104 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Regulierung der Adressierungselemente Kurznummern SMS und MMS Auskunfts- und Vermittlungsdienste Mehrwertdienste 906 Nummern Gewinnspiele Dialer Domain.ch 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

105 Seite 105 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zugangsregulierung und Unbundling Zugangsberechtigt: FDA Zugangsverpflichtet: Marktbeherrschendes Unternehmen (Art. 11 Abs. 1 FMG und Art. 4 Abs. 2 KG) Zugangsarten (Art. 11 FMG) Interkonnektion Full Access Bitstream Access Mietleitungen Kabelkanäle Verrechnung Zugangsgrundsätze Nichtdiskriminierung und Transparenz (Art. 11 Abs. 1 FMG) Streitverfahren (Art. 11a FMG) Preisfestlegung: LRIC 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

106 Seite 106 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Grundversorgung Grundversorgung als Kriterienwettbewerb Umfang der Grundversorgung Öffentl. Telefondienst Anschluss (analog, ISDN und Breitband) Preisobergrenzen Notrufdienste Sprechstellen Zusatzdienste (Gebührenstand, Sperrung) Datenübertragung Finanzierung 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

107 Seite 107 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fernmeldegeheimnis Schutzprinzipien Inhalt des Fernmeldegeheimnisses Grenzen des Fernmeldegeheimnisses Überwachung des Fernmeldeverkehrs (Art. 44 FMG, BÜPF) Überwachung von Medienschaffenden im Besonderen 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc.Übersicht

108 Seite 108 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

109 Seite 109 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

110 Seite 110 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fernmelderecht v. Rundfunkrecht Zweiwegindividual- kommunikation Einwegmassen- kommunikation Fernmelderecht Rundfunkrecht 5 RundfunkrechtÜbersicht

111 Seite 111 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Motive für die Rundfunkregulierung Zweiwegindividual- kommunikation Einwegmassen- kommunikation Knappheit von Sendefrequenzen Gesellschaftliche Bedeutung von Radio und TV 5 RundfunkrechtÜbersicht

112 Seite 112 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Regelungsgegenstand des RTVG Veranstaltung von Rundfunkprogrammen (inkl. Erstverbreitung) Weiterverbreitung von Rundfunkprogrammen Empfang von Rundfunkprogrammen 5 RundfunkrechtÜbersicht

113 Seite 113 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Geschichte des Rundfunkrechts Radio und FernsehenTelekommunikation Inkrafttreten Verabschiedung des neuen RTVG Botschaft Bundesrat zur Revision RTVG Aussprachepapier des Bundesrates Entwurf Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) BB über den Satellitenrundfunk BB über das schweiz. Kurzwellenradio Art. 55bis aBV Konzession Teletext Pay-TV-Konzession Rundfunkverordnung (RVO) Kabelrundfunkverordnung BB über Unabh. Beschwerdeinstanz Erste Sendekonzession für die SRG -- Art. 36 aBV Inkrafttreten Verabschiedung des neuen FMG Fernmeldegesetz Revision (FMG) Fernmeldegesetz (FMG) BG betr. Telegrafen und Telefonverkehr Art. 36 aBV 5 RundfunkrechtÜbersicht

114 Seite 114 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Behörden BAKOM UVEK COMCOM DBA des UVEK WEKO UBI Preisüberwacher Datenschutzbeauftragter 5 RundfunkrechtÜbersicht

115 Seite 115 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verfassungsgrundlage 5 RundfunkrechtÜbersicht

116 Seite 116 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Regulierungsgrundsätze im Rundfunkrecht Trennung von Veranstaltung und Verbreitung (früher: Einheitskonzession) Konzessionspflicht bzw. Meldepflicht Leistungsauftrag an konzessionierte Rundfunkmedien Finanzierungsregeln Service Public und SRG Allgemeine Aufsicht und Programmaufsicht durch UBI 5 RundfunkrechtÜbersicht

117 Seite 117 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Leistungsauftrag (Stichworte) Bundesverfassung (BV) Bildung, Kultur freie Meinungsbildung Unterhaltung Schweiz, Kantone Sachgerechtigkeit Meinungspluralismus Bundesgesetz (RTVG) insbesondere: staatsbürgerliche Kenntnisse vermitteln Vielfalt von Land und Bevölkerung der Öffentlichkeit näherbringen Verständnis für andere Völker fördern Kulturschaffen fördern Keine Bevorzugung bestimmter Parteien, Interessen oder Weltanschauungen 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

118 Seite 118 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ziele des neuen RTVG (Dumermuth, 2006) Anliegen des neuen RTVG Politische Aus- balancierung des Systems Sicherung von Ver- breitungskapazitäten für Radio und TV Bessere Bedingungen für private Veranstalter Service public (Grundversorgung) 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

119 Seite 119 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unabhängigkeit, Programmautonomie Art. 6 RTVG 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

120 Seite 120 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Programm, Sendung 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

121 Seite 121 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Geltungsbereich des RTVG «Programme», d.h. an die Allgemeinheit gerichtet (verschlüsselt oder unverschlüsselt) programmartig zusammengestellt Inhalte durch Veranstalter zusammengestellt zeitlich angesetzt nicht interaktiv (Individualisierung) kontinuierlich angeboten Abgrenzung nach unten: publizistisch nicht relevante Angebote technisch nicht massenwirksam publizistisch nicht relevante Inhalte 5 RundfunkrechtÜbersicht

122 Seite 122 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Mindestanforderungen an Programme Art. 4 RTVG 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

123 Seite 123 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Programmbestimmungen SachgerechtigkeitsgebotVielfaltsgebot Kulturelles Mandat Sendung als Bezugspunkt Sorgfaltspflichten Programm als Bezugspunkt Sorgfaltspflichten Programm als Massstab Informationsgrundsätze 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

124 Seite 124 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Mediendienste, Regulierungsintensität Intensität der Regulierung Individual- kommunikation Massen- kommunikation Programm = linearer Dienst nicht linearer Dienst 5 RundfunkrechtRTVG-Revision (Quelle: Dumermuth, 2006)

125 Seite 125 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Marktzugang unter dem neuen RTVG Quellen: Botschaft Bundesrat, BAKOM 5 RundfunkrechtRTVG-Revision

126 Seite 126 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rundfunkaufsicht Finanzaufsicht Technische Aufsicht Programmaufsicht Ombudsstellen der Veranstalter Unabhängige Beschwerdeinstanz Organisation, Aufgaben und Verfahren Praxis der UBI 5 RundfunkrechtRundfunkordnung

127 Seite 127 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rundfunkaufsicht Ombudsstelle UBI BundesgerichtProgramminhalte BAKOM UVEK Bundesgericht Übriger Konzessionsbereich 5 RundfunkrechtRundfunkordnung

128 Seite 128 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Werbeformen: Definitionen (RTVG) 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

129 Seite 129 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Werbung im RTVG Grundsätze Erkennbarkeit Trennungsgebot Personelle Trennung (Lex Russi) Verbote und Beschränkungen Schleichwerbung Irreführende Werbung Religiöse / politische Werbung Alkohol und Tabak (Ausn: leichte Alkoholika in regional bzw. lokal verbreiteten Programmen) Heilmittel (z.T.) Dauer: Max. 15 % der tägl Sendezeit / 12 pro Stunde 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

130 Seite 130 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Sponsoring im RTVG 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

131 Seite 131 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fernsehkonvention des Europarates Beitritt Schweiz 1989 Revision 1998 aufgrund EU-Richtlinie Zweck, zwischen den beteiligten Staaten die grenzüberschreitende Verbreitung und Weiterverbreitung von TV-Programmen zu erleichtern Geltung für alle Veranstalter von grenzüberschreitend verbreiteten Programmen Freiheit des Empfangs und der Weiterverbreitung Inhaltliche Vorgaben positiv: Menschenwürde, Grundrechte, Jugendschutz, Gegendarstellungsrecht, Sachgerechtigkeit, freie Meinungsbildung, Kultur negativ: Pornografie, Gewalt, unfaire Werbung 5 RundfunkrechtRundfunkinhalte

132 Seite 132 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtliche Sonderstellung der SRG SRG Volkswirtschaftliche Annahmen der schweizerischen RTV-Politik Erfolg und Bedeutung der SRG in Gesellschaft und Politik Finanzielle und politische Umstände Betriebswirtschaftliche Annahmen der schweizerischen Rundfunkpolitik 5 RundfunkrechtRundfunkordnung

133 Seite 133 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler SRG erfüllt einen Leistungsauftrag (BV) Leistungsauftrag 5 RundfunkrechtRundfunkordnung

134 Seite 134 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Finanzierung der Rundfunkveranstalter Werbung und Sponsoring Empfangsgebühren Weitere Finanz- quellen Finanz- quellen der Radio- und Fernseh- veran- stalter Definition und Arten von Werbung Trennung der Werbung vom Programm Formale und inhaltliche Werbebeschränkungen Beschränkungen des Sponsorings Probleme von Sponsoring und Werbung in der Veranstalter- und Aufsichtspraxis Rechtsnatur einer Gebühr ( Steuer) Überwiegender Gebührenanteil für die SRG Gebührensplitting z.G. privater Veranstalter (4%) Inkasso Zahldienste, Pay-Rundfunk Mehrwertdienste und Zusatzdienste Lizenzgeschäft, Merchandising Finanzhilfen (Art. 20 RTVG) 5 RundfunkrechtRundfunkordnung

135 Seite 135 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

136 Seite 136 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

137 Seite 137 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

138 Seite 138 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Einordnung in die Problemkette des Medienrechts Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen Schwerpunkt Beschaffung und Herstellung 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

139 Seite 139 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zwei Säulen der Wirtschaftsordnung Privates Eigentum Vertrags- freiheit Zuordnung von Werten zu einer Person Recht zur ausschliesslichen Nutzung Möglichkeit zur Übertragung und Belastung Freiheit betreffend Vertragspartner Freiheit betreffend Vertragsgegenstand Freiheit betreffend Vertragsinhalt Property Rights als Regelungsinstrument 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

140 Seite 140 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Körperliches Eigentum Absolute und relative Schutzrechte Geistiges Eigentum Relative Schutzrechte Sachen im Sinne des Zivilgesetzbuches (ZGB) Absolute und ausschliessliche Sachherrschaft des Eigentümers (inkl. Recht zur Zerstörung oder Eigentumsaufgabe) Berechtigung gegenüber allen Anderen Möglichkeit des Besitzes als Form der gemischt tatsächlich-rechtlichen Sachherrschaft Immaterielle Werte im Sinne von Spezialgesetzen Typisierter juristischer Katalog (numerus clausus) von geschützten Immaterialgütern Ausschliessliche/ab- solute oder zumindest starke Wertherrschaft durch den Berechtigten Berechtigung gegenüber allen Anderen Besitz nicht nur am Träger möglich Gewährung von Rechten gegenüber bestimmten anderen Personen kein absoluter Schutz Abwägung von Interessen und Verhalten zweier oder mehrerer Berechtigten Beispiel Vertrag, Beispiel Lauterkeitsrecht (UWG); umstritten beim urheber- rechtlichen Leistungsschutz Nicht Subjekt-Objekt- Beziehung, sondern Subjekt-Subjekt-Beziehung Absolute Schutzrechte Property Rights [vereinfacht] 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

141 Seite 141 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler N.C. der Immaterialgüterrechte 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen [illustrativ]

142 Seite 142 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aufgaben des Immaterialgüterrechts Ökonomischer Anreiz zu Innovation und Investition Persönlichkeits- schutz des schaffenden Menschen Ausgleich für Leistung 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

143 Seite 143 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medien und Immaterialgüterrecht 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen Bezeichnung für Medientitel (NZZ, Radio24), Produktmarken (Coca-Cola, BMW, Reuters) Unternehmensnamen (NZZ, Basler Medien AG, Ringier, Nestlé) Name einer Politikerin, Alias- Name eines Künstlers (Heino) Fotografie, Zeitungsartikel, Drehbuch, Zeitschriftenlayout, u.U. Werbeinserat Kontaktlisten, Telefonnummern, Informantendaten, recherchierte Informationen Computer, TV-Kamera, Zeitungspapier, Druckerschwärze, Filmrolle Beispiel im Bereich Medien Unbegrenzt verlängerbar, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen Unbegrenzt, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen 70 Jahre (Computerprogramme: 50 Jahre) nach Tod des Urhebers Unbegrenzt, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen Unbegrenzt Wie lange geschützt? - Schutzdauer Nicht kennzeichenmässiger Gebrauch; Gebrauch in anderem Markt Bestehende Firmen weitergebrauchen Nutzung des eigenen Namens, Namensnutzungen ohne Anmassung; nicht identischer/ähnlicher Name Unabhängige Parallelschöpfung, Nutzung innerhalb gesetzlicher Schutzschranken Nutzung, solange kein Pflichtverhältnis und keine Unlauterkeit Nichts - grundsätzlich keine Eingriffe ins Eigentum zulässig Was dürfen Andere? - Rechte von Dritten Kennzeichenmässiger Gebrauch, territoritale Begrenzung, sachliche Begrenzung (Markenklassen) Eintragung der identischen oder einer ähnlichen (verwechselbaren) Firma Gebrauch des identischen oder eines ähnlichen (verwechselbaren) Namens Verwendung des Werks (Vervielfältigung, Verbreitung, Wahrnehmbarmachung, Sendung) Gesetzliche oder vertragliche Pflicht des Dritten Volle Sachherrschaft (inkl. z.B. Zerstörung), Schutz gegen Beeinträchtigungen Wie weit geschützt? - Schutzumfang Markenqualität, Gebrauch; Deklaration durch Inhaber (®- oder TM-Symbol) Handelsregistereintrag, Firmengebrauch Tatsächliche Namensführung durch die Berechtigten Werkqualität, Deklaration durch Urheber (z.B. ®- Symbol) Geheimhaltung, Nichtöffentlichkeit, wirtschaftlicher Wert, Schutzmassnahmen Besitz als tatsächliche Sachherrschaft, Grundbucheintrag Wie erkennbar? - Publizität Zeichen das weder beschreibend noch täuschend ist; Gebrauch (nach 5 Jahren Schonfrist); Eintragung im Markenregister Keine Täuschung; Gestaltungsvorschriften (z.B. Zusatz AG); Eintragung im Markenregister; Publizität Tatsächliche Namensführung durch die Berechtigten Geistige Schöpfung; Wahrnehmbarkeit; Individualität von entweder äusserer Form oder Anordnung und Gliederung des Stoffes Technisches und wirtschaftliches Know-how; Publizität Geeigneter Schutzgegenstand (bewegliche oder unbewegliche Sache), keine öffentlichen Güter, keine staatlichen Güter Wann geschützt? - Schutzvoraussetzungen Bezeichnungen von ProduktenNamen von UnternehmungenName von natürlichen und juristischen Personen inkl. Pseudonyme Werke der Literatur und Kunst (im weitesten Sinn) Geschäftliche und betriebliche Informationen Bewegliche Sachen, Grundstücke und bestimmte Rechte Was geschützt? - Schutzgegenstand Individualisierung von Produkten, Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; Herkunftsangabe Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; v.a. wirtschaftliche Interessen Persönlichkeit, Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; nicht nur wirtschaftliche Interessen Persönlichkeit, künstlerische Entfaltung, künstlerischer und wirtschaftlicher Anreiz zur Werkschöpfung Persönlichkeit, wirtschaftliche Privatheit, wirtschaftliche Lauterkeit, Vertragsfreiheit Persönlichkeit, persönliche/wirtschaftliche Privatheit, Begrenzung der Staatsmacht, Handelbarkeit, Wirtschaftsfreiheit Warum geschützt? - Schutztheorie Markenschutzgesetz (MSchG)Art. 944 ff. ORArt. 29 f. ZGBUrheberrechtsgesetz (URG)Art. 162 StGB, Art. 6 UWGArt. 641 ff. ZGB Wo geregelt? - Rechtsgrundlage MarkenrechtFirmenrechtNamensrechtUrheberrechtKnow-how (Geschäftsgeheimnisse) Körperliches Eigentum

144 Seite 144 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Immaterialgüterrechte im Medienbereich UrheberrechtKennzeichenrechte Beachtung fremder Urheberrechte Beachtung fremder Kennzeichenrechte Medienschaffende als Inhaber von Urheberrechten Medienschaffende als Inhaber von Kennzeichen, v.a. Marken 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

145 Seite 145 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Immaterialgüterrechte im Medienbereich UrheberrechtKennzeichenrechte Beispiel N.Y. TimesBeispiel K-Tip Beispiel BBC / Pressefoto Beispiel Xerox 6 ImmaterialgüterrechtGrundlagen

146 Seite 146 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Urheberrecht: Schutzgegenstand INHALTFORM TRÄGER Das Urheberrecht schützt nur die Form, nicht den (gedanklichen) Inhalt 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

147 Seite 147 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Urheberrecht: Schutzvoraussetzungen GEISTIGE SCHÖPFUNG WERKART Schutzgegenstand Hervorbringung eines Menschen … eines Tiers … einer Maschine … eines Computers Schöpfung und Schaffen Sinnliche Wahrnehmung (Form) Keine Verkörperung notwendig Beispiel Konzert- Aufführung Begriff Originalität Begriff statistische Einmaligkeit Darstellung, Auswahl, Gliederung Ausmass beeinflusst auch konkreten Schutzumfang Zunehmend geringe Anforderungen in der Rechtspraxis Literatur und Kunst Computerprogramme Beschränkte Bedeutung dieser Voraussetzung WAHRNEHMBARKEIT INDIVIDUALITÄT 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

148 Seite 148 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schutzgegenstand: Ausnahmen (URG) 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

149 Seite 149 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schutzgegenstände: Beispiele Schutzgegenstand: Zufallsfund? Schutzgegenstand: Pressefoto? Schutzgegenstand: Nachricht? Schutzgegenstand: Datensammlung? 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

150 Seite 150 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechte des Urhebers Verwendungsrechte Vervielfältigung Verbreitung Wahrnehmbarmachung Sendung, Weitersendung Vermietung Bearbeitung, Änderung Persönlichkeitsrechte Erstveröffentlichung Urhebernennung Werkintegrität z.B. Art. 11 Abs. 2 URG 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

151 Seite 151 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Urheberrecht und Medienfreiheit InformationshoheitInformationsfreiheit Ein Spannungsfeld im Informationsrecht Rechte des Urhebers Schutzvoraussetzungen im Urheberrecht Rechte des Nutzers: Schutzschranken Verfassungsrechtliche Medienfreiheit 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

152 Seite 152 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken des Urheberrechts Urheberrechtsgesetz (URG):Für Medien...: Art. 19 Verwendung zum Eigengebrauch … relevant Art. 21 Entschlüsselung von Computerprogrammen Art. 22 Verbreitung gesendeter Werke Art. 23 Zwangslizenz zur Herstellung von Tonträgern Art. 24 Archivierungs- und Sicherungsexemplare Art. 25 Zitate … relevant Art. 26 Museums-, Messe- und Auktionskataloge Art. 27 Werke auf allgemein zugänglichem Grund … relevant Art. 28 Berichterstattung über aktuelle Ereignisse … relevant 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

153 Seite 153 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken: Zitatrecht (URG) 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

154 Seite 154 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vier Voraussetzungen des Zitatrechts 1. Veröffentlichtes Werk 2. Sprachwerk 4. Quellenangabe 3. Entnahme bloss von Auszug 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

155 Seite 155 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken des Urheberrechts: Berichterstattung (URG) 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

156 Seite 156 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken des Urheberrechts: Panoramafreiheit 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

157 Seite 157 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schranken des Urheberrechts: Eigengebrauch Arten des Eigengebrauchs Persönlicher Gebrauch Unterrichtsgebrauch Betriebsinterner Gebrauch Entschädigung (allerdings nur indirekt bei Ton- und Tonbildträgern) Entschädigung Rechtsfolge: Nutzungsrecht, aber... 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

158 Seite 158 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zeitliche Schranke: Schutzdauer 70 Jahre nach Tod 50 Jahre nach Tod Entsprechende Dauer nach dem Tod des zuletzt Verstorbenen (mit Sonderregeln) Grundregel Computerprogramme Kollektive Werke, Mit-Urheberschaft 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

159 Seite 159 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verwertungsgesellschaften 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

160 Seite 160 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Urheberrechtliche Leistungsschutzrechte Schutz der Darbietungen von ausübenden Künstlern Schutz der Produzenten von Ton- und Tonbildträgern Schutz der Sende- unternehmen Urheber- rechtliche Leistungs - schutz- rechte Statt urheberrechtliche Leistungsschutzrechte wird gleichbedeutend von Nachbarrechten (neighboring rights)und von verwandten Schutzrechten (droits voisins) gesprochen Die vereinfachte Vorstellung ist die eines minderen Urheberrechts Füllung von Lücken im Urheberrechtsschutz Formale Regelung im URG aufgrund des engen thematischen Zusammenhangs Im Vergleich mit dem Urheberrecht sind die Schutzmotive eingeschränkt Im Vergleich mit dem Urheberrecht (absolutes Schutzrecht) ist die Rechtsnatur des Leistungsschutzes verschieden Geringerer Schutzumfang; kein allgemeines Verwendungsrecht des Rechtsinhabers Keine Persönlichkeitsrechte Geringere Schutzdauer (50 Jahre) Unterschiedliche Regelung in Staatsverträgen und internationalen Organisationen 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

161 Seite 161 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aufgaben des Leistungsschutzes Ökonomischer Anreiz zu Innovation und Investition Persönlichkeits- schutz des schaffenden Menschen Ausgleich für Leistung 6 ImmaterialgüterrechtUrheberrecht

162 Seite 162 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Kennzeichenrecht Name (ZGB 29)Firma (OR 944, 951)Marke (MSchG) Bezeichnung einer Person Rechtsfrage des Persönlichkeitsrechts Bezeichnung eines Unternehmens Rechtsfrage des Handels- und Wirtschaftsrechts Bezeichnung eines Produkts oder einer Dienstleistung Rechtsfrage des Handels- und Wirtschaftsrechts Konfliktregelung im Kollisionsfall? 6 ImmaterialgüterrechtKennzeichenrecht

163 Seite 163 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Markenrecht P r o d u k t Hersteller Zeichen/Bezeichnung Publikum 6 ImmaterialgüterrechtKennzeichenrecht

164 Seite 164 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Markenrecht: Schutzvoraussetzungen ZEICHENQUALITÄT VERHÄLTNIS ZU ANDERER MARKE Herkunftsbezeichung für Produkt Beziehung zu Produkt oder Dienstleistung des Markeninhabers Grafische Darstellung Wort- und Bildmarken Klangmarken Markenregister Markenklassen Gleichartigkeit der Produkte bzw. Dienstleistungen Ähnlichkeit der Marken Verwechslungsgefahr beim Publikum DARSTELLBARKEIT REGISTERIERUNG 6 ImmaterialgüterrechtKennzeichenrecht

165 Seite 165 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Markenverunglimpfung durch Medien? Noch keine Gerichtspraxis in der Schweiz Deutschland: Gerichtsentscheide Mars, Nivea, BMW mit Tenor: Bei erkennbarem Scherzgehalt keine Markenverletzung, bei kommerziellem Interesse des Verunglimpfenden schon. 6 ImmaterialgüterrechtKennzeichenrecht

166 Seite 166 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler echte Lizenz (Immaterialgut) IP unechte Lizenz (ohne Immaterialgut) IP ausdrückliche Lizenz stillschweigende Lizenz Hauptlizenz und Unterlizenz Exklusivlizenz Lizenzvertrag: Arten 6 ImmaterialgüterrechtBedeutung in der Praxis x

167 Seite 167 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fall-Lösung zum geistigen Eigentum SachverhaltTatbestandRechtsfolgen Erfüllt das Objekt die Schutzvoraussetzungen? Erfüllt das Verhalten des potentiellen Verletzers den Tatbestand einer Schutzrechtsverletzung? Art der Verwendung des geschützten Objekts Motiv des Verletzers Wirkung der Verletzungshandlung beim Verletzten bzw. beim Publikum andere und weitere Kriterien je nach Schutzrecht Gibt es Schutzschranken? Welche Schutzrechte des geistigen Eigentums betrifft der Sachverhalt? Urheberrecht urheberrechtlicher Leistungsschutz Markenrecht lauterkeitsrechtlicher Leistungsschutz (andere) Was für ein Objekt liegt in der Sprache der Gesetze vor? Welche Rechtsansprüche stehen dem Verletzten zu? Unterlassungsanspruch Beseitigungsanspruch Feststellungsanspruch Schadenersatzanspruch Genugtuungsanspruch Gewinnherausgabe andere und weitere Rechtsansprüche je nach Schutzrecht Abgrenzung und Konkurrenz zwischen den Schutzrechten und zum Persönlichkeitsschutz prüfen! 6 ImmaterialgüterrechtBedeutung in der Praxis

168 Seite 168 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

169 Seite 169 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

170 Seite 170 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Strafrecht ist öffentliches Recht Privatrecht Beziehung von Privaten untereinander. Erlaubt ist, was nicht verboten ist. Im regelungsfreien Raum haben Private grundsätzlich Freiheit. Sie haben auch die Freiheit, unter sich Verträge und andere Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Dispositives (nachgiebiges) Recht, durch private Rechtsgeschäfte abänderbar. öffentliches Recht Beziehungen vom Staat gegenüber Privaten, und von Gemeinwesen untereinander. Nur was gesetzlich vorgesehen ist (Rechtsstaatsprinzip): Voraussetzung einer gesetzlichen Grundlage für staatliches Handeln. Im regelungsfreien Raum besteht grundsätzlich ein Eingriffsverbot des Staates. Zwingendes Recht, durch private Rechtsgeschäfte nicht abänderbar. Regelungs- gegenstand? Was dürfen Private, was darf der Staat? Typische Art der Rechtsnormen? 7 StrafrechtGrundlagen

171 Seite 171 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Subsidiarität des Strafrechts Recht Stärkster Eingriff in die Grundrechte des Einzelnen Höchste Anforderungen an Rechtsstaatlichkeit 7 StrafrechtGrundlagen

172 Seite 172 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Anforderungen an Strafrechtsnormen harte Gebote und Verbote weiche Empfehlungen und Richtlinien Anreize (i.d.R. monetär) Steuerung von Verhalten 7 StrafrechtGrundlagen

173 Seite 173 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Anforderungen an Strafrechtsnormen Beispiel Art. 137 Ziff. 1 Wer sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wird, (…), mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. 7 StrafrechtGrundlagen

174 Seite 174 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aufbau des Strafgesetzbuches Allgemeiner Teil Geltungsbereich des StGB Definition von Verbrechen, Vergehen, Übertretung Zurechnungsfähigkeit Schuldbegriff Versuch Strafantrag Rechtfertigungsgründe Strafen und Massnahmen Strafzumessung Verjährung Kinder und Jugendliche Unternehmensstrafrecht u.a. Besonderer Teil Strafbare Handlungen … gegen Leib und Leben … gegen das Vermögen … gegen die Ehre und den Geheim- oder Privatbereich … gegen die Freiheit … gegen die sexuelle Integrität … gegen die Familie … gegen die öffentliche Gesundheit … gegen den öffentlichen Verkehr … gegen die Rechtspflege … u.a. 7 StrafrechtGrundlagen

175 Seite 175 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler BGE 127 IV 122 Journalistenfrage September 1997 (NZZ) Beim grössten Raub in der Schweizer Geschichte werden in der Zürcher Fraumünsterpost von fünf Tätern 53 Millionen Franken Bargeld erbeutet. Schon eine Woche später werden 14 Täter an mehreren Orten in der Schweiz, in Italien und in Spanien festgenommen. Ein Grossteil der Beute kann sichergestellt werden. Recherche eines Blick-Journalisten 7 StrafrechtTeilnahme an Straftaten

176 Seite 176 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beteiligung an einer Straftat Mit- täter- schaft An- stiftung Gehilfen- schaft Be- günsti- gung 7 StrafrechtTeilnahme an Straftaten

177 Seite 177 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beteiligung an einer Straftat Mit- täter- schaft An- stiftung Gehilfen- schaft Be- günsti- gung Grundsätzlich gleiche Bestrafung wie Haupttäter (Art. 24 StGB) Fakultative Straf- milderung (Art. 25 StGB) Besonderer Straftatbestand (Art. 305 StGB) 7 StrafrechtTeilnahme an Straftaten

178 Seite 178 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ehrverletzungsdelikte Üble NachredeVerleumdungBeschimpfung Das StGB kennt drei Ehrverletzungstatbestände Die Unterscheidungskriterien sind: Wer ist der Adressat der ehrverletzenden Äusserung? Behauptet der Täter eine Tatsache oder äussert er eine Meinung? Im Fall einer Tatsachenbehauptung: Weiss der Täter, dass diese Behauptung unwahr ist? 7 StrafrechtEhrverletzung

179 Seite 179 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ehrverletzungsdelikte Üble NachredeVerleumdungBeschimpfung Unterscheidung nach subjektivem Tatbestand: Wissen und Willen des Täters Unterscheidung a) nach Adressat der Ehrverletzung (Dritte oder Verletzter) und b) nach Art der Äusserung: Tatsachenbehauptung oder Meinungsäusserung 7 StrafrechtEhrverletzung

180 Seite 180 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ehrverletzungsdelikte Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen … oft enthalten in … = gemischte Werturteile 7 StrafrechtEhrverletzung

181 Seite 181 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Quelle: Source Satire/Karikatur: Tatsache oder Meinung? 7 StrafrechtEhrverletzung

182 Seite 182 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Tatsache oder Meinung: Faustregel Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen … nicht... Dem Beweis zugänglich 7 StrafrechtEhrverletzung

183 Seite 183 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Üble Nachrede (StBG) 7 StrafrechtEhrverletzung

184 Seite 184 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verleumdung (StBG) 7 StrafrechtEhrverletzung

185 Seite 185 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Üble Nachrede v. Verleumdung Üble NachredeVerleumdungBeschimpfung (gewöhnlicher) Vorsatz qualifizierter Vorsatz Strafdrohung: Gefängnis (nur) bis 6 Monate Strafdrohung: Gefängnis bis 3 Jahre 7 StrafrechtEhrverletzung

186 Seite 186 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beschimpfung (StBG) 7 StrafrechtEhrverletzung

187 Seite 187 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Nachrede/Verleumdung v. Beschimpfung Üble NachredeVerleumdungBeschimpfung a) Adressat der Ehrverletzung ist der Verletzte selber; oder b) Äusserung ist eine Meinungsäusserung Strafausschluss im Fall von Provokation bzw. Retorsion (Art. 177 Abs. 2 und 3) 7 StrafrechtEhrverletzung

188 Seite 188 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Tatsachenbehauptungen im Besonderen Tatsachenbehauptung BeschuldigungVerdächtigung wahrunwahr Grundsatz Ausnahme Ehrverletzung Grundsatz Ausnahme Keine Ehrverletzung [vereinfacht] 7 StrafrechtEhrverletzung

189 Seite 189 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Meinungsäusserungen im Besonderen verletzende Meinungsäusserung auf wahren Tatsachen basierend ohne unterliegende Tatsachenbehauptung Grundsatz Ausnahme Ehrverletzung Grundsatz Ausnahme Keine Ehrverletzung [vereinfacht] 7 StrafrechtEhrverletzung

190 Seite 190 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Form der Nachrede oder Verleumdung (StBG) 7 StrafrechtEhrverletzung

191 Seite 191 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Öffentlichkeitsbereich Delikte im Geheim- oder Privatbereich Privatbereich Geheimbereich Persönlichkeitssphären 7 StrafrechtGeheim- und Privatbereich

192 Seite 192 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verletzung des Schriftgeheimnisses Art. 179 StGB: Öffnen einer verschlossenen Schrift … … ohne Berechtigung … … um vom Inhalt Kenntnis zu nehmen. oder Verbreitung oder Ausnützung von Tatsachen, deren Kenntnis durch Öffnen einer nicht für den Täter bestimmten verschlossenen Schrift erlangt worden sind. 7 StrafrechtGeheim- und Privatbereich

193 Seite 193 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Abhören/Aufnehmen von Gesprächen Art. 179bis bzw. 179ter StGB: Abhörgerät oder Tonträgeraufnahme … … ohne Berechtigung oder Einwilligung der Beteiligten. oder Auswertung oder Weitergabe von Aufnahmen. 7 StrafrechtGeheim- und Privatbereich

194 Seite 194 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verwendung von Aufnahmegeräten Art. 179quater StGB: Einsatz eines Aufnahmegerätes … … zur Aufnahme einer Tatsache aus dem Geheimbereich eines andern … … oder einer nicht jedermann ohne weiteres zugängliche Tatsache aus dem Privatbereich eines andern oder Auswertung oder Weitergabe von solchen Tatsachen bzw. Aufnahmen. 7 StrafrechtGeheim- und Privatbereich

195 Seite 195 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Impressumspflicht (StBG) 7 StrafrechtWeitere Straftatbestände

196 Seite 196 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gewaltdarstellungen (StBG) 7 StrafrechtWeitere Straftatbestände

197 Seite 197 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Pornografie (StBG) (…) 7 StrafrechtWeitere Straftatbestände

198 Seite 198 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rassendiskriminierung (StBG) 7 StrafrechtWeitere Straftatbestände

199 Seite 199 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienstrafrecht, Medienprivileg (StGB) 7 StrafrechtMedienprivileg

200 Seite 200 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Begriff des Mediendelikts Kaskadenhaftung gilt nur für strafbare Handlungen, die durch Veröffentlichung in einem Medium begangen werden und sich in dieser Veröffentlichung erschöpfen: = Mediendelikte = Gedankenäusserungsdelikte Beispiele: Ehrverletzungen, Geheimnisverletzungen, öffentlicher Aufruf zu Verbrechen oder zu Gewalt BGE 125 IV 206 ff.: Keine Mediendelikte sind die strafrechtlichen Verbote von Pornografie, Gewaltdarstellungen und Rassismus Art. 28 StGB nicht anwendbar Kritik eines Teils der Lehre 7 StrafrechtMedienprivileg

201 Seite 201 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Nichtverhindern einer strafbaren Veröffentlichung 7 StrafrechtMedienprivileg

202 Seite 202 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienprivileg und Art. 322bis StGB Bedeutet unter Umständen Straflosigkeit trotz (eigentlich) Mittäterschaft oder Gehilfenschaft des Mediums oder Medien- schaffenden Anderseits besonderer Straftatbestand auch für die bloss fahrlässige Ausübung (Nichtverhinderung) eines Gedankenäusserungsdelikts 7 StrafrechtMedienprivileg

203 Seite 203 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Quellenschutz (StGB) 7 StrafrechtWeitere Aspekte

204 Seite 204 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Weitere für Medien interessante Straftatbestände Beispiele: Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen bzw. zu Gewalt Hausfriedensbruch Urkundenfälschung Politischer, militärischer, wirtschaftlicher Nachrichtendienst 7 StrafrechtWeitere Aspekte

205 Seite 205 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unterschied Straf- und Zivilverfahren Straf- unter- suchung Ereignis oder Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Straf- vollzug Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) Straf- urteil 7 StrafrechtWeitere Aspekte

206 Seite 206 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unschuldsvermutung im Strafverfahren Aus der Pflicht zur Respektierung der Privatsphäre ist abzuleiten, dass Journalistinnen und Journalisten bei der Berichterstattung über strafrechtliche Verfahren der Unschuldsvermutung Rechnung tragen müssen. Auch wenn die Namen der Betroffenen in der Berichterstattung nicht genannt werden, ist infolge des Gegenstands des Verfahrens, der Funktionen oder des Berufs der Betroffenen oft nicht zu vermeiden, dass sie einem beschränkten Publikum erkennbar sind. Umso mehr sollte vor dem Urteil eine Vorverurteilung unterbleiben und einem allfälligen Freispruch durch angemessene Berichterstattung Rechnung getragen werden. Der Unschuldsvermutung wird Rechnung getragen, wenn in einem Artikel darauf hingewiesen wird, dass eine Verurteilung erst erstinstanzlich erfolgt und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Berichterstattung über einen Bundesgerichtsentscheid, der eine strafrechtliche Verurteilung aufhebt und verbindlich zur Freisprechung an die Vorinstanz zurückweist, verstösst gegen die Wahrheitspflicht, wenn sie den irreführenden Anschein erweckt, der spätere Freispruch durch das kantonale Gericht sei unsicher. Auszug aus einer Stellungnahme des Presserates 7 StrafrechtWeitere Aspekte

207 Seite 207 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unschuldsvermutung im Strafverfahren Nach heutigen traditionellen Auffassungen sollte bis zum erstinstanzlichen Urteil namentlich unterlassen werden: die vorzeitige Publikation der Anklageschrift und anderer amtlicher Schriftstücke, bevor sie das Gericht behandelt hat, vorzeitige Stellungnahmen und Prognosen zum Verfahrensausgang, die Würdigung vorgelegter Beweismittel vor dem Urteilsspruch, die Veröffentlichung von Eigenermittlungen vor und während des Verfahrens, eine Stellungnahme zugunsten der einen oder anderen Partei. (…) Solche Regelungen und Auffassungen sind zu restriktiv. Auszug aus Riklin, Schweizerisches Medienstrafrecht (Referat 2001) 7 StrafrechtWeitere Aspekte

208 Seite 208 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

209 Seite 209 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

210 Seite 210 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unterscheidung von Straf- und Zivilrecht Strafrecht: gehört zum öffentlichen Recht sichert das Strafmonopol des Staates und soll weitere Straftaten verhindern (General- und Spezialprävention) setzt ein Verschulden des Täters voraus stellt schwere Sanktionen zur Verfügung (Entzug von Geld in Form einer Busse, Entzug der Freiheit in Form einer Gefängnisstrafe) Zivilrecht: gehört zum Privatrecht (Zivilrecht und Privatrecht werden synonym verwendet) dient der Abgrenzung von Freiheiten der Privaten (natürliche und juristische Personen) stellt eine Reihe von Rechtsbehelfen des Geschädigten gegen Persönlichkeitsverletzungen zur Verfügung 8 Medienzivilrecht IGrundlagen zum Zivilrecht

211 Seite 211 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unterschied Straf- und Zivilverfahren Straf- unter- suchung Ereignis oder Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Straf- vollzug Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) Straf- urteil 8 Medienzivilrecht IGrundlagen zum Zivilrecht

212 Seite 212 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz Strafrecht/Zivilrecht 8 Medienzivilrecht IGrundlagen zum Persönlichkeitsschutz

213 Seite 213 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Recht am eigenen Namen 8 Medienzivilrecht IGrundlagen zum Persönlichkeitsschutz

214 Seite 214 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz (ZGB) 8 Medienzivilrecht IGrundlagen zum Persönlichkeitsschutz

215 Seite 215 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Schutzgegenstand Persönlichkeit EhreIdentität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene Geschichte Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen geschützt gegen Medien-eigene … geschützt gegen fremde … … die in Medien geäussert werden. … die über Medien verbreitet werden. geschützt gegen Aufnahme und Wiedergabe/Verbreitung durch Medien oder Andere 8 Medienzivilrecht IPersönlichkeitsbegriff

216 Seite 216 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ehrbegriff in Strafrecht und Zivilrecht EhreIdentität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene Geschichte Zivilrechtlicher Begriff der Ehre Strafrechtlicher Begriff der Ehre 8 Medienzivilrecht IPersönlichkeitsbegriff

217 Seite 217 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Aktivlegitimation im Persönlichkeitsschutz Erkennbarkeit Invididuelle Betroffenheit Betroffenheit explizit (Namensnennung, Bild) implizit (Kontext, Andeutung) Personengesamtheit, sofern individuelle Zuordnung möglich Konkrete (natürliche, juristische) Person 8 Medienzivilrecht IAktivlegitimation

218 Seite 218 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz Verstorbener? Beispiel Deutschland: Postmortaler Persönlichkeitsschutz Schweiz: Kein postmortaler Persönlichkeitsschutz Aber eigene Rechte der Angehörigen 8 Medienzivilrecht IAktivlegitimation

219 Seite 219 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz Verstorbener? Schutz durch Urheberrecht Schutz durch Persönlichkeitsrecht Unautorisierte Veröffentlichung der Tagebücher/Briefe eines Verstorbenen 8 Medienzivilrecht IAktivlegitimation

220 Seite 220 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz Frage der Persönlichkeitsverletzung Frage der Widerrechtlichkeit Betroffener Handelnder 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

221 Seite 221 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz Einwilligung; überwiegendes öff./priv. Interesse; Gesetz … wird vom Gesetz vermutet. Beweislast Grundsätzlich (d.h. fast immer) widerrechtlich sind: Unwahre Tatsachenbehauptungen Äusserungen im absolut geschützten Bereich der Intim- oder Geheimsphäre Unwesentliche Unwahrheiten? Wertneutrale Unwahrheiten? Verdächtigungen … werden grundsätzlich gleich behandelt wie feste Äusserungen, bei denen die Unwahrheit nicht offen gelassen wird. Ausnahme gemäss Bundesgericht 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

222 Seite 222 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Unwahre Tatsachenbehauptungen Eine unwahre Tatsachenbehauptung ist nie eine rechtmässige Persönlichkeitsverletzung. Aber nicht jede unwahre Behauptung stellt überhaupt eine Persönlichkeitsverletzung dar. Eine Persönlichkeitsverletzung liegt gemäss Bundesgericht nur vor, wenn die Behauptung die betroffene Person in einem falschen Licht zeigt, d.h. den Betroffenen im Vergleich zum tatsächlichen Sachverhalt im Ansehen der Mitmenschen (z.B. Durchschnittsleser) herabsetzt. Medien sind davor geschützt, bei kleinen Ungenauigkeiten sogleich haftbar gemacht zu werden. 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

223 Seite 223 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Öffentlichkeitsbereich Sphärentheorie Privatbereich Geheimbereich 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

224 Seite 224 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45 Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich … umfasst diejenigen Lebensvorgänge, die eine Person der Wahrnehmung und dem Wissen aller Mitmenschen entziehen bzw. nur mit ganz bestimmten anderen Menschen teilen will. … umfasst diejenigen Lebensäusserungen, die der Einzelne gemeinhin mit naheverbundenen Personen, aber nur mit diesen, teilen will, wobei der Kreis (…) je nach Art der Lebensbetätigung wechseln kann. Diesem Bereich gehören Lebensbetätigungen an, durch die sich der Mensch wie jedermann in der Öffentlichkeit benimmt, durch unpersönliches Auftreten an allgemein zugänglichen Orten (…) oder durch sein öffentliches Auftreten als Künstler und Redner. 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

225 Seite 225 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45 Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich Absoluter Schutz Starker Schutz Schwacher Schutz [vereinfacht] 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

226 Seite 226 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Personen der Zeitgeschichte? keine feste rechtliche Kategorie, sondern Anhaltspunkt für Grade der Öffentlichkeit einer Person und ihres Auftretens 8 Medienzivilrecht IWiderrechtlichkeit

227 Seite 227 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Identifizierende Mediendarstellung Namensnennung oder sonstige Erkennbarkeit BGE vom Tages-Anzeiger: erhebliches Interesse an mittelbarer Gerichtsöffentlichkeit über Medien in der Regel keine Namensnennung erforderlich; Abwägung im Einzelfall ausnahmsweise Zulässigkeit im Zusammenhang mit Personen der Zeitgeschichte oder Prominenten wahrheitsgemässe Berichterstattung über Etappensieg in eigener Sache war zulässig; ohne Namensnennung wäre dies für den Leser kaum nachvollziehbar gewesen Nb: Namensnennung auch in der BGE-Publikation 8 Medienzivilrecht INamensnennung

228 Seite 228 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Identifizierende Mediendarstellung BGE vom Le Temps: Namentliche Erwähnung eines Mannes mehr als zehn Jahre nach seiner Verurteilung wegen Gewaltdelikten Mann war vollständig resozialisiert damaliger Komplize stand 1998 erneut vor Gericht Verpflichtung zu Schadenersatz und Genugtuung (total Franken) 8 Medienzivilrecht INamensnennung

229 Seite 229 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Identifizierende Mediendarstellung Presserat am Bund/Blick: Namentliche Erwähnung, Abbildung und detaillierte Beschreibung des Hauptverdächtigen Umfeld des Täters als Leidtragende Presserat hielt Namensnennung im gegebenen Fall unter den gegebenen Umständen für zulässig Beitrag über den leiblichen Vater und die Vorgeschichte der Adoption verletzte mangels eines öffentlichen Interesses die Intimsphäre des Täters 8 Medienzivilrecht INamensnennung

230 Seite 230 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Identifizierende Mediendarstellung Fallgruppe Schlüsselromane Deutschland: Leading Case Mephisto (Deutschland) Diskussion zu Roman-Neuerscheinungen (Esra von Maxim Biller und Meere von Alban Nikolai Herbst), welche gescheiterte Beziehungen darstellen und von der jeweiligen ehemaligen Lebensgefährtin gerichtlich untersagt wurden 8 Medienzivilrecht INamensnennung

231 Seite 231 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Passivlegitimiert: Äusserer und Verbreiter EhreIdentität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene Geschichte Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen Tatsachen- Behauptungen Meinungs- Äusserungen geschützt gegen Medien-eigene … geschützt gegen fremde … … die in Medien geäussert werden. … die über Medien verbreitet werden. geschützt gegen Aufnahme und Wiedergabe/Verbreitung durch Medien oder Andere 8 Medienzivilrecht IPassivlegitimation

232 Seite 232 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wiedergabe fremder Ehrverletzungen? Voraussetzung für die Rechtfertigung der blossen Verbreitung/Wiedergabe einer fremden Äusserung: objektiv richtige Wiedergabe der Äusserung erkennbare Distanzierung durch das Medium Informationsinteresse daran, was eine bestimmte Quelle geäussert hat Besonders hohe Anforderungen bei unrichtigen Tatsachen- behauptungen, bei herabsetzenden Meinungsäusserungen und bei Eingriffen in Privatsphäre 8 Medienzivilrecht IPassivlegitimation

233 Seite 233 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wiedergabe fremder Ehrverletzungen? Medienunternehmen zwischen Hammer und Amboss: Verbreitung einer fremden Tatsachenbehauptung Androhung einer (Feststellungs-)Klage durch den Betroffenen mangels ausreichender Distanzierung durch das Medium Soll das Medium eine Berichtigung publizieren? Grundsätzlich ja (siehe auch medienethische Berichtigungspflicht) … aber … … was, wenn nicht klar ist, ob die ursprüngliche Information richtig oder falsch war? 8 Medienzivilrecht IPassivlegitimation

234 Seite 234 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Sensibilität Kriterien bei Persönlichkeitseingriffen Medienzivilrecht IPraktische Anwendung

235 Seite 235 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsansprüche des Verletzten (ZGB) 8 Medienzivilrecht IPraktische Anwendung

236 Seite 236 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsansprüche des Verletzten Unterlassungsklage Feststellungsklage Schadenersatz Genugtuung Beseitigungsklage Gewinnherausgabe Rechtsansprüche Grundlage ZGB ZGB/OR OR Besondere Voraussetzungen Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden; vermarktungsfähige Persönlichkeitsrechte 8 Medienzivilrecht IPraktische Anwendung

237 Seite 237 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsverletzung: Fall-Lösung Die Persönlichkeit des Betroffenen ist … … in sittlicher Hinsicht verletzt… in irgendeiner Hinsicht verletzt… nicht verletzt, bloss tangiert StGB-Ehrverletzungs- Tatbestände prüfen! ZGB-Persönlichkeitsverletzung prüfen! ZGB-Gegendarstellungsrecht prüfen! Tatsachen- behauptung Meinungs- äusserung Tatsachen- behauptung Meinungs- äusserung Tatsachen- behauptung Meinungs- äusserung Unnötig verletzende Äusserung unwahr und herabsetzend, intim/privat ohne öffentl. Interesse Unnötig verletzende Äusserung Formvor- schriften erfüllt Kein Rechtsbehelf Gut- Glaubens- Beweis Wahrheits- Beweis Bestrafung des Täters; für Medien: StGB 27 und 322bis Zivilrechtliche Verantwortung von Äusserer und Verbreiter Recht zur Gegen- darstellung Kein... 8 Medienzivilrecht IPraktische Anwendung

238 Seite 238 Medienrecht, Universität Zürich, 2005/2006PD Dr. Hans Rudolf Trüeb – Dr. Philip Kübler [Notizen]

239 Seite 239 Medienrecht, Universität Zürich, 2005/2006PD Dr. Hans Rudolf Trüeb – Dr. Philip Kübler [Notizen]

240 Seite 240 Medienrecht, Universität Zürich, 2005/2006PD Dr. Hans Rudolf Trüeb – Dr. Philip Kübler [Notizen]

241 Seite 241 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

242 Seite 242 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gegendarstellungsrecht als Ausgleich Erhöhte Voraussetzungen für vorsorgliche Massnahmen zur Unterlassung oder Beseitigung: Besonders schwerer Nachteil des Verletzten Offensichtliches Fehlen eines Rechtfertigungsgrundes Verhältnismässigkeit der Massnahme Recht zur Gegendarstellung des Betroffenen: Gegenüber Tatsachenbehauptungen, nicht gegenüber Werturteilen Betroffensein (z.B. Genanntsein) genügt Formelle Voraussetzungen (Frist, Form) sind zu beachten Besondere Rechte der Medien auf der einen Seite Besondere Rechte der Betroffenen auf der anderen Seite 9 Medienzivilrecht IIGrundlagen zum Gegendarstellungsrecht

243 Seite 243 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gegendarstellung: Voraussetzungen TATSACHEN- DARSTELLUNG KEIN RECHTSMISSBRAUCH Nicht Meinungsäusserung z.B. Tages- oder Wochen- Zeitung Nicht erforderlich ist eine eigentliche Persönlichkeits- verletzung z.B. wenn Sachdarstellung des Betroffenen bereits berücksichtigt wurde PERIODISCHES ERSCHEINENDES MEDIUM BETROFFENHEIT 9 Medienzivilrecht IIGrundlagen zum Gegendarstellungsrecht

244 Seite 244 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Anspruch auf Gegendarstellung (ZGB) 9 Medienzivilrecht IIGegendarstellungsrecht im ZGB

245 Seite 245 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Art der Gegendarstellung und Verweigerungsrecht (ZGB) 9 Medienzivilrecht IIGegendarstellungsrecht im ZGB

246 Seite 246 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vorgehen zur Geltendmachung des Gegendarstellungsrechts (ZGB) 9 Medienzivilrecht IIGegendarstellungsrecht im ZGB

247 Seite 247 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Veröffentlichung der Gegendarstellung (ZGB) 9 Medienzivilrecht IIGegendarstellungsrecht im ZGB

248 Seite 248 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Möglichkeit eines Gerichtsverfahrens (ZGB) 9 Medienzivilrecht IIGegendarstellungsrecht im ZGB

249 Seite 249 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verfahrensarten im Zivilprozess Ordentliches Verfahren: mit Friedensrichter (Sühnverfahren) Klage beim ordentlichen Gericht Klageeinreichung schriftlich Beweismittel unbeschränkt zugelassen Volle materielle Rechtskraft Ordentliche Fristen Summarisches Verfahren: ohne Friedensrichter (Sühnverfahren) Klage immer beim Einzelrichter Klageeinreichung schriftlich oder mündlich Als Beweis nur persönliche Befragung, schriftliche Auskünfte, Augenschein und Urkunden möglich (mit Ausnahmen) Ist die Berechtigung des Begehrens lediglich glaubhaft zu machen, ist das ordentliche Gericht an den Entscheid im summarischen Verfahren nicht gebunden. Kürzere Fristen 9 Medienzivilrecht IIZivilprozessrecht

250 Seite 250 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Grundsätze des Zivilprozessrechts Verfahrensvoraussetzungen: Zivilrechtliche Natur der Streitigkeit Aktivlegitimation des Klägers und Passivlegitimation des Beklagten Örtliche Zuständigkeit Sachliche Zuständigkeit Streitwert Verfahrensgrundsätze: Verhandlungsmaxime Dispositionsmaxime Behauptungs- und Beweisverfahren Verfahrensergebnisse: Erledigung ohne materielle Entscheidung Materielle Entscheidung Rechtsmittel: Ordentliche Rechtsmittel Ausserordentliche Rechtsmittel 9 Medienzivilrecht IIZivilprozessrecht

251 Seite 251 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vorsorgliche Massnahmen gemäss ZGB 9 Medienzivilrecht IIZivilprozessrecht

252 Seite 252 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

253 Seite 253 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

254 Seite 254 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Art. 95 (Auszug) 1 Der Bund kann Vorschriften erlassen über die Ausübung der privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit. Art. 97 (Auszug) 1 Der Bund trifft Massnahmen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten. Art. 122 (Auszug) 1 Die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Zivilrechts ist Sache des Bundes. Art. 123 (Auszug) 1 Die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Strafrechts und des Strafprozessrechts ist Sache des Bundes. UWG: Grundlage in der Bundesverfassung 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

255 Seite 255 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zweck und Grundsatznorm des UWG 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

256 Seite 256 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG als Teil des Wettbewerbsrecht Verbot des Missbrauchs von Markt- macht Verbot schädlicher Kartelle Täuschungs- verbot Fairness- gebot Fusions- kontrolle Kartell- gesetz UWG Wirksamer Wettbewerb 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

257 Seite 257 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Anwendbarkeit des UWG auf Medien Verbot des Missbrauchs von Markt- macht Verbot schädlicher Kartelle Täuschungs- verbot Fairness- gebot Fusions- kontrolle Kartell- gesetz UWG Wirksamer Wettbewerb Wettbewerbs- relevanz der Medientätigkeit 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

258 Seite 258 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG-Fallgruppen im Medienbereich Warentests, Produktvergleiche Wirtschafts- und Börsenberichterstattung Gastro-, Kunst- und TV-Kritik Wissenschaftspublizistik Kritik an Berufsleuten 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

259 Seite 259 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Generalklausel und Sondertatbestände Beispiel: 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

260 Seite 260 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Generalklausel und Sondertatbestände Generalklausel Sondertatbestände 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

261 Seite 261 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Generalklausel und Sondertatbestände Generalklausel Sondertatbestände [vereinfacht] 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

262 Seite 262 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG: Frage des Verschuldens Unterlassungsklage Feststellungsklage Schadenersatz Genugtuung Beseitigungsklage Gewinnherausgabe Rechtsansprüche Grundlage ZGB ZGB/OR OR Besondere Voraussetzungen Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden Quelle: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

263 Seite 263 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG: Frage der Rechtfertigungsgründe Frage der tatbestandsmässigen Handlung Frage der Widerrechtlichkeit / Rechtfertigungsgründe Betroffener Handelnder Vergleiche: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

264 Seite 264 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG-Fall-Lösung betr. Verschulden/Widerrechtlichkeit Verschulden: Frage des Verschuldens nicht beim Tatbestand (Generalklausel und/oder Sondertatbestand) prüfen, sondern erst beim jeweiligen Anspruch, das heisst bei der jeweiligen Klageform Schadenersatz und Gewinnherausgabe erfordern ein Verschulden des Beklagten Genugtuung: umstritten Widerrechtlichkeit Übliche Rechtfertigungsgründe sind zu berücksichtigen: Einwilligung des Verletzten überwiegendes Interesse Gesetzes- bzw. Berufspflicht (nicht für Medienberufe) Rechtsfertigungsfrage entweder im UWG- Tatbestand oder danach separat prüfen [vereinfacht] 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

265 Seite 265 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen Zivilrecht 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

266 Seite 266 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen Strafrecht 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Lauterkeitsrechts

267 Seite 267 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gerichtsentscheid Bernina 10 Medienzivilrecht IIIGerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht

268 Seite 268 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gerichtsentscheid Contra-Schmerz 10 Medienzivilrecht IIIGerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht

269 Seite 269 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gerichtsentscheide Gasser/Weltwoche Herabsetzung in der Form des Anschwärzens, verstanden als Schlechtmachen Taten im Sinne des Straftatbestandes sind einzelne Äusserungen, nicht die Schaffung eines negativen Gesamtbildes BGE 124 IV 162 u.a. UWG 3 lit. a; UWG 23 [Kreditschädigung aStGB 260] Strafanzeigen gegen Chefredaktor und Herausgeber Vier Artikel über Geschäftsgepflo- genheiten von A.G.; daraus 18 Textpassagen mit drei hauptsächlichen Eindrücken: 1. AG als Produktionsbetrieb ist nicht überlebensfähig 2. Schliessung der AG steht in Aussicht 3. A.G. unfähiger und unredlicher Unternehmer Unternehmer A.G. Weltwoche Teilweise Gutheissung und Rückweisung zu neuer Entscheidung; Busse CHF 8'000 und Genugtuung von je CHF 5'000 Im Ergebnis Verurteilung des Medien- schaffenden Gesamtbild kann aber für die Auslegung der einzelnen Äusserungen im Gesamtzusammenhang von Bedeutung sein. 10 Medienzivilrecht IIIGerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht

270 Seite 270 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gerichtsentscheide Mikrowellen 10 Medienzivilrecht IIIGerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht

271 Seite 271 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Lauterkeitsrechtlicher Leistungsschutz Numerus Clausus der Immaterialgüterrechte Trotz Numerus Clausus: Art. 5 lit. c UWG Generalklausel Art. 2 UWG? 10 Medienzivilrecht IIIWeitere Anwendungsgebiete des UWG

272 Seite 272 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Werberecht UWG für alle Werbetreibenden RTVG für Radio und Fernsehen Themenspezifische Bestimmungen je nach Sachverhalt 10 Medienzivilrecht IIIWeitere Anwendungsgebiete des UWG

273 Seite 273 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Werberecht Werberecht des UWG Werberecht des Radio- und Fernsehgesetzes Werberecht ausserhalb von UWG und RTVG Grundsätze der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SKL) Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten 10 Medienzivilrecht IIIWeitere Anwendungsgebiete des UWG

274 Seite 274 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Selbstregulierung im Medienbereich Schweizerische Lauterkeitskommission 10 Medienzivilrecht IIIVergleich UWG und Selbstregulierung

275 Seite 275 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Selbstregulierung im Medienbereich 10 Medienzivilrecht IIIVergleich UWG und Selbstregulierung

276 Seite 276 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Arten von Rechtsquellen Internationale Rechtsquellen Nationale Rechtsquellen Private Rechtsetzung 10 Medienzivilrecht IIIVergleich UWG und Selbstregulierung

277 Seite 277 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz in der Werbung 10 Medienzivilrecht IIIBeispiele zum Werberecht

278 Seite 278 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Trennungsgebot in der Werbung 10 Medienzivilrecht IIIBeispiele zum Werberecht

279 Seite 279 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Trennungsgebot in der Werbung 10 Medienzivilrecht IIIBeispiele zum Werberecht

280 Seite 280 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler UWG: Rechtsansprüche Zivilrecht Unterlassungsklage Feststellungsklage Schadenersatz Genugtuung Beseitigungsklage Gewinnherausgabe Rechtsansprüche Grundlage ZGB ZGB/OR OR Besondere Voraussetzungen Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden Quelle: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz 10 Medienzivilrecht IIIRechtsansprüche im Lauterkeitsrecht

281 Seite 281 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zusammenfassung zum UWG Das UWG soll zu einem wirksamen Wettbewerb in der gesamten Wirtschaft beitragen, indem sich Wettbewerbsteilnehmer und andere Betroffene mit Rechtsbehelfen des Zivil- und Strafrechts gegen unfaires (unlauteres) Verhalten wehren können. Unlauteres Verhalten kann nicht nur von Wettbewerbsteilnehmern ausgehen, sondern auch von anderen natürlichen oder juristischen Personen, deren Verhalten den Wettbewerb beeinflussen. Demzufolge kommen Medien und Medienschaffende als Beklagte im Zivilrecht und als Täter im Strafrecht in Frage. Wichtige Bundesgerichtsentscheide betreffend Medien UWG kann parallel zu anderen Rechtsgrundlage geltend gemacht werden Gesetzgebungstechnik: Generalklausel + Sondertatbestände UWG-Werberecht steht neben RTVG und Sondergesetzen 10 Medienzivilrecht IIIZusammenfassung zum UWG

282 Seite 282 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Datenschutz: Zweck und Entstehung des DSG 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Datenschutzes

283 Seite 283 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Art. 13 Schutz der Privatsphäre 1 Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs. 2 Jede Person hat Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. DSG: Grundlage in der Bundesverfassung 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Datenschutzes

284 Seite 284 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Art. 1 DSG 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Datenschutzes

285 Seite 285 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Personendaten = Daten, die sich auf bestimmte Person beziehen Persönlicher Gebrauch der Daten Beratungen in den Eidgenössischen Räten Hängige staatliche Verfahren Öffentliche Register des Privatrechts Personendaten des Roten Kreuzes Vom DSG nicht erfasste Personendaten: Religion und Weltanschauung Politik und Gewerkschaft Rassenzugehörigkeit, Gesundheit, Intimsphäre Massnahmen der sozialen Hilfe Staatliche Verfolgungen und Sanktionen Vom DSG besonders geschützte Personendaten: Besondere Arten von Personendaten 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Datenschutzes

286 Seite 286 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Besonders schützenswerte Personendaten Bundesorgane, Beschaffung/Abrufmöglichkeit: gesetzliche Grundlage! Datensammlungen: Meldepflicht Beschaffung von Personendaten: Erkennbarkeit! Ausschluss der Ver- wendung zur Kreditprüfung Straftatbestand DSG (Artikel 35, berufliche Schweigepflicht), und im StGB 10 Medienzivilrecht IIIGrundlagen des Datenschutzes

287 Seite 287 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Einordnung in die Problemkette im Medienrecht Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen Pflicht zur rechtmässigen Beschaffung von Personendaten Bearbeitung von Personendaten nach Treu und Glauben Zweckbindung/Verhältnismässigkeit der Datenbearbeitung Technische und organisatorische Datensicherheit Löschung und Berichtigung Meldepflichten gegenüber Datenschutz- beauftragtem 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht

288 Seite 288 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Auskunftsrecht im Besonderen 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht

289 Seite 289 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht Medienprivileg: Auskunftspflicht

290 Seite 290 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Ausnahmen von der Meldepflicht privater Datensammler (Art. 11 Abs. 5 DSG, Art. 4 VDSG) 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht Medienprivileg: Meldung von Datensammlungen

291 Seite 291 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Auszug: 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht Medienprivileg: Rechtfertigungsgründe

292 Seite 292 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verbot der Persönlichkeitsverletzung (DSG) 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht

293 Seite 293 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler DSG-Gesetzesrevision vom Medienzivilrecht IIIRevision des Datenschutzrechts

294 Seite 294 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Wahrheitsgebot Recht auf Wahrheit? 10 Medienzivilrecht IIIRechte und Pflichten im Datenschutzrecht

295 Seite 295 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

296 Seite 296 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler [Notizen]

297 Seite 297 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

298 Seite 298 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragsfreiheit in der Wirtschaftspolitik Privates Eigentum Vertrags- freiheit Zuordnung von Werten zu einer Person Recht zur ausschliesslichen Nutzung Möglichkeit zur Übertragung und Belastung Freiheit betreffend Vertragspartner Freiheit betreffend Vertragsgegenstand Freiheit betreffend Vertragsinhalt Eine der Säulen 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

299 Seite 299 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragstypen Vertragstypensystem des OR Kaufvertrag Werkvertrag Auftrag... gemischte VerträgeVerträge sui generis Kaufvertrag Werkvertrag Auftrag... Kaufvertrag Werkvertrag Auftrag... Innominatverträge 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

300 Seite 300 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragliches/ausservertragliches Handeln Straf- unter- suchung Ereignis oder Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Straf- urteil Straf- vollzug Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) Unterschied Straf- und Zivilverfahren 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

301 Seite 301 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragliches/ausservertragliches Handeln Straf- unter- suchung Ereignis oder Ereignis Rechts- geschäft Straf- urteil Straf- vollzug Bedeutung der Unterscheidung Schadenersatzberechnung Verschulden und Beweislast Verjährung Erfüllungsanspruch … 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

302 Seite 302 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragliches/ausservertragliches Handeln Kriterien zur Unterscheidung Rechtsbindungswille, Vertragswille (wichtigstes Element) Ausdrückliche Willenserklärung der Parteien Impliziter (konkludenter/stillschweigender) Parteiwille Intensität der Beziehung der Parteien, Komplexität Mass des Regelungsbedarfs Interessenlage der Parteien Gebrauch, Übung im betroffenen Bereich Geldzahlung als ein Vertragselement 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

303 Seite 303 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Einordnung in die Kette des Medienrechts Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen Schwerpunkt Beschaffung und Veröffentlichung 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

304 Seite 304 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fallbeispiele zum Vertragsrecht Teilnahme an Medienkonferenzen Verarbeiten von Medienmitteilungen Besuch einer TV-Sendung Lesen einer Zeitung Besuch einer Website Radio hören Führen eines Interviews Senden eines Spielfilms über Satellit Senden eines Nachrichtenprogramms Weitersenden eines TV-Programms über Kabelnetze Vertrag oder nicht? 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

305 Seite 305 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Zivilrecht und Obligationenrecht 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

306 Seite 306 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Typische Elemente eines Vertrags 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

307 Seite 307 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Typische Probleme in der Vertragspraxis 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

308 Seite 308 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Vertragsschluss im Massengeschäft Vergleich Deutschland: 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

309 Seite 309 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Auslegung des Vertrags Vergleich mit der Auslegung von Gesetzen Grammatische Auslegung Teleologische Auslegung Historische Auslegung Systematische Auslegung 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

310 Seite 310 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Auslegung des Vertrags Vergleich mit der Auslegung von Gesetzen Grammatische Auslegung Teleologische Auslegung Historische Auslegung Systematische Auslegung Parteiwille ! ( ) Was haben die Parteien vereinbart? Was haben die Parteien verstanden? Was haben die Parteien gewollt? Vertragssprache wirtschaftlicher Zweck der Vereinbarungen Vertragsrecht : 11 VertragsrechtGrundlagen des Vertragsrechts

311 Seite 311 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Typisches Medien-Geschäftsmodell Lieferan- ten für Medien- unter- nehmen Medien- Nutzer Medienunternehmen 11 VertragsrechtMedienverträge

312 Seite 312 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Typisches Medien-Geschäftsmodell Zusatzgeschäft Anbieter Nutzer Kerngeschäft 11 VertragsrechtMedienverträge

313 Seite 313 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Operative Verträge im Medienbereich 11 VertragsrechtMedienverträge

314 Seite 314 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht Öffentliches Arbeitsrecht Privates Arbeitsvertrags- recht Individueller Arbeitsvertrag, ergänzt durch Gesetz (OR) und Gesamtarbeitsvertrag Arbeitsgesetz 11 VertragsrechtArbeitsrecht

315 Seite 315 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht Privatrecht Beziehung von Privaten untereinander. Erlaubt ist, was nicht verboten ist. Im regelungsfreien Raum haben Private grundsätzlich Freiheit. Sie haben auch die Freiheit, unter sich Verträge und andere Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Dispositives (nachgiebiges) Recht, durch private Rechtsgeschäfte abänderbar. öffentliches Recht Beziehungen vom Staat gegenüber Privaten, und von Gemeinwesen untereinander. Nur was gesetzlich vorgesehen ist (Rechtsstaatsprinzip): Voraussetzung einer gesetzlichen Grundlage für staatliches Handeln. Im regelungsfreien Raum besteht grundsätzlich ein Eingriffsverbot des Staates. Zwingendes Recht, durch private Rechtsgeschäfte nicht abänderbar. Regelungs- gegenstand? Was dürfen Private, was darf der Staat? Typische Art der Rechtsnormen? Viel zwingendes Recht im Bereich Arbeitsrecht 11 VertragsrechtArbeitsrecht

316 Seite 316 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Gesamtarbeitsvertrag vom Kollektives Arbeitsrecht Ergebnis von Verhandlungen der Sozialpartner Rechtsnatur: Privater Vertrag, Vertragsmuster, Rahmenvertrag; Rechtsquelle für Einzelverträge grundsätzlich einseitig zwingende Natur (zu Gunsten der Arbeitnehmer) Verhältnis zu Gesetz: Günstigkeitsprinzip (zu Gunsten der Arbeitnehmer) Unterschiede zum alten GAV von 1996 (Auswahl): Technisches Redaktionspersonal auch erfasst Angleichung Kündigungsfrist Mindestlöhne Urheberrecht (70%-Klausel für Mehrfachnutzung gestr.) 11 VertragsrechtArbeitsrecht

317 Seite 317 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Arbeitsvertrag nach OR im Einzelnen Zustandekommen Bestandteile Inhalt Ausführung Auflösung 11 VertragsrechtArbeitsrecht

318 Seite 318 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verträge von freien Medienschaffenden Zustandekommen Bestandteile Inhalt Ausführung Auflösung Auftrag? Werkvertrag? Verlagsvertrag? 11 VertragsrechtArbeitsrecht

319 Seite 319 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verlagsvertrag (OR) Lizenz Rechts- gewährleistung Informationspflicht 11 VertragsrechtWeitere Vertragstypen

320 Seite 320 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verlagsvertrag (OR) Unterlassungspflicht Ausnahmeregel zu Abs. 1 Präzisierung/Gegenausnahme 11 VertragsrechtWeitere Vertragstypen

321 Seite 321 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Beschaffungsverträge 11 VertragsrechtWeitere Vertragstypen

322 Seite 322 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler echte Lizenz (Immaterialgut) unechte Lizenz (ohne Immaterialgut) ausdrückliche Lizenz stillschweigende Lizenz Hauptlizenz und Unterlizenz Exklusivlizenz Lizenzvertrag: Arten 11 VertragsrechtWeitere Vertragstypen

323 Seite 323 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verträge zur Refinanzierung Endkunden Werbung, Sponsoring Mischformen Direkte oder indirekte Refinan- zierung Abonnementsvertrag und Einzelkauf Radio- und TV-Gebühren als Sonderfall Insertionsvertrag und verwandte Vertragstypen Sponsoringvertrag (zunehmend) als besondere Art des Werbevertrags Medienpartnerschaften 11 VertragsrechtWeitere Vertragstypen

324 Seite 324 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Berufsregister und Verbandszugehörigkeit Gewerkschafts- zugehörigkeit Berufsregister Akkreditierung Journalistenkodex und Presserat Medien- schaffen- de 11 VertragsrechtBerufsregister für Journalistinnen und Journalisten

325 Seite 325 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen

326 Seite 326 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Informatikrecht: Überblick HARDWARE SOFTWARE DATEN 12 Internet und MultimediaInformatikrecht

327 Seite 327 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Informatikrecht: Überblick HARDWARE SOFTWARE DATEN Typisch: Sachenrecht des ZGB Typisch: DSG, Immaterialgüter- recht, Grundrechte Typisch: Immaterialgüter- und Lizenzvertrags- recht, Technikrecht 12 Internet und MultimediaInformatikrecht

328 Seite 328 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Informatikrecht: Gegenstand HARDWARE SOFTWARE DATEN Eingabe Ausgabe SpeicherProzessor Präsentation Applikation Daten- sicherung Daten- haltung DATENNETZE DATENDIENSTECONTENT Internet, Intranet, LAN, MAN Client/ Server- Architektur Kabeltyp, Bandbreite Ring-, Bus-, Stern- anordnung Voice (Sprache), VOIP Data Access (Datenzugriff) EDI Messaging, Kommuni- kations- dienste Text, Audio, Video; Multimedia Empfangs- gerät, Mobil- technik Digitali- sierung Rechte- situation Erfassung, Quelle Data Access (Datenzugriff) Verknüpfung Zuordenbar- keit zu Person 12 Internet und MultimediaInformatikrecht

329 Seite 329 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Information/Software und Rechtsordnung Wurzeln der schweizerischen Rechtsordnung im römischen Recht und in der Neuzeit Rechtsordnung basiert auf: Personen körperlichen Sachen Forderungen Immaterialgütern Schwierigkeit der Einordnung von Information/Daten einerseits und von Computerprogrammen anderseits Verbreitete Beurteilung aus heutiger Sicht: Das bestehende Rechtsordnung ist zur Bewältigung der neuen Themen gut gerüstet; Anpassungen sind punktuell nötig 12 Internet und MultimediaInformatikrecht

330 Seite 330 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Konvergenz (illustrativ) … der Netze … der Dienste 12 Internet und MultimediaKonvergenz

331 Seite 331 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Konvergenz (illustrativ) … der Endgeräte Game Console PC Notebook Tablet PC Settop Box Audio Device PDA 12 Internet und MultimediaKonvergenz

332 Seite 332 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Konvergenz Ursache: v.a. Digitalisierung Konvergenz der Netze (Infrastruktur-Schicht) Konvergenz der (technischen) Dienste (z.B. TCP/IP) Konvergenz der Empfangsgeräte Konvergenz der Dienstleistungen (z.B. Multimedia- Wertschöpfungskette, Mehrfachverwertung von Inhalten) Konvergenz im Nutzerverhalten (Überschneidungen in Individualkommunikation und Massenkommunikation) Konvergenz in der Regulierung? Allgemeine Wettbewerbsregulierung (Kartellgesetz) statt Sektorregulierung (z.B. Fernmeldegesetz)? RTV-Regulierung auch für vor-/nachgelagerte Märkte? 12 Internet und MultimediaKonvergenz

333 Seite 333 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Konvergenz mehrerer Märkte Telekommunikation Medien Computer / Software Unterhaltungselektronik Benutzer- Schnittstelle (User Interface) 12 Internet und MultimediaKonvergenz

334 Seite 334 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Kommunikationsindividualität zunehmende Gradualisierung 12 Internet und MultimediaKonvergenz

335 Seite 335 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Fernmelderecht v. Rundfunkrecht Zweiwegindividual- kommunikation Einwegmassen- kommunikation Fernmelderecht Rundfunkrecht 12 Internet und MultimediaKonvergenz

336 Seite 336 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Neue Fernmeldeordnung Zweiwegindividual- kommunikation Einwegmassen- kommunikation Fernmelderecht Rundfunkrecht Klärung: Programmbegriff 12 Internet und MultimediaKonvergenz

337 Seite 337 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Urheberrecht und Internet / Multimedia Lektion zum Immaterialgüterrecht Problemfelder: Werkgattungen ge- mäss URG Nutzungsarten und Verwendungsrechte gemäss URG Internationalität der Sachverhalte Urhebermehrheit bei Gesamt- und Gemeinschaftswerken Urheberrechtsschranke Privatgebrauch Kollektivverwertungsrecht und -praxis, Copyright Clearing Rechtsschutz: Unterlassungsklage als Damoklesschwert 12 Internet und MultimediaImmaterialgüterrecht

338 Seite 338 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Domain-Streitigkeiten Urheberrecht? Markenrecht? Vertragliche Ordnung (SWITCH)? Internationales Recht? Internationale Organisationen (WIPO)? Gerichtspraxis in der Schweiz Gerichtspraxis im Ausland [illustrativ] 12 Internet und MultimediaImmaterialgüterrecht

339 Seite 339 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Verantwortlichkeit für Inhalte fremder Content mit Vertragsbeziehung zum Anbieter ohne Vertragsbeziehung zum Anbieter E- Advertising & E-Commerce Web Presense / Hosting Chat & Foren Redaktionelle Links, Search Bereich Zugang (Internet Access) Website- Content (make or buy) Broadband & Mobile Content (make or buy) Aktive Kontrolle von Inhalten! Organisationsmassnahmen und reaktive Kontrolle von Inhalten! Grundsätzlich keine Kontrolle von Inhalten (Ausnahmen in Einzelfällen, z.B. Sperrungen von Websites) eigener oder zu- eigen-gemachter Content Umgang mit öffentlichen Internet-Inhalten 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

340 Seite 340 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Internet Access Access Provisioning Bedeutung: Zugänglichmachen über Internet Access, d.h. über den netzbasierten Internetzugang Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Grundsätzlich keine Einschränkungen des Contents (Ausnahme: Sperrung eines illegalen Drittangebots ad hoc) Problem: Pornografiestrafnorm erklärt auch das blosse Zugänglichmachen von harter Pornografie (Kinder, Tiere, Exkremente, Gewalt) für strafbar 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

341 Seite 341 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Internet Content (redaktionell) Content Provisioning Bedeutung: Eigene und zu-eigen-gemachte (d.h. fremde, aber qualifiziert verlinkte) Inhalte Rechtslage: Volle Verantwortlichkeit Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Nur erotische Inhalte, keine Pornografie; kein eigener Jugendschutz Problem: Oft sind fremde Inhalte nicht sauber von eigenen Inhalten getrennt: - hinsichtlich Präsentation (Inhalt- und Werbebereich) - hinsichtlich Navigation (redaktionelle v. kommerzielle Links; Sie verlassen jetzt die Website von XY) 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

342 Seite 342 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Internet Content (user generated) User Generated Content Provisioning (Chat, Foren) Bedeutung: Fremde, nicht zu-eigen-gemachte Inhalte Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unterneh- mens: Dienstspezifische Spielregeln mit Kontrollen Problem: Jugendschutz (nicht in erster Linie vor Inhalten, sondern vor potenziellen Tätern), Persönlichkeitsschutz, Umtriebe Rechtsradikaler und das Einschleusen von Werbung 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

343 Seite 343 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Internet Presence (Hosting) Presence Provisioning Bedeutung: Fremde, nicht kontrollierte Inhalte auf eigenen Servern Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Nur reaktives Vorgehen gemäss Kundenverträgen (Geschäftsbedingungen) Problem: Massengeschäft, keine aktive Kenntnis des Hosting Providers von Inhalten seiner Kunden 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

344 Seite 344 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienstrafrecht (StGB 28) im Internet? Botschaft des Bundesrates zur Revision von 1996: Ausdehnung von Art. 28 StGB auf elektronische Medien, namentlich auf Radio und Fernsehen und auch das Internet Problem der Ermittelbarkeit des Autors einer (ausländischen) Website (Welche) Internet-Provider kann man als für die Veröffentlichung verantwortlich bezeichnen? Art. 28 und 322bis StGB setzen einen Veröffentlichungs- Verantwortlichen voraus; vgl. auch Art. 322 betreffend Impressumspflicht (Medienunternehmen) Überwiegende Lehre: Internet Access Provider sind keine Medienunternehmen im Sinn dieser Regeln Strafbarkeit nicht unter den Sonderregeln von Art. 28 und 322bis StGB, sondern nach den allgemeinen Bestimmungen zur Beteiligung an einer Straftat. 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

345 Seite 345 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Medienstrafrecht (StGB 27) im Internet? Access Provider als Gehilfe oder (Mit-)Täter? Im Fall von Gehilfen- schaft: a) Rele- vanter Tat- beitrag ja oder nein? b) Örtliche Zuständigkeit der Strafver- folgungs- behörden in der Schweiz? 12 Internet und MultimediaInhalteverantwortung

346 Seite 346 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Kollisionsrecht Internationales Privatrecht Gerichtsstand Anwendbares Recht Internationales Strafrecht Gerichtsstand Anwendbares Recht 12 Internet und MultimediaWeitere Aspekte

347 Seite 347 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Elektronischer Geschäftsverkehr Verwandte Begriffe: E-Commerce, E-Business B2B, B2C Merkmale und Phänomene Internationalität Digitalisierung Internet Presence (Domain-Namen, Hosting) Anonymität, Identifizierung Typische Rechtsfragen Internationales Privatrecht, Wiener Kaufrecht, EU-Recht Buchführungs- und Aufbewahrungsregeln, Urkunden Steuerrecht Immaterialgüterrechte, Domain- und Firmenschutz Unlauterer Wettbewerb, Computer-/Datenmissbrauch 12 Internet und MultimediaWeitere Aspekte

348 Seite 348 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Überwachung des Fernmeldeverkehrs Strafverfahren des Bundes Strafverfahren eines Kantons Vollzug eines intl. Rechtshilfe- gesuches BÜPF/VÜP F: Bundes- gesetz und Verordnung von 2001/2002 Gemeinsame Regeln Dienst für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs innerhalb des UVEK (selbständig, weisungsungebunden) Strenge Voraussetzungen der Überwachung: Abschliessender Deliktskatalog (Art. 3 BÜPF) Genehmigungsverfahren (Art. 7 BÜPF) Restriktive Verwendung von Informationen 12 Internet und MultimediaWeitere Aspekte

349 Seite 349 Medienrecht, Universität Zürich, HS 2008Prof. Dr. Rolf H. Weber – Dr. Philip Kübler Inhaltsverzeichnis 1Grundlagen 2Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3Medien und Wirtschaftsrecht 4Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6Medien und Immaterialgüterrecht 7Medienstrafrecht 8Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen


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