Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H"—  Präsentation transkript:

1 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Vorlesung Medienrecht Universität Zürich Herbstsemester Präsentationsunterlagen für Studierende Prof. Dr. Rolf H. Weber Dr. Philip Kübler PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

2 Inhaltsverzeichnis und Vorlesungsübersicht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis und Vorlesungsübersicht Seite Grundlagen Prof. Dr. Rolf H. Weber Medien und Grundrechte Prof. Dr. Rolf H. Weber Medien- und Wirtschaftsrecht Prof. Dr. Rolf H. Weber Medienregulierung I Prof. Dr. Rolf H. Weber Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen Medienregulierung II Prof. Dr. Rolf H. Weber Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien- und Immaterialgüterrecht Prof. Dr. Rolf H. Weber Medienstrafrecht Dr. Philip Kübler 8 Medienzivilrecht I Dr. Philip Kübler Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II Dr. Philip Kübler Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III Dr. Philip Kübler Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht Dr. Philip Kübler (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet Dr. Philip Kübler und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes Dr. Philip Kübler anhand von Fallbeispielen 14 Semesterklausur Prof. Dr. Rolf H. Weber PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

3 Ziele der Lehrveranstaltung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Ziele der Lehrveranstaltung 1. Grundkenntnisse des Rechts als staatliches Ordnungssystem, mit Theorie- und Praxisbezug auch für Medienwissenschafter 2. Spezialkenntnisse des Medienrechts, bestehend aus: Grundrechten der Bundesverfassung (medienspezifisch) Wirtschafts- und Lauterkeitsrecht (medienspezifisch) Medienregulierung, Infrastruktur: Fernmelde- und Rundfunkrecht Immaterialgüterrecht, v.a. Urheberrecht Medienstrafrecht inkl. strafrechtlicher Persönlichkeitsschutz Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz und Gegendarstellung Zivilprozessrecht (medienspezifisch) Datenschutzrecht (medienspezifisch) Vertragsrecht inkl. Arbeitsrecht (medienspezifisch) Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 3. Problembewusstsein für medienrechtliche Zusammenhänge 4. Grundkenntnisse der politischen Entwicklung des Medienrechts PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

4 Aufbau der Vorlesung Problemkette im Medienrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Aufbau der Vorlesung Problemkette im Medienrecht Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

5 Aufbau der Vorlesung Schwergewicht in der Problemkette
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Aufbau der Vorlesung Schwergewicht in der Problemkette Struktur und Rahmen Beschaffung und Herstellung Veröffentlichung und Vertrieb Wirkungen und Reaktionen VORLESUNGSSTOFF  Grundrechte Wirtschaftsrecht Medienregulierung Immaterialgüterrecht Strafrecht und Zivilrecht Vertragsrecht Internet und Multimedia PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

6 Adressaten der Vorlesung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Adressaten der Vorlesung Medieninteressierte Studierende der Rechtswissenschaft Rechtsinteressierte Studierende der Medienwissenschaft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

7 Arbeitswerkzeuge und Unterstützung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Arbeitswerkzeuge und Unterstützung Diese Präsentationsunterlagen mit Darstellungen zum Stoff, welcher in der Vorlesung behandelt wird; ergänzende Unterlagen werden in der Vorlesung ausgehändigt. Diese Unterlagen illustrieren die Lektionen und sind daher oft nur dann verständlich, wenn man die Vorlesung besucht. Zusammenstellung einschlägiger Gesetzestexte als separates Werkzeug. Vollständige Gesetzestexte (Bundesrecht), abrufbar unter: Link “Systematische Rechtssammlung” Literatur gemäss Literaturverzeichnis, insbesondere: - Nobel/Weber, Medienrecht, 2007 - Studer/Mayr von Baldegg, Medienrecht für die Praxis, 2006 Weber, Medienrecht für Medienschaffende, 2000 Zölch/Zulauf, Kommunikationsrecht für die Praxis, 2001 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

8 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

9 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

10 Normstufen und Rechtsverwirklichung im Rechtssystem
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Normstufen und Rechtsverwirklichung im Rechtssystem 1 Grundlagen Rechtssystem Voll- zug … als tatsächlicher Vorgang … evtl. mit Gerichtsverfahren … durch Behörde … durch Gerichte … durch Behörden Erlass von Ausführungsrecht Inkraftsetzung von Gesetzen Gesetzgebungsarbeiten Politische Vorstösse Rechts- durch- setzung Rechts- anwendung Rechtsetzung Rechtspolitik PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

11 Möglichkeiten rechtlicher Steuerung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Möglichkeiten rechtlicher Steuerung 1 Grundlagen Rechtliche Verhaltenssteuerung z.B. z.B. z.B. “maximal “den Verhältnis- Besteuerung 120 km/h” sen angepasst schneller fahren” Fahrzeuge “harte” Gebote und Verbote “weiche” Empfehlungen und Richtlinien Anreize (i.d.R. monetär) Steuerung von Verhalten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

12 Beispiele für Medien z.B. z.B. z.B.
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Beispiele für Medien 1 Grundlagen Rechtliche Verhaltenssteuerung z.B. z.B. z.B. Impressums- journalistische Presseförderung pflicht Sorgfaltspflicht (Verbilligung im Zivilrecht Posttaxen) “harte” Gebote und Verbote “weiche” Empfehlungen und Richtlinien Anreize (i.d.R. monetär) Steuerung von Verhalten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

13 Selbstregulierung im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Selbstregulierung im Medienbereich 1 Grundlagen Rechtsquellen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

14 Juristische Methode: Beispiele
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 1 Grundlagen Rechtsquellen Juristische Methode: Beispiele Tatbestand Rechtsfolge Wegnahme von Auto Diebstahl? Gefängnis? Sachverhalt Senden von Radiosignal Rundfunkbetrieb? Konzessions- pflicht? Führen eines Interviews Vertragsschluss? Verschuldens- haftung? Schimpfwort für Politiker Persönlichkeits- Zahlungspflicht? verletzung? Weigerung des Abdrucks Nichtbefolgen von Busse? einer Gegendarstellung? amtl. Verfügung? Feststellung des Sachverhalts Feststellung des relevanten Rechts: Tatbestands- analyse Feststellung des relevanten Rechts Rechtsfolgen- analyse PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

15 Medienrecht als Querschnittmaterie
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 1 Grundlagen Rechtsquellen Medienrecht als Querschnittmaterie PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

16 Grundsätzlich keine Sonderbehandlung der Medien in der Rechtsordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Grundsätzlich keine Sonderbehandlung der Medien in der Rechtsordnung 1 Grundlagen Rechtsquellen Beispiel: Veröffentlichungen über Personen bedürfen eines öffentlichen Interesses Beispiele von Ausnahmen: Strafrecht, Datenschutz Medienfreiheitsrechte und besondere Rechtfertigungsgründe PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

17 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Politische, allgemein-gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Medien 1 Grundlagen Rechtsquellen Staatspolitische Funktion von Information und Kommunikation Wächteramt und Informationsauftrag der Medien; "Vierte Gewalt" Starrheit des Rechts v. Flexibilität der Medienpraxis Technische Entwicklung, Konvergenz Gesellschaftlicher Wandel, z.B. betreffend Werbung oder Sittlichkeit Qualität der Rechtsetzung Time-lag des Gesetzgebers PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

18 Spannungsfelder im Informationsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Spannungsfelder im Informationsrecht 1 Grundlagen Rechtsquellen Informationshoheit Informationsfreiheit z.B. Urheberrecht v. Meinungsäusserungsfreiheit Wahrheit und Transparenz Daten- und Geheimnis- schutz z.B. Steuertransparenz v. Steuergeheimnis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

19 Spannungsfelder im Informationsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Spannungsfelder im Informationsrecht 1 Grundlagen Rechtsquellen Wahrheitsgebot Irreführungsverbot z.B. Meinungsäusserungsfreiheit v. Fairness Senderfreiheit Empfängerfreiheit z.B. Werbefreiheit v. Belästigungsverbot („Spam“) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

20 Drei Kategorien von Rechtsquellen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 1 Grundlagen Rechtsquellen Drei Kategorien von Rechtsquellen Erlasse von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie internationale Erlasse Entscheide von Gerichten und Verwaltungs- behörden (z.B. BGE) Literatur der Rechtswissenschaft (i.d.R. Professoren, Experten) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

21 Rechtsquellen international (Erlasse)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsquellen international (Erlasse) 1 Grundlagen Rechtsquellen Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom , Resolution 217 (III), Universal Declaration of Human Rights, in United Nations, General Assembly, Official Records, Third Session (Part I) Resolutions Doc. A/81, S. 71 ff. Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom (EMRK; SR 0.101) Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966 (UNO-Pakt II; SR ) Übereinkommen Nr. 108 des Europarates zum Schutz des Menschen bei der automatischen Datenverarbeitung personenbezogener Daten vom (SR ) Übereinkommen des Europarates über das grenzüberschreitende Fernsehen vom (SR ) Richtlinie 89/552 des Rates zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften über die Ausübung der Fernsehtätigkeit vom (ABl 1989 L 298/23 vom ) und Richtlinie 97/36 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 1997 zur Änderung der Richtlinie 89/552 (ABl 1997 L 202/60 vom ) Richtlinie 91/259 des Rates über den Rechtsschutz von Computerprogrammen vom (ABl 1991 L 122/42 vom ) Richtlinie 95/46 des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr vom (ABl 1995 L 281/31 vom ) Richtlinie 96/9 des Europäischen Parlaments und des Rates über den rechtlichen Schutz von Datenbanken vom (ABl 1996 L 77/20 vom ) Richtlinie 2001/29 des Europäischen Parlaments und des Rates vom zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte vom 22. Mai 2001 (Abl 2001 L 167/10 vom ) Richtlinie 2002/58 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation vom (Abl 2002 L 201/37 vom 31. Juli 2002). PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

22 Rechtsquellen Schweiz (Erlasse)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsquellen Schweiz (Erlasse) 1 Grundlagen Rechtsquellen Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom (SR 101) Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom (SR ) Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom (SR 210) Schweizerisches Obligationenrecht vom (SR 220) Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte vom (SR 231.1) Bundesgesetz über den Datenschutz vom (SR 235.1) Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz vom (SR ) Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom (SR 241) Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (SR 251) Schweizerisches Strafgesetzbuch vom (SR 311.0) Bundesgesetz über Filmproduktion und Filmkultur vom (SR 443.1) Filmverordnung vom (SR ) Verordnung des EDI vom über die Filmförderung (SR ) Bundesgesetz vom betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (SR 780.1) Verordnung vom über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (SR ) Postgesetz vom 30. April 1997 (SR 783.0) Fernmeldegesetz vom (SR ) Bundesgesetz über Radio und Fernsehen vom (SR ) Radio- und Fernsehverordnung vom / (Stand ) (SR ) Bundesgesetz vom 8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten (SR ) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

23 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Literatur (Auswahl) 1 Grundlagen Rechtsquellen Bächli Marc, Das Recht am eigenen Bild, Diss. Basel 2001 Bänninger Beatrice, Die Gegendarstellung in der Praxis, Diss. Zürich 1998 Barrelet Denis, Droit de la communication, Bern 1998 Baumann Lorenz, Presse und unlauterer Wettbewerb, Diss. Zürich 1999 Branahl Udo, Medienrecht : eine Einführung, 4. Aufl. Opladen 2002 David Lucas/Reutter Mark A., Schweizerisches Werberecht, 2. Aufl. Zürich 2001 Donges Patrick/Puppis Manuel (Hrsg.), Die Zukunft des öffentlichen Rundfunks, Köln 2003 Druey Jean Nicolas, Information als Gegenstand des Rechts, Zürich/Baden-Baden 1995 Dumermuth Martin, Die Programmaufsicht bei Radio und Fernsehen in der Schweiz, Basel/Frankfurt 1992 Dumermuth Martin, Rundfunkrecht, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1996 Hesse Albrecht, Rundfunkrecht, 3. Aufl. München 2003 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

24 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Literatur (Auswahl) 1 Grundlagen Rechtsquellen Löffler Martin/Ricker Reinhart, Handbuch des Presserechts, 4. Aufl. München 2000 Maag Harald, Medienkonzentration - zur Reichweite des fusionskontrollrechtlichen Instrumentariums, Diss. Basel 2001 Müller Jörg Paul, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl. Bern 1999 Riklin Franz, Schweizerisches Presserecht, Bern 1996 Saxer Urs / Trüeb Hans Rudolf (Hrsg.), Das neue Radio- und Fernsehgesetz, Zeitschrift für Schweizerisches Recht (ZSR) 3/2006 Schiwy Peter/Schütz Walter J., Medienrecht, Lexikon für Wissenschaft und Praxis, 4. Aufl. Berlin 2001 Schürmann Leo/Nobel Peter, Medienrecht, 2. Aufl. Bern 1993 Peter Nobel/Rolf H. Weber, Medienrecht, Bern 2007 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

25 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Literatur (Auswahl) 1 Grundlagen Rechtsquellen Studer Peter/Mayr von Baldegg Rudolf, Medienrecht für die Praxis, 2. Aufl. Zürich 2001 Weber Rolf H., Medienkonzentration und Meinungspluralismus, Zürich 1995 Weber Rolf H., Informations- und Kommunikationsrecht, Allgemeiner Überblick, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 2. Aufl. 2003 Weber Rolf H., Presse- und Filmverwaltungsrecht, in: Rolf H. Weber (Hrsg.), Informations- und Kommunikationsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M., 2. Aufl. 2003 Weber Rolf H., Neustrukturierung der Rundfunkordnung, Zürich 1999 Weber Rolf H., Information und Schutz Privater, ZSR 1999 II 1-86 Weber Rolf H., Geldentschädigung als Rechtsfolge von Persönlichkeitsverletzungen?, Medialex 2000, 75-87 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

26 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 1 Grundlagen Rechtsquellen Literatur (Auswahl) Weber Rolf H., Finanzierung der Rundfunkordnung, Zürich 2000 Weber Rolf H., Medienrecht für Medienschaffende, Zürich 2000 Weber Rolf H./Thürer Daniel/Zäch Roger (Hrsg.), Datenschutz im Europäischen Umfeld, Zürich 1995 Weber Rolf H., Towards a Legal Framework for the Information Society, Zürich 2003 Weber Rolf H./Unternährer Roland/Zulauf Rena, Schweizerisches Filmrecht, Zürich 2003 Weber Rolf H., Selbstregulierung und Selbstorganisation bei den elektronischen Medien, in: medialex 4/ Weber Rolf H., "Vom Bild ohne Geld" - Will das Bundesgericht den Künstlern keine monetären Ansprüche im Falle von unautorisierten Bildvermarktungen durch Dritte gewähren?, in: Jusletter 23. Februar 2004 (www.weblaw.ch) Widmer Michael, Das Verhältnis zwischen Medienrecht und Medienethik, Diss. Zürich 2003 Zölch Franz A./Zulauf Rena, Kommunikationsrecht für die Praxis, Bern 2001 Zöllner Wolfgang, Informationsordnung und Recht, Berlin/New York 1990 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

27 Literatur: Zeitschriften
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Literatur: Zeitschriften 1 Grundlagen Rechtsquellen Medialex, ab 1995 sic! Zeitschrift für Immaterialgüter-, Informations- und Wettbewerbsrecht, ab 1997. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

28 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

29 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

30 Die Verfassung im Stufenbau der Rechtsordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Die Verfassung im Stufenbau der Rechtsordnung 2 Medien und Grundrechte Bundesverfassung (BV) Ver- ord- nung S t u f e n b a u d e r R e c h t s o r d n u n g Gesetz Verfassung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

31 Bundesverfassung von 1999 Die wichtigsten Elemente
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Bundesverfassung von 1999 2 Medien und Grundrechte Bundesverfassung (BV) Die wichtigsten Elemente Föderalistisches Element: - Aufgabenteilung Bund und Kantone, Kooperation - Mitwirkung Kantone - Gemeinde- autonomie Demokratisches Element: - Mischung von direkter und indirekter (repräsentativer) Demokratie Rechtsstaatliches Element: - Grundrechte - Gewaltenteilung - Verfassungsgerichtsbarkeit Sozialstaatliches Element: - Soziale Ziele - Soziale Grundrechte - Kompetenznormen Weitere Grundwerte: - Nachhaltigkeit - Wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung - Subsidiaritätsprinzip PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

32 Bundesverfassung von 1999 Besondere Wichtigkeit für die Medien
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Bundesverfassung von 1999 2 Medien und Grundrechte Bundesverfassung (BV) Besondere Wichtigkeit für die Medien Föderalistisches Element: - Aufgabenteilung Bund und Kantone, Kooperation - Mitwirkung Kantone - Gemeinde- autonomie Demokratisches Element: - Mischung von direkter und indirekter (repräsentativer) Demokratie Rechtsstaatliches Element: - Grundrechte - Gewaltenteilung - Verfassungsgerichtsbarkeit Weitere Grundwerte: - Nachhaltigkeit - Wettbewerbsorientierte Wirtschaftsordnung - Subsidiaritätsprinzip Sozialstaatliches Element: - Soziale Ziele - Soziale Grundrechte - Kompetenznormen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

33 Terminologie zu den Grundrechten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Terminologie zu den Grundrechten 2 Medien und Grundrechte Übersicht über die Grundrechte Herleitung der Grundrechte: Der Mensch ist in der Rechtsordnung nicht nur Objekt, sondern Rechtssubjekt.  “Menschenrechte” Menschenwürde und individuelle Freiheit sind wichtige Interessen und Rechtsgüter, welches dem Rechtssubjekt “Mensch” zukommen sollen.  “Freiheitsrechte” Diese Freiheiten sind — zusammen mit anderen Rechten — besonders fundamental, sie liegen der gesamten Rechtsordnung zu Grunde.  “Grundrechte” Menschenrechte: juristische/positivistische Auffassung v. moralische/naturrechtliche —> Frage kann offengelassen werden Menschenrechte: Internationaler Begriff: Drei Generationen von Menschenrechten: Klassische Freiheitsrechte, bürgerliche Freiheiten Sozialrechte, Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum, Frucht der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jh. Kollektivrechte: Recht auf Selbstbestimmung der Völker. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

34 Grundrechtskataloge (EMRK und BV)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Übersicht über die Grundrechte Grundrechtskataloge (EMRK und BV) Europäische Menschenrechtskonvention: Art. 2 Recht auf Leben Art. 3 Verbot der Folter Art. 4 Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit Art. 5 Recht auf Freiheit und Sicherheit Art. 6 Recht auf ein faires Verfahren Art. 7 Keine Strafe ohne Gesetz Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Art. 9 Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit Art. 10 Freiheit der Meinungsäusserung Art. 11 Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit Art. 12 Recht auf Eheschliessung Schweizerische Bundesverfassung: Art. 7 Menschenwürde Art. 8 Rechtsgleichheit Art. 9 Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben Art. 10 Recht auf Leben und auf persönliche Freiheit Art. 11 Schutz der Kinder und Jugendlichen Art. 12 Recht auf Hilfe in Notlagen Art. 13 Schutz der Privatsphäre Art. 14 Recht auf Ehe und Familie Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit Art. 16 Meinungs- und Informationsfreiheit Art. 17 Medienfreiheit Art. 18 Sprachenfreiheit Art. 19 Anspruch auf Grundschulunterricht Art. 20 Wissenschaftsfreiheit Art. 21 Kunstfreiheit Art. 22 Versammlungsfreiheit Art. 23 Vereinigungsfreiheit Art. 24 Niederlassungsfreiheit Art. 25 Schutz vor Ausweisung, Auslieferung und Ausschaffung Art. 26 Eigentumsgarantie Art. 27 Wirtschaftsfreiheit Art. 28 Koalitionsfreiheit Art. 29 Allgemeine Verfahrensgarantien Art. 30 Gerichtliche Verfahren Art. 31 Freiheitsentzug Art. 32 Strafverfahren Art. 33 Petitionsrecht Art. 34 Politische Rechte Kursiv: Spezifische Grundrechte der BV, welche in der EMRK nicht ausdrücklich enthalten sind. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

35 Beachtung der Grundrechte: im Stufenbau der Rechtsordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Beachtung der Grundrechte: im Stufenbau der Rechtsordnung 2 Medien und Grundrechte Übersicht über die Grundrechte Ver- ord- nung S t u f e n b a u d e r R e c h t s o r d n u n g Gesetz Verfassung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

36 Verhältnis Medien und Grundrechte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Verhältnis Medien und Grundrechte Medien als Träger von Grundrechten Medien als Adressaten von Grundrechten (über indirekte Drittwirkung) Namentlich Medienfreiheit, Meinungs- und Informationsfreiheit, Rechtsgleichheit und Willkürverbot, Schutz der Privatsphäre, Wirtschaftsfreiheit Namentlich Persönlichkeitsschutz (Straf- und Zivilrecht); Schutz von Immaterialgüterrechten; Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs (Lauterkeitsgebot gemäss UWG), Datenschutz PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

37 Medien sind als Adressaten indirekt betroffen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Persönliche Freiheit 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Medien sind als Adressaten indirekt betroffen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

38 Meinungs- und Informationsfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Meinungs- und Informationsfreiheit 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Medien sind als Träger direkt und als Adressaten indirekt betroffen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

39 Medien sind als Träger direkt betroffen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienfreiheit 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Medien sind als Träger direkt betroffen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

40 Rundfunkfreiheit (Art. 93 BV)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rundfunkfreiheit (Art. 93 BV) 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Medien sind als Träger direkt betroffen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

41 Zusammenfassung und Überblick
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medienrelevante Grundrechte (Übersicht) Zusammenfassung und Überblick Vier Schwerpunkte im Medienverfassungsrecht Medien als Träger von Grundrechten 1 Medien als Adressaten von Grundrechten (über indirekte Drittwirkung) Meinungsfreiheit Informationsfreiheit Medienfreiheit inkl. Rundfunkfreiheit Persönliche Freiheit, verwirklicht insbesondere durch den strafrechtlichen u. zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz in verschiedenen Erlassen des Bundes 2 3 4 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

42 Einschränkungen von Grundrechten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Einschränkungen der Grundrechte Einschränkungen von Grundrechten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

43 Persönliche Freiheit (Oberbegriff)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Persönliche Freiheit (Oberbegriff) 2 Medien und Grundrechte Persönliche Freiheit v. Medientätigkeit “Nur elementare Persönlichkeitsentfaltung” = keine allgemeine Handlungsfreiheit BGer in früherer Praxis etwas weit formulierte pF Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

44 Medienpersönlichkeitsrecht im Ausland
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Persönliche Freiheit v. Medientätigkeit Medienpersönlichkeitsrecht im Ausland Beispiele aus dem benachbarten Ausland Beispiel USA Frankreich Deutschland Art. 9 Code Civil: Starker Schutz des Privatlebens, auch von Prominenten Meinungsfreiheit der EMRK (nur) als ein Abwägungs-kriterium Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 1 GG (Grundgesetz) Rechtsprechung des BGH Schutz gegen Falsch-meldungen und Offen-barungen aus Privatleben First Amendment zur US-Bundesverfassung Rechtsprechung des Supreme Court Unterscheidung private person - public person  Anerkennung eines allgemeinen Schutzes des Individuums vor Verletzungen seiner persönlichen Integrität und Privatsphäre  zunehmende Beseitigung von Schranken der Medienfreiheit Frankreich: Der Schutz gilt gleichermassen für den einfachen Bürger wie für den Prominenten. Untersagt ist auch etwa die erneute Verbreitung von Berichten, welche bereits mit Zustimmung des Betroffenen veröffentlicht worden sind (Fall Gunther Sachs 1970). Das zweitinstanzliche Appelationsgericht von Paris sprach einer Schauspielerin SE wegen Verletzung ihres Privatlebens zu, weil sich ein Satireblatt despektierlich über die Hochzeit ihrer Tochter geäussert hatte. Die Schwangerschaft von Isabelle Adjani war für jedermann erkennbar, doch die Zeitungen durften nicht darüber berichten, weil sich die Schauspielerin dagegen ausdrücklich verwahrt hat. Ähnlich bei einem Bild des - bereits kranken und gezeichneten - Jacques Brel, obwohl in der Öffentlichkeit aufgenommen: Keine Veröffentlichung zulässig! Das US-amerikanische Medienpersönlichkeitsrecht wird geprägt durch die Unterscheidung von public figure und private person. Gegenüber öffentlichen Personen werden die Medien privilegiert. a) … weil das Gewicht von Tatsachen und Meinungen über öff. Personen höher ist, und b) … weil öffentliche Personen ihrerseits den Zugang zu den Medien haben. —> Es besteht kaum ein Schutz gegen ehrverletztende Werturteile. —> z.B. Gegendarstellungsrecht als verfassungswidrig bezeichnet (Supr. C.) Aus Leading Case 1964: “The debate on public issues should be uninhibited, robust and wide-open.” Nb: England: Im Case Law verwurzelt und daher ohne moderne Richtlinien. Einziges Land ohne Anerkennung eines PersönR. Defamation als Delikt, strenge Anwendung. Neuer Gesetzesvorschlag “Privacy Law”; Unterhaus dafür, Press Complaints Commission dagegen.  Verfassungsrecht gibt Impulse für die Entwicklung des Medien(persönlichkeits)rechts  EMRK, angesichts der Internationalisierung der Medien, wirkt als erste Stufe für eine europäische Vereinheitlichung („minimal standard“) — trotz umstrittener Drittwirkung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

45 Meinungsäusserungsfreiheit nach EMRK
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Meinungsäusserungsfreiheit nach EMRK 2 Medien und Grundrechte Persönliche Freiheit v. Medientätigkeit Art. 10 EMRK Das Recht auf freie MÄ steht hierarchisch an der Spitze des Grundrechtsystems. Aktive und passive Informationsfreiheit. > Passiv: Zuschauer eines von einem Staat verbotenen Films können sich beschweren. Auch Rundfunk erfasst. Geniesst Werbung des Schutz von Art. 10? Ja. Die Kommunikationsgrundrechte der EMRK werden in Art. 10 nur elementar und ungenau erwähnt. Marktmässiges free-flow-Prinzip für eine grenzüberschreitende internationale Medienordnung. -> für die Zwecke von damals war dies hinreichend. Eine Medienfreiheit wird nicht ausdrücklich normiert! Medienrechtlich dominiert das Recht auf freie Meinungsäusserung, welche auch die Informationsfreiheit einschliesst. Meinungsfreiheit in Satz 2: Heute würde dies als Meinungs-bildungs-freiheit bezeichnet. Immer nur Recht dessen, der sich äussern will. Medienfreiheit nur als Unterfall der allgemeinen Meinungsäusserungsfreiheit! Es handelt sich um ein Jedermannsrecht, ohne Bezug auf eine fremdnützige Funktion, welche professionelle Medien ausüben könnten. Aber der Gerichtshof hat die Rolle der Presse als public watchdog mehrmals unterstrichen. Public Watchdog-Funktion vom EGMR kürzlich stärker berücksichtigt. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

46 BGE (“Mikrowellenherd II”)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Persönliche Freiheit v. Medientätigkeit BGE (“Mikrowellenherd II”) Grundlage des Unterlassungs- anspruchs muss exakt sein Verhältnismässigkeits- diskussion Gerichtliches Verbot muss exakt sein Bestätigung der Verurteilung von H., zugleich Präzisierung und Einschränkung des Verbots BGE 125 III 185 EMRK 10 Meinungs-äusserungsfreiheit UWG 2, 3 lit. a vgl. auch BGE 120 II 76 H. schrieb, dass Mikrowellenöfen wissenschaftlich gesehen gesundheits- schädlich sind Obsiegen von H. gegen Verurteilung in Schweiz beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte; EMGR verlange Differenzierungen und Präzisierungen des Urteils Fachverband FEA H., Forscher in Quasi-Rolle des Journalisten Regeste: Bei Äusserungen Dritter in Flugblättern zur Gefährlichkeit einer Ware für die menschliche Gesundheit ist bei der gebotenen verfassungskonformen Auslegung des UWG unter Berücksichtigung insbesondere des Grundrechts der Meinungsäusserungsfreiheit eine strafbare unlautere Anschwärzung nur mit Zurückhaltung anzunehmen. Ein Hinweis auf einen allfälligen Meinungsstreit in der Wissenschaft ist nicht erforderlich (E. 3). Doch darf durch die Auswahl des Verteilungsortes der Flugblätter nicht der unrichtige Eindruck geschaffen werden, dass nur die Waren einzelner bestimmter Anbieter gesundheitsgefährdend seien (E. 4). “... in Verlautbarungen, die an weitere Bevölkerungs-kreise gerichtet sind, ohne Hinweis auf den herrschenden Meinungs-streit als wissenschaftlich gesichert darzustellen, dass im Mikrowellenherd zubereitete Speisen gesundheitsschädlich seien und zu Ver- änderungen im Blut ihrer Konsumenten führten, welche auf eine krankhafte Störung hinweisen und ein Bild zeigten, das für einen Beginn eines kanzerogenen Prozesses gelten könne.” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

47  BGE (“BSE”) Metzgermeister-Fachverband Mitglied des
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Persönliche Freiheit v. Medientätigkeit BGE (“BSE”) Verfassungskonforme Auslegung des UWG (BG gegen den unlauteren Wettbewerb) Es kommt darauf an, ob B das Flugblatt nur vor dieser einen Metzgerei verteilt hat Vorliegend keine wissenschaftliche Äusserung Rückweisung an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts und zur neuen Entscheidung BGE 123 IV 211 Urteil in Strafverfahren UWG 2, 3 lit. a, 23 Meinungs-äusserungsfreiheit B verteilte 1994 Flugblätter vor einer Metzgerei Flugblätter enthielten Hinweise auf Gefährlichkeit von Fleisch wegen BSE (“Rinderwahnsinn”); Aufforderung, weniger Fleisch zu essen Metzgermeister-Fachverband Mitglied des Vereins gegen Tierfabriken Regeste: Bei Äusserungen Dritter in Flugblättern zur Gefährlichkeit einer Ware für die menschliche Gesundheit ist bei der gebotenen verfassungskonformen Auslegung des UWG unter Berücksichtigung insbesondere des Grundrechts der Meinungsäusserungsfreiheit eine strafbare unlautere Anschwärzung nur mit Zurückhaltung anzunehmen. Ein Hinweis auf einen allfälligen Meinungsstreit in der Wissenschaft ist nicht erforderlich (E. 3). Doch darf durch die Auswahl des Verteilungsortes der Flugblätter nicht der unrichtige Eindruck geschaffen werden, dass nur die Waren einzelner bestimmter Anbieter gesundheitsgefährdend seien (E. 4). PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

48 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Medienfreiheit (BV) Sowohl Tatsachenbehauptungen wie Werturteile. Werbung: Wirtschaftsfreiheit Medienfreiheit gilt nicht nur für die periodische Presse, sondern auch für Bücher, Flugblätter und Plakate. Ausgenommen sind: - das gesprochene Wort - Lichtreklame - Briefe - Schallplatten - szenische Aufführungen - früher: Filme (heute wohl erfasst) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

49 Geschützte Tätigkeiten: zwei Kategorien
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Geschützte Tätigkeiten: zwei Kategorien Tatsachen-  Behauptungen Meinungs-  Äusserungen Kommerzielle Kommunikation? Wirtschafts-freiheit PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

50 Inhalt der Medienfreiheit (Übersicht)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhalt der Medienfreiheit (Übersicht) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Schutzgegenstand Medien, Öffentlichkeitsbezug Periodizität oder Dauerhaftigkeit Geschützte Tätigkeiten Tatsachenbehauptungen Meinungsäusserung, Werturteile Werbung, kommerzielle Kommunikation Bildliche Darstellungen Zensurverbot Redaktionsgeheimnis Träger der Medienfreiheit Verhältnis zur Wirtschaftsfreiheit PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

51 Schranken der Medienfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Schranken der Medienfreiheit 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Gesetzliche Schranken Schranken aufgrund besonderer Rechtsverhältnisse Gesteigerter Gemeingebrauch von öffentlichem Grund Polizeiliche Generalklausel PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

52 Zensurverbot und Redaktionsgeheimnis
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Zensurverbot und Redaktionsgeheimnis 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Das Zensurverbot ist Teil des Kerngehaltes der Medienfreiheit, was aber gerichtliche Verbote z.B. einer ehrverletzenden Publikation nicht ausschliesst. Allgemein: Präventivmassnahmen und Repressivmassnahmen gegen Medienschaffende ausgeschlossen, es sei denn, sie richten sich gegen einen Missbrauch der Medienfreiheit. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

53 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Nicht von der rechtlichen Medienfreiheit erfasst: Innere Medienfreiheit Private Entscheidung der Medienunternehmen und Medienschaffenden z.B. Miteigentumsmodell z.B. Chinese Wall zwischen Verlag und Redaktion z.B. Chinese Wall zwischen Verlag und Redaktion z.B. Mitbestimmungsmodell mit Redaktionsstatut PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

54 Informationsfreiheit nach EMRK
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Informationsfreiheit nach EMRK 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Art. 10 EMRK InfoF ebenfalls nur als Unterfall der MÄ behandelt. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

55 Informationsfreiheit in der neuen BV
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Informationsfreiheit in der neuen BV PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

56 Inhalt der Informationsfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhalt der Informationsfreiheit 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Allgemein zugängliche Quellen Staatsverwaltung Gerichtsverhandlungen (BGE 111 Ia 245 — "Öffentlichkeit im Strafverfahren") Öffentliche Register (BGE 126 III 512 — "Grundbucheinsicht") Aktive Information durch den Staat PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

57 BGE (“Last Temptation of Christ”)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit BGE (“Last Temptation of Christ”) Passive Informationsfreiheit als Grundrecht Beschwert und daher berechtigt zur Staats-rechtlichen Beschwerde ist auch ein Kino-Zuschauer Beschwerde- berechtigung der Zuschauer als Träger des Rechts auf Information anerkannt Rückweisung an die Vorinstanz zur materiellen Entscheidung der Sache [Darauffolgender Entscheid in der Sache nicht bekannt] BGE 120 Ia 190 Meinungs-äusserungsfreiheit Art. 4 aBV Zensurbehörde untersagte den Kinobetreibern im Wallis, den Film „The Last Temptation of Christ“ auszustrahlen Kinozuschauer wehrten sich zusammen mit einem Kinobetreiber gegen dieses Verbot Film-Zensur- Behörde im Kanton VS Kinobetreiber und potentielle Zuschauer Regeste: Meinungsäusserungsfreiheit und Informationsfreiheit bei Filmzensur (ungeschriebenes verfassungsmässiges Recht und Art EMRK); Art. 4 BV: Beschwerdelegitimation im Kanton. Ist die öffentliche Aufführung eines Films von einer kantonalen Behörde untersagt worden, so können sich die als Zuschauer des Films in Betracht fallenden Personen auf die (in der Meinungsäusserungsfreiheit enthaltene) Informationsfreiheit berufen, welche insbesondere das Recht garantiert, ohne behördliche Kontrolle Nachrichten oder Ideen zu empfangen und sich eine Meinung zu bilden. Insofern sind sie auf kantonaler Ebene zur Beschwerdeführung gegen den Entscheid der Zensurbehörde berechtigt (E. 2). PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

58 Öffentlichkeitsgesetz
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Öffentlichkeitsgesetz 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Das Handeln der Verwaltung war früher grundsätzlich geheim, unter Vorbehalt von Ausnahmen. Das Gesetz kehrt nun den Grundsatz der Geheimhaltung um, indem es jeder Person ein Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten verleiht, ohne dass ein besonderes Interesse nachgewiesen werden müsste. Ein einfaches und rasches Verfahren ist vorgesehen. Das Öffentlichkeitsprinzip gilt nicht absolut, sondern wird durch Ausnahmen begrenzt.  Bedeutung für den Journalismus, u.a. hinsichtlich Recherche Zu den Ausnahmen: Das Recht auf Zugang wird eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert, sofern ihm überwiegende öffentliche oder private Interessen entgegenstehen. Beispielsweise wird ein überwiegendes öffentliches Interesse anerkannt, wenn durch die Gewährung des Zugangs die freie Meinungs- und Willensbildung einer Behörde wesentlich beeinträchtigt, oder wenn die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet werden kann. Ein überwiegendes privates Interesse wird beispielsweise anerkannt, wenn durch die Gewährung des Zugangs die Privatsphäre wesentlich beeinträchtigt werden kann, oder Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden können. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

59 Rundfunkfreiheit (BV)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Medien- und Informationsfreiheit Rundfunkfreiheit (BV) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

60 Glaubens- und Gewissensfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Glaubens- und Gewissensfreiheit 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

61 Versammlungsfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Versammlungsfreiheit 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

62 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Wirtschaftsfreiheit 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

63 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Eigentumsgarantie 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

64 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Sprachenfreiheit 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte In BGE 91 I 480 vom BGer als Bestandteil des ungeschriebenen Verfassungsrechts anerkannt. Weil nach Ansicht des BGer eine wesentliche, bis zu einem gewissen Grad notwendige Voraussetzung für die Ausübung anderer Freiheitsrechte (v.a. Meinungs- und Pressefreiheit). revision des Sprachenartikels bereits 1996: Ziel: Verhaltung der Viersprachigkeit der Schweiz, v.a. Stärkung der sprachlichen Minderheiten und Verbesserung der Verständigung unter den Sprachgruppen. Seit neuer BV ausdrücklich verankert. Gebrauch einer Landessprache staht auch unter dem Schutz von BV4, wonach Beutsch, Frankösisch, Italienisch und Rätoromanisch die LSpr. sind. Insbesondere ist es Kantonen verboten, Gruppen, die eine LSpr sprechen, aber im Kanton einen Minderheit darstellen, zu unterdrücken oder in ihrem Fortbestand zu gefüährden (BGE 122 I 236). Amtssprachen des Bundes von BV 70 Abs. 1 geregelt. Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

65 Rechtsgleichheit und Willkürverbot
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsgleichheit und Willkürverbot 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Quelle: Prof. Dr. Beatrice Weber-Dürler, Universität Zürich, Vorlesungsunterlagen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

66 Rechtsgleichheit gemäss Bundesgericht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Weitere Grundrechte Rechtsgleichheit gemäss Bundesgericht Grosser Spielraum des Gesetz- gebers PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

67 Lösungsweg für Grundrechtsprobleme
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 2 Medien und Grundrechte Praktische Bedeutung der Grundrechte Lösungsweg für Grundrechtsprobleme Einschränkung durch ein Gemeinwesen (“Staat”) Ist das “einschränkend” handelnde Gemeinwesen zuständig? Welche Grundrechte könnten betroffen sein?  Grundrechtskatalog in Bundesverfassung konsultieren! Ist die Einschränkung rechtmässig?  Voraussetzungen für Einschränkungen von Grundrechten prüfen! PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

68 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

69 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

70 freie wirtschaftliche Tätigkeit Freiheit der Betriebsgründung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wirtschaftsfreiheit Wirtschaftsfreiheit freie wirtschaftliche Tätigkeit Freiheit der Betriebsgründung Freiheit der Berufswahl PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

71 Wissenschaftsfreiheit  öffentliche Güter (z.B. Frequenzen)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wirtschaftsfreiheit Wissenschaftsfreiheit  öffentliche Güter (z.B. Frequenzen) Konzession Polizeierlaubnis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

72 Ideelle Kommunikation  Meinungsäusserungsfreiheit, Medienfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wirtschaftsfreiheit Ideelle Kommunikation  Meinungsäusserungsfreiheit, Medienfreiheit Kommerzielle Kommunikation  Medienfreiheit oder Wirtschaftsfreiheit? • Bedeutung der Unterscheidung • Schrankendiskussion PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

73 Publizistischer Wettbewerb  Wettbewerb der Kommunikatoren
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wirtschaftsfreiheit Publizistischer Wettbewerb  Wettbewerb der Kommunikatoren Wirtschaftlicher Wettbewerb  Wettbewerb der Medienträger PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

74 • Unterschiedliche Ziele • Unterschiedliche Interessen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wirtschaftsfreiheit Kommunikatoren Medienträger • Unterschiedliche Ziele • Unterschiedliche Interessen • Unterschiedliche Verantwortlichkeiten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

75 Ausübung von Marktmacht Unternehmenszusammenschluss
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Wettbewerbsabreden Ausübung von Marktmacht Unternehmenszusammenschluss Wettbewerbs- beschränkungen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

76 Nachrichten- beschaffung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Wettbewerbs- abreden Produktion Vertrieb Nachrichten- beschaffung Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

77 Ausübung von Marktmacht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Marktbeherrschende Stellung Missbräuchliches Verhalten Sonderstellung des öffentlich- rechtlichen Rundfunks Exklusivberichterstattung Ausübung von Marktmacht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

78 Sonderregelung für Medien? Umschreibung des relevanten Marktes
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Sonderregelung für Medien? Umschreibung des relevanten Marktes Medienkonzentration Failing Company Doktrin Fusions- kontrolle PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

79 Kartellrechtsrelevanz Lösungsmöglichkeiten Inserateboykott
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Problemstellung Kartellrechtsrelevanz Lösungsmöglichkeiten Inserateboykott PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

80 Parallelimporte (z.B. Film)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Problemstellung Sonderschutz durch Immaterialgüterrecht Erschöpfung durch Erstverwendung Parallelimporte (z.B. Film) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

81 geschäftsmoralisches Verhalten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Ursprung UWG: Konkurrent A Konkurrent B geschäftsmoralisches Verhalten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

82 Dreidimensionalität UWG Konkurrenzen Staat Konsument A B
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Dreidimensionalität UWG Konkurrenzen A B Staat Konsument PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

83 allgemein gegen Treu und Glauben verstossendes Verhalten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht allgemein gegen Treu und Glauben verstossendes Verhalten Sondertatbestände Unlauterkeit Herabsetzung Irreführung falsche vergleich- ende Werbung aggressive Ver- kaufsmethode PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

84 Redaktionelle Äusserungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Redaktionelle Äusserungen Wettbewerb unter Medienunternehmen Relevant PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

85 Interview mit Experten: “B. ist nähtechnisch im Rückstand”
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Wettbewerbsrecht Interview mit Experten: “B. ist nähtechnisch im Rückstand” Verantwortung des Medienschaffenden? Zurechnung der Interviewaussage? Unzulässiger Vergleich? Anhörung des Betroffenen? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

86 Subventionierung der Postbeförderung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Förderung von Medien/Presse Subventionierung der Postbeförderung Scheitern von Gesetzesvorlagen Neuer Medienförderungsartikel in Verfassung? Presseförderung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

87 Rücksichtnahme des Rundfunks auf Presse
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Förderung von Medien/Presse Verfassungsbestimmung (Art. 94 Abs. 4) Werbebeschränkungen Weitere Auswirkungen? Rücksichtnahme des Rundfunks auf Presse PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

88 Gebührensplitting im Rundfunk
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Förderung von Medien/Presse Sinn und Zweck Wettbewerbsrechtliche Problematik Vom alten zum neuen RTVG Gebührensplitting im Rundfunk PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

89 Internationale Kooperation Pacte de l‘audiovisuel (SRG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 3 Medien und Wirtschaftsrecht Förderung von Medien/Presse Internationale Kooperation Pacte de l‘audiovisuel (SRG) Staatliche Filmförde- rung Filmförderung Selektive Förderung Erfolgsabhängige Förderung Lenkungsabgaben PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

90 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

91 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

92 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

93 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

94 Normen zur technischen Verbreitung von Medieninhalten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Normen zur technischen Verbreitung von Medieninhalten 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Grundlagen Bundesverfassung von 1999, Art. 92 und Art. 93 Fernmeldegesetz vom 30. April 1997/24. März 2006 Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) vom 24. März 2006 Abgrenzung zwischen Fernmelderecht und Rundfunkrecht Fernmeldewesen und öffentliche fernmeldetechnische Verbreitung von Darbietungen und Informationen "Zweiwegindividualkommunikation" v. "Einwegmassenkommunikation" Programmbegriff Konzessions- und Meldepflichten in FMG und RTVG FMG-Meldepflicht für FDA (Erbringen von Fernmeldediensten) FMG-Grundversorgungskonzession FMG-Funkkonzessionen RTVG-Veranstalterkonzession (Radio- und TV-Veranstalter) RTVG-Empfangsgebühr PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

95 FMG: Individual- und Zweiwegkommunikation
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht FMG: Individual- und Zweiwegkommunikation A B • • RTVG: Massen- und Einwegkommunikation A • B • • C • D

96 Zwischenformen Zielgruppenprogramme Einzelentgeltsrundfunk
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Zwischenformen Zielgruppenprogramme Einzelentgeltsrundfunk Zugriffsdienste Abrufdienste (VoD) Anrufbeantworter Ansagedienste Videotext Abrufdienste

97 Abgrenzung FMG / RTVG RTVG FMG Publizistische Relevanz
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Abgrenzung FMG / RTVG (Quelle: Dumermuth, 2006) Publizistische Relevanz Programm RTVG FMG Massen- kommunikation Individual-kommunikation

98 Grundlagen des Fernmelderechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Grundlagen des Fernmelderechts 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Motive der Regulierung Liberalisierung des Fernmeldemarktes Zugang zur Informationsgesellschaft Rationelle Ressourcennutzung Added Value für Benutzer Regulierungsgrundsätze Wirksamer Wettbewerb Störungsfreier Fernmeldeverkehr Achtung der Persönlichkeitsrecht und Immaterialgüter Erschwingliche Grundversorgung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

99 Zweck des Fernmeldegesetzes (FMG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Zweck des Fernmeldegesetzes (FMG) 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht „Dieses Gesetz bezweckt, dass der Bevölkerung und der Wirtschaft vielfältige, preiswerte, qualitativ hochstehende sowie national und international konkurrenzfähige Fernmeldedienste angeboten werden. Es soll insbesondere a) eine zuverlässige und erschwingliche Grundversorgung mit Fernmeldediensten für alle Bevölkerungskreise in allen Landesteilen gewährleisten; b) einen störungsfreien, die Persönlichkeits- und Immaterialgüterrechte achtenden Fernmeldeverkehr sicherstellen; einen wirksamen Wettbewerb beim Erbringen von Fernmelde-diensten ermöglichen. die Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten vor unlauterer Massenwerbung und Missbrauch durch Mehrwertdienste schützen.“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

100 Revision 2006: Grundzüge Abgrenzung RTVG/FMG Zugangsregulierung
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Abgrenzung RTVG/FMG Zugangsregulierung Ex ante-Regulierung Mehrwertnummern Spam / UWG

101 Behördenorganisation
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Behördenorganisation 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation (UVEK) Kommunikationskommission (COMCOM) Bundesgericht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

102 Regulierungsinstrumente
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Konzessions- und Meldepflicht Technische Konformität Frequenz- und Nummernmanagement Zugangsrechte Kolokationsrechte Grundversorgung und Abgeltung

103 Infrastruktur und Ressourcen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Infrastruktur und Ressourcen 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Wegerechte Kollokation Antennenstandorte Frequenzen Mobilfunk Satellitenempfang Adressierungselemente PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

104 Regulierung der Adressierungselemente
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Kurznummern SMS und MMS Auskunfts- und Vermittlungsdienste Mehrwertdienste 906 Nummern Gewinnspiele Dialer Domain .ch

105 Zugangsregulierung und Unbundling
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Zugangsregulierung und Unbundling 4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Zugangsberechtigt: FDA Zugangsverpflichtet: Marktbeherrschendes Unternehmen (Art. 11 Abs. 1 FMG und Art. 4 Abs. 2 KG) Zugangsarten (Art. 11 FMG) Interkonnektion Full Access Bitstream Access Mietleitungen Kabelkanäle Verrechnung Zugangsgrundsätze Nichtdiskriminierung und Transparenz (Art. 11 Abs. 1 FMG) Streitverfahren (Art. 11a FMG) Preisfestlegung: LRIC PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

106 Grundversorgung Grundversorgung als Kriterienwettbewerb
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Grundversorgung als Kriterienwettbewerb Umfang der Grundversorgung Öffentl. Telefondienst Anschluss (analog, ISDN und Breitband) Preisobergrenzen Notrufdienste Sprechstellen Zusatzdienste (Gebührenstand, Sperrung) Datenübertragung Finanzierung

107 Fernmeldegeheimnis Schutzprinzipien Inhalt des Fernmeldegeheimnisses
4 Telekommunikation, Rundfunktechnikrecht etc. Übersicht Schutzprinzipien Inhalt des Fernmeldegeheimnisses Grenzen des Fernmeldegeheimnisses Überwachung des Fernmeldeverkehrs (Art. 44 FMG, BÜPF) Überwachung von Medienschaffenden im Besonderen

108 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

109 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

110 Fernmelderecht v. Rundfunkrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Übersicht Fernmelderecht v. Rundfunkrecht “Zweiwegindividual- kommunikation” “Einwegmassen- kommunikation” Fernmelderecht Rundfunkbegriff im RTVG: Elektromagnetische Übermittlung von Bild, Wort und Ton über Äther, Kabel, Satelliten auf eine Weise, dass die Sendungen in einem bestimmten Gebiet allgemein zugänglich sind. Programmartige Gestaltung der verbreiteten Inhalte. Programmbegriff (Art. 4 Abs. 1 RVO) Rundfunkrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

111 Motive für die Rundfunkregulierung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Übersicht Motive für die Rundfunkregulierung “Zweiwegindividual- kommunikation” Knappheit von Sendefrequenzen Gesellschaftliche Bedeutung von Radio und TV “Einwegmassen- kommunikation” BGE 98 Ia 80f.: “… die Einflussmöglichkeiten des Fernsehens sind weit grösser als jene der Zeitung. Das Fernsehen ist zu einem hervorragenden Mittel sozialer Kommunikation geworden, insbesondere die politische Sendung wirkt in hohem Masse meinungsbildend und ist geeignet, Wahlen und Abstimmungen erheblich zu beeinflussen.” Rundfunkprogramme sind: 1. aktuell; sie übermitteln Meldungen und Beurteilungen rascher 2. eindringlich; sind die Empfangsgeräte einmal eingerichtet und eingeschaltet, so kommen die Programme ungefragt in die Stube 3. suggestiv, namentlich das Fernsehen, durch den Einsatz von Bild und Ton PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

112 Regelungsgegenstand des RTVG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Übersicht Regelungsgegenstand des RTVG Veranstaltung von Rundfunkprogrammen (inkl. Erstverbreitung) Weiterverbreitung von Rundfunkprogrammen Empfang von Rundfunkprogrammen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

113 Geschichte des Rundfunkrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Übersicht Geschichte des Rundfunkrechts Radio und Fernsehen Telekommunikation 2007 2006 2002 2000 1998 1992 1987 1984 1983 1982 1977 1931 1922 Inkrafttreten Verabschiedung des neuen RTVG Botschaft Bundesrat zur Revision RTVG Aussprachepapier des Bundesrates Entwurf Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) BB über den Satellitenrundfunk BB über das schweiz. Kurzwellenradio Art. 55bis aBV Konzession Teletext Pay-TV-Konzession Rundfunkverordnung (RVO) Kabelrundfunkverordnung BB über Unabh. Beschwerdeinstanz Erste Sendekonzession für die SRG -- Art. 36 aBV Inkrafttreten Verabschiedung des neuen FMG Fernmeldegesetz Revision (FMG) Fernmeldegesetz (FMG) BG betr. Telegrafen und Telefonverkehr Art. 36 aBV PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

114 Datenschutzbeauftragter
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Behörden 5 Rundfunkrecht Übersicht BAKOM UVEK COMCOM DBA des UVEK WEKO UBI Preisüberwacher Datenschutzbeauftragter PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

115 Verfassungsgrundlage
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Übersicht Verfassungsgrundlage PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

116 Regulierungsgrundsätze im Rundfunkrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Regulierungsgrundsätze im Rundfunkrecht 5 Rundfunkrecht Übersicht Trennung von “Veranstaltung” und “Verbreitung” (früher: Einheitskonzession) Konzessionspflicht bzw. Meldepflicht Leistungsauftrag an konzessionierte Rundfunkmedien Finanzierungsregeln Service Public und SRG Allgemeine Aufsicht und Programmaufsicht durch UBI PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

117 Leistungsauftrag (Stichworte)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Leistungsauftrag (Stichworte) 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Bundesverfassung (BV) Bildung, Kultur freie Meinungsbildung Unterhaltung Schweiz, Kantone Sachgerechtigkeit Meinungspluralismus Bundesgesetz (RTVG) insbesondere: staatsbürgerliche Kenntnisse vermitteln Vielfalt von Land und Bevölkerung der Öffentlichkeit näherbringen Verständnis für andere Völker fördern Kulturschaffen fördern Keine Bevorzugung bestimmter Parteien, Interessen oder Weltanschauungen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

118 Ziele des neuen RTVG (Dumermuth, 2006)
5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Service public (Grundversorgung) Politische Aus- balancierung des Systems Anliegen des neuen RTVG Bessere Bedingungen für private Veranstalter Sicherung von Ver- breitungskapazitäten für Radio und TV

119 Unabhängigkeit, Programmautonomie
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Unabhängigkeit, Programmautonomie 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Art. 6 RTVG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

120 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Programm, Sendung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

121 Geltungsbereich des RTVG
5 Rundfunkrecht Übersicht «Programme», d.h. an die Allgemeinheit gerichtet (verschlüsselt oder unverschlüsselt) programmartig zusammengestellt Inhalte durch Veranstalter zusammengestellt zeitlich angesetzt nicht interaktiv (Individualisierung) kontinuierlich angeboten Abgrenzung nach „unten“: publizistisch nicht relevante Angebote technisch nicht massenwirksam publizistisch nicht relevante Inhalte

122 Mindestanforderungen an Programme
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Mindestanforderungen an Programme 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Art. 4 RTVG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

123 Programmbestimmungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Programmbestimmungen 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Informationsgrundsätze Kulturelles Mandat Sachgerechtigkeitsgebot Vielfaltsgebot Sendung als Bezugspunkt Sorgfaltspflichten Programm als Bezugspunkt Sorgfaltspflichten Programm als Massstab PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

124 Mediendienste, Regulierungsintensität
5 Rundfunkrecht RTVG-Revision (Quelle: Dumermuth, 2006) Intensität der Regulierung Programm = linearer Dienst nicht linearer Dienst Massen- kommunikation Individual-kommunikation

125 Marktzugang unter dem neuen RTVG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Marktzugang unter dem neuen RTVG 5 Rundfunkrecht RTVG-Revision Quellen: Botschaft Bundesrat, BAKOM PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

126 Rundfunkaufsicht Finanzaufsicht Technische Aufsicht Programmaufsicht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rundfunkaufsicht 5 Rundfunkrecht Rundfunkordnung Finanzaufsicht Technische Aufsicht Programmaufsicht Ombudsstellen der Veranstalter Unabhängige Beschwerdeinstanz Organisation, Aufgaben und Verfahren Praxis der UBI PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

127 Rundfunkaufsicht Programminhalte Bundesgericht UBI Ombudsstelle
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rundfunkaufsicht 5 Rundfunkrecht Rundfunkordnung Ombudsstelle UBI Bundesgericht Programminhalte BAKOM UVEK Bundesgericht Übriger Konzessionsbereich PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

128 Werbeformen: Definitionen (RTVG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Werbeformen: Definitionen (RTVG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

129 Werbung im RTVG Grundsätze Erkennbarkeit Trennungsgebot
5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Grundsätze Erkennbarkeit Trennungsgebot Personelle Trennung (Lex Russi) Verbote und Beschränkungen Schleichwerbung Irreführende Werbung Religiöse / politische Werbung Alkohol und Tabak (Ausn: leichte Alkoholika in regional bzw. lokal verbreiteten Programmen) Heilmittel (z.T.) Dauer: Max. 15 % der tägl Sendezeit / 12‘ pro Stunde

130 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Sponsoring im RTVG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

131 Fernsehkonvention des Europarates
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Fernsehkonvention des Europarates 5 Rundfunkrecht Rundfunkinhalte Beitritt Schweiz 1989 Revision 1998 aufgrund EU-Richtlinie Zweck, zwischen den beteiligten Staaten die grenzüberschreitende Verbreitung und Weiterverbreitung von TV-Programmen zu erleichtern Geltung für alle Veranstalter von grenzüberschreitend verbreiteten Programmen Freiheit des Empfangs und der Weiterverbreitung Inhaltliche Vorgaben positiv: Menschenwürde, Grundrechte, Jugendschutz, Gegendarstellungsrecht, Sachgerechtigkeit, freie Meinungsbildung, Kultur negativ: Pornografie, Gewalt, unfaire Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

132 Rechtliche Sonderstellung der SRG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtliche Sonderstellung der SRG 5 Rundfunkrecht Rundfunkordnung Volkswirtschaftliche Annahmen der schweizerischen RTV-Politik Betriebswirtschaftliche Annahmen der schweizerischen Rundfunkpolitik Finanzielle und politische Umstände SRG Erfolg und Bedeutung der SRG in Gesellschaft und Politik PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

133 SRG erfüllt einen Leistungsauftrag (BV)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) SRG erfüllt einen Leistungsauftrag (BV) 5 Rundfunkrecht Rundfunkordnung Leistungsauftrag PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

134 Finanzierung der Rundfunkveranstalter
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 5 Rundfunkrecht Rundfunkordnung Finanzierung der Rundfunkveranstalter Definition und Arten von Werbung Trennung der Werbung vom Programm Formale und inhaltliche Werbebeschränkungen Beschränkungen des Sponsorings Probleme von Sponsoring und Werbung in der Veranstalter- und Aufsichtspraxis Finanz- quellen der Radio- und Fernseh- veran-stalter Werbung und Sponsoring Empfangsgebühren Rechtsnatur einer Gebühr ( Steuer) Überwiegender Gebührenanteil für die SRG Gebührensplitting z.G. privater Veranstalter (4%) Inkasso Weitere Finanz- quellen Zahldienste, Pay-Rundfunk Mehrwertdienste und Zusatzdienste Lizenzgeschäft, Merchandising Finanzhilfen (Art. 20 RTVG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

135 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

136 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

137 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

138 Einordnung in die Problemkette des Medienrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Einordnung in die Problemkette des Medienrechts 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Schwerpunkt Beschaffung und Herstellung Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

139 Zwei Säulen der Wirtschaftsordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Zwei Säulen der Wirtschaftsordnung 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Property Rights als Regelungsinstrument Privates Eigentum Vertrags- freiheit Zuordnung von Werten zu einer Person Recht zur ausschliesslichen Nutzung Möglichkeit zur Übertragung und Belastung Freiheit betreffend Vertragspartner Freiheit betreffend Vertragsgegenstand Freiheit betreffend Vertragsinhalt PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

140 Absolute und relative Schutzrechte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Absolute und relative Schutzrechte 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen “Property Rights” [vereinfacht] Absolute Schutzrechte Relative Schutzrechte Körperliches Eigentum Geistiges Eigentum Sachen im Sinne des Zivilgesetzbuches (ZGB) Absolute und ausschliessliche Sachherrschaft des Eigentümers (inkl. Recht zur Zerstörung oder Eigentumsaufgabe) Berechtigung gegenüber allen Anderen Möglichkeit des Besitzes als Form der gemischt tatsächlich-rechtlichen Sachherrschaft Immaterielle Werte im Sinne von Spezialgesetzen Typisierter juristischer Katalog (numerus clausus) von geschützten Immaterialgütern Ausschliessliche/ab-solute oder zumindest starke Wertherrschaft durch den Berechtigten Berechtigung gegenüber allen Anderen Besitz nicht — nur am Träger — möglich Gewährung von Rechten gegenüber bestimmten anderen Personen kein absoluter Schutz Abwägung von Interessen und Verhalten zweier oder mehrerer Berechtigten Beispiel Vertrag, Beispiel Lauterkeitsrecht (UWG); umstritten beim urheber-rechtlichen Leistungsschutz Nicht Subjekt-Objekt-Beziehung, sondern Subjekt-Subjekt-Beziehung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

141 N.C. der Immaterialgüterrechte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) N.C. der Immaterialgüterrechte 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen [illustrativ] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

142 Aufgaben des Immaterialgüterrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Aufgaben des Immaterialgüterrechts Ökonomischer Anreiz zu Innovation und Investition Persönlichkeits- schutz des schaffenden Menschen Ausgleich für Leistung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

143 Medien und Immaterialgüterrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Medien und Immaterialgüterrecht Körperliches Eigentum Know-how (Geschäftsgeheimnisse) Urheberrecht Namensrecht Firmenrecht Markenrecht Wo geregelt? - Rechtsgrundlage Art. 641 ff. ZGB Art. 162 StGB, Art. 6 UWG Urheberrechtsgesetz (URG) Art. 29 f. ZGB Art. 944 ff. OR Markenschutzgesetz (MSchG) Warum geschützt? - Schutztheorie Persönlichkeit, persönliche/wirtschaftliche Privatheit, Begrenzung der Staatsmacht, Handelbarkeit, Wirtschaftsfreiheit Persönlichkeit, wirtschaftliche Privatheit, wirtschaftliche Lauterkeit, Vertragsfreiheit Persönlichkeit, künstlerische Entfaltung, künstlerischer und wirtschaftlicher Anreiz zur Werkschöpfung Persönlichkeit, Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; nicht nur wirtschaftliche Interessen Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; v.a. wirtschaftliche Interessen Individualisierung von Produkten, Publikumsschutz vor Irreführung, Verwechslungsgefahr; Herkunftsangabe Was geschützt? - Schutzgegenstand Bewegliche Sachen, Grundstücke und bestimmte Rechte Geschäftliche und betriebliche Informationen Werke der Literatur und Kunst (im weitesten Sinn) Name von natürlichen und juristischen Personen inkl. Pseudonyme Namen von Unternehmungen Bezeichnungen von Produkten Wann geschützt? - Schutzvoraussetzungen Geeigneter Schutzgegenstand (bewegliche oder unbewegliche Sache), keine öffentlichen Güter, keine staatlichen Güter Technisches und wirtschaftliches Know-how; Publizität Geistige Schöpfung; Wahrnehmbarkeit; Individualität von entweder äusserer Form oder Anordnung und Gliederung des Stoffes Tatsächliche Namensführung durch die Berechtigten Keine Täuschung; Gestaltungsvorschriften (z.B. Zusatz „AG“); Eintragung im Markenregister; Publizität Zeichen das weder beschreibend noch täuschend ist; Gebrauch (nach 5 Jahren Schonfrist); Eintragung im Markenregister Wie erkennbar? - Publizität Besitz als tatsächliche Sachherrschaft, Grundbucheintrag Geheimhaltung, Nichtöffentlichkeit, wirtschaftlicher Wert, Schutzmassnahmen Werkqualität, Deklaration durch Urheber (z.B. ®-Symbol) Tatsächliche Namensführung durch die Berechtigten Handelsregistereintrag, Firmengebrauch Markenqualität, Gebrauch; Deklaration durch Inhaber (®- oder TM-Symbol) Wie weit geschützt? - Schutzumfang Volle Sachherrschaft (inkl. z.B. Zerstörung), Schutz gegen Beeinträchtigungen Gesetzliche oder vertragliche Pflicht des Dritten Verwendung des Werks (Vervielfältigung, Verbreitung, Wahrnehmbarmachung, Sendung) Gebrauch des identischen oder eines ähnlichen (verwechselbaren) Namens Eintragung der identischen oder einer ähnlichen (verwechselbaren) Firma Kennzeichenmässiger Gebrauch, territoritale Begrenzung, sachliche Begrenzung (Markenklassen) Was dürfen Andere? - Rechte von Dritten Nichts - grundsätzlich keine Eingriffe ins Eigentum zulässig Nutzung, solange kein Pflichtverhältnis und keine Unlauterkeit Unabhängige Parallelschöpfung, Nutzung innerhalb gesetzlicher Schutzschranken Nutzung des eigenen Namens, Namensnutzungen ohne „Anmassung“; nicht identischer/ähnlicher Name Bestehende Firmen weitergebrauchen Nicht kennzeichenmässiger Gebrauch; Gebrauch in anderem Markt Wie lange geschützt? - Schutzdauer Unbegrenzt Unbegrenzt, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen 70 Jahre (Computerprogramme: 50 Jahre) nach Tod des Urhebers Unbegrenzt, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen Unbegrenzt, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen Unbegrenzt verlängerbar, solange Schutzvoraussetzungen vorliegen Beispiel im Bereich Medien Computer, TV-Kamera, Zeitungspapier, Druckerschwärze, Filmrolle Kontaktlisten, Telefonnummern, Informantendaten, recherchierte Informationen Fotografie, Zeitungsartikel, Drehbuch, Zeitschriftenlayout, u.U. Werbeinserat Name einer Politikerin, Alias-Name eines Künstlers (Heino) Unternehmensnamen (NZZ, Basler Medien AG, Ringier, Nestlé) Bezeichnung für Medientitel (NZZ, Radio24), Produktmarken (Coca-Cola, BMW, Reuters) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

144 Immaterialgüterrechte im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Immaterialgüterrechte im Medienbereich 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Medienschaffende als Inhaber von Urheberrechten Medienschaffende als Inhaber von Kennzeichen, v.a. Marken Urheberrecht Kennzeichenrechte Beachtung fremder Urheberrechte Beachtung fremder Kennzeichenrechte PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

145 Immaterialgüterrechte im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Immaterialgüterrechte im Medienbereich 6 Immaterialgüterrecht Grundlagen Beispiel N.Y. Times Beispiel K-Tip Urheberrecht Kennzeichenrechte Beispiel BBC / Pressefoto Beispiel Xerox PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

146 Urheberrecht: Schutzgegenstand
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Urheberrecht: Schutzgegenstand TRÄGER INHALT FORM Das Urheberrecht schützt nur die Form, nicht den (gedanklichen) Inhalt PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

147 Urheberrecht: Schutzvoraussetzungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Urheberrecht: Schutzvoraussetzungen 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht GEISTIGE SCHÖPFUNG „Schutzgegenstand“ Hervorbringung eines Menschen  … eines Tiers  … einer Maschine  … eines Computers Schöpfung und „Schaffen“ WAHRNEHMBARKEIT Sinnliche Wahrnehmung („Form“) Keine Verkörperung notwendig Beispiel Konzert- Aufführung INDIVIDUALITÄT Begriff „Originalität“ Begriff „statistische Einmaligkeit“ Darstellung, Auswahl, Gliederung Ausmass beeinflusst auch konkreten Schutzumfang Zunehmend geringe Anforderungen in der Rechtspraxis WERKART Literatur und Kunst Computerprogramme Beschränkte Bedeutung dieser Voraussetzung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

148 Schutzgegenstand: Ausnahmen (URG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schutzgegenstand: Ausnahmen (URG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

149 Schutzgegenstände: Beispiele
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Schutzgegenstände: Beispiele 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schutzgegenstand: Zufallsfund? Schutzgegenstand: Pressefoto? Schutzgegenstand: Nachricht? Schutzgegenstand: Datensammlung? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

150 Rechte des Urhebers Verwendungsrechte Vervielfältigung Verbreitung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Rechte des Urhebers Verwendungsrechte Vervielfältigung Verbreitung Wahrnehmbarmachung Sendung, Weitersendung Vermietung Bearbeitung, Änderung Persönlichkeitsrechte Erstveröffentlichung Urhebernennung Werkintegrität z.B. Art. 11 Abs. 2 URG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

151 Urheberrecht und Medienfreiheit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Urheberrecht und Medienfreiheit 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Ein Spannungsfeld im Informationsrecht Informationshoheit Informationsfreiheit Rechte des Urhebers Schutzvoraussetzungen im Urheberrecht Rechte des Nutzers: Schutzschranken Verfassungsrechtliche Medienfreiheit PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

152 Schranken des Urheberrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Schranken des Urheberrechts 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Urheberrechtsgesetz (URG): Für Medien...: Art. 19 Verwendung zum Eigengebrauch … relevant Art. 21 Entschlüsselung von Computerprogrammen Art. 22 Verbreitung gesendeter Werke Art. 23 Zwangslizenz zur Herstellung von Tonträgern Art. 24 Archivierungs- und Sicherungsexemplare Art. 25 Zitate … relevant Art. 26 Museums-, Messe- und Auktionskataloge Art. 27 Werke auf allgemein zugänglichem Grund … relevant Art. 28 Berichterstattung über aktuelle Ereignisse … relevant PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

153 Schranken: Zitatrecht (URG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schranken: Zitatrecht (URG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

154 Vier Voraussetzungen des Zitatrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Vier Voraussetzungen des Zitatrechts 1. Veröffentlichtes Werk 2. Sprachwerk 3. Entnahme bloss von Auszug 4. Quellenangabe PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

155 Schranken des Urheberrechts: Berichterstattung (URG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schranken des Urheberrechts: Berichterstattung (URG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

156 Schranken des Urheberrechts: “Panoramafreiheit”
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schranken des Urheberrechts: “Panoramafreiheit” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

157 Schranken des Urheberrechts: Eigengebrauch
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Schranken des Urheberrechts: Eigengebrauch Arten des Eigengebrauchs Rechtsfolge: Nutzungsrecht, aber ... Entschädigung (allerdings nur indirekt bei Ton- und Tonbildträgern) Persönlicher Gebrauch Entschädigung Unterrichtsgebrauch Entschädigung Betriebsinterner Gebrauch PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

158 Zeitliche Schranke: Schutzdauer
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Zeitliche Schranke: Schutzdauer Grundregel 70 Jahre nach Tod Computerprogramme 50 Jahre nach Tod Entsprechende Dauer nach dem Tod des zuletzt Verstorbenen (mit Sonderregeln) Kollektive Werke, Mit-Urheberschaft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

159 Verwertungsgesellschaften
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Verwertungsgesellschaften PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

160 Urheberrechtliche Leistungsschutzrechte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Urheberrechtliche Leistungsschutzrechte Urheber- rechtliche Leistungs- schutz- rechte Schutz der Darbietungen von ausübenden Künstlern Statt „urheberrechtliche Leistungsschutzrechte“ wird gleichbedeutend von Nachbarrechten (neighboring rights)und von verwandten Schutzrechten (droits voisins) gesprochen Die vereinfachte Vorstellung ist die eines „minderen Urheberrechts“ Füllung von Lücken im Urheberrechtsschutz Formale Regelung im URG aufgrund des engen thematischen Zusammenhangs Im Vergleich mit dem Urheberrecht sind die Schutzmotive eingeschränkt Im Vergleich mit dem Urheberrecht (absolutes Schutzrecht) ist die Rechtsnatur des Leistungsschutzes verschieden Geringerer Schutzumfang; kein allgemeines Verwendungsrecht des Rechtsinhabers Keine Persönlichkeitsrechte Geringere Schutzdauer (50 Jahre) Unterschiedliche Regelung in Staatsverträgen und internationalen Organisationen Schutz der Produzenten von Ton- und Tonbildträgern Schutz der Sende-unternehmen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

161 Aufgaben des Leistungsschutzes
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Urheberrecht Aufgaben des Leistungsschutzes Ökonomischer Anreiz zu Innovation und Investition Persönlichkeits- schutz des schaffenden Menschen Ausgleich für Leistung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

162 Konfliktregelung im Kollisionsfall?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Kennzeichenrecht 6 Immaterialgüterrecht Kennzeichenrecht Name (ZGB 29) Firma (OR 944, 951) Marke (MSchG) Bezeichnung einer Person Rechtsfrage des Persönlichkeitsrechts Bezeichnung eines Unternehmens Rechtsfrage des Handels- und Wirtschaftsrechts Bezeichnung eines Produkts oder einer Dienstleistung Rechtsfrage des Handels- und Wirtschaftsrechts Konfliktregelung im Kollisionsfall? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

163   Markenrecht  Hersteller P r o d u k t Zeichen/Bezeichnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Kennzeichenrecht Markenrecht Hersteller Zeichen/Bezeichnung Publikum P r o d u k t PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

164 Markenrecht: Schutzvoraussetzungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Kennzeichenrecht Markenrecht: Schutzvoraussetzungen ZEICHENQUALITÄT Herkunftsbezeichung für Produkt Beziehung zu Produkt oder Dienstleistung des Markeninhabers DARSTELLBARKEIT Grafische Darstellung Wort- und Bildmarken Klangmarken REGISTERIERUNG VERHÄLTNIS ZU ANDERER MARKE Markenregister Markenklassen Gleichartigkeit der Produkte bzw. Dienstleistungen Ähnlichkeit der Marken Verwechslungsgefahr beim Publikum PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

165 Markenverunglimpfung durch Medien?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Markenverunglimpfung durch Medien? 6 Immaterialgüterrecht Kennzeichenrecht Noch keine Gerichtspraxis in der Schweiz Deutschland: Gerichtsentscheide “Mars”, “Nivea”, “BMW” mit Tenor: Bei erkennbarem Scherzgehalt keine Markenverletzung, bei kommerziellem Interesse des Verunglimpfenden schon. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

166 x Lizenzvertrag: Arten echte Lizenz (Immaterialgut) IP
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Bedeutung in der Praxis Lizenzvertrag: Arten echte Lizenz (Immaterialgut) IP unechte Lizenz (ohne Immaterialgut) IP ausdrückliche Lizenz  stillschweigende Lizenz  Hauptlizenz und Unterlizenz  Exklusivlizenz   x PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

167 Fall-Lösung zum geistigen Eigentum
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 6 Immaterialgüterrecht Bedeutung in der Praxis Fall-Lösung zum geistigen Eigentum Sachverhalt Tatbestand Rechtsfolgen Welche Schutzrechte des geistigen Eigentums betrifft der Sachverhalt? Urheberrecht urheberrechtlicher Leistungsschutz Markenrecht lauterkeitsrechtlicher Leistungsschutz (andere) Was für ein Objekt liegt — in der Sprache der Gesetze — vor? Erfüllt das Objekt die Schutzvoraussetzungen? Erfüllt das Verhalten des potentiellen Verletzers den Tatbestand einer Schutzrechtsverletzung? Art der Verwendung des geschützten Objekts Motiv des Verletzers Wirkung der Verletzungshandlung beim Verletzten bzw. beim Publikum andere und weitere Kriterien je nach Schutzrecht Gibt es Schutzschranken? Welche Rechtsansprüche stehen dem Verletzten zu? Unterlassungsanspruch Beseitigungsanspruch Feststellungsanspruch Schadenersatzanspruch Genugtuungsanspruch Gewinnherausgabe andere und weitere Rechtsansprüche je nach Schutzrecht Abgrenzung und Konkurrenz zwischen den Schutzrechten und zum Persönlichkeitsschutz prüfen! PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

168 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

169 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

170 Strafrecht ist öffentliches Recht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Grundlagen Strafrecht ist öffentliches Recht Privatrecht Beziehung von Privaten untereinander. “Erlaubt ist, was nicht verboten ist.” Im regelungsfreien Raum haben Private grundsätzlich Freiheit. Sie haben auch die Freiheit, unter sich Verträge und andere Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Dispositives (“nachgiebiges”) Recht, durch private Rechtsgeschäfte abänderbar.  Regelungs-  gegenstand?  Was dürfen  Private, was darf der Staat?  Typische Art  der Rechtsnormen? öffentliches Recht Beziehungen vom Staat gegenüber Privaten, und von Gemeinwesen untereinander. Nur was gesetzlich vorgesehen ist (Rechtsstaatsprinzip): Voraussetzung einer gesetzlichen Grundlage für staatliches Handeln. Im regelungsfreien Raum besteht grundsätzlich ein Eingriffsverbot des Staates. Zwingendes Recht, durch private Rechtsgeschäfte nicht abänderbar. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

171 Subsidiarität des Strafrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Grundlagen Subsidiarität des Strafrechts Recht Stärkster Eingriff in die Grundrechte des Einzelnen Höchste Anforderungen an Rechtsstaatlichkeit PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

172 Anforderungen an Strafrechtsnormen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Anforderungen an Strafrechtsnormen 7 Strafrecht Grundlagen Steuerung von Verhalten “weiche” Empfehlungen und Richtlinien “harte” Gebote und Verbote Anreize (i.d.R. monetär) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

173 Anforderungen an Strafrechtsnormen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Anforderungen an Strafrechtsnormen 7 Strafrecht Grundlagen Beispiel Art. 137 Ziff. 1 “Wer sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wird, (…), mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

174 Aufbau des Strafgesetzbuches
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Aufbau des Strafgesetzbuches 7 Strafrecht Grundlagen Allgemeiner Teil Geltungsbereich des StGB Definition von Verbrechen, Vergehen, Übertretung Zurechnungsfähigkeit Schuldbegriff Versuch Strafantrag Rechtfertigungsgründe Strafen und Massnahmen Strafzumessung Verjährung Kinder und Jugendliche Unternehmensstrafrecht u.a. Besonderer Teil Strafbare Handlungen … gegen Leib und Leben … gegen das Vermögen … gegen die Ehre und den Geheim- oder Privatbereich … gegen die Freiheit … gegen die sexuelle Integrität … gegen die Familie … gegen die öffentliche Gesundheit … gegen den öffentlichen Verkehr … gegen die Rechtspflege … u.a. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

175 BGE 127 IV 122 — “Journalistenfrage”
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) BGE 127 IV 122 — “Journalistenfrage” 7 Strafrecht Teilnahme an Straftaten September 1997 (NZZ) Beim grössten Raub in der Schweizer Geschichte werden in der Zürcher Fraumünsterpost von fünf Tätern 53 Millionen Franken Bargeld erbeutet. Schon eine Woche später werden 14 Täter an mehreren Orten in der Schweiz, in Italien und in Spanien festgenommen. Ein Grossteil der Beute kann sichergestellt werden. Recherche eines Blick-Journalisten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

176 Beteiligung an einer Straftat
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Teilnahme an Straftaten Beteiligung an einer Straftat Mit- täter- schaft An- stiftung Be- günsti- gung Gehilfen- schaft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

177 Beteiligung an einer Straftat
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Teilnahme an Straftaten Beteiligung an einer Straftat Grundsätzlich gleiche Bestrafung wie Haupttäter (Art. 24 StGB) Mit- täter- schaft An- stiftung Fakultative Straf-milderung (Art. 25 StGB) Besonderer Straftatbestand (Art. 305 StGB) Be- günsti- gung Gehilfen- schaft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

178 Ehrverletzungsdelikte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Ehrverletzungsdelikte Üble Nachrede Verleumdung Beschimpfung Das StGB kennt drei Ehrverletzungstatbestände Die Unterscheidungskriterien sind: Wer ist der Adressat der ehrverletzenden Äusserung? Behauptet der Täter eine Tatsache oder äussert er eine Meinung? Im Fall einer Tatsachenbehauptung: Weiss der Täter, dass diese Behauptung unwahr ist? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

179 Ehrverletzungsdelikte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Ehrverletzungsdelikte Üble Nachrede Verleumdung Beschimpfung Unterscheidung nach subjektivem Tatbestand: Wissen und Willen des Täters Unterscheidung a) nach Adressat der Ehrverletzung (Dritte oder Verletzter) und b) nach Art der Äusserung: Tatsachenbehauptung oder Meinungsäusserung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

180 Ehrverletzungsdelikte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Ehrverletzungsdelikte Tatsachen-  Behauptungen Meinungs-  Äusserungen … oft enthalten in … = “gemischte Werturteile” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

181 Satire/Karikatur: Tatsache oder Meinung?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Satire/Karikatur: Tatsache oder Meinung? Quelle: Source PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

182 Tatsache oder Meinung: Faustregel
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Tatsache oder Meinung: Faustregel Tatsachen-  Behauptungen Meinungs-  Äusserungen Dem Beweis zugänglich … nicht ... PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

183 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Üble Nachrede (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

184 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Verleumdung (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

185 Üble Nachrede v. Verleumdung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Üble Nachrede v. Verleumdung Üble Nachrede Verleumdung Beschimpfung (gewöhnlicher) Vorsatz qualifizierter Vorsatz Strafdrohung: Gefängnis (nur) bis 6 Monate Strafdrohung: Gefängnis bis 3 Jahre PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

186 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Beschimpfung (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

187 Nachrede/Verleumdung v. Beschimpfung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Nachrede/Verleumdung v. Beschimpfung Üble Nachrede Verleumdung Beschimpfung a) Adressat der Ehrverletzung ist der Verletzte selber; oder b) Äusserung ist eine Meinungsäusserung Strafausschluss im Fall von Provokation bzw. Retorsion (Art Abs. 2 und 3) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

188 Tatsachenbehauptungen im Besonderen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Tatsachenbehauptungen im Besonderen [vereinfacht] Beschuldigung Verdächtigung Tatsachenbehauptung wahr unwahr Grundsatz Ausnahme Grundsatz Ausnahme Ehrverletzung Ausnahme bei “wahr”: Kein öffentliches Interesse; Absicht,, jemandem Übles vorzuwerfen. Ausnahme bei “unwahr”: Unbedeutende Ungenauigkeit [BGer im Zivilrecht: Voraussetzung einer PV ist, dass der Betroffene in falschem Licht gezeigt wird, d.h. im Ansehen der Mitmenschen herabgesetzt wird, was bei kleinen Ungenauigkeiten nicht der Fall ist]; Gutglaubensbeweis; Tatsachenbehautung ist eigentlich Werturteil (?); Keine Ehrverletzung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

189 Meinungsäusserungen im Besonderen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Meinungsäusserungen im Besonderen [vereinfacht] verletzende Meinungsäusserung auf wahren Tatsachen basierend ohne unterliegende Tatsachenbehauptung Grundsatz Ausnahme Grundsatz Ausnahme Ehrverletzung gemischtes Werturteil: Entlastungsbeweis für Tatsachenkern Vertretbarkeit des Werturteils Keine Ehrverletzung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

190 Form der Nachrede oder Verleumdung (StBG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Ehrverletzung Form der Nachrede oder Verleumdung (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

191 Delikte im Geheim- oder Privatbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Delikte im Geheim- oder Privatbereich 7 Strafrecht Geheim- und Privatbereich Persönlichkeitssphären Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

192 Verletzung des Schriftgeheimnisses
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Verletzung des Schriftgeheimnisses 7 Strafrecht Geheim- und Privatbereich Art. 179 StGB: Öffnen einer verschlossenen Schrift … … ohne Berechtigung … … um vom Inhalt Kenntnis zu nehmen. oder Verbreitung oder Ausnützung von Tatsachen, deren Kenntnis durch Öffnen einer nicht für den Täter bestimmten verschlossenen Schrift erlangt worden sind. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

193 Abhören/Aufnehmen von Gesprächen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Abhören/Aufnehmen von Gesprächen 7 Strafrecht Geheim- und Privatbereich Art. 179bis bzw. 179ter StGB: Abhörgerät oder Tonträgeraufnahme … … ohne Berechtigung oder Einwilligung der Beteiligten. oder Auswertung oder Weitergabe von Aufnahmen. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

194 Verwendung von Aufnahmegeräten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Verwendung von Aufnahmegeräten 7 Strafrecht Geheim- und Privatbereich Art. 179quater StGB: Einsatz eines Aufnahmegerätes … … zur Aufnahme einer Tatsache aus dem Geheimbereich eines andern … … oder einer nicht jedermann ohne weiteres zugängliche Tatsache aus dem Privatbereich eines andern oder Auswertung oder Weitergabe von solchen Tatsachen bzw. Aufnahmen. Schutzobjekt ist das private Eigenleben des Individuums Tatsachen und Vorgänge innerhalb der dem Hausrecht unterstehenden Bereiche; inkl. Vorplätze von Häusern (BGE 118 IV 49) Gleichgültig, ob Beobachter innerhalb oder ausserhalb dieser Sphäre Aufnahmegerät, nicht Fernrohr oder Feldstecher PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

195 Impressumspflicht (StBG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Straftatbestände Impressumspflicht (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

196 Gewaltdarstellungen (StBG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Straftatbestände Gewaltdarstellungen (StBG) Kasuistik zu Gewaltdarstellungen: Darstellung grausamer Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere. Eindringlichkeit der Darstellung “ohne kulturellen oder wissenschaftlichen Wert” Literarische Schilderungen von Gewalt nicht erfasst. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

197 Pornografie (StBG) (…)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Pornografie (StBG) 7 Strafrecht Weitere Straftatbestände Kasuistik zu Pornografie: Porno = objektiv darauf angelegt, beim Konsumenten geschlechtliche Erregung hervorzurufen Nicht: Live-Gespräche obszönen Inhalts, aber Aufzeichnungen davon. “Zugänglichmachen” für Jugendliche: bei TV/Radio immer. (…) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

198 Rassendiskriminierung (StBG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Straftatbestände Rassendiskriminierung (StBG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

199 Medienstrafrecht, Medienprivileg (StGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht „Medienprivileg“ Medienstrafrecht, Medienprivileg (StGB) Titel “Strafbarkeit der Medien” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

200 Begriff des Mediendelikts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Begriff des Mediendelikts 7 Strafrecht „Medienprivileg“ Kaskadenhaftung gilt nur für strafbare Handlungen, die durch Veröffentlichung in einem Medium begangen werden und sich in dieser Veröffentlichung erschöpfen: = Mediendelikte = Gedankenäusserungsdelikte Beispiele: Ehrverletzungen, Geheimnisverletzungen, öffentlicher Aufruf zu Verbrechen oder zu Gewalt BGE 125 IV 206 ff.: Keine Mediendelikte sind die strafrechtlichen Verbote von Pornografie, Gewaltdarstellungen und Rassismus  Art. 28 StGB nicht anwendbar Kritik eines Teils der Lehre Begründung Lehre (schon vor BGer): Schultz: Typisch für Mediendelikte ist folgendes: Das Medium dient nur als Ausführungsmittel eines Deliktes, welches durch ganz verschiedene Mittel ausgeführt werden kann: mündlich, durch Telefon, durch Brief etc. Bei Pornografie etc. nicht der Fall. Trechsel: Zweck von [27] ist die Gewährleistung des freien Informationsflusses, was bei der Vermittlung von Pornografie etc. nicht der Fall sei — diese richte sich an Gefühle des Lesers oder Betrachters. Tathandlung in diesen Tatbeständen wird sehr weit umschrieben, inkl. Einfuhr, Lagerung. Veröffentlichung ist gesondert unter Strafe gestellt, dies soll nicht über 27 aufgehoben werden. Sonst würden die Verantwortlichen besser behandelt als Personen, die der Veröff. vorangehende strafbare Handlungen begehen. Besonders umstritten bei 261bis BGE 125:Buchhändler aus Montreux, welcher das revisionistische Buch “Die grundlegenden Mythen der israelischen Politik” verkaufte. Das Buch enthielt die “Ausschwitzlüge”. Er verfasste ein Werbeinserat und veröffentlichte dies in Tageszeitungen Kritik Lehre, z.B. Riklin: 27 bezweckt auch die Verhinderung von Schnüffelei; Buchhändler hätte trotzdem bestraft werden können, da nicht in Medium tätig Beispiel: Signierte Leserbriefe PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

201 Nichtverhindern einer strafbaren Veröffentlichung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Nichtverhindern einer strafbaren Veröffentlichung 7 Strafrecht „Medienprivileg“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

202 Medienprivileg und Art. 322bis StGB
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienprivileg und Art. 322bis StGB 7 Strafrecht „Medienprivileg“ Bedeutet unter Umständen Straflosigkeit trotz (eigentlich) Mittäterschaft oder Gehilfenschaft des Mediums oder Medien-schaffenden Titel “Strafbarkeit der Medien” Anderseits besonderer Straftatbestand auch für die bloss fahrlässige Ausübung (Nichtverhinderung) eines Gedankenäusserungsdelikts PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

203 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Aspekte Quellenschutz (StGB) Quellenschutz seit 1998 im Strafgesetzbuch, Art. 27. Der Gesetzgeber wurde von Richtern gedrängt, die sich auf die Praxis von Strassburg (EMGR) beriefen, Entscheid Goodwin von 1996. Zeuginsverweigerungsrecht gemäss Art. 27 nur für periodisch erscheinende Medien ! Wie ist es bei einem Dokumentarfilm oder einem Buch? Auslegung: - grammatisch: nein - teleologisch: evtl. - historisch: ??? Unterhaltungspublizistik ebenfalls ausgeschlossen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

204 Weitere für Medien interessante Straftatbestände
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Aspekte Weitere für Medien interessante Straftatbestände Beispiele: Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen bzw. zu Gewalt Hausfriedensbruch Urkundenfälschung Politischer, militärischer, wirtschaftlicher Nachrichtendienst PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

205 Unterschied Straf- und Zivilverfahren
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 7 Strafrecht Weitere Aspekte Unterschied Straf- und Zivilverfahren Straf- unter- suchung Straf- urteil Straf- vollzug Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) oder Ereignis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

206 Unschuldsvermutung im Strafverfahren
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Unschuldsvermutung im Strafverfahren 7 Strafrecht Weitere Aspekte Auszug aus einer Stellungnahme des Presserates “Aus der Pflicht zur Respektierung der Privatsphäre ist abzuleiten, dass Journalistinnen und Journalisten bei der Berichterstattung über strafrechtliche Verfahren der Unschuldsvermutung Rechnung tragen müssen. Auch wenn die Namen der Betroffenen in der Berichterstattung nicht genannt werden, ist infolge des Gegenstands des Verfahrens, der Funktionen oder des Berufs der Betroffenen oft nicht zu vermeiden, dass sie einem beschränkten Publikum erkennbar sind. Umso mehr sollte vor dem Urteil eine Vorverurteilung unterbleiben und einem allfälligen Freispruch durch angemessene Berichterstattung Rechnung getragen werden. Der Unschuldsvermutung wird Rechnung getragen, wenn in einem Artikel darauf hingewiesen wird, dass eine Verurteilung erst erstinstanzlich erfolgt und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Berichterstattung über einen Bundesgerichtsentscheid, der eine strafrechtliche Verurteilung aufhebt und verbindlich zur Freisprechung an die Vorinstanz zurückweist, verstösst gegen die Wahrheitspflicht, wenn sie den irreführenden Anschein erweckt, der spätere Freispruch durch das kantonale Gericht sei unsicher.” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

207 Unschuldsvermutung im Strafverfahren
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Unschuldsvermutung im Strafverfahren 7 Strafrecht Weitere Aspekte Auszug aus Riklin, Schweizerisches Medienstrafrecht (Referat 2001) “Nach heutigen traditionellen Auffassungen sollte bis zum erstinstanzlichen Urteil namentlich unterlassen werden: die vorzeitige Publikation der Anklageschrift und anderer amtlicher Schriftstücke, bevor sie das Gericht behandelt hat, vorzeitige Stellungnahmen und Prognosen zum Verfahrensausgang, die Würdigung vorgelegter Beweismittel vor dem Urteilsspruch, die Veröffentlichung von Eigenermittlungen vor und während des Verfahrens, eine Stellungnahme zugunsten der einen oder anderen Partei. (…) Solche Regelungen und Auffassungen sind zu restriktiv.“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

208 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

209 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

210 Unterscheidung von Straf- und Zivilrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Unterscheidung von Straf- und Zivilrecht 8 Medienzivilrecht I Grundlagen zum Zivilrecht Strafrecht: gehört zum öffentlichen Recht sichert das Strafmonopol des Staates und soll weitere Straftaten verhindern (General- und Spezialprävention) setzt ein Verschulden des Täters voraus stellt schwere Sanktionen zur Verfügung (Entzug von Geld in Form einer Busse, Entzug der Freiheit in Form einer Gefängnisstrafe) Zivilrecht: gehört zum Privatrecht (“Zivilrecht” und “Privatrecht” werden synonym verwendet) dient der Abgrenzung von Freiheiten der Privaten (natürliche und juristische Personen) stellt eine Reihe von Rechtsbehelfen des Geschädigten gegen Persönlichkeitsverletzungen zur Verfügung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

211 Unterschied Straf- und Zivilverfahren
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Grundlagen zum Zivilrecht Unterschied Straf- und Zivilverfahren Straf- unter- suchung Straf- urteil Straf- vollzug Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) oder Ereignis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

212 Persönlichkeitsschutz Strafrecht/Zivilrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Grundlagen zum Persönlichkeitsschutz Persönlichkeitsschutz Strafrecht/Zivilrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

213 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Grundlagen zum Persönlichkeitsschutz Recht am eigenen Namen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

214 Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Grundlagen zum Persönlichkeitsschutz Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

215 Schutzgegenstand “Persönlichkeit”
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Schutzgegenstand “Persönlichkeit” 8 Medienzivilrecht I Persönlichkeitsbegriff Ehre Identität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene “Geschichte” Tatsachen-  Behauptungen Meinungs-  Äusserungen geschützt gegen Medien-eigene … geschützt gegen fremde … … die in Medien geäussert werden. … die über Medien verbreitet werden. geschützt gegen Aufnahme und Wiedergabe/Verbreitung durch Medien oder Andere     PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

216 Ehrbegriff in Strafrecht und Zivilrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Ehrbegriff in Strafrecht und Zivilrecht 8 Medienzivilrecht I Persönlichkeitsbegriff Ehre Identität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene “Geschichte” Strafrechtlicher Begriff der Ehre Zivilrechtlicher Begriff der Ehre PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

217 Aktivlegitimation im Persönlichkeitsschutz
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Aktivlegitimation im Persönlichkeitsschutz 8 Medienzivilrecht I Aktivlegitimation Betroffenheit Erkennbarkeit Invididuelle Betroffenheit implizit (Kontext, Andeutung) Konkrete (natürliche, juristische) Person BGH: Ausnahme Nacktbilder: Hier keine Erkennbarkeit verlangt. explizit (Namensnennung, Bild) Personengesamtheit, sofern individuelle Zuordnung möglich PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

218 Persönlichkeitsschutz Verstorbener?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Persönlichkeitsschutz Verstorbener? 8 Medienzivilrecht I Aktivlegitimation Beispiel Deutschland: Postmortaler Persönlichkeitsschutz Schweiz: Kein postmortaler Persönlichkeitsschutz Aber eigene Rechte der Angehörigen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

219 Persönlichkeitsschutz Verstorbener?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Aktivlegitimation Persönlichkeitsschutz Verstorbener? Unautorisierte Veröffentlichung der Tagebücher/Briefe eines Verstorbenen Schutz durch Persönlichkeitsrecht Schutz durch Urheberrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

220 Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz Betroffener Handelnder  Verdächtigungen: Ausnahme gemäss BGer: - Person des öffentlichen Lebens - Verdacht existiert tatsächlich - ausdrücklicher Vorbehalt der Unwahrheit -> Unterscheidung zwischen Verbreiten und Zueigenmachen Rechtfertigungsgründe - nicht: Vorstrafe eines Treuhänders, weil gelöscht Frage der Persönlichkeitsverletzung Frage der Widerrechtlichkeit PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

221 Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Widerrechtlichkeit im Persönlichkeitsschutz 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Einwilligung; überwiegendes öff./priv. Interesse; Gesetz … wird vom Gesetz vermutet.  Beweislast Grundsätzlich (d.h. fast immer) widerrechtlich sind: Unwahre Tatsachenbehauptungen Äusserungen im absolut geschützten Bereich der Intim- oder Geheimsphäre Unwesentliche Unwahrheiten? Wertneutrale Unwahrheiten? Verdächtigungen … werden grundsätzlich gleich behandelt wie feste Äusserungen, bei denen die Unwahrheit nicht offen gelassen wird. Ausnahme gemäss Bundesgericht Verdächtigungen: Ausnahme gemäss BGer: - Person des öffentlichen Lebens - Verdacht existiert tatsächlich - ausdrücklicher Vorbehalt der Unwahrheit -> Unterscheidung zwischen Verbreiten und Zueigenmachen Rechtfertigungsgründe - nicht: Vorstrafe eines Treuhänders, weil gelöscht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

222 Unwahre Tatsachenbehauptungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Unwahre Tatsachenbehauptungen 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Eine unwahre Tatsachenbehauptung ist nie eine rechtmässige Persönlichkeitsverletzung. Aber nicht jede unwahre Behauptung stellt überhaupt eine Persönlichkeitsverletzung dar. Eine Persönlichkeitsverletzung liegt gemäss Bundesgericht nur vor, wenn die Behauptung die betroffene Person in einem falschen Licht zeigt, d.h. den Betroffenen im Vergleich zum tatsächlichen Sachverhalt im Ansehen der Mitmenschen (z.B. Durchschnittsleser) herabsetzt. Medien sind davor geschützt, bei kleinen Ungenauigkeiten sogleich haftbar gemacht zu werden. Verdächtigungen: Ausnahme gemäss BGer: - Person des öffentlichen Lebens - Verdacht existiert tatsächlich - ausdrücklicher Vorbehalt der Unwahrheit -> Unterscheidung zwischen Verbreiten und Zueigenmachen Rechtfertigungsgründe - nicht: Vorstrafe eines Treuhänders, weil gelöscht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

223 Öffentlichkeitsbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Sphärentheorie 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

224 Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich “… umfasst diejenigen Lebensvorgänge, die eine Person der Wahrnehmung und dem Wissen aller Mitmenschen entziehen bzw. nur mit ganz bestimmten anderen Menschen teilen will.” “… umfasst diejenigen Lebensäusserungen, die der Einzelne gemeinhin mit naheverbundenen Personen, aber nur mit diesen, teilen will, wobei der Kreis (…) je nach Art der Lebensbetätigung wechseln kann.” “Diesem Bereich gehören Lebensbetätigungen an, durch die sich der Mensch wie jedermann in der Öffentlichkeit benimmt, durch unpersönliches Auftreten an allgemein zugänglichen Orten (…) oder durch sein öffentliches Auftreten als Künstler und Redner.” Intimsphäre: namentlich Sexualleben, Beispiel BRD: “Telefonsex im Büro — entlassen”(Bild, SonntagsBild) aber: Clinton/Lewinsky Geheimsphäre: private Äusserungen verschlossene Schriftstücke elektronisch gespeicherte Daten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Privatsphäre LandG Oldenburg: angeblicher Vorfall an privater Feier eines Bürgermeisters (Schlagen der Frau) -> Veröff. gemäss Gericht unzulässig, unabhängig von Wahrheitsgehalt PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

225 Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Sphärentheorie gem. BGE 118 IV 45 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit [vereinfacht] Öffentlichkeitsbereich Privatbereich Geheimbereich “Absoluter” Schutz “Starker” Schutz “Schwacher” Schutz Intimsphäre: grusä keine Veröff Beispiel: “Telefonsex im Büro: Entlassen” mit Namensnennung :( Vater-Graf-Entscheidung, Clinton-Skandal -> trotz sexuellem Zusammenhang nur Privatsphäre PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

226 Personen der Zeitgeschichte?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Personen der Zeitgeschichte? 8 Medienzivilrecht I Widerrechtlichkeit Wer ist von zeitgeschichtlichem Interesse? Absolut = Spitzenpolitiker, aber auch “Stars” der U-Branche, berühmte Dichter, Wissenschafter, Komponisten; inkl. engerer Familienkreis eines regierenden Fürsten (evtl. auch bloss relative? - Caroline von Monaco, nicht aber ihre Kinder). Relativ = Öffentliches Aufsehen durch eigenes Verhalten in einer bestimmten Situation; es besteht kein sachliches Informationsinteresse am übrigen Leben. z.B. Angehörige, Lebenspartner oder vertraute Begleiter/innen von absoluten Personen der Zeitgeschichte, die mit ihr bereits öffentlich aufgetreten sind (nach LGer Köln reicht es, dass der prominente Lebensgefährdte ihre Identität öffentlich preisgegeben hat); blosses berufliches Zusammentreffen reicht nicht. Personen als Beiwerk Bilder von Versammlungen und Aufzügen  keine feste rechtliche Kategorie, sondern Anhaltspunkt für Grade der Öffentlichkeit einer Person und ihres Auftretens PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

227 Identifizierende Mediendarstellung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Identifizierende Mediendarstellung 8 Medienzivilrecht I Namensnennung Namensnennung oder sonstige Erkennbarkeit BGE vom — “Tages-Anzeiger”: erhebliches Interesse an mittelbarer Gerichtsöffentlichkeit über Medien in der Regel keine Namensnennung erforderlich; Abwägung im Einzelfall ausnahmsweise Zulässigkeit im Zusammenhang mit Personen der Zeitgeschichte oder Prominenten wahrheitsgemässe Berichterstattung über “Etappensieg” in eigener Sache war zulässig; ohne Namensnennung wäre dies für den Leser kaum nachvollziehbar gewesen Nb: Namensnennung auch in der BGE-Publikation BGE in Medialex 1996, 159 (vgl. Geiser-Aufsatz): Zeitungstitel “Drogensekten”. Der Verein, auf den sich der Artikel bezog, wurde erst im Artikel namentlich genannt, wo aber auch ausdrücklich festgehalten wurde, dass sich dieser Verein gegen den Drogenkonsum engagierte. Der Titel allein war ehrverletztend. Wer aber nur ihn zur Kenntnis nahm, ohne den Artikel zu lesen, konnte ihn nicht auf den betroffenen Verein beziehen, weil dieser im Artikel nicht genannt wurde. Gesamthaft konnte somit keine EV ausgemacht werden. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

228 Identifizierende Mediendarstellung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Identifizierende Mediendarstellung 8 Medienzivilrecht I Namensnennung BGE vom — “Le Temps”: Namentliche Erwähnung eines Mannes mehr als zehn Jahre nach seiner Verurteilung wegen Gewaltdelikten Mann war vollständig resozialisiert damaliger Komplize stand 1998 erneut vor Gericht Verpflichtung zu Schadenersatz und Genugtuung (total 80’000 Franken) BGE in Medialex 1996, 159 (vgl. Geiser-Aufsatz): Zeitungstitel “Drogensekten”. Der Verein, auf den sich der Artikel bezog, wurde erst im Artikel namentlich genannt, wo aber auch ausdrücklich festgehalten wurde, dass sich dieser Verein gegen den Drogenkonsum engagierte. Der Titel allein war ehrverletztend. Wer aber nur ihn zur Kenntnis nahm, ohne den Artikel zu lesen, konnte ihn nicht auf den betroffenen Verein beziehen, weil dieser im Artikel nicht genannt wurde. Gesamthaft konnte somit keine EV ausgemacht werden. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

229 Identifizierende Mediendarstellung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Identifizierende Mediendarstellung 8 Medienzivilrecht I Namensnennung Presserat am — “Bund/Blick”: Namentliche Erwähnung, Abbildung und detaillierte Beschreibung des Hauptverdächtigen Umfeld des Täters als Leidtragende Presserat hielt Namensnennung im gegebenen Fall unter den gegebenen Umständen für zulässig Beitrag über den leiblichen Vater und die Vorgeschichte der Adoption verletzte — mangels eines öffentlichen Interesses — die Intimsphäre des Täters BGE in Medialex 1996, 159 (vgl. Geiser-Aufsatz): Zeitungstitel “Drogensekten”. Der Verein, auf den sich der Artikel bezog, wurde erst im Artikel namentlich genannt, wo aber auch ausdrücklich festgehalten wurde, dass sich dieser Verein gegen den Drogenkonsum engagierte. Der Titel allein war ehrverletztend. Wer aber nur ihn zur Kenntnis nahm, ohne den Artikel zu lesen, konnte ihn nicht auf den betroffenen Verein beziehen, weil dieser im Artikel nicht genannt wurde. Gesamthaft konnte somit keine EV ausgemacht werden. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

230 Identifizierende Mediendarstellung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Identifizierende Mediendarstellung 8 Medienzivilrecht I Namensnennung Fallgruppe “Schlüsselromane” Deutschland: Leading Case “Mephisto” (Deutschland) Diskussion zu Roman-Neuerscheinungen (“Esra” von Maxim Biller und “Meere” von Alban Nikolai Herbst), welche gescheiterte Beziehungen darstellen und von der jeweiligen ehemaligen Lebensgefährtin gerichtlich untersagt wurden BGE in Medialex 1996, 159 (vgl. Geiser-Aufsatz): Zeitungstitel “Drogensekten”. Der Verein, auf den sich der Artikel bezog, wurde erst im Artikel namentlich genannt, wo aber auch ausdrücklich festgehalten wurde, dass sich dieser Verein gegen den Drogenkonsum engagierte. Der Titel allein war ehrverletztend. Wer aber nur ihn zur Kenntnis nahm, ohne den Artikel zu lesen, konnte ihn nicht auf den betroffenen Verein beziehen, weil dieser im Artikel nicht genannt wurde. Gesamthaft konnte somit keine EV ausgemacht werden. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

231 Passivlegitimiert: Äusserer und Verbreiter
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Passivlegitimiert: Äusserer und Verbreiter 8 Medienzivilrecht I Passivlegitimation Ehre Identität Sittliches Ansehen Berufliches Ansehen Gesellschaftliches Ansehen Eigenes Wort Eigenes Bild Eigene Stimme Eigene “Geschichte” Tatsachen-  Behauptungen Meinungs-  Äusserungen geschützt gegen Medien-eigene … geschützt gegen fremde … … die in Medien geäussert werden. … die über Medien verbreitet werden. geschützt gegen Aufnahme und Wiedergabe/Verbreitung durch Medien oder Andere     Äusserer = Behauptender - selber gemachte Äusserung - zu eigen gemachte Äusserung eines Dritten Verbreiter - inkl. technischer Verbreiter = ohne gedankliche Beziehung, aber “Störer” - PV gegeben, da “gegen jeden, der … mitwirkt” - rechtfertigendes Interesse möglich, z.B. — Berichterstattung über EV-Prozess PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

232 Wiedergabe fremder Ehrverletzungen?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Wiedergabe fremder Ehrverletzungen? 8 Medienzivilrecht I Passivlegitimation Voraussetzung für die Rechtfertigung der blossen Verbreitung/Wiedergabe einer fremden Äusserung: objektiv richtige Wiedergabe der Äusserung erkennbare Distanzierung durch das Medium Informationsinteresse daran, was eine bestimmte Quelle geäussert hat Besonders hohe Anforderungen bei unrichtigen Tatsachen-behauptungen, bei herabsetzenden Meinungsäusserungen und bei Eingriffen in Privatsphäre PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

233 Wiedergabe fremder Ehrverletzungen?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Wiedergabe fremder Ehrverletzungen? 8 Medienzivilrecht I Passivlegitimation Medienunternehmen “zwischen Hammer und Amboss”: Verbreitung einer fremden Tatsachenbehauptung Androhung einer (Feststellungs-)Klage durch den Betroffenen mangels ausreichender Distanzierung durch das Medium Soll das Medium eine Berichtigung publizieren? Grundsätzlich ja (siehe auch medienethische Berichtigungspflicht) … aber … … was, wenn nicht klar ist, ob die ursprüngliche Information richtig oder falsch war? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

234 Kriterien bei Persönlichkeitseingriffen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Praktische Anwendung Kriterien bei Persönlichkeitseingriffen Sensibilität 1 2 3 4 5 6 PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

235 Rechtsansprüche des Verletzten (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Praktische Anwendung Rechtsansprüche des Verletzten (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

236 Rechtsansprüche des Verletzten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsansprüche des Verletzten 8 Medienzivilrecht I Praktische Anwendung Grundlage Besondere Voraussetzungen Unterlassungsklage Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden; vermarktungsfähige Persönlichkeitsrechte ZGB ZGB/OR OR Beseitigungsklage Feststellungsklage Rechtsansprüche Schadenersatz Genugtuung Gewinnherausgabe PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

237 Persönlichkeitsverletzung: Fall-Lösung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 8 Medienzivilrecht I Praktische Anwendung Persönlichkeitsverletzung: Fall-Lösung Die Persönlichkeit des Betroffenen ist … … in sittlicher Hinsicht verletzt … in irgendeiner Hinsicht verletzt … nicht verletzt, bloss tangiert StGB-Ehrverletzungs- Tatbestände prüfen! ZGB-Persönlichkeitsverletzung prüfen! ZGB-Gegendarstellungsrecht prüfen! Tatsachen- behauptung Meinungs- äusserung   Kein ... Unnötig verletzende Äusserung unwahr und herabsetzend, intim/privat ohne öffentl. Interesse Unnötig verletzende Äusserung Formvor- schriften erfüllt Kein Rechtsbehelf Wahrheits- Beweis Gut- Glaubens- Beweis Recht zur Gegen- darstellung Bestrafung des Täters; für Medien: StGB 27 und 322bis Zivilrechtliche Verantwortung von Äusserer und Verbreiter PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

238 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

239 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

240 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

241 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

242 Gegendarstellungsrecht als Ausgleich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Grundlagen zum Gegendarstellungsrecht Gegendarstellungsrecht als Ausgleich Besondere Rechte der Medien auf der einen Seite Besondere Rechte der Betroffenen auf der anderen Seite Erhöhte Voraussetzungen für vorsorgliche Massnahmen zur Unterlassung oder Beseitigung: Besonders schwerer Nachteil des Verletzten Offensichtliches Fehlen eines Rechtfertigungsgrundes Verhältnismässigkeit der Massnahme Recht zur Gegendarstellung des Betroffenen: Gegenüber Tatsachenbehauptungen, nicht gegenüber Werturteilen Betroffensein (z.B. Genanntsein) genügt Formelle Voraussetzungen (Frist, Form) sind zu beachten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

243 Gegendarstellung: Voraussetzungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Grundlagen zum Gegendarstellungsrecht Gegendarstellung: Voraussetzungen TATSACHEN- DARSTELLUNG PERIODISCHES ERSCHEINENDES MEDIUM Nicht Meinungsäusserung z.B. Tages- oder Wochen- Zeitung BETROFFENHEIT Nicht erforderlich ist eine eigentliche Persönlichkeits- verletzung KEIN RECHTSMISSBRAUCH z.B. wenn Sachdarstellung des Betroffenen bereits berücksichtigt wurde PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

244 Anspruch auf Gegendarstellung (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Gegendarstellungsrecht im ZGB Anspruch auf Gegendarstellung (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

245 Art der Gegendarstellung und Verweigerungsrecht (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Gegendarstellungsrecht im ZGB Art der Gegendarstellung und Verweigerungsrecht (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

246 Vorgehen zur Geltendmachung des Gegendarstellungsrechts (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Gegendarstellungsrecht im ZGB Vorgehen zur Geltendmachung des Gegendarstellungsrechts (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

247 Veröffentlichung der Gegendarstellung (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Gegendarstellungsrecht im ZGB Veröffentlichung der Gegendarstellung (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

248 Möglichkeit eines Gerichtsverfahrens (ZGB)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Gegendarstellungsrecht im ZGB Möglichkeit eines Gerichtsverfahrens (ZGB) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

249 Verfahrensarten im Zivilprozess
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Verfahrensarten im Zivilprozess 9 Medienzivilrecht II Zivilprozessrecht Ordentliches Verfahren: mit Friedensrichter (Sühnverfahren) Klage beim ordentlichen Gericht Klageeinreichung schriftlich Beweismittel unbeschränkt zugelassen Volle materielle Rechtskraft Ordentliche Fristen Summarisches Verfahren: ohne Friedensrichter (Sühnverfahren) Klage immer beim Einzelrichter Klageeinreichung schriftlich oder mündlich Als Beweis nur persönliche Befragung, schriftliche Auskünfte, Augenschein und Urkunden möglich (mit Ausnahmen) Ist die Berechtigung des Begehrens lediglich glaubhaft zu machen, ist das ordentliche Gericht an den Entscheid im summarischen Verfahren nicht gebunden. Kürzere Fristen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

250 Grundsätze des Zivilprozessrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Grundsätze des Zivilprozessrechts 9 Medienzivilrecht II Zivilprozessrecht Verfahrensvoraussetzungen: Zivilrechtliche Natur der Streitigkeit Aktivlegitimation des Klägers und Passivlegitimation des Beklagten Örtliche Zuständigkeit Sachliche Zuständigkeit Streitwert Verfahrensgrundsätze: Verhandlungsmaxime Dispositionsmaxime Behauptungs- und Beweisverfahren Verfahrensergebnisse: Erledigung ohne materielle Entscheidung Materielle Entscheidung Rechtsmittel: Ordentliche Rechtsmittel Ausserordentliche Rechtsmittel PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

251 Vorsorgliche Massnahmen gemäss ZGB
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 9 Medienzivilrecht II Zivilprozessrecht Vorsorgliche Massnahmen gemäss ZGB PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

252 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

253 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

254 UWG: Grundlage in der Bundesverfassung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts UWG: Grundlage in der Bundesverfassung Art. 95 (Auszug) 1 Der Bund kann Vorschriften erlassen über die Ausübung der privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit. Art. 97 (Auszug) 1 Der Bund trifft Massnahmen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten. Art. 122 (Auszug) 1 Die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Zivilrechts ist Sache des Bundes. Art. 123 (Auszug) 1 Die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Strafrechts und des Strafprozessrechts ist Sache des Bundes. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

255 Zweck und Grundsatznorm des UWG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Zweck und Grundsatznorm des UWG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

256 UWG als Teil des Wettbewerbsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG als Teil des Wettbewerbsrecht 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Kartell- gesetz UWG Verbot schädlicher Kartelle Täuschungs- verbot Wirksamer Wettbewerb Verbot des Missbrauchs von Markt- macht Fairness- gebot Fusions- kontrolle PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

257 Anwendbarkeit des UWG auf Medien
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Anwendbarkeit des UWG auf Medien 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Wettbewerbs- relevanz der Medientätigkeit Verbot des Missbrauchs von Markt- macht Verbot schädlicher Kartelle Täuschungs- verbot Fairness- gebot Fusions- kontrolle Kartell- gesetz UWG Wirksamer Wettbewerb PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

258 UWG-Fallgruppen im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG-Fallgruppen im Medienbereich 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Warentests, Produktvergleiche Wirtschafts- und Börsenberichterstattung Gastro-, Kunst- und TV-Kritik Wissenschaftspublizistik Kritik an Berufsleuten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

259 Generalklausel und Sondertatbestände
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Generalklausel und Sondertatbestände 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Beispiel: PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

260 Generalklausel und Sondertatbestände
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Generalklausel und Sondertatbestände 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Sondertatbestände Generalklausel PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

261 Generalklausel und Sondertatbestände
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Generalklausel und Sondertatbestände [vereinfacht] Sondertatbestände Generalklausel PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

262 UWG: Frage des Verschuldens
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG: Frage des Verschuldens 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Grundlage Besondere Voraussetzungen Unterlassungsklage ZGB ZGB/OR OR Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden Beseitigungsklage Feststellungsklage Rechtsansprüche Schadenersatz Genugtuung Gewinnherausgabe Quelle: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

263 UWG: Frage der Rechtfertigungsgründe
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG: Frage der Rechtfertigungsgründe 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Betroffener Handelnder  Frage der Widerrechtlichkeit / Rechtfertigungsgründe Frage der tatbestandsmässigen Handlung Vergleiche: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

264 UWG-Fall-Lösung betr. Verschulden/Widerrechtlichkeit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG-Fall-Lösung betr. Verschulden/Widerrechtlichkeit 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts [vereinfacht] Verschulden: Frage des Verschuldens nicht beim Tatbestand (Generalklausel und/oder Sondertatbestand) prüfen, sondern erst beim jeweiligen Anspruch, das heisst bei der jeweiligen Klageform Schadenersatz und Gewinnherausgabe erfordern ein Verschulden des Beklagten Genugtuung: umstritten Widerrechtlichkeit Übliche Rechtfertigungsgründe sind zu berücksichtigen: Einwilligung des Verletzten überwiegendes Interesse Gesetzes- bzw. Berufspflicht (nicht für Medienberufe) Rechtsfertigungsfrage entweder im UWG-Tatbestand oder danach separat prüfen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

265 Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Zivilrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

266 Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechtsansprüche bei UWG-Verletzungen 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Lauterkeitsrechts Strafrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

267 Gerichtsentscheid „Bernina“
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Gerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht Gerichtsentscheid „Bernina“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

268 Gerichtsentscheid „Contra-Schmerz“
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Gerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht Gerichtsentscheid „Contra-Schmerz“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

269 Gerichtsentscheide „Gasser/Weltwoche“
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Gerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht Gerichtsentscheide „Gasser/Weltwoche“ Herabsetzung in der Form des Anschwärzens, verstanden als Schlechtmachen Taten im Sinne des Straftatbestandes sind einzelne Äusserungen, nicht die Schaffung eines negativen Gesamtbildes Teilweise Gutheissung und Rückweisung zu neuer Entscheidung; Busse CHF 8'000 und Genugtuung von je CHF 5'000 Im Ergebnis Verurteilung des Medien-schaffenden BGE 124 IV 162 u.a. UWG 3 lit. a; UWG 23 [Kreditschädigung aStGB 260] Strafanzeigen gegen Chefredaktor und Herausgeber Vier Artikel über Geschäftsgepflo-genheiten von A.G.; daraus 18 Textpassagen mit drei hauptsächlichen Eindrücken: 1. AG als Produktionsbetrieb ist nicht überlebensfähig 2. Schliessung der AG steht in Aussicht 3. A.G. unfähiger und unredlicher Unternehmer Unternehmer A.G. Weltwoche Gesamtbild kann aber für die Auslegung der einzelnen Äusserungen im Gesamtzusammenhang von Bedeutung sein. Strafrecht Undifferenzierte Benutzung des Wortes "Anschwärzen" auch für Tatsachenbehauptungen Schlusssatz "Im übrigenn drängt sich der Eindruck auf, … nicht nur in Kauf nahm, sondern geradezu anstrebte, und der Zweck des Artikels in erster Linie darin bestand, zur Unterhaltung des Leserpublikums zwecks Steigerung der Auflage insbesondere den Beschwerdegegner 2 fertig zu machen." PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

270 Gerichtsentscheide “Mikrowellen”
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Gerichtspraxis zum Lauterkeitsrecht Gerichtsentscheide “Mikrowellen” PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

271 Lauterkeitsrechtlicher Leistungsschutz
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Lauterkeitsrechtlicher Leistungsschutz 10 Medienzivilrecht III Weitere Anwendungsgebiete des UWG Numerus Clausus der Immaterialgüterrechte Trotz Numerus Clausus: Art. 5 lit. c UWG Generalklausel Art. 2 UWG? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

272 Werberecht Themenspezifische Bestimmungen je nach Sachverhalt
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Weitere Anwendungsgebiete des UWG Werberecht Themenspezifische Bestimmungen je nach Sachverhalt RTVG für Radio und Fernsehen UWG für alle Werbetreibenden PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

273 Werberecht Werberecht des UWG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Werberecht 10 Medienzivilrecht III Weitere Anwendungsgebiete des UWG Werberecht des UWG Werberecht des Radio- und Fernsehgesetzes Werberecht ausserhalb von UWG und RTVG Grundsätze der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SKL) Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

274 Selbstregulierung im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Selbstregulierung im Medienbereich 10 Medienzivilrecht III Vergleich UWG und Selbstregulierung Schweizerische Lauterkeitskommission PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

275 Selbstregulierung im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Selbstregulierung im Medienbereich 10 Medienzivilrecht III Vergleich UWG und Selbstregulierung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

276 Arten von Rechtsquellen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Vergleich UWG und Selbstregulierung Arten von Rechtsquellen Internationale Rechtsquellen Nationale Rechtsquellen  Private Rechtsetzung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

277 Persönlichkeitsschutz in der Werbung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Beispiele zum Werberecht Persönlichkeitsschutz in der Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

278 Trennungsgebot in der Werbung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Beispiele zum Werberecht Trennungsgebot in der Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

279 Trennungsgebot in der Werbung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Beispiele zum Werberecht Trennungsgebot in der Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

280 UWG: Rechtsansprüche Zivilrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) UWG: Rechtsansprüche Zivilrecht 10 Medienzivilrecht III Rechtsansprüche im Lauterkeitsrecht Grundlage Besondere Voraussetzungen Unterlassungsklage ZGB ZGB/OR OR Feststellungsinteresse Verschulden; Schaden seelische Unbill; (Verschulden?) Verschulden Beseitigungsklage Feststellungsklage Rechtsansprüche Schadenersatz Genugtuung Gewinnherausgabe Quelle: Lektion zum zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutz PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

281 Zusammenfassung zum UWG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Zusammenfassung zum UWG 10 Medienzivilrecht III Zusammenfassung zum UWG Das UWG soll zu einem wirksamen Wettbewerb in der gesamten Wirtschaft beitragen, indem sich Wettbewerbsteilnehmer und andere Betroffene mit Rechtsbehelfen des Zivil- und Strafrechts gegen unfaires (“unlauteres”) Verhalten wehren können. Unlauteres Verhalten kann nicht nur von Wettbewerbsteilnehmern ausgehen, sondern auch von anderen natürlichen oder juristischen Personen, deren Verhalten den Wettbewerb beeinflussen. Demzufolge kommen Medien und Medienschaffende als Beklagte im Zivilrecht und als Täter im Strafrecht in Frage. Wichtige Bundesgerichtsentscheide betreffend Medien UWG kann parallel zu anderen Rechtsgrundlage geltend gemacht werden Gesetzgebungstechnik: Generalklausel + Sondertatbestände UWG-Werberecht steht neben RTVG und Sondergesetzen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

282 Datenschutz: Zweck und Entstehung des DSG
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Datenschutzes Datenschutz: Zweck und Entstehung des DSG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

283 DSG: Grundlage in der Bundesverfassung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Datenschutzes DSG: Grundlage in der Bundesverfassung Art. 13 Schutz der Privatsphäre 1 Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs. 2 Jede Person hat Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

284 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Datenschutzes Art. 1 DSG PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

285 Besondere Arten von Personendaten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Datenschutzes Besondere Arten von Personendaten Personendaten = Daten, die sich auf bestimmte Person beziehen Persönlicher Gebrauch der Daten Beratungen in den Eidgenössischen Räten Hängige staatliche Verfahren Öffentliche Register des Privatrechts Personendaten des Roten Kreuzes Vom DSG nicht erfasste Personendaten: Religion und Weltanschauung Politik und Gewerkschaft Rassenzugehörigkeit, Gesundheit, Intimsphäre Massnahmen der sozialen Hilfe Staatliche Verfolgungen und Sanktionen Vom DSG besonders geschützte Personendaten: PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

286 Besonders schützenswerte Personendaten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Besonders schützenswerte Personendaten 10 Medienzivilrecht III Grundlagen des Datenschutzes Bundesorgane, Beschaffung/Abrufmöglichkeit: gesetzliche Grundlage! Datensammlungen: Meldepflicht Beschaffung von Personendaten: Erkennbarkeit! Ausschluss der Ver- wendung zur Kreditprüfung Straftatbestand DSG (Artikel 35, berufliche Schweigepflicht), und im StGB  PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

287 Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Einordnung in die Problemkette im Medienrecht Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen Meldepflichten gegenüber Datenschutz-beauftragtem Pflicht zur rechtmässigen Beschaffung von Personendaten Bearbeitung von Personendaten nach Treu und Glauben Zweckbindung/Verhältnismässigkeit der Datenbearbeitung Technische und organisatorische Datensicherheit Löschung und Berichtigung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

288 Auskunftsrecht im Besonderen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Auskunftsrecht im Besonderen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

289 Medienprivileg: Auskunftspflicht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienprivileg: Auskunftspflicht 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

290 Medienprivileg: Meldung von Datensammlungen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienprivileg: Meldung von Datensammlungen 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Ausnahmen von der Meldepflicht privater Datensammler (Art. 11 Abs. 5 DSG, Art. 4 VDSG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

291 Medienprivileg: Rechtfertigungsgründe
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienprivileg: Rechtfertigungsgründe 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Auszug: PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

292 Verbot der Persönlichkeitsverletzung (DSG)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Verbot der Persönlichkeitsverletzung (DSG) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

293 DSG-Gesetzesrevision vom 19.02.2003
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Revision des Datenschutzrechts DSG-Gesetzesrevision vom PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

294 Wahrheitsgebot  Recht auf Wahrheit?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 10 Medienzivilrecht III Rechte und Pflichten im Datenschutzrecht Wahrheitsgebot  Recht auf Wahrheit? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

295 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

296 Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) [Notizen] PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

297 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

298 Vertragsfreiheit in der Wirtschaftspolitik
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Vertragsfreiheit in der Wirtschaftspolitik 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Eine der Säulen Privates Eigentum Vertrags- freiheit Zuordnung von Werten zu einer Person Recht zur ausschliesslichen Nutzung Möglichkeit zur Übertragung und Belastung Freiheit betreffend Vertragspartner Freiheit betreffend Vertragsgegenstand Freiheit betreffend Vertragsinhalt Verträge machen das Planen möglich: “Etwas wollen” und “etwas erhalten” müssen zeitlich nicht mehr zusammenfallen. Versprechen einer bestimmten Ernsthaftigkeit und Stärke (Rechtsbindungswille) werden mit Rechtsschutz ausgestattet. Das spätere Verfügungsgeschäft ist (nur) die Erfüllung des Versprechens. Verpflichtungsgeschäft, Verfügungsgeschäft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

299 Vertragstypensystem des OR
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Vertragstypen Vertragstypensystem des OR Innominatverträge gemischte Verträge Verträge sui generis Kaufvertrag Kaufvertrag Werkvertrag Auftrag ... Werkvertrag Auftrag ... PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

300 Vertragliches/ausservertragliches Handeln
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Vertragliches/ausservertragliches Handeln Unterschied Straf- und Zivilverfahren Straf- unter- suchung Straf- urteil Straf- vollzug Ereignis Rechts- geschäft Zivilprozess (optional) Zivilurteil (optional) Vollstreckung (optional) oder Ereignis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

301 Vertragliches/ausservertragliches Handeln
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Vertragliches/ausservertragliches Handeln 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Bedeutung der Unterscheidung Straf- unter- suchung Straf- urteil Straf- vollzug Ereignis Schadenersatzberechnung Rechts- geschäft Verschulden und Beweislast Verjährung oder Ereignis Erfüllungsanspruch PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

302 Vertragliches/ausservertragliches Handeln
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Vertragliches/ausservertragliches Handeln 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Kriterien zur Unterscheidung Rechtsbindungswille, Vertragswille (wichtigstes Element) Ausdrückliche Willenserklärung der Parteien Impliziter (konkludenter/stillschweigender) Parteiwille Intensität der Beziehung der Parteien, Komplexität Mass des Regelungsbedarfs Interessenlage der Parteien Gebrauch, Übung im betroffenen Bereich Geldzahlung als ein Vertragselement PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

303 Einordnung in die Kette des Medienrechts
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Einordnung in die Kette des Medienrechts 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Schwerpunkt Beschaffung und Veröffentlichung Struktur und Rahmen der Medientätigkeit Beschaffung und Herstellung von Medienprodukten Veröffentlichung und Vertrieb von Medienprodukten Wirkungen von Medienprodukten und Reaktionen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

304 Fallbeispiele zum Vertragsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Fallbeispiele zum Vertragsrecht 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Vertrag oder nicht? Teilnahme an Medienkonferenzen Verarbeiten von Medienmitteilungen Besuch einer TV-Sendung Lesen einer Zeitung Besuch einer Website Radio hören Führen eines Interviews Senden eines Spielfilms über Satellit Senden eines Nachrichtenprogramms Weitersenden eines TV-Programms über Kabelnetze PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

305 Zivilrecht und Obligationenrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Zivilrecht und Obligationenrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

306 Typische Elemente eines Vertrags
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Typische Elemente eines Vertrags PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

307 Typische Probleme in der Vertragspraxis
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Typische Probleme in der Vertragspraxis PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

308 Vertragsschluss im Massengeschäft
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Vertragsschluss im Massengeschäft 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Vergleich Deutschland: PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

309 Auslegung des Vertrags
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Auslegung des Vertrags Vergleich mit der Auslegung von Gesetzen Grammatische Auslegung Teleologische Auslegung Systematische Auslegung Historische Auslegung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

310 Auslegung des Vertrags
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Auslegung des Vertrags 11 Vertragsrecht Grundlagen des Vertragsrechts Vergleich mit der Auslegung von Gesetzen Grammatische Auslegung Teleologische Auslegung Historische Auslegung Systematische Auslegung Was haben die Parteien vereinbart? Was haben die Parteien verstanden? Was haben die Parteien gewollt? Vertragssprache wirtschaftlicher Zweck der Vereinbarungen Vertragsrecht: Parteiwille ! ( ) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

311 Typisches Medien-Geschäftsmodell
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Medienverträge Typisches Medien-Geschäftsmodell Medienunternehmen Medien- Nutzer Lieferan- ten für Medien- unter- nehmen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

312 Typisches Medien-Geschäftsmodell
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Typisches Medien-Geschäftsmodell 11 Vertragsrecht Medienverträge Kerngeschäft Nutzer Anbieter Zusatzgeschäft PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

313 Operative Verträge im Medienbereich
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Medienverträge Operative Verträge im Medienbereich PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

314 Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Arbeitsrecht Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht Privates Arbeitsvertrags- recht Öffentliches Arbeitsrecht Arbeitsgesetz Individueller Arbeitsvertrag, ergänzt durch Gesetz (OR) und Gesamtarbeitsvertrag PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

315 Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Arbeitsrecht Arbeitsrecht und Arbeitsvertragsrecht Privatrecht Beziehung von Privaten untereinander. “Erlaubt ist, was nicht verboten ist.” Im regelungsfreien Raum haben Private grundsätzlich Freiheit. Sie haben auch die Freiheit, unter sich Verträge und andere Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Dispositives (“nachgiebiges”) Recht, durch private Rechtsgeschäfte abänderbar.  Regelungs-  gegenstand?  Was dürfen  Private, was darf der Staat?  Typische Art  der Rechtsnormen? öffentliches Recht Beziehungen vom Staat gegenüber Privaten, und von Gemeinwesen untereinander. Nur was gesetzlich vorgesehen ist (Rechtsstaatsprinzip): Voraussetzung einer gesetzlichen Grundlage für staatliches Handeln. Im regelungsfreien Raum besteht grundsätzlich ein Eingriffsverbot des Staates. Zwingendes Recht, durch private Rechtsgeschäfte nicht abänderbar. Viel zwingendes Recht im Bereich Arbeitsrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

316 Gesamtarbeitsvertrag vom 01.05.2000
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Gesamtarbeitsvertrag vom 11 Vertragsrecht Arbeitsrecht Kollektives Arbeitsrecht Ergebnis von Verhandlungen der Sozialpartner Rechtsnatur: Privater Vertrag, Vertragsmuster, “Rahmenvertrag”; Rechtsquelle für Einzelverträge grundsätzlich einseitig zwingende Natur (zu Gunsten der Arbeitnehmer) Verhältnis zu Gesetz: Günstigkeitsprinzip (zu Gunsten der Arbeitnehmer) Unterschiede zum alten GAV von 1996 (Auswahl): Technisches Redaktionspersonal auch erfasst Angleichung Kündigungsfrist Mindestlöhne Urheberrecht (70%-Klausel für Mehrfachnutzung gestr.) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

317 Arbeitsvertrag nach OR im Einzelnen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Arbeitsvertrag nach OR im Einzelnen 11 Vertragsrecht Arbeitsrecht Zustandekommen Auflösung Bestandteile Ausführung Inhalt PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

318 Verträge von freien Medienschaffenden
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Verträge von freien Medienschaffenden 11 Vertragsrecht Arbeitsrecht Zustandekommen Auflösung Bestandteile Ausführung Auftrag? Werkvertrag? Verlagsvertrag? Inhalt PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

319 Rechts-gewährleistung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Weitere Vertragstypen Verlagsvertrag (OR) Lizenz Rechts-gewährleistung Informationspflicht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

320 Verlagsvertrag (OR) Unterlassungspflicht Ausnahmeregel zu Abs. 1
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Weitere Vertragstypen Verlagsvertrag (OR) Unterlassungspflicht Ausnahmeregel zu Abs. 1 Präzisierung/Gegenausnahme PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

321 Beschaffungsverträge
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Weitere Vertragstypen Beschaffungsverträge PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

322 Lizenzvertrag: Arten echte Lizenz (Immaterialgut)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Weitere Vertragstypen Lizenzvertrag: Arten echte Lizenz (Immaterialgut) unechte Lizenz (ohne Immaterialgut) ausdrückliche Lizenz stillschweigende Lizenz Hauptlizenz und Unterlizenz Exklusivlizenz PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

323 Verträge zur Refinanzierung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Weitere Vertragstypen Verträge zur Refinanzierung Direkte oder indirekte Refinan-zierung Endkunden Abonnementsvertrag und Einzelkauf Radio- und TV-Gebühren als Sonderfall Werbung, Sponsoring Insertionsvertrag und verwandte Vertragstypen Sponsoringvertrag (zunehmend) als besondere Art des Werbevertrags Als Werbung gilt jede öffentliche Äusserung zur Förderung des Abschlusses von Rechtsgeschäften über Waren und Dienstleistungen … (Art. 11 Abs. 1 RTVV) Als Sponsern gilt … (Art. 16 Abs. 1 RTVV) Mischformen „Medienpartnerschaften“ PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

324 Berufsregister und Verbandszugehörigkeit
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 11 Vertragsrecht Berufsregister für Journalistinnen und Journalisten Berufsregister und Verbandszugehörigkeit Journalistenkodex und Presserat Berufsregister Medien- schaffen- de Gewerkschafts- zugehörigkeit Akkreditierung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

325 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

326 Informatikrecht: Überblick
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Informatikrecht Informatikrecht: Überblick SOFTWARE HARDWARE DATEN PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

327 Informatikrecht: Überblick
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Informatikrecht Informatikrecht: Überblick Typisch: Sachenrecht des ZGB SOFTWARE HARDWARE Typisch: Immaterialgüter- und Lizenzvertrags- recht, Technikrecht Typisch: DSG, Immaterialgüter- recht, Grundrechte DATEN PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

328 Informatikrecht: Gegenstand
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Informatikrecht Informatikrecht: Gegenstand HARDWARE SOFTWARE DATEN Data Access (Datenzugriff) Eingabe Ausgabe Präsentation Applikation Erfassung, Quelle Daten- haltung Daten- sicherung Zuordenbar- keit zu Person Prozessor Speicher Verknüpfung DATENNETZE DATENDIENSTE CONTENT Internet, Intranet, LAN, MAN Client/ Server- Architektur Voice (Sprache), VOIP Data Access (Datenzugriff) Text, Audio, Video; Multimedia Empfangs- gerät, Mobil- technik Hardware: “das was auch noch da ist wenn der rechner ausgeschaltet ist.” Ring-, Bus-, Stern- anordnung Messaging, Kommuni- kations- dienste Kabeltyp, Bandbreite EDI Rechte- situation Digitali- sierung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

329 Information/Software und Rechtsordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Information/Software und Rechtsordnung 12 Internet und Multimedia Informatikrecht Wurzeln der schweizerischen Rechtsordnung im römischen Recht und in der Neuzeit Rechtsordnung basiert auf: Personen körperlichen Sachen Forderungen Immaterialgütern Schwierigkeit der Einordnung von Information/Daten einerseits und von Computerprogrammen anderseits Verbreitete Beurteilung aus heutiger Sicht: Das bestehende Rechtsordnung ist zur Bewältigung der neuen Themen gut gerüstet; Anpassungen sind punktuell nötig PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

330 Konvergenz (illustrativ)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Konvergenz (illustrativ) 12 Internet und Multimedia Konvergenz … der Dienste … der Netze PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

331 Konvergenz (illustrativ)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Konvergenz (illustrativ) 12 Internet und Multimedia Konvergenz Game Console PC Notebook Tablet PC Settop Box Audio Device PDA … der Endgeräte PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

332 Konvergenz Ursache: v.a. Digitalisierung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Konvergenz 12 Internet und Multimedia Konvergenz Ursache: v.a. Digitalisierung Konvergenz der Netze (Infrastruktur-Schicht) Konvergenz der (technischen) Dienste (z.B. TCP/IP) Konvergenz der Empfangsgeräte Konvergenz der Dienstleistungen (z.B. Multimedia-Wertschöpfungskette, Mehrfachverwertung von Inhalten) Konvergenz im Nutzerverhalten (Überschneidungen in Individualkommunikation und Massenkommunikation) Konvergenz in der Regulierung? Allgemeine Wettbewerbsregulierung (Kartellgesetz) statt Sektorregulierung (z.B. Fernmeldegesetz)? RTV-Regulierung auch für vor-/nachgelagerte Märkte? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

333 Konvergenz mehrerer Märkte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Konvergenz Konvergenz mehrerer Märkte Telekommunikation Medien Benutzer- Schnittstelle (User Interface) Computer / Software Unterhaltungselektronik PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

334 Kommunikationsindividualität
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Kommunikationsindividualität 12 Internet und Multimedia Konvergenz zunehmende Gradualisierung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

335 Fernmelderecht v. Rundfunkrecht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Konvergenz Fernmelderecht v. Rundfunkrecht “Zweiwegindividual- kommunikation” “Einwegmassen- kommunikation” Fernmelderecht Rundfunkbegriff im RTVG: Elektromagnetische Übermittlung von Bild, Wort und Ton über Äther, Kabel, Satelliten auf eine Weise, dass die Sendungen in einem bestimmten Gebiet allgemein zugänglich sind. Programmartige Gestaltung der verbreiteten Inhalte. Programmbegriff (Art. 4 Abs. 1 RVO) Rundfunkrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

336 Neue Fernmeldeordnung
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Konvergenz Neue Fernmeldeordnung “Zweiwegindividual- kommunikation” “Einwegmassen- kommunikation” Fernmelderecht Klärung: Programmbegriff Rundfunkbegriff im RTVG: Elektromagnetische Übermittlung von Bild, Wort und Ton über Äther, Kabel, Satelliten auf eine Weise, dass die Sendungen in einem bestimmten Gebiet allgemein zugänglich sind. Programmartige Gestaltung der verbreiteten Inhalte. Programmbegriff (Art. 4 Abs. 1 RVO) Rundfunkrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

337 Urheberrecht und Internet / Multimedia
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Urheberrecht und Internet / Multimedia 12 Internet und Multimedia Immaterialgüterrecht  Lektion zum Immaterialgüterrecht Problemfelder: Werkgattungen ge- mäss URG Nutzungsarten und Verwendungsrechte gemäss URG Internationalität der Sachverhalte Urhebermehrheit bei Gesamt- und Gemeinschaftswerken Urheberrechtsschranke Privatgebrauch Kollektivverwertungsrecht und -praxis, Copyright Clearing Rechtsschutz: Unterlassungsklage als Damoklesschwert PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

338 Domain-Streitigkeiten
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Domain-Streitigkeiten 12 Internet und Multimedia Immaterialgüterrecht [illustrativ] Urheberrecht? Markenrecht? Vertragliche Ordnung (SWITCH)? Internationales Recht? Internationale Organisationen (WIPO)? Gerichtspraxis in der Schweiz Gerichtspraxis im Ausland PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

339 Verantwortlichkeit für Inhalte
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Verantwortlichkeit für Inhalte 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Umgang mit öffentlichen Internet-Inhalten eigener oder zu-eigen-gemachter Content fremder Content mit Vertragsbeziehung zum Anbieter ohne Vertragsbeziehung zum Anbieter Website-Content (make or buy) Broadband & Mobile Content (make or buy) E- Advertising & E-Commerce Web Presense / Hosting Chat & Foren Redaktionelle Links, Search Bereich “Zugang” (Internet Access) Aktive Kontrolle von Inhalten! Access Provider sollen nicht für illegale Inhalte haften Der Bundesrat hat gestern Mittwoch ( ) mitgeteilt, dass sich der Bund bei der Bekämpfung der Netzwerkkriminalität verstärkt engagieren wolle. Zu diesem Zweck will er die strafrechtliche Verantwortlichkeit für illegale Internet-Inhalte speziell regeln und neue Ermittlungsmöglichkeiten auf Bundesebene vorschlagen. Das EJPD wird 2004 entsprechende Vorschläge in die Vernehmlassung schicken. Darin fliessen auch die bisher unter Verschluss gehaltenen Ergebnisse der Expertengruppe "Netzwerkkriminalität" ein, die seit Herbst 2001 untersucht hat, wie Rechtsverletzungen im Internet verhindert oder geahndet werden können. Zudem wurden auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Genesis" berücksichtigt, die sich speziell mit Kinderpornografie beschäftigt. Gemäss Medienmitteilung des Bundesrates schlägt die Expertenkommission Netzwerkkriminalität in Anlehnung an die E-Commerce-Richtlinie EU vor, das Strafgesetzbuch (StGB) um eine neue spezielle Regelung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit im Internet zu ergänzen. Der Autor und der Content Provider (Inhaltsanbieter) sollen für die von ihnen ausgehenden illegalen Internetinhalte strafrechtlich voll verantwortlich sein. Der Hosting Provider soll für illegale Inhalte nur beschränkt verantwortlich sein, zum Beispiel wenn er von Dritten erhaltene Hinweise auf solche Inhalte nicht an die Strafverfolgungsbehörden weiterleitet. Der Access Provider soll hingegen für die illegal zirkulierenden Inhalte nicht verantwortlich gemacht werden können. Dieser Grundsatz dürfte viele Access Provider aufatmen lassen, denn eine Untersuchungsrichterin des Kantons Waadt hatte bereits eine solche Sperrverfügung entlassen. Das Berufungsgericht hatte diese dann zwar im Mai wegen mangelnder Rechtsgrundlage aufgehoben, die Untersuchungsrichterin hatte jedoch im Juni erneut von den Providern verlangt, die betreffenden ehrverletzenden Sites zu sperren, da sie sich sonst als Mittäter schuldig machten. Organisationsmassnahmen und reaktive Kontrolle von Inhalten! Grundsätzlich keine Kontrolle von Inhalten (Ausnahmen in Einzelfällen, z.B. Sperrungen von Websites) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

340 Internet Access Access Provisioning
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Internet Access 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Access Provisioning Bedeutung: Zugänglichmachen über Internet Access, d.h. über den netzbasierten Internetzugang Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Grundsätzlich keine Einschränkungen des Contents (Ausnahme: Sperrung eines illegalen Drittangebots ad hoc) Problem: Pornografiestrafnorm erklärt auch das blosse Zugänglichmachen von harter Pornografie (Kinder, Tiere, Exkremente, Gewalt) für strafbar PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

341 Internet Content (redaktionell)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Internet Content (redaktionell) 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Content Provisioning Bedeutung: Eigene und zu-eigen-gemachte (d.h. fremde, aber qualifiziert verlinkte) Inhalte Rechtslage: Volle Verantwortlichkeit Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Nur erotische Inhalte, keine Pornografie; kein eigener Jugendschutz Problem: Oft sind fremde Inhalte nicht sauber von eigenen Inhalten getrennt: - hinsichtlich Präsentation (Inhalt- und Werbebereich) - hinsichtlich Navigation (redaktionelle v. kommerzielle Links; “Sie verlassen jetzt die Website von XY”) PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

342 Internet Content (user generated)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Internet Content (user generated) 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung User Generated Content Provisioning (Chat, Foren) Bedeutung: Fremde, nicht zu-eigen-gemachte Inhalte Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unterneh- mens: Dienstspezifische Spielregeln mit Kontrollen Problem: Jugendschutz (nicht in erster Linie vor Inhalten, sondern vor potenziellen Tätern), Persönlichkeitsschutz, Umtriebe Rechtsradikaler und das Einschleusen von Werbung PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

343 Internet Presence (Hosting)
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Internet Presence (Hosting) 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Presence Provisioning Bedeutung: Fremde, nicht kontrollierte Inhalte auf eigenen Servern Rechtslage: Verantwortlichkeit, wenn spezifische Kenntnis von widerrechtlichen Inhalten und Unterlassen von Reaktion Mögliche Policy eines Anbieters/Unternehmens: Nur reaktives Vorgehen gemäss Kundenverträgen (Geschäftsbedingungen) Problem: Massengeschäft, keine aktive Kenntnis des Hosting Providers von Inhalten seiner Kunden PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

344 Medienstrafrecht (StGB 28) im Internet?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienstrafrecht (StGB 28) im Internet? 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Botschaft des Bundesrates zur Revision von 1996: Ausdehnung von Art. 28 StGB auf elektronische Medien, namentlich auf Radio und Fernsehen und auch das Internet Problem der Ermittelbarkeit des Autors einer (ausländischen) Website (Welche) Internet-Provider kann man als “für die Veröffentlichung verantwortlich” bezeichnen? Art. 28 und 322bis StGB setzen einen Veröffentlichungs-Verantwortlichen voraus; vgl. auch Art. 322 betreffend Impressumspflicht (“Medienunternehmen”) Überwiegende Lehre: Internet Access Provider sind keine “Medienunternehmen” im Sinn dieser Regeln  Strafbarkeit nicht unter den Sonderregeln von Art. 28 und 322bis StGB, sondern nach den allgemeinen Bestimmungen zur Beteiligung an einer Straftat. PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

345 Medienstrafrecht (StGB 27) im Internet?
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Medienstrafrecht (StGB 27) im Internet? 12 Internet und Multimedia Inhalteverantwortung Access Provider als Gehilfe oder (Mit-)Täter? Im Fall von Gehilfen-schaft: a) Rele- vanter Tat- beitrag ja oder nein? b) Örtliche Zuständigkeit der Strafver-folgungs-behörden in der Schweiz? PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

346 Internationales Privatrecht Gerichtsstand Anwendbares Recht
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) 12 Internet und Multimedia Weitere Aspekte Kollisionsrecht Internationales Privatrecht Gerichtsstand Anwendbares Recht Internationales Strafrecht PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

347 Elektronischer Geschäftsverkehr
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Elektronischer Geschäftsverkehr 12 Internet und Multimedia Weitere Aspekte Verwandte Begriffe: E-Commerce, E-Business B2B, B2C Merkmale und Phänomene Internationalität Digitalisierung Internet Presence (Domain-Namen, Hosting) Anonymität, Identifizierung Typische Rechtsfragen Internationales Privatrecht, Wiener Kaufrecht, EU-Recht Buchführungs- und Aufbewahrungsregeln, “Urkunden” Steuerrecht Immaterialgüterrechte, Domain- und Firmenschutz Unlauterer Wettbewerb, Computer-/Datenmissbrauch PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

348 Überwachung des Fernmeldeverkehrs
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Überwachung des Fernmeldeverkehrs 12 Internet und Multimedia Weitere Aspekte Gemeinsame Regeln Strafverfahren des Bundes Dienst für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs innerhalb des UVEK (selbständig, weisungsungebunden) Strenge Voraussetzungen der Überwachung: Abschliessender Deliktskatalog (Art. 3 BÜPF) Genehmigungsverfahren (Art. 7 BÜPF) Restriktive Verwendung von Informationen BÜPF/VÜPF: Bundes-gesetz und Verordnung von 2001/2002 Strafverfahren eines Kantons Vollzug eines int‘l. Rechtshilfe- gesuches PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler

349 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen
Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H. Weber, Philip Kübler) Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 2 Medien und Grundrechte (Freiheitsrechte) 3 Medien und Wirtschaftsrecht 4 Telekommunikationsrecht, Rundfunktechnikrecht, Konzessionen 5 Rundfunkrecht (Rundfunkordnung und Rundfunkinhalte) 6 Medien und Immaterialgüterrecht 7 Medienstrafrecht 8 Medienzivilrecht I: Persönlichkeitsschutz (ohne Gegendarstellung) 9 Medienzivilrecht II: Gegendarstellung, Zivilprozessrecht 10 Medienzivilrecht III: Unlauterer Wettbewerb, Datenschutz 11 Medien und Vertragsrecht (inkl. Arbeitsrecht) 12 Rechtsprobleme von Internet und Multimedia 13 Vertiefung des Stoffes anhand von Fallbeispielen PD Dr. Hans Rudolf Trüeb / Dr. Philip Kübler


Herunterladen ppt "Medienrecht Wintersemester 2006/07Medienrecht (Rolf H"