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PLATTENTEKTONIK Plattentektonik1 Das Alter des Ozeanbodens farbcodiert dargestellt: Wieso? Muster?

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1 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik1 Das Alter des Ozeanbodens farbcodiert dargestellt: Wieso? Muster?

2 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik2 1.Schon 1596 vermutete der niederländische Karthograph Abraham Ortelius in seinem Werk Thesaurus Geographicus, dass Amerika von Afrika und Europa durch Fluten und Erdbeben hinweggerissen worden sei. 2. Diese Trennung eröffnet sich jedem sofort, wenn er die drei Kontinente auf einer Karte genau betrachtet. 3. Schon 1858 zeichnete der Geograph Antonio Snider-Pellegrini diese beiden Karten.

3 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik3 Auch die Spuren von Gletschern sind nur dann gut erklärbar, wenn man eine andere Konfiguration der Kontinente annimmt.

4 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik machte sich schließlich Alfred Lothar Wegener in der wissenschaftlichen Gemeinschaft lächerlich, als er diesen Gedanken in zwei Publikationen wieder aufgriff und als Kontinentaldrift bezeichnete. Die Entstehung der Kontinente und Ozeane Er war damals 32 Jahre alt – und 35 Jahre nach seinem Tod glaubte man ihm. Den Ursprung sah er vor 200 Millionen Jahren – da soll Pangäa zerfallen sein. Alfred Lothar Wegener ( ), gestorben auf einer meteorologischen Expedition im Grönland. 1915

5 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik5 Wegeners Belege waren: Hervorstechende entsprechende geologische Strukturen Pflanzenversteinerunge n und Fossilien von Tieren, deren Verbreitungsgebiet auf den heute getrennten Kontinenten zusammenhingen.

6 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik6 Wegeners Belege waren: Hervorstechende entsprechende geologische Strukturen Pflanzenversteinerungen und Fossilien von Tieren, deren Verbreitungsgebiet auf den heute getrennten Kontinenten zusammenhingen.

7 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik7 Was Wegener nur ahnen konnte: Eine Rückrechnung der Pollage mittels Isotopendatierung.

8 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik8 STÜTZENDE BEOBACHTUNGEN 1855 veröffentlichte der U.S. NAVY Lieutenant Matthew Maury eine bathymetrische Karte des Atlantik, in dem er die ersten Anzeichen auf Unterwassergebirge Middle Ground freigab. Beim Verlegen des ersten Unterwasser- Telefonkabels konnte dies bestätigt werden. Im II. Weltkrieg konnten dann viel präzisere Karten mit dem Echolot erstellt werden. Beweise

9 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik9 STÜTZENDE BEOBACHTUNGEN HESS – später sogar ein Admiral – war es im zweiten Weltkrieg im Stillen Ozean so langweilig, dass er mit dem Echolot dienstfremde Aktivitäten durchführte …wenn er nicht gerade in den Marianas, Leyte, Linguayan, und Iwo Jima kämpfte Beweise seafloor spreading Hess wunderte sich, warum auf dem Meeresgrund so wenige Ablagerungen lagen, wenn die Ozeane doch 4 Milliarden Jahre alt sein sollten – aber auf dem Himalaya, über m über dem Meeresspiegel hatte man marine Fossilien gefunden!

10 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik10 STÜTZENDE BEOBACHTUNGEN HESS veröffentlichte 1962 seine Theorie des Beweise seafloor spreading 1962 Hess was appointed by President John F. Kennedy to the prestigious position of Chairman of the Space Science Board of the National Academy of Sciences

11 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik11 Patrick M. S. Blackett am Imperial College, Stanley Keith Runcorn in Cambridge und Edward Bullard am National Physical Laboratory in England studierten den Magnetismus von Gestein im Rahmen der Erforschung des irdischen Magnetfelds. Dabei entdeckten Sie, dass zwar alle möglichen Gesteine magnetisiert waren (weil sie beim Erstarren das vorliegende Magnetfeld quasi einfroren) aber unterschiedlichste Richtungen dokumentierten. Magnetische Beweise Nobelpreis in Physik, 1948 Patrick Maynard Stuart Blackett 1897 – 1974 U.K. Victoria University Manchester, United Kingdom

12 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik12 Gold Medaille der Royal Astronomical Society 1984 Dr. Stanley Keith Runcorn 1922 – Lancashire, England Ermordet in San Diego auf dem Weg zu einem Vortrag # Entdecker des Erd-Magnetfelds und # Beweis der Gültigkeit der Kontinentaldrift. Magnetische Beweise Es gab dafür nur 2 Erklärungen: a.Die Pole springen b.Die Kontinente bewegen sich c.RICHTIG ist b.

13 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik13 Allan Cox, Richard Doell, und Brent Dalrymple vom Amerikanischen Geologischen Dienst und Ian McDougall von der australischen Nationalen Universität fingen 1963 damit an, durch Messungen der Magnetrichtung von oberirdischen Lavaströmen und deren Altersbestimmung mit Hilfe von radioaktiven Methoden, einen quantitativen Zeitmaßstab der Umpolungen zu erstellen. Es war ein sorgfältiger und zeitaufwendiger Prozeß, aber 1966 hatten die Forscher einen Zeitmaßstab für die Umpolungen der vergangenen 3.5 Millionen Jahre ausgearbeitet. Zugleich tauchten erste Bilder von Rift-Valleys auf.

14 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik14 Beweise Magnetisierte Gesteine am Meeresgrund 1962 stellten die Geologen Lawrence Morley, Drummond Matthews und Fred Vine als erste die Theorie auf, dass die Streifen nicht wie bisher angenommen, unterschiedlich stark magnetisiert waren, sondern vielmehr Regionen unterschiedlicher magnetischer Polung darstellten. Weniger absurd wurde die Theorie Wegeners 1966, als es Vine und Matthews gelang, mithilfe der Isotopendatierung das Alter der seltsamen Meeresstreifen zu bestimmen. Es zeigte sich, dass der Meeresboden tatsächlicher immer jünger wurde, je näher er am mittelatlantischen Rücken lag Neuere Untersuchungen von Restmagnetismus im Gestein und in magnetischen Anomalien auf dem Meeresboden haben gezeigt, dass das Magnetfeld der Erde in den letzten 100 Millionen Jahren seine Polarität mindestens 170-mal geändert hat.

15 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik15 Beweise Nebenstehende Karte des Meeresbodens westlich von Kalifornien zeigt anschaulich die paarweisen Streifen.

16 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik16 Beweise

17 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik17 Beweise Theorie und Praxis

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19 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik19 Die Magnetlinien reichen weit über die Erde hinaus.

20 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik20 Erzeugt wird das Magnetfeld durch die Bewegungen magnetischer Teilchen im Erdinneren.

21 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik21 Der Mantel unter 2900 km Tiefe ist flüsig. In ihm spielen sich Turbulenzen ab, die im kleinen Bild anschaulich dargestellt sind.

22 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik22 Das obere Bild zeigt die Vertikalkomponente des Erdmagnetfeldes im Jahr 1990 an der Grenze des Erdkerns, berechnet aus Beobachtungen an der Oberfläche und von Satelliten aus. Strukturen mit Ausdehnungen kleiner als 3000 km werden nicht gezeigt, da sie sich nicht aus den Daten berechnen lassen. Die Beiträge höherer Multipole sind an der Kerngrenze viel stärker als auf der Erdoberfläche. Das mittlere Bild zeigt das Magnetfeld eines Dynamomodells in voller Auflösung. Es enthält zahlreiche kleinräumige Strukturen. Dasselbe Magnetfeld ist im unteren Bild so geglättet, dass seine Auflösung der des Erdmagnetfeldes im oberen Bild entspricht. In ihrer prinzipiellen Struktur ähneln sich diese beiden Bilder stark. Urheber: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

23 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik23 Der Nutzen des Magnetfeldes – es schützt vor tödlichenStrahlen

24 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik24 Hier sieht man, wie magmatisches Ergussgestein in den Rift-Valleys austritt.

25 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik25 Im 20. Jahrhundert hat sich in einem langwierigen Prozess die Dynamotheorie zur Erklärung natürlicher Magnetfelder im Kosmos durchgesetzt. Im Inneren der Planeten gibt es fluide und elektrisch gut leitende Regionen. Bei der Erde und den anderen erdähnlichen Planeten ist es der flüssige Eisenkern, bei Jupiter und Saturn Wasserstoff in seiner metallischen Hochdruckform und im Inneren von Uranus und Neptun ein Gemisch aus Wasser, Ammoniak und anderen Komponenten, das bei hoher Temperatur und hohem Druck eine gute Ionenleitfähigkeit aufweist. Fließt ein solches Medium in einem bereits vorhandenen Magnetfeld, so werden durch elektromagnetische Induktion elektrische Ströme erzeugt. Wenn das mit diesen Strömen verbundene Magnetfeld gerade das zur Induktion benötigte Feld reproduziert, spricht man von einem selbsterhaltenden Dynamo. Angetrieben werden die Fließbewegungen durch Konvektion, also durch thermische oder chemische Dichteunterschiede in der Dynamoregion.

26 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik26 Beweise BLACK SMOKER Der erste 380° heiße Vulkan, Beobachtet aus dem Tieftauch- Boot Alvin Dieser Geothermische Schlot fördert mineralreiches Wasser, das von der eben erstarrten neuen ozeanischen Kruste erhitzt wird. (Photo von Dudley Foster von der RISE expedition, USGS.)

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28 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik28 Beweise Shinkai 6500, das derzeit beste Tieftauchgerät aus Japan

29 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik29 Beweise

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32 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik32 Beweise Grenzen alter Vereisungsgebiete ergeben keinen Sinn, wenn man die Kontinente in ihrer heutigen Lage ansieht…

33 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik33 Beweise

34 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik34 –Alle Beweise, die in den 50er und 60er Jahren gefunden wurden, brauchten nur noch richtig zusammengesetzt werden. –Die Synthese begann 1965, als Tuzo Wilson statt der Kontinentaldrift den Begriff Platte für einen zerbrochenen Teil der Kruste einführte. –Jason Morgan bestimmte 1967 die Anzahl mit 12 (großen) und –schon 2 Monate später stellte Xavier Le Pichon eine Karte mit den Plattengrenzen, dem Typ der Grenzen und ihren Bewegungsrichtungen vor. –Seit den 60ern wurde die Theorie rigoros und unermüdlich getestet: Heute ist sie von fast allen Geologen anerkannt. J. Tuzo Wilson ( )

35 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik35 –Mauna Loa, heutiges Hawaii entlarvte J.T. Wilson als Produkt eines Mantelplumes, der wie ein Schneidbrenner unter der Lithosphäre tobt, und immer wieder Vulkane erzeugt. J. Tuzo Wilson ( ) "I enjoy, and always have enjoyed, disturbing scientists."

36 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik36 Hot spots

37 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik37 UND DIE URSACHE???

38 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik38 Herkunft der Wärme: (1) Abkühlung des Erdkerns (2) Radioaktivität im Mantel und der Kruste (3) Abkühlung des Mantels

39 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik39 Magmainjektion: am Rift Valley drückt die Platten nach außen Gravitation: Durch die Sedimente, die mit der Zeit auf dem Ozeanboden abgelagert werden, beginnen sie zu sinken. Absinkende Platten: Die höhere Dichte der Kruste zwingt Platten sie zum Abtauchen, wobei sie den Rest nachziehen

40 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik40 Verteilung von Erdbeben und Vulkanismus Beweise Erdbeben und Vulkanismus

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43 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik43 Es lassen sich drei wesentliche Typen von Plattengrenzen unterscheiden: Konvergenzränder: Die Platten bewegen sich aufeinander zu. Dabei wird eine der beiden Platten unter die andere gedrückt und ihr Material im Erdinneren eingeschmolzen. Typische Beispiel: Himalaya; Alpen; Tiefseegräben. Divergenzzonen: Die Ränder der Platten werden durch neu gebildetes Material auseinandergedrückt. Es entstehen langgezogene Grabenbrüche. Typisches Beispiel: Ostafrikanischer Graben Horizontalverschiebungen: Zwei Platten gleiten in horizontaler Richtung aneinander vorbei. Typisches Beispiel: San Andreas Graben in Kalifornien Merke:

44 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik44 Mit der Plattentektonik hängt der Vulkanismus eng zusammen. Überall dort wo A Platten divergieren B Platten subduziert werden C Hot spots von unten durch die Kruste glühen – gibt es den Vulkanismus, bei dem Magma aus dem Erdinneren austritt.

45 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik45 Bilder zum Vulkanismus: Lavafontäne am Puu Oo auf Hawaii ©J.D. Griggs / USGS

46 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik46 Bilder zum Vulkanismus: Aschenwolken und Aschenströme am Mount St. Helens, Kanada © USGS

47 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik47 Bilder zum Vulkanismus: Smoker und Feuerspeier

48 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik48 Bilder zum Vulkanismus:Dünnflüssige Pahoehoe-Lava, Hawaii ©J.D. Griggs / USGS

49 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik49 Bilder zum Vulkanismus: Lavaströme am Kilauea, Hawaii © U S G S

50 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik50 Bilder zum Vulkanismus: Strobmoli, Italien 1969 © B.Chouet / USGS

51 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik51 Die Verteilung der Erdbeben auf der Erde

52 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik52 Erdbeben ¬ Begriffe (für das GLOSSAR) Epizentrum: Punkt an der Erdoberfläche über dem Hypozentrum. Das Epizentrum wird durch die geographischen Koordinaten von Längengrad und Breitengrad angegeben. Herdtiefe: Tiefe eines Erdbebens (in Kilometern) unter der Erdoberfläche. Die Erdbebenherde liegen meist zwischen 5 km und 70 km Tiefe. Herdzeit: Uhrzeit des Beginns eines Erdbebenprozesses in Greenwich Meantime (GMT = Weltzeit).

53 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik53 Erdbeben Intensität: Maß für die Schadenswirkung. In Europa werden oft die Skala MSK 1964 (Medvedev, Sponheuer, Karnik) und die EMS (European Macroseismic Scale) verwendet. Beide haben 12 Stufen. Die Intensität hängt von der Entfernung zum Epizentrum und den örtlichen Untergrundbedingungen ab. Magnitude: Gemessen in der Richter-Skala, einem logarithmischen Mass für die seismische Energie eines Erdbebens. Zur Bestimmung der Magnitude müssen die Bodenbewegungen als Seismogramme mit Seismometern gemessen werden. Eine Erhöhung der Magnitude um eine Einheit entspricht einer Vergrößerung der Bodenbewegung um den Faktor 10 und einer Erhöhung der Energie auf etwa das 30fache.

54 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik54 Mikrobeben: Erdbeben mit einer Magnitude unter 2. P-Wellen: Am schnellsten laufende seismische Longitudinalwellen, die bei einem Erdbeben erzeugt werden. Sie breiten sich im Erdinneren aus. Seismizität: Erdbebenaktivität einer Region, zeitliche Verteilung und Stärke der Beben. Seismogramm: Mit einem Seismometer erstellte Abbildung des zeitabhängigen Verlaufs der Bodenbewegung an einem Stationspunkt während eines Erdbebens. Erdbeben

55 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik55

56 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik56 Seismologie: Seismologie ist die Lehre von Erdbeben und der Entstehung und Ausbreitung seismischer Wellen durch und über die Erde. Ein Seismologe ist ein Wissenschaftler, der Erdbeben und seismische Wellen untersucht. Seismometer: Erdbebenmeßgerät, das die Bodenbewegungen erfasst. Das physikalische Prinzip eines Seismometers ist das eines Pendels. Störung: Geologische Trennfläche im Untergrund entlang derer sich Gesteinspartien verschoben haben oder noch verschieben. S-Wellen: Nach den P-Wellen zweitschnellste Art seismischer Wellen. S-Wellen heißen auch Transversal- oder Scherwellen. Tektonik: Lehre vom Bau der Erdkruste und der Kräfte und Bewegung, die den Aufbau der Kruste verändern. Erdbeben Etc.:

57 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik57 Der älteste Seismograph der Welt stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus China - er wurde um das Jahr 132 nach Christus von Zhang Heng, dem kaiserlichen Astronom der Han-Dynastie 1600 Jahre vor dem ersten europäischen erfunden.

58 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik58 (1) Atombombenexplosion auf Mururoa, , Magnitude 4,8 (2) Starkes Erdbeben bei den Nikobaren, , Magnitude 7,3 (3) Erdbeben indischer Ozean ("Tsunami-Erdbeben"), , Magnitude 9,3 Seismogramme

59 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik59 Erdbeben

60 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik60 Erdbeben Raumwellen Diese Wellen breiten sich innerhalb von Körpern aus. P-Wellen Die P- oder Primärwellen schwingen parallel zur Ausbreitungsrichtung (=Longitudinalwellen) und können sich in festen Körpern, Flüssigkeiten und Gasen ausbreiten. P-Wellen sind daher Verdichtungswellen wie etwa der Schall. S-Wellen Die S-Wellen oder Sekundärwellen schwingen quer zur Ausbreitungsrichtung Sie sind Scherwellen oder Transversalwellen, die sich nicht in Gasen oder Flüssigkeiten ausbreiten. Daher kann man flüssige Bereiche im Erdinneren daran erkennen, dass dort keine S-Wellen laufen.

61 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik61 Erdbeben Oberflächenwellen Sie entstehen dadurch, dass P- oder S-Wellen in die Erdoberfläche hinein gebrochen werden. Ähnlich den P- und S-Wellen können auch sie längs oder quer zur Ausbreitungsrichtung schwingen. Ihre Amplitude nimmt mit der Tiefe ab. Die Amplitude der Oberflächenwellen nimmt zudem mit der Entfernung r nur um einen Faktor 1/r ab und nicht wie Raumwellen um den Faktor 1/r². Love-Wellen Die Love-Wellen wurden nach einem Britischen Mathematiker gleichen Namens benannt, der 1911 als erster ein mathematisches Modell für die Ausbreitung dieser Wellen aufstellte. Sie sind die schnellsten Oberflächenwellen, breiten sich aber langsamer als die S-Wellen aus. Die Bodenbewegung erfolgt in horizontaler Richtung, senkrecht zur Ausbreitungsrichtung. Rayleigh-Wellen bereits 1855 von Lord Rayleigh mathematisch vorausgesagte Wellenart, bei der der Boden in einer elliptischen Bewegung ähnlich wie Meereswellen rollt. Die meisten Erschütterungen, die bei einem Erdbeben gespürt werden, sind in der Regel Rayleigh-Wellen, die die größten Amplituden erreichen.

62 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik62 Erdbeben

63 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik63 Erdbeben Love-Wellen Rayleigh-Wellen

64 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik64 Erdbeben Die Frequenzen der Erdbebenwellen liegen im Bereich zwischen 0,1 Hz und 30 Hz. Merke: Aufgrund der unterschiedlichen Fortpflanzungsgeschwindigkeiten von P- und S-Wellen treffen diese auch zu unterschiedlichen Zeiten an einer seismographischen Station ein. Aus dem Laufzeitunterschied kann auf die Entfernung des Epizentrums geschlossen werden.

65 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik65 Erdbeben Für Atlanta gilt: t = 320 s. Damit ergibt sich eine Entfernung zum Epizentrum von ca. r Atlanta 2,98·10 3 km Für St. Paul gilt: t = 230 s. Damit ergibt sich eine Entfernung zum Epizentrum von ca. r St. Paul 2,14·10 3 km Für Berkeley gilt: t = 92 s. Damit ergibt sich eine Entfernung zum Epizentrum von ca. r Berkeley 856 km Triangulation der Laufzeitunterschiede:

66 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik66 Erdbeben Konvergenz Horizontalverschiebung

67 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik67 Erdbeben Meteorologische Faktoren: Temperaturschwankungen, die über thermische Spannungen den Deformationszustand eines festen Körpers beeinflussen können. Luftdruckschwankungen können den Erdkörper vertikal be- oder entlasten. Niederschlagsbelastung: Im Boden einsickernder Niederschlag verändert ebenfalls vor allem die vertikale Belastung des Erdkörpers. Rotation der Erde: Corioliskräfte und die Polflucht, die sich auf die Platten auswirken werden auch in Zusammenhang mit der Auslösung von Erdbeben gebracht. Gezeiten: Die Gezeitendeformation des festen Erdkörpers, wie auch die unterschiedliche Belastung durch gezeitenbedingte Wasserstandsschwankungen der Ozeane gehören zu den Kräften von denen man eine erdbebenauslösende Wirkung erwarten kann. Die Hebung und die Senkung unter dem Einfluss der Gezeiten des Erdkörpers erreichen immerhin die Größenordnung von 50 cm. Ursachen und Auslöser Die Spannungen werden vor allem durch die Plattentektonik Verursacht. Der aktuelle Anlass kann jedoch unscheinbar sein:

68 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik68 Erdbeben: aktuell

69 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik69 Erdbeben DateLocationDeathsMagnitudeComments January 23, 1556China, Shansi830,000~8 December 26, 2004Sumatra283,1069.0Deaths from earthquake and tsunami. July 27, 1976China, Tangshan255,000 (official) 7.5Estimated death toll as high as 655,000. August 9, 1138Syria, Aleppo230,000 May 22, 1927China, near Xining200,0007.9Large fractures. December 22, 856+Iran, Damghan200,000 December 16, 1920China, Gansu200,0007.8Major fractures, landslides. March 23, 893+Iran, Ardabil150,000 September 1, 1923Japan, Kanto (Kwanto) 143,0007.9Great Tokyo fire. October 5, 1948USSR (Turkmenistan, Ashgabat) 110, December 28, 1908Italy, Messina70,000 to 100,000 (estimated) 7.2Deaths from earthquake and tsunami. September, 1290China, Chihli100,000 November, 1667Caucasia, Shemakha80,000 November 18, 1727Iran, Tabriz77,000 November 1, 1755Portugal, Lisbon70,0008.7Great tsunami. December 25, 1932China, Gansu70, May 31, 1970Peru66,0007.9$530,000,000 damage, great rock slide, floods. 1268Asia Minor, Silicia60,000 January 11, 1693Italy, Sicily60,000 May 30, 1935Pakistan, Quetta30,000 to 60,0007.5Quetta almost completely destroyed. February 4, 1783Italy, Calabria50,000 June 20, 1990Iran50,0007.7Landslides.

70 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik70 Erdbeben Northridge Earthquake 1906 San Francisco Earthquake FEMA Photo Library NOAA NDC Geologic Hazards Images Steve Dutch's Images - Earth Science Berkeley's Godden Structural Engineering Library Berkeley's Steinbrugge Slide and Photograph Collection Berkeley's Kozak Historical Earthquakes Images Collection UC Berkeley California Heritage Collection The GeoImages ProjectNorthridge Earthquake 1906 San Francisco Earthquake FEMA Photo Library NOAA NDC Geologic Hazards Images Steve Dutch's Images - Earth Science Berkeley's Godden Structural Engineering Library Berkeley's Steinbrugge Slide and Photograph Collection Berkeley's Kozak Historical Earthquakes Images Collection UC Berkeley California Heritage Collection The GeoImages Project - UC Berkeley The Museum of the City of San Francisco - Bay area earthquake damage Smithsonian Photographs Online Library of Congress American Memory Earthquake Images from John Martin & Associates (many from NOAA collection) EERI AudioVisual and Publications Catalog American Geological Institute (AGI) Earth Science World ImageBank The Museum of the City of San Francisco Smithsonian Photographs Online Library of Congress American Memory Earthquake Images from John Martin & Associates EERI AudioVisual and Publications Catalog American Geological Institute (AGI) Earth Science World ImageBank

71 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik71 Erdbeben

72 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik72 Erdbeben Aktuelles Seismogramm: Zusatzstoff:

73 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik73 Die Theorie der Plattentektonik ist nicht zuletzt ein wahrer Segen für wichtige Wirtschaftsbereiche wie Bergbau und Erdölförderung. Das Schürfen nach Öl und Erdgas zum Beispiel ist seit den 70iger Jahren durch die Entwicklung und fortgesetzte Verbesserung paleo-geographischer Landkarten erleichtert worden, die helfen können, prähistorische Lagerstätten zu finden.

74 PLATTENTEKTONIK Plattentektonik74 Seismologie / Kernwaffenteststopp Schnitt durch die Erde mit der Ausbreitung der seismischen Wellen nach einem Erdbeben (Modellrechnung).Quelle: BGR Schnitt durch die Erde mit der Ausbreitung der seismischen Wellen nach einem Erdbeben (Modellrechnung).Quelle: BGR Die Seismologie - die Lehre von den Erdbeben - ist ein Gebiet mit einem sehr breiten Anwendungsspektrum. Sie dient nicht nur der Erforschung rein geowissenschaftlicher Fragestellungen wie der Entstehung von Beben oder den Strukturen des Erdinneren, sondern hat darüber hinaus auch eine wichtige politische Dimension. Denn seismische Messstationen registrieren auch Erschütterungen durch vom Menschen verursachte Ereignisse, wie beispielsweise Kernwaffentests. So wurden unterirdische Atomwaffenversuche vornehmlich mit seismologischen Verfahren entdeckt, lokalisiert und identifiziert. Obwohl nach Unterzeichnung des Kernwaffenteststoppvertrags im September 1996 gegenwärtig keine Atomwaffentests stattfinden, spielt die Seismologie bei der Überwachung der Einhaltung dieses Vertrags noch immer eine wichtige Rolle. Insofern kommt der Seismologie in der BGR sowohl wissenschaftliche als auch politische Bedeutung zu. Ebenso vielfältig wie der Anwendungsbereich der Seismologie sind die Aktivitäten der BGR auf diesem Gebiet. Sie reichen von der Überwachung der Seismizität in Deutschland und der ganzen Welt bis zu Untersuchungen der Vorgänge im Erdbebenherd. Weiterer Schwerpunkte sind die seismische Wellenausbreitung, Strukturuntersuchungen der Erde und Methoden der Detektion, Lokalisierung, Stärkebestimmung und Identifizierung seismischer Ereignisse. Kontakt: Manfred Henger Tel.: +49-(0) Fax: +49-(0) Nach obenach oben Seismologie / Kernwaffenteststopp Seismische Messstationen registrieren auch Erschütterungen durch vom Menschen verursachte Ereignisse, wie beispielsweise Kernwaffentests. So wurden unterirdische Atomwaffenversuche vornehmlich mit seismologischen Verfahren entdeckt, lokalisiert und identifiziert. Obwohl nach Unterzeichnung des Kernwaffenteststoppvertrags im September 1996 gegenwärtig keine Atomwaffentests stattfinden, spielt die Seismologie bei der Überwachung der Einhaltung dieses Vertrags noch immer eine wichtige Rolle. politische Bedeutung Schnitt durch die Erde mit der Ausbreitung der seismischen Wellen nach einem Erdbeben (Modellrechnung). Quelle: BGR


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