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Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Bernhard C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest Alternativen in den.

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Präsentation zum Thema: "Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Bernhard C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest Alternativen in den."—  Präsentation transkript:

1 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Bernhard C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest Alternativen in den Fruchtfolgen – der Deckungsbeitrag ist nicht alles! Info-Tag Qualitätsweizen und Durum Saalemühle Alsleben & BARO Lagerhaus Aschersleben Bernburg-Strenzfeld,

2 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Fläche * Weizen (W+S) (ohne Durum) Roggen Gerste (W+S) Winterraps Silomais Zuckerrüben Kartoffeln Erbsen Durum Bodennutzung in Deutschland - ausgewählte Kulturen (in Hektar) Quelle: Destatis, BMVEL, * vorläufige Zahlen

3 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Fruchtfolgegestaltung - Aktuelle Situation Auf knapp ¾ des Ackerlandes wächst Weizen, Mais, Gerste oder Raps Auf ca. 50 % des Ackerlandes steht Wintergetreide Auf ca. 2/3 des Ackerlandes werden Winterungen angebaut Konsequenzen: - Bodenbearbeitung, Maßnahmen zur Bestandesführung und Ernte fallen in enge Zeiträume - Etablierung klimarobuster Bodenbearbeitungssysteme schwierig - Hoher Anteil von Kulturen mit Wasserbedarfs-Maxima im Mai und Juni

4 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Bestimmungsfaktoren für die Gestaltung von Fruchtfolgen Wirtschaftlichkeit Pflanzenbau/ Pflanzenschutz Personal Technik Anbauquoten betriebliche Produktionsrichtung System der Bodenbewirtschaftung Standortverhältnisse / Klima

5 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Quelle: verändert nach LLFG 2013 in dieser Kalkulation sind keine fruchtfolgewirksamen Effekte berücksichtigt ! Deckungsbeitragsrechnung als Grundlage für die Fruchtfolgegestaltung ? Winterungen Bestimmungsfaktoren für die Gestaltung von Fruchtfolgen

6 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Quelle: verändert nach LLFG 2013 in dieser Kalkulation sind keine fruchtfolgewirksamen Effekte berücksichtigt ! Deckungsbeitragsrechnung als Grundlage für die Fruchtfolgegestaltung ? Sommerungen Bestimmungsfaktoren für die Gestaltung von Fruchtfolgen Schwächen: keine Aussagen zur Festkostenbelastung der Produktion Stückkostenbetrachtung nur eingeschränkt möglich keine Entscheidungshilfe bei der fruchtfolgeabhängigen Planung der Mechanisierung Bodenbewirtschaftungssysteme können über Deckungsbeitragsrechnung langfristig nicht vergleichend bewertet werden

7 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Gute Gründe für Kulturartenvielfalt jenseits des Deckungsbeitrages Bestimmungsfaktoren für die Gestaltung von Fruchtfolgen Arbeitszeitverteilung Maschinenauslastung - z.B. Mähdruschkapazitäten Absicherung gegen extreme Wetterverläufe, Ertragsstabilität z. B. 2011: Raps und Gerste vs. Mais und Rüben z. B. 2012: Auswinterungsschäden u.a. im Winterweizen und -gerste Günstigere Vorfrüchte für deckungsbeitragsstarke Kulturen anbauen Greening mind. drei Kulturen, (Hauptkultur 75 % u. die zwei Hauptkulturen 95 %)? 5 % der Acker- und Dauerkulturflächen als ökologische Vorrangfläche? Bekämpfung resistenter Ungräser, Schädlinge und Krankheiten Alternativen zu Mais, neues EEG Senkung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase

8 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Monat Dekade W-Weizen W-Durum W-Gerste W-Roggen Raps Zuckerrüben Mais S-Durum Erbsen Hafer Sommergerste Triticale -GPS Grünroggen- Mais Sorghum = Bodenbearbeitung= Aussaat = Düngung= Pflanzenschutz= Ernte Skizzierter Arbeitsplan für verschiedene Kulturen im Jahreslauf Fruchtfolge und Arbeitszeitverteilung

9 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Arbeitszeitverteilung verschiedener Bodenbewirtschaftungssysteme am Beispiel des Leitbetriebes (Mulchsaat, 200 ha) und eines Vergleichsbetriebes (konventionell, 200 ha), Standort Kalkar Quelle: Kivelitz 2007 Fruchtfolge und Arbeitszeitverteilung

10 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Juli 2011 Fruchtfolge und Witterungsextreme

11 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Quelle:dpa Ernte 2011 Fruchtfolge und Witterungsextreme

12 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen März 2012 Fruchtfolge und Witterungsextreme

13 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Juni 2013 Quelle: Ulrich Marx Fruchtfolge und Witterungsextreme

14 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen KulturartSchadereignisSchadwirkung Besonders empfindlicher Zeitraum Zuckerrüben Starkregen/Verschlämmungen/ErosionApril/Mai Starkregen/ Dauerregen Behinderung der Ernte September/ November Winterraps Starkregen/ Trockenheit Erosion, Verschlämmungen, Herbizidschäden oder - minderwirkungen, verminderte Feldaufgänge August/September HagelschlagAusfall der KörnerJuli AckerbohnenHitze und Trockenheit Stress mit Hülsenabwurf als Folge Mai-Juli ErbsenStarkregenLagerMai-Juli MaisKälte und TrockenheitEntwicklungsverzögerungApril/Mai Fruchtfolge und Witterungsextreme

15 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen KulturartSchadereignisSchadwirkung Besonders empfindlicher Zeitraum Winterweizen StarkregenLagerMai-Juli Niederschlag während der Blüte in Risikosituationen Infektion mit Ährenfusariosen Juni niederschlags­bedingte Ernteverzögerung Verlust der Backfähigkeit durch Fallzahlsenkung Juli Wintergerste mehrtätige Überstauung mit Wasser Absterben der PflanzenMärz-Juni StarkregenLagerMai-Juni Winterroggen Dauerregen während der Blüte Schartigkeit der Ähre, Mutterkornbefall Mai/Juni niederschlags­bedingte Ernteverzögerung Verlust der Backfähigkeit durch Fallzahlsenkung Juni/Juli Fruchtfolge und Witterungsextreme

16 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Mais Winterweizen Winterraps 50 cm Wurzelsysteme verschiedener Kulturpflanzen Quelle: verändert nach Kutschera et al Fruchtfolge und Witterungsextreme

17 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Weizen Sep Aug JulOkt Feb Jun MaiApr Mrz Gerste Silomais Raps AckerbohnenErbsenZuckerrüben Wachstumsphasen verschiedener Kulturen mit erhöhtem Wasseranspruch Fruchtfolge und Witterungsextreme

18 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Abweichungen (%) des Ertrages ausgesuchter Kulturen vom Mittel der Jahre 1990– 2011 bei verschiedenen Kulturen in den Jahren 2010 und (Basis: mittlere ertragszuwachsbereinigte Erträge für Deutschland, Zahlen für 2011, vorläufig) Quelle: Eigene Berechnungen aus Daten des Statistischen Bundesamtes und der WVZ Fruchtfolge und Witterungsextreme

19 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Wirkung verschiedener Kulturen in winterungslastigen Fruchtfolgen Legende: Sehr geringe Möglichkeiten/sehr ungünstige Wirkung Geringe Möglichkeiten/ungünstige Wirkung Durchschnittliche Möglichkeiten/neutrale Wirkung Gute Möglichkeiten/günstige Wirkung Sehr gute Möglichkeiten/sehr günstige Wirkung Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

20 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Möglichkeiten zumWeizenWGersteRoggenHaferDurum Reduzieren der BB bei Bestellung der Kultur Reduzieren der BB zur Folgekultur Ernterestmanagement Zwischen-/Zweitfruchtanbau nach der Kultur Einsatz organischer Dünger Eindämmen von resistentem AFU u. WDHWS Wirkung auf Ertrag der Folgekultur Fruchtfolgekrankheiten Aufwand für PS Aufwand für Düngung ArbeitszeitverteilungWS C-Bilanz (Stroh verbleibt auf Fläche) Bodengare (abhängig von Erntebedingungen) Wirkung verschiedener Kulturen in winterungslastigen Fruchtfolgen Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

21 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Möglichkeiten zumZ-RübenRaps Acker- bohnen Erbse Reduzieren der BB bei Bestellung der Kultur Reduzieren der BB zur Folgekultur Ernterestmanagement (Zeit und Technik) Zwischen-/Zweitfruchtanbau nach der Kultur Einsatz organischer Dünger Eindämmen von resistentem AFU u. WDH Wirkung auf Ertrag der Folgekultur Fruchtfolgekrankheiten Aufwand für PS Aufwand für Düngung Arbeitszeitverteilung C-Bilanz (Erntereste verbleiben auf Fläche) Bodengare (abhängig von Erntebedingungen) Wirkung verschiedener Kulturen in winterungslastigen Fruchtfolgen Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

22 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Problembereiche enger, winter- getreidebetonter Fruchtfolgen Auswirkungen auf: Ungrasbekämpfung, ResistenzenDirektkosten (Herbizide) Vermehrtes Auftreten von Fruchtfolgekrankheiten wie Halmbruch, Schwarzbeinigkeit, DTR, Fusarium, höherer N-Einsatz nach Getreidevorfrucht Direktkosten - Fungizide - Düngung Hohe Arbeitsspitzen Schlechte Arbeitszeitverteilung Geringere Ausnutzung von Maschinen und Arbeitskräften Kurze Anbaupausen zwischen den Hauptkulturen Höherer Maschinenbesatz Intensive (teure) Bodenbearbeitung notwendig, um Ernterückstände einzuarbeiten und eine störungsfreie Aussaat zu sichern Resultat: Mulchsaat ist machbar, Direktsaat ist kaum möglich, Pflugsaat verringert die Probleme, aber hohe Direktkosten und hohe Kosten der Arbeitserledigung Lütke Entrup und Schneider 2006 Auswirkungen enger, intensiver Getreidefruchtfolgen auf Kosten & Bodenbearbeitung Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

23 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen leer: 2002 keine Daten Resistenzauftreten 2002 Resistenzauftreten 2004 bis 2010 Region mit Resistenz 2010 identisch mit 2002 Ackerfuchsschwanzresistenz (gegen Ralon Super und /oder Axial) Windhalmresistenz (gegen IPU bzw. Sulfonylharnstoffe) Quelle: Petersen 2011 nach Niemann 2003, ergänzt IPU-Resistenz 2002 Sulfonylharnstoff-Resistenz 2008 bis 2010 Region mit Resistenz 2010 identisch mit ,3 Winter- weizen ,0 Winter- gerste reife Samen/m 2 Windhalm Pflanzen/m 2 Kulturart Windhalm: Pflanzenzahlen u. Samenbildung in Abhängigkeit von der Getreideart Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

24 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen 24 Winterraps: Dimension Aussaat: Herbstdüngung: 65 kg N/ha Winterraps: Dimension Aussaat: Herbstdüngung: 40 kg N/ha Vorfrucht: Wintergerste Ernte: Vorfrucht: Winterweizen Ernte: Aufnahmedatum: Unterschiedliche Rapsentwicklung am Standort Merklingsen, Soester Börde Fruchtfolge und pflanzenbauliche Aspekte

25 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen *nicht zwangsläufig Verfahrensvergleich zur Bestellung von Weizen nach unterschiedlichen Vorfrüchten (nach Blattfrucht konservierend, nach Halmfrucht Pflugfurche) Parameter Vorfrucht: Blattfrucht (Raps/Leguminosen) Vorfrucht: Halmfrucht (Weizen) Mehrkosten /ha Bodenbearbeitung (variable Maschinenkosten) ggf. Walze/Striegel Roundup Grubber/Saat Lockern/Mischen (8 – 10 cm) Pflügen Einebnen/Saat 25 – 45 Sortenwahl Keine Einschränkung Stoppelweizeneignung0-30 SaatgutbeizungStandardbeizungJockey / Latitude15-20* SaatterminFlexibelSpätere Saat (+10 – 14 Tage)10* VerunkrautungGeringer bis mittlerer Besatz Normaler – hoher Besatz (Schwerpunkt Gräser) 15-30* N- Düngung kgN/ha kgN/ha15-40 Fungizideinsatz2-(3) Behandlungen 2-3 Behandlungen Fusariumabsicherung ? 20-30* Summe der Mehrkosten bei Stoppelweizen verändert nach Schneider 2006 Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

26 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Flächen- kosten 18% Gebäude- kosten 3% Arbeits- erledigung 43% Sonstiges 3% Direkt- kosten 33% Zinsansatz Maschinenkapital 8 % Abschreibung Maschinen 20,2 % Unterhaltung/Steuer/Sonstiges 3 % Treibstoffe 15 % Maschinenunterhaltung 10 % Maschinenmiete 5,1 % Lohnansatz 16,8 % Personalaufwand (fremd) 22 % Vollkostenverteilung im Durchschnitt von 118 Ackerbaubetrieben Quelle: Schneider 2006 Kostenstrukturen in Testbetrieben und Marktfruchtbetrieben Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

27 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen 27 Dieselkosten bei unterschiedlichen Bodenbearbeitungsverfahren * Verfahren (alle Arbeitsgänge mit 102 kW Schlepper) Diesel l/haKosten /ha** mit Rückvergütung Kosten /ha ** ohne Rückvergütung Pflug Scheibenegge 3m Volldrehpflug 4-Schar Aussat KSE/Drillm. 3m 8,45 23,20 13,09 44,29 53,69 (100=Relativ) Mulchsaat (intensiv) Scheibenegge 3m Scheibenegge (tief) 3m Spritzung Totalherbizid Aussaat KSE/Drillm. 3m 8,45 10,85 1,80 13,09 33,85 41,03 (76 %) Mulchsaat (extensiv) Scheibenegge 3m Spritzung Totalherbizid Universaldrillmaschine 3m 8,45 1,80 4,85 14,95 18,27 (34 %) * Bei durchschnittlicher Hof-Feldentfernung (2 km) und 2 ha großen Schlägen ** Dieselpreis 1,21 ct/l, Gasölbeihilfe-Rückvergütung 21 ct/l 44,74 34,19 15,10 bei 100 ha +/ Quelle: Schneider ohne Jahr Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

28 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest, B.C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen Kraftstoffverbrauch verschiedener Bodenbearbeitungsverfahren auf unterschiedlichen Standorten Quelle: Brunotte und Wagner 2001 Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

29 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Aufwand für Treib- und Schmierstoffe in Testbetrieben des BMVEL im WJ 2011/12 Quelle: BMVEL Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

30 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest, B.C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen Energiebedarf unterschiedlicher Kulturen (GJ-Energieäqiuvalente / ha) Saatgut Pflanzenschutzmittel Dünger-Herstellung Trocknen Masch.einsatz Transport Masch.einsatz Düngen Masch.einsatz Pflanzenschutz Masch.einsatz Aussaat Masch.einsatz Ernte Masch.einsatz Bodenbearb. Quelle: Agroscope FAL Reckenholz Energieeffizienz verschiedener Kulturen und Fruchtfolgen Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

31 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Flächen- kosten 18% Gebäude- kosten 3% Arbeits- erledigung 43% Sonstiges 3% Direkt- kosten 33% Zinsansatz Maschinenkapital 8 % Abschreibung Maschinen 20,2 % Unterhaltung/Steuer/Sonstiges 3 % Treibstoffe 15 % Maschinenunterhaltung 10 % Maschinenmiete 5,1 % Lohnansatz 16,8 % Personalaufwand (fremd) 22 % Vollkostenverteilung im Durchschnitt von 118 Ackerbaubetrieben Quelle: Schneider 2006 Kostenstrukturen in Testbetrieben und Marktfruchtbetrieben Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

32 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Notwendiger Maschinenbedarf zur Weizenaussaat bei unterschiedlichen Weizenanteilen in der Fruchtfolge und differenzierter Bodenbearbeitung Bodenbe- arbeitung Max. Arbeitszeit zur Weizenaussaat 1) Betriebsgröße 200 ha Maschinenbedarf bei 2 / 3 Weizen 2) Maschinenbedarf bei 1 / 2 Weizen 2) Maschinenbedarf bei 1 / 3 Weizen 2) Pflug192 h 2 Schlepper 5- Scharpflug Kreiselegge Drille 3m Ausschöpfung 4) : 82 % Maschinenneuwert: 725 /ha 2 Schlepper 4- Scharpflug Kreiselegge Drille 2,5m Ausschöpfung 4) : 76 % 1 Schlepper 5- Scharpflug Kreiselegge Drille 3m Ausschöpfung 4) : 93 % Mulchsaat192 h 2 Schlepper Scheibenegge 3m Kreiselegge Drille 3m Ausschöpfung 4) : 70 % 1 Schlepper Scheibenegge 3m Kreiselegge Drille 2,5m Ausschöpfung 4) : 92 % 1 Schlepper Scheibenegge 2 m Kreiselegge Drille 2,5m Ausschöpfung 4) : 71 % Direktsaat192 h 1 Schlepper Direktsaatmaschine 3m 3) Ausschöpfung 4) : 53 % 1 Schlepper Direktsaatmaschine 3m 3) Ausschöpfung 4) : 32 % 1 Schlepper Direktsaatmaschine 3m 3) Ausschöpfung 4) : 21 % Maschineneuwert: 530 /ha 1) Durchschnittliche Arbeitszeit zur Weizenaussaat im Mittel von 10 Jahren bei durchschnittlichem Klima und mittlerem Boden 2) 5 ha Schlaggröße 3) Kleinste Arbeitsbreite, theoretisch kleinere Arbeitsbreiten möglich 4) Gibt den Anteil der mit den vorgegebenen Schleppern und Geräten ausgenutzten Zeit an Quelle: Lütke Entrup und Schneider, Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

33 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Leistungen:Markterlös = Geldrohertrag.. Direktkosten:Saat-, Pflanzgut Düngung Pflanzenschutz Trocknung, Lagerung Versicherung (Hagel) Zinsansatz Feldinventar = Direktkostenfreie Leistung.. Arbeitserledigungskosten:Personalaufwand (fremd) Lohnansatz Lohnunternehmer Maschinenmiete Feste Maschinenkosten Variable Maschinenkosten = Direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung (DAL) Quelle: Lütke Entrup und Schneider, 2003 Berechnungsbasis zur Bewertung von Bewirtschaftungssystemen Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

34 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Grundlagen: 1. Der Weizenpreis hat Eckpreisfunktion - Rapspreis = Weizenpreis x 2 - Leguminosenpreis = Weizenpreis + 1 /dt 2. Berechnung anhand der Ertragsergebnisse und Kostenberechnung aus den Versuchen Ab wann rechnen sich aufgelockerte Fruchtfolgen? Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

35 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Ab wann rechnen sich aufgelockerte Fruchtfolgen? Hochertragsstandort Soester Börde: f(x)=96,5x – 864,0 f(x)=86,325x – 704,69 Gleichgewichtspreis bei 15,65 /dt Weizen Quelle: Schneider, 2006 Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

36 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Ab wann rechnen sich aufgelockerte Fruchtfolgen? Nord-Ostdeutscher Standort mit mittlerer bis schwacher Ertragsfähigkeit: f(x)=76,875x – 764,15 f(x)=78,375x – 913,0 Quelle: Schneider, 2006 Fruchtfolge und ökonomische Aspekte

37 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Fazit Enge winterungsbetonte Fruchtfolgen bergen eine Vielzahl pflanzenbaulicher Risiken und begrenzen die Möglichkeiten zur Einführung ertragsstabiler, energieeffizienter und arbeitszeitsparender Bewirtschaftungssysteme. Von den Getreidearten kann insbesondere Sommerdurum eine gute Wirtschaftlichkeit mit positiven Effekten in diesen Bereichen verbinden. Durch die Erweiterung der Fruchtfolgen können Mulchsaatsysteme mit vollkommenem Pflugverzicht bei Wechsel von Halm- und Blattfrucht oder Winterung und Sommerung verfahrenstechnisch und pflanzenbaulich sicher gestaltet werden. Bei der Gestaltung von Fruchtfolgen auf der Basis einer einfachen Deckungs- beitragsrechnung bleiben viele wichtige Aspekte unberücksichtigt, die teilweise ökonomisch schwer zu fassen sind. In vielfältigen Fruchtfolgen kann der Anbau von Getreide ertragssicherer und mit verminderten Aufwand für Pflanzenschutz und Düngung gestaltet werden. Unter Vollkostenbetrachtung rechnen sich extensive Fruchtfolgen auf Hochertragsstandorten bei niedrigem und mittlerem Preisniveau, auf ertragsschwächeren Standorten sogar noch bei hohen Erzeugerpreisen. Beispiele sind die Arbeitszeitverteilung, Maschinenauslastung, die Absicherung gegen extreme Wetterverläufe und die Möglichkeiten zur Bekämpfung resistenter Ungräser, Schädlinge und Krankheiten.

38 Fachbereich Agrarwirtschaft Soest Fachhochschule Südwestfalen Vielen Dank für die Aufmerksamkeit ! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!!!


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