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E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER.

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Präsentation zum Thema: "E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER."—  Präsentation transkript:

1 E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER

2 G RUNDTHESE Hausarbeiten schreiben macht Spaß! 2

3 W ARUM ? Günstige Relation Einsatz – ErgebnisEndlich dicke Bretter!Ergebnis überzeugt auch ästhetischAngstfreies Arbeiten 3

4 A BLAUF Anmeldung erfolgte über Basis Sachverhaltsausgabe: DeckblattFormatvorlage? Drucker und Computer startklar? USB-Stick für Sicherheitskopien 4

5 W AS GEBE ICH AB ? 1 Deckblatt 2 Sachverhalt 3 Literaturverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis 4 Inhaltsverzeichnis / Gliederung 5 Gutachtentext 6 Ende der Bearbeitung / Unterschrift 7 In Kopie: AG-Schein Zivilrecht 5

6 W AS GEBE ICH AB ? Bitte Reihenfolge einhalten! 6

7 W ARUM SIND F ORMALIA WICHTIG Formalia sind die ersten Fehler, die auffallen. Der Prüfer schließt auch vom Äußeren auf das Innere. Nach der Prüfererfahrung sind Arbeiten mit formalen Fehlern auch inhaltlich schlecht: Wer unsauber arbeitet, denkt meist auch nicht sauber. 7

8 F ORMALIA Bearbeitervermerk beachten Schriftgröße, Zeilenabstand, Rand etc. Seitenzahlen: Nach dem Deckblatt bis zum Gutachtentext: römische Zahlen (I, II, III, …) Danach: arabische Zahlen (1, 2, 3, …) Elektronische Abgabe beachten! Papierversion binden oder heften 8

9 F ORMATVORLAGEN Zum Download bereit unter: bonn.de/index.php?id=4233 Studium -> Fachstudienberatung 9

10 D ECKBLATT Name Anschrift Matrikelnummer Fachsemester Titel der Vorlesung Dozent Semester (Wintersemester 2012/13) Hausarbeit 10

11 B EISPIEL 11

12 S ACHVERHALT Fehlerfrei abtippen bis zur Aufgabenstellung, also ohne Angaben zu Formalia, Abgabedatum etc. 12

13 L ITERATUR Welche Literaturarten kennen Sie, die in einer juristischen Hausarbeit verwendet werden müssen? 13

14 L ITERATUR : A RTEN Lehrbücher Zeitschriften (Aufsätze) Festschriften (Aufsätze) Kommentare Monographien (oft: Doktorarbeiten und Habilitationsschriften) Gesetzgebungsmaterialien: Motive und Protokolle zum BGB Urteilsanmerkungen Rechtsprechung (kommt nicht ins Literaturverzeichnis) 14

15 L ITERATURVERZEICHNIS Sortierung: rein alphabetischVollständigkeit in beide RichtungenStets aktuellste Auflage zitieren Umfang: Mindestens vier Seiten mit sämtlichen Literaturarten Namen links, Werke rechts: Tabellenform wählen 15

16 M ONOGRAPHIEN Name, Vorname(n) Titel des Werks, evtl. Untertitel Erscheinungsort (Verlagsort) Auflage, wenn es mehrere gibt Erscheinungsjahr Zitierweise 16

17 B EISPIEL Conrad, ChristianDie Vollmacht als Willenserklärung Rechtsschein und Verkehrsschutz im Recht der gewillkürten Stellvertretung Hamburg 2012 (zit.: Conrad, Vollmacht, …) 17

18 K OMMENTARE Herausgeber Titel des Kommentars Erscheinungsort / Jahr Zitierweise 18

19 B EISPIELE I Staudinger, Julius von (Begr.)Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen Buch 2 Recht der Schuldverhältnisse Einleitung zum Schuldrecht, Treu und Glauben Neubearbeitung Berlin 2005 (zit.: Staudinger / Bearbeiter, § …, Rn..) Palandt, Otto (Begr.)Bürgerliches Gesetzbuch Kommentar 72. Auflage München 2013 (zit.: Palandt / Bearbeiter, § …, Rn …) 19

20 B EISPIELE II Prütting, Hanns Wegen, Gerhard Weinreich, Gerd (Hrsg.) BGB Kommentar Köln 8. Auflage 2013 (zit.: PWW / Bearbeiter § … Rn …) Schulze, Reiner (Schriftleitung)Bürgerliches Gesetzbuch Handkommentar Baden-Baden, 7. Auflage 2012 (zit.: Hk-BGB / Bearbeiter, § …. Rn …) 20

21 A UFSATZ Verfasser: Name, Vorname Titel des Aufsatzes Fundstelle Anfangs- und Endseite 21

22 B EISPIELE Medicus, DieterDie psychisch vermittelte Kausalität im Zivilrecht, JuS 2005, Seite (zit.: Medicus, JuS 2005, 289, …) Schmoeckel, Mathias:Der maßgebliche Zeitpunkt zur Bestimmung der Sittenwidrigkeit Archiv für die civilistische Praxis 1997 (1997), Seite (zit.: Schmoeckel, AcP 1997, 1, …) Neuner, JörgDas nachbarrechtliche Haftungssystem JuS 2005, Seite 384 – 391. (zit.: Neuner, JuS 2005, 384, …) 22

23 I NTERNETQUELLEN Name, Vorname des Autors / der Autoren Titel (ggf. Untertitel) Vollständige Internetadresse Abrufdatum Benutzte Zitierweise 23

24 B EISPIEL 24 Messerle, Alexandra; Weingart, Stephan Altershöchstgrenze für Bürgermeister r/7659 Abfruf vom (zit.: Messerle/Weingart, Altershöchstgrenze)

25 G ESETZGEBUNGSMATERIALIEN Entstehung des BGB MotiveProtokolle 25

26 B EISPIEL MotiveMotive zu dem Entwurf eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich Band I Allgemeiner Theil Berlin Leipzig 1888 (zit.: Mot I, …) 26

27 - E XKURS – W O FINDE ICH DIE M OTIVE ? 27

28 S CHRITT 2 28

29 S CHRITT 3 29

30 S CHRITT 4 30

31 S CHRITT 5 31

32 S CHRITT 6 32

33 S CHRITT 7 33

34 E XKURS E NDE 34

35 L ITERATURRECHERCHE Erste Anlaufstelle: Kommentar Auch gut: Beck online, juris Für die Rechtsprechung: LMK: online.beck.de/?vpath=bibdata/zeits/lmk/20 12/y-300.z-lmk.b-2012.h-06.htmhttp://beck- online.beck.de/?vpath=bibdata/zeits/lmk/20 12/y-300.z-lmk.b-2012.h-06.htm 35

36 A BKÜRZUNGSVERZEICHNIS Erste Möglichkeit: individuell (bitte nicht!) Zweite Möglichkeit: Hinsichtlich der verwendeten Abkürzungen wird verwiesen auf Kirchner, Hildebert Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, Berlin 7. Auflage

37 I NHALTSVERZEICHNIS SachverhaltLiteraturverzeichnisGliederung 37

38 G LIEDERUNG Wer A sagt, muss auch B sagen Tipp: Sie verneinen gleich das erste Tatbestandsmerkmal bei 1. – gliedern Sie unter 2. ein Ergebnis und vermeiden Sie so Gliederungsfehler 38

39 P RAKTISCHE H INWEISE §, Steuerung und Shift gedrückt halten, Leerzeichen Auf geschütztes Leerzeichen achten vor § und vor : § ͦ116) Das sieht im Ergebnis bei eingeschaltetem ¶ etwa so aus: 39

40 F UßNOTEN Nachname, Fundstelle: Bei Monographien: Kurzbezeichnung der Quelle Bei Aufsätzen: Zeitschrift und Jahr Bei Kommentaren: welcher Kommentar Seitenzahl (bei Aufsätzen auch Anfangsseitenzahl), Punkt. Hinweis: Zitiervorschläge (z.B. bei Kommentaren) beachten! 40

41 B EISPIELE Neuner, Das nachbarrechtliche Haftungssystem, JuS 2005, 384, 389. PWW / Brinkmann, § 155 Rn 2. Conrad, Vollmacht, S

42 B ITTE NICHT : Vgl. Conrad, Vollmacht, S

43 H ÄUFIGE Z ITIERFEHLER Nach der Rechtsprechung können nur körperfremde Sachen gefährliche Werkzeuge im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Alt. 1 StGB sein. 23 Demnach hat T durch den Faustschlag dieses Merkmal nicht erfüllt. 24 [...] 23 Meier, NJW 2001, 234, Meier, NJW 2001, 234, 236; instruktiv dazu Müller, Palandt / B,.. 43

44 F UßNOTEN U RTEILE Gericht Fundstelle 44

45 B EISPIELE RGZ 128, 92, 95 RGZ SeuffArch Band 61, Nr. 109 BGH MDR 2000, 872, 873 BGHZ 37, 233, 235 OLG Düsseldorf NJW 1988,

46 F UßNOTEN Zitierweise Zitiert wird wörtlich nur bei abstrakten Definitionen ansonsten besser sinngemäß Die Fußnote enthält einen Kurzbeleg, das Inhaltsverzeichnis einen Vollbeleg Bei Literaturnachweisen muss die Fußnote mit der Zitierweise übereinstimmen Fußnoten werden nach dem Satzzeichen eingefügt, wenn sie sich auf einen Satz oder Teilsatz beziehen. Nur soweit sie sich auf ein bestimmtes Wort oder eine bestimmte Wortgruppe beziehen, stehen sie unmittelbar danach. 46

47 F UßNOTEN Grundlagen Fußnoten beginnen mit einem Großbuchstaben und enden mit einem(!) Punkt. Jedes Zitat gibt die zitierte Seite / Stelle an. Bei Aufsätzen und Rechtsprechungszitaten zusätzlich die Startseite mit angeben Die Angabe S. für Seite ist grundsätzlich entbehrlich. Die Angabe ff. ist zu vermeiden. Besser die gemeinte(n) Seite(n) konkret angeben. Die Angabe f. ist nur zu verwenden, wenn sich die wiedergegebene Aussage auf der zitierten Seite auf eine weitere Seite erstreckt. Mehrere Fundstellen sind durch ; voneinander zu trennen 47

48 F UßNOTEN Rechtsprechungsnachweise stehen in einer Fußnote mit mehreren Angaben am Anfang, höhere Gerichte vor niedrigeren; erst dann kämen Literaturnachweise! 48

49 B EISPIEL BGHZ 11, 27, 37; 37, 233, 235f; OLG Braunschweig NJW-RR 1992, 440; MünchKomm/Mayer-Maly, § 134 Rn 7, Palandt / Heinrichs, § 134 Rn

50 E RSTE F UßNOTE Wer möchte, kann als erste Fußnote folgenden Text angeben: §§ ohne weitere Angaben sind solche des BGB. Damit erspart man sich die Angabe des Gesetzes bei den Normen. 50

51 I NHALTLICHE A RBEIT Sachverhalt lesen und auswerten Ins Thema einlesen Gutachten anfertigen 51

52 T IPP Schon beim Lesen der Literatur bzw. Rechtsprechung wichtige Sätze rausschreiben und gleichzeitig die Fundstelle in ein Literaturverzeichnis aufnehmen! 52

53 W EITERE T IPPS Der Weg ist das Ziel, das Ergebnis oft zweitrangig Ausgangspunkt ist immer das Gesetz Obersatz und Ergebnis müssen zusammen passen Methodisch arbeiten! 53

54 M ETHODISCH ARBEITEN Auslegungsmethoden anwenden und benennen System der Ansprüche beachten Standardargumente verwenden 54

55 S YSTEM DER A NSPRÜCHE I.: Vertrag II.: Quasivertrag III.: Dingliche Ansprüche IV.: Delikt V.: Bereicherungsrecht 55 Zum Download:

56 S TANDARDARGUMENTE Analogie und UmkehrschlussTeleologische Extension und ReduktionErst-recht-SchlussBegründung unter Hinweis auf unsinnige FolgenNegatives ArgumentGegenakt 56

57 L ITERATURTIPP Thorsten Schmidt Grundlagen rechtswissenschaftlichen Arbeitens In: Juristische Schulung 2003, und

58 A NALOGIE UND U MKEHRSCHLUSS Analogie Planwidrige Regelungslücke Tatbestandliche Gleichwertigkeit des geregelten und ungeregelten Falls Übertragbarkeit der Rechtsfolge Umkehrschluss Planwidrige Regelungslücke Keine Übertragbarkeit der Rechtsfolge 58

59 B EISPIELE Entsprechende Anwendung von § 179 BGB auf den Boten (Palandt / Ellenberger, § 177 Rn 2) Keine analoge Anwendung von § 122 BGB auf das Auftreten eines geschäftsunfähigen Vertreters (Palandt / Ellenberger, § 122 Rn 2) 59

60 T ELEOLOGISCHE R EDUKTION Der Wortlaut ist nach dem Zweck der Regelung zu weit gefasst 60

61 B EISPIEL § 828 II BGB Wer das siebente, aber nicht das zehnte Lebensjahr vollendet hat, ist für den Schaden, den er bei einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug, […] einem anderen zufügt, nicht verantwortlich. 61

62 E RST - RECHT -S CHLUSS Wenn § 622 BGB eine vierwöchige Kündigungsfrist für die Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer fordert, ist eine Kündigung mit dreimonatiger Kündigungsfrist erst recht zulässig. 62

63 S ACHVERHALT Mehrfach lesen und die wichtigen Informationen entnehmen Daten -> Fristenberechnung ausführliche Darstellung -> Schwerpunkt der Arbeit Wörtliche Wiedergabe -> Auslegung von Willenserklärungen gem. §§ 133,

64 S ACHVERHALT Rechtliche Aussagen sind als zutreffend zu betrachten. Laienhafte Ausdrücke stehen meist in Gänsefüßchen. Auskünfte von (möglicherweise ehemaligen) Jurastudenten im Sachverhalt sind meist falsch. 64

65 S ACHVERHALT Fall 1: A verkauft B einen Topf für 1 Euro. Außerdem leiht er sich von A gegen eine Gebühr von 5 Euro einen Videofilm aus. Kann A von B Zahlung von 6 Euro verlangen? Frage: Was prüfen Sie hier? 65

66 L ITERATUREMPFEHLUNG Kleinhenz, Holger / Deiters, Gerd Jura Professionell – Klausuren, Hausarbeiten, Seminararbeiten, Dissertationen Richtig schreiben und gestalten (vergriffen) Signatur im Juridicum: Ag 26/244 66

67 A LLGEMEINER L ITERATURTIPP Lange, BarbaraJurastudium erfolgreich Planung – Lernstrategie – Zeitmanagement 7. Auflage München

68 D ANKSAGUNG Für Unterstützung bei der Vorbereitung danke ich Herrn Professor Köndgen Herrn Professor Schermaier Herrn Rechtsanwalt Deiters Herrn Kesper Herrn Jens Sablotny 68

69 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und: Viel Spaß bei der Anfertigung der Hausarbeit! 69


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