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© Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 1/16 7 Werkausgaben Gliederung Merkmale Textkritik, Textredaktion Apparat Register.

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1 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 1/16 7 Werkausgaben Gliederung Merkmale Textkritik, Textredaktion Apparat Register Editionswissenschaft Ausgaben Markt, Bibliotheken Beispiele Wiederholungsfragen

2 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 2/16 7 Werkausgaben Merkmale Arbeiten von Schriftstellern, Philosophen, Wissenschaftlern in einbändigen, oft mehrbändigen Ausgaben Sie können enthalten: obereits früher selbstständig publizierte Werke ofrüher unselbstständig publizierte Werke ounveröffentlichte Werke oBriefe des Autors und an den Autor oTagebücher, Notizen, Exzerpte des Autors oEinleitung, Kommentare, Apparat des Herausgebers oRegister und andere Erschließungsmittel

3 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 3/16 7 Werkausgaben Textkritik, Textredaktion Bei unsicherer Textüberlieferung stellt der Herausgeber einen gesicherten Text aus den Varianten her (Textkritik), z.B. antike, mittelalterliche Texte; auch bei einzelnen neuzeitlichen Autoren (Kleist, Hölderlin…) kritische Ausgabe Textveränderungen üblich (erforderlich?) bei älteren Autoren: Aktualisierung der Rechtschreibung unter Wahrung des Lautstandes, Herstellung einer heute flüssig lesbaren Fassung (besonders bei mehr als 300 Jahre alten Werken)Aktualisierung

4 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 4/16 7 Werkausgaben Apparat in Fußnoten, Anhängen, separatem Band abweichende Textvarianten, Quellenangaben überlieferungs-, editionsgeschichtliche Angaben Erklärung von Namen und Wörtern, die nicht ohne weiteres verständlich sind gegebenenfalls Übersetzung fremdsprachiger Partien/Zitate im Werk Paralipomena: vorgesehene, vom Autor schließlich gestrichene Partien, vorbereitende Skizzen Verweise auf gleich lautende oder verwandte Textstellen

5 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 5/16 7 Werkausgaben Apparat im Apparat oder im Kommentar Entstehungszeit, biografischer Hintergrund, beteiligte Personen auf das Werk bezogene Äußerungen des Autors, Selbstkommentare auf Leben und Werk bezogene Äußerungen von Zeitgenossen Quellen des Autors Beziehungen des Werks zu früheren Werken Wirkungen, Rezeption Interpretation setzt auf Apparat und Kommentar auf

6 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 6/16 7 Werkausgaben Register, Editionswissenschaft Register soll ogezieltes Wiederauffinden eines Werks erlauben (z.B. Gedichttitel und –anfänge) oErwähnungen von Personen und Sachverhalten erschließen oEmpfänger und Absender von Briefen erschließen oBehandlung eines Themas in verschiedenen Werken erschließen ochronologischen Zusammenhang der Werke erschließen Editionswissenschaft (Editorik) formuliert Kriterien für Textkonstitution, Apparat und Kommentar

7 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 7/16 7 Werkausgaben Typen von Editionen (Historisch-)Kritische Ausgabe stellt den Text aus allen überlieferten Varianten her, (dokumentiert die verschiedenen Fassungen von Entwürfen bis zur Ausgabe letzter Hand), Apparat, Kommentar Studienausgaben mit Apparat und Kommentar, eine Textfassung, oft ohne Tagebücher, Briefe…, Gesamtausgabe, Gesammelte Werke… Leseausgaben (Auswahl) mit Lesetext in moderner Orthografie, Vor- und Nachwort Textausgaben in moderner Orthografie ohne Apparat und ohne Kommentar

8 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 8/16 7 Werkausgaben Markt Bibliotheken Motive der Verlage: okulturelle Verpflichtung, meist quersubventioniert durch gängige Titel oImagepflege, oft durch Fördermittel finanziert oSchaffung eines neues Fundus, aus dem heraus langjährig Einzelausgaben publiziert werden können z.T. Direktvertrieb ca. 300 neue Titel belletristischer Autoren p.a. für ÖBen wenig interessant, für WBen bei philologischen Fächern unverzichtbar Deutsche OPACs führen i.d.R. die in den Werkausgaben enthaltenen Einzelwerke nicht auf (anders in angloamerikanischer Welt)

9 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 9/16 7 Werkausgaben Beispiele Wolfram von Eschenbach: Parzival Nur als Netzpublikation der Univ. Basel

10 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 10/16 7 Werkausgaben Beispiele Johann Wolfgang von Goethe 1 keine umfassende Gesamtausgabe; meist nicht enthalten: naturwissenschaftliche Schriften, Briefe vor 1775, amtliche Schriften; Briefe in Auswahl zwei Beispiele der zahlreichen Goethe-Editionen: Werke. Hrsg. im Auftrage der Großherzogin Sophie von Sachsen [Weimarer Ausgabe]. 133 Bde. Weimar , Nachdruck 1975 ohistorisch-kritische Ausgabe, aber ohne: Briefe an Goethe, Gespräche… oEditionsprinzipien umstritten, gelten z.T. als überholt

11 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 11/16 7 Werkausgaben Beispiele Johann Wolfgang von Goethe 2 [Hamburger Ausg.] Zs. 20 Bde. Hamburg, München 1948 ff Werke. Gesamtred. Erich Trunz. - Briefe. - Briefe an Goethe. ovorbildliche Studienausgabe, wichtigste Werke, Briefauswahl oabweichende Fassungen und Paralipomina kaum, ausführlicher Kommentar

12 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 12/16 7 Werkausgaben Beispiele Martin Luther 1 Werke. Kritische Gesamtausg. Abt. I-IV. Ca. 100 Bde. Weimar 1883ff ohistorisch-kritische Ausgabe, jedoch mit wechselnden Editionsprinzipien obei Vorliegen unterschiedlicher Fassungen (z.B. Handschrift und 1. Druck): alle Fassungen synoptisch oder nacheinander abgedruckt ounter dem Text kritischer Apparat mit Varianten auch späterer Drucke oausführliche Einleitungen über Anlass, Entstehung, Quellen, Überlieferung, Textgeschichte, Bewertung der Textzeugen

13 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 13/16 7 Werkausgaben Beispiele Martin Luther 2 Werke in Auswahl. Hrsg. von Otto Clemen. 8 Bde. Berlin ; spätere Nachdrucke oStudienausgabe mit repräsentativer Auswahl, Briefe, Tischreden oTextgrundlage = Weimarer Ausgabe, aber oft eigene Textgestalt oEinleitung und Erläuterungen zu Textgrundlage, Überlieferung, offenen Fragen

14 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 14/16 7 Werkausgaben Beispiele Heinrich Heine 1 Buch der Lieder, Erstausg Heutige Textgestalt auf Basis der 5. Aufl (Ausg. letzter Hand). Heine selbst nahm von Aufl. zu Aufl. Änderungen vor, bes. von der 1. zur 2. Aufl. Aus: Säkularausg. Bd. 1. Komm. Tlbd. 1. Berlin: Akademie- Verl = H.H.s Worte mit Änderungen, die in der 2. Aufl. vorzunehmen sind; Ms. verloren, Abdrucke 1893 (unvollst.) u (vollst.)

15 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 15/16 7 Werkausgaben Beispiele Heinrich Heine 2

16 © Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Univ. Berlin: Vorlesung Medien - Skript 16/16 7 Werkausgaben Wiederholungsfragen 1.Was kann der Apparat einer Werkausgabe enthalten? 2.Welche Typen von Editionen sind üblich?


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