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Lost Children - Kindersoldaten in Uganda. Situation: 20 Jahre brutalster Bürgerkrieg zwischen Regierung und LRA – der Lords Resistance Army Mehr als 1,4.

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1 Lost Children - Kindersoldaten in Uganda

2 Situation: 20 Jahre brutalster Bürgerkrieg zwischen Regierung und LRA – der Lords Resistance Army Mehr als 1,4 Millionen geflohene Menschen in sog. Wehrdörfern und Vertriebenenlagern Nachtpendler Mehr als verschleppte Kinder Fast wöchentlich gibt es Schreckensnachrichten von Massakern, Entführungen, Überfällen usw. auf die Zivilbevölkerung

3 Politische Geschichte in Uganda 1962: Unabhängigkeit von England. Obote als Premierminister. 1966: Einparteiensystem und Präsidialregime unter Obote. 1971: Militärputsch Idi Amins. Brutales Militärregime, Rassismus 1979: Nach dem Einmarsch in Tansania, Eroberung Ugandas mithilfe tansanischer Truppen, Sturz Idi Amins 1980: Ablösung der Regierung durch Militärkomission unter dem Vorsitz eines Oboteanhängers, Rückkehr Obotes aus dem Exil 1985: Militärputsch von Tito Lutwa 1986: Einnahme der Hauptstadt durch die Nationale Widerstandsarmee (NRA).Vorsitzender Museveni wird Präsident der Republik Uganda : Erarbeitung eines Verfassungsentwurfs seit 1996: Siege Musevenis in allen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen,Beibehaltung des MovementSystems. (Einparteiensystem)

4 Situation in Uganda Museveni war der erste Präsident aus dem Süden, was den Norden sozusagen entmachtete, und das wollten die Sektenchefs aus dem Norden nicht akzeptieren, welche sich unter der Führung von Joseph Kony als Rebellenarmee zusammen taten. Der Lords Resistance Army. Diese Armee führt seit 1986 (also seit Machtantritt Musevenis) einen brutalen Krieg gegen die Regierung. =>Somit ergibt sich folgende Situation: Die nordugandische Rebellenarmee LRA gegen Truppen der Regierung aus dem Süden.

5 Die LRA - Lord s Resistance Army Zusammenarbeit mit dem Staat ist von Übel. Alle Vertreter und Kollaborateure des Staates müssen gnadenlos bekämpft werden, denn sie sind des Teufels, und nur wer den Teufel aktiv bekämpft, ist des Himmels sicher. Joseph Kony, Rebellenführer Kämpfen schon seit 19 Jahren, allerdings ohne einmal Forderungen gestellt zu haben. Das heißt ihre Ziele sind unklar bis auf das sie gegen die Regierung kämpfen. Wird vom Sudan mit Waffen und Rückzugsgebieten unterstützt, dafür unterstützt die LRA den Sudan beim Kampf gegen die sudanesischen Rebellen. Derzeit geschätzte 8000 Kindersoldaten im Einsatz.

6 Kinder im Krieg Kindersoldaten Weltweit: , davon in Uganda: Kinder im Krieg: Sie werden eingeschüchtert, gefoltert, missbraucht und verkauft. Die Überlebenden tragen meistens schwere seelische Schäden davon. Diejenigen denen die Flucht gelingt, leben in ständiger Angst und im Bewusstsein, dass ihre Familien durch ihr Entkommen in Gefahr sind. Deswegen haben die Kinder Angst überhaupt aus dieser Hölle zu fliehen. Aus Gewöhnung und Indoktrinierung, oder aus Furcht vor ihren Familien abgewiesen zu werden, werden sie als Rebellen erwachsen, und bleiben in der LRA. Aus Entführten werden Entführer.

7 Warum Kinder? Warum Kinder: Kinder sind billig und willig, essen weniger und brauchen keinen Sold, lassen sich leicht manipulieren und leicht ersetzen. Aber sie können so gut töten wie Erwachsene – je jünger sie sind, desto weniger moralische Skrupel kommen ihnen dabei, weil sie die Tragweite ihrer Taten noch nicht begreifen. Man geht davon aus, dass allein in der Diözese Gulu im Laufe der vergangenen Jahre mehr als Kinder entführt worden sind. Viele von ihnen werden gezwungen, nahe Verwandte oder andere Kinder umzubringen.

8 Der Film Lost Children LOST CHILDREN ist das Porträt von vier Kindersoldaten zwischen 8 und 14 Jahren, die nach gelungener Flucht aus den Buschlagern der Rebellen, nur Eines wollen: wieder Kind sein und leben. Dabei werden ihre Aufenthalte im Auffanglager von Pajule eine Zeit lang vom Filmteam dokumentiert. Neben den Kindern kommen auch noch die Sozialarbeiter Jon Bosco und Grace Arach zu Wort, die sich um die Kinder kümmern

9 Jennifer Jennifer, 14,, wird gequält von schweren Alpträumen, in denen ihr die Menschen erscheinen, die sie getötet hat. Als sie elf Jahre alt wurde, bekam sie eine Waffe und musste kämpfen. Sie beschreibt, wie sie zusammen mit anderen Mädchen von einem Kommandanten der Rebellen vergewaltigt wurde. Deshalb hat sie Angst, dass sie HIV- positiv ist. Da sie ein Mädchen ist, muss ihr Vater über sie entscheiden. Sie wirft ihm vor, Schuld an ihrer Entführung zu haben und droht wegzulaufen, sollte sie zu ihm zurückkehren müssen. Jennifer wird von der Sozialarbeiterin Grace betreut, die es schafft, zwischen dem Mädchen und ihren Eltern zu vermitteln und erreicht, dass sie zur Mutter heimkehren darf. Am Ende wird ihr Traum auf die Nähschule zu kommen doch noch wahr.

10 Kilama Kilama, 13, konnte 12 Monate nach seiner Entführung fliehen und erfuhr erst dann, dass seine Eltern ermordet wurden. Ihn verfolgt die Erinnerung an einen kleinen Jungen, der mit ansehen musste, wie Kilama dessen Mutter erstach. Er betet Tag und Nacht um Vergebung, aber der Großmutter ist der Junge unheimlich. Immerhin ist sie bereit, das Ritual zu organisieren, das ihn von seinen Alpträumen heilen soll. Trotzdem wird der Waise zu entfernten Verwandten außerhalb der Stadt abgeschoben, bei denen er aber nur tagsüber bleiben kann. Die Hütte seiner Verwandten ist zu unsicher, und so wird auch er zu einem Nachtpendler. Schließlich läuft er von seinen Verwandten weg, weil sie ihn ausgrenzen und schlecht über ihn reden. Immerhin fühlt er sich nach dem Ritual von seinen Alpträumen befreit und bittet darum in einem Kinderheim leben zu dürfen. Als er dort freundlich begrüßt wird und einen Schlafplatz auf dem Boden zugewiesen bekommt, lacht er das erste Mal.

11 Francis Francis, 12, ist einer der Jungen, die von John betreut werden. Francis schildert, wie er anderen Kindern beim Töten zusehen musste. Zwei Jungen wurden mit Macheten hingerichtet. Danach war allen entführten Kindern klar, dass ihnen dasselbe droht, wenn sie es wagen sollten zu fliehen oder sich den Befehlen der Rebellenführer zu widersetzen. Er wird nicht zu seiner Mutter zurückgehen können, da ihm dort die erneute Entführung durch die Rebellen droht. Er wird bei seiner Tante in Gulu leben müssen und nie mehr über seine Erlebnisse sprechen, denn es ist ihm klar, dass die Nachbarn ihn sonst nicht dulden werden.

12 Opio Opio, 8, hat zahlreiche Verletzungen von seiner Flucht. Aufgrund seines Alters empfindet er weder Unrechtsbewußtsein noch Reue. Als er seine Mutter zum ersten mal seit einem Jahr wieder trifft erzählt sie ihm, die Rebellen hätten gedroht, die ganze Familie zu töten, wenn eines ihrer entführten Kinder zurückkehren sollte. Sie hat Angst um die Familie, und bittet ihn, möglichst lange im Auffanglager zu bleiben. Nach anfänglichem Zögern fragt sie ihn, ob auch er töten musste. Der Junge nickt. Sozialarbeiter John hört später davon, dass der Kleine beim Angriff auf das Flüchtlingslager verschwunden ist. Man sagt ihm, Opio sei aus Angst weggerannt, nachdem das Flüchtlingslager seiner Eltern angegriffen wurde. Niemand weiß, ob ihn die Rebellen erneut entführten oder ob er getötet wurde.

13 Caritas in Uganda Projektbeginn 1999 Das Projekt Caritas international betreibt und in Norduganda das Auffanglager in Pajule in der Nähe Gulus zur sozialen Wiedereingliederung dieser Kinder. Die Mitarbeiter der Caritas geben den ehemaligen Kindernsoldaten die Chance auf einen Neuanfang. Sie hören ihnen zu, nehmen Anteil und verurteilen sie nicht für das, was sie getan haben. Caritas begleitet die Kinder, bis sie wieder in ihrer Gemeinschaft aufgenommen werden. Die Kosten Euro, davon Euro vom Auswärtigen Amt finanziert

14 Die Dreharbeiten Der Film wurde in zehn Wochen in drei Drehphasen im September 2003, Januar und Mai 2004 gedreht. Um nicht zur Zielscheibe der Rebellen zu werden oder der drastischen Zensur der Regierung zu unterliegen, reiste das Team inkognito mit kleinem Equipment und der Unterstützung der Caritas Gulu, denn das Vertrauen der Kinder hätten die Filmemacher mit Regierungstruppen im Rücken wohl kaum gewinnen können. Zwei Tage nach der Abreise des Teams im Oktober 2003 wurden Pajule und das Auffanglager von den Rebellen angegriffen. Dabei starben fast 20 Menschen und über 240 wurden entführt.


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