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Weimar Klassik Der Ausdruck Weimarer Klassik bezeichnete im Verständnis des 19. Jahrhunderts die Zeit, in der das Viergestirn Wieland, Goethe, Herder.

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Präsentation zum Thema: "Weimar Klassik Der Ausdruck Weimarer Klassik bezeichnete im Verständnis des 19. Jahrhunderts die Zeit, in der das Viergestirn Wieland, Goethe, Herder."—  Präsentation transkript:

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2 Weimar Klassik Der Ausdruck Weimarer Klassik bezeichnete im Verständnis des 19. Jahrhunderts die Zeit, in der das Viergestirn Wieland, Goethe, Herder und Schiller in Weimar wirkte. Im engeren Sinn wird die Epoche nach Johann Wolfgang Goethes erster Italienreise 1786 damit bezeichnet. Die Weimarer Klassik dauerte etwa bis zu Schillers Tod Oft wird mit Weimarer Klassik auch nur die gemeinsame Schaffensperiode der befreundeten Dichter Goethe und Schiller bezeichnet, die von 1794 bis 1805 ging. Der Weimarer Musenhof. Ölgemälde, Theobald von Oer, Friedrich Schiller deklamiert im Tiefurter Park. Unter den Zuhörern ganz links (sitzend) Herder, in der Bildmitte (sitzend mit Kappe) Wieland und rechts (stehend) Goethe.

3 Definition des Begriffs Die erste, weit gefasste Definition bezieht sich auf die Zeit und den Ort des Wirkens von Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Diese vereinfachende Definition suggeriert weitreichende Übereinstimmungen im literarischen Schaffen der Vier, diese Übereinstimmungen bestanden allerdings vor allem zwischen Goethe und Schiller in der Zeit von 1794 bis Auch existierten nie zeitgleich außergewöhnliche persönliche Beziehungen aller Vier zueinander. Somit fasst diese Definition des Begriffs vor allem die vier prominentesten literarischen Persönlichkeiten des damals bestehenden Kulturraums (Weimar und Jena) zusammen, die nicht der frühromantischen Strömung angehörten.

4 Die zweite, wesentlich enger gefasste Definition bezieht sich auf die etwa 11-jährige gemeinsame Schaffensperiode von Goethe und Schiller. Mit dieser Beschränkung der Definition auf die intensive persönliche Freundschaft und die Ästhetische Allianz in der Dichtung ist es möglich, den Begriff Weimarer Klassik exakter von den komplexen kulturellen Zusammenhängen in Weimar und Jena um das Jahr 1800 abzugrenzen. Hier ist hinzuzufügen, dass Goethe nach dem Tode Schillers (1805) diese Allianz inhaltlich weiterführte. Auch war die Begriffsprägung des 19. Jahrhunderts bezüglich des Ortes vereinfachend, denn Schiller lebte und arbeitete die erste Hälfte der klassischen Epoche in Jena (bis Dezember 1799), so dass ein großer Teil der Kommunikation über Briefe und bei gegenseitigen Besuchen stattfand.

5 Die Merkmale sind: Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution Nicht durch einen gewaltsamen Umsturz (Französische Revolution), sondern durch eine evolutionäre Fortentwicklung (langsame Höherentwicklung) der Gesellschaft gelange man zu dem Ziel eines den aufklärerischen Idealen entsprechenden Staates. Zentralisierung auf Weimar und z. T. Jena Stellt der Unruhe der Zeit das Programm der ästhetischen Erziehung gegenüber: Die Menschen sollen durch Kunst und Literatur zu Humanität erzogen und dadurch reif für gesellschaftliche Veränderungen werden. Erziehungsideal ist die schöne Seele, d. h. der Mensch, dessen Handeln, Pflicht und Neigung in Übereinstimmung sind (Ideal eines ruhigen, abgeklärten, in sich selbst ruhenden Menschen). Zeitlosigkeit der Epoche, indem sie Gegenstände zur Betrachtung wählt, die über allen Einfluss der Zeiten erhaben sind, genauer menschlich-ethische Werte Streben nach Harmonie in der Gesellschaft statt Egoismus des Sturm und Drangs Humanität Einsicht, dass persönliches Verderben die gerechte Strafe für begangene sittlich-moralische Verfehlungen ist

6 Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.

7 Goethes literarische Produktion umfasst Gedichte, Dramen, erzählende Werke (in Vers und Prosa), autobiografische, ästhetische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Auch sein umfangreicher Briefwechsel ist von großer literarischer Bedeutung. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman Die Leiden des jungen Werthers machte ihn 1774 in ganz Europa berühmt. Später wandte er sich inhaltlich und formal den Idealen der Antike zu und wurde ab den 1790er Jahren, gemeinsam mit Friedrich Schiller und im Austausch mit diesem, zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Im Alter galt Goethe auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland.

8 Während die Wertschätzung Goethes nach seinem Tode zunächst abnahm, wurde er im Deutschen Kaiserreich ab 1871 zum Kronzeugen der nationalen Identität der Deutschenund als solcher für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte nun eine Verehrung nicht nur des Werks, sondern auch der Persönlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensführung als vorbildlich empfunden wurde. Bis heute gilt Goethe als bedeutendster deutscher Dichter, sein Werk wird zu den Höhepunkten der Weltliteratur gezählt.

9 Johann Wolfgang (von) Goethe Egmont (Trauerspiel, begonnen 1775, im Druck 1788) Wilhelm Meisters theatralische Sendung (Urmeister, Roman, ab 1776, im Druck 1911) Stella. Ein Schauspiel für Liebende (1776) Iphigenie auf Tauris (Drama, im Druck 1787) Torquato Tasso (Drama, ab 1780, im Druck 1790) Römische Elegien (entstanden 1788–90) Venezianische Epigramme (1790) Faust. Ein Fragment (1790) Der Bürgergeneral (Lustspiel, 1793) Reineke Fuchs (Epos in Hexametern, 1794) Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (1795) Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96) Xenien (Gedichte, zusammen mit Schiller, 1796) Novelle (ab 1797) Hermann und Dorothea (Idylle in Hexametern, 1798) Die natürliche Tochter (Trauerspiel, 1804)

10 Friedrich Schiller wurde als zweites Kind des Offiziers und Wundarztes Johann Caspar Schiller und Elisabeth Dorothea Schiller, geb. Kodweiß, 1759 in Marbach am Neckar geboren. Friedrich war der einzige Sohn neben fünf Schwestern. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch über. Kurz nachdem 1766 Friedrichs Schwester Luise geboren worden war, zog die Familie nach Ludwigsburg. Im selben Jahr trat Friedrich in die dortige Lateinschule ein. Bereits mit dreizehn Jahren verfasste er Theaterstücke Absalon und Die Christen; beide sind heute nicht mehr erhalten.

11 Auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern musste Schiller 1773 in die Militärakademie Karlsschule (damals im Schloss Solitude bei Stuttgart) eintreten. Schiller begann zunächst ein Rechtsstudium. Die Zöglinge wurden militärisch gedrillt, was dazu beigetragen haben mag, dass er noch mit fünfzehn Jahren Bettnässer war; zweimal wurde er deswegen hart bestraft. Schiller schnupfte heimlich Tabak und las zusammen mit seinen Kameraden verbotene Schriften.

12 Friedrich (von) Schiller Don Karlos (1787) Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen (1792) Augustenburger Briefe (1793) Über Anmut und Würde (1793) Kallias-Briefe (1793) Die Horen (1795) Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) Über naive und sentimentalische Dichtung (1795) Der Taucher (1797)er Die Kraniche des Ibykus (1797)

13 Ritter Toggenburg (1797) Der Ring des Polykrates (1798) Die Bürgschaft (1798) Wallenstein-Trilogie (1799) Das Lied von der Glocke (1799) Maria Stuart (1800) Die Jungfrau von Orléans (1801) Die Braut von Messina (1803) Das Siegesfest (1803) Wilhelm Tell (1803/04) Die Huldigung der Künste (1804) Demetrius (unvollendet; 1805)

14 Mila Gargarova Yanica Sotirova Tereza Nikolaeva Ivelina Gavrilova


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