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Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis 25. 04. 2004, Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 1 Notruf Erste Hilfe Rettung Schnell und einfach: Notruf.

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1 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 1 Notruf Erste Hilfe Rettung Schnell und einfach: Notruf per Handy auch ohne Karte Im deutschen Alpenraum haben die beiden Netzbetreiber T-Mobil und Vodafone in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein die Erschließung durch den Bau zusätzlicher Versorgungsstationen mittlerweile abgeschlossen. Aber auch in den restlichen Alpenregionen ist die Versorgungssituation so weit fortgeschritten, dass die Mitnahme eines Mobiltelefons für Notrufzwecke überall empfohlen werden kann, zumal die Versorgung in den kommenden Jahren noch kontinuierlich besser werden wird. Bei aller Euphorie muß jedoch klar sein, dass es eine 100%ige Versorgung in den Alpen auf Grund der besonderen geographischen Verhältnisse niemals geben wird.

2 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 2 Notruf Erste Hilfe Rettung Rettungsmaßnahmen sind kostspielig und gefährden unter Umständen auch das Rettungspersonal. Deshalb dürfen Rettungsmaßnahmen nur bei einem tatsächlichen Notfall eingeleitet werden.

3 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 3 Notruf Erste Hilfe Rettung Grundsätzlich gibt es im GSM-Standard eine europaweite Notrufnummer. Dies ist die Nummer 112. Diese Notrufnummer kann ohne den Einsatz einer benutzerspezifischen Karte und somit auch ohne Kosten abgesetzt werden.

4 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 4 Notruf Erste Hilfe Rettung Darüber hinaus gibt es die Nummern der lokalen Rettungsleitstellen, die vor Antritt der Tour in Erfahrung zu bringen sind.

5 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 5 Notruf Erste Hilfe Rettung Was soll gemeldet werden? Oberstes Gebot nach einem Bergunfall ist Ruhe bewahren. Nach der Herstellung der Sprechverbindung zur entsprechenden Rettungsstelle sollten folgende Dinge gemeldet werden: Wer meldet? Angabe des eigenen Namens und wenn möglich der Mobiltelefonnummer Was geschah? Beschreibung des Unfalls Wo geschah es? Genau Angabe des Unfallortes und des Wetters, gegebenenfalls Angaben über Hubschrauberlandemöglichkeit Wieviele Verletzte? Angabe der Zahl der Verletzten Welche Verletzungen? Art der Verletzung, gegebenfalls lebensbedrohliche Zustände.

6 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 6 Notruf Erste Hilfe Rettung Hub- schrauber- rettung Die schnellste und schonendste Art des Abtransportes bei Verletzungen ist die Hubschrauberrettung. Ein geeigneter Platz für eine Hubschrauberrettung ist eine möglichst große Fläche mit fester Unterlage und hindernisfreier An- und Abflugzone oder zumindest ein Geländevorsprung für eine Windenbergung. Die Einweisung des Hubschraubers sollte mit dem Rücken zum Wind erfolgen.

7 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 7 Notruf Erste Hilfe Rettung Erste-Hilfe-Maßnahmen Lebensrettende Sofortmaßnahmen Bewusst- losigkeit Zeichen Zeichen : Erstickungsgefahr durch Fremdkörper, Erbrochenes oder Zunge.Maßnahmen: Freimachen der Atemwege mit Fingern und Taschentuch, Überstrecken des Kopfes zum Freihalten der Atemwege, stabile Seitenlage, keine Flüssigkeitszufuhr

8 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 8 Notruf Erste Hilfe Rettung Atem- bzw. Herz- Kreislauf- stillstand Eng voneinander abhängig. Zeichen Zeichen : Fehlen von Pulsen (an der Halsschlagader fühlbar bzw. der Atmung, keine Atemgeräusche bzw. Brustkorbbewegung im Vergleich zum Bauch), beidseits weite, reaktionslose Pupillen. Wiederbelebung Wiederbelebung : Atemwege frei machen. Über Mund zu Mund oder Mund zu Nase mit überstrecktem Kopf 5mal beatmen, zu Beginn schnell. Gleichmäßiges Heben und Senken des Brustkorbes beobachten. Bei fehlenden Pulsen durch äußere Herzdruck- massage Circulation in Gang bringen. Bei Rückenlagerung auf harter Unterlage, mit durchgestreckten Armen und übereinandergelegten Handballen auf dem unteren Drittel des Brustbeins kurze Stöße in senkrechter Richtung mit einer Frequenz von ca. 80 pro Minute durchführen. Bei Kindern: verminderte Druckkraft mit einer Hand.

9 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 9 Notruf Erste Hilfe Rettung Mit einem Helfer: 5 x beatmen, dann 15 x Herzdruckmassage, 2 x beatmen, 15 x Herzdruckmassage usw. Mit zwei Helfern: 5 x beatmen, dann 5 x Herzdruckmassage, 1 x beatmen, 5 x Herzdruckmassage, usw. Erfolgskontrolle: Pupillenreaktion, rosige Hautfarbe, tastbare Pulse, Eigenatmung. Wegen Verletzungsmöglichkeit geeignete Schulung an Übungspuppe empfehlenswert. Atem- bzw. Herz- Kreislauf- stillstand

10 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 10 Notruf Erste Hilfe Rettung Schock Missverhältnis zwischen Blutangebot und -bedarf der lebenswichtigen Organe durch großen Blutverlust oder fehlgesteuerte Blutverteilung: z. B. bei Blutungen, starkem Schmerz, Herzinfarkt, Verbrennung, Kälteschädigung, Allergie oder großer psychischer Belastung.

11 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 11 Notruf Erste Hilfe Rettung SchockZeichen: Blässe, feuchtkalte Haut, schwacher, kaum tastbarer, schneller Puls (über 100 pro Min.) und flache, beschleunigte Atmung, evtl. Lufthunger. Meist ungewöhnliches Verhalten: erst unruhig, dann benommen.Maßnahmen: Bei Brustschmerzen oder schwerer Atemnot ohne Unfall (mögliche Herzprobleme) sowie Brustkorbverletzungen: halbsitzende Lagerung ansonsten Schocklagerung, Blutstillung: Beine hochlagern (ca. 30 Grad), z. B. auf Rucksack oder hangaufwärts, bei schwerem Schock Taschenmesserposition: Beine annähernd senkrecht halten. Evtl. Selbsttransfusion, d.h. hochgehobene Beine und Arme von der Peripherie her zum Herzen hin ausstreichen und elastisch einbinden. Schmerzbekämpfung, Wärmeerhaltung und Zuspruch.

12 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 12 Notruf Erste Hilfe Rettung Blutungen Maßnahmen: Hochlagern des betreffenden Körperteils. Bei Schlagaderblutungen (hellrotes, rhythmisch spritzendes Blut): Zunächst Abdrücken der Schlagader zwischen Wunde und Herz am jeweiligen Druckpunkt (Oberarm, Leistenbeuge, Schlüsselbein), notfalls Finger direkt in Wunde. Danach Druckverband: Ungeöffnetes Verbandspäckchen o.ä. als Druckpolster über keimfreien Wundverband legen und festwickeln, evtl. mehrfach übereinander. Abbinden nur, wenn sonst kein Erfolg, da Gefahr der Gewebsschädigung. Breit aufliegendes Band oder Gürtel - keine Schnur - am Oberarm oder Oberschenkel herzwärts der Wunde schnüren, maximal 1,5 Stunden, dann (nach vorherigem Druckverband) wieder für einige Minuten öffnen. Unbedingt Zeitpunkt notieren!

13 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 13 Notruf Erste Hilfe Rettung Wunden Maßnahmen: Nicht berühren oder auswaschen, keine Salbe oder Puder! Fremdkörper in der Wunde belassen und evtl. umpolstern, keimfreier Verband, notfalls sauberes Tuch.

14 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 14 Notruf Erste Hilfe Rettung Knochen- brüche allgemein Maßnahmen: Bei offenen Brüchen keimfreie Wundauflage. Kein Einrichten, sondern nur grobe Achsenkorrektur unter vorsichtigem Zug, damit die Bruchenden nicht schmerzhaft aneinander reiben und von Gewebe bedeckt sind. Ruhigstellung durch behelfsmäßiges Schienen (Skistöcke, Pickel, Rucksackversteifungen o.ä., am besten aufblasbare Luftkammerschiene) in Mittelstellung unter Einbeziehung der benachbarten Gelenke in der für den Verletzten angenehmsten Lage, Fixierung beidseits des Bruches (nie direkt darüber), Polsterung, Kälteschutz. Formabweichung bzw. abnorme Beweglichkeit - etwa Schwellung, Schmerz, Gebrauchsminderung - im Zweifelsfall wie Bruch behandeln.

15 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 15 Notruf Erste Hilfe Rettung Spezielle Brüche Arm: Dreiecktuch als Armtragetuch verwenden und zusätzlich am Brustkorb fixieren. Schlüsselbein: Polster in die Achselhöhle und Rucksackverband zur Entlastung. Rippen: Fester Verband um den unteren Rippenrand in Ausatmungsstellung. Wirbel: Flache Rückenlage auf harter Unterlage und schonendster Transport, da sonst Gefahr einer Querschnittslähmung. Knöchel: Schuhe nicht ausziehen, aber Schnürung lockern.

16 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 16 Notruf Erste Hilfe Rettung Verren- kungen Zeichen: Gelenkkopf unter Kapselzerreißung aus Pfanne ausgetreten. Gelenk federnd gesperrt, im Vergleich abnorme Kontur.Maßnahmen: Keine gewaltsamen Einrenkungsversuche (nur nach entsprechender Schulung!), sondern Ruhigstellung in angenehmster Lage und rascher Abtransport in ärztliche Behandlung.

17 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 17 Notruf Erste Hilfe Rettung Verstau- chungen Bänder Quetschung Prellungen Zeichen: Gelenküberdehnung mit Kapselverletzung.Maßnahmen: Feste Bandage mit elastischer Binde, bei Fußgelenk Schuhe nicht ausziehen, aber Schnürung lockern. Auf der Hütte: Hochlagern und Kühlung durch feuchtkalte Umschläge bzw. Eis/Schnee. Bänderzerrung, Bänderriss oder Meniskusverletzung wie bei Verstauchung. Ruhigstellen, hochlagern, Kühlung, bei Blutergüssen zusätzlich elastische Binde und Salbe.

18 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 18 Notruf Erste Hilfe Rettung Muskel- verletzung Muskel- krampf Zeichen: Am häufigsten Zerrung durch Überdehnung, v.a. bei kalten Muskeln.Maßnahmen: Ruhigstellung durch Kompressionsverband und Kühlung (Schnee, Eis). Maximale Durchblutung durch passive Dehnung des betroffenen Muskels erzielen, bei Wadenkrampf Fußspitze nach oben drücken, Massage.

19 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 19 Notruf Erste Hilfe Rettung Schuh- druckstellen Maßnahmen: Vorbeugung durch Hirschtalg, medizinische Fußcreme oder second skin. Bei Schmerz und leichter Rötung faltenloses Aufkleben von Leukoplaststreifen. Bei bereits bestehender Blase: Desinfektion, Aufstechen mit ausgekochter oder ausgebrannter Nadel, keimfreier, faltenloser Wundverband.

20 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 20 Notruf Erste Hilfe Rettung Temperaturschäden Allgemeine Hitze- schäden Hitzeerschöpfung, -kollaps, -krämpfe: Meist zusammen, durch ungenügende Flüssigkeitszufuhr, bzw. durch starken Wasser- und Salzverlust sowie unzweckmäßige Kleidung.Zeichen: Durst, Schwäche, Übelkeit.Maßnahmen: Flüssigkeits- und Mineralsalzzufuhr in mehreren kleinen Portionen, Pause im Schatten mit Kühlung, Oberkörper hochlagern, Kleidung öffnen.

21 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 21 Notruf Erste Hilfe Rettung Temperaturschäden Allgemeine Hitze- schäden Hitzschlag: Bei großer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, Windstille und luftundurchlässiger Kleidung kommt es zur Wärmestauung im Körper, da keine Schweißabgabe mehr möglich – Lebensgefahr!Zeichen: Puls und Atmung beschleunigt, Kopfschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Bewußtseinstrübung, heiße gerötete Haut, Anstieg der Körpertemperatur über 41°CMaßnahmen: Flüssigkeits- und Mineralsalzzufuhr in mehreren kleinen Portionen, Pause im Schatten mit Kühlung, Oberkörper hochlagern, Kleidung öffnen.

22 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 22 Notruf Erste Hilfe Rettung Örtliche Hitze- schäden Sonnenstich: Durch intensive, direkte Sonnenbestrahlung des unbedeckten Kopfes und Nackens.Zeichen: Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindelgefühl, Brechreiz, rotes und heißes Gesicht.Maßnahmen: Feuchtkalte Umschläge auf Kopf und Nacken, sonst wie bei allgemeinen Hitzeschäden. Temperaturschäden

23 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 23 Notruf Erste Hilfe Rettung Ver- brennungen Grad I (Hautrötung) und Grad II (Blasenbildung) sofort kaltes Wasser, Eis oder Schnee bis zur Schmerzfreiheit (Nachbrennen verhindern) Grad III (örtlicher Gewebstod) keimfreier Wundverband. großflächige Verbrennungen Wundverband mit Alufolie, Ruhigstellung, Schockbekämpfung und rascher Abtransport in ärztliche Behandlung. Sonnenbrand Feuchtkalte Umschläge, öfters wechseln, kühlendes Gel.

24 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 24 Notruf Erste Hilfe Rettung Augen- entzündung Zeichen: Augenentzündung durch UV-Strahlen, Fremdkörpergefühl (Sand) bis zu Schneeblindheit. Maßnahmen Maßnahmen: Lichtundurchlässiges Verbinden beider Augen, Aufenthalt in abgedunkelten Räumen, kühlende Umschläge. Vorbeugung Vorbeugung : Notfalls Behelfsbrille aus Karton mit Sehlöchern (Nadelstiche) oder Sehschlitzen.

25 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 25 Notruf Erste Hilfe Rettung Allgemeine Unter- kühlung Abfallen der Körpertemperatur unter den Sollwert, vor allem in Verbindung mit Nässe, Wind, großer Höhe und Wassermangel, Erschöpfung und Bewegungsarmut. Zuerst Erregungssteigerung (37-34°C), dann Erregungsabnahme (34-30°C) schließlich Bewusstlosigkeit (30-25°C) und Scheintod/Tod unter 25°C. Selbstschutz des Organismus: Durchbluteter warmer Körperkern (lebenswichtige Organe in Brust- und Bauchraum sowie Gehirn), aber kalte Körperschale (Haut, Arme, Beine) durch Zusammenziehen der Blutgefäße.

26 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 26 Notruf Erste Hilfe Rettung Allgemeine Unter- kühlung Allgemeine Unter- kühlung vorrangig behandeln Allgemeine Unterkühlung ist vorrangig zu behandeln, da gefährlicher als örtliche Erfrierung. Kälteschutz durch Alufolie, zusätzliche Bekleidung o.ä., allgemeine Wärmezufuhr durch heiße, gezuckerte Getränke. Kein Alkohol, da er durch Blutgefäßerweiterung der Haut größere Wärmeabgabe an die Umgebung verursacht. Gefahren durch Bergungstod: Vermischung des kalten Schalenblutes mit dem warmen Kernblut durch Bewegung, daher keine Massage oder Eigenbewegungen, sondern passiver Abtransport (Wiedererwärmung im Gelände kaum möglich).

27 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 27 Notruf Erste Hilfe Rettung Allgemeine Unter- kühlung Allgemeine Unterkühlung vorrangig behandeln! Bei sicherem Herzstillstand: Herzdruckmassage nur, falls ununterbrochene Fortführung gewährleistet. Keine Toterklärung Tiefunterkühlter im Gelände, sondern baldiger Hubschraubertransport in Klinik mit Intensivstation bzw. Herz-Lungen- Maschine zur Wiedererwärmung. Aufwärmung primär nur des Körperkerns (Rumpf) mit vorgewärmten Decken, Helferwärme, Wärmebeutel (über dem Pullover) oder Wärmepackung: feuchte heiße Tücher auf die Unterwäsche von Brust und Bauch, nicht jedoch auf die nackte Haut, darüber Kleidung, dann Alufolie nur um Rumpf (ohne Arme) sowie Decken und Biwaksack um ganzen Körper.

28 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 28 Notruf Erste Hilfe Rettung Örtliche Erfrierungen Örtlich begrenzter Kälteschaden und Durchblutungsstopp mit Absterben von Zellen. Besonders gefährdet sind Zehen, Finger, Nase, Ohren durch große Oberfläche und schlechte Blutversorgung. Grad I: Blutleere – weißes, kaltes, gefühlloses Gewebe Grad II: Blasenbildung – blaurote Verfärbung, scheinbar wohlige Wärme, Infektionsgefahr Grad III: Gewebetod – schwarzes, abgestorbenes Gewebe.Maßnahmen: Aufwärmen in der Achselhöhle. Aktive Bewegungsgymnastik, wenn nicht gleichzeitig eine allgemeine Unterkühlung vorliegt. Jedoch: Kein Einreiben mit Schnee, erfrorene Stellen nicht in den Mund nehmen, nicht über Feuer oder Ofen aufwärmen und nicht rauchen!

29 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 29 Notruf Erste Hilfe Rettung Örtliche Erfrierungen Maßnahmen: Bei schweren Erfrierungen keimfreier lockerer Verband, druckfreie Lagerung und passiver Abtransport. Falls mit gefrorenen Füßen noch einige Stunden weitergelaufen werden muss, besser nicht auftauen, da stets Schmerzen und Entzündungen sowie bei Wiedererfrieren Gefahr von großen Gewebsverlusten drohen. In der Hütte: Am günstigsten rasches Auftauen der erfrorenen Körperteile in heißem Wasserbad von 40° C. Jedoch evtl. sehr schmerzhaft, deshalb am besten mit Schmerzmitteln und max. 30 Minuten wegen Hautaufweichung. Falls nicht möglich, langsames Aufwärmen durch zunehmend warmes Wasserbad von 10 auf 40° C (innerhalb einer halben Std.), bzw. feuchte warme Umschläge allmählich vom Herzen her auf die Erfrierung zu anlegen (z. B. Oberarm, Unterarm, Hand, Finger).

30 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 30 Notruf Erste Hilfe Rettung Höhen- schäden Höhenschwindel Blick zum Horizont, hinsetzen, sichern, ablenken und ruhig zureden. Höhenkrankheit durch Doppelbelastung von körperlicher Tätigkeit (mehr Sauerstoffbedarf) und großer Höhe (weniger Sauerstoffangebot) bereits ab m für Höhenungewohnte, v.a. bei schnellem Aufstieg mit Seilbahn.Zeichen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel sowie Atem- und Pulsbeschleunigung, Schlaflosigkeit, Konzentrations- und Koordinationsstörungen, Selbstüberschätzung, Euphorie, Reizbarkeit.Maßnahmen: Rast, süße Getränke, rascher Abstieg in tiefere Lagen, notfalls passiver Abtransport.

31 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 31 Notruf Erste Hilfe Rettung Höhen- schäden Höhenlungenödem. Wasseransammlung in Lungenbläschen. Kritische Höhe ab m, sehr gefährlich, da am Anfang schwer erkennbar und Symptome leicht zu unterschätzen. Rapide Verschlechterung, oft dauert es nur einen Tag bis zum vollen Krankheitsbild. Ohne Behandlung akute Lebensgefahr. Risikofaktoren: Vor allem ungenügende Akklimatisation (zu schneller Aufstieg) und zu geringe Trinkmenge (Bluteindickung). Zeichen: Brodelnde Atmung und rasselnder Husten mit blutig-schaumigem Auswurf. Vorher oft Durchfälle und Erbrechen, geringe Urinmenge, Infektion der oberen Luftwege. Körperliche Leistungsfähigkeit und Appetit verringert. Unmittelbar vorher: Apathie und großes Schlafbedürfnis.Maßnahmen: Aufsetzen, schnellstmöglicher Abtransport in tiefere Lagen (2.000 m). Sofern vorhanden: Sauerstoff ca. 4-5 l pro Minute, evtl. Medikamente (Nifedipin 10 mg).

32 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 32 Notruf Erste Hilfe Rettung Höhen- schäden Höhenhirnödem. Veränderte Durchblutung und Drucksteigerung im Gehirn mit psychischen Veränderungen und Gleichgewichtsstörungen, bis Bewusstlosigkeit.Maßnahmen: Noch gefährlicher als das Höhenlungenödem, deshalb evtl. Gabe von Kortison auch durch Laienhelfer. Sonst wie bei Höhenlungenödem: Aufsetzen, schnellstmöglicher Abtransport in tiefere Lagen (2.000 m). Sofern vorhanden: Sauerstoff ca. 4-5 l pro Minute, evtl. Medikamente (Nifedipin 10 mg).

33 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 33 Notruf Erste Hilfe Rettung Zeichen: Herz-, Kreislauf- bzw. Atemstillstand. Bewusstlosigkeit oder Erregungszustand, Lähmungen, Schock, Verbrennungen, Muskelverkrampfungen.Maßnahmen: Exponierte Punkte (Grat, Gipfel, Baum), Feuchtigkeit und Metall meiden, Hock-/Kauerstellung auf Rucksack oder Seil in freiem Gelände, nicht in Höhlen oder Mulden. Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Schock- und Brandwundenbekämpfung. Bei Herzstillstand Faustschlag gegen Herzgegend, um evtl. dadurch das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Blitzschlag

34 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 34 Notruf Erste Hilfe Rettung Zeichen: Durch Mobilisierung von Leistungsreserven, zunächst noch erfolgreiche Bekämpfung von Stress und Notsituationen, dann jedoch allmähliches Versagen der Anpassungsvorgänge mit Aufbrauch der Energievorräte bis zum Erschöpfungstod.Maßnahmen: Ausgiebige Rast, heiße gesüßte Getränke, Schokolade etc. Nach Erholung langsamer Abstieg, evtl. kreislaufanregende Medikamente. Erschöpfung

35 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 35 Notruf Erste Hilfe Rettung Immer Lebensgefahr. Ein hoher Prozentsatz der Verschütteten ist sofort tot (ca. 20%). Rasch sinkende Überlebenschancen. Bei 1 m Verschüttungstiefe nach 35 Minuten nur noch ca. 35 %, nach zwei Stunden nur noch ca. 15 %.Maßnahmen: Unbedingt sofortige Kameradenhilfe. Lebensrettende Sofortmaßnahmen unmittelbar nach Ausgraben des Kopfes Wiederbelebung, Schock- und Unterkühlungsbekämpfung. Lawinen- verschüttung

36 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 36 Notruf Erste Hilfe Rettung Wichtige Telefonnummern für Bergsteiger 1. Alpine Auskunftstellen DAV OeAV AVS OHM (Chamonix) 2. Lawinenlageberichte Bayern Telefonband.. Beratung Telefax-Abruf Österr. Kärnten Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Tirol Faxabruf Tirol Beratung Vorarlberg Italien Südtirol Südtirol Fax-Abruf... Schweiz Frankreich (erhöhte Gebühr, nur in Frankreich möglich)

37 Lehrgang der Kinder- und Jugendgruppe 23. bis , Wilhelm-Dieckmann-Hütte Schmilka Seite 37 Notruf Erste Hilfe Rettung Wichtige Telefonnummern für Bergsteiger 3. Alpine Wetterberichte Wetterbericht des Deutschen Alpenvereins (für die gesamten Alpen) Ansagedienst des Deutschen Wetterdienstes (erhöhte Gebühr, nur in Deutschland erreichbar) Alpenwetter (gleicher Text wie AV-Wetter) Französischen Alpen Gardaseer Berge Schweizer Alpen Ostalpen Regionalwetter Bayerische Alpen Alpenwetterbericht Österreich (gleicher Text wie AV-Wetter, nur in Österreich anwählbar Alpenwetter Schweizer Alpen Ostalpen Regionalwetter Österreich Gardaseer Berge Persönliche Beratung (auch aus dem Ausland möglich) Alpenwetterbericht Schweiz aus dem Ausland Inland (nicht vom Ausland) Alpenwetterbericht Spezialwetterbericht Persönliche Beratung


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