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Wirkstoffe 02.01.20141 Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch.

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Präsentation zum Thema: "Wirkstoffe 02.01.20141 Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch."—  Präsentation transkript:

1 Wirkstoffe Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

2 Inhaltsstoffe von Kosmetika Es werden vier verschiedene Inhaltsstoffklassen unterschieden: Basisstoffe, Wirkstoffe, Hilfsstoffe und Zusatzstoffe. Basis Basisstoffe umfassen alle Substanzen, die in der Haut natürlich vorkommen und die jede Haut zur gesunden Funktion braucht. Sie stellen den Hauptteil der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in einem kosmetischen Mittel und werden in ihrer Gesamtheit auch als Bindemittel oder Trägerstoff bezeichnet. Die Basisstoffe richten sich nach der ungefähren Zusammensatzung des Hydrolipid-Films auf der Haut und der Barriereschicht (des Stratum Korneum). Das Sebum stellt die fettige Phase des Hydrolipid-Films der Hautoberfläche. Die wässrige Phase bildet der Schweiß. In den oberen Schichten der Epidermis sind so genannte Barrierelipide und Feuchthaltestoffe in der Haut vorhanden. Letztere werden in ihrer Gesamtheit als der natürliche Feuchthaltefaktor (engl. Natural Moisturizing Factor, NMF) der Haut bezeichnet Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

3 Basisstoffe Der NMF ist ein Substanzgemisch im Keratin-Netzwerk der Hornschicht, der – wie ein Schwamm Wasser aufsaugt – Feuchtigkeit in den oberen Epidermisschichten binden kann. Der natürliche NMF besteht aus ca.: 25 % Triglyceride 20% freie Fettsäuren 18% Ceramide 1 % Choresterin 11% Kohlenwasserstoffe (und je nach Hautzustand bis zu 12% Wasser) Bei Funktionsstörungen des NMF wird die Haut „brüchig“, d.h., sie wird trocken und angreifbar. Die Gesamtheit bzw. unterschiedlichen Mischungen der Basisstoffe befähigt Kosmetika, Defizite auf bzw. in der Haut an Fettstoffen, Fettsäuren und Feuchthaltefaktoren zu verhindern bzw. auszugleichen Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

4 Basisstoffe Basisstoffe schützen die Haut, indem sie - den Hydrolipid-Mantel der Haut verstärken, - den NMF der Haut verstärken, - damit die Funktionen der Haut und die Strukturen der Dermis schützen. Basisstoffe wirken funktionsunterstützend und vorbeugend, also schützend und pflegend Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

5 Wirkstoffe Damit kosmetische Mittel auf der Haut eine Wirkung erzielen können, müssen entsprechende Wirkstoffe enthalten sein. Wirkstoffe werden den Basisstoffen des kosmetischen Präparates zugesetzt, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Die Wirkstoffe zeigen dann z.B. den Effekt, dass die damit gepflegte Haut wieder geschmeidiger ist und glatter aussieht. Wirkstoffe helfen der Haut, ihre natürlichen Funktionen zu erhalten, den Hautzustand zu erhalten oder zu verbessern und/oder die Hautstrukturen zu schützen. Mithilfe von Wirkstoffen können verschiedene Produkteigenschaften hergestellt werden. Diese können hauttyp- und hautzustandsgerecht zusammengestellt werden. Pflegende Wirkstoffe in der Kosmetik helfen der Haut, ihre natürlichen Funktionen zu bewahren, sie zu erhalten und zu verbessern Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

6 Hilfsstoffe Hilfsstoffe werden kosmetischen Präparaten zugesetzt, um physikalische, chemische und mikrobiologische Stäbilität und/oder längere Haltbarkeit zu ermöglichen. Die folgenden Hilfsstoffe werden beispielweise verwendet, als: Hilfsstoffe haben keine positive Wirkung auf die Funktion der Haut. Außerdem werden nicht alle der zurzeit in Kosmetika eingesetzten Hilfsstoffe als unbedenklich bewertet Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

7 Zusatzstoffe Hierunter fallen Parfüme, Aromen und Anfärbemittel. Diese haben die Aufgabe, das Kosmetikpräparat für den Kunden attraktiver in Aussehen und Duft (und auch, wie z.B. bei Zahnpasten, im Geschmack) zu machen. Sie haben für die Haut keinerlei positive Wirkung – im Gegenteil: Viele der früher und zurzeit verwendeten Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Allergien auszulösen oder auch die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten wie Krebs zu erhöhen Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

8 Unterscheidung nach Ursprung Eine Unterscheidung der kosmetischen Inhaltsstoffe ist auch nach ihrem Ursprung bzw. nach ihrer Herstellungsart möglich. Sie unterscheiden pflanzliche, synthetische, biosynthetische, tierische und mineralische Stoffe, genauso wie aber auch natürliche und naturidentische Stoffe. Unter die natürlichen (alle in der Natur vorkommenden) Stoffe zählen z.B. Pflanzenextrakte, tierische und mineralische Stoffe. Sie unterscheiden bei natürlichen Stoffen nach dem Ursprung: Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

9 Sie unterscheiden Inhaltsstoffe insgesamt nach den Herstellungsarten Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

10 Biosynthetische Stoffe als Inhaltsstoffe von Kosmetika können z.B. Proteine (Kollagen/Elastin usw.) oder Fette sein. Biosynthese bedeutet den Aufbau (oder die Zucht) organischer Substanzen im lebenden Organismus (invivo-Biosynthese) oder in zellfreien Systemen durch die entsprechend isolierten Zellkomponenten (in-vitro-Biosynthese). So kann z.B. Kollagen als Wirkstoff biosynthetisch hergestellt werden. Naturidentische Stoffe Pflanzen z.B. produzieren oft mehrere Stoffe nebeneinander, die nützlich und giftig sind. Hier kann die chemische Industrie die nützlichen Stoffe extrahieren und sie synthetisch (chemisch, im Labor) nachproduzieren. So werden z.B. viele Vitaminprodukte hergestellt und diese sind für die kosmetische Anwendung genauso wertvoll. Synthetische Stoffe sind künstlich hergestellt. Sie kommen so nicht in der Natur vor, z.B. Vaseline. Ihre gleich bleibenden Eigenschaften in Zusammensetzung und Konzentration sind ein Vorteil, da sie z.B. bei natürlichen Wirkstoffen schwanken können. Sie sind im Gegensatz zu natürlichen Stoffen nicht den Klimabedingungen unterworfen und können jederzeit produziert werden. Verunreinigungen durch Umweltgifte sind kaum zu befürchten. Istopropylmyristat ist z.B. ein synthetisch hergestelltes, wasserhelles, praktisch geruchloses, sehr dünnflüssiges Öl Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

11 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Wasser Durch seine einzigartigen chemischen Eigenschaften ist Wasser ein wichtiger, vielseitig einsetzbarer Basisstoff in kosmetischen Mitteln. Leitungswasser enthält immer Mineralsalze, Kalkablagerungen und z.T. Bakterien. Für die Verwendung in Kosmetika wird daher speziell aufbereitetes Wasser verwendet, das vorher entmineralisiert und destilliert wird. Spuren von Schwermetallen im Wasser könnten z.B. zur Zersetzung von Wirkstoffen führen oder das Ranzigwerden von zugesetzten Fetten verursachen. Wasser ist in vielen Kosmetika Hauptbestandteil und steht bei der INCI-Deklaration auf Gesichts- und Körperpflegepräparaten daher häufig an erster Stelle. Wasser ist ph-Wert- neutral und daher gut verträglich. Es reinigt die Haut und spendet der oberen Hornschicht kurzfristig Feuchtigkeit, trocknet und laugt sie aber auch aus, da es schnell wieder verdunstet und dabei hauteigene Stoffe mitnimmt. Wasser wird daher immer mit anderen Inhaltsstoffen kombiniert. Wasser ist Basisstoff, Feuchtigkeitsspender und / oder Verdünnungsmittel Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

12 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Öle Sie haben eine hautglättende Wirkung, indem Sie mikroskopisch winzige Vertiefungen der Hautoberfläche auffüllen. Zusätzlich senken sie den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und sorgen damit für ein Verbleiben der Feuchtigkeit in der Haut. Die Haut glättet sich und wird weich und geschmeidig. Öle sind Basisstoffe für Kosmetika. Hauptbestandteile pflanzlicher Öle sind die Triglyzeride. Sie können Öle auf der Basis von gesättigten, aber auch einfach- bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren sein. Je geringer der Sättigungsgrad, desto wertvoller ist das Öl und es wird dann als kosmetischer Wirkstoff für trockene Hautzustände eingesetzt. Ein großer Vorteil der natürlichen Öle ist ihr Gehalt an Vitaminen, essenziellen Fettsäuren und Phytosterolen (Pflanzenfetten). Zu unterscheiden sind hiervon die ätherischen Öle, welche aus Pflanzen- oder Pflanzenteilen durch Destillation / Extraktion gewonnen werden und keine Hautpflegewirkung haben, sondern hochpotente Wirkstoffe durch ihren Gehalt an Vitaminen, essenziellen Fettsäuren und Phytosterolen darstellen Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

13 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Mineralische Öle und Fette Hier werden vor allem Paraffinöl und Vaseline wegen ihrer fettenden und reinigenden Eigenschaften in kosmetischen Abschminkmitteln eingesetzt. Sie ziehen im Gegensatz zu natürlichen Ölen nicht in die Haut ein und haben daher keine pflegende Wirkung. Sie behindern Wärme, und Feuchtigkeitsregulationsmechanismen der Haut, indem sie die Haut schützen. Vorteilhaft schließen sie Wirkstoffe in der Haut ein und schützen diese vor dem Verdunsten. Mineralische Öle und Fette entstehen durch Raffinieren von Erdöl Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

14 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Fette Fette sind hauptsächlich Glyzerinester, die in der Natur in flüssiger Form (Öl), fester oder halbfester Form vorkommen, die chemische Bezeichnung lautet Triglyceride. Triglyceride sind butter- oder wachsartige, feste/schmalzartige, z.T. gelbliche fette Massen, die als Basisstoffe in der Kosmetik Anwendung finden. Fettalkohole finden als Hilfsstoffe in kosmetischen Mitteln Anwendung. Sie sind ölige Flüssigkeiten, die z.B. als Konsistenzgeber zur Verdickung einer dünnflüssigen Emulsion zur Creme oder als Emulgatoren selbst verwendet werden. In Wasser sind sie kaum löslich, dafür in Fetten oder Alkohol. Sie werden synthetisch aus Fettsäuren oder Paraffinkohlenwasserstoffen hergestellt. Fettalkohole binden Wassermoleküle und haben daher eine hautbefeuchtende Wirkung Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

15 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Fette Fette sind hauptsächlich Glyzerinester, die in der Natur in flüssiger Form (Öl), fester oder halbfester Form vorkommen, die chemische Bezeichnung lautet Triglyceride. Triglyceride sind butter- oder wachsartige, feste/schmalzartige, z.T. gelbliche fette Massen, die als Basisstoffe in der Kosmetik Anwendung finden. Fettalkohole finden als Hilfsstoffe in kosmetischen Mitteln Anwendung. Sie sind ölige Flüssigkeiten, die z.B. als Konsistenzgeber zur Verdickung einer dünnflüssigen Emulsion zur Creme oder als Emulgatoren selbst verwendet werden. In Wasser sind sie kaum löslich, dafür in Fetten oder Alkohol. Sie werden synthetisch aus Fettsäuren oder Paraffinkohlenwasserstoffen hergestellt. Fettalkohole binden Wassermoleküle und haben daher eine hautbefeuchtende Wirkung Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

16 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Alkohole Alkohole finden in der Kosmetik Anwendung als Basisstoff, als Desinfektionsmittel und Lösungsmittel. Alkohol wird wegen seiner, je nach Konzentration auftretenden, kühlenden, erfrischenden, konservierenden und desinfizierenden Wirkung eingesetzt. Er wird mit einem Vergällungsmittel ungenießbar gemacht, damit er nicht mit dem trinkbarem Alkohol verwechselt werden kann. Wachse und wachsähnliche Stoffe Wollwachs (Lanolin) z.B. ist ein wasserfreies Wollfett aus dem Wollschweiß von Schafen und wird häufig in W/O-Emulsionen zur Festigung der Crememasse verwendet. Verwendet werden auch z.B. Bienenwachs oder Carnaubawachs als Gleitmittel für öllösliche Stoffe. Wachse und wachsähnliche Stoffe sind deshalb Gleitmittel, weil sie nach Verdunsten des Lösungsmittels einen undurchlässigen Film auf der Haut bilden Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

17 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Harze Harze finden in der Kosmetik Anwendung als Filmbildner (Haarspray oder als Bindemittel für puderhaltige Kosmetika). Wasserbindende Stoffe Sie kommen im Interzellulärraum der Haut natürlich vor. Ein Mangel an der Grundstoffen, vor allem an Protein, führt u.a. zu einer trockenen, dünnen Haut mit Faltenbildung und schlaffem Bindegewebe. Die Kosmetikindustrie bezeichnet das Stoffgemisch, das dem natürlich Vorbild in der Haut (natürlicher NMF) am nächsten kommt, auch als Natural moisturizing Factor (NMF). Es beinhaltet Substanzen wie Glyzerin, Aminosäuren, Salze usw. Die Wirksamkeit des kosmetischen NMF hat Grenzen. Proteine wie Kollagen und Elastin kommen in unserem Organismus natürlich vor und sind ein wichtiger, faseriger Bestandteil der Haut. Natürliches Kollagen ist ein sehr großes Makromolekül, das mit dem Zusatz von Wasser die Hornschicht aufquellen lässt. Es kann nicht in die tieferen Schichten der Epidermis eindringen und wird deshalb in der Kosmetikbehandlung zur Durchfeuchtung der oberen Hautschicht eingesetzt Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

18 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Kosmetisch genutzte Kollagenarten KollagenartEinsatzgebiete nativ, löslichWirkstoff zur Haar- und Hautpflege (Tropokollagen) nativ, lyophilisiertHautpflege und medizinische Wundbehandlung (Kollagenmatrice) hydrolisiertHaarpflege, Hautreinigung und –pflege (Kollagenhydrolysat) denaturiertViskositätsregler und Filmbildner (Gelatine) acetyliertHautpflege, u.a. Hydrogele (Atelokollagen) Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch

19 Am häufigsten eingesetzte Inhaltsstoffe (Ingredients) Die Faltenunterspritzung mit Kollagen ist rechtlich gesehen eine medizinische Behandlung und damit dem Arzt vorbehalten. Sie dient aber keinem therapeutischen Zweck. Daher ist nicht eindeutig geklärt, ob die Kosmetikerin eine Faltenunterspritzung vornehmen darf oder nicht. Informieren Sie sich deshalb genau über die rechtlichen und gesetzlichen Vorschriften die Faltenunterspritzung betreffend. Elastin ist ein weiteres Protein mit hautbefeuchtenden Eigenschaften. Es kann nur in hydrolisierter Form (d.h. gespalten in kleine Peptide und Aminosäuren) in die Epidermis dringen. Unverändert verbleibt es auf der Hautoberfläche als hautquellendes, feuchtigkeitsspendendes Mittel Deutsche Kosmetik Akademie Nur für internen Gebrauch


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