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© deutsch-digital.de - Roman Eberth Das Problem der Wirklichkeit in E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der goldne Topf.

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1 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Das Problem der Wirklichkeit in E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der goldne Topf

2 © deutsch-digital.de - Roman Eberth [...] Anselmus sah, wie eine Schlange ihr Köpfchen nach ihm herabstreckte. Durch alle Glieder fuhr es ihm wie ein elektrischer Schlag, er erbebte im Innersten - er starrte hinauf, und ein Paar herrliche dunkelblaue Augen blickten ihn an mit unaussprechlicher Sehnsucht, so daß ein nie gekanntes Gefühl der höchsten Seligkeit und des tiefsten Schmerzes seine Brust zersprengen wollte. Und wie er voll heißen Verlangens immer in die holdseligen Augen schaute, da ertönten stärker in lieblichen Akkorden die Kristallglocken, und die funkelnden Smaragde fielen auf ihn herab und umspannen ihn, in tausend Flämmchen um ihn herflackernd und spielend mit schimmernden Gold- faden. Der Holunderbusch rührte sich und sprach: »Du lagst in meinem Schatten, mein Duft umfloß dich, aber du verstandest mich nicht. Der Duft ist meine Sprache, wenn ihn die Liebe entzündet.« (Erste Vigilie, S. 8 f.) Ein Märchen?

3 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Märchen oder Wirklichkeit? Der hatte nämlich den Stamm des Holunderbaumes umfaßt und rief unaufhörlich in die Zweige und Blätter hinein: »O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, nur noch einmal laßt eure Glockenstimmchen hören! Nur noch einmal blicket mich an, ihr holdseligen blauen Augen, nur noch einmal, ich muß ja sonst vergehen in Schmerz und heißer Sehnsucht!« Und dabei seufzte und ächzte er aus der tiefsten Brust recht kläglich und schüttelte vor Verlangen und Ungeduld den Holunderbaum, der aber statt aller Antwort nur ganz dumpf und unvernehmlich mit den Blättern rauschte und so den Schmerz des Studenten Anselmus ordentlich zu verhöhnen schien. - »Der Herr ist wohl nicht recht bei Troste«, sagte die Bürgersfrau, und dem Anselmus war es so, als würde er aus einem tiefen Traum gerüttelt oder gar mit eiskaltem Wasser begossen, um ja recht jähling zu erwachen. Nun sah er erst wieder deutlich, wo er war, und besann sich, wie ein sonderbarer Spuk ihn geneckt und gar dazu getrieben habe, ganz allein für sich selbst in laute Worte auszubrechen. Bestürzt blickte er die Bürgersfrau an und griff endlich nach dem Hute, der zur Erde gefallen, um davonzueilen.

4 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Märchen oder Wirklichkeit? Der hatte nämlich den Stamm des Holunderbaumes umfaßt und rief unaufhörlich in die Zweige und Blätter hinein: »O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, nur noch einmal laßt eure Glockenstimmchen hören! Nur noch einmal blicket mich an, ihr holdseligen blauen Augen, nur noch einmal, ich muß ja sonst vergehen in Schmerz und heißer Sehnsucht!« Und dabei seufzte und ächzte er aus der tiefsten Brust recht kläglich und schüttelte vor Verlangen und Ungeduld den Holunderbaum, der aber statt aller Antwort nur ganz dumpf und unvernehmlich mit den Blättern rauschte und so den Schmerz des Studenten Anselmus ordentlich zu verhöhnen schien. - »Der Herr ist wohl nicht recht bei Troste«, sagte die Bürgersfrau, und dem Anselmus war es so, als würde er aus einem tiefen Traum gerüttelt oder gar mit eiskaltem Wasser begossen, um ja recht jähling zu erwachen. Nun sah er erst wieder deutlich, wo er war, und besann sich, wie ein sonderbarer Spuk ihn geneckt und gar dazu getrieben habe, ganz allein für sich selbst in laute Worte auszubrechen. Bestürzt blickte er die Bürgersfrau an und griff endlich nach dem Hute, der zur Erde gefallen, um davonzueilen. Anselmus voller Sehnsucht nach der verschwundenen Märchenwelt Die märchenhafte Wirk- lichkeit bleibt verborgen.

5 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Märchen oder Wirklichkeit? Der hatte nämlich den Stamm des Holunderbaumes umfaßt und rief unaufhörlich in die Zweige und Blätter hinein: »O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, nur noch einmal laßt eure Glockenstimmchen hören! Nur noch einmal blicket mich an, ihr holdseligen blauen Augen, nur noch einmal, ich muß ja sonst vergehen in Schmerz und heißer Sehnsucht!« Und dabei seufzte und ächzte er aus der tiefsten Brust recht kläglich und schüttelte vor Verlangen und Ungeduld den Holunderbaum, der aber statt aller Antwort nur ganz dumpf und unvernehmlich mit den Blättern rauschte und so den Schmerz des Studenten Anselmus ordentlich zu verhöhnen schien. - »Der Herr ist wohl nicht recht bei Troste«, sagte die Bürgersfrau, und dem Anselmus war es so, als würde er aus einem tiefen Traum gerüttelt oder gar mit eiskaltem Wasser begossen, um ja recht jähling zu erwachen. Nun sah er erst wieder deutlich, wo er war, und besann sich, wie ein sonderbarer Spuk ihn geneckt und gar dazu getrieben habe, ganz allein für sich selbst in laute Worte auszubrechen. Bestürzt blickte er die Bürgersfrau an und griff endlich nach dem Hute, der zur Erde gefallen, um davonzueilen. Anselmus voller Sehnsucht nach der verschwundenen Märchenwelt Die märchenhafte Wirk- lichkeit bleibt verborgen. Konfrontation mit der realist. Weltsicht d. Bürgersfrau

6 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Märchen oder Wirklichkeit? Der hatte nämlich den Stamm des Holunderbaumes umfaßt und rief unaufhörlich in die Zweige und Blätter hinein: »O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, nur noch einmal laßt eure Glockenstimmchen hören! Nur noch einmal blicket mich an, ihr holdseligen blauen Augen, nur noch einmal, ich muß ja sonst vergehen in Schmerz und heißer Sehnsucht!« Und dabei seufzte und ächzte er aus der tiefsten Brust recht kläglich und schüttelte vor Verlangen und Ungeduld den Holunderbaum, der aber statt aller Antwort nur ganz dumpf und unvernehmlich mit den Blättern rauschte und so den Schmerz des Studenten Anselmus ordentlich zu verhöhnen schien. - »Der Herr ist wohl nicht recht bei Troste«, sagte die Bürgersfrau, und dem Anselmus war es so, als würde er aus einem tiefen Traum gerüttelt oder gar mit eiskaltem Wasser begossen, um ja recht jähling zu erwachen. Nun sah er erst wieder deutlich, wo er war, und besann sich, wie ein sonderbarer Spuk ihn geneckt und gar dazu getrieben habe, ganz allein für sich selbst in laute Worte auszubrechen. Bestürzt blickte er die Bürgersfrau an und griff endlich nach dem Hute, der zur Erde gefallen, um davonzueilen. Anselmus voller Sehnsucht nach der verschwundenen Märchenwelt Die märchenhafte Wirk- lichkeit bleibt verborgen. Konfrontation mit der realist. Weltsicht d. Bürgersfrau Zweifel des Märchenhel- den selbst u. Rückkehr in die rationale Realität

7 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Neben- und Ineinander verschiedener Wirklichkeiten Phantastische Wirklichkeit der Märchenwelt Wirklichkeit der rationa- len Bürgerwelt Planmäßige Verunsicherung des Lesers im Wirklichkeitsmärchen durch gezielte Verwischung der Grenzen zwischen beiden Wirklichkeiten mittels: Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung meist nachträgliche Rationalisierungsangebote

8 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 1. Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung Der Archivarius hatte dem Studenten Anselmus ein kleines Fläschchen mit einem goldgelben Liquor gegeben, und nun schritt er rasch von dannen, so, daß er in der tiefen Dämmerung, die unterdessen eingebrochen, mehr in das Tal hinabzuschweben als zu gehen schien. Schon war er in der Nähe des Koselschen Gartens, da setzte sich der Wind in den weiten Überrock und trieb die Schöße auseinander, daß sie wie ein Paar große Flügel in den Lüften flatterten, und es dem Studenten Anselmus, der verwunderungsvoll dem Archivarius nachsah, vor- kam, als breite ein großer Vogel die Fittige aus zum raschen Fluge. - Wie der Student nun so in die Dämmerung hineinstarrte, da erhob sich mit kräch- zendem Geschrei ein weißgrauer Geier hoch in die Lüfte, und er merkte nun wohl, daß das weiße Ge- flatter, was er noch immer für den davonschrei- tenden Archivarius gehalten, schon eben der Geier gewesen sein müsse, unerachtet er nicht begreifen konnte, wo denn der Archivarius mit einemmal hingeschwunden. Vierte Vigilie, S. 26 f. Sinnestäuschung oder tatsächliche Verwand- lung des Archivarius in einen Geier?

9 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 1. Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung Der Archivarius hatte dem Studenten Anselmus ein kleines Fläschchen mit einem goldgelben Liquor gegeben, und nun schritt er rasch von dannen, so, daß er in der tiefen Dämmerung, die unterdessen eingebrochen, mehr in das Tal hinabzuschweben als zu gehen schien. Schon war er in der Nähe des Koselschen Gartens, da setzte sich der Wind in den weiten Überrock und trieb die Schöße auseinander, daß sie wie ein Paar große Flügel in den Lüften flatterten, und es dem Studenten Anselmus, der verwunderungsvoll dem Archivarius nachsah, vor- kam, als breite ein großer Vogel die Fittige aus zum raschen Fluge. Doppelte Perspektive: Überblicksperspektive des auktorialen Erzählers Subjektive Perspektive des Anselmus

10 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 1. Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung Der Archivarius hatte dem Studenten Anselmus ein kleines Fläschchen mit einem goldgelben Liquor gegeben, und nun schritt er rasch von dannen, so, daß er in der tiefen Dämmerung, die unterdessen eingebrochen, mehr in das Tal hinabzuschweben als zu gehen schien. Schon war er in der Nähe des Koselschen Gartens, da setzte sich der Wind in den weiten Überrock und trieb die Schöße auseinander, daß sie wie ein Paar große Flügel in den Lüften flatterten, und es dem Studenten Anselmus, der verwunderungsvoll dem Archivarius nachsah, vor- kam, als breite ein großer Vogel die Fittige aus zum raschen Fluge. Doppelte Perspektive: Überblicksperspektive des auktorialen Erzählers Subjektive Perspektive des Anselmus Relativierung der Faktizität der Ereignisse durch sprachliche Modifizierung

11 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 1. Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung Der Archivarius hatte dem Studenten Anselmus ein kleines Fläschchen mit einem goldgelben Liquor gegeben, und nun schritt er rasch von dannen, so, daß er in der tiefen Dämmerung, die unterdessen eingebrochen, mehr in das Tal hinabzuschweben als zu gehen schien. Schon war er in der Nähe des Koselschen Gartens, da setzte sich der Wind in den weiten Überrock und trieb die Schöße auseinander, daß sie wie ein Paar große Flügel in den Lüften flatterten, und es dem Studenten Anselmus, der verwunderungsvoll dem Archivarius nachsah, vor- kam, als breite ein großer Vogel die Fittige aus zum raschen Fluge. - Wie der Student nun so in die Dämmerung hineinstarrte, da erhob sich mit kräch- zendem Geschrei ein weißgrauer Geier hoch in die Lüfte, und er merkte nun wohl, daß das weiße Ge- flatter, was er noch immer für den davonschrei- tenden Archivarius gehalten, schon eben der Geier gewesen sein müsse, unerachtet er nicht begreifen konnte, wo denn der Archivarius mit einemmal hingeschwunden. Doppelte Perspektive: Überblicksperspektive des auktorialen Erzählers Subjektive Perspektive des Anselmus Relativierung der Faktizität der Ereignisse durch sprachliche Modifizierung Schilderung eines neuen Ereignisses

12 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 1. Perspektivenwechsel und sprachliche Relativierung Der Archivarius hatte dem Studenten Anselmus ein kleines Fläschchen mit einem goldgelben Liquor gegeben, und nun schritt er rasch von dannen, so, daß er in der tiefen Dämmerung, die unterdessen eingebrochen, mehr in das Tal hinabzuschweben als zu gehen schien. Schon war er in der Nähe des Koselschen Gartens, da setzte sich der Wind in den weiten Überrock und trieb die Schöße auseinander, daß sie wie ein Paar große Flügel in den Lüften flatterten, und es dem Studenten Anselmus, der verwunderungsvoll dem Archivarius nachsah, vor- kam, als breite ein großer Vogel die Fittige aus zum raschen Fluge. - Wie der Student nun so in die Dämmerung hineinstarrte, da erhob sich mit kräch- zendem Geschrei ein weißgrauer Geier hoch in die Lüfte, und er merkte nun wohl, daß das weiße Ge- flatter, was er noch immer für den davonschrei-tenden Archivarius gehalten, schon eben der Geier gewesen sein müsse, unerachtet er nicht begreifen konnte, wo denn der Archivarius mit einemmal hingeschwunden. Doppelte Perspektive: Überblicksperspektive des auktorialen Erzählers Subjektive Perspektive des Anselmus Relativierung der Faktizität der Ereignisse durch sprachliche Modifizierung Schilderung eines neuen Ereignisses Neuinterpretation seiner bisherigen Wahrnehmung Unsicherheit über den Ver- bleib des Archivarius (Konj.)

13 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Neben- und Ineinander verschiedener Wirklichkeiten Perspektivenwechsel Erzähler Anselmus Überlagerung von subjektiver Interpre- tation u. relativierter Faktizität Eindruck der scheinbaren Auflösung des Archivarius Lindhorst in der Gestalt des Geiers +

14 © deutsch-digital.de - Roman Eberth Die Klingelschnur senkte sich hinab und wurde zur weißen durchsichtigen Riesenschlange, die umwand und drückte ihn, fester und fester ihr Gewinde schnürend, zusammen, daß die mürben zermalmten Glieder knackend zerbröckelten und sein Blut aus den Adern spritzte, eindringend in den durchsichti- gen Leib der Schlange und ihn rot färbend. - »Töte mich, töte mich!« wollte er schreien in der entsetz- lichen Angst, aber sein Geschrei war nur ein dump- fes Röcheln. - Die Schlange erhob ihr Haupt und leg- te die lange spitzige Zunge von glühendem Erz auf die Brust des Anselmus, da zerriß ein schneidender Schmerz jähling die Pulsader des Lebens, und es vergingen ihm die Gedanken. - Als er wieder zu sich selbst kam, lag er auf seinem dürftigen Bettlein, vor ihm stand aber der Konrektor Paulmann und sprach: »Was treiben Sie denn um des Himmels willen für tolles Zeug, lieber Herr Anselmus!« Zweite Vigilie, S. 16 Darstellung der Verwandlung des Türklopfers zum grinsenden Gesicht des Apfelweibes und der Klingelschnur zur weißen Rie- senschlange, die Anselmus bis zur Bewusstlosigkeit würgt, als reale Fakten, ohne Relativierung durch sprachliche Mittel Abbruch der dramatischen phantastischen Handlung (Leerstelle) und Fortsetzung in der friedlichen rationalen Wirklichkeit 2. Versuche der Rationalisierung der phantastischen Erlebnisse

15 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 2. Versuche der Rationalisierung der phantastischen Erlebnisse »Es kann aber auch sein«, sprach der Student Ansel- mus zu sich selbst, »daß der superfeine starke Ma- genlikör, den ich bei dem Monsieur Conradi etwas begierig genossen, alle die tollen Fantasmata ge- schaffen, die mich vor der Haustür des Archivarius Lindhorst ängsteten. [...] Sechste Vigilie, S. 35 Unvermittelte Erklärung der phantastischen Geschehnisse erst drei Vigilien später: Anselmus sucht selbst nach einer Erklärung, die die Brüche in der Ereignis- und Erlebniskette ver- stehbar macht. Allerdings ohne anhaltende Wirkung: [...] Daß ihm schon bei dem Eintritt ins Haus oder vielmehr noch vor demselben allerlei Wunderliches begegnen könne, wie neulich, davon war er über- zeugt. Er dachte nicht mehr an Conradis Magen- wasser, sondern steckte schnell den Liquor in die Westentasche, um ganz nach des Archivarius Vor- schrift zu verfahren, wenn das bronzierte Äpfelweib sich unterstehen sollte, ihn anzugrinsen. Sechste Vigilie, S. 35 f. Unsicherheit angesichts des bevorstehenden Besuchs bei Lindhorst

16 © deutsch-digital.de - Roman Eberth 2. Versuche der Rationalisierung der phantastischen Erlebnisse Erhob sich denn nicht auch wirklich gleich die spitze Nase, funkelten nicht die Katzenaugen aus dem Türdrücker, als er ihn auf den Schlag zwölf Uhr ergreifen wollte? - Da spritzte er, ohne sich weiter zu bedenken, den Liquor in das fatale Gesicht hinein, und es glättete und plättete sich augenblicklich aus zum glänzenden kugelrunden Türklopfer. Die Tür ging auf, die Glocken läuteten gar lieblich durch das ganze Haus: klingling - Jüngling - flink - flink - spring - spring - klingling. [...] Sechste Vigilie, S. 36 Und was passiert, als er dann zum zweiten Mal vor dem Haus des Arcivarius steht? Suggestive Frage, die das tatsächliche Geschehen aber offen lässt In der Folge immer stärkere Verwischung der Sinne und Wahrnehmungen, ohne weitere Problematisierung durch den Erzähler oder Anselmus: Ein magisches blendendes Licht verbreitete sich überall, ohne daß man bemer- ken konnte, wo es herkam, da durchaus kein Fenster zu sehen war. Sowie der Student Anselmus in die Büsche und Bäume hineinblickte, schienen lange Gänge sich in weiter Ferne auszudehnen. - Im tiefen Dunkel dicker Zypressenstauden schimmerten Marmorbecken, aus denen sich wunderliche Figuren erhoben, Kristallenstrahlen hervorspritzend, die plätschernd niederfielen in leuchtende Lilienkelche; [...] Sechste Vigilie, S. 36

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